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Full text of "Abbildung der wilden Bäume, Stauden und Buschgewächse, welche nicht nur mit Farben nach der Natur vorgestellet, sondern auch ... kurz und gründlich beschrieben werden"

\ 




uttb 




Vßtldjc tt\iS)t nut 

mit %CixUn nac^ in ^am 

fonbern tiad) il)rei: wahm ^efi^affcnl)eit, na(ö l)em ©tan^ 
%er Q51dt(eiv nacf) ibrcn manttlidjen unb weiblid;en ^luun, ^md)tm, unö 
©aamcn nac{> ifjrem SBad^^ifjum unbSIlter, I>a6 ftc sewc^nfic^ (mid)(n, nac^ 

^>erfluö9egcben , »erlegt unö mit Den in i?upfer 9ej]o;t)cnen unb mumimrtert 

1767» 



Digitized by the Internet Archive 
in 2013 



http://archive.org/details/abbildungderwild13oelh 



6 €i:fd)dnet l)ifmtf bei* 5(nfanö cineö Mä) mU 

d)m ftcl; bie gi:uiit)lic^en£icbl)abei: bec ^ötut fct)on lange 
9cfcf)net ^abcn imb an bcm fct)on üicc Sa^tc nac^ einari' 
b«c mit allem ^Ici^ gearbeitet tuofben 
<gö ift feine lange Q}ßiTeb€ notf)i(j. 2!>a^ 2ÖBerf (elb|^ jeijjef bie 5(f>* 
|t'c[)t beö jFjemi QSerfa^erö unb bie ©nric()tung/ ivelc^e man babei? Qctxofe 
fm (}at. (g^ tvicb bie ^ortfe^ung unb 5(u{5fül)i-ung eben fo befcljalfen fepn, 
m bie gegenwärtige erflc 5lbl)anblung i|T. © wirb ein ;eber ^aum auf 
<ben bie 5(rt abgebilbet werben. ?D?an wirb eben fo forgfaltig fepn/ bie ein* 
f;eimifc^)en unb frembe ^abmen berfelbigen iu fammlen; man wirb ibre 
tndnnlid)e unb weiblic^)e ^Sli^ten, ibren 2ßad)ötbum/ ibre @aamen,5rucbfe 
unb glatter eben fo genau anjcigen, unb aucb fo furj unb fo bcutlicb üon 
ber (grjie^ung unb pflege ber «erfcbiebenen ©orten ber^aurae/ öon bem 
5)^u^en if)i:eei (gaamen^^ i^rer ^ruct)te/ iljrer ^^ei(e unb befonberö üon 
bem ?(^«^en il)re£i ^oije^ l)anbeln. 

werben bie 3(;tc|)nungen unb ^Sefcbreibungen tiicbf bon anbern 
cntlebnct, fonbern unmittelbar md) b$r. ^atur uno »on eigenen 
fabrungen genommen werben. 

3um beflen ber Slu^ldnber ^af man aucf) biefeö 2Berf in bie ^ran^ 
jüftfcbc ©pracbe überfe^en (äffen, unb bmit biefe ^orforge beö <^crle* 
gerö niemanb befc()wer(ic^ werbe/ fo wirb ef)e|Ienö ber $Jranjo|1f(^e ^le;;t 
befonber^ ^fc&einem 

$( 1 2)iep 




«►4fr C o ) <^<^ 
mu§ nod) erinnert jverbcn/ ba^ man bet) Slnfan^ t){cfc^ ^cifd 
ben Q}ßrfa^ (jatfc/ t>tc/ öcnen 5i-iid)ten unb ©anmen fdjnDlic^e^nfcftcn 
bcpjufugcH/ unl) auc^) mifro|fcpifd)e ?ScDbacI)tiin3cn »cn bcn ^dumen jii 
liefern. SlUein man l}at nacb genauerer Ueberlcgung für beffer befunbcn/ 
baö Xoßuptmerf mit t)er9leid[)en ^Ibbtiöimgen nic^t ju wnferbredjen. ?)^aii 
will lieber bccbeö bei; bcm ©c^lu^ biefeö ^erfcö tbun, iuann ®ctt 
ben unö ©cfunbbfit fltbcn mb, fo ba§ biefe ^:S€obad)tun(jfn einen ^n* 
|)an() $u Dem ^cvfe felbfl auömacl)fn foüen. 
Ucbrtaene empfieljlet ft(^ unb fein 223«rf 



9?üirnberg bcn 4 3iin. 
1.767. 



ter ^eraui^gebec 2ßinfevfc^)mibf. 




htt tDiIt)cn ^üimt 



©ic göre/ gcr(fce/ gorif/ S^J^f^twö/ ^ienforc/ ^ergC/ Sichern 

QfSjm'iii '^\d}te, li'ße; Pinus; gi^'^'^jf^l^f^; Pini. 

engliid? The PineTree, Pine. 



ifffr5Bfliini ijl meinet €rmcffcnö, wegen feinet fc^ineffcn^^flefii^t^iimeiin atltu 



Ict), fluc^ äiemlid; fcfjlcc^feii ©oben/ unb megeti beö m'effdltigcn (^ebraiic^g 
feinet ^^Dlje^, bet »orjijgltc^fle iinfcE linfem 2<in(jcl« ober 9?abei'baimicn. 

a3?tc wollen bic Unterfc^eibung^jeic^en, woran imfere Son^elbaumc t)on eiiion* 
t»cr ju erfenncn finb, l)ic^er fe^en. 

©ie gore t)at auf einer SBflrjc, ober einem gti^ ammi^Ud) ino, fdtm aUt 
i>ur) fri^tge 3?abeln, bif, w«nn fie nod) jung fin^ einer (?4)cibe kijeinanbec 
(tecfcn, unb wonn man fie jufammen legt, eine ctjitnber ^ ober realjenformige @e(?cif( 
«nncbmcn, bic fte bamn, ef-e fie fid) eoneindnber atgefonbert. <?te finb »iel läm 
fier, alg bie Xangefn eon ber %m\( unb gicfjte. 




W 3 



Sie 



6 TOanMuns. 

^tn £nt) eiiitväct^ auö^efc^nittCKc langcdi, bie auf bec obccn @cifc 3niit, auf t><i; 
ttntfnt aDec mi۟^ finb, unb cinsdn an bec Dvinbe fte^m. 

SfJabelu an bec gic^>tc, obec 3?of^(anne |lc{)cn gleicf/fal^l «injcfn, finb akc 
fap cunb, uiib am oorbtrn Snb fpi|ij. 

©ie gorc I;at meiftcntf)et(g männliche unb tvciblic^e tBlüitn Ut)tmnU\: auf 
hm «cmlid&cn Sgaum , unb mctftenö auf eccfi^icbmm Srocigcn. 

Snt'flTfn finM man bo^ fc()r oft fofc^c, bie nuc ma'nnli4ie SSIüfen attein, u»I> 
fluc^)fo(c^e, bie nur weibliche S5lut«n/ uub folglich Sruc^)te ottein tragen, tt)clc^)c^ 
fcct) ber Sanne unb gierte, fo oiel mir ivilTenb, noc^ mcf;t beobact}fet roorben, d$ 
Welche aüfjcit männliche unb t»cib(ic^£ Sluten auf bcm ncmltc^cu Stamm Ur) ein« 
,(Wbfr ^aU\r, ivicwol auc^ tetjberlci) S5aume nic^t fo letcfjf ju beobachten finb, ölä 
bicgore, mld^e $ftetßf^m im Sten ^a^nv, unb fa(l an atten Smeigen tlu^et unb 
gruc^fc tragt, ba hingegen Xann«n unb gierten eiel dtter unb folglich t»tel {)ol)ec 
tverben , cl^e ftc blufjen , bie Sanne auc^ attcmal nur oten an bec gpi^e SSlute« 
unb grud^te tragt. 

2)ie männlichen SBtiJten bcrgore, ftnbin 2(eren, ober So^lein (,Tab.T. giguc 
ß.&.c.rf.) be!)einanbe.r, unb befielen aug einer groffm SiJtengc oon {jerjformigcn Staufe' 
öefdfen, roelc^e ben mdnnltct,'en gaaraen, ober ben S8efru(^fungg:(!au& öon ge(61tch,fc 
garbe enthalten, unb ä»ar in foic^er eWenge, ba§ bcrfelbe bep gunjiigem 2B«ttec 
«i«e SBoffc, t»ic oon Siauch ober ©taub bilbct, unb im herunterfallen ben Sobeit 
ober bae in bor 9?d{;e jlc{)enbe SSaffer bebecfef, unb basier 2(n(a§ ju bem eingebilbe* 
ten ©chrcefefregcn gegeben baf. öle fe männliche fluten fiab »enigfteng Ut) mtl 
gelblich, oöer (irobfarb, feiten rotblich, oerborren, wann bec ©taub öu^geflosen, 
MHb alfo bie !Sffi'"chtung gcfchebm ift, unb faüen ab. 

Sic 



Q3ön t)cr Sore. 7: 

©ie mM(i)t SSluten, <iB ber Sfnfang üm ixt %tu^i, tmmm bfUt€ mtf U^- 
^nfeecn gtvciglcin t>«^ nemltc^cn Sßaum^, wann tcrfdbc bie Ut)i>m ®c^d)U^m an fic^ 
|)a(,an tcm ncucn(Sc^u§crat.7. /^.ß.C.unbTa&.///.c,)m tcn crftcn Sacjcn, ober in 
tec SKittc aud) wol 3f9<n ba^ <£nb,tvtf in bcm l)eurigen lyöyjlm 3a{)r, bcg 5Kaj)# 
SD?onat^ jum SBorfc^eitt, bilben Heine (tms Idngtic^Xrunbe Äopfe, (d.) unb fle^)ett 
einjeln, nicl)centt)ei(ö aber jtve^, bret), euc^ cier, fünf te^eiimnbcr, öerabin bi« 

J^bUi ffnt^" f't^ "^«^'^ "'^'^ ^'''^Ö^'" 3«'f ««f tiie Seite. 

£5ic SBlüten finb Sinfans^g grünli^) ober aelt>lic^, anbere tbti^l'K^, einijje 
coÜ>/ einige |)er(«r, bie anbern bunfler ; (.Tab,!. 7. 8. 9- AÄ) (?g tjnben a(fo 
tiejcnigen wo^)l o^)ne @runb mit einanber gejanft^ welche l)c|)auptet, e^ gebe nue 
sotl;e, ober nur grüne, ober geldliche gorenlluten. 

befielen biefe 95lu^en aug fe^r Diekn nal^e an einanber gefügten Sc^uptJetr, 
«nkr beren jeber jroet) f (eine oöale @aamenf6rniein ju jinbcn. £)ie auf bie (?cit< 
gebogene grüßte »erwanbefn i^jrc ro0e gacbe ba[b tu <3vün,- (F. Tab. IT. ') 
wac^fen big in bie ?9?itte beg 3uli«ö ju ber @r6|Te (G.), in mli^tt (Tie big ge^ 
§«n, ober in ben ?E>?at) beg folgenben 3abrg, jeboc^ mit SBerwec^glung ber grünen 
garbe in bie graue, (fl) i?erb(eiben, ba f« »ieber big in ben 3uliug ju ibrer eoK* 
fldnbigen^ ©roffe (K) fortwoc^fen, algbann ilsr« grüne garbe in bie graue^ 
cber oliöenfnrbige (L. M.) t5eranbern, unb im i^ctober ibre reif«@aamen k<xt 
im. C)b bie früber, oter fi>afer (reibenbe goren ibre befonbere Slütefl unb gapfen 
j^ttbe», tt)ie einig« bebauifitcn;- fan ic^ nic^f fagen/ *öeil idi) barauf nocb nic^it genaue 
Siebfung gebabt, 3«^ twerbe folcbeg aber ing fünftige tbun» 

©ie Sa^jfen b^i'^en gefcbloffen big in ben SKerj , ©ber au^ Wobl big in ben 
täpnl, ba fle be«) trocfnem aOBetter unb (Sonnenfcbein anfangen ibre @cbu>^pen ju 
»faen, iL) unb bie @a«mtn s, 3, Tab. IF.) unb m<i) abfliegen ju faf? 

fen* 



ftn. 3n bcm t)e irlgen lyöytenSa^jr haU in b«n teufen "Zmn ^ftH, «nt auc^> 
ju Sfnfang t»cg ?0tO9 fogac an ten gicjcii CKittag Uegttibm 93ocfdnmen noc^> fe^c 
t)u(e gan? 9cfc^>Ipffctic unb affo bf ii »ofligcn (genanten tn fic^ f)rtOcnfee Sapfeir ancje^ 
ttojfen, tvelc^cö bte falte itiib mdm Oßittcrung »cnirfac^t {taben mag. 

Um btcfe 3fit beö Stbflicgeitg ftiibct man an bec ^wc gcmemtglic^ gapf«n t)o>t 
6rco<c(e«) 5lltcr ; <iv\tli(i) folc^c, bic m brrp ^atjrcn geblu^et^^- Tab.H.) unb bereit« 
im »orige n grubjal^r bie gaamen tjabcn abfliegen iaffen ; Sie fc^lieffcn ftc^ Ut) feuchte» 
aSJettec tviebcr |u, iinb feigen benen, bic tfjrc gaamcn ni>ä) in ftc^ b^^ben, (,Tab. 
IF. B ) jiemlic^) gUtc^>, ftcben aber einen 3abc»uc|)^ weiter jucucf . ftnb «Ifo 
bie gapfenfammlcr wobt ju unfectic^fen, ba§ jl« ^'«f« "if^t "'•^ öbbrcc^en. 

Stvciten^ fotc^je, bte t)oc \mv) Sabcen gcbliibf, «nb im »origen @e>mm(c jut 
«oOfornmenen Steife gelangt finb. Stefe ofnen ftc^ (Jab.II. L.) bisweilen i^m 
im ?9?er5, unb finb baber t)om £)cfober an, «nb ben ganjen SBinfer biirc^, abjubre; 
ci^en. @ie (leben «n bem »orjdbrigen ^abrwuc^)^, unb pnb baburc^) wn ben alten 
ganj gut unb leicht ju untcrfc^eiben. 

©cittcng ftnbjt man on bcm legten, ^ab^ucb^ bie, fo im tJorigen ^rübjabc 
§eblül)et, (Ä. /.) unb bem (Sommer über bic ©roffc <G.) erlanget ^abcn, biefem 
(gemmer ober reife 3apfen »erben , unb im £)ctobec jum 2(bnebmen taugen , um 
guten (gaamen jur 2{uöfaat iberjugcbcn. 

€ö tvirb etetleicbt nic^f unbienli(^ fc^n, ben Untcrfcbteb unfercr bret)ertct) Zm 
gelfaamen, ncralic^i »on ben goren, iJannen unb gierten bifc ansujcigcn. 

2)ec Sannenfaamen ifl ber grofte unb bicfjle, oon bunfclbrauner %<ixU, 
einen breiten unb braunen glügcl, ber ba^ (Saamcnf orn üoKig umgicbt. 
$Der gierten < unb gorenfaamen ftnb an ber ©roffe unb S«tbe nicbt fonber« 
ßt^uoneiuönbee unfetfe^ieben/ unb l^ab<n betjbe fc^wdrältc^e (gaamenforner, vtin 

m\ 



!23cn Der ^oU, 9 

äUt ^af einen oben cuiiblic^fcn giujef, an öeni t»erfel6c auf bec eincR ©cifc in einer 
sjjevticfung nuf ölctc^fam «ngeflebt ifl. 

See gorenfarttnen !)<rt einen oben fafl fpigig 5i!ta«fenbjn etwa^ fc^)n?a(erii ^lu* 
fief, in wefd^em bcrfclDe unten fre^ fielet, iinb nuc ringö^eritm etngefafTet ift. 

SJom Sannenfaaineu fo(( bcc SJui-nbctgec 50?c§en, bec S5iccma«ö ^d[(, 
9lfe. tvdgen. 1766. ahtt mog berfcl^c ruc 7^ft. iDctf fciir oief tauber baruntec mt. 

See ftc^tene unb forene wa'geti 5tß, wann pc nic^jt im SSftcEofcn aueJ^emac^t 
«nb babuc^ »ecbrennt iinb uerbcrbt tvorbcn, 

5Suf eine ^en^t t>m goccnfaamcn i)at matt ftc§ nic^f äffe 3«?»re ftc^et ju 
eei'Iaffen, o&fc^jon bcrfcKbc bec gewiffefle, unb fajl äffe Safjre, b^c^ nic^t in gleichet: 
sßjfngc, 3^Pf^» tvac^fcn. SfHerwiibpcct unb (£tc^[;ücnec oecbecben öieie gapfcn. 
<Sie fetten bigtwetlen ab, e^c f'e Jctfig werben. Siefen ^abe »entgftcnö an einec 
gcoffcH fi'eijtebenbm Soce mit furjen .fabeln , btcfe{)L- bufc^ig 9cn)a(#n, tvaf)rg« 
tiommen. €ie Statte ju Stufcing beö ©ommecg 1766. stcnilic^ öttl^gcunc 3«Pf«T« 
S]5a abec im SGBintet: folc^e tvolte ^iccab nefemett laffen, rnn bie (gaamen mi btcfec 
fluggearfefen goce 5« faen, fanb man feine rae^r, tvare xiber aiic^ mogfic^, bog 
€ic^t)orner fofc^e abgebifTen. 

@e{)coff werben 'auc& bie ©aattreB t)on benen in ^eccn Bebemn'itoö S3?tfro« 
ffopifcfjen ©emüt^)^^ unb 2(iig<ncfg6^ungen ©cite 128- angeführten/ unbauf bec 
68(Ten ^upfcrtafef «crgcftcflfen SSJurnifrn, unb oieKeiiijf öon noc^) mebreten anber» 
SIrten »crberbf unb aa^gcfrefien; ba§ man in eiefen 3apfen fein gitfe^ @aamcttf 
forn fitnbet, '^m ^erbfT 1765. gab e^ biefer wurmflic^igen 3«V>f^n f<bc »tele. 

S5ie gore fan burc^ ©aamen in altem iBoben, ben fumpftgen aufgenommen, 
mit Snu|en angebaut mtUa. guten g?oben wadi)ft freiließ fc^meffec, fc^io* 

S5 mc 



10 ^-tf e ?(b!)anMini3. 

nec «nfe äroflcr, üH im fd;lcc^)(cn unb im brcmtenben @anb, iinb äinitfll in fo{d;cm 
wo t5or^)« immer goren 9«(!an&en finb. 

©er Sciamen geltet flii<f> im ©rd^bcben auf, wann baö @ro^ nt^it 511 bi(f 
unb'äu I)i<<^ |lcf)et, «(ö ttjclc^icr not?)U-^enbig biirc^ ^Pfltißcn ober ©rabcn jtigcricOtcf 
werben mu^, 3« offenem, nemlicf; unbecaftcm SSoben, fact man benfelkn am te* 
Oen -511 b«r 3t'it, wenn er »on ten ^Scnimen abfliejjf, jicmlic^ bicf, clien auf, weil 
er eine Secfe nidjt biird;bringcn fan, fonbern bannUer t?ecbirbt. 

J?(fine tion €)^m gegen 2Beflen, auf^ ^cttfle ^wep Üueerfinger tief gcjogenc 
guvc^lein, an weld^cn man bie ais^ges^cgene Srbe gegcn'CKittaj ju angc^jäuft liegea 
Idft, unb bon @aamen brcin gefaot, werben bemfclkn einigen @(^u(j gegen bic 
fcrennenbe 50?i(tag^fonne geben , ob wol biefem ©aamen webet grojl noc^ ^i^c* 
W(ber Jrocfne nod) SJdflfe fonberftc^i g'c^jaben bringt. 

C>b 00m gorenfaanien no^ im jwegfenSa^^r nac^ ber 2(n|faa( ctWaj? aufgc* 
^)e, fan nic^t »erfi^crn, wette «ler fa{l glauben, weit »om Scrc^enfaamen unlv 
»om @aamen ber £orb SSei)raoutl;i !§ore btefe (Erfahrung J>übe. 

©en gaamen aug bcn göpfc« bringen, legt man folc^c auf Süc^ern an bie 
©onne, ober fc^uttet fie auf gef:oc^!tene JP)ürben, bic in b.r cingebei.^fen (gtube ^ec^ 
«mgeftctu werben, ober bdngt fie in «^äcfen in eine einge&ei^te@(ube. £)cg.^errn 
5Be!manng feine ©erüf!« een S£rettem ober fogenannfe SSuberten finb wetttduftig, 
unb äu toj^bar» 

5?on ben SJidisfen unb ftetnen 3?ogctn b«t man bai metfTe fiir ben aue!ge(?r{u^ 
ten 6aam<n ju beforgen, fowobl, wann berfetbe ncd) gßni ba liegt, alö wann er 
fc^ion aufgegangen, 

©ie aufgegangenen, unb fd;cn erflnrhen. «PfKaitjen 6ei(T ba«i ?:annwttb an ber 
€tbe Wfö, wiewol (Wt^ baö anbere Sffiitb fot^ie ebenfattö nic^it verfdionet, ©t€ 

fc^on 



23on Der Sote, ii 

fc^on ttm$ ttm<i)fm %k\m> »ecbcn, fo lang fte noc^ 3«fc^»t«^(e Sdtirbcn I>akn, 
t)on t>m Mli> ä« 25ect>crt>en ttbi)efc^)alt. (£ö ftiib bcranac^) &ic ©cgcnbeii, 
voo roesen 1>*:S ©antibobm^ Jeitt «nbccct^ götml)ol$ <in$u5iel>eit, l}bd)ß im 
glucfli(^, tvaim SBilb, ««b noc^) baju in groffei- ^OJciige ba[el&|T öocl)anbca iiT, tvcil 
bie von einigen öcrgefc^Iagene iinb angepriefene Umsrtunungc« bec ^>oljfaate» an 
tvciiigflcn Ottm im ©rofien ^jecgefleüct werben tmm. 

2(n bencn fc^on etmi ('cmd){ü\m 'göcüngen »ecbirOt bisweilen bec oBere t|)cil 
öom ©uimmlein, Dt^ivetlen aiic^ nuncin «nb bas? übrige blciDt grün, mH) 
man an bem abgejianbenen 2l;ei{ einen teufen ober gcoffen knoten bon ^^crj ftnbef. 
' Siefen t)erurfad;en Jfeinc Otaupcn, bie Oc^) in (Schaben # obct ®?ötten»6geleiu 
tHTtvanbcIn, mefc^ie fic^ au<i) tuvd) SKnlegung bec g^ec an bi€ jungen triebe weifet' 
fortpfTanjen. £)ie aug ben goern^etoclene Didaplein freffen fid) in baö 3)?atf ein, 
unb oernrfac^en baburc^ ben Sulauf bcg @af(^ imb beö 4>arje^ , rocIcOe^ bin ^no^ 
ten Bilbct, unbtef Staupe jnr 0?<il)rung «nb S(ufeHtI)ait bi^ ju i^)rec ^8evmni>chms 
himt aßeil alfo fein <£(ift mc[)r in ben obern ober in ben üocbcrn SJjett fonit, fo 
oiu^ berfelbe üerbcrbcn. 3n ber Sßofel. 3nfecteiibe(ujligung iten Sßanb, auf bet 
i6bcn Safel bec 4ten eiaffe bec aRacOtö^get \\i biefeg Slduplein, bie ^jJuppc imb bec 
ttuö berfclben tommeitbe 2?ogeI abgcbilbef. 

3« bem nemtic^en itcn «ganb bec angefuf;cien 3nfec(enbeIu(Tignng fomnien 
no^ JTOO Kaupen mit t^cec 23ecwanbeUtng öor, bie eon gocennabeln leben. Sie 
ite in bec jweifen SlalTc bec Slac^toogel, auf bec i7ben Safel. Stcfe na^c( ftc^ 
flui^ mit Sien iBIdttecn. 

©ie 2te iji eine auffecpcbentlicl» gcoff« 3?aupe, flehet in eben biefcc ^(affe auf 
bec 59teH tafel. 

25o» biefen bti)bm SKanpc» glaute nii^f, ba§ fte eiel ©e^öbea ancic^teit. 

35 2 • , ©i< 



12 ^rflc 5f()l)an^!uiig, 

©tc ^orc ffl'nöf ö^äcn ta^ Snbc te^ ^^vUe, ober 2(nfrtn3 bc^ (in ju (rct< 
fccn/ Wfld^ll flföf 1 1>«" 2(usit|^, iinti fc|ct in gutem SBobeit imb Ut) guufligct 
2Bif(erun3 wo^l übet Jtvci) @4)u^ auf. (et&eii and) jungen tdcte »on t>«c 
go« nic^f fo leicht ^c^aben, aU bie üon ber Sanne iinb %id)te. 

©tc raac^ft in einem ii)t anflar.btgcn QJoben fet)x t'efra'c^ffic^er ^ofie «nb 
©tdcfe. Sl?an finbet goren, bie 5 (Schnitte jn 18 !?a^iif)cn geben, uiib fofglic^^ 
ot)ne bte (gyit^e 90 gc^uf) am gtcimm nieflen. ©ergfeic^en (Stamme finb aku 
bcrmalcu m6 hbd)(t feften, nsie atteg anbere flarfe Jf^ofä. 

©ie göre rooc^)fl getui^ weif über 100 3a(;re, «nb bleibt febr lang gefunb. 
Saö goren^)C^5 wirb bcd; gcfcl;d|t inib ju eielerlci) 2(i betf bem Sannen * tinfe 
gic§fent)öl5 occgejogcn. 

2(n bcnen £)rten, wo ba^ €!c^cn^)oI} fck feiten ober gar nic^t j« befcmmeii 
brauet man ftatt befTcIben forene^, ju genjierftocfen, unb anberer 2(cbeit, aiic^ 
in^ apafler. " . 

Sa^jenige, fo an Sergen ober J^dngen gegen SKitfag j.« fielet , ifl baö bejie, 
well e^ ciufferorbcntlic^ öter Sien {)at, bec bcm 2?ecberben «nb ber gdufni^ iviberftei? 
^ct. €ben be^tvegcn btenct tiefet ^olj auc^ uornemlici) ju aDöfferi-ofjren. 

Sie Sorentangeln geben nac^ bem @trc>{) beii beften f9?tjT ju Sujigung bcc 
gelber. ijl: aber eine Si"«ö'?/ "^b ba^ gufammenvccf)en unb ^leraueifutjven bicfer 
Sangcln bcn 2Bdlbern jum 3iu§en ober ä«m ©c^aben gereiche? 3n jungen ^bli<vn 
ifl baffelbe offenbar fc^dMicf), äuma(ei!, tvo ber Soben auf^ purem @anb bcjlebef ; 
Hub wann bct}m 2(btftcb be^ iiu^gewacbfencn ^ofseö noc^> eietc S«ngc(n ba Id< 
gen, tvui'be ba^ @rai? nidjt fo gefc(;»inb empor fonmien, ben 9?obeu Hberjtcbeu, unb 
tabiird; ben Ülnflm be^ ^oi^eß cerbinbern. <St ijl beranad; fc^jr ju befragen, bag 
<in gar vielen ;Orten bicfer jumSßerbcrben wnb jitv 2{&nal?m ber aja'.b^t gereie^^enbe, 

unb 



fcc wegen nic^t üMia dtjul^föf« 

2{iig m &odm imb SBurjefn bec a(i<)cf)aufcn ^prcn mac^f man in ücfonbcr« 
tÄju gebauten Öcfcn beu 1t)(tt cbcc bte iV(^)fc^mter, mit tvelcf^er man , nac^. bar< 
«nfetr gemifc^ten Eeinoef, btc aSagen fc^miert. mb auc§ bicfcc 2f;ecc 311 »ec* 
fc^iebcnen 95iet;curcn getrauert. 

5)ic ^n6v»fe ober junce (gpcoffen bfc ^mn im SDaiTec ober Sgjec gefoffcit, 
werben fef)r wiber bcn (gcfjarfiocf augepriefen. 

?ö?an ftnbcf bisweilen Ut) m$ tjcrfc^tcbcne Q(&n)eic^iingcn cbcr ^{ii^artimgeii 
epn ber gemeinen gore. 

(£i tjl oben einer grolTcn ^ore gcbac^t tvorbcn, mld)( siemlic^ furje .'Tfabcfti 
imb frtiim f)alb fo frtng al^ bie «nbern ciud) ml bufc^jiger an ben Srceigen ift, 

ftnb mir aber erfl tiefet grüb/af^r 1767, Smeige Don einer in @nmpf ge; 
flanbenen gore gebracht »orben, tveJc^e oiel brei<^grünere 9?abern unb nod) bitfc$ 
Itcfönbere Staffen, ba§ftat( brei) ober öier 23lüten, bie fonfl gewöhnlich angetroffen 
«erben, ^ier won ben jungen Jaipfen, bie im vorigen grü()jaf)r gcbliit)et baffen 26, 
öud>28, öcn benen 5n)et))af)r!gen ober jeitigen aber, bie je|t anffpringcn foffen, 12, 
35,aH(^ i8,be!) einanber ringsum benSweig |tunben,welc^e^ baber bmmen moctjte, 
weil fie nic^t ade Q5Ia^ jum Sfuöroac^fcn gebab-t, fonbern einige eerbrangf worben, 
gagfen unb ©aamen waren benen gemeifien öbnlie^- Sie Steige t>om le^fen^abr« 
Mjuc^^ waren jwo (Spannen fang, unb einige bröber. ©ie gcmjc göre baffe unge* 
> far 20 <Bd)üi) in ber ^-obe unb 5 5on im SJurc^nielTer, war aber g(eid) am ©oben in vic, 
leiUejlc auögewad;fen, unb nabm einen äiemlicben 9?aum ein. ?9?an l)at bie 2(bf>ilbung 
»on einem gweig ( Tab, IF, gigur A.) bei)fugen Worten. 3""' Uiiglucf würbe bag 
lefonbere ön bicfer gore nic^t eyer wat)r8enommmen,alö Ui^k abge^jaut war. 

58 3 Sc^ 



14 ^tjle ^b^anMung. 

^d) hoibz and} hißmiUn m(,ünt Sotcu mit cjanj fucjen unb t(a[f<it SJaöelB 
■ftngetcoffcn ; Siaein öcr fa^Icl;fe 2Bui;^ becfclbcn jctjte fi^o)i t>ou i^rcr (gc^mac^e. 

SO?an fangt gaiij l6&lid> ^iii imb ivieber an, a;ic^ frembc roilbe Saume ju jie[)en. 
!8i«üäd)t c^nict)t arten ratgfviriicj , wanni man bie her) .^mn DuHamei in feU 
mt Stb^anbtuiig »on SSaumcti tc. ic angcfuljrtc goren > i>t>ec Pinus - ©orten ^)tec 

©orfcn mit 1 OSltlftcrn obcc ^a&eliT. 

tRr. I. Pinus fativa, C. ß. P. fras^. Pin-Pignier, (jjhiiolenbauitt ; 31^ «i» f«^c 
Dufc^igecSaum; bie 9?abelH ftnb 5 big 6 Jott lang, bicf, fc^on grün, iwex) unb 
jmeo t»et)cinanbcr. Sie S^i^tge flef)en gerab in bic J^of)e. Sie mannltd;e Q5lu< 
. men machen groffe nmbe (gtrdufTe, unb man ftef)et bi^roeifen am @nb beg ncmlt> 
rf;cn Swcigg männlic^fc unb aud^ weibliche Slumen. Sie Sipffu ftub fef^r gro^i, 
fa{t vunb, unb baten bi^roetlen 4|- Jott in ber ^obe, im Surcbmeffer aber45ort. 
Sie im gapfen entba(fene?)5inicn ftnb gi'oö unb febr b«rf/ beren ^erne fotvobt rob, 
olö.mit 3ucfec überjogeu, gut ju efTen ftnb. ?0?an macbt eine Siilc^ baoon, prefs 
fet aucb £>d barau^, TOcld)eg fo fus5 ijl, al^ bai? oon -f^afelimffeR. Ser @tamm 
giebt gute Q5refter, unb biefer SBaum wirb in einigen $roöin$en fottiobl wegen f?i< 
3it$ fcb&nen 2{nfcben^, alß roegen feiner Sri'iei;te geppanst. 

Siefc«; ifl: wobl bie Pinus, bereu in bem 2?er^ gobacbt wirb ; 
Fraxinus in fylvis, pulclierrima Pinus in hortis. 
Sit, 2. Pinus marieima major, Dod. vel Pinus maritima prima Math, aut Pi- 
■ niis fylv'cfiiis mariti-ma, conis firmiter adhaercntibus. C, B. P. ©rosfe @ee# 
fore : Siefe bat fcbone, jiemücb lange, annebmitcb grüne DJabeln, jwci) i;nb imet} 
tei) einander. Sie gwcigejieben gerab; Sie manniicbe Sfiinun machen fcbone 
totbe @träu|Te. Sie Sapfcn ftnb 41- «ucb 5i- 3oM ^m, «nb baten 2I gort im 

Surcb* 



©ur^mcfTiT. Sie spinten fint» l)flr(, cfccc t>id Hdiicr fJ^ Mc «n tcr @ac# 
tcn^ Pinns. 

Str. 3. Pinus foliis feinis in fummitate ramorum- fafciculatim colleflis, vel Pru- 
nus iraritima minor. C. B. P, S?ldnc (gccforc, tcrcii S(a(ter in Süfc^chi an 
tm €n^cll bcc gwcige flclicn; (Ste untatrf;etbc( (id) von DJr. 3, niic barin, tag 
i{)rc,griic^)(e nic^tfo grc^, unt» il;rc SIdttcr fürjci' unb h'iiincr fsnb. 

Slu 4, Pinus maritima altera Mathioli C. ß, P. bic jwcite ©ecfore bc^ ?9?aj 
tfcißU'.^. Sicfc ?)aff gcwiffcrmcilTetT baö ?9?tUcI jtvifd^m bcr ficincn (Tc foix 
Sir. 3. tnib bcr ©enfep ober iinferec gemeinen %m Sit. 5. 3&re Stabein fti:t> 
feiner unb tfl'nger, aU an 3?r. 3. 11 nb Jt»(is?Itc^ oran. ©tc jungen groeige finb 
ihm, biegfam unb l)dngcrt unter (id). ©ie 3?abe(n (leben Mfc^cfmciö am ©ib^ 
ber jungen gweige. Sie §arfen ftnb ^fwn^ gwfTer <itß an STr. f.. 

Siefe eier @crten tct) ung, ncntfic^ i;m S?ürnterg ferum, tm gretjcn f(irfjiirn-t;fgerr 
ttJtrb ttjpf)! eine UnmogUc^Ectt fct)n. SDJit ben Dci)bcn^ er|len l)ahe wU 2?crfi!c(;c- 
gemacht, unb in uerfc^iebeitea.^afjren,; fofc^e, in a{terl;anb/ bc4 «ßc^eif guten, 
frcrfnen «nb mit ®anb »ermifi^tcn Scbcn aueigeftecff, unb bie im erfien 6om* 
Itter auf 4,, 5-, <iu4> 6 goK ^eröngewae^fene «Pflanjen im SBinfer mit frofenen gd* 
rcnaabeln , ober auc^ auf anbete SBeifc fo eingefruterf unb Ubedt, bag fie bO(^ 
ctronö Siift (jaften, unb nic^f crflirfen fcnnren. <Bk l'lieten manc^jmal fc^oa grün,, 
unb macfjfen mir .^ofnung; eerburkn ate r, ba tc^ bö^ XreiBen crwarfete. iBon. 
guA'n greunbe« \)ab( oiele brci?; »ierjöfjrigc unbdffere SSdiimfein ^efornmen, bic 
Bi^ljer in 2Einferungen waren tjfrwa()ret werben; Siefe ()nbe im %xub)ai)v mit 
bem ZaUtn in tvarire »erben raul)en SEinben geficijectef (<T|e gefegt, unb im. 
2Bin(er ben Sßoben um bic SBurjeln mit Jangefn, bie Sgdumleiß fef&fi <»ter mit 
SBebeln bicf otrwa^tref, boc|, ba§ fte Jwft t(|?«elt€n. ©i< waren «Nt auc^j aOi* 



i6 CErfle 5lböa!sMung. 

mi mhsvUn. 9?on 3ii\ 4. fdjmbt ^r. Du Hamei , Jag cc im 2Bm(ee bot? 
175:4. fafl <itU gorcii t)o!t btcfei- ©orte etiigebuft. 
fjflt. 5. Pinus fylveftris, foliis irevibus glaucis, conis parvis albicantibus, 
Raji Hift, vel Pinus filvcftris Genevenfis vulgaris. J. E. gore mit fucjcn SHa« 
licltt Cncm{ic^ in ^(nfcfjung tec öoctgjn) unt tkhm miüid)m ^Küd^ttw, 

©iefcö ijl unfcrc gemeine %m, bie biir(^ ganj X>ti\tfd)Uni>, ©c^ofrtanb/ iit 
tec gc^wei^, in X^rol, in SRu^lanb, (Sirenen K. m<fyit. ©ic 3?at»cUi ftnt>, 
tvie iä)on gebac^/t, inS^nfe^img bec ütrigen gorenfortcn, turj genennt »ocbc«, 
unb ungefct)c 2^ SoU fang. 3»" jwcifcn , brüten ic. Ont> ^'i« SRabeln an 
tiefen jungen cinjeln j^ef^enben %oten oiel langer, aB an bc« erwac^fenen goren/ 
unb Dtöiveiien uDer 430a long (^'«^.'^^.^'^■) ©iefinb nic^t gcrab, fonbern ^in 
iinb ftJiebcr gcliogcn, luib man foltc faum gtouDen^bag biefe^ nnfere goren rooren» 
25on ben 3aipfen finb bex) iinö einige gr<iu, einige »ciölic^, «inig« oliöcnfdr« 
i fcig, an roelrfjenöerfc^iebenen färben, focoo^l bte SBifterung oM »iettei4)f bi« 

eerfc^iiebene 2iuöartungcn, 5(ntf)eil l)at>en mögen. 
3iv. 6. Pinus filvcfliis montana C. B. P. vel Mugo, Math. SSergforf, Tor- 
ch^pin, gacf eifere; Fln fuffis im Briarnjonnois. Sie @trduffe ber mdnnli# 
<^en Blumen finb runb, tvie ein 2lpfel, unb kjle^en auö mQcfcä)t funfjig ^d§kiit, 
tie 2, 21 ober 3 ßinien lang (Inb. ©iefe Blumen ftnb cotf). 2)ie weii-lic^eu 
95tumen fiet'en an ben @pi§en üonanbern Ss^^isc«; ^^^^ ober oier neben 
<inanbei! um bie 3wfige ^erum. Sie '^apftn ^aben ungefähr 2 3ott in ber Swigc 
«nb 10 hii 12 l'inien im Dur^meffer. Sie ©aamen ftnb eon ber ©roffe eincg 
^Birnfcrn^. Sie .Nabeln finb jlarf, fc^5n gnnt/ flec^)enb, ungefar2 36lt lang. 
IRr, 7. Pinus filvsftris moatana, conis oblongis et acucünatis, göre mit lang* 

liefen 



li^tn mt frt^t^j ju3f|)Cnt)ett Sapfeit ; goce tjo» i&d^cniJ«- C>,tef« ^o'^f.« Sl^icl»* 
tcc öorigcti 6, fafl eoßtg an gtuctgcn uuö aa 3<t)>feti ai|ffec bU ocn- 
9?r. 7. laitgfc ftnt) ii;tb fi^igtscr Zuläufen. @<t;f :i>ff finbct maniftni)iff6e 
3. unb 3. 9?abeIiT, bie au^ einer ©cOeibc fommcn. 
Sflv, 8. Pinus Canadenfis hifolia , con1s mediU ovatis Gault. $m\)hlaUn^t 
€öraibenfjfcf;eSoi'c, mit f»)fkrai9en3(ipfen»önini«l,fi:<i;@mffei 9lotI;c.(Ea!iöben^ 
fifc§e gow» 

S^r. 9. Pinns Canadenfis bifolia, foliis treviorihus et icnuioribus, Gault, 
^mt)Uämm €anabenfffd()e Socc, mit ^imli^ tm(tn Mb bünnm SSlatfetn ; 
Ätcine cot^e S:anabcnfifd;e gorc. 

S)icfe Ijcpbe ©ottcn ^aben otelc 2(cf>nli(^feit mit bcc Torchcpin Sfjc 6, boc$ 
jiiif biefcm Unfecfc^icb, bag Sit. S, fünf goß lange unb am £nb timi rnnblt^ie 
ÜRabeln ^at, auc^» bie Jcipfen am gnbe e f mag runbltc^iec finb, 9'?iv9. (;at bnnne 
3. hi$ 4. gpn lange 3^abe(n, ba ()ingegcn 9Jr. 6. flarfeunb btcfe .O^abefn ^af, 
UeOcigeng gletd^en biefe @ot:fen einanbcc fo (tarfy bag man fte alö Sfuöactungen 
•cinec nemlic{;en @t»rte anfefjen ?an. ' " 
Sit. 10. Pinns Canadenfis bifolia, foliis curtis et falcatlsi conis mediis incur- 
vis Cault. 3roet)b(attcige Sanabcnfifc^e gocc , jnit furjen gefruraten SJabefn, 
unbgeJi-ümten Soipfen; ganabenftfc^je graue goce; Sanabenjjfc^e gef)6rnteSere. 

Siefe graue eonabenfifc^e göre fc^eint etenfalö eine Stu^artung öon SRr. 6. 
,iü fet)n. 3^)re 9Jabefn akc finb gefrumt , fo bag bie äwo JßabeOi, bie tif 
ner @c^ieibe fommen, »orn mit if)cen @pi|en gc^cn einanber flofTeit, «nb gfeic^faitt 
einen King bilben. Sic gapfen ftnb oon.bec nemltc^ie« @ro)Te wnb &(ßalt , ai§ 
bie oon 9?r.'6, atier gcfcumt, liefen mit. ben <S^i^cn gegen einanber, nnb btfbert 
&Uid)^mit)>U)^mi<t. ©tefe ©orte tt>a'i^>|l in trotnen unb fanbigm ©egenben, 
' . € 9?c. II. 



0?r. jr. Plnus Fiuttiiiis, iiulis virefccmibus aut pallefccntibus; Steine %6tt 
' mit grünli^eti Äd^t«tii. 

Sit. 12. Plnus hutnilis, julo purpurafcente. Ip/1. j^tefne gow mit ^»uripucfaf^ 

9?c. 13. Pinus conis ereöis. Infl. ^ore mit aufrccf)t ft«^)enb€n 5aif>f«n- 
0Jr. 14. Pinus Hicrofolymitana, praclongis et tenui^mis viridibus fcliis» 
Socc eon 3<"if«t«m, mit f<^c langcii mt> bunnc« grünen SSldtttcn» 
S)reilj(dtrn'ge ^oreir* 

9?i;. 15; Pinus Virginiana praelongis foliis- tenuiorlbus, ceno echinalo RuJt. 
Sßicginianifc^e St^f"?/ mit langen 9?öt>eln unb jt«c^ liefen 3<'Pf«n* 

QSbn bicfen Ifjten fünf @o«;t?n mi$ Du Hamei ni^t^ jutJecldfTigcg 513: 
fag«H, Qküht aUt wn 9?r. 15. fco biefc bif nemtic^e, ali bi« folgenbc 9?r. 16. 
- 0?C. 16. Pinus Canadenfis trifolia, conis aculeatis Gault, 6:a^a^f^f^fc^e Dvet)« 
tildtfrise %cti. 

An Pinus conis agminatim nafcemitus, fbliis longis , ternis ex eadem, 
thecal Flor, Virg» goce mit S^Pf«"/ ^Bünbcln tcij einantec flejien, unö 
langen txxt]r unt> t>re9 oug bet; nenUit^en gc^tibc fommenben S^abelrt. ©iefe i|| 
aac^ ^mn Du Hamei »ietlctc^t bie folge nbc 9fJi?, 17; 

©ie gor« mit flac^lid^en 3«pf«n 3}c, 16. unferfc^eibet ficfi nrt£§ bem ^rrn 
Marq^uisde la GalifTonierc »on benen oben befc^rte^enen gote» i. Surc^ i^)Ct 
3ö\>fen, bi« ungefaßt »on bec nemlic^en ©vofle, bie 3«Pfen »on bec rot^jen 
gore, abec am gnb »iei frifeiget jugeljen 2. Surc^ bie @c^uppen, bie an i^^ren» 
€ttb eine jiemlic^ fc^«cfe(Spi§e obeC'3tac^el ^>akn 3. ©utc^ bie 9?abern , bie 3. 
unb 3. flu:g einer ©c^eibe fommen 4; 55urc^ eine Söertiefung^^, bie an ber duffern 
@ette bet 0?»bel/ ötr «««öe naefi, ukp bie aa»ic SJubef jje^iet 5, ?:>m^ bie-9?a* 

teln^ 



S5on ^m. 19 

Mn, t>ie iimi Uttit mb .\>ümtt füab , <A€ nn Ht toim ffotte 6. Sitccj» 
■t>aß |>o{ä, mläfiiUiQfm, flacE ^«ciigunb fcl>c fein ijl, Wenta ^plint.l^af, im> 
öoc fc^tvcccc ge^jaltcn micb, «fö Jbag von t>en SJtgifc^cngjJflflbdumcn 7. aßac^)|t,fle 
fej^c ^>i>c^ unb gkbi ^au;pfmaft6aume. 
iRc 17« rinus Ämcricana, foliis praelongis, fubindc ternis , conis plurimls 
.confcrtim nafcemibus ; Jdttecicamfc^ebw^&fftffcige gocc, bk »ieIe 3<»pffR nal)e 
m mmbtt f>^t. Pin-a-trochet ; Q5üfc^>el, gore. ©ie SRabelnfinb Iditgec«!! 
«n 9Jc. 16* bif 3apf<n J^dnge« in äroffei; SÄenge uttjefa{>i; jtvanjig n«^« an 
<inanbeC' 

Sic. 18. Pinus Americana palullris, tfiföUa, foliis longlflimls. ©tc^tdttcläe 
.@um|>ffoce, mit f«J)C lanflen S^Äbcfn. Die 9labefn ftnb 8. 9- iMSr. 
(ti^t iit, fc&ott gcun, unbfle^)en «Se mif bec einen ©fite be^ 3n>et3f^7 wefd^e 
4>«|i«c ben Swei^en beö s)>almbaum^ sldd^en, 

Sic 19, Pinus Canadenfis quinquefolia, floribus albis, conis oblongis et pe«- 
äüliSf fquamis Abktisiere Hmilis» Gault. vel Pinus Americana, quiais cx 
uno folicalo fetis longis, tenuibus, triquetrls, ad unum angulum totam lon> 
gitudütenj minutiffinjis, conh afperatis. Pluk. ganabenpfc^e funfMdttrige go^ 
ce, mit langen ^xfngenben Rapfen , mmx bie ©d^uppen weic^ finb, fafl »iej«rt 
bcnSannenjapfen; aßeiffe Sanabenfife^e gocc ; go« be^SocbiJßeijmoutl). Die 
wdtmlic^en 931uten t>on biefec gpte fmb anfangt fe|« tvei^, unb Defommcn ^tu 
nrtc^ efwag wenig öiolette^. 

Sie 3«lpfen ^abcn ungefd|>c 4. 3oß in bec ?nnge , unb 8. £inten im Tmtdff 
meffcc, txxngen <m ©tielen, bie fibec einen 3oC[ lang ftnb, fjaben jiemlic^ bnnne 
.«»b la'nglid^e ©c^upj^en, n»etc^)e iw »&«c tjottfornmenen 3eitigung fc^on gcun, 



■ fc^on ötütt, unb auf ber tnncm @citc, fonbetltd^ m bcn jimgeii grocigen, wcig 
gcjlrcif(. @i< machen siemtic^ Stoffe SBaiime, wei'ben al)f f niemo^fg fo qxoS, afö 

• SRt. 8. 2>ie gtoffe ro^^e Sanabenfifc^e ^oce. 

Sßön bicfec göre, wclc^ie bte fc^onfte unfcc allen S^m fet)n foK, ^cibe im 
grü{)jtt?)C 1765. @aameit «u^gefaet, bec gut öiifgccjangen ; 2{6ci- bie mdfleit 
«pffanjen jiub bcti erjim 2Btnf<e eerborlicn, unb auc^) nocö oicle im feäten aSStn^ 
jtec »on i7<56. in 1767. tefonbet^ md) bec in bec 59?it{c bc^ 3(pi'i(^, ben 16, 
17. :c. mit nciffcm @c^nec etngefattencn fc^atfen S«lt^ weW;c mir auc^ fe^r tiefe 
jivepjdl)ri9e £crc^enl)ai5rae, bie fc^on in »oHem ttlet tt>acen , nebjt vielerlei) rtn< 

■ bern jungen 95öHmpf^an|en , auc^ fo gar bic ^anabenfifc^cn üSirfen gctobct f)aU 
fjcboc^ finb nö(^t ciiiige gut gctlieDon. 2?on bem ©«amen biefecJorbfSBe^mout^öü 
fore ge|)en eicle ecft im jwci)f(n ^ciht auf. 

SRt. 20. Pinus foliis quinis, cono ereflo, nucleo edwH. Hall. Helv ; Pinader 
Belfoni; Pinus cui officula fragili putamine, five Cembro. Sunfbidttrigc gore 
mit aufccctt |lel)fnben gapfen, bci'en ^tM)U leicht ä« jerbred^en unb giu jn cffen 
finb; Alvier im Brianconnois ; gitbevtiü^feinbatim bev (gc^roeijec gicrlciny giec; 
nüfff/ Steten} bec Ungarn £imbaum, bic ©ibicifcfje (Jeber. 

£)iefe tt)d($|l in Brian^onnois auf beu {)pd){ten 35ergen, an ben fdlteflen 
■£)r(en, roo ber @ff)nee einen jicmlii^cnS^jetl beöSabrg liegen tjeibt, «nb gleichet 
ber »eiffen gcmcibenfifi^eii gorc g?r. 19. fcl}cotel ; 2fber bic 3«pfcn finb furjer, 
^aben nur 3-SotI in becEartge, ()ingegcn bifer, unb 5)akn bisweilen htt) peen goß 
im Surc^meffec. 2(m (2nb ftnb fierunblic^, unb feie ©djuppcii ßidd;cn benen 
«n ben iJauncnjayifen, finb ater bifer, unb leicht t»on einanDec }u bred^en. @ie 

Ijabeti 



Q3ott ^er Scre. 21 

i)aUn SJüfTe ob« «pini««/ bte ficincc bic öoti bfc ®ar(fnfor« 9^c. i. fa|l 
^rc9ecfi9 unb Ut(^( aufäubeiffcn finb. 9?acf> ^mn Du Hamel finb fic fü^ läitb 
mm^^^'y ^>^^^ ^^^^ beccjleic^ifii aug 2i)rol gcfojTer, bie fe^)C flarf nac^ Jcc* 
pcnftn obec gcfc^mccf ef. 

Sic 9?rtbe(n ftnb 4? 3oß lang, fc^on grün, öuc^ btcfcc, <il^ bie öon bet 
£ot:b ? sa3ct)mout^)^fecc 9?t. 19 imb flehen berfelben bi^weifett 4i im ofUf 
*- jlen 5. öuc^> bi^tveikti 6. ouf einem %ng. 

S5on btefec ©octe (jabe einige äroepjdi^cigespfTan^en im gceien, bie aber bitj(= 
|)et-fel)r f(^(ec^fe^ ^Bad)ßtl)m\ jeigen. 

3Son bcn gtcbetnu^fei-nen obec ©aamen, äel;en fc^t wenige im crflen, bic 
me^)ref?cn «bei; im }tx>et){en 3a{)c auf. 
^erc Du Hamel gebenfet nnv im SJocbe^jge^en einee Pinus filvellris, Tahw 
lus Plinii,' quem Ananienfes in Tridentino Mugo appelJant, 2BiIbe gore, ^ie 
im Sctöenttnifc^en Mugo geneiuU wirb; Siummfjolj ; £egfoce; 3m aBürtenbcr* 
gifc()en Sunbetbanm ; Sowenforc^ie : Sc^jnfote. ©icfe wdc^ll beg oUgemei« 
ncn £)cconom: 9^*" ^^"b pag. J23, feqq. tvo fe^c oiefe i8cina()me» 

m\ biefer ^t< ju ftnben, auc^> in b<n SBürfenterjjifc^wn (gc^wm-jwalbungen, in 
bcr(3eg<ub be^ ^nic^ji^, in Ungorn auf ben £rtr^j(t(tfc^)en ©eburgen, in Saiern, 
Wo f;e 2aff)Plj geneniit Wieb, im tt)to\, im 2nben(inifc^)en 2c. ^ie Qitht iaS 
fb genannte Äcummljofjocl, weli^eg bi< Ungarn jum 2?erfauf umber tragen. 

&t wäd)^ 12. biö 20. <^ii)ü^ ^e^, beugt ftc^ aber aiöbann wieber jur Scbe 
«hb wac^jfl Ecuium fort, ©lutea, S^pff» «nb<Sa<imen gleic^>en benen oäh uw 
fern goren. 

6, er^ 



a «SS (* ) 35 

betet 

©ie 1. ^upfcrtÄfeL 

«. /Iii» @frau6 mit männlicher 95{üte, »elc^jec «cff;^)ei;t)oc3efommen ifl, unl 
^ 5«mi4;heil baö ^autfcin, womit er umgeben gewefen, .no^ «n fi^ 
©le gcunlic^ic garbc biefc^ @tiraufeö ijt bie gemo^ntic^je, oiet gemeine gacbe, we# 
Kigl^en? in unfecec ©cgenb, welche ^\d) übet hex) Oefnung tec ©aamengefdfe xai 
gelbliche ober ©irofefarbe «jerdntecf. i. Sine f leine §lcce, obec Q5ünbc( ©taubgef 
fife , eon bera SBlumenflcaug obgefonbect. 2. ßiefe nenrtie^e 2Cete, in bec ?9?itte 
t>ui:c^>gefchnttten, mld)e bie ©faubgefdfe jeigff. 3. ,€in einigee! @taubfach. 4< 
y. iletten.bie jte gigur ctwaö oergcolTert oor. DHfe ^lute mt in Ueftt ©ejlalf 
l>en 23 9}?ai) 1765:. ba man fotc^ie abmalen lajTen. 

b, (£m mdnnlic^cc SBlumenftcau^ öon rotblic^ec S^t^X; becgteid^en atec fette« 
«ngetcoffen »erben, f'^'^'^^^ biefelbe batb cktjer b«lb blaffet. $Bom 
22?0Jftt) 1767. 

c. £in männlicher iSlumcnflraug am S^ei^ , ber fic^ fafl geofnet , unb be» 
©tawb fa{)ren Idfl. @. gigar d. 2)iefe gigur {etget oben bie Sßerldngerung be^ 
3töeigg. 6. 23c>n z^SO?«^ 1765:. 

cöon tcr tveiblic^cn ?8lufc unb Dem 9Ba(^öt1)um 
gi:ucl)t ober bcö gapfenö im ec|lcn (goramcr. 

gttDaö t)on einem jungen Srieb mit einet erfl in Stn^brec^en begriffenen, 
tveibtichen SSlüte von grünlid^er garbe, 7. 

B. Sergleichen ®lüte eon bla^rotber garbe. 8. 
€. Dergleichen eon braungclblicher garb.e 9. 93om 23 sj)?«^ 1767. 
Ä Sine iina$ aUm m'M^e SSIute »om 393)?a9 1765. woran auch ein 

radnn* 



nionnIi(^€C 951umen|trrtul d, ixc feine« ©taub mUtm mt ;V|t tie 2(eren obfafi: 
loi Inf?. 

iDie H. ^upfcrtafef. 

F. gwo ati einem S^eig (le^enbc Scuc^te/ obec junge göpfen, welche 
t»or^ec gel^rttte cof^e S««^^« 9>^"nc öfcdnbcvf. 93em 10 3"«. 1765. 

G. gween junge gapfen, »omiL^ußi 1765. welche bte in tiefem 3<«^>r ju «c^ 
f<ingenbe ©coffe »otlig: ^«kn, jebot^i oerdnbert f((i^ bte grüne gncbe in bie graue i/, 
unb U\)o.\Un fo(c^>e big inö fünftige §rü()jflb^c« 93om 11 September 1765^ 

a. gin @c^üp(ein t)«n be» gapfcn G. v>on bet dulTern ®ei(e. 

b, (2in@c^)ü)plein öon bec innern,mit ben $.n)et> barimter Iiegenben@rtamenf örnecji, 

^on öem 2a3acl)öf^um im jroeDten ©ommcr. 

/. €in gapfen tjem t»ori9<n 3abr bec hmh im ^<\^ßt\)\\m begriffen, unb mit 
€nbe bes? 3uliu^ biefeö 3«brö feine, »oßfommene ©roffe eflrtnaf. 2?$m 23 «Ofai; 

. /f, ^in Sapfen bec fafl feii.v boftige ©rpffe Befohimen ; «Bec feine »oßfomme; 
«e garbe unb 3?etfe erlongt er erfl im £)c(obec; (@. S'Shcä Tab.IV>j «nb 
bleibt fobonn be» aSBintec übec gefc^foffen big in ben SO?erj, ober Of^cil; n«c^bem öie 
Sfl^jrgjeit (co^en obec naf> VxW obec »arm iji. Sörti r8 3mI. 1764,- 

5« briü'en ©ommer. 

€itt gaipfen ber ein 9«fec »on {wetj Sab«"/ ober wenigjlettg 23 C8?onafeff 
|at, wn bec Q5lüf< ttn gerechnet, «ug bem bie ©«amen er[l «uftge/Iogen (tnb. 2?om 
28S0?eP5 1764. 

i»?. €itt bergleic^en etiviig fücjtrt^f utib a'ßerw 3«|>fen, b« tmm fSaum obge; 
fftßen 

a. €ine SRabel wn efnec br<t)ja'brigett gocf; bie 5- 3ot( lana «n6 (»ffo bie 1H<m 
>eln »on ben «Uern goccn «n 24nge meit übectrift. 

®ic III. j^upfertafet 

«. ©n ©lud t>pm ftrtiaen 3<»^WH#g, ob« Srieb^ 



24 ' dv^t 5lb!)nnMung, 

in tiiefcm ^a\}t fc^on tncl «u ©roffc jiigenommcn baten. 
c. Stielte »cn bicfem 3fttn\ ^'«i'^" €Hbcn 
bte tvciMtc^cn 35lüten ei-|c^)eincii. S^erglcic^^en Jrick ftnboft not^» «inniftf fo 

lan3,al^ fic ^icr ücrgefteKct wot&en. 

e. ^inc ©c^uppe üDii ^co S'^yfen (^) «uffecn ©eitc 

/. Sine ©d^iwipe t)on ^ec tirsrecn ©cite mit t>eti itvei) bar«nf<i; tcftHMitf»«« 

^artmcnfornlcin i. fBom 24 5ö?a9 1765:. 

Die IV. 5tupfertafcL 

a. €tn 5wct(j #on f inet im ©unipf geHonbencn gorc, mit ^e^lc otefen 6fi}ü 
cinflnt>cc ^angcnbim S^ipfc» ^- £>iff« j<v{)i-i9cn Söffen mvm 26. audj 28 bet)eitt« 
'«nbec ansutreffcn. 93oit bencn jwcpjafjrigen aber bie je^t auffpringen fodtca (B) 
jwolf bi^ «c^ijefjen. c. jeigct bie Verlängerung beö Sroetgeg, ober bie jMtige« 
io2(pril 1767. 

Ä 'Siti bergfei(|ien 5«Pff"/ bereu 12, bi^ 18. .be^einanber jvaren; i»efc§er ouiö 
jugieic^) bic udc^fle «Oetantierung nac^ bcr %mit K. Tab., iU üor(tcße(. 

C. Sine" (Schuppe oon biefem 3«pfen, «0« bcr öufcrn (Seite. 

D. (£ine Schuppe eon bcr innern ©eite, mit ben jweo gefiugelteu ©amnenj 
tornevn i. 2. 3- 4« 

£. €bfln ber3tei4)ert@c^>uppe, Oo» :WeW),er ibie aefiugeltcn @fl«racnfkn<ft: i, 
2. 3. 4. weggenommen rourben. 

F. 2. 3. €in geflügelte^ ©anmcnbrn. 

F. 1. .4. gin Slugel, »aug welchem ba:^ ©«aiiwnforn, fo in bemfel^<n eingxfdjl 
war, ()erauö genommen. 

G. -gin Ktf ;(gaamenf ötn oi^ne gl ügct. Diefe @aam«nf ortrer ftnb meijleii^ 
f(^)»ar5li(i)er garbe j eij gibt aber auc^ weiffe. ) 



25 

Don t><n. 

tt)(Ucn Baumen. 



©ie^aitne, «SBeiötanne/ eilbettanne, ^Deltanne; Sateinifd^ 

Abies j ^irani6|?fc|) Sapin j gnsltfc^ Fir, The Fir Tree. 

<^ftttnen unt> gid^fen <je!>6veii tisfiirtic^» jufammen, mi werte« tei) 4'errn Dit 
'^i^ Hantel mtit teitt SBorte AWes mit etn«nt)<c «bgcf^anbeK, mie ftc bann iti 
t<n SBlufen, cbec Iben 2^)«i(cn, ,t»te juc ©efcuc^f ung geboten, fafl »oKij ubfceinfom* 
«K». ®o Werben «uc^ Bet)be «n fe^>f iJlelen OtUn, Jannen, iinb jum Unterfc^wb, 
»te eine btc SSei^tanne, t»te «nbece bie SRoÜ^tamt genennef. SBic woöen «Bec nn 
iebec tefonberg, «nb jtvac in biefec Sfblianbfung Don bec 3B<i^tanne cebcn. 

Sie aSeigtanne, »bec fc^Iec^itweg Sanne genennet, t(l bec fc^)onfle SBaum 
t>on teil bceijecle») hi^^tt J6et) «n^ befante« urtb gemeinen Sangeli&aumen, uiib t)at, 
t»ie bie jween «nber« männliche unb »eitlic^e 95luten auf bem nemlic^eH @tamni, 
aber »on einanber atgefonbect. ©ie männlichen S5lüten («. b. c. d. Tab. r.yu^a 
^m mß me^rern; ober wenigem in einem @(rawö beo einanber (le.benben f^uppi^t« 
Äa^lei», bie an garbegelt», ober griinlidS» , ^oc^>, obecWa^cotb/ »on oecfc^iebeneK 
©c&atdrungen, »inb fcalb arogec, Mi fUiner finb, ö 



26 / Swci)t^ ^bl)ant)limg» 

£)h t)tt @tanb beg mm$, tU SSJit^cung, b<c 95oten, ober dnc bffott* 
tfce SSu^artung ju titftc «Betfc^icben^eit ctiüflö l)ct)tra3cn , unti ob ftc^ feiere an 
fccm ncmlic^en ©tflmm atljd^tli(^ ouf cincrict) %tt m^f »«^ »'«^^ 9««>i§ 
gen. U€t)ct:^)«U¥tt ftnt» tie Sannablüfcn; tvetl fif oUemal nur oben am ©tpfel ftc< 
Un, m fl«ecmüK«niflen ju beobachten unb ju unferfuc^cn. ^at nic^t atte* 
mal Seilte jum Seileigen ber Q5aume. sffiecben aber bie ©dume abgc^jauf, fo finb 
folc^e ^in, unb Weit, wie befannt, bie Sangelbdume nlc^f me^itjaug becSßutsel.tcei* 
ten, teine 35lüfen weitet; bat)o« ja |)ofert. 

Unter unb jtvlf^enben <B^n^pm bepnben flc^ bie ©faubfcdger, oberStatibo 
faben mit ibcen iKolblein , njelc^e aU fleine oeale ^ociper erfc^einen, bie bcr Sange 
nach, burch eine «Bertiefung getbeilt ftnb. Siefe männliche S5luteu geben einen gel; 
tli^en 55efrHchtiing^|laub »on fic^', unb fallen fobann ab. 

Sie »eibfic^en 35(ii(en, aiiß benen bie gruc^te, ober Saufen md)fm> j1nt> 
fchon baö 3at)r Dörfer, e^e fie aufblühen, ni^t weit üon bem Snbe be« le^fe« 
%xkUi t5orhanben, wo fte ftch al« längliche Änoipfe (^) jeigcn, unti bereite im 
Stugiifl fichtbar finb. 3m «JDJa^ bcg ndchjlcn 3ahccg ofnen fi^ biefe Sncpfe, unt» 
^»ciben foglei^ bie ©eftalt flciner Bapfen, ivetche an üerfchiebenen Stammen, 
»etfchtebene Sarben haben. Siefc Sapfen teachfen in bre^ ^omtm ju ihrer tJoüi* 
jjen^rofe, balbJurjer, (iT) halb langer, (/) flehen gerabe inbie^ohe, attejwt 
nur an bem ©ipfel beg S5auml, unb bie @aamen reifen umSD?i(^)aelig, balb fru* 
J)«r, balb fpdter, nach Q5efchaffenheit ber SBitterung / ba bann balb barauf bie 
©puppen iTab., VIIL a, mit ben ©chuppenjünglein f. d. *) fammt bem bar* 

unter 

•) aiu lebet SSflnnenfd^uppe beftnbet jl^ auf betl)iitf<tn@ette in bct (Witte <i«efc6m«le@c^upi 
pef bie aber etroaö länger, tXi bie grofen ftnt) unb Ijaben bie ©«^alt eines göngUtn«. 
»iefe ©cI)Hppeiijön9leiii / mann icö fte fp nennen bdvf/ ftnb «ucö «n ber Si9«r /• 
Tab, VL unb %m% c d. Tab. FU, j« fejjj». 



!23ön Der ^tiüm\t 27 

unter Hcgenbett @a<imen, («. f. g.) eon im in bec SO?Ufc btt S:ann{o^^fc^ Beptiblw 
c^cii ^oljecnen ©tielen (-Ä^ atfaltm , unb bec gaame auf bcc ®cbe mit Sgeffti 
iufammen gcfc^rct wecben mug. ©iefcc (gaame ifl bec grofte unfcc uiifcr« 
ScmgcIfaameiT, »oit htaumt gldnienbec gocbe, mit fctdtc» ^lugtln öecff^ien, unb 
roetftenö erf ig. SWan finbtf tu biefen Sopfc«/ i« manchen Saluten, elel« twetfe 2Buc# 
mer, bie ftc^ oon bea@fl«m<n nd^jctn, folc^e öecbecben, unbf?c^ ^«nad^ in ©c^met« 
tcriinge, obcc :Kafec »«»anbtltt. SßitMifyt fTnb auc^i 2Bürmec tJon btt)UtUt) 2(r/ 
tm in einem 3<>Pfen 6et) einanbec, ivooon ic^ st^tmatti^ noc^i nid^t^ jueerldgtge* 
fagen tan. 3c^ twecbe mic^ at>ec Uflti^i$m, folc^c nd^ec fennen ju lernen. Sic 
3:(tnne madE>t eine» ft^t fd^enen, bief mit 2(e(len tefcgten, gccaben unb l^o^ei» 
©tamrn, bec eine ©pi^fdute Bilbet, unb feine ^tftt, mnn tt auc^i fcet) flehet, 
nic^)t fonbeclic^i tveit öon flc^ «u^Sceitef. 

£>ie 55ldtter, ober 9?abeln jTe&en einjefn «n ben gtveijjen, gecab am^, auflTec 
an ben ganj jungen Stiegen. @ie (tnb nic^t gac lang, ttm^ breit, unb (letf, aber 
nic^t ftec^enb, fonbecn amSnbe eini»drf« auggefc^nitten, auf ber obern@eite grun, 
auf bec unfern aber wei^Iic^. Oh t»ic big^ec htt) m$ me&r, aW eine @or(e eon 
Sannen ^)aben, laffe ba^in geflettt fe^n. 3(4» ^aU jwac bisweilen Sannen mit Idn* 
gern unb bunnecnSStdtfn-n, aliJ bie gewonlic^e finb, gefunben, unb eben fo n)o()I mit 
langem unb fucjecn Sapfen, auc^i fru^tc ober fpdfer trei&cnbe; n>ie auc^ mit mann« 
lieber unb »eiblid^er SBlüte, wn l^ot»er ober 6ta«rot|»ec garbe angetroffen ; tc^ 
jwciffe aber noc^>, ob nic^it ber @tanb, ber 95oben, baö 2(lter ber SBdume, ober m* 
bete Umfldnbe, ju biefen Qtbdnberungen »ieleg beitragen, ©ann, »a« bie furjen 
unb langen 5«pfcn anlangt, fo gtau&e ic^, bag bie SBitterung ganj gewi^ ben gro^ 
(len 2tntt;eil btecan l;abe. SBenigflen« (Inb Ut) mg bie me^reften f urjer, unlx 
»iele bacunter faum &alb fo lang, at^ fon(len gewefen. @. giguc H. 



2S 3wei)te 5tl>&anblun(j» 

Sa ni(i)t i>^nt @ciint> ju hoffen, t»ag Ut frembcn Srtnwnforfcn; aiic^ nodj» 
bf9 un^ tffönnt unb gmfin mttxn m'c^Un , fo wotltn wie W Ut) ^mn Du 
Hamel anätfa^cf« Sann<nfoc(ett ^tel;ec f<§cit. 

Sic, I, Abiej taxi folio, fruflu furfum fpeflante, Inß. t«nn« mit SrtJtU^ obtC 
€tbfnl)(d(fccn, {»eccn 3aj>f<n serabe in bie ^>6^c flehen; ©«meine tanne; Ums 
«lömtlic^ S:ttnntnn)cibUi« ; 3(n «inigeti £)i-tcit auf fcanjofifc^ Avet genannt. 
sDiefc tvirb o{)ne gtvcifel «nfft« SBd^tanne ft()n. 

Sic. 2. Abies taxi folio, fruflu rotundiori obmfo, M. C. Jann« mit Sajcu^s 
bla'ttern, «nb cunbec ob« jugcjlumpftcc %t\xi)U 

3. Abies taxi folio, odore Balfami Gileadcnfis, Raji Hift, app. SaniW m\t' 
ta;cii^t)latfern, bec 35alfamkum t)on ©iftab genannt» 

3n benen mit ben Semii et Plantations des Arbres (b<C ^'cljfftaO 1760 
^erauiJ^efornmetien Sufn^f" 5«m Traite des Arbres et Arbuftes (2(6^önblun<j 
«£^n Sdumen zc.) mi\)\t •?>«fc £>« Hamel, bn§ ?t btefe ©orte mit grotfem 
Sßecpugen öon ben «)5t)teurtifc^en ©ebufgcu überf ommcn, imb siebt al« ein ^en»* 
Jetten betfelben an, bft§ bie ©c^^jpen bcc Sapfen bet) Seitigunc) i[)rcr ©aamen 
»on felbft abfatteti, unb ntc^tö al« bec i)6(äerne Stiel «om Sapfen am SBaiime 
Ijangen bleibe. 2Beil nun ba« nemlic^e auc^ bet) unfern Mannen gefc^ie^)et, fö 
hielte folc^e tjoc etneriei), mit biefei- 9?r. 3. Qfaein bei- ^ec^jfuijlf. äBraunfcOroeis 
gifc^e ^ecc £)bec^)ofric^fet: , qSaro« tjon SBeitbeim, be^ bem \<S) mic^ fc^rift-iri^ 
feeöivcgen ei'tunbicjte; r^atte bie @üte, mic^eineg anbecnju bele^jreir. 

SJC.4. Abies taxi folio, fruaulongilTimodeorfuminflcxo,M}lleri Catal. 2(mericanl# 
ft^e Sanne mit ta^rugblattern, unb fe^t laivger gcuc^f, beren ©pi^e unter fic^ ^angf. 
^ecc ^/flw^/ gebenft in ben oben angefül^rten Sufd^en noc^ eineu Abies, 

lenuiori folio , fruflu furfum fpsöante, Sann« mit gtc^tennabcln; unb aufrecht 

(le^ens 



!23on ^cr Stimmt 29 

|t«|enti<c gcu($t/ t<f <n 9?al»eln titib gtuc^U bencn öcn bec gemeinen 55icf>te nhiilic^ 
waren, bie gruc^t« «ter übet fic^ ftunbeii, wie on ber ml)tm Tanne. Sie wac^jl 
um Embrun, »icb bafelOfl Screntc genennt, unb bient mit i()rem ^f>li oorjuslic^ 
|tt galten # 3n|lc«menfen. •) 

Sie Sanne wiü guten ISoben l^aben, wann ein rechtet fSautn boiau« vtw 
Itn fott; fie nimmt atiec auc^ mittelmdgiscn SBobeu a«, tvo berfelDt nuc nic^t sac 
iu fanbiö, ober gac ju naf ijl. 

SSBann man bebenft, wie jactlic^ bie eom gefaefen Xannenfaamen aufgegatJ* 
gene sjjpdnjlein ftnb, unb wie leicht folti^e Dom grofl Mnb ^i§e »etbertin, fo mug 
man fic^ tvunbevn, ba§ e^ noc^> fo »iele X«nnen ia) uni gielit, unb biefelben nic^t 
«ben fo feiten fint>, bec J&oc^)ffic|W. SScttunfct/weig^Junebucgife^ie eammeccatb, 
J^m 3e{>önn Slnbcea^ ^camet in feinec Sfnieitung jum gocflwcfen , bie erjl im 
Sa^c 1766 inSoI. j^erauggefommen , @. 37. erjd^lt, tvie in feiner ©egenb bie 
©ei^tnnne jeit()er fo ()8c&fl feiten »orgef«ßen, b(v§ £r 1730 in benen 3^m Mannt 
len 9Je»ieren , bie über jwe^bfntxr^Äuf««*» SaSolbmargen auömae^en , nic^t me^c 
bann .jmo gefunben. @o flaget au^ ^err Du Hamel an meltr al^ einem £)rte, 
bag €c im gret)cn noc^ fein« groffe 3fHöfaat »on 2ßei^fannen, Serc^jenba'umew 
nnb Sitten baoon gekaut. 

©er Xannenfaame reifet, töte oben gemelbet, um SKic^aeliö, fa'Kt auc^, 
tjrt(^bem bie aßitterung i|l, fc^on um tiefe 3eit ab, bag man alfo ber Statut }u 
golge, flud^ n«(^ ^errn SBefmanng 2?orfc^)tift in feiner J^oljfaat oon 1765, @, 

© 3 "9 

•) ^ctlmtl>tn mtlUn reit , tag in Dem in Gerrit Sffünterfdjmibt« gscrlag iaauetm» 
nmUn 2lbbilDuiigcn eer fd^dnfien, ntit^HdjUen u»D feltenflen pPflnjen, 
fl«l(l)e in pbüipp miUeta (B4rtrtersjlextcon öorFomraeti , bie «Bucfitanne mit IJei* 
n«i 3rtpfcn, mi ^mfonimMiii «uf Der cifen Äiipfertafel »crgepeUet werte , m\i> Hti 
*ie ei(le 3Ui«flaDe^ ober ^xoht btefc« «Ö^liclxn 5a5etfe«/ Mi >em SnglifcÖ«» Al'«f»(!t/ 
tttib tQuminirt/ gt. Solio« bereit« fertig fep. 



50 3tt)ci)te ^b^an^lung, 

119. bcttfelben md) im ^ecDfl fdcit fott. 3c^ haU aUt bie feibtcje Srffl^)Ciin3 
fc^H)« einige 3«»^)^^ "«c^» ctncinbcc Qtljabt, bag mit bie im ^crbjl gemachte 5:an* 
nenfaaten umgcft^tagcn, wie bann befonberg im lejten gi-ü())<i^)r 1767, bec 2:an* 
nenfaame fc^on im gebcuac , btt) btimalisen ßelinben SBettec rcc^t fc^ön flufge» 
gangen, »on bem in bec SKttfe beö SUpril^ einsefattenea nafTen @c^neemit ^<i)m 
fen S^ofl abtt öoKig »ecbecfef »erben. 2Beil wir nnn ftKen gcu{)n»3e o^ne fd&ar* 
fe gto(lna(^fe (jaben, fo ^alte bie grüljlingöfaaf Doc f?c^)crer, manfc^ön <iuc^ 
^>iebeo nod^ »ielec (Befal;r au^gefejf i(t, inbem e^ im eorigen 30^1; 1767, fafl atte 
SRac^te biö in bcn 3uniu^ hinein gefro^tren , woburc^ bie noc^ nac^gebmraenc 
^Pflanjen »erberb( wocben; mhtr) man ferner an^aUenbe Sürre ju teforgen ^at, 
6eo welcher bie @aamen nic^t nur fpat «nib bunne aufge^jen, fonbern auc& bie fd§io« 
Aufgegangene wieber «mfaßen. 

Unrer ben aitm S'anncn «nb cm ©Raffen berfet^en fommf btefec ©aamen, 
«nb jWör im sJKoog, «m beften unb ftc^erften fort, ba^er man beo folc^en «planen, 
wo bieg Sannen flel)en, mit bem gdtten berfctben , am meiften auf ganj fc^male 
, ®treife »on SKorgen gegen 3{benb ju fe^en bat/ um ben ©c^iaften öon benen, gegen 
5Kit(ag ju (lebenben groffen Sannen ju erbalten. ©anj obe , öerrafle, unb mit 
bobem ©rag, ober Sginfen bewaebfene «ptd^e muffen mit bec ^aue bearbeitet wer« 
ben. 3cb Witt blejentge 3frt, welche eben ongcfübcter .^ecr Sammeccatb €cameg 
»PC bie befle bdlt, unb bie meinei (Scacb(en3 aüen SJe^fatt »ecbient, mit feinen ei« 
genenSBorten berfe^en. SO?an ftnbet felbige @. 141. §. 14 unb 15, „©le befte 
„art unb wclcbe aßer Orten anjubringen ftebef , ifl baij Umbacfen. ©iefe« raug 
„alfo gefcbeben/ baf man mit einer breiten ^)aue, gure^en, anbertbalb big jwe^ 
„Sug breit, jwe») US bret) Dlutben lang, nac^» SSefc^affenbeit beg «Sobeng tief, unb 
„fotJiel nac^ bem 3{ugenmaag mpglid^, wagered^t mac^it, fobann ein paar gug (le> 

^en 



^330H Stimme. gi 

„t^m laü, flbermaf^ eine %m^e ji(^>e(, wkbn ein parte giiö im <£^t>i, ober3?afe« 
„wm\f'j(^aim pbrn laft, unb fo imfa\)t(t, big tec gonje Ott auf folc^c 2lrt um» 
„gearbeitet i|t. »tO ben ©cunb btefeg; SSccfa^rcnö «RSeigen. €g ifl «nmog« 

bie »flgerec^te Sinie; nac^ bcm 2(ugenniöa^ fo stnau in fUd^t ju nehmen, ^ag 
„nic^tt U( gareren, merflic^ tecgduf , obec DecgaD laufen folgen. S5ei) flarfem 
»/SJegen »iicbe fic^ bag SSalTei: bnrinnen fammeln, fo ju fagen; einen f leinen Sac^ 
„machen, imb ben ©aamen mit foctfd^roemmen. ^ierinnen werben griffe ge^lec 
//begangen, wobnrc^» :^ojten, SIrkit unb 3<it frud^doö verloren flehen, ©urc$ 
,,fuc5e gurc^en, bie aöe jtüet) big bre^üiut^jen burc^ |te?)enbleibenbeg Srbreic^) obec 
„SJafen unterbrochen »erben, »enbet man biefeg Uebel unfej)lbar ab ic.„ 

/,3ni §. i6. Sie gure^en burfen nic^t gar ju fc^mal fepn; fonft überjie^eir 
ui^t il<^ balb mit ;Kraut unb ©rag. ©icfeö ju t>ermeiben, legt man, m bereif« 
„oerangcrter gSoben ijl, ben 3?afen bergeftaft an bie SWitfernac^t* ober SOJorgen* 
„feite, ba§ bie obere gldc^ie unten 5u liegen fommt, bömif baö Äraut unb @ra« 
„ni^itfobalb lieber überl)anb ne^ime, auc^ bie jarten Seimen »or ben tau^in - 
„bürren 9?orb* unb £)f?winben einigermaffen gefc^)u|et »erben.,, 

@olfe eö nic^)f eieHeic^t beffer fct?n, bie 2Bafen gegen SKitfag tJorjulegen, 
bamit bie aufgcl)cnbe<)3fla'nä(ein öorier t)ei(fen SO?iftaggfonne einigen ©c^irm l>a'tteit. 
SBeilbiefeg »on'aKe» Sangeifaamen gemeint i|lj fo (»abe fotc^eö öugfujirlic^ {»ie^iec 
fe§«n iDoKen. 

©ie i'ungen tannenpflanjen »erben «om Xanntvilb unb bem DJe^ am äßob« 
»«ggefreffcn unb oottig ocrberbf, »ie bann auc^i bie jungen Sriebe, ober berfogenanfc- 
5Wai bicfcm cbcnfalg unterworfen (Inb. 

©em 3Biicm in ber Siinbe, ber (t* in einen braunen Äa'fer mit einem fc^wac^ 
m Sopf, ungefähr t>on ber ©roffe unb®efl«lt bei ft^warjen «ornwurmg, »erwa» 



32 3wei)te ^tbbartblimg» 

Mt, ifl b'te taniie in nwnc^cn ©((jenbcn jiemiit^ jlarf iinfei'Worffii. 50?o« ^f^><t 
tenen Oi)n bkr<m 2Bm-m augcgriffcnen @(ammen Diele £^<r, worauf ^xirj ßtKtt, 
Mi welche ein (anöfflme«, ober «uc^ fc^ueUe^ 2(bjle()en bec Mannen anjtigeHy nacktem 
umlief Ut ffißumec »iete oöcr ivenig t)otl)flnben ftnt). ©oc^ ftnl) fte an Ixä Sannen* 
flammen niemals fo ^tauftg, alö an ben ^id^tm. ^err ©ammetcaf^ dtmtt ^»at 
t>on tiefem fc^idljli^cn 2B«cm in fcincc oien angeführten Sinletfung im ^otftmftn 
96 K. weitlduftig ge&antelf. 

©a« ^J:annent^*l5 ^)af «tan jum Sauen fef;t: $m, <li gieDt baffelljc fc^io« 
II« ©ielen, S5ce(ter, iint» fcie ieftt» ©ac^tatfen, bienf auc^ oorjuglit^ ju Dac§* 
((Rinteln, ju S5ruf ^oljecn in l)ie@td({e, ju SBrunnrocen; «nb iu Siolinen unt> anbecn 
inuftcalifc^en 3n|lcumenten, ju ^Jadffdffecn «nb mc^cecem anbem ©ekauc^. ©i< 
2«nnen geten ben Xtffxntm, bec nac^i ^>errn Dt* Hantel bem gemeinen Serpentin 
«om ferc^en^um weit tJorjujie^en ijt. sroan finbet benfefJen in ben fögcnanfe« 
Sannenblaftern,, bi« aier bet) unö insgemein fo flein pnb , bft§ ftc .nur ein paac 
Sropfen gefcen. Unferc ^lolj^auer fcrau^en biefen Serpentin \u ben SSanben, tveim 
fte fit^ gefc^nitfen ober ^el^ant ^)at>fn. 

©ie jungen Sannenfproffen werben a«if Iffiaffer otgefotfen, unb biefeg ^Di^ 
tecf toirb wibcr ben ^Sc^aarbedE gerühmt ; unb bie ganj jungen Sannenjapfen 
nta^t man ju «t»en biefem £nbe mit 3ucf er ein. 

Sie SBebel, tUx Sweig« t>on ben Sannen *itn(« äuc ?©intcrf>ebecfung Ut 
JßfumenjfvtebetR. 



€ r f l tl r u n g 

V. ^upfcrtafd. 

^ ^ ^ manntic^c S5lütc, gcunltc^e, ^)ctl unb bunfcfrotb«. 2Jom 

'"w' 27 3(prU 176)-. 

rf.'€in groferec imb «(teret ©tcaug vm manitlii^ec äBliife, bie fc^on bfit 
^tau6 f(it)reti Idft. SSom 4 i- Sunbcl «on biefec Q5Iii(c, etiijclii t>ot( 

deiicM. 2. Stefc j^igiic bcr Sange naä) burc^fc^nitfen, 3. €iii eiiitgc^ @tauD# 
fac^ tjon bcc ntinultc^cn SSlüte in naturlic^cc ©roffc. -f. 5, @tc(lct bie 3te gtguc 
»on jmo »erfc^icbencn Seiten, ttm^ oergroficff *or. - 

^. (£in 3ivcig(ctn ooni 20 £)cto(>cc 1764. mit einem wet^fic^cn iSlatfnofpen, 
vok folc^ec ben ©cmmcc u6ec öeii3ad?fen, bcii pnjen 2ßintfc (im S5(i::iii 3» filI^en 
imb im f unftigen ^^vabjaht bie roctbl!d)e®lü(e unb au^ biefec ben 3<»pf«" {)ei-'»oc tcincjf. 
iDiefe SSfinfnopfe |ici;c» «Ueniai etiüci«: ton bsm Siibc bcö Srociglciii^, ober ben ba« 
feUiiI fingcfcfjton ^loljfnepfen e. ab. Siefe ^cljfnopfe ^eben im fimftigen ei« 
ncn neuen Irkb, bcr. fi^ aUv an einem feieren woran eine gru(^t ft^ef, 

nict;t foiibcrltc^ »)i'r:an>5ert. 

B. (gin wciHic^cr Q5!utfrt05>f, in &ec ?9?i«e ber gdnge nad; barc^fd^niffcit. 

C. £ia^ ^ruc^tkin ol)iie ^üßcn, ober Becfcn Porgeflettct. 

D. Sin jungst S'ivffn, ber im 2Bad?^t(;iim bcijriffen. 2>oitt 10 ^axf ij6^. 
f. g. Emjclfie Schlippen (sifton, wie folc^je »on ber innern iinb dujicrn ^eite augi 
fel)cn. 

®ic VI. ^upfcrtafci. 

<lin 3vt3cig mit jwecn 3«pf«"; 2, uub cier Jangcffiiopfen «r. C(n b«m 
finnn seti3ct f:c^ uod; eava^ com ^idiitlcin, rooruiUec öerfeibe t-en SEintcr übet 
verborgen gelegen. 2?om 16 ?0?aj) 1765. 

e F.tiin 



^4 ^on öer Xanne. 

c. ®n feieret 3flpfcn cntswcp gcbtodjen, ixne cveon uiitcu l)iumif anäufc^e»- 

d. £)ccäUt^«n wie «v oon otcn l^mcin 511 [cl)cn. 

e. f. (Eine (gc^iitipc ücn tiv timctn imU äufKvn (?«ite. 

©ie VII. j^upfertafcl. 

G. 3<iTfcn »cm 7 3"f!)I i7''4- 

a. Sie ■t)dlftc »eil biefcm 3apf<ii bcr Eancje "«c^ bui-c^fct»i»''"- 
!>. c. (liiic (Schuppe üp« bcr innccn iinb är.fcrn ©cife. 

H. (Tin jeittgcr gapfen Dem 24 €fp(«nibci: 17^5:. t>ct fibv furj, wie bte imii' 

ftm oon titcfem S^^r »arcn. 

d. ©ne (^c^up^if Bon einem jeitifle» Sa^feit, »cl^e <iUi jum %bfaüm noc§ 

iiic()t veif senwS- 

e. f in bergleicfKtt gefTugelfe^ (»'(irtmfiifom. 
/. Dnö (Sflameiifom oI;iie g(H3t^'' 

®ie VIII. ^upfertafel 

r. €in 'ok\\?, (tiiögcmacf)fcnec unb jeitigec 3<tpfcn t>on bcra mm bie @c^»upj»ere 
«■bfalten »oaen. SSom 8 £){iober 1765. 

K. liin fon bcn @(f/Uppeu eoKifj entblojlec 5apfei!{?tcL 

r. €inc rt'oo,cffltIcnf (s^miippe ton ber itiiUTU 6cife, ctt tvcicfcor bie^ jiuct) ge« 
Puf.dteü ^aamcnforner i, 2 ffef^en, »otJon baö eine 2 fjccnu^cjcnomnren ifl. 

b. ©tefc ©ci;upV'C oon ber auiTern @ei(e. 

r. d. &n @c{)upp«ii5Mn5lei!i , ober tieinc @d)upv>c / bie pc^ an ber ^jinferti 
(gcite in ber ®tt(e ber großen (g^iippen beftnben, tjon bet inner» unb «uffe?«: 

f. ®n mit ffiueni Hinsel t^erfefjeneg ^annvenfc-rn. 

f. ©n gl-uäel, roooon baö ©aomenfern l^erau^gcHomnieti i(f. 
g> Daö gaamenforn o^)nc gliigel. 



in. mi)mh 



95 

V V V V 

f II. 5155anb(«Hg 



S)te5ic^tv%^ect)tannc/ xot\)t tarnt, fKot\)tamt, tnSJticbcrravt« 

fMi rc^)Ied)ftt)?() ^aiinc gcnamU: Safeinifcl^ Ahies tenuiori folio, Stanj. 

Sapin, Pece, Peffe, Picea obec Epicia, dont la pointe du fruit cd tournee 
ver-s la terre. 'S'^ä)t( f Ober ^tä)tmne / an weld^er Me '^ca^t mit bec 
©pi^e UKfcc ficb t^äugf. 3" ber Provence l»icö fic Sercnto gencnset. 
(gnalifc^)/ The common Fir; Pitch Tree, Spruce Fir. 



te gic^itf mac^t, wann fte etnjeln, obec fcf») flt\)tt, eine ungemein fc^jone 



©pi|fäu(e , ß>ote» bie Sfefle fic^ ätemlic^ weit, t»om &mm entfernen, 
einen gwffen 5j5la(j bebecfen, unb weil ftl)t »iele 2(efle übet etnanbec fie^m, fo gtebt 
fie^inen Überaug angenehmen ©chatten. Decgleic^en gic^jten fe()enfe^c prac^ti^ aag, 
obfc^on bie garbe l>unflcr unb nidjt fo anaenejjm i(l, (ifö ob bec Sanne. 

2fn tiefet bunfelgrunen garte fowo^l, alg on ben fofl runbcn, am €nbe 
fpiligen Langeln , tvie auc^ an ben tne^)rentf;eil^ gegen bie Srbe ju j^angenben 
2tejt*n ijl bie Stielte, obet 3iotI;fanne, fe^c kic^t eon bec -2Bei^tann< jn untm 
ifc^.eibfn. 



» n b e R 



iDilben Räumen. 




(S. 2 



36 S)ritte 5(tJl)AnMung. 

S5it %i^U Ht ouf t»em ncmlic|cn (gtamm mdniilic^^c mi> miUid)< Q5(uffit, 
akr oen cinnnt« otcjcfonDei-t. ©ie ifl fllfo Ur) tcm SRitfcv jmmi Siimf eine 
Planta monoecia, tU »OU (mbtcn Planta andiogyna otfcc Planta monophyta QO 
nennt sviib; unt» gebort temnac^» unter tie gwittcrtdume. 

m männlichen SSlüten fommen, nac^bem bic SBitfcrung ift, fn'if>et obcc fpa* 
fer im ?0Jai) , von oecfc^iebentr rot^)et Sflröe {um S3oEfc()ein. @i€ finb ungefd^c 
•on Dec@e|talt einet ^tihtm, {Tab. IX. c. h.) unb faöen öl), «rtc^bcm tecSBe* 
fruc^lunjöjlaub «uöaeflosjen, unt» fein? 5Be(timra«n(i eoUbrac^t t)af. 

Sie tveiMtc^)e <Blüf< ot)er bei- Sfnfrtng ber ^tv^t, mldi)n f^m im Do* 
rigvn Sa^sr in ben Sglüffnopfen au im ©pi§en bec Stvetge (^0 oor^anben aeroe* 
fen, crfc^einet gleic^faß^ im SKat) oo« »ecfc^iebeuer vot^)ec gacbe, uub ^)at fogleic^ 
tie ®e(tftlt bcc Sapfen im fleinen. fleljcn «bev bie ©pi^cn bec gc^uppen 
«nfanö^ öuöjvdvt^i , {Fig. D. E. F.) anb lejjen fic^ erfl Ut) bem ^mwmd^fin 
fcjl on unb über einanber. {Fig. G. H.) ©icfe Japfen ^)abcn il;re ecKfornmene 
©coffe fc^on im 3(ugu|l, unb bie @aament6cntr in benfelben ftnb im OctoUc obcc 
SRoüembcr 5«iii3, fliegen aber erjl im folgcnbcn Körnung obec SOJecj «ug , nac^bem 
bie 2Bit(ecung befc^affen , Wie ftc^ bann bie ©c^uppen ademal nur beo @üb obec 
SEBejlroinb ofnen, bep bem 9f?orb obev £)jl»inb «bet wiebec fc^lieffen, unb folglich 
ben ©aamen on ftc^ (jalten. 



23ön M' Sickte» 37 

'^ii'^id)ttnl;<ii(>ftn l)ang<n «nean im (?vi§cn tcr 2(cfTe unter ftc^, CTab.Xrr. 
liiib Ä'/^.) ^jingcgcn tic Scinncnjapfcn gerat) ubec ftc^ unb nur an ttn ©ipfetn" 
bcc Q5dinne flc^)cn. ©ic Scnnenjapffn f)obcn, fo halb fie jeitig ftnb, ganj Icdeu 
©cf)iippcn, tvelc^e, tvic cbvn gcbadjt, juglcic^ mit bem @öamen von beii @ti«Icn 
«bfcffcn, unb aifo mit bcm 2(ii^mac^cn feine fc grolle SKü{)e tjernrfdc^fit, «lg bi« 
gic^tcnjapfcn , beten ^cfjuppcn fe{)i- feji- in einaubcr geltac^fcn, unb «ng auf ein» 
anbcc liegen/ uub bo^ec beflo mu^)famei- au^juma4)en fin\>. 

@ie tveiben fd^pn im Rennet unb JP)ornung ge fammeft , unb in ber tvacmen 
©tube rtuf Sücj^ern unb ^)ocb<n jum Stuffpcingen gcbrac^jt, boifen «bei- tni^t Qat 
ju nöl;e an ben X)fen gelegt tv<iben. 

Q.mmmaü) Sramec erjeljlf in feinet SInleifung jum Sorfttvefen, baf 
1756. in bret; ^-iarsbocfecn übet 5000 gc^jeff^l gic^tenfaamen auf biefe aSJeife au0i 
gemacht/ unb jufammgebrac^t »orben. 

Sic gi^jtcnjapfen ivat^fen nic^l aßc 3a^)re in groffec Spenge, unb mön ^at 
baj)ec Ui-fac^ie, fic^ bi« guten 3ol)re ju 5Ru§e ju machten, um ©aamen auf etliche 
3öbre tu Sßücraf^) su fammetn, inbem fic^ fold^er fünf, fec^g, öiefleie^t auc^ me^t 
rerc ^a^tt gut er^a'lt, tvann man benfelben in ^Jacffdflern an trocfeneir, aber nic^l 
|u »armen £)r(en aufgebt. 



€3 



3m 



38 !^n'ttc WmUm^, 

3ni i764fcn 3nr;i- ^offcn mt fa{t attc ^i<i)kn »od gapfett ; 2(f>er ijcjlo fff(e^ 
nft finb f/e in im Mm\f fof^ciiben 3«5)«-"^« ' itvciiigllciiö in uiifercr ©ejcal) 9C# 
ftjcfcn. Hnfc bic tvcnigcn, fe fi4) 3Co«i9fy ^«t'<ii g*U' deinen ^^anmcii gcgcOcn, 
inbcm bcrfcltc t>o« bem baiinn iKftnbUc^cn Uitsciicfcc fa|l voßig ocfbfc&f imb 
fliif9«5cf)r£ »orbcii Q5fi) Uiitcifuc^ung bec Saufen 1766 f;<tt man in manchen' brc^-- 
crk'D ®uimcr tv(i!}i-nc!;nicn foimen, «ug bcncit il)<iH Sofcr, tl;ei(^ @c(;fli)eu»o* 
ßcidn werben foüitn. tßkM(i)t tvucben fte^i De^ gcnaitcrec ^c^tnic^tung noc|) 
i»el)rerc %i'tm bdrinncn finben. 

SBflnn (in ben ^id;feudpfelu baS JF)ar5 auslauft, urtb in kngen 3apflein «n 
benfctkn i)anst, fo tjl aßcmat ein ftc^eccg gdc^cn , ba§ {Tc SBünnec in flf^ 
fcen/ wcli^e^ leibet ! an bcnen im (eäten 3öf;i- 1767 getvöc^fencn ju fet)en S(m(in, 
imb jeigt ficf» oucf) an ben {jeuerigen. 

5DJan mag bcmnar^ in ben ^ic^fcnroälbern bie ©e^auc noc^ fo focjfaltig 
tw^ bes SBorfc^tiften b<t gorfloctftanbigen füt)Mn/ fo »icb man in benen 3al)tert, 
^abie gavfeii f<(;(en, fSlofen ober leere ,5)5lä|c befornmen, mm mnnnic^t gaa* 
tuen im 9?otra(^ fjat, uiib ivitt folc^em ^i(ff, ba, über btefeö/ tt5ie Defannt, bie en^ 
gc be^ (inanbet fle^enbe gierten tvcnig, ober gar fein« gapfcn anfe^en. 25er 6aa» 
men {Fig. e.f.g, Tab. XTI.) fliegt, tvie oben gebaut, fc^on m Jpjornung ober 
SWerj au^, tmb fottte alfo auc^ uiti biefe geit fc^on gefoet tvcrben, itjann nemlic^ 
t<r 5)Jla§ öPllig abgeräumt, imb bi< @f6cfe ausgegraben ivorben; m^t an teneit 
Oütn-, m man mit bem ^»tcb ber ^tc^tcn bcr ©erberro^ wegen m in ben mx) 
«nb ^M\m warten mwg, ba sel;et e^ freptic^ fpdt genug ber. ^nbelTen jeigt ftc^ 

V» bOC& 



^53011 btt Stifte. 

tf-if; h-r a[i?b(inn noc^> gcfaek gtc^tetifrtaMicn in bm frifc^i'n Stoben jicmfic^ ialtj, 
tüi^ tmmt bcr) h«\ütnKt mitUnwQ gut fort, m\<^t€ abtt nid^t gef^iieTpef, mm 
flarJc 4^i.|c unb 2)6crc ciiifoftf» 

©efc^teijet bte SZfuSfanf in fcjfc <?5er)aiic, ti>'[cf;cm feie 6(5cfe cvuög«» 
gralkMi ivorbcn, fo brmia^t Wiie weitere 3"ritv^!'n^ te^ SSobens:. ^oK aber in 
»crtvo|Ten Ptec tjerangerten Sgoben gcfaet werben, fo ^at man wohi feine Keffer« 
5I?cUjpbc, atg bie oUn unter ber tanne mw ^mn enKimerratl) ffrawer an» 
gcfüf)rte. , 

©er SSoben, tuo gufe^ ^ic&fenjicfj »öc^fen föff, miig frocfen unb nic^t gar ju 
fTarFfc^n, mid; eine efwa6 er?)6l;fe l'age {)fll)cn, bnmit baö 9?egcn unb (&^n((mff 
fer nidjt jlciKu tfetbe. ©nnn in fcfjr guten unb nod) bflju feuc^iten SBobcn, ie> 
tmmt bte gicfjfe fclir Mb einen m^en 5?ern , wann ftf farnnbret? t)i^ öier 5o« 
im Surcfemeffer fiat, mld]($, txsie berannf, ein Seichen b<« Si«ge»jen#/ unb2fnf««g 
^er gduinig ift. 

/ ©tefjcf aber bie ^ic^fe in dncra il^r anflanbtgen Selten; fo grebt ber Jantrc 
flu SBöc^^tr^um unb ©tärfe nic^t m nac^, tvac^fl auc^ eDenfo fc^neO/ a(g bt< 
^nnne unb bie göre, inbcm fic bisweilen bret) unb einen falben SJurnberger 6(^w& 
in einem 2al;r anffeit, unb wirb aue^ fe^c «lt. 



40 ®ntte ^(b^anMung. 

fttt, ali He tamic unt> W ^m, .tffonbec«, mnn Ut @pi§e fo I;oc^ worb<n, 
tag ft« nic^t miht 5u cvtangcn tjl. 2(l>cc fo lang fie "cc^ 9«"« jw"9 ««i» ^1«'» 
flnb, frijt ba« SÖtlb, bcfonbecg m fo fc^dblic^e Sanntvaib folc^c cteii foroo&t rocg, 
^otö ba« anbert Sangelljolj, n>oöon wie bei) m$ bie Ictbigc unb tä^ü^t gcfa^jriing 

3« unfer« ©cgcnb ^)abcn wir äwet)«tl<9 5(c(cn m ^i<i)tin , welche jumatett, 
wann pe Sapfcn ^atcn, on bcr SacOc bcrfelbcn leicht »on «Inftnb« ju untetfc^eü 
ben finb, ncmfic^> SBcifTe unb 3iotl;e. 

Sie tt>ei(]cn ^aüen Japfcn/ bie <inföflg(J wet^fic^ grun, unb wann (Te eoöfom» 
iMcn jeitig ftiib, eine bunfetgclbe ®{ro{;farbe tjfltcn. (F/g. Q.) S)ic Kotljeii ?)in« 
flesen I;fl{)cn anfang!? r6tl)Uc^e, unb jule^t buntelbraunc 3«ipf«"' ^- ^'S- P- ""f 
«ttvaö ^)ieooH. €^ (Ictjet öftere «ine SGDetff« unb <ine 3iot^e fc()C ncten unb ait 
«inanber ; 3<bcc^ gicbf e^ ber lejtecn Weit me^c , fllö bec tiilern. Saö J^ofj i(l 
«n ben 2Bei|Ten au^ roeiffec, alö anbcn Oio({)en. , JOIclsrcre ©ocicn eon Si'^^«"/ 
cbec ouc^ tjen rtnbern Sdumen (injiifubcen, <\H bie ficfjcc bcfannf, »erbe funftig 
untetlaffcn, «eii bic «Sotten nocJ; nic^jt fo cic^tig angegeten finb; böß man fi^ bat» 
(luf t)et:la|Tcu fan. 



€^ tjt aBci' ctn fc^c groffcr Untcrfc^cib jwifc^cn tcm gid^tenljofä, mag Oöii 
'3Jo(|)en, ober üon ®ct|Ten fcpii, mit) fmnit tiefet UiUetfc^ctb »on fcm SSotcn fter, 
wocinn fi« flff)«»- 

3n guten unb (tmi ftud)ttn SSobeit »dc^)|l bie fc^^neö uitb gicbt wtiü 
4eg ^olj, meiere« jum 95<men unb anbecn @f6r<»nc^ nic^t fonberlic^ baueii)aft 
ifl, wann gtcic^) gefunb augfte^ef. hingegen »ac^fen tic in einem magere« 
.unb ti'pcf enen JSoben |lef;e«be weit Icmgfanuc/ geben abec bflu<cf)<vfte^ •C'olj. 

S>ie ^ic^ife giebt ganj gnfeö 55öuboIj, Sielen unfc SSretter. ?0?nn braisc^t bap 
felbe jn groffen :^ufen unb ipacffafTcrn , n>ie auc^ ju fkinern ^lofjecuen ©cfdifcn, 
\afö @(^>dffecn, ©etten, unb ju I5ac^>fc^tnbcln. Sie fid;tenen J^opfcnfiangen ftrtb 
wegen ibtrec gefcOmeibigen £«ng< bie tljenerllen unb bie bcitcbtcjlen. Sic gic|>ten^ 
rinbe giebt guteS iol) jum Sebergei'ben. Sag @t«n unb ?9?oo^rei?:n ifl in ben 
gic^ifenroalbern eben fc wenig t)oi'tbeiII)aft, (iH in anbccn JangcH^Dljcni , m nic^f 
tiflfi! ttttjubobe unt» bicfc ?0?oo^, ba^ man aSBaffermooö nennet/ in grolTec S0?en3< 
»j)i-banbcn ijl, iioclc^cg meine«! wenigen Srac^iteng obne @c^aben herausgenommen 
werben fann. 3(ng benen @cbau<n abec , wo .^»olj wieber eon felb|l <iHPicgeH 
ober gefact werben fof(, muö folc^eg weggefc^aff werben, weif ber ^ofjfiiamen in 
■fe«nfc(ben i»if Srbe nt4>t erreichen, folglich) feine 2Surjeln festlagen unb aufgehen 

§ lann. 



42 2)nttc 5ll)!)anMunä. 

%Uid9 m <rftc 3ftl)c , t>ot^ taiJ jmcpte auf, Utmmt turc^) Mffclbe €c^u^ »or 
lit brennenden (gönne, unb bie aSucjeln üoc bct gdtte, »ie benn aiic^> bte in bie< 
fem tar;en ^Kcol flcl)cnbe tlcine SSaumpffanjen burt^» bie ScüI)tin3^fi;ofte nicJjf cmg 
bem So^cn 3C5i\3cn »erben. €1 Ijdit auc^ baffclbe ben ^oben, m nic^t t)6ni3; 
^i>c(> »euiglleiiö oon ()ol)eJtt@ra« vein, laft alfo folc^ien nic^t »crwafcn ober »erati' 
gern. foUte bemnt^ biefcö furje grine 50?oö^ in allen !J?abeIf>orjern auf 
baß fotgfdittgile gcfc^ont, unb nic^t sugclaffen »erben, fole^)cg f)eraug }u rechen. 
J5e«n ^ic^ten ijl ein fleiner brauner Safer mit einem fc^warjen gopf, ungefdl^reon 
ber ©roffe be^ fogeirannfen fc^jwarjen Stccntvurui^, bur^ feine S5rut, ober au^ bef« 
fen <it)(tn (tcrPorfcmmenbe SBürmer l;pc&fifc^flt>tic^, rcclt^e bie 9?iitbe biirc^ifrcffen, 
unb bis ju ibrcr SPcvnwnbclung t)on bem @aft beg SBaum^ (eben. S^iefeö Unge* 
jiefer ncvmdjrct fic^ jum Srftaunen, iinb l>at fc^on oftecg öcoffe ©trecfen in be» 
5|t^ten»ftlbern jum 2{bjlel)cn jjebrac^f. 

.^»err gam!P,erratl) eramer Ijaf in feiner 2(n(ei(UMj jnm gorflwefen ®. 95. 
wie fdjoir i>ben !»ft) ber lamt gebac^t worben, üon biefen aBürmern jiemlic^ tveil* 
laufti^ äft/ft.ibclt; iinb «uc^ geseigt, wie folc^e ju »es^üten finb. 

SDIfttt 



Q3on ^er ^\d)tt 4^ 

ifSian f»{l ncmlic^ kle ^i(^feHl>ol5cr gegen SSteiib 3<f4>IofTeii t)a((cii, tag b« 
Säl)<nl)n>inb nic^t tinbud^m, «nb bie 95dumc (o^mac^cn, ober 9« umtvec^n Vmxt, 



SDaim atec biffc^ nic{;t «ttcmal möglich, unb bmc^ bic i^cfnung t)on sy&ciib 
tcc ju äötnbfdtten imb ba()cc {nt|tebenbcc 2:rocfnig unb bem 2Burm 2(n(aß gegc* 
6m worben; fo fett man im %tüi)iAl)t, fo Balb nuc immcc möglich ijl, nic^>t ' 
nuc bte umgefaßenfn, foitb<cn auc^> bie aefc^otenen unb Ic^gcmac^ten «iif^aue« 
unb »egfc^jaffen, »eil bec SBurm im ^at), ^miu^ unb fi^ ora |ldcfjtcii 
t>ecmt(>c( unb am fc^dblid^iftcn ifl. 

!Die Sennjetc^en beccr i>m SBurm angefledffen ^id^tm flnb Jf»rtfifropfcit «n 
bec Sitnbf/ baö SBucmmeljl am ©tamm, unb bai ^bßt^m bec neue» tciet« 00» 
biefem 3«?»r. 

SBann groffe ^Ud^e bereite angefled^t jinb, fo foö man jtvifi^ien bem angejlecf* 
Un unb bem gefuuben , unb jwac »om lejfen eine« (Strich t>o» b^tibm unb mef;c 
@c()ritten weg()auen, um babu«^ baö angef?ecf(e ^»olj t>on bem gcfun&e« 9büig 
altjufonbcrn, unb hierauf er jl bag onge(lecffe ttxintbnutt. 



?(uf bec io2(en ®ei(e gieüt €c auc^ au, bte 55ÄaI(ecn, ober bie f laffern t>em 
jSrenn()0lj mk bec cuRbew ®ei(e, ober ber 2?inbe unter f?d^, bie gefpaltene @ci(« 

S 2 attec 




tarn nm bcnfelbcn, fo Mt> bis SBtffcrung warm tvirft, atk3a^)fc ju f«^m 

€1 ^nbcf fid? bieffc SQBurm, tx>t< o6en gcbac^f, auc§ an bet Sanne, <iUt 
weiten fo jt<\vf uic^t. SKn bcc gore unb bcn 2au(>l)dujiien Wirb berfflbe gac nic^f, 
ober boc^ fei;«: f«Uen angetvofcn. 

SSoii biefem ;2Burm bin ic^ bejimegen fo ttscitlrtuftia gcwefen , weil tiefet \X\\t 
5cjiefcc HDc^ nic^taffcn gorfltJcrfldnbigen fonbcrlic^ befannt ift, wie bann aucf) in 
bcm telieBfcn Ülܧmmm i^cfononiifc^cn gorfimagasin Tom. IX, p. zir. no# 
baran geäwcifelt wirb, ob bicfct Safer ober beffcn SBurmec eine gcfimbe gierte obec 
önbern iBaiim angveiffen, wclc^e^ boc^ ^itt Sammerratt) (Ztamev @. 98. aug ge? 
Ijabtcc Srfa^tting ju gcfc^ct)eu ecr jtcf^ett. 3"t'ffff" t^i'^t» ri($fic) fetjn , ba§ 
attcö Ungejiefer cf;cr an bie ftanfen iBdume JHflcf;t, unb fic§ «n unb in folc^en am 
ttwiflcn oerm«l;rer. 




€ r f U f u K g 

t}tt ^i^tc gehörigen ^IWilbuitgem 
®lc IX. 5tupfevtafeL 

ß.(^in (Sfrdu^Ictn mit maniilic^«c Sßlutf, woran hetf 

b. UngcofiKfe männliche SSlufe, tie noc^ mit i^rcn Kütten Debecft fln&. 

Idj!/ u«b 

rf. f ine ^altöcofneff, um bie £03« Ut (g^tdutöffaffV ?« J«3fH. 95om 1 2 sD?«^ 
1765. 

f. ©ergfcie^cn Q5Iü(e , tvflc^ie flarf in bie Sdngt öttriciien, imb föfl öCfm 
©(atib ecrIo^)ren ^xvf. Sßom i6?ö?ai) 

/. ginjelnc ^tciubgefdjTc in üccfc^iebcncn gagen/ elivaö winigcö »«cflroffitrt, 

g. ©ne öcrWfltfe 95lüte öcm 18 Snn^, 

• 5"»« Untcifc^eib bcc Sparte ^at man ncd^ auf bicf«c Jaffl Sipe 
Ä. eine b((i0co({)e männliche 95lu(e otgefcitbef, 

®te X. ^upfertafel 

Sin hxiüHc^ec SSIuttnofj^en, fo am €nbe beg gweiöfeinl jlvifc^m |tt>«ii 
£flut< ober Xangelfnopfen a, jlejjet, 2?om 24 gebr. 1767. 

g 3 9.€in 



4^ ©ritte 5(t)^attMuttg» 

b. ein i« t>tt ^iU( Ut Umt häc^ turc^fc^mittenet SIü(^){ni>pf. 

c. ©üö %tii<ü)tlm, »oöon Vit JF)ütten cbcc ©ecfc« nxgöcnommen ftwl». 

j5. Sine »ciblic^c Slute ober grüc^ifldH wttc^e nod) mit i()CCH Hutten te* 
tfcft tfl, t»ic abfc mir bacan ^»dngfn, iinti jeät wegfdtUn ivoU««. 2Jom 4 2)?ö9« 

C. ©ergUic^cn oon i^k« ^uüen entblofl. 

D. (£in im Sßac^fen bcöcijftncc *on txr fo^encnten Cfrft)en ^i^tt, «« 
tvelc^iem bie (?c^ipp«n au^wdi'tg gefrümmet ^iwi, 93cm 10 ^ax) 176J, 

d. «, Sine ©c^ujppc ^i«oon t?on bcc duffern m\> inner» @<i«. 

®ie XI. ^upfertafel 

E. F. 5<i3( einen weiffeB mi cweu rc(^)en3apfeii/ «n welchem bie<?!c^uippeti 
ito4i augtt>dr(^ gefrümmef, S5om 16 ?0?a9 1767. 

G. i/^. gin 5apfen t>en ber tttciffcn unb rotten gierte, «n welchem mm bie 
(g^uppen cufwdrtö gerichtet finb, unb fcjt über etnanber liegen. Sßom 23 CD?ai), 
Sin Sapfen öon ber rotten gierte , welcher nic^t groß tvicb. 93om itf 
3uno 175Ö. 

a. b. Sine Se^Mppe t>en biefem Sapfen »i^n ber dufTern unb tnnern ®ei(^. 

©ie XII. ^upfertafcl 

K, Sin reeiffer gi(t>tenjapfen. 95om 18 Sunt), 
ß. i». Sine ©c^juppe (jietron öon innen unb ouffen, mit beii Htm üc^m 
(tn @c^uppeniun3(ein, tvel^e an b^ Sie^e ober diot^tmnt im Qm Hein unt> 

l)e| 



@. 26. 

L, Serslcic^en S^lpf«» *>om ü ^un^ 1767. 

c. IDufcc Sflpfen bec Sange m<i) in htt SKtti« .bnrc^>fc^nl(.t<n^ 

d. e, (£in folcfjcc 3<»Pf^» '» l>«>-' ^Riffe »cn einanbtt gebrochen, tt>le fÄl£|ec>firt 
oten unb unten (injufcl)en. 

jDie XIII Kuufcrtafel. 

M. gin rort)ec Srtjjfen am Sweig. 33om 22 3mii) 1756. 

a, ©iefec Sapfen in bec 5E(?i(te bec Sange nac^> burt^fct^nifteir» 

b. c, (£ine ©^upp« »on bec innren unb dufletn ©eite. 

®ie Xlv.^^upfertafeK 

©n tveiffei- gic^tenjapfen «m Sweig. Sßom 7 3u(i) 1 764. 

£)ie XV, ^upfcrtafcL 

€in Swtig tttit einem rotten gic^(en|«pfen. JBom 7 

©ie XVI. ^upfectafel» 

■f. ©n (gtucf »on einem in bec CO?itte bec Jdnge na(& bun^fc^niKen« {<UU 
gen rotten git^tenjapfen. S3«n a «Rocemtec. 176;. 



'4^ ©fftte 5tbI)a«Mimö. 

a. Sicfcc 3«Pffii fntjroc^ gebrochen, tvte cc eon oben ^tinci« «njufc^en. 
f. Sine ©c^u^jjfc t>cn bcc inner» unb «uffern ®ci(e. 

d. <£m ©c^uppc »on bec tnn«ni (SeitC; an ml^et bic SartttKn Ixrau^genpm» 
wen finb. 

e. f. gw«n @naracnflÜ3cI mt( |)cfl unb bunfeln ©öctmc nforiiecn. 
g. €in gfügcl recoon baö @aamcnfccn ^>errt«^3efattfn 

Sin ©flammforn o^nc glügd. 



49 



IV. m^anmn^ 

Don Den 

tt) t It)en ^dum e n. 

SDec 8cr(^enba«m / ßecrbauiti/ ßterbaunt/ i>ie Serdbe^ Srrc^ 
tamif bcr OJerf)baum. 5?a(f) Dem diitut t)onfi.innc Pinns (Larix) 

foliis fafciculatis acutis; Larix foliis deciduis, conis ovatis obtufis; l.arix 
foUo deciduo conifera. ^Fanj6f{fd^> Melefe, «t» einigen Di'tcn Meslc ; 
itv Franche - Comte unb bm Z^eü bcc ®d;it)eij / bcr «n ^rönfreid^» gvdtK 
jcf/ la Lärche, la Lerche, ßingnfi^ Common Canc bearinj» 
Learch Tree. a) 




(n 2crc5cnB«um iif}Ut man mit üit^t unUv tit SiaUlf tia ?flngef6aumf, 
<2ö unlcrfc^eib«( f!c^> aiec foIc^)ec eon btntnfclUn m mtifltn 6a^«rc^, baff 



<r fdne Sonoeln im fpat«n Jii(xH foKm (aß, wib t)«n SBSinUt üUv tl)m s^nnt fB<t 

j) €S \ft lex i'crdxnbnnm l(t) nn* termalfn ftoJi fe felfeti, tafl idß anffflnb mUnioi foirftv 
fcenfcFlicn uiit«r bie cinixtmiffbcn ©Äumt jii itcbiif n. €d i(l mir mir ncdi ein einiger grofret 
fercbenbaum bcfannf» bcr, ganj «rtfeeon ber ^tflbt/ in beni tjon Jjjelsfcbubcrtftfien i$Mtm 
sor ^em2I^^ftrBer STb^rfeiii (ucfi »oDfomnifii gefiirtb (lebet, uiib berninlen M «nbi« iienilicl) 
lanijc friimnic giyiüe oDor Gipfel 66 ecbii^ boeli i(?. Streen ©ihul) i;pcf) »cn ber Srbe (w* 
tr 9 @clial) 9 gpii im nrnffliig, i(f öSer baüep fefjr aPtöil'O. ^''^hbt ndt bnuoii heftet eiii 
iunger, fo oon b<m ai^ocffllleneii ©flOPien «uffleflaneen/ iinb berniolcn 22 iiiib 1 baiben (gcbii^ 
ta ber ijSbe «nb 1 8 Seil im nmfa«9 |«t. 9^ed) einer, »er eine jiem/iebe ©rifie bat, ivelcbeit 
i(b «ber fo genau niebt AbflemefTeH/ (?el;(( fluf bini »Ott SelfAmetifcbcn ®iit in bcm firsgeti 
©arten ftuf b«m Jbiimmenber^. 

€in anberer jienilicl) groger (fnnb in beni Weicfitfu'alb ^ebalbi hinter bem 5^orf «Rai« 
meSbof (ifligemein aimefftof,) bcr 14 <?rfiub bfcb »on ber Svbr i €(6n(> j Soll im 5>urcßy 
nietTer Rnffe, unb »cn Sem icf) glanbe , laf er fiber :co «"«ibr olt ßen'efen. T'iefer ifl üor 
*rcD ^nbren nu^gegröden n-orben, »eil er oben ncit l;er«in «{Uig bilrr , «nb »er @f«mm; 
fefcr bocb b»bl nnb fernfnuf icniefe«. ^ierr »cn g'flricivfj lebet jn'flr in feiner 171? bcrnii«» 
«dcpcncn sinn'eifung jnr Silben 5?flumjiicbt, pag. 212. »cn »ercbenbÄtimen, bie im ^iJrnr 
bergcr Warb dcp sKalfer^bof ( foU beiflen OSafme^bof ) gc(fanben fc?« foOen. ^fnß aber 
rueis teb »011 feinem, an tent ol^en «ngcfubrten. ec finb au(h feine junge »01 bflnben, «l^öie». 
a'cicbc feit fnnf o6er fecl;« labren gcfdet ober gepflanjct »otben. X'a man «ber (eif am 
fmt, bie ^etmeftrnitg tiefe« feftr rujiicbcn 9»mmit! auf oBeartju ^cffrber^/ fo bobeoor 
mm erflcMet, ^enfcl^^n^u befcfireibeu/ unb netfi flnbetH |««riAßiflflI 9?(Wl?ti<&t«i ««# 



50 IV. 5lbl)anMun9. 

tlcibnng t>a iitWi Wi^Wo^)I bic gaiij junge mia{)v\it, auc^ himdUn wxi) bic SWcq* 
jd{)rt9c, ble grünen Sangctn bcn 2ßintcc übet bcl)al{eii , «nb «cjl im gru()/<i^)c beo 
Sfuötfeibung bcc neuen »«i;Ut{)ren, ncic^bcm fle ei-|l gelb un> jufcjt brrtHnIic{) 
bcn n»b. 

©ie Sangcin felb)T: Pnb weic^ unb fpijtg, unb flct)cu in iBufc^et« Tß^. XFIIL 
t)on jwanstij unb mc^)rccfn beo einanbec, tvcfc^e aöe aug einem ^nopf entfpriiigen, 
Mub bet) bem 2{u^fc(>laäen , fo me^reni^eiW im SSfpiil 9ef(^ie()ef, ein fc^c «»gene^« 

Orun l;«ben. 

©ec 2ei-c^ienbaum i|l, wie bie öor^erge^cnbe Xrtngelbaumc, ein 3ivi((er, bec 
männliche {Tab. XV U, a. fe.)unb rocibltc^>e 93lüft)en (/^. Ä) «uf bem nemlic&ert 
©tflnim, unb Stveig, aber t>on einanbec obgefonbert, (ragt. 

£)ier< nirtnnlic^ie unb weibliche ©lüften fommen, noc^ e^iec <Ai ber 95rtum feint 
»oßige Langeln ^eran^ getrieben ^»at, m ben groeigen Unter einanbec »ermifc^t 
(lel;enb, ^)ereoc. 

©ie männliche !5(ü(l)en (tnb ganj runbe Sa^tcin, (a) welche lauter @t«ub« 
gefäf en jufammengefejt pnb, unb eine gcuntic^c ober wei^sjelbe garbe ^)abcn. 

3^ie weibliche Sglüt^jen jetgen ftc^) gleich in ©eftalt f (einer gdpflein (S.) n)elc^le 
fln t)erfc^)iebenen ©dumen rofenfarb unb aui^ ()o^irot^ gefe^ien, tvierool e^ berfetben 
öon allen (Schattierungen in ber rotten garbe geben mag , unb auc^ ivei^gelblic^e 
ßcfun^en werben. S^m S)?iner gtebt in feinem ©dttneclejcicon eine @orte mit 
weifen SBlfitfeen an, i(t aber felbfl noc^ nii^jt überjeugt, ob fotc^eö eine befonbere «i* 
befta'nbig bleibenbe (Sorte, ober nur eine Stu^actung fe^. 

Sie Sapfen obecgrüc^te be^ Serc^enbaumS reifen mit i^ren ©aamenju Snbc 
Ui Dctoberö, unb flnb tleiner alg unfere goren japfen , tnbem (Te nur etwag ubec 
nmn Sott, bie Jletnecen abec ni^t attmal einen Sott in bet Um ^«t»««' ©iff« 

gopfe« 



Q3on Um ßcrc^cntmim/ 51 

3apfcn iU&xn tüi^t 3at;r <m tm 95aum Untn, hi^ fl« öl)f<iafn, unl» 0iit> <in bec 
garbe von tcn fcifc^e«, tU t>fn (gflaitidi nod^ in jlc^ {)aDcn, W(^t ju uii* 
(ccfc^)cibcii. ( 

£)i< mit t)crf<l)cne ^««mcnforner (.Fig. 6. Tab. XXI,) gleichen un< 

fern übrigen Janöclfaomtn , unb bcfonbcrö bcncn »on b« göre, finb «kr fldn«, 
unb kpnben ftc^ berfdbcn Jttct) iinttr jcglic^xr ©c^uppt. 

Si}?i( bcm 2(u^mac^cn berfclben g^^)ct fc^)r (nngrocilig unb mü(;fam ^itr , well 
W €c^)uppen bcr S^^^ftn fel)C fe(l über einanber liegen, wie an ben Sic^fenjavfen, 
ijt mir bcilKr fe^c angenehm gewefen, in bem 96(len @(ucf beg ^onnooerifc^eH 
?S)?flgajinö m\ 1767, fmetc^jcö nebjl bem 99|len gtücf eine fel)r fd;6ne 2(b()anb(iin3 
t)pm Serc^enbatiim ent^)dU) eine 23orfc^rtf( <inj«(refFen, wie biefer ®aan»e rtm leic§* 
feiten ben Sopfcn ju bringen fei), welche mit ben bafelbfl fceftnblic^eii aBor» 
(en ^ie^jer fegen tvifl. „2(m feic^)(e(?en er&nU man feinen (Eabjit>ecf, nxmn mdn bi< 
„3<ipfen (urjc Seit »or^ier, e^e m«n bog @aen unternehmen tvift, einige Sage in 
,/a9Ba(Tec ertvetc^f , fi« auf 95reftern auötreilef , unb burc^ bie Sonne trodnen unb 
,/aHfpla^en I«f f, ober auc^ eten biefeg burc^ bie SBdrme »errichtet , bie fid^ in 
„t)eijfen Sr«ib^)dufern ftnbef.,« 

3n bemaö^ier juSf^ürnfcerg 1758 her«u%fommenen (gupijremenfenbanb j« 
^errn ?0?iaerg ©drtnerfejcicen , unter bem aßort Abies , flel;e( »om Sfu^mac^eti 
t>er Saamen au« ben gic^tenjapfen. „Um aber ben €^aamen ju befemmen , legt 
/,m«n bie 3<»pffu enttveber an ein gelinbeö ^<vitx, ober man m\i)t pe bie 9?ac^l 
,;^)inbHrc^ in SOßoffer ein, wot>cn pc^) fobann bie fc^uppigen gdc^^er ofnen, unb ben 
,„@a(imen leicht ge^en lafTen. 5)ie erfte 2(rt i|l bie befle, tvenn fi« «"f <>« f^*" 8«^ 
,/|u flarJel geuer gefegt werben. „ ©iefeö rooc^itc mit bem 5(u^mac^en bec 

@ 8 £er(^en> 



52 IV. 9lb^all^^l«t3» 

Eftc^iciijapfm «n^c^««. 5fn5<lffn ^alu toc^ t>k oben wi i(m ^lannoöerifc^Ktt !0?«> 
fiöjiit «inöcfii&rre 2(c( füc fcie 6<|?<. b) 

£)fr gerc^KttOrtum fvde^jfl in feljc faUfn 2anbem , mc^ccnt^clfg auf Q5frsj«n In 
©o{)»icn, (Schienen, tpcd, ©tf^crmacf, iSacnf^cn, iit t>?r ©c^weij , im J^tlpW 
Höf/ unb ül)crr)ait|^t auf bcn granjofifc^cn , @at)oi)fc^)cn ©ebüröcn, in Ungarn ouf 
Um (Sarpatifc&en @cl>örö«^ «n SKiiglanb tt. «nb leibet nic^jt teie^>( von ber gdlf« 
gciiaben. «i) (f:c txrbienet , bag man fic^> «uf beffcn ©eimefjrung mit atlen giei^ 
I<c(c. tvdc^jl berfelte, tvo nic^t id^ncüa, boc^> tvenigfTeng eben fo fc^nefl, alf 
tinti »on betten Detj «nö Defannfen S:(in9el(>5ljern, inbem folc^er tigroeilen in einem 
6f mmec 4 @(^u() unb brütet «uffcjf. e) (Et nimmt fall aöe^ €rbreic^ an , tventi 

folc^ie« 

b) €i h&t im i?crb<} 170« lep Hiti 91W Teinc JrtpfeH gegeben > inJctit bie brep in bcr fticjT^ 
fltn ®<0ciit) ftc!)(ittic 'J^iüume im Borkrafhcti&ct; S5n'il)jal)c fcht tucnifl 9&cr »iclm^fir g«t 
Iiic6tgfbli1f){t ; 21(10 habe hinen ^nfucf) mitbiefer äiutimacOmigöc^Saameiitf macöcii fiimcn. 
5(J) babe aber auci) feiifl beobachtet ? fa(i bic £crrf)«ibÄnme fel)r (lart äber «iit> öbcr mit 
tDcibiiibcii iDJihbcn beiqc nrnrcn/ iiiib bocb ftitic Bnpfcii ajifcjteH/ acldicS t>em jiir Slfibjcit 
«ingtfanctKii fc^r bäufi<icit, (Inrfctt unb falten Siegen jugefcl)ricbcti / ber oie!!«icl)t Hi auiJ* 
Pdiibeii bfrmÄmilicben^ölütlxti/ unö folglich bie f» ii6tl)ige35cfruc&tmi9 ber reeiblictjcn Slü» 
tl)cn BcrbiMbcrt bnttt. 

c) 5m Jjoctftift £iicI)(lÄtt; bCB Obcrmegiiig feilen £ercbeiibiiimc in j;emlici)er TOcitge |Ic^«it; 
füüd) im ijoefiflift '•Bamberg ni^t iveit mx ^Bamberg tti bcm fogeitannteu J^autfe^moer. 
5(Ö b«be mir 5Dlübc gegeben, umftSnblicfce unb suuerlÄfstgc ^Raclnicbten bdoon einjujieben/ bii» 
I)cr abernict)t<erfa()renf6n«en, unb »erbe, fo® Ott will! baä mir jugefornmcne Hrtcfjbringeif.- 

i) 1767. mi Srfibii'.br babc febr »iele jnie^iSbrigc 2ercI)enbSumc burd) bcn?fro(i eingebufl, bie 
micb unten uicbt micber antrieben. ?Rnr fcbr n«<nigc blieben an ben ©pijen gut. @ie 
mten ober «ud) fcbon oi^llig au^gefcblagcn/ b« mebr alß bie J>elfte oemJ^ornung feI)V ge« 
linb/ berganjc SKerj mib bic erfte Jp)elfte orm ?tpril fcbr Icibcntlirb ncreefe«, ben 17; n, 
«nb ipten aber naffer ©cbncc fiel , unb bic «Ri^cbte über I)cftiger groü bajii fam. ^iebc» 
nm§ icb noch melbcn, baß meine JcrcbenbäumleiH im bicfcm trofnen <5anb/ aber in freier 
eonne gegen SWittag lluiiben. ffiäre bic tait gegen sj^orben ober »ieUeicbt nur im ©chatten 
gewefen» fo würbe fchmerlicl) , itienigden^ Fein fo groffer gcbaben gefcl)eben fc»rt. 

176S. t|l ti mir in ebenhcmeibten Q5obcn unb £age tiiiebet eben fo gegangen , b« eö ben 
S7ten unb :8ten OTap «ocD (larfetf Ei« gefroren , roobnrcl; an benen, bie gut geblieben/ bie 
epiien »ermcbtet trorben , bocb aber Hic^t rceit binein. 

1769 i(l e« fa(l am Argffen gewefen, «nb HU »iel h"«bett ein, jmei>iunb fere»« 
jÄbnge «pflanjen «erloten. ®ie trieben ju meinem griffen sDergnögen, im Sribiabr ihre 
Ertnacin gani unoergletrbltcb unb lebbaft beroor / rourben aber burct) bie anfTerotbintlid) fal» 
tc aBapiiAcbte bingcricbtet. ä>ie £age »on meiner fercbenbaumpflaniung h«be fdjon aemel» 
ttt, t)a§ (ie nemlidj frep in ber ©onne (lebet. 3ch reill baber jebcm, Oer tiefe Sdnmc tit» 
})tn mü, iroljlmcinenb anratben, feine ©Äe» unb 5}anmfcbul an einer jftAngc geaen sOTitter» 
nacbt ober n>enig(len« «n einem bnrcb t)9^t «SSume aegen bie smitt«a*fpnne neficberten 
OH anjulegen. » ■ -v . 

mt. im SrüDJinfl »r&ieltt u. etücl Serc^eHbÄumlei« m Jpr»I/ bt« efenjefü^r ? <5cöu| 



fefc^« nur nit^f n«f , obct ßflc {u Itimtg unb ju fc(l i|? ; et lagf f?c§ «u^ Idc^Kec 
«<rp(lflnjen, aI5 bic mt>itn Jangilfeduinc. sOJan fdrt.bcn (gaamcii im SBiitfec /") 
cb« im gcü^)j<»^)r, fo txtlb bic grbc ju bcacbfiten i|T, in Mm', <janj ftidfte gurcft* 
kill, ftrew« brnfclbcn in g^^ocigec Sirfc l;itKin, unb b<bttf t fdc^tn mU fo weniger 
€rbc, a\i nui- imm« feijti fan. (?ö »irb fe^)c gut ft^n, wann man fic^ (»icfcc^ bc« 
£Rrtt(>ö txbttnt, bfc in bem «ben «ngcfiv^rfen 96fteu @<ücf bo^ ^annoPecifc^c« 
S)?agrtjiH< s«ö€6«n wirb, »cmlic^ bi-c ©üte te^ (gaam<n^ biir^ bai aSaffer ju <t< 
fotft&tn, unb b»» fonbeH »on bem gnfen abjiifonbern. ©ic aiifijcgangene ^fim* 
$en tvertien »om UnfrantaereiHiöd, unb bcc Olöum jtvifcfcen ben gür^fein ö<^flcft 
unb «uföefucferf, tveJ4)eö nic^it wenia jura ft^cöcn ^wnnjac^)r<» ber ^(Tanjen 
h(t)tmt. ©iefelfcen tvcrteu auf biefe !Kr( b<9 gunjligec aSiMcrung «nb gutem S5o» 
ben einen ^»rtlktt , ja ftjo^I ein<n ganjen (S4m& {»«anwac^fen , unb fennen fogfeic^ 
im ndc^>flen ??co^jal)c in jwcen (£c&b^ wci« Dleijien «nberr(;alb @^u{> »on elnaw 
tec t»crp(lanjt werben , wo fw ini fünfte gcu&jal^c (te^ea OJeibcit, um (Te 
ftl^bawn an i5rt unb ©tette in ge^jorig« SS3et(c »on 8 gc^u^en {u fe^en, 3uc 
Sfuöfaat (wt man einen «piaj $u wd^lcfl, ben bie ^«ne nur SKorgen« unb 2(benbl, 
Ric^t aber ?0?i«ag^ bcff^dmi tan, nxH fonflen »iel« aufgefeenb« ^panjen wicbet 
umfaKtn unb «ecbecbeu. 

® 5 «< 

1)0* waren, ©i« bcFamen «He » winfceti «lier »omSJieb mbttict, iii auf tie KrmrJe» 
«5* im f(&iii|}cn !ffiaci)öt?)iim pcljen. Dicfe |)«tt«n irfig ^ «'« W «1/ 

No. I. 41 tn ber ^>J|f 2, 10 «« Umfanf. 

No. 2. 40 < > 2/ ^ 

No. |. 40 u. I ()al&en. < ii » 

No. 4, 3g « » Zi l 

No. f. 42 > > 2f f 

Ko. <J. i9 ' ' 2, 10 

S'ie jlcljen «n einer 81nl)il)e in gutem liemficfi flarfen 53ot><«. , 
f) 3« •5>erbfl 176g i)a()e >cii au< aprcl crl^altcnen fer*cnfaflm<n , nad) ^era 9nraf5en tc» 
.ÖflunitjerifcficM 5K«ßajintf fdjon im «Kouembcr oiiigefaet. i(t mir folcfter aber »on Ben 
SÄÄufen tjcrgcffnit ruinirf irorbcn, bafi mir fel;r menige cier m f«'"« ^Pflnns«" »«mutljft. 
SDctjcnigc «ber, fo öbrig getiMeden «nb «nfgeflflnßfn/ i(l tc» bf" '«"9 «n()fllt<MP»n' ttomm 
mmt mHt »ert»Prt){it. 



54 IV. 5tbl)anl)Iun9. 

Jungen Sci'c^cnbdiiine »or tcm 5Btc{) unb btm SQSilb geffc^ctf fcijn ntufT«, 

3[rt bcm oben «ngcfüfjvtcn 99|lcn ©rücf beö ^annoücrifc^)cn SDJagajtn^ ftjicb 
Vfl«! fc^nedc J^ccanwa^fcn bcc jungen Secc^enbaume ju befJfbeni rtngernf^)?«, bcneu« 
felben im jeljenben obec jroolffen 3a^r, bie untern 2(efle b\€ auf bie ^e(f« t)on bec 
<?)6^ebc^ 95aum? abäHnel)meö, unb jroac ju feinec anbecn Seit, alö im3«"««c 
«nb J^ornung, bamit bie $8d«me »en bem Stu^laufen bec l;«r5tgen äSeflanbt^jetle 
feinen @ef)aben nel)raen. 

Svaupcn l;abe «uf bent Serc^enBaum ncc^i nic^f ängetroffen ; aUt foivol;! bie 
*Ö?at)enfdfer, alö bie fieinere fogenannte S8raac§< obec 3o&annt^fflffr freffen in ben 
3«()ren, tvo fte I;äufig ftnb, fltle Langeln ai, ba§ bie Q5«»me ganj b« |?e^en. 
^erc 35efmann vcvfi^ttt in feiner -Oelifcirtt ücn iy6s auf bec 83fien@eitc , baS 
fofc^e wn bec Dunfen SiaufCj unb »on bcm gref en Stdfec abgefreffen werben. 
5m (Sommer 1768 ^üU einige in Irennenbem @anb tinjeln fTel;enbe bret) 
@c^u^) ^)obc £ecc§ent)dumlein fcbc bid mit gvo§en fc^warjen 95aumldufen ht« 
fejt gefunben, burc^i tvelcfje auc^ bec SBac^öiljum berfeJben jlarf aufgehalten, unbi 
ben Langeln, lange t)oc bem 3{bfaflen ein gelblic^e^ unb fcdntlic^eö %nf«l)m t)ec# 
iirfac^t mocbeit, tvie fi< benn auc^> »irfltc^ »6Clig »ecbotben, unb im grübjafic 1769 
nicftt mebc aueigefc^lagen ftnb. 

S)ec Secc^enbaum mac^f einen fi^önen (Stamm, unb wdc^jT, wann ec au^ thv 
|eln fteljet/ gecabe in bie ^hl)t; €c fommt flc^ecn 3?ac^>ci(^ten nac^, in einem i\)nx 
«n(tdnbigen 5Bcben/ unfecen Sannen, gierten unb ^otm in i^tm (Tdrfflen SBac^g« 
i\)um gleich», ^ecc Don Cfdmöi »ecftc^erf in feinem <c(t 1768 ^erauggefommene» 
Traite des Arbres Refxneux Conifcres (Slbbanbluug Um tmti 3apfenlcag«n< 
bfn ^)ar|bdumen) im ©r«Hbünberfanb£«c(^)«nbdum« flefejiett {u Jjaben, bie mel)c 

■ V ■ 



Q3on t)em Scrc^cnbaum. 55 

iso ©c^uf) Iii Umt öfmcfTcn. €Dfn biffe 9?ftcf;ri<^t wirb öo» b'nUn anbfcti 
Dcjlattigct, S^Dci: iii bcm üielfdKtßcm ©ebraiic^ tcc JP)6l5ct: ü^cctriff int gerc^cm 
taiim oOcnknaniifc SSdiime um fc(;t oielc^. 

3um Saiten tjl bcmfclbcn fein (inb«rcö ^olj eorjujietjen ; tragt weit me^c 
ali tciS &d)inl)c>\'} , ungeachtet cS leichter ali bafTelbe, unb fid) wie fect>ö gegen 
fieben in ber Scl;rocl)te gegen fofc^eö Hv\)äU. 3""' 55au« unb ©c^reiner^olj, wie 
düd) jum (?c^)iffbau (te^ef baö Sannen* unb gürenbolj benvfelben weit nach, tveil 
eö ben SBücmern gar nicht, unb ber gdulnig nicht leicht unterwerfen ijl. 3m 2Bap 
fec fett eö noch langer au^^alttn, als an ber£uff, unb fteinhart werben. JKach 
^)errn t>on CfdjuOi Bericht wirb ei im ©rauDunbner Sanb ju Srnnnrohren geDrauchf, 
wie auch Ju genflerrahmen, mit benen bafelbfl ein ^»anbel getrieben wirb, weil fte 
nicht leicht oora Sffietier ober ber £uft angegriffen unb jur gaulnig gebracht wer» 
beir. £ben biefeg melbet bag gpflc @fücf beö ^^annooerifchen ?i)?agajtn^, worinne» 
auch baffeibe ju fehr guten SiÄühlwetten, jn ©achrinnen, unbjn Dachfchinbefn aw 
gepriefen wirb ; jZBie auch, bag baö 6o(Tntjer Soucilium butii^aiig von liefern J^oli 
erbauet , unb unerachtet folcheö fchon über fönf^unberf 3ahre flehet , noch atlif 
baoon ganj gut fet). 3n ber (gchweij unb in 2i)rol braucht man baffelbe jn Wim 
faffern, in benen ber SBein (ich fehc gut hatf« fcß jroetjcvlep Serchenhoij geben ' 
weige^ unt) rofhe^. ^erc t>u •^«mel fagt in feinem Traite tJes Arbres et Arbu- 
fles : Sc heite in ber »ßroeence refheö unb auch weißet ?erchenhoIj gefehe«, wo»ö» 
tai rofhe hoher gehalten würbe, unb h«räiger ju fet)n fchiene. ^err j^runct ju 
BrJan?on, ber an ben ^)errn ö& -^amcl be^wegengefchrieben, berichtet i^m, bageö nu« 
eine %tt mi 8erchenbdumen gebe, «nb bie ecrfchiebene garbe bei? ^ofje^ eon bem 
«erfchiebenenSflterbe^ 95aumg herfommc; ^ttc oon Cffbuoi fagt ebenfalls, ge» 
be rothe« unb weifet, wooon ba^; erflc, weil »iel harter, borgejogen würbe, 
JDag rothe fommt, wie er für gewig f^äU, von einem alte«, ober, weichet ba« nem» 
liehe fei), »on einem in magern unb burren Soben aufgewachfenen 95auni, baöweif« 
«ber öon einem, ber in feuchtem 95oben gejlanben, SnbefTen fönnfe e^, feiner CWei* 
nung nach, boch fet)H, bag bie jwo t>on J&errn SKiKer angegebene Sorten Sio. i. 
nb SÄo. J, bie in ben 2(lpen uBtec einanbec (tünbeit, jwe^ecle? •?»oli h«t««- 

3c^ 



56 IV. 5ft)l)anMuitg. ^on t)em Ser^cnbaum. 

|An$ roci^; uiib weite 3al)rf tjaf ; ©ie @<iun ' (inl> ji«mlic^> rot^ ntit fe^c Hcincii 
5n&rfn j t»ciö mifftre ofcct ber @p(int tfl cinc^ flcincii ginjerg bceU, ganj wci^, 
mb \)at ölcic^faöö fef)r «nge, ober fteine^fl^rc. 5>iefer 95<«ini t" ttodmm httiu 
nenbem Coiib , mitten unter g&rcn flejlanbcn. 2(iiö bem Serc^enkuav f(in burc^ 
synbo^ren ein Jerpenti« öejo^en metbe». 

2(u^ Wirb bec £ei-c^enfd;t3jümm in ber Strjnei) getcanc^t. SDie Ditnbe »wi jitit* 
uen £ecc^«nl)dumcu bienet n<ic^) ^etm oü >^ßmel, flatt bet Sic^^enttnbc jum Seber* 
aerkn. 

SD?an finbef ju Siibc beö S3?a9 ober im ^uniu^ an bc» jungen Sroeige », f fein« 
»cige unb njeirf)e Äomec eon bec @c6g« beiJ Sorianbetfuamen, »«cld^ie eiiw Sfct 
»OH SJJftnn« (inb. 

23on bem fcaenanufen fcOwÄrjen 3?ovbaraeric(inife§en Xetc^enbaum ^ Snglifd^ 
The American or blak Larch, granjSfIfeb Epinette rouge fan OUÖ eigfnec (£c# 
fa^nniij nic^t^t f<i3cn. ()a6c gapfen ße^toiit,^ unb b<n @acira<n nw(;E «fg ein* 
lUfll (iii^s),<fäet, tvclc^ier mtc nbetr 'nk^if aufgefangen. €c foH nte^t fu groß iin^ 
^acf »erben, <it^ bcc gemeine £er(^>enbaura, «ber ein fc^ir tvoI^lriccOenbe^t ^arf 
jrf)cn, t»e(c^c3 bie Sßorbameritfluifd^cn ülfigionm-icii in benKauc^faiTeru brauchen. 

See oben befc^riebcue große, »ielfdltige unb juoerlagige SRu^cn beg Qemeixitn 
fsrc^enbaumö;, fodt« unb wirb [ebctraann ^)off<n{Iic^> onlocfen, bcnfflben auf aüt 
mh<i\ici)i QÖBcife ju fdcn unb ju vPanjen, um fo ttielmc^r, alS tatutd) ber ganj na^e 
?D( flnge [ beö bet^ un^ fa(l »ottig ou^gcbenben Su^cnbolie^, am leicf^teflen unb ht^m 
«rfe^ct nserben tav, ba ber Eerc^eiilximn md^t bie Reifte fo Diel geit iraud)t/ ein 
arnjOarer «Stamm ju »werben, alö bie (2ic§e, unb boc^, bie gsuc^^t MSimmma, 
fflU ebttt bie ©ienj^e, wo Mie^t iwe^ me^jrere i^nt, biefclt«» 



57 



©ie XVII. ^upfertafeU 

fl. ^<*öt ?«(fi<n(lcrti!«(«n 5 männliche QSlüttn ttom 21 Sfptll 176a. 

b. Dr«9 Hidiinlicl^e 95Ju(«n »om 22 SKpril 1768. nxlc^i? anfangtn ju (Irtu&m. 8(1» 
tUfem ®tcdu§(ein i(l (\U(§ ein fc&c flu^ge^otr«^ Sapfen. i. SBer) 

A ift t>tt SWnfang juc wxtMlc^ifn Q5Iü(f oba* grü(l)(Uin ju ff^m, welche Ua 
£an8«lfn5pfen gteic^jcn, nur baf fl« tnnttjenbtg rcf^ jtat( grün finb. f5f9 

^. flnb ^itt dUttt gruc^tlein tu fc()en, nemlic^ an btni rlnent Sroeigltin \mtt 
tMtt>tU uiib bcm anbecit jtvti; (jod&rot^e. SDie üttlgen Sn5pf« an bUfen b^;«^^ 
Swnslftn ffnb Sanctlfiiopfe. 

2)ic XVIII. ^upferfafel, 

SU'fec 5it)ei3 Ift »om 24 2(pcU 1755. «nb t)at 6(p 

Smige 3apfcn, beo i. alt« 3a|>fcn unb Ut) c, radttnlic^« f&lüitn, bk t<»< 

©IC XIX. ^upfcrtafel. 

rf. <?tnc <in(ö< mdimltc^e SBIüte com 6 ©?ai) bi< feinen ^twh mt\)t In jld^ (ia< 
«. bitfc Q5Iute burc^jfc^nitren. /". Sinjelnc ©tautgcfdfTe »on brfoerlc9 ©eittn itt 

eecgrJferr. 1. 3(1 ein Diircbfctjnitt öoit einem iunßen 3apf«n oom 24 2ipcil 
C Fig. C. Tab. XVIII. 2. liin foIdSiec Sapffn , tvooon bie ©c^uppenjunalein * 
ötgenommcn werben. 3. Siefer gapfen in bec SRitte abaebroc^w, wie er t>on 

cUtt 

•) 5^ie (?cfMirpcnjiV.igIem bei' ttrcficusfipfeti fiiiö «nfniig« iiocft eiiimaF fu lang/ bie @a«' 
menfclwpptii . nuum aber Sie Snpfcti/ »oiti 3""ii'6 «»' »luf i'l;i'e »ülif8iiim?nc ®roiC ju 
U'acftii-ii, fü gel).';! Die (gaaiiunfcl)iiP|)Cii i'ibt'r Die ptitigldii hinmi^/ 04 luciiig et>ei' gar 
tlictt^ mdjr »PK icUI;cii juf«l;(il ivie Fig. E. F, G. H. 1. K. jcififf. 



\ 



«bcn 5>ineir. ßnjufc&m. 4. ©^uppfnjangtcin. 5. £inc ©öftmeiifc^upp« mit 
fcindJ (gd^uppfnjungfd«. 

D, €in im SSSad^firn iKgriffcntt gapfen »cm 28 OJJat) 1760. 6. S5cct) @c&up» 
tfon »icfc^Ubentn Otiten ^ »oöoii bU eine ©c^uppcnjöngletrt ftidvdctj 
7. 8. Sin ©c^upipcnjiiiigkin von bec »orbccn unb feiiiftm @«i(e. 
Sin gapfcn üom 18 3unii. 9. Si«« @<^iippe üon bec tnncrit @<ift, 
10. 2>iffe @c$up¥>c 00» bcc duften @cife o^nf (ScftuppjnjünflUitr. 

S)ie XX. ^upfertafel 

jF. Sin 5<ipffn, b« »pßtg ou^3cw(»(i>f«n unb eine Dffenb<re ©cof« ^laf , mU el* 
mxa lungen Stieb 0. t)cm 8 3ulti 1769. i, Sin fofc^ec 3<»Pffn in bec CKi«c buc(§» 
fc^nitfen. 2. ©iefcc 3«Pf«" cnfjroeo gebcocften , wie ec eon unten «njufe^en. 
3. dergleichen ecn oben nnjufeben. 4. €ine (Sc^tippe t>on bec iiiiiecn (Seite. 

5. DergUic^en »on bcc fluffetn €eite rail ibren ©c^fuppenjünglei«. 6, (Ein gepugel' 
Ui @.iam«nfocn. 

G. Sin 3(ipf<B, bec nun D«lb reif wirb. 2?om 6 3ulii 1760. 

£)ic XXI, j^upfcrtafcK 

H. 1. K. ©cey lettlgf 3<»Pf«"/ »oöcn üT. erfl feine 3"('ö«n3 erlangt, t>om 
10 SRooemb, 1760, Eig. H. 1. aber ftnb üorjdbrige 3apfen. 

a, h. Sin Durc^fc^iiitt üon jween jfttigen Sapfcn. c. Sin reifer Sopfen eon 
«inanbec gebrochen, tvie ec »on oben aiijufeöen. i. ©reo tfif« 6^uPpen oon ber 
iiinern ^cite, 2. 3n)o@c^uppen oon bertnnern ©eife, wobon tie (^oanien fjcc*- 
mi jlnt'* 3- ^'^''Q ^^c^iippen »on ber duffern 6eite obne g^mppenjüngfein. 
4 ©ervjliic^en mit ben g($uppcnjünglei!t. 5. 3W9 Hof« ©c^appenjtinglein. 

6. gmif reife (?o.omen mit i^ren glügtln. 7. Sin glugel o()iu ©«amen, 8. günf 
teife Sflauu-nfornet» 



/ 



59 

V. 3(&&attb(uttg 

tDtlöen Räumen. 



^aä)\)'Mt^banmi ^rammetübeerbaiim o^cr ©tauöe, ^th 
^olbec/ 3acI)anDe(baum / $JclDci;pi'e|Te, ^ciieiböiim/ md) Dem ^errn 

nifd^ / luniperus ; frrtttjöfifd(> Gencvrier ; c«3(ifcl& 
The luniper- Tree, 

S |"S©ac^f)eIt»ec 3e{)6rtun(ec b«g 3Jabcl(;olj, ob f(^on folc^« jwac fe^rfcUeii 
^^►''^ ali eiii 5?aum, fontcni me()Ccntl)eUö luic öIö eine @(aube, obcc gac nuc 
<il^ ein @tcöHc^ angetccffen tvtcb. (£ö ()at bcrfetbe f leine, für je, (leife unb fej»c 
fptjige ^Kabeln, ot»ec S:a«äe(u, oon einem nic&( gac let^aftcn ©iiin, mldjt ec ba* 
fianjc übcc t)e()dU. 

öie tJier ooc^ec öngefü^ckScingcItdume, biegoce, tanne, gierte unb bec 
£erc&enbrtum ftnb 3ivit(ec, ebec ^»ermap^robiffcn , äii benen ncmfic^ btc Dei)beclei> 
@eftf>lec^(e, baiJ nidnntid^e unb brt^ weibliche «uf bem nemlic^en ©tanint angcftof* 
fcn roerben. ©ec i2Bai:^()olber aUt fjcit bie jrocijecleij @efci>(cd;te auf oei-f4>icbencB 
(Stammen. 

5>«iJ «Wdnnlein \)at tUint auö @c^uppen jufamnungcfejtc Snopfletn, (a. ^. c. 
rf. Tab. XXII.) ani benen (t^» bie ©faubgefrtffe beftnben, bie (Id), nac^ bec a?i(* 
tcrung, fpdt ober fciil) , im 2(pi il obec im 9J?atj6fnen, unb bCH nidnnlic^jcn @a(j» 
«Kuj^aub in feljc gcoffcc SKeiige Pen pc^^ geben. 



S)U wdDltc^e 55Iuffn finb tkim, unten runbe, oben mit trc») ©fcmpfeln »ec# 
ft&cnc iKiiopfloin, welche fic^ l?«cnac^ in bic grüc^te öci'Wanbcln. ©icfegruc^jte ebcc 
SBccrc brauchen jweo Safere 5« i^vtt Sfitiöung. bleiben tai erjle 3obr 9ru«r 
unb befcmnifii frfi im jisepten ibie fdjivarjblaue garbe. ^B.) @ebt^ ^iik 
nebmen brei) jabre ju ibrcr 5fiti9"n3 £)iefe aber muffen bie in bem ffetnen 
Sncpflcin C-^.) »erfc^IofTeiie ®iiUfn baju recbncn, »elcbe im @otnmcc öoi: bec Otf* 
nttng bec »»eib(ict)en SBIutcn ft^on ju feben (i"b. 3)^tt Sfugfäung unb 2(npflanaun0 
iec jffiacbbolbec wicb fici) nicbt Iclcbt jciiianb eiiilftlTen, (gie wacbfen aber tsoin ®aa» 
itien in bem aflerfi^Iec^telTen unb burreflen^ Stben. Die aBni^bolberrinbe bat bi« 
unb wtebec »iele KifTe. ©ag j£)oIj i(l woblciecbenb unb fcbon tott}, wann eg fcifc^ 
i{t, cerltebrt aber mit bec 3«'* t>i«l »on feiner garbe. SSon bem 9?u{en biefe^ ^oU 
Id ifi tvenig t" f«3<" / >wan baffelbe fcbr feiten ecn einiger @tdrfe antriff. 
SDod^ werben Srinfgefäffe jum Q3ier borau^ ßemacbt; bie man augpicbt. Die rei# 
fen SBocbboItfrbeece flcpff man mit ®tecfen im ^erb|l auf niifergelegte Jücber ab, 
«nb mac^ft aüi fclc^ien einen guten ©ranbroein, »on bem aber bo^ £)el «bgefenbert 
tverben mug, tvelc^e^ fonjl febr ßefucbt unb in jiemlic^ien 5B?ertb t»ar, jejtabec 
faum mebr aniubringen ijl. 3D?an flebet awd) aai ben 95eeren eine Safwergc, bi« 
t)or ben SRagen febr bienlicb fci)n foll. @ic bienen ferner jum Oiducbern in 
ten gimmern , wiewobl ba« angejunbete Sleifig einen angenebmern ©erucb giebf. 

Unter ben fremben ©orten »on SBacbbolbern foflen einige {iemlit^i flarf« 
Säume geben. 

Sßcn biefem b«be N. 3. bet) J^errn 93?i(ler luniperus Virginiana, ben SSic» 
ginifcben SBacbboIber ober Seber , ber nun bretj 3abr im Sret)en ouögebalfen, «nb 
itwae über jween @cbub b^cb ifl. ©ie SRabeln finb ai^t fo fleif, feiner ; lanflej 
unb grüner, <\li m unferm WS(\^^i>\Uu 



A>= »v>= 6l 

®ie xxil, ^upfcrtafeK 

80 2(pri( 1767. 

©crgleic^icn e(W(i« a/fcc. SBctn 7 S)?a9 1708. 
c. ?ßo4> ein @(c«uf Um mit nidimlicfjen fglütcn , W([^t fiatJ t)<r(laui«w, 
SSom 18 ?0?ai;. 

ti. SSöttig ecrflautte mdnnnc&e fBlattn, ik fcöon atfdlTfn. «Sern 26 2)?rt9 
1770, S3on ber mM(^en gruc^f jelgm jTf§> an imt) Wai^^olbetßtdu^Uin ittt 

A. bic noc^ in Änopflcin »ecfdEdoffcntn WeiBlic^cn S5(ü(eK. 

j?. gtiget no* unreife 2Brtc^&olt><rl'eet:e, bte etjl im fünftiaen (Som'mec |eUf« 
0«n. 2?om 2 swdrj 1769. 

C. ©erglelcfeen tvelc&c noc^ in biefem3ö^)C jeKlfl n>cct»<n. 85om 3o3(|>ti( i7<57» 

£*. 33oni9 reife gSac^bclberteere. 

1. JDie bre») in ben 8a3a4i(;oIber6e«ren fcefi'nblic^e ®«amen, tt)te f!e «n einow 
t!<c flehen, ©t^tveilen ftnbet man flatt bretjec ©«omen nur «inen einifien; mWt 
«tet »on gleicher ©rofe \% oXi bi« bre^ |ufamwen f(nfr« 

3. unb 3. Sinielne ^aamen. j 



3 VI 



62 



Vi. ^^^aiibUiug 

ijon Den 

n) i l & e n Räumen. 



!X)er 5avu^/ ^avbauni/ tie ^ibf/ tie 3fo Iatemif<^> Taxus, 

fl-anjofifcf) If. (2ngljf4) The Yew-Tree. 

er Ja^-ug sc{)ort untcc bic ober 9?ab<Ibdumc, uiib Jtvac «ntei: ble 

j&artcii, unb bfdbf bnö ganje 3al;c gcü«. 
Sic radnnlic^icn imb weiblichen !Bli5(e« ftiib, njie |6eo bcm 2Bo(^^)Plbcr , ni^t 
öuf einem @fönim \><r) eiiianbcr, fcnberu fluf oecfc^iiebeneii (Sfdmmen anjuti-effeii. 
-C>crr £0?iacr uiib ^err ©u ^)fllne^ fagm jwar ba^ ©cgent^eil, iitib if? ni^t$ 
mmb$Ü<^<^, ba§ eg auch S'^i^f^'^ ""f^"^ S^ajcuö gcte, @o »i^fe ich f'&cc i" 
tcrfiichen bIc @cle9enl)cit gclxibf , fo h^te noch nie bte jweyetlct) SBlütcn oiif bem 
nenilichen @tamm «ntieffcn tonnen. 

Sie mannlichen ©Inten {a. b. c. Tab. XXIII. ) flehen mit ihren ©(rtuDae* 
fdflen in cnnMichten gdjlcin bct) einanbcr, unb ofnen ftch im 3(pri(, fjnb aber fchoii 
im 2(ii3u{l bc«: ooihecgebcnben »gommec^ <in bec ©rofe Fig. ß.) ju fchen. 

Sie weibliche 55lutcn ; ftnb einjel» , bcjichen aug einem ©tempfel 
mi( eincc ftumpfen 0?arbe ohne ©riffef , unb finb bec ^(nfang »on bec gcuchf. 
(jB. C. Z?.) Sic reife gcuchf ijl eine faftige 95ccre oon fchr fchonec cothec %<xx.U. 
{F.") Sicfc Seece flleichet fafl einem SQdpflcm, worin bie ©chei jterff, iflabec 
jiemlich tief hohl / «nb jetget unten auf bcm SSoben bag (SaamcnEocn, (G. H, 
Tab. XXI/''.) weichet «ber auch btö weilen nbec bie Seece herau^flehet, unb alf* 
bec Sichel/ bcr gtgiic nach, fafl ooatommen gleichet. 

Sicfe ?5cucht reifet bei? mß ju (£nbe bcö ^uQüfli, ober im Sfiifong bc^! @ep(em< 
pcc^!, ba bani! ba^ SfiiinienEoi"n(i)bcraugjunehmcn, unb in guten nicht atläutcofnen 
©oben an eine etwa^ fchattigte ©teile ganj feicht.ju fden/ ober ju legen ift. See 




VI. 5lbI)attMiing. bem 5öj:Mum. 6^ 



©öflttic Qcbtt Bisweilen Im erflcn, mti^eai ohtt im iMtj^Un auc^> mU Md) ecfl 
hn tintun gcül^Ung auf,- c5 mag bcrfelbe in bei- Q5ccrf, ober nacfcf gcfact werben. 

5Die 35ffr« W man fonjl, »le ben Qcinim ^amn, »oc giftig unb l)hd){l fc^ab» 
lic^) 8cl)alt«n ; man ijl ab« burd& bic Srfa(;nin3 üfcericust »roiben , ba§ bcm nic^i 
fcfct). 

©er ^aft t)cn beu 55cci'cn if^ fo jdl) unb (ktric^/ bag ic^ glaube, cö'fonne ein 
Sßogetleim bacauö gemai^t werben. 

©er la^ui md)^ febc langfam, unb ic^> ^abc an einem @tücf , tjcn 13 3öt» 
t<n (ben JKucnberg. ©c^iufe |u 12 Soften gerec^)neO im Surc^meffer 150 SJinge g« 
Jeblcf- ©iffct* Sa^ru^ war auf j^flff« gcwac^fen, wefcljeg oicttcic^)! bie Urfacfje fei* 
ner aufrcnjrbcntlicf)en ^cenfricität (ungleiche Entfernung be^ Umfangt com SKitf 
telpunct) mag geweftn fetjn. (SÄijl an einem Ott ber ÜÄittefpunct oom Umfang nur 
fünf Sott, an einem anbern £)rt aber bei) ac()t 3otI entfernt , unb uberbnuptö bcr 
ßanje Umfang febr ungleich», inbcm er balb ein« 2(mSf(b»«lfun3 macbf/ unb balb 
(leb lieber einjiebcf. 

Siefeg fo langfamcn SBac^fen^ ungcacbtet, vetUmt biefec 95anm angepffanjet 
in werben, weil berfetbe nicbt nur U^t fcbon «nb bicf vonSangel» welche ben Jan» 
geln »on ber weiffen Sanne gteic^ien/ fonbern aucb fin ungemein fcbSn rctbeö/ f<* 
(leg unb barfeg ^olj ßicbt, baS ftcb ju @cbreinec< unb Srecbölerarbeit fcbr wobl 
braueben unb »ortrefficlj poliren la'ffet. 

5)er Zapui wacbfl am bejlen in gutem/ nicbf atljufcofnem ©obeuy unb iwar 
«n iSergen auf ber g)?itterna($tfeite. 

3cb weig;nicb(/ »ag einige bewogen/ mi« bem ?a^rug unb ber ffibc jwctjer» 
le») 95äume ju machen, giebt jwar bigweilen einige bie grolTere unb anfcbnlicbc^ 
ce Sglrtfter baben, a(g anbere. Siefeg mag aber wobl 00m belfern unb fcblecbtern 
©oben bcrfommen. 

©er berö[)mte J^err ^rofcffoc ©lebitfcb giebt in feinen öernitfcfiten ()3bi)ftcatifcCi* 
95otanifc^;£)cconpmifc^en 3?acbricbten im j weihten Sbcil ®. 42?. jnjft)cr(ep Sa.i:ug 
an , iTfmticij ^en ^talidnifcben , unb ben £)f utfc^en wilben , nielbe t aber weiter !ei< 
nen Untcrfd;icb, alg bag ber ©eutfc^e bie äßintfc beffer augbaure, alg ber 3'«* 
lidnifc^e. 



64 



iDie xxiii. :^upfertafel 

a. ^in Sweigtdn mit noc^ ganj iuiigeii mdtmlic&fn ®{u()fn&pfm , Weicht öU(§ 
fc^on im SuHug, üoc i>ci: in fuiiftigm gru|)j«l)C «tfolaen^cn ^Xfnunö, ju festen 
nnl>. 95om 4 Sfugufl 1769, 

&. ©ecgUic&en noc^ «(tva« sefc^roffen unt c- Ut tJottig jjeofiufe mdnnlic^« !S(u» 

^. <£mt miUi(^( Q51i5fc obcc gcüc^ttcin «n i^trtm Siveialcln. 2?cm 20 SÄrtO. 
I. bcc fliig t»cc ^)fi(fe genommene ®aame. 
^. ein gcofccc^ gcuc^ffeln öcm 28 ^at), 

C. (£in noc^ d/fcc^g gcüc^dein 00m 26 ^ulii. 2. ©ec aug bUfem gcfic^tUt» 
herausgenommene @flame. 3. £)as! innere »on bicfem ©aamen. 

D, flfJoc^ eine mtl)t ^eran^enjactifeHe J^ruc^jt an feinem 3»ei3/ woran auc§ bt^ 
E, eine fajt jeittge grucfet, welc^ic fe^wn rotl) wirb unl> bep F, «ine oottia tot&e 
ober reife gruc^t |u fe{)en ifl. SSom 26 {Uugujl 1770. 

Die XXIV, Jtupfcrtafel 

G. ®n 5itteig mit eter ganj reifen grucl)ten. 93om 20 £)c(o6. 1755. 
^T. ffine reif« gruc^f eon oben aniufef;en. 
1. ©ergleicben öon ber untern @€ite. 

a. €ine gruc^f , an tvelc{)er bi« ^«ifr« eon ber ^Älfe iDcggenommen tvorbe», 

b, ©er aus b«r ^filfe genommene reife ©aame. 
e, Sin reifet ©aamcnforn b«cc^)fc^ni(ten. 



65 




VII. 5l^MnMuu3 



son bin 



nvilöctt Baumen. 



©er Sebenöbauni/ l)ie Thoya , iatcinifc^ Thuya, fran^oflfcö 

Arbre de Vie. gn^lifcl) TKe Tree of Live, oDfC The Arborvitac. 



yec '?fljcn^6aum Qthottt unter lie ittinifröruncn, un<erfc^fibe( ^d) üUt 
Von UntHaXiiU oXittt.avintW^blietn borlim, ta% n Uim tiQtntÜätt fSlaUln 
ober Langeln, foiiberii Meine gleic^fam in einonfcer gcftecffe (Vijifle ©lattcr 6af, uivb 
.^te mit feieren &efeäte ^tiel'e im erflcn 3a()c itreö Sffiuc^feö breif ßcbrudft (Tnb. 

£)er ncniUcfee S?tamm^ftt mdnnlic^ie (c.rflb,.XXT.)nut»n)(ibli(!^)e ißliitcn, (ß) 
ftbei" oon etnanbec abgefonbert.. 

£)ie mdnnli(?)en SRIüten tilben tIeine oöafe unb fc^iippic^te So'i^feiit. (b. c.) 

©ie njeibli(*en 95Iufen Heften «n ben Sicfefeln ber SSIattcr, ober «m €nb« .tiec 
Stvei^C/ aiig roelc^ien bte {"jtüc^te ober jAPf«;« er»a(t>ien. (-^o 



1) ©ie ganabenfifcOe , welche h\iUt ItVf mi tefaniK fieftefer, tafefniftO 
Thuya (occidentalis) ftrobilis laevibus, fquamis obtufis. Linn, Spec. Plant, 
iinb Miller, ofec Thuya Theoph'rafti. gnslif^) The common Arbor Yitae, 
.graniöjlfct) Arbrc de Vie de Canada. 




fflSic ^aben jtve^ecleo @.o«eii Don iec Thuya. . 



3 



2) Se« 



6€ vn. §{ef)anblun3. 



5) ©cii d^inefifc^cn ieUn^mm, tcffcn (^onnieH aiig^tem iiocßlicßeti (li^im 
iütd) bi« SO?i§ioi?flricn ßcbrocfet werben , la(cliiifd) Thuya (orientalts) ffrobilis 
fqnarrofis, fquamis acutninatis reSesis. Linnv Spec- Plant, ober Thxiya ftro- 
bilis UMcinatis, fquamis reflexo - acuminatis, (Eiiaüf'^? Tlie China Arbor 
Vitae. gmiijofifcl; l'Arbre de Wie de la Chine. 

5fficil mir hxv fcjf*,bcii ic^ 1759. taS erftcmdau^gcfdcJv ni^t meitet- hxtannt, 
f0 tvifl tin Unicrfcfctcb' jtüifc^sn bcebcn nncö lern oben bc^ bem £erd/enbflum fd)o!!^ 
aiigefubrten J^crni Sparen »c:i Cf4>u&i *) pa(t..9S' fe^fii» „25fC erflc, ncniüc^ 
ticc Sanfltieiifif(4e, trogt fleine längHcfec Jopfei», trcfcfee niiö bumtcit, ebenfoW 
lisigHc^eii @ci)uppen bc|le(;cn, Me fafl fltfe »on einerlei) ©reffe flnb, fo, t»o6 bee 
gapfm cben ctmo^ SUÖcRunipff ifT. ©iefe @cfeuppen entbalten febr!l«ine, f{ad)i, 
jngcfpiste unb gcflügeftc gaamen, bie ;fo l(ici>t pnb, bag fle ton tem äcringjl«»' 
tlnweg gcbkfen »erben. 

©er e()fnf(»fc§f rimb? Sapfm, i>i>n bct ®r5fc einer Sfuf?. **) 

ttlefe , ben @'t)preffenfruc§(en fe&c abnlic^e Sai^fen , Belleben eini; MiiQtw 
U^in ®{^u^^vcn/ »en benen bU miuUre oben eine trumm jugefpl^te (grbobung; 

9) Tnhi des arbü'es refineux eoniferes. ä Metz 175g,- -g. ab?)anl>IÜttß »Oll bcn IjÄrgigett' 
55äiimen, bie gapfen maen, mmn tiefer Sliticfcl «u^aRiUcr« ©örtneiiejiicon dbcr« 
(«jt / unb {»tntcn feine eigene 58eo!>acI)t«n(!cn ange Wngt wutben , welche i<S) mit mim 
Sßerflniißen gelefen. Pag. 197. wltii üon bcn epprejTen angegeben, tag fpiclje im Octö* 
hx m (Eilt bev SSjundn vunbe Äüneicin hätten/ auS ivelcOcn ficfi im fitiifrigen Srül)» 
_y jflJ)t bie neuen aSurjeln »etlängetfen, ivelcSeö aber nid;r gefd^ieljet, wann biefeiÄnftpfr 
lein tueagenoinmen ivcrben. €r glaubt , ti mWtt (td) bei) allen [^arjigeti '-SÄunien 
»ben fo, nnbfeoe boljer fiuffetf! Biel Daran gelepcn, bie ^atiUnmt, mnn fie noct> 
flein, mit ganjen unb unbefc&äbigten aBurjein , «Hb wann (ie etroaä paif, mit bem 
^aBen ju »erfeßen. Oc^ babe biöl>er »ernac&läpigct, j« urtterfuc^en/ ob bicfe« mni(i^ 
«ucb bet) ben anbern ^aijb*«inen jutreffe. 

I>te it!) «H« Cnaeflanb e)(&«lt(n/ w(ir»».»ii3ffS|?r r»H »in* feijr fUiiw ^»flfeinus. 



\Md}t. (7- 8-) Sief« '&dfüppin mthalttn ftacfe, gfditjfiitic UxnaUd^t @aömniforR<c 
ü^ite glüiJfl, (9.) tu oben «ine uinacbogciic (?pi|e bcbeii. 

©i« Sfefl« »on bcc ganflt><nnfc6<n Thuya ftf^cu jwmlitO weit Oett cliMiibec. 
©i« öoii bcc <r|Icn iinb iw«tf<ii örtmung nwcOcn mit bcra gtontm eine» fe^t 
otffncn jlBiiifct/ unb f nbigcn .Hct) mit «iicm Icugcii Sricb, txr «tnec @c^«uc ij(etc()ti 

©te 2Icfl« Bon bec C&inefifcftcw Thuya (leben f«l)c eng an eliianbec, mncöe« 
mit bcm @(amm einen fe^c fpi^lsjen jZCmfcI, uub cnbisjcn ßc?> mit Swcigcn^ bie 
äfften bem (gtamiii ju ftc^cu. /; 

Dec @eru^ bcc 25Iflttec öon ^ eebcn Sftten' fcH bcc nemlic^e fe.^n. ^i<S) hm 
ribcr an bcc 61)ine(tff&^" fei'ien mectiic^cn ®crud> fpuren; t)icfleic^>t ijl fi« nocjl' ju 
jung, ©eebec J^^clj fcß vm orofTem 5Kii§cn fci)n, «bfonbeclic^» ju Spfdlwi in bec 
Ätbe, ei5 fe^c lang auö{)dlt, o^ne ju occfaulen. 

^ie Sonrtbenfifcfee ttac&fl in einem bemfeflien anfJanbigen Sobcn auf tt(t)^l$ 
Qd^ül) 1)0*, roie i<f) bmn bcrgUic^en auf tm^üvnbetQifd^m^crQfdh^ .^oUafldn 
in gutem aber trocfenem *^5cben gefcben, ber babej) n»<i) x'm tJer()dltni^mag!3< 
^i(fe batt«, aber fc^on öoc »iclen ^a^ren tingegansjcn ijl. 

3Der (gdjitebifc^je ^iftc S)?rofe|Ti^r Krtttn QitU \n feiner JTJorbamericanl'efieii 
gfietfe, brittem Sbeil yag. 474. bie ^b^s tefTelbcii 5 bi^ 6 Slafiecn an, aber nur iti 
,8u{f n unö naffen Soben. 

gcifc^« ®[dttec im (D?orfcr jeriroffcn, mit (gcömein* ober anbcrem geft i>tt^ 
inif4)t, unb ju einem (dxti) gcfoc^jt, roicb «I^ ein feljr tieiilldper Ueber|c&lag bei) 
r{)et?matifc(!c« (gcljmerjen gcrubmt, njte auc^ bcc Scanf oon bem abgcfottcnen 
Slötfcrn wibec bie ^uflen unb aßec^fclftetec. 

€ö ift tiefer i?aum bi^&cr burcfe ©cbnittling« nnb 2Ibicgec oermebrf worbeti. 
HS wirb aber un9l(4>:& beffec feijn, bicfe«! burd? bie (gaauien ju t^iin, ba bann bec 
©aamen vom ganabenfifc^icn, ali fcbc leicht omb jarf, nuc 9«"i "J^'i^ J" bebecfeir, 
tmb im ©cl^atten ju (jaJten. ©er ©aamen tjon bec e(>inertf(*tn Thuya t|l nac^i 

.3 a ^«m 



68 VII. ^(bbflnMung, 23on bcm 8et)cnöl5flum. 

^tnn »cn Cf*ut»i pag- "ö. 1767. ju ?Kc§ öonfcmmc« jelttg »ocbcn, üon btm 
^crc miUei* faat; fcaf iii Sngetlant fcUfn ^fft^cbc 

JJ?ac6 iDu ^amcl unb^^alm wrlangt fc cfitcit nafTcii 95obfiT, n>Umpfil er ouc^ 
in bie'tm nicfct scfd^minb, foiibcc» »iclnicbc febc Inngfcmi rod4|T. Bßlm fii&rt 
einen i?famm ftn, bor gcimu eine halbe (?(Ic hu ©urcfcnufTtr, imb jroeij mib ncunjia 
Ditiii^e l)atte. €in aaberer eine ^albe Sflc unb bretj Sott tni DurcbmcfTec jcigfe 
tunbei t fccfj^utib brct)§is) IKinae. ■ 9?oc& ein onberec eine I}albe (£tte unb uiec 
30a Ouiibcct pei) unb oiecjlg OJinj^e. 

2fn einem @(amm «iec unb ein (jalbgoH int ©urdjmcffcr, 6a6e eierjifj Oiinoe- 
flejdblt. 3{nf bcc einen @eite bei! SDZiffe(punc(^ l)aUe bec Ducctjmeffec bret) S^ß^ 
«Hf bec aubern anbcr(5)fllb Soö/ Üiinbe nic^jt mit gemefTcn» 

ötefcg langfamen SCBuc^fe3 ungeac^itef üerbienfe, racineö wenigen SrmeflTenff, 
liefer Q9iuini wegen feiner {tt)t \mQm Douet in ber Srbe «nb aubecn Sljugen« 
biirc^ ben @(iamen eerme&rt «nb in naffe £)erfcr gep/Tonjt ju werben, in weJc^je« 
bie jwe9 tejten '^ai)tt über fo oiele taufenb SSaiime/ nuc^ fo fl<ir lie €rlen an 
«inisen Orten abacflcuiben flnb. 

Sßon bet)bert 9(rt<n feat be« J^eri ^mtt 'Cf^utii ju 5ucf^ fe^r i^'mt 
5!B«Hbc 8<f«&tn. 



(irflanitig 



S r n d f u n ä 

fter 

mhill>U(itn m a:attabettjif(f)eii uitb 
ffi^inejifd&eii Thuya. 

S)ie XXV. ^upfertafcl 




le männliche JBIüte octr bec Sanolxnflfi^ieit Thuya bom la g3?<t| 



1772. 

b. c, ©tc fc^on tterftflubten mdiinlic^tn SBlutm ttom i5 SRcrj. 

Ä €in S(rdug(«(it mit ??tüc§(en »om 21 '^vSxwi, tvota« ouc^ thiifle 0<p* 

C. D. SKfife grud^f« »om 12 £)c(oB<t 1754. unt ^. ein olur I«r<c 3<u 
l^fen »cm 14 Slprif. 

rf. 2in @aani<nfctn mi( b<m gluatl. 
Sin (?aam< o^ne glugd« 

1. 2. gruc^te »on bcc g^infflf*«« Thuya, n?«Ic^e »Uc großt, »inb in b«c 
SKilfe iwto fltinc ober fc^malf ^cfeupptn «nt&rtlfen. 

3. 4. Sßon (inanbcr gefcOnittent gcüct^tc. 

5, 6. Äinjclnc @=*inppm. 

7. Sine giu*t , jvpoon bie tJorbtre unb Wintere ^upjst w«ö3«ifT<n; 
«m )u f«?>c«, n)tf bi« jtvfo fltiiwn ©«(juppcn Fig. g. in bet »Wiitt b<^ 3apffn< 

». SJtIf« 6«anunf$rn<r. 



3 3 VIII. Wt](X\\\i'^ 



VIII. 5irpaiiHuii3 

Don ften 

tt) 1 1 1) e n Baumen. 



©er ©eegeltaum, ^mnbaumj ^aU\)a\m, ^^cbam, bec 
©kbctibflutn/ ücc®(i!Jclbaum/ Der 9^ß|5fc()n)anibaum, (ateinifcl) Sabina, 

«ad; ^cm Linn. luniperus Sabina, ^ranjöjlfdf) Sabine Oöec Sabinier. 
^nj)nfct> The Savine - Trec. 

er (BteaclbiUtm eiU»$t teltte fonberlic^c ^o^e, fiMibcrii ituf imütfd^t JwJlf 

2ß ßtcl)t jreifijcclct) : i) Sabina fnlio Tamarifci, mit im %mMißUni[(Xtf 
ftjflc^c nad^ ttra J£'<i:in iTIiUev Mt nittciflt, anb luic t)c«9 biiS oitt Sc&nt> t)t*4> 

Sabina folio Cupreffi, mif bem (EoprefTcitblaf. 
25aiin tic mit 6cm fcfcirf ißtcn SBlat Ijölte niic füc «iiie 2(ii^(ir(un<j. 
SDcc (gccöflboum ^?at tic mdiinlt(^«ii unt» lic n)eibUc^)«n S8lut«n «uf »ecf</^t«# 
t»ciun @idmmcn. 

2)ie mdnnli(6en 95(ü<cn bitten ciu fegclfpcmts«« unb f^npplgte« Sd^feii». 
(fl. Iah ÄXVI.) 

£)ie tvcit>(icf?e SÄlüte S, C.) ifl bcc 2Iiifan3 bcc ?{ruc^(, welcte in tinit 
bec a35ac^?bol^el'flU(^t an garbc unb ©tfialt gleic&cnben SBeece <iF.) b((ltl)tt, %k 
anfangt Qtm iil, unb ftcft nic^t inr.C'ecbft, fcnbcin crfl gegen bo« grü^frt&c ji* 
v6ai3 fdrbt, unb tvlc biefelbe bret) (gaamen/ bl^roeilen «bec Hat {inen ®aaiu«B 
m^Ciit, weichet: eben fo ßccg, alö fcnfle« bie «Uber n breij. 

m 




©ie HelireB gldc^fam tiieinaiibcr 9c|!(cf(efpiji^cQ5IrtHcc Bleibe« bn? gctnjega^r 
^mt. ©ie Scrincbrunj beö ©ccßclbauniö 9«({<>ift>ct bi^l)cc biird^ Slbfcger mb 
g^dfenttffiuge, tt>tcn>T>H bic S3«rmcl}run3 biircfy ben (ga<\nicii f()iic 3rociftl groffcre 
tiBb fdjonece ^ccaclbdunie gcbfii mttx. 

©ec (Scegclbrtiim wdcöfl beffec im ^i^ciUtn , imb eftvaö f«iic^(em stit<n! 
lieben, an bcr frc^?n @onnc unb {ii niagcrm (Jrbreic^. 

@ö fpß fpicfecc cttT (larf ject^cilcnbcö «Wittel fetjti, unb tvibcr bie SKuffcrb» 
fcf!tt»c()riin(5 bicncn. ©a^ spulwec «oii ben (BInttcni fofii bie 2ßunbcn rcimöttr, 
mi ©riiib uiib J?rd§e ^eiUn. ©era 23i«() fotl bnlfelbe £u(J jinu grcffeii nmifytn. 

S)ic «incricatiif<4>c (Eypveffemitfclji' Plctncv 5rnd)t. i7n6gchtcin&icweifiV 
€eber, cbec aud) bcc tveiflfe aBac^t)clber. Sivtcinifc^ Cnpreffus (Thyoides) foliis 
imbricatis, frondibiis ancipitibus. Linn. Sp. PI. CuprefTus Amcricana fru- 
So minimo. Miller, ffnjjfifc^ Dvvarf Maryland Cupresf. Small blue berried 
Cypresf. The white Cedar. gronjofifc^ Cedre Hanc. 

©tefec Saum t(l bet) mi fafl nocö »oflifl unfcefannf , wirb ciber mQ<n feiti« 
S?u§barfeit »ou J£)etrn mtHctr, fron bcm fcfewebifcfjeii ^icrrn s)}rofeffor Kalm in 
fttnec 0Jbrfr<nnectcflnifc^eit SRclf« brittcn %\)üh pag. 144.. tc. unb neuerlich »oin 
^icti: J). &« Tici in feinet j£)acbfefc$en wKbjfO SBflumjucöf fe^c migepriefen, «nft 
«(cbientbflO^r, tveil fof^iei; unferc SBintec gut aui^U, btUmntet smiii^t iu 

Diefe (Jtjprefle frdgt wie 61c ubrlßen (T^pteffen, bi< männlichen tinb tveibfi^m 
IBlfiten, auf ben nemlicfeen <gfa'mm«n, aber Pen eiitanHer abgefonberf. 

©fl bit feiefige «rfl »ier/dbrtge ^pponien hp* mc(>t ßeblübef, fo fann ouc^ 
Rieben {eine !2(bbi(bung gegeben n^cben , fonbern nur m\ ber gruc^t unb tenei» 
@aaraen. (Fig. 5. 6.) 

©le grücfete pbec bie Rapfen ßteicfcen «n @roffic unb 5?arb< ben SBacftbcIbew 
{i«eren^ n<i^fi^£c, bem innerlichen 9?au n«d^, tcn S^preffciiia^fcu d^nlic^/ un( 
enthalten iRtijc^CH teil ^^upm f lein« @<iam<»^ 



©a« iaüb, ottt M« SSIattec g(«irf;«n t<c Thuya ober t»<m {«ben^baiim, haUa 
altt feinen fon^erlic^cn @cru4>. ©a^i ©rün i(l fc^onec unb un^crfc^ei^et ftc& 
6fe^nrc6 Kiefc €9prcffc btfonberö im SBInfcc, öon Ut ^l)\ntfifd)ta iinb ocn txc 
gflnatcnflfcOen Thuya. X>et 9?aum t(l aucO bicfetftr mit gtvielafn Oefcjf. 

2>tcr« €9preffe gicbf, wltwotil ilmi!ic§ fpät, unb rcfl mit (trfXäig Spören fe'jc 
gutcö gimmer^olj, tag ju ortfrffo SMcbttt bicn«t, iinb «ud;, in, frfpcc iiift, ortcnt 
fffitttec flu^ijcfc^f, flcfunb unb gut hUiUtj ba^fc mi bcmfelben oocjuglid; gc^iu» 
beln oerfcctitjct werben. 

SDie a^orbanteclfflnet Draußen bie @päne , «I? ?^ee , unb helfen tiefet ®<« 
trdnf, ane <^uc^) bad: bloffe jroifc^jen biefeii ggpceffen in ben Sümpfen (leSesibeSBaf» 
fec vov fel)c öefiinb unb bienli*, bie »eclcbrne (^öbegterbe »iebec {)ecjti|!ef(cn, i»el# 
c^e aSifirfuns) bcm, in bem Q5onm unb befTen SBurjeln befinblieijen JP)arje jncjefc^ries 
len roirb. £)ie 3Berni£!}rnn(} 9ef4ic()ct biirc^ ben ©aameu/ ivcl^ec mit felir roeni< 
flfr €f&f JU b.ttedai, aud) flfigiä ju befpcengcn ift, unb roie ^>ecc «profeffor Balm 
mfiä^at, mit gufcn Erfolg gefc&cn ju traben, tutd> abgefcfeniftene Stteigc/ bie man 
im giü&jabr in naffc^ Srbrcic^ (lecff, tvcmit ^iec gleic^fattö eüi aSerfu^ aemac^t 
tveibeu feU. 

Unfere ©Inlerf alte eertcact biefer 3?aum ganj gut, tviewofel i* bo* im SSBiiw 
fer Bon 1770. in 1771. eirti^5c «Pflonsen chigebüfl, aber nl*t gett>i§ fagen fann, o& 
folcbcö Ocm grojlaaein, otec and; »on anbern Ucfacijen bccgcfommen. 

Sic aJirginiiinifcfee Si)prcffe mit Oicactciiblaitecn , tie im Sffiinfer ahfaümt 
Ciipresfus (diftycha) folüs diftychis patentibus, Lin, ober Cupresfus Vir- 
giniana folüs Acaciae deciduis, meiere unfece iffitntec anct> »erfragt # «nb we> 
m^nxi m 2imcricrt einen fcljr gcofTen, nüiiic^en, babeo «ber jlotf ab^üki^a 
fiSaum gtcbt, gc,()6rct nic^t l)lel)cr.. 

©ie brei) übrigen (Herten üon (Ei}preffen. 

1) Cupreffus meta in faftigium convoluta, quae focmhia Plinii. 
jireffe, bercn >i(e(le wie jufammen gebunben jlcben. ©t« «pilniuö SSeiblein. 

2) Cupreffus ramos extra fe fpatgens ,, quae mas Plinii. €9pttffe, 
tvclc^e bie gmeia« «uöbreiletj 45liniuö ÜKdnNleiti» 

3) Cu- 



3) Cuprcffus Lufitanica patula, fruftu minoti. ©if ^ortuflkflf^ €f< 
^refTt; mit ou* cliKWb« (l«feenb«n Swtlgeii imb fUinfttc grud^f, werten ton fce» 
UP« fc^)»ecHc& <uifDciH3«n, obf*on ^»trc «fliUev folc^c^ eou ffrujcaniib »«rf«$<rt, 
unb ^>ccc Sflcon öon Cfc^uöi tn feinec oben angeführten 21bb«nblun3 P^g- i-ö* 
unb 222. bon b<c ^roepten (5pt(e einia« ^»oifnun? biiju tnoc^en foHte. €ö fll W» 
befonbfc« merfwucbig, bag btcfe iween bt^bec fuc oecfcftiebene @orten a»Htt 
fltbene Cdume, na* ^errn ttliUcr unb J&ecrn )©aton »on i;f*ul)i ««« <lnetl»9 
grtamen ccjeae« wecbtn, bU mtt ou^gebr^i(eten 9(t(l<n «u^faflenbe aber, iveU |jtt» 
.Kc feijn foUen, tt(« bU «r|lf, rait b<n «nfl an tinanbec (le^etibw 2(e(Un. 

* Der 

ammcattifd^tn Spptcffc. 
S)ie XXVI. ^upfectafcU 

a. ^^it ma'nnltcfte 95lute nem 16 sjRerj 1770. &. »etflauBle ttian«« 
Jficfec «luten opm i sWa«. ^. SBcibUcftt ©Tüten »om i« ÜR<c|. fi. 25e8< 
gleid^en eom i SKa?. C. gcuc^Xletn t>m 2« SKa». A ©ecre vm votim 
3abc »om I «Kap. ?)eHriae SScece eom «3 3""*"«- ^« ®n« ««Üigt fSeerr. 
I. Unreife ffaamenf5cnec, beren brep in ber Sgeece Z?. waren. 2. «Ki^rattitn« 
fjrucJjtlein. 3. €in reife« 6«amenforn, To ««eine in ber 55<er< F. geivefe». 
.4. €in 3t»elalein eoti einer ottberii «eegelbaumart, mit langem unb fpiligcr» 
S5lattern. 5. «in ^Sru*t(ein t)on ber omericanifdlien Sppteffir , ober fogi* 
mmun »tilfen e<bcr. «. <Sartmtn »on berfelbeit. 



«5« 



Von bev (Zet>ct von Libanon. 

Pinuj (Cedrus) foliis fafciculatis perermantibus , conis ovatis obtufis 
«i-eais, fquamis appreffis rotundis, cortice laevi; Pinus (Cedrus) foliis faf- 
ciculatis acutis Linn. Sp. Fl. Larix Orientalis fruQu rotundiore obtufo. 
Töurnefort Inft. unb t»ii ^«mcl. Snglif* The Cedar of Libanus.. gcflnioflfc^ 
le Cedre du Liban , ober Mel^fe du Levant, 

Dtc gcbcr »011 «ibnnon W, tvt« unfece tmtMümt, bf« ,radniinc§<n ml 
weiblidjfti fBlüten «iif bcm nemlicfef n ©rflmm. 

3l)ce m<xMn fmb fftif unb febc fpi^lg,, unb femmen bcrcjt ungefaf;r iwanjlu 
unb brütet «u« finem Snopf jum SSorfc^^elir.. 

Sflpfen unb gaamcn (Inb »td gcolTfC unb 6rei(cr, öW bie*i unfern tan^ef* 
Baumen, »le Tab.XXVII. $u erfc^en. £>«rcl> ba^ ginnscicl>en In »ocmen Sßrtflfec 
6flbc id) Ut @d&u|>pen obne groffe EWü^e ouö einanber sefcrMt. €g waren aber 
faft aüt Sbtmt taub, unb Marren/ ilatt i><$ Sttne, fluf Ige« J^m in (1*. ®iüS« 
sufgegongene ^/tan^en (>i«»oii ^ade ivieber eingebu|^. 

Die xxviL ^upfertafeL 

j, ff in 3»e'9lein mit feinen SRabeln,, wMtiaüf^it t>m einer trewd&rlße« 
(Zeber genommen tvorben. 

2. Sine %t)id)t ober SApfen oon ber gebet tton Jibanon,. 

3. 4« Sine @cfenppe »cn ber vocbetn unb felntem @ej(e,, 
5. €in @aanvfnforn mit feinem glügef.. 

©a man ju bie fut SMbbanblungen feine ?shWtn entre6nen>, ober Mg onber« 
Jffierlen m^ftedxn tvitl, fo fann oon biefent Sganme (Weil folf^>er ^ler ju innb no(& 
tetne ^vi^ti trägt) ntc^t^ nie^rer^ abgebUbet tverbeii«. 



75 

ft)ir i> ett Baumen, 



©er$5wl>aum/ la{cimT(b Buxus, fraitij6|ird^Buis4?^frBouis, 

gngllfC^) The Bftxtrce, 

tt ^upldm Qthhttt (tvac niä)t mttt tlt^StcOiiU cUt Taimliamt. 10* 
berfclbe aber ben gaiijen 2Din(ec übtt grün bleibt unb feint fJ^iatttt bo 
lidir, fo moctite fo^ar ünfc^icf ficft nicpt fe9R, bemfelbcn «taci» ^n^rrn imm«» 
flCHnen Saunun <inen ißlag getien. 

SDecfclb« wirb imt liShtt nur juc 3'«rt< ©äctrn gf joge« , vnt 
hitntt ab« wobl/ tag mar. (lct> bcffec auf b«(fen SJernuferuug lefltf , ba^c fejic 
fcj^&ne« unb nu|bar«« ^oli flicbt, ouc!) unfcte iSBiiitcc gut eectraat. 

S5er TBu^^aum feat ble mdnnlicften (a. &. Tab. XXFIll.) unb Wfibljc^tii 
181ut«n auf bem ncmlt^jcn Stamm, rtbec «on «inanber abgefcnberf. 

Scpbc machen bem 55aum leine fonberficfte 3ierbe, unb flnb »o« fctiled&f<nt 
ainfeben. Sfn bem mdnnltc^en beftnben (1* vier mit boppelten Soiblein bfff(|fe 
Staubfdben. ©ic weiblichen ^abcn einen mit brct) ©riffeln oerfebenen (gtem» 
^)fct, ou« weitstem biein bre«) Sdd>ec getbeilte ?5cud[>f er»iJ*|l. 3ebetf ??ac^ ent* 
{)ält jroe^ fa(l bregccfigte ldn(jli*e fc^marjglänjenbe ©aamcntomer, (/"ig-. 4.y 
welche an bec dnITern Seite jugecnnbet, auf bec innern aber, m fic an einai bec 
liegen, bretf gebrücft flnb. Dtcfe iSaamen werben feiten gut. ©ie ©la'tfer (Inb 
f Uin / örungldnjenb , »oHig ganj , nemlic^» , ebne €inf(4>nittf , «n bem Sianb, 

i( 2 tin> 




flftt WM im Äorffn. 

1) Buxus arborefcens^ folüs ovatis. S« 55ujcJaiim mit mim 95Io««rm 

2) Buxus , foliis lanceolatis. Jp« 85u;cl)aum mit fc^malfn ImQU^i^ttw 

85oii Be^lxn qUU tt einige ^atktdun ober 5l6ar(en, ncmfic^ b<c ntl( wcli^ 
olec Qtlh einflcfallen fSlaffccii, et>tt fcm fbgenaiiiiten (gilttcs unb @o(l)1jfljr, unb 
Ste mit Unm an bcc (gpi^t gelb QtfltdUn iBldtrem , n?fl(<>t notl^weiiMg bucc§> 
©c^nittlinge ober @(ecfrciflcr muffen t)tmtl)tt tVtt erßaften werben. £»ag J&cfi; 
««m ®ü;irbaum tfl fefec (>art «nb fc^troec, fo baf auc& im saSdlfw |.u Sob«n flnf»/ 
t)on gelblie^er gacte, unb bient ju afler^f>nb SJttbeit 

©er 55ujfbaum lagt »oni ®«flmen erjie^len, unb »utb« auf fofc^e Sffieifr 
oljne 3n3teifcl grofT« unb (lÄrfct »erben , a\S bie na(^> ber bl^^criaen ©ewo^n^elt' 
eon ©c^nitiüiigcn ober (gtecf reiffcrn erjogene , meliere übet biefe^ bnr($ ba$ öfter« 
ißjefc&nciben.fln it)rem SEacfegtfeum fcfcc gefelnbert merbenr 

2S tft batei) iu erinnern, bag ber OSu^bnum mit ganjöruncn SSIflttern, ben 
grol? am l»eflen au^^dlt, bafeinaeßen bic mit fc^ecfiäjn SBIattecn Weiter e^at 
im ieiben. 

€t fommt in ircdfnew« unb ffeinigem SSoben fort, tvfewo^I felsiger t^ni 
gweifel In gutem nlc^lt aajufeucfeiem SRoben anfifelagen , unb »letleic^t ni>c^ ßejfer 
Wad^fcn luurbe. Sc flctiet liebet im ^'c^atten, aW fretj an ber ©onne. 

©ein 5ffiaA«f^um Ifl nicl^t fctmeß , fonbern eielme^r langfam. STn einem 
Ctomm oon jwei^ unb brcpoicctel Sott Im ©Htt^meffec feute id^ (leten unb iwanjfj 
9?ingc ö«J«&lt' ©er ju ginfafTung ber fSInmenbeete unb anber« glerraf&en bien> 
H*e gwergbud^g Ijl <<ne ganj anbcre ©attung, bie niemaW ju einem 55öum n>(rb<. 
^crr t>M ^loi ()dlt bafür, e* fonne biefer Swergbujc bur<^ bae ttflflnblgf ißt*/ 
fi^ieiben unb 9?4(brldt)al(en/, oonbtm fSu;(()aum au^O^artet fe9.n,. 



©ie xxvili. 55upfertafet 

«. !^{e mdnnli^c fS(u(f oom 20 a(pr«i 1770. 6. SSecfiaubte mdnnlic^ 
JRlufc, wo |Tc$ In bfc 5KUrc rin «eine« flcuncö Änopffein^. jfig«, Wficfte« tU- 
ttJelWi^lc Slute, oisitt: baf junge gruc^jtlcin B. gfn grofitcf« grudxletn, mtm- 
mtUd^tt ju ft^fn , njie Ue mihU<!^(^x\x<t)t jTOifcöcn b«c mdnnlicften Q5Iu(e (»trnu* 
fommf. SSora 28 SJ?m> C. gine dUece gcucljt »om 10 2[unluö. 1. ©Uff gcut^t 
entjtvfi) 9efi{>nltten , «nl> 2. itUd)e umifi (ffinamtn aui Wcftc gru(6(. Z). ^Uic 
von cinfliibec gcfd&nitfcne dlfcr« j^ruc^t ücm 23 3"n*"^' Sin« cdf« gcuc^f. 

€inf alte oufgcfprungtiu gruc^K bi« i^rcii ^aiimcii »erlösten. 3. gj» 
nwnfotn In fflnec Jßulft. 4, (Tin cdfcö «gAomenforn o|)n« bU ^ülfc. 

^twaö \)on teil Sic^tenabfprungem 

^3^*"'<*"" ^"^"^^ f'^"^'^ •t>cUfa<it, 2n»?öö6e »wi 1758/ pag, 252, <n »ok 
»on i75f/ pag. 287. unb in f«n*n QSe^trdgcn jur SScrtelTfrung ber gw|lreiff(rn#: 
WafI pag. 228 u. <m, wU man biö^er gfglaufct, ba§ bie ^^icMfn ober 0io(l^an#' 
n«n, 3apf«n bringen würben , wenn fl* ben ^>f^l)jl unb SBintec »wber biefc 
nbgefftKen« 3(e(ilein unb gwclgUln unter benfclben gejeigt sötten. €r fagt, ma» 
irre fTcli ()ierinn (ebr flarf; weit aße biefe 31eflfeln von ben Sic^^^cnern a()ge(ii|Teit^ 
Würben, um bie ??rud&(fnofpen on b^nenfelf'en aHejufccffen. 

^erc (Dettflt in feinem practifd&en JBewei«, bog bie 9)fa(&en* t<9 b<m gorflT^ 
»efen unenfbe^rlidje a^ienfle i^m, im jwei>ren Sbeil, pag. 120. wiberfpric^f bl<#- 
fem, unb beliÄUjffet, bo§ «uf bie UufiQt Sfbfprnnge wicfllc^ »ielc 5<ipfen folgtei».. 
Cr lieruft fl* bob'ei) auf jmeijmflitge genaue 95ec6ia(t)(ungen eon 1764 unb 1757- 
0?un fe^at man f(*on im a^oeembec 1772, befonber« unter ben fret^en gierten, ftfft 
»iele SMeHlein gefunben, wooon nber »tele, wo nicbt bi« mebrefien, bem afnfe^en; 
noc^», unb wie ic^> glöubte, (iS geliffen , unb ade Äncpfe (nlctt nur bie ^ructiffnof* 
jjen) on benenfelben nu^gefreffen w«rm, bof'erict» folcfee« jßogeln, unb |Wflr baupf*- 
^i^U^ Uatn ^4immf(^nabe(n oNr Streuiirdgein;; unb ben i^ernbeiffern iHfdftUfti. 

9 3 obf(^on 



78 ^on Si^tenabfptfinaeJi. 

•bfc^on niemanb ber^Ietd^tn ^b^d in «Spenge tveHte geft^xn k^en. SDa^ 3{(fat(eft 
(ec ^tftUin Qieni t>m gAn{cn üBintec fort, unb ivurbe gegen feurige ^ru^« 
fabc no4> (Idcfer. 9?o* übet We J^elftc M SKerj fa^e wan 3(e|llein ^fciinttc 
föffen, wenn mau b(X) ctiiec fccc^>«n gtc^)te 1let)cn bl(c6, o^cc on 6tffelbf fc^Iug. 
IDt<rae[)«(len batJon jeigten fciiuit ©ig, fonbecn fabtn t>6(Iig «bgeflolTen , unb m 
€nb gl«(( au«. Unter tten fcec^eu gicijtcn fab« mau bte meifleii. ©ie dlte(le» 
Couecn unb ^ofjbacf ec woflfen (Ic^i nid[)i eclnnecn, btcglecc^jcn, wenigflenS fo fyäü* 
fi^i gefeben ju J)aben. 

€ tit ba fc^c t)(e1e gicOteniapfen gegeben, '|af man nur fcbc wenige,, 
unb blefe niciflcn^ eon bcn aCucmecn burc^jfcefen , bie lejten jmei; 3abce «bec 
1771 UHb 1772. fafl gcic feine Saipftn, unb eben fo wenig Sfbfprünge gefebcn, 
ungeachtet man genau baranf %d)t gehabt , unb au4» ben gorflem unb ^oljbau» 
«cn folefre ju beobachten/ fchon feit einigen S^bren befoblen hatte. 

9?och DOC ber SKitte beö STOaomonatl fabc man 0« ben mebreflen ^jichfe» 
männliche unb weibli^e 55löten ober junge 3«Pfen In fehr groffec SRenge, auch ait 
benen, m fleh leine ^Ibfprünge geieigl hatten. iDec Unterfchieb .{tvifcheu bec 
rotben unb meiffen fliehte an be^bedei) £5luten/ netnli^ bec indnnüchen unb loetb« 
Rehen war febc ficbtbac , wie benn auch tai J^olj »on betjbecle^ gichten eine» 
(tacfenmiuerfchieb, fotvobl «n bec gacbe, aliS «uch iui ©ebtauch macht. 

Schon in ber vJÄitte beö 3wl'n« waren on febc olelen Richten bie &ipfd 
«bgebcoehen , t»eil bie raebrejlen 3«rf«" t>bec 3i|en , wie jle tec gemeine 33?an» 
Ut) ung {u nennen) pflegt, am ©ipfel herum hlengen. gichfen »on funfjeben, 
»on iwolf Schuhen an J^obe haben 3<»pf<"/ manche oiele , manche wenige. Sine, 
bte nicht gar neun @<l;ub be<^>/ hat breg unb ashtjig, unb eine oiertbalb gchuh 
höbe hat jebcn Sapfen. ftnb bemnach •C'ecrn (Detteltß SBecbachtnngcn, nm 
mt gecingen ^epnung nach/ h^ictiurch bt"iangli(h beilatiiget. 



79 

tötUen Baumen. 



^om Sfufgeben Der^angelfaamen. 

CJ^nfl ötle Sancflfäflitifn gcBen mit ttkr Uf fünf iffiocOcn nac& bec 2(u«frta( auf- 
^3 ö^m«*"« feof ^«0 ^«"i ^uföefrcn t)ifr, fünf bii fc*(< Sanjjf I ober 5TJ<w 
beln. Sie ?annc fünf bii <i<S)t longe plotte flralentvci^ an^ tlaanUt jle&cnb«, eon b« 
SBrcite t>cc olten S:onncnbtö«ec ober Langeln. Sie igolfamtanne fünf Ilelnc fctmaU 
JJJabeln. ©ie gierte nie^renfW neune. ©er eercftentourn fünfc, ffd&fe 6W («e/ 
l«n. ©er Jojrug ni<6rfnree{W fcc^fe. ©<e fffber öon £i6anon <j*fe Di^jc^en. ©ie 
£orbtvci)mouttöfor« a*(f biö jf&en. ©I« «pinie acßu, ncune, jcbfn ti* filff iw- 
fommcngcbrurf te «nabeln, ©ie 3irbe(nuf acftfe, jeben hii j^ölf 3JabcIn. 

(gobann jcigen bie Mer erf^jttnenben SSorjleaungen beutUc^, bafi |eb«r 
men feine erfle fffiurjel gerob unter treibet, unb (üfO' ehie ^)erjn)urjel mac^f, 
btefeö aber beflo tiefer, je tiefer bie SBurjel locfere unb gute Srbc unter flc^ fiinbet. 

t&üfi) bie SSaumpflanjen , on roeldljen bie ^lerjrouriel ol'gcfc^Uten mttm, 
treiben: in locf erer unb guter Srbe ouf«^ neue in bie ^icfc, wie f*on öfter?, befon» 
berö aber einmal mit jabrigcn £)b|lbäumlein^ erfobcen, ju »elcfcen einen «plaj breo 
gc^ub tief regoien laffen, bo ber oben aufgebracbfe ®oben jicmli* leimig unb m*t 
te*t flein gemacht tvar. 95e9 bcnr iUuönebmen biefer ©a'ura« babe gefunben, bnf 
(Je atte t»ieb«r eine, ober au* jroeo (larfc aBurjeln gerab in bie Siefe getrieben, 
flber febr njenige @f ifenroiirjeln gemacht batten. 

Uebrigen« wiberfpre^e gar ni<^t, M «»> 95aum mebr Steigung gäbe, ol«" 
ttr anbete, (larfe ^eitearourjeln auf, ober nobe an ber Oberfläche be« igoben« 
ou^jutreibtn, unb> mit ^^erjtvuriel nit^t fonbetli* tief ju fleb<n, wobeo aber 

getvtg; 



gewig bitki «uf Die Stfctittfftii&ctt b«^ 95ot)cii^ «nfommt gum Q5cofptef , blt 
^idfU ober diot^tonne lauft tult U)ten äDurjeln fe^c Nuft^ auf bet; Oberfld^t 
©oben«? fort, mWS bfe SJefec ober gore nld)t fo Iet(^>t tbu(. tonnen 
«bec bo* \)itt unb wlcbec groffe ^Jlafie eorgctviefen twctbcit , m biefelben mit i&re« 
SBurjeln eottlg auf bec Obtcfiaä)t tni Sobett« Xiea«n, uiib eben fo, wie bie von 
htx gic^t« foctiaufeiu 

^rfldruiig bit ^hbilhm^m jungen ^fldKileirt 

©ic XXIX» ^upfertafel 

1^ ig. r. (?ln mifgefeenber gocenfaame. q. ®in t?on bec ^>ulfe enttloflc^! gtSmm« 
lein. 3. ©ie jdfjciöe gorenpftanjt. 4. ©ie jwc^jd^rtge spflanje. 

©ic XXX. ^upfettafeU 

t. 1. Qlufge^enbe Sannenfaamen. 3. 4. Sin/d^rise an!» imm^ti^t Tm 
nenpHanien. 

S)ie xxxf. ^upfcrtflfeL 

T* 9* 4. 9(ufije()enbe iSaainen unb eine tum\)ti(n UHb |n)euia6ci)2e Siä^« 

t>k. xxxil. ^upfertafct. 

I. 2. 3. 4. Slitfgcbenbe ^^aamen unb eine jdbcige unb jweijjdbrl^e \ttt<btw 
^"•npflanjf. 5» Sfiö't ein« mdnntic^c Q5lütc »oni Secc^enbaum a, worauf bk 
»eibliefte gjlüte fe. jlttet- ©iefe« i|l eine feltene Stbbilbung , mlü)t, »ann man 
Oe et>enbec btfomraen/ 7a&. A^/^i/. Jjdtte ahgebcac^jt »erben foöen. 

Die xxxiii. ^upfertafet 

1. 2. ^ufge&enbe gaamcn t>om SCa^bolbecbaum. 3. 4. 5. 6. 3(uf3e|>eiite 
©aamen unb eine jdbrigt uirb 5n)ci)jdbrige «Pflcnje vorn Ja^rutf. 

Not9. Stuf »iclfdltigeö Serlang«! Oal man bie flegtnrodrttaen ein.unb .jnjer)« 
iabrige n ^iPfllansen obgc^)ll^et. COJan bdlt ei< aber für überflügig, fol*e« b(t) einem 
feben 95nuni jh fbun-; baber wirb man nur »on ieglicfeem ben «ufgebenben ®aa» 
wen unb ba« junge @tdmnilein , woim eg feine ^filfe oerlol)retty abbilben Ittffen, 
fo wie {, (g. bie fölgenbe Stupferiofel jeigen wirb. 

xxxiv. ^upfertaffl. 

1. I. XMe aufgeftenbe <ynn«bennfcbe Thuya ober ?eben?6aum. 2. a. Di« 
€f»inefifcf)e Thuya. 3. ©er ©eegelbaum. 4. 4. J)fC iöujc. 5. 5. Sie 8orb# 
n>c9niOMJj)0fow. 6. 6. Sie 3irbelnu|, 



\)f^ ^ 
9^ a t r a 

i^i ij! m^ViW jAttj (Tc^ec unb (iti^öcmacftf, 06 «Ke ftPtt ^)«rn miUec iinb 
^eccn ^ll ^amel anflcfül)ttc ®ptteti ooii unfecn öor(^cbcl^^cn Joiiflcllxiunutt 
»ucfllc^c unb teftäiibig nlfo bleibetibe @ort«n, obcc mic imbc|l«iibl()c SBadcfdfcn 
unb 9tii3actuiij5en 0"^ S»an mia alfo bUc iiuc fürjlid» anfübccn , ba§ ^Jjrc 
mtUei* in bcc Sluögabe, ble in 9?unfbeta »om fei. 2). .^ut 1750 ic. ubcrfejt mt* 
fcen, oon bec Abies , lumlic^ bec 2«im< unb gic^)te cilf @orf«n, unb J&crc öd 
4)arael ebenfdO^ cilf, Diecc oon btc aßdöfanne, unb n«bm tton b«CigidS>te ob<c 
fc9matbldtt«ci$)en Sanne iMit. 

9« benen jwcp angcfu&rfcn Dorfen com Ltirix fejt ^)tcc iriiUcc no* Na. 
j.LarIx Orientalis fruöu rotundiori obtufo, bec ocientaliWe Larix mit jugc» 
(lumpftec runbli(t)ec ^r\xi)t , obec bie (Scbec con Sibftnon , unb bemerfet 00m La- 
rix folio deciduo (bom Scrc^enbaum mit obfaflenben Q5l«ttern) nod^ jtrjo 58«* 
ctetdten, eine an« 9?ocbrtmecica, bie anbete »on Sfcc^angel, bon meieren bte lejte 
i^ce Q3(dt(ec obec Langeln tn^aemetn bce9 SBocden boc bec gemeinen (ceibt. {»tcc 
&u Örtf folaenbe Larix. 

1) Larix folio deciduo conifera. ©ec £er(ien6aum^ bec feine (8ld((ec int 
SBintcc fallen lagt ; bec gemeine Seccftenbaum. 

2) Larix Oricntalis ftuQu rotundiori obtufo. ©ie debec Uon SibanOlt, 
tle lt)ce SSla'ftec beltdnblg behalt. *) 

5) Larix Canadenfis longiffimo folio , Saraceni , be^ welchem auf Pinus 
foliis quinis (bie fönfbldfterige goce) oermiefen roirb. **) 

JE)ecc&ö 2loi begreift offe goceii, Sannen, gierten, ben 8ecc$enbaum, unb 
Me €ebec 00m gibanon untec bem allgemeinen SBort Pinus, unb tOeift fte folgen» 
becgeflalf ein. i) Pinus, ble gore, unb jroac a, bie jmeijbfdfterige, »on mU 
Äec fünf ©orten gejault roecbeii. b. «)?on bec bcei)bldtteclgen gore , breperict; 
c. bon bec funfbldttcrigen \m\), Pinus Cembra , ble 5trbelniigfiefec, ober <^u 
6iciic^>e gebec / unb Pinus Strobus, bie ©cQmoutböfore , njcldjc lejtere bcfonberg 
ttim 2fnbau unb ^ßecmebrung empfoblen wirb. d. ©ie Pinus, mit nubc alö fünf 
SRabeln in f leinen i5üf(*c.ln , bie mm^iV) Sercöenbdume Pinus Larix bec gemeine 
gecÄcnbauni , Pitius Lariciha bec 0iorbaraecicanifi*e fc^mjacje fierc^jenbauni. Uub 
Pinus Cedrus , bie (Eebec t>om Jiibanon. 

2) Pinus, bie Sannen unb gierten, bet) benen )cbe 9?abel einjefit an bem 
gweig fleljet. a. ©ie Sannen* mit tammartig flebenben 3?abcln, breoerlei) @or» 
ten. b. 2)ie gleiten, mit Dlabeln, bie cijnb um an ben Sroeigen (leben, auc§ 
J>ce«)erle9 ®octen. .... ^ , ^ ^ * 

©et) bec Pinus fohis quinis, cono erefto, nucleo eduli. No. 20. 
J&eccn t>u4)<imfl, bem 3icbelnüj5leinbaum pag. qo. babe oben geduffect, n>ie 
biefec 95aum bec ®*meijec gieclein, giecnuffebanm, Sieben, bec Ungarn £imbaum, 
«nb bie giibtcife^e "Sebec fetj; fann abec nic^f «m&in, ben groffen Unterfc^itcb bec 

grucpfe 

T^ie 2lbbii6u«ö ber Srucbt nebfl einem Snicißleiii 1(1 auf ber sylten 2ofeI jii txUWu 
»♦) hat aber rmus- Cembra, ^)ie3t^beI^llf^ ») foirol)!, flW bie ErrDineDiiioiitljdfpK-filtlf 

g^aöelti auf einem 5ug, rocld)« bcebc fd)Pit unter Dem STOprt Pinus (icOeii. 
•\ Die abbilbunflen bet tungen i'PAujlein »on ber l'crbn»et)m»utl)«f«re fiiio auf ber j'jtteM 

Sftf«! Fis- u Siti»«!»»^ F'& 6- 1" «rf«!>«n- 

% 



5?rü*« <mjujei<!m, »rl^rn ^urc^^ ^»oc^gcafTI* ©toIBträ' SBfmfgfrobifcO«« 
j^ctrn£)bcrfpr|inKif?fr ju gifciiburg auf Um j&arj, J^errn ocii 3rtntl)ier crfabrcw. 
Htä) Uttt temfdbcn Jon^lec Sirbclniigjapftn iiebll «Inigc« gtvcisKn übfifcftictt, 
iiiib gcftf fff n , mir ju berichten , ob tintgc c Untcrfc^icb jtvtfc^fn bcii Jongcln bec 
^iblrifdjen ^tbcv unb bc^ S'oroHfcfccn girbclniifbaiimct ff»), ba üorbcr f($on »o« 
^enifflf'fn (rfabrtn gebebt, reie bie gapfeii ober Sicpfcf »oii bcr @ibn:tfcf>cn Efbec 
fe!ir grog uiib mebc «tu siffiinb am @ett)(cl)t batUn, wcraiif fclgcnbc^ jiif 2(n(# 
wert crbnltfu: „3* glflut», bö§ €. übet meine ffSefffembuns ber ®ibuif(*eH 
§irbf ober Sffer fld^ (^erounbert/ ba§ beren Sdpfen fo örp§ unb fc^tvcc (insjcgff'en : 
£)imii ee! gleiig mir eben fo, ba bie überfc^icftcn Sorcler ju feben bctam. SEare 
nid)f bcr bariim befinblidSje (««amen von gleidjer ©eflalf unb Q5cfc^nffcul)fit, wie 
t(t (?!birtfc&e öetvefen/ fo würbe i* jle ni*t für girbeln gcbaltcn haben, weil 
ein fcbr Qtoifa Untcrfcbieb unter ben Sopfcn , fowc bl ber ©rofie , oH bcr gorm 
nacb i(t. Scr ^tblrif*e ifl weit fulblger, unb uicfet fo IdnöliA, babeo noc^ ba« 
mcrfwi'irbidfle, ba^ feine @ct>«ppeu fo fefl jufammm gewad;fcn , baf fol*e mc^t 
oufgcben wodten , wann fle ou<^ netö fo tanq an ber OBarme lagen , fonbern mit 
«Inem 3)?cifr«l geofnet werben mugten. 3)ie (Adamen fommen einanber glei*, unb 
fcie 9?abeln fi§cn aucb bei) bet)ben fünf jufammcn; bo(6 ift mir füigefommen, ali 
wenn bie @ibirif(*en Sanqcln efwa^ langer waren, M bie 3:t)roler. SUbec bec 
Unterfcöteb bec gapfen Ift gewif fcbt groß, ^omU In Sinfel^Mna bec ©ejloU/ «W 
m ©POlTe «IIb e^injei)«. „, 

OJerberferuitgcm 

Uiifer bec 55ffd5re«!iung »on ber ^ore (rnb bcp ber Pinus Mugho pag. 21. 
folgcnbc J^eblec eingefcfclictxn. ©iefe ^ore beiffct im X»)rol gunbcri'aum, unfr 
Riefet im flSJürtenbcrgifcfjen. &« brürft ftc& nicfef nod) einem aSacb^tbum t)ou 
jwanjtg (fcfeuben Ijinwieberum nicber, fonbern pe wäc^ft, ihrer natürlidjen SMrt 
nad), gleich in ben erjlen ^abren auö ber £rbc bisweilen $welf unb nicbrcre Su§ 
fort, unb rtcbtet (Ic^j, erfl nac^ etreld^tem me^rerem 3(Uec, poraraibalifct) bl^ «uf 
jwanjig ?^u§ in bie ^>6bc. 

gbcn bafclbft fotl (lotf Kniepis, Kniebis (leben. Pag. 28. bdffe bie Abics 
taxi folio, odore balTami Gileadeiifis, eigentlicher bU ®ileabifc§e Stilfamfanue 
gencnnct werben fottcn. 

Sie aBcigtanne gebet in ber ?Inf?icifdt unb ttt bec ©nucc im (rocfenen ob« 
»ofen ^tanb oon beiu $5id?ten« unb anbern J£>pI5 ab. 

^mwit werben bie ülbbonblungfn »on ben Sangel < ober SKobelbdumeit 
flcfc^Ioffen unb foU na^flmi mit gottlixöer ^UU ber Oinfang mit ben »ilbeti 
JaubbänmcH unl' aucb mit ben Stauben unb 9?ufdS;gew«cOfen , gemadjt werben ; 
jeboch foKen Q5dunif nn^ Stauben Pon einanbec obgefonberf bleiben, X>ie ^mtn 
licbbaber bie flc^ bicfe }?ortfc§ungen nacfe unb nad), fo wie iit berau^fonimen, an» 
fcfeaffen, wcfben bie :Suipfec auf feoadnbife()eH Rapier unb um ben timUd^eH ^Jceig, 
wie biifytr, erhalten. 



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Ta.h IV 




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^ QiJayl?: VI 

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"^al xni . 



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Ja 6. XVIII. 





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SaJ XXVIII 




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Sa A xxxm 



S5dume/ ©tauten m\> SSufc^äewd^fc 

3 » e i) t e r $ 1^ e U/ 




Ut iDilbttt 

JDiC SldÖC/ IateimT(ft Quercus, engnfcö The Oak-Tree, 

fFanj6ji'f<& Le Chene. 

ie ^\^t »erbtent »o^I unter unfetn wilDen Saubbdutnen ben «Hertc* 

eie (}<it bt( tnilnnU^en unb mibMtn Släten auf bem nemli(b(n Stamtni 
Aber oon einanbec abgefonbert. 

Sie m(innli(6eit gjlöten (Tab. n. a b.) ober bei) «itl »on bem öemeine« 
Sßann fogenannte ^Drebec (leben an einem bännen, ttmi langen etiel bei) 
cinanber. 3ebe ^(ute bat a$t bt^ jebn ganj (ur$e etaubfdben mit grüngelb* 
(i^en £)e(feni unb in anxen X()ei(e getbeiUen @taubgefafen. 



•4 ^fffe 5(bbanbluttg 

25ie gdtijen Ädjlcitt fallen na^ gef^ebener Sßerllrtubiing <ib, iinb bekcfeit oft 
bcn eoatgen Soben imfet Der (Std)e. 3iug bet «orbfliibenen; ^OJenge biffec T)tt* 
I)er fd)(ie^t ber gemeine 2)?ann auf otele €i^etn; et wirb aber gar oft in fei» 
«er J?>ofnHng betrogen. 

£)ie raeibli^en SSlöten bejleöen «w8 bem gru^tlein mit einem fiJnf» 
fött) getbeilten ©riffel. 

25ie 5nid)t ober ei^el ifl nac^ ben »erfe&iebenen Qfbarfen, balb grolr balb 
fleiti/ lang ober furs/ bigroeilen au* fall üoHtommen runb «nb ftefeet in bem fo« 
flenannten Sftäpflein. 

S^te Slätter (leben wecfefeftDeiB an ben 3t»etgen, (inb stemlid) jleif, betn 
^Pergament äbnltd)» Inngli*, mit einer Warfen -Ciauptribbe unb oielen Siebend, 
fteu/ am 9lanb zellenförmig a««gef(bnitten/ auf ber obern (Seite 'ganj grün, auf 
ber untern roeiälid) grün. . 

T)it aiinbe ift an gan; jungen ti^en «nb an ben jungen Smeigen glatt «nb 
n>tiSU(t)/ «n alten ©tdmmen aber roetägrau, unb tief aerfprungen. 

3ßtr baben jroeoerlet) Sirten »on €i(I)en» mlijt aber febt üiele 3(u!artungen 
ober 3{barten geben. 

1. ^ie Srubeicbe; (Tab. III. E. G.) bte 5iug|!ei^»e ober 3[«|lei*e, bit 
eommereid)e, bie ■?)afelei(bf / bie @tielei(b«/ bic ßobeicb«/ bic SBalbei^e/ 
bie ^aareit^e. 

€ie treibt SJIdtter unb Sluten fröber all bie nad&jlebenbe/ leitiget autfe 
N ibre Sru^bt cor berfelben, 

? 25ie 



»Ott t»er (^i(f)e. 



5 



S>ie ^Utttt fittb bimlfetf grön, an ter na^fofgenbcn 5ffiin{erft(te, iinb 
<im öorberti ®nl)e nIAt fo breit, fonbern »on ldii9li(f)er ©eilalt. 25ie €i(f)e[n 
flet)ett an langen ©tiefen/ «nb roa^fcn einsehi) jebod) and) einige bepfammen. 

giebt gtoffe unb^aiicb Heinere. 2ßeil fie el)er jeitigen, fo erfrieren fie ni^t 
fo Uid)t, unb werben au(J) »on ben e^roeinen begieriget gefrefTen. 

£)rtS ^olj ijl Jiemli(ft miii Ja()/ unb gef(^la(I)t. 

2, 2^ie 2ßinterei(fee, (Tab. IV, H. I.) bie 6pafeid)e, bie Sßierei^e, bie 
£rrtubeneid)e, bie ©teineiAe, bie Xrijfe(ei*e, bie £riifei*e. 

2>ie SJIatter ()aben auf ber obern Seite ein beflereg Sriin, di bie an bet 
»orber9e()enben ei*e unb finb »orn ju etwa« breiter. Sßiele baöon bleiben, 
tDieroobl gani bfitr, ben 5ßtntet bur^ an ber ^\i)t, unb fatten nid)t ebet ab» 
«Ai bis ba§ neue Saub auftreibt. 

2)ie Slaffer unb »löten fommen erfl eine üiemlicfie 3eif na* benen an bet 
»origen im SJorftbein, t»ie bann aurf) Die 5^r«id)te öielfpäter jeitigen, mW ba» 
bet bet) ben tin JS)erb(l frfib einfattenDea 3la*tftb(len km erfrieren. 

-^0(5 tton biefer »IBintereidie ifi md)t fo »eis, al8 ba§ »on bet eom« 
tnereid)e, fonbern fattt etroaS in« motblicbe, befonber«, roenn ti er|l gebaut tuor« 
ben ip. & l)at gröbere Stbem, unb i(l baber au* brötbiger. 

3(uf bie Sßermebrung bet ei(ben foBte man fid) beffer legen, afü büber ge# 
((beben, roann gleicb bie 9(T»5ud)t berfelben Me unb Äoften »et«rfa*et, flu(& 
»ftets bettd^tlic^e JpJinbernijfe babei) »orfaBtn. 

€« feblet febt oft an ©aatei^fln. 

S( j Seit 



etif i7<S bt« 1771 baben gani fUine maupen bie Siefen bei unl mi W 
flffrefff n, »el*c folglich au* feine 5t«*t flettaflen. 

©er ffllf^^U* foflenannte ^tWUv, ot)ec bie SSaiimldufe, imb bet fpdte 
Stöbling^frod cerbetben ebenfalg nid)t feiten bie eitfteln. @at oft »erben bie 
fd)on gejlecfte eicftel.v, ober bie jungen ^flansen {Tab, 1. 1, 2.) jjlei* im erdetti 
öud) nod) im swepten, britten unb t»ot)l in fpdtern 3a()ren bur* bie engerlinge 
ober bie gtoffen roeiffen Bfirmer mit braunen Äbpfen, bie fi* in sOJaijenfäfer 
»ermanbeln; bur^) bie grbmdufe unb anber« Ungejiefet »erni^tef. 

ma biefe« aber foo unl ni*t abfcfttörfen , bie Sicfeen lu »ermebten unb 
nflcf)jiiäiet)en, inbem bet) gebrauster Sßorfid)t, gut aulgerodblten Vld^en unb an» 
fltroanbten Slei«, bie eben nicbt gar ju langfam beranwaeftfenbe €i*en, bem, 
ber itegefdet, ein tvabres Vergnügen , unb ben 9ia(bfommen einen betrd(6tU* 
*en giuften bringen. 

3n SBdlbern, roel^e mit SßJilb befejt finb/ tH bie (Srjiebung unb Sermeti» 
tung ber (Sieben mit noft mebreren®Si»ierigfeiten »erfnöpft; aU in folgen; t»P 
tiefe groffe ßanbplage unbefannt ijl. 

25ann bort bat man unumgdnglicb n6tbtg, €id)etgdrten ober fogenannte 
€i(be(tdmpe anjulegert^ biefe mit töcbtigen €infajfungen ju oerroabren, unb bie 
Darin erjogene Sieben ju »erfeften, wann fle bie gebonge ©roffe erlangt babe». 

3u 3(ntegung biefer eicbelgdrten »dblt man einen mittelmäßigen Soben, 
fcer »eber JU gut, no* ju f(blc(bt ijl; bann bie in febr gutem »oben erjogene 
eiiben »aebfen be^> bem Sßerfeften in mittelmäßigen Soben nicbt re*t fort. 
Unb in f(ble(btem SSoben tuacbfen bie jungen ^flanjen febr tcenig, erbaUei» 
folgli* bie jum «Berfeijen erfobetli(be ©t&tfe febrfpdt/ unb .mtt(ben faflnif» 
tnaU f(b&ne gerabe ®tdmme. 

3ut 



»Ott Ut dx^t 



7 



3ut 95efÄ<imun8 fmb tÄcbtige (5i4f (n iu fömmeln, e inifle Seit ö«f Den f&o* 
ten ganj bunne iu unb flei^o umiucäi)renf Damit fte ttmi aüiUoIntrt, 
tenfißintet biit(b abtt/im tro(fnfn(£tl)tei(f); oberganb/ lagtnroeiä mit Der Srbc 
oDet eanb »ermifcfct «ufjubebeii unt> iii 2lbbaltiing ner 3J?dufe gtöne« iajad)t)0l» 
tttreiftg um Die oberjlen Sagen ^erum unb oben auf w Um. Stuf biefe 5Seife 
babe id) fAon einigemal €i(beln/ Stbom, «nb aSJei«bu*enfaamen ben 5lBintec 
but* gut txijalU^' 

3u Slnlegung einer Sdef^ul bm^t mdn eben leinen groffen Wi unb 
tiefen Söoben. 

JE>iet »erben bie €t*elrt , töenn ba! erbrei* borber geb&rig jubereitet 
ttjorbeu; in jween ©(bub »eit »on einanbet abflebenbe Surfen/ einen baU 
ben @^>ub weit oon einanber, nur einen balben 3oa tief gefteft, ober oieU 
mebr gelegt/ ben @ommer über oon ©ra« unb Unfraut rein gebölten, unb 
im folgenben Srfibiabr bte auJgenommene <J)jIa«jen nadf abflefjbnitfener ^eti» 
»urjel, auf einen groffern Wi übera« brei) ©cbub »eit »on einanber 
gebracbt. 

Sa« treiben ber J^erjwurjel lu »erbinbern/ ml^t bilaeilen bei) locfer» 
unb tiefen 35oben bret) biJ »iec ®(bub lang x% ba bw 'Uflanje wobl nur eine« 
balben @(bub «n ^6bc bat, unb bingegen ba« treiben ber eeitenaurjeln i» 
beforbern, giebt J?>err lOüHmtl an , bie €i(beln öorber feimen ju lajftn, unb 
tor bem fegen ttmi »on bem Äeim abiubre^en ober abjufcbneiben. 3* jmeif» 
le, ob biefe« aOemal bie Slnfcftung ber JF)erj»urjel »erbinbere. aßenigflen« bat 
»ti(b eine oben angefiSbrtc erfabrung fibeneugt/ baf au«genommenc jdbrige 
Öbftbaumpjlansen, an »elcben bie J?)erj»urael abgenommen war, »ieber auf* 
neue, »cnigilen« eine, mebrere baoon aber m au(b bret; gerab in.bie tief« 
gtbenbe SS^urjeln getrieben batten. 



8 



£)(ij »Ott bemfetbett (tngegebene 5(b(Iof n Der ^efjrourset in bet Srbe mit 
einem fc^arfen ©rabeifen in bem bitten 3abt na(^ bem ©terfen bet Sijtjelit 
fcaltf id) für fixerer. 

€8 roollen mar einiaf? «nb imt mi> ^crr M. tJ^cobi •) beI)<Jtiptett, ti 
ttififfe biefe J&erjrourjel bei)m ?8erfeften ber jungen €i(J)eii b«r(bau« üerf(t»ont roet« 
itn, mm anberft eine groffe unb tüchtige ei(J)e Htani roerben fottte. 

SIber Jp)err iDu^amcl föbrt **) eine erfd^rung an, ba er in einem fe()r gu» 
ten Soben einen '^laj mit et(I)e(n iSberg ßreuj beftecft, unb imbritten 3ai)r na(&: 
bem Steten/ einer gicbe um bie anbere, bie «Oermiirjel inbergrbe mit einem 
f(t)arfen ©rabfdjeib abgefloffen , bie bflsroifcfeen |let)enbe aber attemal geffbont, 
an rodeten man feinen unterfd)ieb wahrgenommen, inbem fte bet) erlangter 
^öt)e bon mebr aU 2; ©(t)ui}en noct) immer ooOfommen gleit^en Sßa^^t^um 
gejeiget. 

©iefe« »on bemfelben angegebene Slbltoffen ber Jfberjroiirsel, unb ber oom 
^errn t>u "Kot gerühmte JF)anbgritf, mi) tselc^em mati ein 3at)r »or bem 
Sßerfe^en ba« (£nbe ber ©eitenrourseln ring§ berum ab|l6(l, jufammen genem» 
men, foHte ba« 3Inf(l)lagen ber »erfejten €id)en faft unfel)lMr ma(l)en." €8 mfi» 
fie aber nii^t beijbes in einem 3abr/ unb baS Sibfloffen bec -^tximml tpenig» 
(len? ein 3at)r juoor gefct)eben. 

Sa« 

(^m M. e()tidopb ©Dftftieb CJ«col)i, 5^rifl»* ®tcll)erg. BibUothecarius ju SBer» 
lliO(ro^e ^bl)ant)Iung »on ber »priöslidjficn Slrt t)ie €t(()l'Aume {u fäen/ iu pflm(«i 
Ulli) tu erOaireti/ ntld)<t »on tier .^fnislicfxn Slca&emte Ut !£Otirenfd[)aft(n iu Bour- 
deaux im ^a])t 1759 ber iprei« iucrf«iit luotbcn.) 
in feinen Semis, ober ber ^»olsfoot p. 114. Ueb. p. 79. 
'!*") w feiner ^«tbfefcöen «vilbeti ®flwmju(j)t 2t(n Ä&eil p, n6. 



9 



2)a8 »Ott! Dem -Oerrn mcgierungjrrttt) »Ott »roFc mttütiitnt 9Ib# 
(litten Der jungen €i(f)en im jroet)ten 3at)c Der Sßerpffanjiing, baUe efeer ftSr f^nb. 
litt) als nüflU*. ^ctt ^uljamel misbiaiget fol^)eg aiUbrürflic^ **) mmi 
iii((>r Die jungen Sid)en befcl)äbiget ober ftumm gewa^fen, oter bie Stdmmlein 
»Ott oben berein »erborben ilnb, fagt aber/ baß e« in ben Äoniglicben asßdlberit 
gef^eben mfiffe/ weil eS fo anbefoblen feo. 

S)ie jungen Si(6en muffen beddnbig »on SraJ «nb Unlraut rein gebalte» 
werben/ bis fie folcbeS burc^ ibren ©Ratten felbH tilgen. 

©aS balbige ^>crart»a*fen ber jungen &ti)tn roirb bur^ öftere 55earbei(nn« 
Des SJobenS unb Sßertilguiig bei &taUi unb Untraut« ungemein beförbert. 3e 
flefd)roinber bie <S.\i)t, bie jum Sßerfeßen geborige (Jiroffe erlanget/ beHo gemif» 
fer f^ldgt fie au$ am 

©ie auf anen Seifen breo ^ns mit wn elnanbet llebenbe (SiS)tn, njerben, 
wann fie gros genug, jnm Sßerfe^en auSnenommen, «nb bleibt nur ait iroolf 
ober aOe funfjeben (SiS)ub totit eine (leben. 

^ert öberforilmeiilet Bon 5«nt^t*c laßt fie Hwhn hii jwanjig Su8 
weit »on einanbet fteben, ober fejt fie and) in biefer aBeite, fejt aber in bie 
SReiben miftben jtoo €id)en aOemal öier 95irfen / roclcbe er aHe funfjeben ober 
«(fetjebn 3abre'fdllt/ «nb alfo »enigfienS breomaligen SRußen böBon liebet. 
Sßon anbern S3dumen fejt er nur jmeen auf bie 3ieiben jmifdien ben St(ten. 

©ie fall' t)on aHen ©(ftriftfieBern, jum Söerfe^en bet Sieben «nb anberer SSdu* 
mt, angegebene/ weite «nb tiefe ©ruben ober ibijtt, balte für überjlülTig unb un» 

•) in feinen mW» ©ri5n^eK ber Phyficai unb Experimentai «Uaeiiieincn 2er|!n)i(renf(littft. 
") in ben Semis, cber Ut ^cljfaat p. w, j««. Uei». p. lo», uj. 

II. zf}€H. S5 



' lo Srfle 5(b^ant>Iuttg. 



nj5j/ brtoeae« «ber in gar f^te^tem Söoten bas 2iiiffiif)«ti flutet Srbe auf bie 
gleiten; unb ba« SSe^acEen bec SÄeiben burcö einige 3a()t( , unb beo ßteffen 
€i*en bic ajrtumpfdble ik notbroenbig. 

©<»8 Sßerfefsen ber St^en gefcftiebet mU am jt^erilen im "St&hUht. 
treiben mar bie SBurjeln ber SSdume in gelinben «ajintern, mie ^ett iDü^a» 
mel burd) feine (Srfabrimgen beroeifet *). «HJdnn alfo ein gelinber 2Binter ein» 
fdat/ wie 3um Stempel con 1771 in 1772, fo fann ber gSaiim üßwrjeln fcftlagen, 
onb fi^b in ber Srbe befefligen. 3Jber berglei^en 2ßinter fallen feiten ein, «nb 
ba man ti nid)t ootber roiffen fann, fo i|l ti ößemal fixerer/ €t^en» SSnifcen» 
Stn^ 6a|lanten^' Maulbeerbäume k. im Srübling }u »erfe^en, n>ie fol^eS au(b 
JTTUler empfiehlt. J?)ingegen fe^e icb Slepfel-- sSirn» 3t»etf(bgenbd«me :c. liebet 
im J5>erb(l. SBen »ierbunbert im >5>erb|t mit einanber gefejten giugbdume» 
fmb mit !aum »ietjig gut geblieben / unb fottgefommen. 

S35ti) 2(u8fdung bet €i(feetn ing frei)c bdlt ^lerr öberfotflmeifter ton San» 
ti)i€v fk unf^dblicb; SSitfen» Soren» unb Ritfetenfaamen mit untet |u fden. 
Jp)ert "^accbi empftelt in feinet oben angeföbtten Dtei«fd)rift ben a5ir?enfaa* 
men, »ie au(fe ^ett ^Ä^loi inttofnem SBoben eben biefeu/ in feu^tem aber 
ben etlenfaamen. 

J5)ett ©üt^amel rubmt in ber ?8orrebe jn feinen Semis ober ber jF)ofjfaat/ 
Ali eine febr eortbeilbafte %tt, €id)en anfjubringen, toann man aHe fönf bil 
fecbS Sd)ub weit »on einanber Surifeen ma^t, unb in biefe 5wr(feen »iele asit» 
fen, aber nur alle fe^8 ©*ub -mit, eine (£id)e ober einen ßaHanienbaum fejt; 
öUbann ben gangen ^la» t>on bem er corau^ fejti ba^ et guten ^oben bab(/ 

mit 

•) Phyfique des Arbres obtt fHSttmt\^i<S)tt htt Säume Tom. II» iSj. Urt. p. JOS, 
mjb Des Semis tb« ,^l|f«at p. iff, lUi». i07. 



»Ott Ut (Sic^e. 



II 



mit gicbett, €(i(l(tni«tt cbet Sutbefern^efaet, ble Sieiben aitt, m bie Sirfen 
(leben, jween €(J)tib bteit, nemlitb auf jebec ©eite einen €cbub breit bebaft, 
t>a bann; fo balb bie ntSsli^ern Sdume ben <BMtUn üon ben Siefen entbehre» 
ttmtn, biefe absebaut »erben. 

«Der belle 95oben für bie giAen ifl ein mit @(jnb t)ermif(fcf er Seimen, in ei« 
ner trocfcnen Sage. I>ie €id)e rod^d autb in bloffem ©anb, »onn er batet) tief 
genug ijt. gebet aber langfam ber. S3?an glaubt jroar überbaupt«, baß in 
trofnem S»oben beffere« €i(t)enbolj roaAfe, aU in feucbtem, unb Wt baber auc& 
Hi im ®anb geroacbfene für bas bärtefle unb be(Ie: Siber J?)err ^ü Jloi fübrt 
Siieberfd^fifcbe ©egenben an/ »o guteg unb jum ©cbiffbau gefügtes Sieben« 
J)ot5 in ibälern gefunben wirb / wel^e bocb ein Xbetl be« 3abrä binburcft 
febr naf finb. 

2)ie Siebe fann in gutem «nb berfetben an|ldnbigem 95oben brey bis »terbun« 
bert 3abr fortroatbfen, unb bai Sfuföören m 2Ba(b«tbumg ober üielmebr baJ 
Sßerberben unb (Eingeben beS S:ernä erfennet man an ben bürren ©ipfeln, 
»ieroobl fte fobann nicbt gletcb »oUig otrberben, fonbern nocb cieU 3abre brau(b« 
bar auf bem ^lai fteben bleiben tonnen. 

£)ie geborige 3ett, bie Sieben jn fdaen, t|l obne Sroeifel »om Slbfafl be! U\u 
btii bis einige 3eit »or ibrem 5ßieberauSfcblagen, ober »om Dloeember an biJ 
lu Snbe be8 SWerj; obne babeo auf bie SO?onbStierdnberungen ju feben. 

J^err ^tt Hoi empfieblt wegen be« Sßurmlitebs bie 2(u«f*»ißung be« Sieben» 
boljeg; unb bet) benen in bie Srbeiu fleben tommenben Dfdlen «nb ©dulen aueft 
US 2JuMaugen unb 3l6|len beffelben. 



©a8 Si*enbolj bienet bauptfd^)H^ ju sDJfibfroetten, SBaferrdbern/ ?0?i5b(. 
tdberw, jum SSriitfenbau, ju Sßein. unb SSierfdffern/ )u groffen unb fleinen Äu« 

35 » fe»/ 



12 



fen, jii gtoffen «nt) Ueinen Sa^reifcn, an iBertdfetung Der 3inimer, ju ötterban» 
^aumthi J" SBeinpfdlen. k. 

£ite €i(J)enrinbt/ ober fogetiönnte 5ob, t(l unter Denen jum Sebcrgebcn Dien» 
(i(Sen SÖrtumrinDen, ivot)! Die be|ie unö gef«(J)te(ie. 

Sie @pdne, nnb bie ©dafpdbne üom £t(J)enbo[j Dienen »nm ©(^marjfdrben, 
wie 0H(J) Die 2lugn)iid)fe, &a^cn oDer fooenannteöaadpfel (Tab.V.N. 2.)anDen 
ajldttern iinD bisweilen an Den jiinotn trieben, Die Durd) Deh ^tid) nnD Si)er# 
einleoen »on verfcbieDenen 9Irten gd)ltipf oDer 5Öipperroefpen ent(lel)cn, befon» 
berS Die aus Der Pecante fommenDe foflencinnte ^noppern, roelcbc man awit juc 
Sßerferttanng Der Stinte brand)t. 3m 3al)ri77c fdnDenfidxin Der untern @eite 
Der iBldtter, in an<TerorDentli(ber ?0?enge QUigroucbfe oDer f leine &aütn, Die »öHifl 
linfenfbrmtg/ Tab III b ) miDcon Der ©röffe mittelrndfiger Sinfen waren/ unb 
ebenfalä oom Si)ereinlegen qani tietner @d)liipf-' oDer Sötpperroefpen t)erfamert/ 
unD rcoDon Der groile s;l)eil bei; 3etten von Den Sldttern abfiel, unD unter De« 
eid)en fo Dicf auf Dem 5SoDen lag, Dafi Der gemeine ?Kann fagte, ti bdtte üin» 
fen geregnet. <£ä frocfeen aucb Die gldnsenD grün unD rott)en @'d)lupfniefpeti 
nod) in Dem nemitdjen ^erbjl aus Diefen l'infenformigen ®aDen , rcenigflens 
aus Denen, Die t* mi) ^awi bringen lies, unD in Sufergldfern »erroabrtc, 
ipelcfee mit gtor beDerft roaren. 2)ie 5rdntifd)en 3ibt)anDlungen *) melDen, Da^ 
i7?6. Diefe Jleine linfenförmige ©allen ebenfaa« in grolTer Wime gefunDett 
iDorDen, **) 1772. bebe mit groffet SOIü^e nur einige menige gefunDeti. 

») Tom. II. pag. 

3cb »ermuthc, fc» bfefcl bie ®aH/ «d^t Rmumnr T, Ul. fettier Memoires 
pour Teivir 4 l'hiftoire des Infeaes (^flocfiricbtcn jllC r<nf«CtCn8efi()id)fe) OUf i(t 

soften Tab. fig. ij. oorgeftcBet [;rtt, wieroobl er oon einem fel)r furjen ©tiel rebct, 
ivumit bic ®oUe an im ©lat befefliget iff , roeltten i(S) aber nkl;t wa&rgcocmmett, in» 
lern V\t ®aU< bart auf betti ^lut pelegett. 



13 



in (lu^b befanitf, brt^ Der ©^rfetertcittm an be m fdnlett gicfi en^olj feine 
sßabtiing bis jnr ^BerroanMung in ben Safer finbe, unb biefer ficDlDon bem a\ii 
ben elften flieffenben braunen @aft, unb »om Saft ans ben €id)enblrttferti 
ndt)re *) uebfrl)attptg rotrb fein SSaum gefunbcn werben , an bem fo »iele 
jmb fo ciclerlep Snfecten ibrc Siabrimg iinb Unterhalt fu*en unb fiinbcn aU an 
ber etcbe. ^err ^)ofratt) tBlebitfc^ **) jät)U ber bflanntellen Sirten mx U\u 
gejiefer an ber Siebe $?• 

s j (Srfldi'ung 

•) vid. IHSfel »on Kofenfiof in femer 3nfc(teti6elu(}iflutt9. Tab. Ii. pag. f unb r. 
»») On feiner fpjlcmatifcften £t.i!eitun3 «« tic ntmt S»rPivi(fet)|(öaft iden »flut) pag. 

64». »• 



14 




Der 

5(56i(buttgett Sion bei: ^ic&e. 
^» =— ' — =>» 

2)ie I. ^upfcrtafeL 

F5g- >.^ine dufflebenfee eic()et mit tt)ten SBiitjeln. 

3. junge ©tdmmlein mit feinen erflen asidttern. 

j. ein SroeigUin mit feinen Änopfe«/ n)orauM>ic 3weige obft aJlflttet 
entließen. 

2)!e II. ^upfcttflfcf. 
a- ©ie mdnnlicbe Slöte, ober; bet) un8 fogenannten 2)teber. Sßom 

7. 5D?rtt) 1768. 

b, eine mdnnlicfce 95[i5fe, t)ie fcfion Haubt. 
I. ©er einjelne 95efruct)tnnä«|la«&. 

5:)ie i»etbli(6e ssliJte ober Stnfang Der Srfitfttlein oon ber €ommerei(^e. 
^. Sunqe 5ri4d)tlein- 50om 2. 3un. 1770. 
C". ©töffere 5riJ*tlein ober €i*eln. 5ßom 16. 3un9 177J. 

5:)ie III. Äupfcttafel. 

D. 3imge Siifeeln. Sßom 26. 3u{9 1769. 



15 



I. *. j. 4. SDtf 3«8liet)etung con eiuftn folifetn 5ri5(&flfln. 
£. eine junge ei(f)fl. 25om 8 3liifl. 1771. 

F. ©etfllei^en obneDem Sidpflein. Sem 10 3Iiig«|l, 
f , €tne offene @(J)ale »Ott tiefet gittel. 

«. 25et Äetn mit Dem ^dutlein. 
7. Detgleid)en ebne baS Jf)dutletn. 

G. 6ommetei£f)eltt nn bem Sweig ; mm beo «. bie obere ©ette bet 95Idt» 
ter, unb beo bie untere ©eite mit jroeen linfenförmigen 2iH«rou(l)fen ober (Bat» 
len lu fefeen. Sßom 2. September 1770. 

S)erglei(ften linfenförmige ©dtten finbet man in mn^tw fahren fefet bduf« 
flg; bagegen mu8 man felbige in anbern ^öören mit 3J?i5l)e futften. 

©ie IV. ^upfettafeU 

H. ein 3t»eig mit größten oon bet SKinfereiAe. Sßom 4. Sept. 177J. 
/. €tne fdfl jeittge Sicded n>ordn eine miprotbene Sruc^t ju fef^en. 

Sßom ij ©eptembet 1770. 

K. eine reife etd)el. ?ßom 24. Sloöembet. 

L. M. atbgefaaene alte eicbetn. Som 20 25etemb. it^a. 

a. ©etgleid)en ot)ne ©Aale, in bet SKitte bur*f4nitten. 

b. ^al Sldpflein »on einet Sommerei^e t>on bei öuffetn Seite, Sßom 
24. Slop. 1770. 

2:)erglei(f)en fion bec tnnern ©eite> 

©ie V. Äupfertafel. 

a. €ine ©Aale, m tsel^et bie gi^el oenommen, 

b. €ine giAel obne bie dufTere ©Aale. 

f. eine bergleiAen »ufammengefArumpfte ei^et, 

ä. Sine 



i6 (^if e 5lb{)flnblutt9 öon bei* Stelle» 



ä. eine qc\i)Mtt &6itlt o&er Der innere Rem. 
^. Sergleic&en »etbotbcne Ctcbel. 

iv. gine befonbete ®aDe mit Der norf) txirin (iegenben gl^el/ betgleic^en 
"1721 imb 1722. in ^(igeu bei; ^erfprucf bäufiö flewfl^feni rooöoit anriet in 
»ein eabinet t>f ? ^)ertn Biiftiere ciele aufbebalten finb. 

1. (Sine 3(rtif({)0^enfomi9C ©aae. Sßom 20 6ept. 1770. 

2. ein eic{)enblat Dom 29- ©ept.diif ber untern ©eite mit i3erf^>iebenett 
®aaen, »0 fid) fold)e aaejeit, iinb mar «n «iner Kippe 00m Slat; wegen M 
ftdrtern 3«fliiffe8 üom ®aft beftnben. 



II. 5I5r)aiil)[ung 

£au5^ ober 93ldttei'5duine, 

55te 55uc^)e/ QSufe, %\x^t, 53uc^baum/ «Kotf); SSBfi^^ =lBiiiteri 
©ommer* 35cr(j-- ^IjaU ^ragc? 9ifluf)* 9??flfllnicl)c. Latein. Fagus. 
gran^ Le Hetre, Fau, Fouteau, Foyard. gn^I. TJie Beccli, 
The Beech - Tree, 

ie !)iof{)6ud)e ifl fin fe^r fd)onct Saunt/ wcldjec iit bm i^m atifTanbiam So» 
ben eine 6ctrad)(lt(^)e ^o^c ocu 80 (gd)u[)cn unb brübet/ mid; eine i)cr< 
taltni^mdgig« Sicfe erhalt/ ge^^rt folglid) unter unfece gciJften Saume / baue« 
flbet nid)tfo lang bie €td)e/ unb nut cfwan gegen 150 '^o!cxii wobei ju mtr» 
fett/ bag fie »on unten auf abliebet. 31uf biefcin Snum i(i baö mdunlid)e unb 
weibliche @ef(tlccfet bei einanber. ©ie bIü(Kt ira SKat), ftü^et obct ft>atet/ nad)« 
bem bie SBitterung iff. S)ie mannüd)en SliUen ;Tab. VI. a) fielen in einem 
tunben Äaglein bei einanber/ tücld)e^ an einem langen ©fiel ()dugf. ^i'^t SIu» 
me befielet auö einem ©locfenfotraigen unb am 3ianb fünfmal eingefdjnitteneiu 
Äelcb (b,c), mit ungefähr laSfaubfdbcn (d)/ ober o^ne Slumenblii(. 

©ie tt)eiblid)en Siumen (A) boben einen glocfenformigen am ?fcin& uierfacft 
cingefd)nittcnen Äeld>/ worin bie ©tempfel mit i()reni breifpaliigcu ©riffel (0/ 
beren gu^ ju einer f!ad)lid)en mit »ier ESippen perfe^enen unb am £nb< fpigig 
jugebenben grud)t (Tab. VII. F.) tt?dd)(l/ »eldje bep un^ ^'0 jroeen oben fpijige 
breied ige ©aamen (Tab. VIJJ. i. 2.) ent(>dlf/ wovon aber mebrentbeils^ nut eincf 
gut/ unb bcr anberc taub unb ju £nbc bcö ©eptcmbetö jeitigen. 

©i< 

*) ^r. •C">frnt5 ©(cbiffcb giebt i, 2, 5, 4 ©drtmctt in einem Snifbtbcljöftiiii nti. Jjr. «)u< 
bamct vc^ct lUciDduptä »«11 f tSiiasicn in ciHcin '5tuJ)ti>i'l;ältiu6. 
II. C^eil. 6 




Ig II. 9!bi)auMun(], 

^ic 55Iattct (inb fcI)Jn 9la^Jc^^lvan!/ unb flehen njcdjfcliJwc!^ an bcu Steigen, 
£iic ?;iiibc bicfce iBauraö tft an bcn iiingcn ^ud)cii graugtiiti/ an bcn alfen 
o6ci' f)c[lörau, 

©njJ ^»ol5 ift inögcmcin fd^on miß üon ^arbc / wcld)« a6et au^ in ütv 
fd)teb£ncm SSobcn inö Vütl)[tc!:c ober ()caMnlid)c fallt- 

SBann bic Siid)eu chiäcln rtc()cn/ (b breiten fic ftd) mit i^trcn 3Ic|?fn fTarf 
ttuö/ tauben allc^/ unb laiTen nid)t^/ aud) fein &vaä unter ftd) auffommcn. 

55ie S?ud)c leibet nid)t leid)t üoni ^rof^ Sdjabcn/ fpringt aber bod) btöroeilen 
t)on ftrengci-/ fpdt im gcul)ja()r cinfalleiiiir Äalte ber Sänge nad), ton einanbcr/ 
unb UMrb baburd) ei^fluftig. 

Sie S^ud)c wirb am befTen bure^ bic an Ort unb ©feite / tt>o fte bleiben fol« 
leu/ aue(gef«ete 5^ud)enferne »crme()rt unb fortgepflanjt/ unb i^iqw btefe grud)te 
in ©ruben; \m oben p. 7. unter ber (£id)e gemelbet/ ben SCBtntcr über aufgehoben. 

55ic Sluöfaat mug erf! im Slpril ober ju 2lnfanft i(ß SJfaijö 9efd)el)ett/ weil 
fonfi bie jungen «JJfianicn/ burrf) bic oftcrö einfüßcnbc/ fpdltc aRad)tfriS(te t»<m 23ct» 
fcerben ju febr auögcfejt ftnb. 

35tc SBudje erforbcrt einen guten f)od)Ucgcnbcn S5oben. <Stc in fcl» 
bigem/ wann et aud) nod) fo j^cinig ift. (£ö füib mir öielc ©egcnbcn bcfannff 
wo ber 35oben mit ©tucfen »on wilbem SSuc^marmor ober ^alfffein bergejlalt 
bebcft ift/ bag man faft feine Stbe ftet)et/ unb bod) bie S5ud)en frifc^ unb gcfunb 
^erwad)fcn/ wicwobl fic f)iet feine folc^c ©roge unb Sfdrfc erlangen/ al^ wo bi« 
SBurjcln fid) bef]er in ber €rbe ou^bretten unö jlarfe»: werben fonnen. ^nU^» 
fen geben ftc bocf) baö befte 2Ba9ner()olä. *) 

Sie 

*) Üiflcb-tJerrndammcrratbCrÄincre Sfrilcitting jiim Jordhjcfen unter bct Sefc^rettuiig ber 
55uc()e fa$. 13. wirb bie SRotbbucfce fcljt feiten »om 35li5 getroffen. .5)icr finb feine 
eiftCMfti S[ö;)cte, „50?au fjft ett»«« fcl)r bcfonberö «ugemecft, bof fein ^Saum »ftet 
Dorn ^(15, M bie Siebe, feiuev fo fctfcii, aU bie MotObucbe, fo long fie 6eibc nocö 
grün finb unb auf bcm ©tamm fieljen, 6cfcJ)dbi3ct werbe. 5>iefe 2tnmctfung f)at ibre 
Siiclitigfeit, fo gar, baf t»o gießen jmifiben bifflebenbcn SüotbDucben nur cinjeln btt 
ffnblicl), ieiie oom sölij nic^t feiten jerüfenicttert, rnib biefe undefcbabigct gelnffen wer» 
ben, tuclibe^ man auf ben boben SlÄcIjen ber ©ebirge m 6fte(len wabtnebmen faa. 



üon bfr 9\Dtf)bud)c. 19 

©ie S5ud)e liefert baß t)orjüglic()flc mib bcffc sBrcmv unb Solbelj. 

3um SBaucn ift untauglicf)/ weil cö iuct)t tragt unb balb ftodet unb fau» 
Cef. 3eboct) frtn man fclbigeö, tvaiin ee nod) griln unb in feinem eaft if?/ in^ 
SSJafier/ unb jum 2!)?ul)lenbau gcbrciudien. 

93or bem Stocfen/ gaulcu unb bcm 3Burra(lid) aber fan baö 35ud)?nf)oli 
»erwartet werben/ wann man (ß, md) ber Sngliv.iber (Srfünbung/ in bcc )!diff7cK 
©aftjeit um ?PfingfTen fdüet/ fogleid) in Fretter über Stelen jerfd)ncibet/ fcd)«f 
fißoc^en lang tn^ SBajfec legt/ unb beim ^)erau^ne[)n!cn / burd) Strcl) ober anbej 
teö ^tuct fo lange räuchert/ bi^ e^ eine bunne fd)ivar5c Siinbe bdommt, ba man 
bann bt^ jum &(btaud) gar bi^Öig ai;ßtrofnen la§t. S)urd) ba^ Sluöfdjnjijen 
in 2)ampfmafd)incn fan eben biefe^ ex{)alttw, unb ba<J 93jtc^en(>olj feftecunb 
mafetig« gemacht werben. 

€ a SRa* 

tuill nur eine feOr tncrftufirbige ^egcieiiOcit atifubreir. 3m Sabr i/jä. am Zas 
»or -Odern, in bea 9(nc6mittflgö(?unbcn jog ein furcbtwIicfK* ;Doniiern)ettct über ben 

unö serfd)(ug im Surflcntbum ^tanfcnbiirg unb bcn bcnhcbOartcn Sotjlcn uicle 
bunbert 55äume. Unter bunbect bcrfclbcn babc icb fclbfl 75 <Eid)en, einen tvilbcn 
fclbflum, eine Cbre ober Ülborn, etlicbe £fcbcH, 55irfen, @oI)[tvcibcn , Q:|>cn, 13 Siel)« 
ten ober KotOtnnnen gejabtt, aber nid)t eine Kot()bud)c tüabrgcnommcn , obneracbtct 
ber greife SlOcil ber serfeTjmctterten Zäunte «nter bcn 9lotl)büeben serflreuct gcjlanbcn. 
3cb (Jflte »crf)in gefagt, fo (ang beibe nod) grim unb auf bcm ©tnmnic finnben, träfe 
ber SSlij bie 6;id)e am öftejlen, unb bie Kot!)buebe gar nicbt ober bceb gnr feiten, ©enn 
in®ebauben nietfi id) felbfl ct(id)c Salle, bfl$ ®ud)enl)olj öont 35li?e befdMbigct tworbcn. „ 

*) .^err tDuljanicl fagt in ber 2lbl)nnblung öon ^flumcn ic. unter bem ®ort Fagus : 3(u« 
bem 95ud>enbols mfld;t mm md) ipcfte jn ben tSiiffm, »»efebe Umbettcs gcnennet 
tverbcn. 2Bünu bag Jjeft auä bcm ©roben gearbeitet n^orben, fo legt man e« in einen 
«DIobcl »on (Jülirtem €ifen unter eine «Prefe, nacbbem ber ?9tobcl worber beiiS gcmad)t 
«nb mit Äel gefdjmieret ivorben. ©tefcö Jpol; wirb auf geroiffe 3(rt füi^ig, inbcm 
ein Xbeil baoon ficb ätwifd)en bcn mi eifernen SBlecben, aui iüeld;en ber 5Kobf l beliebet, 
ouöbeOnet, al« löcnn eg ein COictaU t»are. ^3a« -peft fommt äui bcm 5)iobcl ganj fcr» 
ttg', ooUfommcn glatt, fel;r bart, unb oou einer jiemlid) angeneljmcu Savbe, unb e< 
«H nicbt moglicb, baffelbt in biefem ^uflanb nod» fut Sucbenbolj ju erfenne«. 



jcö gcrooiiucne oüi^c iBAitTcic (Uitctcö S^ol^. üor bec gaiilm^^ tvenn tß einige ^clt 
bariniicn lic^jt. ©aö fleii« oud 5:Hid)en[)ülä öcrfcrtigtc ©cvatf) ivti-b bloiS buccfr 
bas 3hu-aucf)«ni »or bcm SBuvmflid) b€ival)ff. 2)a^ ^tt(i)Ca()oIä 6t;aucJ)t ma» 
ticlfiiltig in bm ?0?u&leu unb ^pamiucrroctrfen- 

Sie SBapcc verfertigen auä bemfelben i^re nicf)re(le SIrbett. ?Befonber# 
geben bic unten frumm genjad)fencn 55ud)en gute ed)littfitfcn. 

Sen ©aftUrn bient tS jn Äimtmet^oljccn unb ©attetbaumen. 

genier werben ^>oIifd)u()C/ 2Burf< unb S?ornrd)a«feln/ sDiulterti/ ZtUett 
arofie unb Flcine ©etraibmaße/ Segen« unb 9)?eprfd)ciben/ auc^ bunne Sretlet» 
für bie ^iidibinber unb ©pilne 511 5luff(arun9 beö trüben Sffiein^ barauö gemacf)!. 

Stiö 33ud)CHlaub wirb an üieten ötten flatt bct ©trof>fdcfe unten i« bU 
©etten gelegt. 

S)iegnid)te/ S5ud)ferne, S5ud)nuffe/^ bei ung ^u<i)km genannt/ geben SO?a» 
fliinß far bie ec()tx>etne, njeldje aber bei «weiten nidjt fo gud olö bi« »on be» 
€id)eln. 

S)er ©cmtö tieler 55ud)fertte »entrfac^t ©d)minbel unb Uebli^fcifen. *) 
£>icfe Svudite geben mid) burd) ba^ ©c{)lagen ober Sluöpreifen gufe^ un& 
jtcmlid) t)dufigeö öef / m\d)(t an »iclen Ötfen/ befonber^ in Reffen/ fiatt ber 
53utter jtir ©peife unb jum SSrennen gebraud)( tüirb. €ö raiiffcn aber bie gru^fr 
»ot bcm iH-c|Tcn red)t jeitig gewefen fcDU/ »eil eö fonft fc^ablicf) if?. £^ mirfr 
fliid) in ber ipiilorttf berSranj. Slcaberaie Dem ^a^t i7'^6. angerat^en; SOBeil baS 
tieuniii;3fpve(jfe 55iid)L'I bem ?)iagcn fd)nblic^, fofl man folc^)e^ ein lanj 
in fteincrnctt wo(jI»ernja|)rfcn trugen in bie <£rbe uergtobett. 

*) 3it Si'diififcbeti ©amnrtunge« T. Vir. p. 4f, flehet ein ntetftviJtbiger gufalt, Bs 
ein «rnicr Än«b jicm(tc() »icl 35ucI)Fcrne, bie ttmi nuf einem ©c^merjofe« gelegen, 
gegcffeti^ gleic() bwauf Itml eetvptbcn, Ue SBalferfc^ftt 6efomm«tt «ttb bwaii aejpr» 
iea 



31 



I? 



^ie VI. ^upfettafel. 



in 3mct(} tjom i5 ^ar) iiHi woran man bei 
a- bic männlichen/ nnb bei 
^. bic njeiblidjcn fluten fic^ef. 

b. (Sin t)om 3rocig ab(iffonbertcö mannlicftc^ ®(ü(faicf)m. 

c. €"in cinjelneö ?5(ümjcin mit bem Äcld). 

d. £)cr9Uid)en ol)ne bem Äcld). 
«. /• Sicfclben ctroaö »ergri'gcrf. 

Stwa^ mef)t »ergirdgctte einjclne ©faubf^ben. 
h. (Ein oufficmad)tci: Äeld) üon einem weiblid)en SlütfdSjcfjen. 
Ä €itte aiifgefcf)niftene n)ctbltcf)e ^lute, rporinnen bei i. ber bre^rpoffigc ©rifef, 
ouf ben jungen Saamen^ unb bec onbete bei 2. &«tai«Säenommen ju fel)e». 

Tab. Vn. 

r. Sin weibli^eö 5ri5d)flein t)om 27 S)?««. 

V. £)ergtcid)cn »om asl^en 3""«"^ / f«* «"f ^- ©rtHttt 

bepuben. 

E. Siefe Srud)t geofnet; »oöotr bec eine ©aame (bie, wann fie nod) nie^ 

ganj reif finb/ fei)r bid)t an einanber liefen) ()«<auÖS«nbn"M«n »fr 
J". eine gefd)lofFene reife §rud)f.^ 
ft. €in aufgcmad)teö ©aamenqebauö. 

3. Sie üwccn (Saaraen ober IRüffc f)««»>ottr 

4. Sin etuEc^en btö innern Äern^. 

Tab, W\\. 

G. (Ein« ganj «ife grn*t, bom 15 (September, bi« Ibre fla^Ud^tt ^»illf« 
gei5fnef/ rooöon bie jween ©aamen i. 2. auffallen wollen» 

3. 5n>een reife ©aamen/ wie fie nod) an tinanber (Üben. 

4. £in einjcincr (£aome. 

5. sr^ie ^)ulfe »on biefem ©aamen »on innen anjufebt«' 

6. 2)cr traune Sern auö biefer ^»ülfe. 

7. S5er aiiö ber innern ^ülfe berauiJgenommene ffelbUd)f« JCern. 

8. Ser aufgebenbe ©aamc mit feiner Sßurjel. 

9. 10, Swei iiwfl« 9)flanilein mit i&ren «rften blättern. 

C3 III. ^^mh 



22 



III. mi)anmn^ 

Uüb' ober SSIdttcV&dumf. 

®je '^Bei^buc^e/ ^ainbud^c, gemeine |>ambuc^e/ ^dgcnkt^e, 
^ornrau. D\aud> (gteiiv. gwerg* ^ccfc» ^au* ^adjen^ 3aunbud;e 
Dbec^udK. 9voU^of5, gle3elf)o(5, :&a«r)ols. Latein. Carpinus, fquamis 
ftrobilorum planis, five Betulus Linn. Sp. P], Oftrya Cord, et Oftrya 
Ulmo fimilis, fruftu in umbilicis foliaceis, C. B. Pinax, gcanj. Carme 
ou Charme, Charmille, Charme commun, (Sngf. The common 
Hornbeam, Hard-Beam, Horbeara - Tree, 
Hornbeaum. 

ic SKet^» o^ce etcin6ud)e ^af auf bcm ttcmli<*ctt <Btmm männliche unb 
weibliche Blüten/ aitt auf öerfdjicbenett Stveige»/ ob« aud) nur auf 
t>crfcf)iebettcn ©ticicn. 

Sie mdnnlid)«/ jtemli* lange SBIutfajlein (Tab. IX.«ttbX.a,b,c,) 6e(!e^ett au« 
ec^uppcn, untcc beten jebec man 8 biö i6 ganj furjc/ tau^c ©taubfdben mit 
ebenfalls rauben unb gelben ©taubbcuteln fünbet. 

Sie wei6lic()enj?djtein(A.B.C.) finb füFjet als bie mdnnlicftett, unb 6ejTe5en 
ebenfaßö auö bldtteJ:d^)nlicben/ fpi^ig julaufcnben, am £nbe paarigen/ njie Sac^ijiegel 
öbcceinanbecttegenbenScftuppen/ beten jebe einfcbt Heiner gtöcfetlein mit jwei fe&t 
feinen 2Ratbcnfpi§enuntet fid) bat/ woraufJ jiemlicft batte unb mm, betif^tmig 
flelTtciftc, etwaö ecfige 31u§lejn (Tab.XIl. i.) mit «tnem fugen Setn (5) wctUn, 
5Die «lutejeit i(t ftu& obet fpat im Stptil. 




III. ?Itl)anMun(5/ wt\ bcr SSciebuc^e. 23 

r ©et gai\m< jctf iget .511 Sube bcsJ gepfcmbmi/ obci: im £)ctcUr, unb wirb 
fogfdd) in bcn 53obcn/ bcc mit feinem ()o()cn ©ims^ bcivacf)fcn; mit bcn giiffin 
«ingetvcfen/ aneroef)! bcrfclbc öon ftc{) fcltfl unter ben 2?dumen ()«iifig aufgebet. 
9}ian fan folcfjcn aud) in ©ruben/ lagenwcid mit Sonb t)ernüfci)t/ biö jur 3lue< 
faat im auf&cbcu/ wobei abet, jur SBorftc&f wegen bcr 9)Jdufc/ eben auf, 

unb ritigö ()crum/ 5SacI)()olberi'cißi9 ju legen. 

Sic 5^ldttei; (!cben wedjfeföwcife an ben Jweigen / ftnb otfal / aber oben 
jugcfpijf/ jjon bcr mittlem Diippe an gegen bcn 3lonb ju/ fc^r regelmäßig gcfdl» 
feit/ unb werben jwar im ^?crb(i burr/ bleiben aber bcn ganjen ffflintcr buri^ 
am 25aum fangen / bi^ (tc cnblicl) bei bcm neuen Srieb bcr SSdurae abfallen. 

55te 2Sernie[)rung bcr 2ßci!Jbucl)e 9cfc()icbet am bcflen unb oortbetl^aftejlcn 
burd) ben gaamcn. *) 

3n gutem SBoben wdd)|! bie 5Beiöbud)e jicmlic^ gerd)Winb/ unb bisweilen ju 
ITarfen ^Sdumcn/ fo/ bag mir uberflaftcrtge befant finb. 3« fdjlec^fcm 93oben 
wdd)(I fte gemeiniglicl) frumm iinb öorfctig. 3u ^jccfen unb grünen SEdnbcn in 
Un @dcfcn wirb bie 2Btiöbud)e »orjüglid) unb mit Sßugcn gcbrnud}f. 

SIber bem SRnji unb SBcrf^oli won betfelben foramcn nid)t »tele anbere ^»olj» 
«fett na^e ; wnb wirb baffelbe »icttei^t eon Jeuum an @üte übertroffen. 

'SlUc .^anbwctfec/ bie .^olj »erarbeiten/ braudjcn biefeö bartc unb fefte ^lolj/ 
fcefonber^ bie SKuOet/ ©d)rcinet, S5red)ölct ic. 

Siur tm SBeftcr unb in bcr (Srbc baucrt e^ nic^t lang. 

3u S3renn< unb Äol^l^olj i(? folc^e<J ebcnfaflö ganj öorfreffid!). 

3luf bic .^utweiben unb anbere leere ^pldße jwei Kutten weit »on einanber 
jepPanjf, unb an bcn 2Jc|!en/ bod) nid)f na&e am ©tamm Myaut, wobei aber 
berÄopf ober ©ipfel »erfc^onf werben mug/ geben bicfelben ungefähr alle ad)t 
3af>rf gute Neuerung auf lange Seiten. 

S5ci bicfcr großen SRujbarfett öerbient bie SBeiöbucöe imii, bag fit fleigig 
Angebaut unb t>ermel)rt werbe. 

•) Set .^r. SHcßieruiiggrfltb »on »i-ocTe gic6t aucö bie «ßetmefttung bur* SCBurjclfproffen, 
in feineil h>«bren Orunben ber SprUtviffenfcöaft T. i. p. 294' Jf- für fe&t nuilicö an. 



*4 

'^k IX. ^upfertafcl. 

I. ^tn Sfnofpcn5Wd(|lmi/ t>om 28. 50?ctj 17Ö5. 
a. (Sin ^mctglcm mit jungt« mannltd)cn SSiutfajfein/ t)om 20. Slpcjf. 

A. (Sin 3mciglcin mit rociblidKn fluten/ iinb nod) ein Stveiglciw 

B. mit (»dbltdje» imb männlichen SBluffdjlcin b, »om 19. Slprll. 

5)ic X. .^upfcrtafßl. 

€in älttm 3n>m »om 8. 20?«^)/ tporan «h^ 
c, mdnnlid)C/ tmb bei 

C. njciblid)c $iluten j« fc^en. 

I. 2. 3. 4. Sergliebecung betr mannltcften 35Iu«. 
5, bi^ II. bie roeibltdje Sölute jergliebert. 

^ic XI. .Äupffrtafcl. 

<Stn Bweiglein »om 9. Sunt)/ m 

D. ein TOctblid)eö (Saarnen' ober Stu^tflrdugleitt/ un* 

E. eine bldttevfotmigc @d)uppc »on potnen jeigt. 

F. S:)cv9leid)en ©d)uppe auf bec bintem <Büte, tom 15. 3utt»). 

G. 2)er9lcid)en »on »ornen ; tvovan baö junge SRuglein/ ober S5rud)rtein lu 

fe{)cn/ üom^s. 3unp- ' 

H. SetgkidKn dltetei^. 

©ie XII. .^upfertflfel. 

I. Gin bctgleidjftt reif«^, unb 

K. ein ganjes' ©tcdußlein mit teifc« ©aamen, gci5(^fett/ obct SKufilein, üotw 
ao. öcfobcr 1778- 

1. Ein üom ^lat abgenommene!! SRugleitt/ bom 24 SRoöember. 

2. Scrgletdjen/ ivoeon bie dulTece ^jülfe abgerd)abt ifT. 

S. Siefeö aufgefptcngt ober geiJfnel; roorinnen ber i^ern tu fe&en, 

4. Sic braune ©d)aale/ worauf ber 5vern gelegen. 

5. 55er Sern bieeon. 

6. Sin jungeö ©fammlein obei: aufsesatifleae^ SjJflattiUiR mit bct ©Hrjel, «ti* 

fewcn erften flattern. 



IV. %h\ianh 




IV. m^anhlnn^ 

£au&» ein ^Uttnbäumt. 




on biefem f(f)6nen Smim f)<ib<tt ö)it sroeierlei Slrfem 



1. Tilia föem'na folio majori C. ß. P. Tilia, foliis molUter hirfuds, 

viminibus rubris, fruflu tetragono. Rai unt) Du Hamel N. 4.. 
sDte gro8blrt«rigc ober Sommetltnbe. ftiibe. Cinbenbaum- ©raMinbe. 
©emetne breitbldttrige gjnbe. ^»oadnbifcte, Jftamburglfcte ßinbe. Stäb' 
linbe. £)ie gemeine tuilbe unb lahmt ginbe. ßa(lt)oU. Tiileul. Til- 
leul ä feuille large. The Lime. The Lime-Tree. Common or 
bread leav'd Lim« Tree. Tlie Cred- tvvigged Lime Tree. 

2. Tilia foemiiia folio minori. Tilia fylveftris. Tilia fixatilis. 

fleinbldttrige Ciiibe- Die Sßinter» Stfin« 2ßiitb. ganb« Spdt« SBerg« 
ed)nial)(.iinb JPiartbIdUnge finbe. Jp>ar(e ginbc. Tülau. Tllleuide» 
bois. Tiileul ä pctitcs feuilles. The female Lime - trce. Smalleav'd 
Lime - tree, 

©eiberlei ßtnben babcn etnertei 93h'iten> ndm(i(6 3n)tff<rblöten mit einem 
funffatt) eingefcbniftcnen ftld) iinb fünf rofenförmig (lebenben SliimenbldN 
tern ; etlicb brei^tg etaubfdöcn mit einfad)en etaiibbeuteln. (Tab. XIV. g) 
2I«8t)emStud)tleinCA-B.) wirb eine siemli* battc Capffl/ worinnen met)teH» 
tbeil« nut ein &amt liegt/ Der »oßfommen wirb. 

II. zm. JD 



a(f IV. 5lb^anMung/ 

JDicfer SSfiimen lieben fecb« ober aiii) mhl mehrere nn einem jtemlic& I<m, 
flen Stiel/ öet SlebeuiUele iiuö unten bei feinem Shifdiig ein 9rün9elblic()e5 
iiemlicb lam^ ßlatteS Sjebenbldt (b. d) ^at, luelcteg erfl mit öem ttiel ab« 
fdat- Sie SSluten/ wie oucb Die SÖlumen imt) bie baraiif foIflcnDen gru^bte 
felbjl^ftub «n bet gro^blätttiöen £inbe anfebnli^tt iiub ßröffet/ aU an 'oet 
fleinbldttrioen. 

Sie iBldtter finb «n ber eommerlinbe ebenfaffg iim «ieleä groiTet» m\$}tt 
«nsiißfeiffen , imb »on lebl)aftec ßrunet gnrbe, all bieanbec tUinbUitiriöen 
»ber SSintcrlinbc. 

fi?ejbc 5(r{en werben »om Noamen gesogen/ welchen man gfei^ mit bet 
Seitigungnn einen fiebern £)tt (den, iinb febr mentg mit Srbe becfen mug/ 
ba berfelbe auf bem bioffen SSoben aufgebet/ wnb ganj befonbetä aulgefpijelte 
©aamenlappen jeigt. 

Sie üom 6aamen gejogenc 'Vflansen Waf fen anfangs jiemli^ langfam. 
SDeJroegen erjieben bie ®drtner tmb Q5aumbdnbler tbre Cinben »on ber SSrut» 
t»tld)e l)te an ber €rbe »eggcbanene f^en etroa« (larf geroefene t'inben febc 
ftdnfia austreiben, »ieroobl bie anf biefe 2irt gejogene l'inben niemabU fo groffe 
«nb alte etdmme geben, al8 bie »om Saamen gejogene. 

25ie (gommerlinbe nxi^jl gefdiroinber all bie Sßinterlinbe, macbf einen grof» 
fenS5ö«m unb erlangt ein febr bobeJ SUter. **) 

Sie 

•) 2(tt einer ©ottinterli'nbe fejte tittßmaW tin^us »o« einer nttbcrn finte, bie groffere 
äBIattet bitte, aU tie gemeine. Saö üfug ttie3 iti forgeiibem SriiOfiiig eiiicii ©c^ug 
mit 4 SSlflttern, imn bie jtvet unterftett 2 1 in bie £di!ge unb] 2 (5cf)ub ^■tt 
bie 95vcite batten, nncb bem «Betfejen an einen ttofnern öxt nJet nicbt gfSlfer isaren, 
flU bie wn bem <Btmm, ber bnö Stng Oergegeben. 5>iefe jlvei ^Sldtter bnbe bdmabW 
bem .^ecrn ©ebeimen 5«atb Zvtvo uberfcbicfct. 

»*) £ine ©tunbe mi ©rdoenberg liebet m jOorf Cafrerg eine febr groffe unb obne^wei* 
fei febt flUf Sinbf , tvelcbf im Umfang 45 ©cbub «nb an •f'obe <Jo ®cb«b Ut, ©ie 

, i(l 



»Ott öcr Sinbe. 27 

2Me ßinbc I<ißt fi(ß< nxtnn fie awi) f(^on älemlicö fl<tr?/ «ecft fltiföerfejm 
iint» befommt fet)r Uictt. 2Uif eine «roffe breite an einem SBero ßcgen ?0?ittafl 
Dem SSoöen glci* liegcnbe ^Matte »on iSucb «obec wtlben ?0?armot fejte eine im* 
flf fcbma^e l'inbe in einen tIeinen brtbin gefcftöften J^iSgeUon Srbe aiif Denblof« 
fen Sflffn» lies aOe ^al)U aiiden fcenim etwas Eibe onftfcitpen/ nnbbiefe finöe 
ttat in n)enig ^abxtn mit ibren Sßiirjeln über Den Sflf«" l)er<»;g in Den benim» 
(iegenDen Stetten beraujgelanffen/ (lebet 0116 termablen in im bellen 

25a5 JE)oIi,t)on t)cr ginbe i|l reei«, Iti^t, jdbe, Id|l<i(b gut fcbrocirj beijen/ 
teilFet ober fcbreinbct nictt leiAt, i(l aucb bem SBurmflicbc nicbt fonberlitj) nn» 
femorfen, bient ju Xif(ten/ (Ecbrdnten/ Ctublen, in fO?u(bern/ €(t)u|[flni 
Seaern/ Sleilbrettern, 8inealenK. Sie SSilbbnuet fneben balTelbe. 

25ic S?oble tnugt jum 3eii)nen, tttirb «iict änm ©cbieSpulcer genomtneit. 
2Da8 Üaub giebt gutter m bafl Sßieb unb gute etrew jum Unteratenen. 

S5tc finbenb(i5te i{l ben 85ienen auferorbentli^ ni5jli(& unb jntfdflntö/ 
unb büg »on felbiger abgejogene JlPaffer tvirb (larl gebraucbt- 9^a(& ^ettn 
SDoctot JDüvoi bobrt man in fJJteuffen bie ßinbeu ani mit bie SSirten, um 
tag SBaffec abinjapfen. 

SDte 3linbc giebt ben 35aft 511m Söinben, tinb ba bie ?inbe in tUtiJtanb febt 
^)dnfftg üorbanben i(l, »erferttget man b&ften bie SO^atten jum einpafen bec 
SBaaren, iinb au^ ecbiibe» raelcbe aber öon fcblecbtet tiauee finb. 

Sie f [einblättrige gtcintober.SffiinterHnbe, »d^d «ngleicft langfamec äff 
Die großblättrige/ ai«bt aber bagegen aucb feßereS «nb jdbcrel ^>olJ. 

© a er/ 

t(i »otita 1)001 utib fc^o« jtvetmal)! (lu^gctrimnt. ©oii|l«tt fonnte ein jiemli* grofRf 
SOlatm burcbau« retten, obne «tisuHolfeit; fie bat ficb aber beritad) »on oben unter? 
Warn etlicbe @d)ub tief »etlvncbfen, fo , bflS man nicbt mcrjr Durcbrciten, luoblaber 
fcrinnen umwcn&en fan. Uebrigen^ bat fie nocb einen areffen (ebljaftcn 9Bali). 

mi(S)t tvcit ba»ort ftcbet eine, bie »öUig gefunt» an^fieb«, »on 2« ©cOnben im 
Umfang unb über 70 ©cbuben an aSifl« «nUtWMtS befinbltct« ffbt «It« 

flrpfTei; Stnbm nicbt s» 8«ticnfm. 



28 



XilT. jvupfcrtafcl. 
Fig. I. din Snofpensweiflffin htt mhmtütt'be, com 20. iMpril 1778. 
2. (Sin Q5Idttcr(lV(iiiflein mit öims hingen ebet fletncn SBliitcR a, fo auf einem 
SRebcnblatd)en lieaen / com 5 Ü3?at). 

3- €tne ftbr f leine ?blatk\\i/ fo ftc{) in ben 8inl)enb(i5(en diifMlf. 

4. 3)iefelbi9« tiitd) Sir. 4 cergrölTcrr. NB. £)iefe Slbbilbung fommt jnxtc 
In ber lejtcn SUiecßbc beg ^mn Saron con (Bletdjcno öweeiicffncit 
tiiiffofFopi(<t)m fHnt&erfungcit bcy t>en pp«ii3en/ 23Uinifn iml>25lu« 
teil/ CJnfe^ten iin& ßt^^el•n ilTci-fwitröigf citen Tab, LXXVI. Fig. 6. 
tor, linb i|] bcrnndd) eine geborgte gigur; tceld)tS mnn M«l)fr nocb nicbt 
fletbati/ unbaiid) fiinftig nt(t)t 9etd)el)cn roirb: 5Ueil aber birfes SBevf tii 
eben btefer Jp>anbliin9 beraugfomiiit , fo l)at bcc Sßericger, auf roelcbein 
»bnebin bilber fo tele aiirf) tunfttg C'ie SBeforgung nnb Jf)erbcifcl)affun9 bec 
fämmtlicben Slbbtlbiingen fomobl nis nud) bet i?tid) «nb bie Sauminntton 
bet wilbcn ißinimeic beruber, fein Sebentfu getragen, biefeg fd)önc 3nfeft/ 
ba eg bet Siouui ber Supferplatte gedattet/ oud) biet corjufleaen. 
J)ie ertldrung jeigt bie Slbbilbung felbftj auffer,. baß bet JF)erc Ser» 
faffet cetmutbet: ba^ biefe a3latlaug cielleid)t bie crfte Jfxiutung no^) 
m*t überjlanten bat, unb ba^ an bem fitbenben SÜng jicei l)etöct|le» 
benbe 5lPdr,d)en s- mit ftittbaren öeftiunge» finb. 

S)ie XIV. .Stu^tcctafel. 

1. 2. 3ro«i) 53IdtAen mit altern ^Blüten b. c. d, 

3. ein eträiifletn com 21 Junii, auf beffen »blättern fid) Diele ©äffen/ «nb 
tei e. iPlütfnöpfe, fümmt bem S^ebenblat befinben. Stflur. 

4- 3ftgt bei f. einen SBlötfnopf, ber ficb balb öfncn »iD , bei g. bie offene 
SBlute, h. eine ocrberbenbe SSlute, unb bet A. ba« gtud)tlein, woran nicbtJ 
mebt con ber Stute m feben ift/ com j Sulii. 

?. ein einielner Staubfaben. 

B. €in SriidJtleini com 27 3«Iii' 

S)ie XV. 5?upfectafe(. 

C. D. 9lfiff5tu(f)fe ober 3?i46leinobne unb mit bem SfJebenblat >.com2j Sept. 

2. J)ie ^ülfe obet eine geofnete ©aamenfapfel con innen onsufeben. 

3- Broctn reife €aamen. 

4- <». 6- 3ui»9E ^Pilmijletn ^te ©aamenbulfen geben offerg mit auf, bfei« 
b£n am awij im lidtil in bet Svbe an bet ia^uriel banjen- 

V. Abt 



Der wil&cn 

£au6^ ober SSIdtterbdume. 

«■——SS so» 

cfc(;crn/ @tcinefcl;e , <2Bun^f)o^JNum , Ö3ciöbaum , ^nngcfpc, 
^at. Fraxinus, gcanj. Frene obcc FraifTer. (Engl. Ash- 
Trce, Common Ash-Tree. 

te (£fc()e tfl ein febr fAöncr, mit feinem Sfamm gerab in bie •?)6{)e flehen» 
■^«-^ bei-sP(inm, ber niid) feine 3Iel1e orbentlicfe anfejct, imb nicl)t fonberficft 
«nlbreitet. 3n einem guten '?oben erlangt biefclbe eine au(fctorbfntlid)e (Srofft, 
iinbicbbate eine an einem flicffentm S?>ninnni (lebenbe geftben, bic weit über mei 
Slnfter im Umfang gehabt , iinb beim Umbauen no* gani flefunb geaefen- 3(ft 
bebanre; baß tA bie ^>oljrin9e ni*t oejeblt. 

2>ie efdie ivnAfl faft in jebem Stoben, roenn er nur nicftt gar ju (rocfen 
«nb fanbig i|l. J^err JDubrttner bat felbige in fe br fd)le(I)t<n iBoben gepflanjef, 
wo fte befferfort gefommen finb, aU bie bat)in gf .ejte Ulmen imb 9?Hßbanmc. 
3« gutem »Poben tjl it)t 3ßiid)g einer ber gefAroinbefien unter ben faubbänmen. 

58on tinferer gemeinen Efcfie baben einige Stamme blo« fcufttbare 3roit» 
terblüten, antece nur n)eib(i(t)e, roiemrt)! man auch bisweilen auf ben etdmmeti 
mit StDttterblüten einige mciHicfee, nnb auf ben (Stämmen mit weiblicden, eln# 
gele frntbtbare 3roitterblufen ftnbet- 

£)ie fluten (Tab. XVI. Fig. 3. 4. 5.) erfi einen, na(!)bem bie 5lPlffer«n9 
iffi friJbwcbet fpäter/ im Sfpril, oberju Sinfang be«2JIai. Sie SaitterbliJ» 

ID 3 tm 



30 V. 5lb^anMutig/ 

ten f)akn mittM^ nocfe SSIiimenbldtter, fonöernniir m\ turje (^tmibfdbetr, 
Deren ©faubbeiitel »iec Surcbett jeioen- gru^tfein, ober Der (Stempfei ifl 
fliifrtngg nxiljeiifotmig , bocfe etroa8 breit öftruft/ mit einem ©riffel/ «iif \>m 
iai in jroei Sbeile getbeilte Stigma (lebet- 

Ser ©aamen (Tab. XVII. a, 3.) i^ein (dnglic&er/ efroaS breifgebruftet / 
am ©efcfema! bitterer iinb f(fcarfer Stern (Fig. 5.) in einem Idngli^ten, breitat» 
fcruften, oben biSnnen/ etroaä jngefpijttn braunen Sdiglein E. 

IDie Söldtter (Fig. i.) (lefeen an ben Steigen offlen einander iJber/ uno 
fnD gefieberte, cber folc^e, biean einer langen üiippe, gegen etnanber fibec 
paarroeiS lleftenbe SSldtlein i^ahn, enbigen ftcb mit einem SPldtlein, unb geben 
gutes gutter oor Siinbuinb S(t)aaf«33iel)/ mt benn auiö bie ^irfc&en wnb3ic« 
be biefem üaub (iarf nachgeben. 

Sie ?lf(le eon ber gfcbe breiten fiift nicbf fonberlicO aiiS / bie SCurjelu aber 
bellomebr, «nb jinb begroegen nicl)t uabe an bie Selber }u fejen. 

S)ie ?Sermel)rung ber Sfcbe ifl febr ju empfebleu; imb gefd)iebet bitr(t)bert 
6rtamen,ber im Jp)etb(l jeitiget, »inb nöcb ^nxn ^üt)M\)clß 3^atb/ gleich 
mi) benerfien g}ad)tfro|lcn gefammelt/ laJÄroeig in (Sruben mit Srbe oer» 
mifd)t aufgehoben / unb imgrübiabri bO(^ nicbt gar ju balb/ au?gefdet roirbv 
weil ber ju lang am 95aum gebliebene mebrentbeil? ein 3<ibr lang , obtie anfju» 
fleben, in ber erbe liegt, wann man folcben aucb fcbon eor SßinterS gefdet bat. 

Sie €f^c fan jn Oberbolj nnb ju 9ieig« ober ©^)lagbüU mit SJujen angc» 
logen werben. 

€ie giebt febr gutes 95renn«iiub Äoblbotj , «nb wirb an Dielen Orten rei» 
benroeiä an bie ®rdben gcpflanst, unb fobann bie Slefle, aber nicbt nabc am 
Stamm, fowobl ju 35uf*eln, aU au* notb mit benSldttern, sum SSiebfuttec 
abgebaut unb getrofnet. asei biefen gfdjen aber mup fomobl beibem ^ejen al8 
bei bem Sßebauen ber ©ipfel gefcbont, unb ni(fct abgefcbnitten ober abgebaut werben. 

Sie €f4e giebt portreflicbe ©utfcbenbdume, unb anbereS Sßagnerbolä/ U* 
teften, {leine kid)te Leitern, Stbdfte, (gpontonSi 'Vifen, öeldnberßanflen/ au(& 
flutc« ecbreiner.unb Sre^Metbola. 



SnbfH Sebren, m tl üicle fogcnnnnte <?p(imfc^e ?Diufen Cantharls, 
beim Lin. Meioe veficatonus) gtebt, mtüt Sf(!)e »oti felbiocn 6f(er8 gcni 
faf)l oefreiTet]/ wie folc{)e8 niiift bem Liiac, gteinnjeiDe (Liguftrum) 
ttiebeifäbtct tbmi atet ötic^ «nbere 3nfcffcn an benfelbcit eAaUcn. SJJncö 
bem -Oenn Doctor iCi.foi iidgeti bic ^lornijTeii ober J^orneiffen bie üiinbc 
<in beti jungen Stammen ringSbenim ab, fo bnß l)crna^) über bicfem £*rt ber 
etnmm ober btr Sweia (ibjlerben miip. gben biefc« babe an ben grien, aber 
rod) rnebr (in ben fJirfrn gefeben, wo (le JF)o(jfafern , ol)nc Swcifelj« 
Dem 35au ibreS 3Je(lcä mitnehmen. Sie mdcten feinen geringen Schaben/ mann 
tin fiarfe« J^jorneiffenneß; ober gnr mehrere in ber ^a^HtlMt »on /ungen 
SSirfen jlnb. 



tet Qlb^ilbim^eti i)on bei* €fc&e. 

XVJ. ^upfertafel. 



in Jtnofpenjtteigtein com 20 ?0^erä 1779, 
3. gmc balbe Äiiofpe üon innen ttnötifeben. 

3. ein Brceiglein mit Siluttnbpfen com 3- 9£pri(. 

4. ©erglei^en , mit «ufgebenbet ^{iite »om 9 3lpril. 

j. £)erglei(ten mit gans ciuggeroacbfener Sßlüte, mm bereits bie jungetj 
5rijd)tlein ju fcben, oom ? ?0?ai). 

A. (Sin einjelnr! junges Sru(t)t(ein. 

B. 3njci dltere Stücttlein, com 17 ?0?m). 

C. ein 3n>eiglein mit breo gröffern grucbten ober Scidmenfapfetn, 00m i y 3imii. 

5Dic XVff. jlupfertafeL 
I. Tie efd)enb(<itfer 00m ly- 

D. Btrei ©fliimenfiipfefn ober 5rucf)te t>om 27 3unil. 

E. Q?ier Qam reife gartmenfnpfeln com 12 Öctob. 

a. 3. Sie (jiiä ben S;apfeln ober QJdlglein fatmiitmtnttim rdfe ©aatne«. 
4. y. ein halber unb ganjer Saamenfern. 
6.7' 3«ngc spjlänjlein. 

*) ^»afbfcfcrKn h>ilfcen 35fliimiuc6t ««td* t»"« 5©Prt Fraxinus, pag.aji. utit) (m ^« Sf?prO* 
^fttCKUifcÖfH Wims voce ülmus. £. yoS. 



3» 

Der ^iibm 

£aub ' Dkl- Slätter^dumc. 

^ie Ulme/ 3l»te, ober iKufter. 

^ert JF)ofr<jfb <B;ie&ttf* gtebf foloenbe Sorten ött, i.Ulmus campeftris 
^ CV' & Theoplirafti C. B. P. Ulmus vulgatiffima, folio lato fcabro. Ul» 
me. 3lme. Ulme. Ulmenbaiim. Ulmerbdum. 9lii|l« oöer SJö^baum. 9^i^|l• 
I)olj. ülüfibe- Etnbtafl. €ffen. eifern. 7)))ern. gpenbols- feimbaum. 
•^Jfpen. 2^ie gemeine rflubbldttrige frul)c aiuHer, mit fnrjftieliflen t)i(f)tett 
SJIumeniinbeaamcnbi5f(l)eln granj. Orme, Ormau, Olme, gnfll.Eime. 
The Elm Tree. Englif h Elm. The common rough or broad - leaved 
Witch Elm. 

a. Ulmus folio latiffime fcabro. Ger Emac. Tilia mas Matthioli. Mon- 
tiuimus. asreifblätterige Ulme, aßergriifier. SßflfferröHer. Urle. 
9irtn()lint)e- ßangiliclige SSliimenn'ifler. jgdllilme. Orme Teille. The 
common Elm. Wytch Hazel. 

3. Ulmus carphii folio, feu cortice arboris albido. Seiflfc SSerörfiftet. 
^obe breitblnttrigc "SiUtt, mit roei^li^er Siintte. J^xionbucfeenröfler. 
Sßilöe 'Pper. ®raue Siößer. Orme Irlandois. Hornbeam Elm. 
Hornbeam Leaved -Elm. Schmooth - Leaved Elm, 

4. Ulmus minor, folio angufto fcabro. giBfrgulme. Steine f(^m(lbt»«nb 
taubbldttrige 3li5|Ter. SKotfce SiuOer. Grmille. The Narrow- Lea- 
vüd Elm. 



VI. 5(b{)(ittblutt(5/ "t)Dtt bet? Ulmu 33 

?DdfOi fiifbt mtc^ noc^) ülmus Americana foliis aequaliter fer- 
ratis, bafi inaequalibus Linn. Sp. PI. The Carolina Elm, mU 
&)n nai) ^mi\ ^ofwtö <5lc&itfc^ Die J^oüanbifcbe T)pcr cntHanben fdn 
fort. 

25ie gemeine 9ro?bI(f(tcige Utme , fo m ntfe öOrige ©orfen finbef tiinn tet 
«118 in ber ^tene fe()r feiten, mU aber nuf Den (Scbüraen. 3iibc(feu babc 
fittjelne ©tämme mit {(einen gjldttern in einer gewiiTen (yegcnD, nicfct weit 
»on einanber angetroffen/ bie aber leine fonberlicJ) (larfe 6fämnie gemn^t bnttett. 

S)ie SBlöte Der urmen (Tab. XVIir. b.) ijt eine frn^tbarc Switterblüte, 
bie febr fruf) , iinö met)ventf)tiU fcf)on im ?Dierj/ eine geraume Seit oor Dem 
Siugfd)lagen t»e« Saiib^ jiim iBorfcbein fommt- Sie jlebt in jiemtic^ Harfen SU» 
f(t)eln bei einanber, an furjen ober langen «Stielen, i|l au4) groffer ober {(einer, 
n(j(t)bcm bie gorte id. 

eie bat fein »(nmenbfaf, fonbern nnr einen fleinen, niiämenbig grilnen, 
tnroenbig gefärbten ^Icfe , Der bi« jur 3citigung bt« SaamcnS bleibet- ©iefer 
Stedt ift öon einem Stuf, oben am Üianb mit 5 fleinen Sinfd)nltten. 3n bem 
Äeld) finbef man 5 6taiibfäben, mit oierfad) getl)etlten Staubtolblein. 

T>tn etempfel mijt ein breifgebrufteä Srucfctlein, mit mci ©riffeln/ blt 
«ben am <£nbe paarige SRarben (jaben. 

Srucfet (Tab. XIX. C. D. E.) Ober baS €aanienbcbä(tni« i|T (jäufig, 

fdfl oüal^ gemeintgliÄ) mit einem glnfd)nitt am obern ^nbe, l)at in ber Glitte 

eine ert)6l)ung, worin bag fii6ltd)e eaamenforn (Fig- 4-) in ©e(lalt einer i?infe 

liegt, tveliteSnndj^erm^^ofratbiBlet'itf* »oiiben J^ünernbegierig gefu(l)t nnrb. 

©iefer (Sanmen jeitiget bei iinS mel)rent()eiB nod) au Snbe be« ^ai, fruf)er , 

cberfpdter, mnibem bie 9(rt unb bie Sßitterung ifl, roirb aber in mand)em 

^abr fad »oQig taub. ?0?it bem 9Ibnebmen beS Saamen« i(l aber nicbt roebt 

iu rcarten, bi« berfelbe tjcnig braun, fonbern man fan fDld)en nod) sifmlicft 

griin fammeln , -recun nur ba« Äorn re^t fefl ifi- Sr mi ademabl febr biSnit 

miigebreitet werben, weil fi'd) berfelbe gleid) ertjijt, wann er ttmi bit li<gt. 

g Sic 



34 5lb^anMung/ 

£)te blattet ttoti bet gemeinen Ulme (inö brütbalb Soll lm> ^SoH treit, 
ficif; ätemlicb bit, rmit) fltijtigreifen/ »on biinfelgruiifr babcn auf bec 
«ntern Seite ftnrt bevöDrjlebenbe SIbern , (iiif ber obern bergle id)cn fSerttefun» 
gen, iinb einen furjen Stiel- 2^ie conüberfornmentm ?-;t)ein!dnDifd)en ©«amen 
erjogene bßben nid)t ijber einen ,3on in ber Streite; 2 3oD in ber edußt, ftub raub an» 
nioreifen uub baten ebenfaQg tuvüe 6ttelc. 

3Die ffiermebntna ber Ulmen iH wegen ibre? fluten *olje« iinb fcbneflen 
ss?ö(b«tbum8 febr ;u empfi'blen, unblöef.-bitbetam bellen unb leid)teilen bnrai teil 
g'aamtn, »elfter foglei^ bei feinet- Sritigung auggefäct n irb/ bei guter 3ßitte« 
tung unb einfaflenbem avegen in «jentg tagen aufgebet, inbiefem^abr nocb 
einen Scbub bocb/ unbbrKbec voadv,tn tm, unb m\ ber 2i3interfdlte nicbt« leibet. 

J>ur^ btefe ^nUat erbdlt man öfters flarfe Slbdnberungen t n?eld)e ftcb fo» 
wobl im 3Bucb5, als an ben iRldttern febr llatf wn einanber unterfcbeiben ^i) 
babe bie gtfabrung mebr aU einmabl gebobt, bag m aiemlid) bicfen ?[ufce» 
ben« ungeacbtet, imbarauf folgenben Srübling fift nocb mcle Yfl^njen geseiget. 
£)ie 'iPfianöen fbnnen glftcl) im crflen Sab^ ber SMulTaat ober au(b gröffec 
unb (Idrier oerpfianjt werben. 

S0?anfeätbie Ulmen, wie bie äfften, gid)en, SBei^buften unb Srlen jnm 
S6pfen, fomobl Ju SSrennbolj, als aucb jum Slufoorren be« Saubi m baäiBieb 
im S3inter. 

£)ie Ulme treibet gern 35rut a«? ibren Sßurselnf baber J^ierr 5Dub<jmel 
unter bem 5ßort Uirr.us folgenben 3v»3tb gicbt. „3I5ann man grolfe, auf einem 
$laj bin unb reieber üebenbe Ulmen abbauet, unb bcn <plnj gern wicbcrmtt 
Ulmen befejt baben mUti fo Id^t man nuf biefem «plaj etlicbe/ jiemlid) tiefe 
©rdben auswerfen , «nb ade SCurjeln, bie man antrift/ ab ober eutjroeibauen. 
^\t\t ©rdben bleiben jwei biä brei 3rtbr offen, ba bann aüe abgcbauene 2Bnr« 
aeln (nemlicb bie im Soben jurüfgebliebene) neue triebe macben werben- 2^ie 
©rdben werben bernatb mit ber auÄgeworfentn Srbe eingefuttt, unb ber SBoben 
tten gemacbt. 3ßenn nun feitt Sßieb ö»f t>i«ff» ^l«» fommt, fo wirb berfelbe 

tue 



üott Ulme. 35 

iut (Setuise «Dtebet mit Ulmen befejf fein, Die mit «fflunfcö httan Würfen „ 
€8 bat (ibet ftec ^i)(l)futtlli(b ♦ iSraunfct)rceig. eeibmebiciiä su g\r(iHnfd)ivei3 
Soctoc sDüvot iii feinet i)ortrefli(()en ^)rtrbfefcf)en roilbcn 5"aiim3uc()t im. 
ttt Dem «ffiortUImus p. 493, ten ^errtt JDüfjamcI jtnre({)t cfrlldtiDeii, iDiiiiii 
€t gcfllaubt; üerfelbe wt&e (tti/ bie rtiigflebaiiene Sßiirjel» in Gruben su rccrfen, 
unD Don fol^jen Die Xriebe 311 ttmtttn, mmU tct) au* bicfe iiicbt raegreerfen, 
fonbetn auf einen befonöcvn iHaj pffanjen, «nb äiemlicl) jnüerficbtUd) junge UU 
men barnnS erroarfen roolte. SIber bie« fei mit nUet Jf)0(t)(i(J)tung gegen ^lecrti 
Soctot ©tivoi gejagt. 

■£)ec 2iulorDes Agremsns de la Campagne (Sinmiitbigfcüen be« £rtnbte« 
benS) fagt pag. 208. „ Ii eft fort remarquable, -que Sauva^^eons de Seuche 
d'Orme font des Ypreaux. „ (Sg ifi fe()r merfroijrbig , M bie 5I?m-3cIbrut 
»on ber Ulme Ypreaux ,giebt.„ Ypreau nennt et bie f leinbldttt ige Ulme- 2>iefe 
SBeobadtnng fani(I) n!cf)t ,iroI)( gfauben. ^ieift öbet fiiefieid)t an Ulmen gemacht 
Äorben» bie aufileinblnftrige ccuiitt gewcfen; von bcncn man fo[4/e« ni^t ge» 
ölanbf obet gerotifl bat. T>ai «jJftopfen in ba« fcblaftnbe 3lng giebt .^ett ©ü« 
f}(imd äu gtbaltung mib 5ßeimebtunflbet j)etfd)iebene» illmeivforten an. 

25'e Ulme etfoibert einen leid)ten, nicbt gat j« feiid)ten 55oben. SBitb 
felbige in einen gat jn fetten iinb fen(I)ten ©oben gefejf , fo iiebet fie ju »iel »£flft 
mt ba bann bet ißanm ttSiiU, unb bie Siinbe ficb Doöig AbVofl. 

SfJacbbem bet yoben unb bie @^orte i|], gitbt bie Ulme »cifdiiebenc« febc 
giiteg g^uj.iinb Sffievfbolj. 2)ie 2Pagnet fiicben baffelbeunb aroat üotjuglitf) 3« 
SJlaben. bient ni uielerlci etucfen in bie 3)?ub(en = ^läuimet , ju 'JJtcffeo, 
Leitern/ <l3nmpenf]ocfen/ 3i6bren, 3u 2ßa(fetletfungen, ßanonen.faüetten/ 
e^teinet.iinb Sanbolj, giebt ancb jiemlid) gutes Stenn --«nb ^oblbolj- 

25te Ulme mt fon(l in ^witmü) iinb J^oaanb bet einjige SSanm ju 
SiJIeen unb epajiergdngeit. 

S z Sit 



3(5 ' VI, 51bl)öhblung. 

®ie fliefct fefet fc^one 3aune unb JP)C(feii, imbbie fteinbldtfrige (ttune üaJdrt« 
be in Die ©arten, v»itl) aber üienili^ oft »on Den Raupen uöDtg nbacfreffen. 

JDie snorbainericrtnifd)e Ulme nit'o bei JF)errn iDuro» fel)t gelobt, babet 
(Iber fliKfe gemelbet/ böß bie J^orneilTea bie 3Unbe an berfelbtn abnagen, aic an 
ber S((t)C. 

bec 5(bbt(t>uugen Dsjit bct Ulme. 
xviiL mipfevtflfd 

Änofpenjweiglein, eom 20 ^?frj 1777. 

2 ©ergldcben mit (lufgebenben 95lutfn6pfen, üomas^e«. 

3. t)erglet(t)en mit oifenet Slüte b. »om i 9lprtl. 

4. S^efegleiAen, mm\ bie ®lute obgefdlien, unb (latt beflfen fid) bei 
A. B. Bwet eaamenbebrtltnißc ober grüßte äeigen, »om a+3lpril. 

5Me XIX. ^upfertafel. 

C. CPin ^rn^f.ober ©aamenbcbaltnis, wm 17 3)?aij. 

I. a. ©er au« biefet Rrucbt betansgfnommene nnreife ©aame, mit unboön« 
ben Jpdiitlein. 

3 ein !?lrttterjn)ciq , rooran bei 

D. ein ?8i4f^)el reife ®aamenbel)dlfniife jii feben finb, com ji ?0?ai> 

E. (£in einje(neg bürreg ©aamenbebaftni?. 

4. ein m m bönnen Södlglein ober ©aamenfapfel beranSgenommenet reifet 
ßaameiifern. 

5. 6' Simge 'PfldnUein- 



VII. 2(6« 



37 




©ic ^{rfc. ^irfbaum. ©emcine ^irfc. 58erfe. ^eiffc 5^irfe» 

^aarbirfe. O^taicn. 91Gunncbaiini. Sat. Betula (alba) foliis 
ovatis aciiminatJS ferr.itis. Lin. Sp. %m\\. Ic Boulcau. 
gnö- The Common Birch. The Birch -Tree, 

^'^ie S^irfe gebort iinttr bic 9?mime, m\H beibetlci ©efcbfe^fefct mif Dem 
•"^-^ ntmlirf^eii (?tamm, obct ton cinanbet al^qffonbevt bnben. J>if männ-- 
licbeii %\\m\ (Tab. XX, a. b. c d. e ,) foiiimeii fafl rtlle m enbe Der 3rocige 
cwi eigfufti 5?ncfpen in sifiiilicb langen 3dpfletn ober Ärtjffin berccr, bie fdioti 
im Dortgen üiiigiiil jiit gejeiget- (Sie belieben <x\\% lauter S.tiu'pen', jivifiteit 
n)clcl)en fid) bie etaiibbeutel beftnl)c,n; bie (tci) im 9lpri: no* cor bem ?(ii«briic6 
be« ßrtiibgofnen; febr bmCigin gelben taairen|](ii.b con jitt) geben iinb bann 
flbfflacn. ©ie ^njlrin mit ben meiblicbcn a*li'wrn f A. B. C > fniimen f i(i im 
grubinbr mi8 ^lätterfnoipen beroor , begeben ebenffiH? o"« 2d)iippen, jmifcbeit 
welcben bie recibltcben Wefcble'.ttgnjerfjenge (leben, finb öbcv ümi fuqet ulj 
bie mÄnnlicben. Z)te üivifAen ben ^^cbrppen be |inbl'(bi- 0a>unen tl"b febr ffrin, 
plntt, unb balD mit öioiTern; balt» mit Jletuern glügeln Pber bautiaen ^^iänbem 
tingefapt. 

€ 3 ©if 



38 VII., 5lbl)anblunö, 

Sie Setttgung be« Q^ivfenfdamtns i|t no^ bm Slbdnbeningen bet QJItfen 
febr üerf(^tetieti. einige QJirfen geben in m(incl)em 3<it)t fcl)on gegen bie ?!)?it» 
U m 3^\hi\h Dl)ft weniflUeng gegen bag (£nbe befTelben äeitigen emmi. 

i']69. ben 25- 3iiUit« würben mit ganj braune SJirfenjApflein gebracbt/ 
»on n>elct)en icft bie ©aainen tnüierSJhtmentöpfe fdcte, folc&e tdglicb befprengte, 
ben erften 9luüii(l bie erflcn '^ifldnjfein nufgeben, iinb bie mebrelTen «gdameti 
iirt(J)fommen fal)e. «Eeitbero i(l m\ biefen frühen SSirfen f(j(l aae 3abt bec 
©flflmen fcbon ben is^en ^uliug^ aU jeitig Äbsenommen; imb foglei^ mi* 
ocfdet njorben. 

2{Jibere ^irfen zeitigen ben ©(tarnen im ©e pfember unb Ocfober , ba ber» 
felbebann ancb <itf(tegt. Sfn anbern bleiben bie gaamcnäcpflein ben ganjen 
2Bintect)inbur^, fatl biJjn gnbe beSStpril, ober gar big in ben 5??ai «baig 
flefcblojfen/ iinb bei einanber, roann fie aiicft an ber freien 6onne Heben. 
?IBoBon aH(b ^r. Hapiei' in feinet 58erb,eferu,na beg 5or(I«)efen.g ater Slunage^ 
p. 120. ein e;empel njtfubrt 

3(6 »ia aber eben bieraiig feine befonbere 3(cfen mx töirf en machen/ wie \^ 
bann aud) nod) ni^bt geborig «nterfucbt/ o,binb.em J^ols ein grolfer unb roürf» 
li^er unterf(bie.b. 

S>ie !Bra(ter f?nb b£r5fot:imfl/ iObenfcbongrön, iinfcn <froa? weiJIi^A <int 
Slanb fpijig gejatt; inib baben jiemlicb lange unb bünne ©fiele. Sin einigen 
SSirfenfinb bie Slntter oben iinb nnfen tvottig ober mit feinen ^ixaxtn befeU, 
wie a\\6) bie jungen triebe. Eben fo ftnb bie mebrellen oon ©aamen gejogene 
SSirfen, wann fie no(^ ganj jung ftnb/ foy baf) man fie gar nicbt »ot ^Birten 
halten foHte. 

2bie iSitten finb bur^ ben ©aamen leicbt fortjubringen, welcber aucb/ na^b 
^evrn ©octor ©iivoi *) nacb abgemdbtem ©rafe, auf bem blolfen aiafen auf. 

ge» 



»Ott htt 55itfe» 39 

gebef« T)tn ftübett fde fooleicb nacf) bcm Sibnemen , jcto^ diif geb(i((cn SSoteti, 
bet fobanii bei flünllifler ?a?ittenin9 fofllncb aufgtliet, iinl) gutf/ üen 2EinUc 
fluSöaiiernbe ^i^aiijeii gtebt, öen anbernim fpdteii ;?erb(t. 

^an Um aber aujf) ßdiiäe ipiiije mit ((einen forool)!/ «U mit (Idrfem 
53f[ati5ftt befejen. 

Sie Q?irfe bleibet 40, ^o, 6c, unb in fldrfem; (leinigen, botftliegcnben 
ten Bief(eid)t nod) länger gnt/ roo fie diid) einen fiaiten, bisnjeilen mei)r ol« 
flrtftrigen Stnmm mn(f)t. j; err S:)uroi l)at m ^r(Uinfd)roeig 6ojäl)rige no(ö 
lebhafte SSirfen angetroffen, Die auf 2o Jus ^h[)t 2 5iijiim£>nrcl)f*nit(e baffen. 

S^a8 Sinfipringen Der 3iinDe am unfern Sbeil t»«« ©tammeä i(l ein Seicbd» 
beS ^Serßerben^ 

3nt)em®n{m, roornnter tcb eine braune, fcbmarje , leiAte «nb ganj loofe 
erbart ol}ne 3"famnienbang »rrflebe, fcmmt Die 95itfe nidjt fort- 

35ie ©i4tc m QMrfcnbolK« unb bie üerfd)tcbene S^rl-^e be(Telb«n fommt auf 
Uen 95oben unb ba« Sllfer ber ?ufcu an. 

J)cn Dielfo'(tigen?fiu{5en berSMrfe raiü id)au§ .fperrn ^ofratb (Blctitf* oor. 
trcflid)er «DllcmntifAcn einleitrug. in bie neuere ^otiln)iffenfd)aft erjeblen. 
£)ie «Pirfe gieNt gute Äufen. unb ^afireif', ^opfcnHangen , fciterbäumc, ^ar. 
reu, DeiAfeln, 3ccbe, eattclbäume, etübff/ 5)?afer jum einlejen, m 
fd)ube, S)?ulDern, Sergtröge, 3Uuben, gpijgerten, 5)efen k- 

(Das SSirfenbolj ift fed unb jabe , unb na^ *rn. JDiiI;i»mcl unb anbern 
im Sterben biirter, al« in rodrmern Cdnbern. 

S(J8 S?.rennbo[; wirb bem erlenbotj glfi* aff*djt, roo nicbt gar »crgeje« 
8tn, unb bie fobten mit anbern foblen »ermifcbt bei ben(£ifenbijtten gcbraucbt. 

S5er aius öom ^Pirfenborj wirb ju ber Suitbrucferfarbe üor ben be(Icn ge# 
galten. Slfcbf/ tie f«br gute Sauge giebt, welcbe ber Seibe iinb müt 

t>it 



40 "^ir. 5Ib^ant)Tun(}/ 

Dt« mWnt 0fi5ne ^axU toiebet itnmti liefert fo ö«fe IJölrtfc&e, alg bie 
BPnt)er gic6e/ ^iid)e2C 

SMe i?irfetirinbe bmnt wie Äte«, tinb roirb im Sfiijöiiben itntei; bettt 
Slnmen Xabbert befonberg bei bcii ^obkiimeiilctn öebraiid)t. eie gerbt citicb 
eut, (ibernicf)t fo (lavf, o(g bie gicteimiibe. ©ie giebtben befannteii Sirfen» 
tl)ecr, nemlid) bcn Dagg.eiv .txiggef, 2>fgcn, ff()iMrj 2:5e0eiUöl/ 3iiifio( Oleum 
Betulae vef Rufci &c, fo einerlei i|l, welAer tbetB bei Siibercitimg bei 3ti^' 
t<!i3 , tbcilg tDegen bec gdure bei einigen Sttbetten auf bjen SJJeiTingroerfen, fei. 
ntn befonberen S^uäen bau 

25ie SBcfle mirb juiveifen mit ©irfenlaiige gefod)t/ iiiib ioMn gffb gefärbt/ 
»orrtiif mnn bie Iffiofle biird) eine jtarfe Sru()e üon ber tDilben «li'iefenrbtbe jie» 
I)et, iinb f(f)cn rott) mrtcbt. 5^ie imaiifgeblübten ®(iinien;,npfcn geben, im fo» 
d)enbcn 2BnjTcc mflceritt , etraaS »on einer befannten 3n<i!f)gfcife , mt etli^e 
flnbere iBdtimavten. Sßon ben 33iitenfncfpfn imb bcn f«inen Steigen mijtt 
fiÄ im apinter imb Srül)ling bec 35irf[)nl)U. 

©Ute unb nuibare Herfen mit S5ivfen nnjtilegen tel)rt ber ju batb oernork« 
iie ^ert üon möiK^l^aiifcn in feines ^nuioaterg 3tfm Sbeil p. 104. g^acfe 
s^mn ?Diu-oi ma&it man in Sibirien feine üon ber ^idt beg TJapierg bunne 
burd)fiicl)tige fleine ed)i4ffe(n aiii bem SBirfcnl)D(i , imb ber Pappe üerfertiget aiiS 
ber feinen 9tinbe, runbe mit gaben üon SSIei ubersogene Dofen. 3n granf» 
rei(& iverben aus ber Kinbe etride gcmnd)t- Sn eibiricn mai^t man anS 
ber äiijlcrn 9itnbe ©efaffe, n^orin ber Sobcn aug Sid)tcnl)o!ü i|l, bie feine 
5e«(()tt9feit bnrct)Iaffen, reorin man ©iirfeB etnm<j(i)t unb Sier |tel)e<i (d(J. 

311 ber ec^iDcis futtert man mit ben 33lättern unb jungen Steigen ©cbaafe 
liub Stegen; and) färbet m<in gelb mit benfelben. SCerbeu aber bie 53Iättec 
mitctmaä ecbarte (Serratula arverfis) nnb Sllaun üermifc()tt fo geben fie eine 
»iel baiieri)aftere gelbe Satbe. 5D?au erhält aucf) aug biefen 35Iättern bag fo» 
flenannte €d)iittgeib/ mann fie mit SßalTer unb Silaim gefotteii iiiib nitberge» 
fotogen iverbeu. 

ms 



bon t>« $Birfe. 41 

2((^ ein Jf^flu^niiftcl bei faltm ^icbecn rü()mt bcr Jaubarjt pigf. 26. tcfcti* 
bci'^, tvenit ^tn cii^croiirscltcc 6corlni£ baniif t)fr^)Ul1^en unb aud) in auffcrii 
bofcn ©c^abfu, bai mit bcc SKiiibe abgcfocfttc aBaffcr tä^Uä) 511 einem <)}fuiibc. 

ßa^, mi -petc IDtiroi oo» bcm @(^>abeit fagt, welchen bie J^onicifTcn an 
bell jungen iSfc^en unb au bcc SJioi-bdmccicaiiifc^en Ulme burc^ Sfbuftgung einei 
jicmlic^ OreitCH fRiw^ti m\ ber Dtin&e Jufujen , I)abc auc^> an bec 95itfc l>eobrtd;< 
tct, Hiib noc^ babei benicvft, bag, wenn nmn btc Siefen, wd^renbcn JKagcn^ bec 
^^crneifTeu gefc^üttelt, biefe wie btmht, f;cruntec gefallen, unb leic^it ju Jectretfeii 
gerecfen. 

See fogenanntc f (eine iSraacf) f ota 3o{)9nniiJfdfec mit üergulbefem SBni(T< 
fcfjilb unb braunen Sluijclbecfcn, m\ bec garbe bcc ?0?aifdfcc, fuge» bcn ®ir« 
fen ebenfal^ groffcn (gehaben in. 

Sie Sibjaipfung be? iSirfenroafTcr^ tft befaintt, gefc^te^et «bcc nie^it pf;nc 
@c6aben beö SSanmö , bcfoiibers?, rocnii ntflii ju oiel laufen ld|h 

3:)tc XX. ^upfertafel. 

Fig. I. ^in Snofpenjwciglcin , roocnn bei 

a. bie Sdäleln bet maiinlicfecn ®lütc (lcl)en , üem 2. 2iipnl 177J. 

b. Dergleichen einjclnee Sa;d}cn. 

c. d. e. 65.2 unb 3. Dergleichen. A. B. ©tc tvciblichen Sßlutcn ober 3fl|)fl<ii'f 

»om 20. unb 2Q. 5(prtl. , 
C. D. E. Sergleicfjen altere ?^ruc(;fe ober SapPdH, »om 20. unb 31. 5waj. 

F. giue fii<T äciiige 5^nKtf, oom 20. 3ulii, 

G. ©iefe üon innen ju feben. 
4. ginjclnc @cl?uppcu bi<»i>n. 

2>ic XXI. .^upfertafef. 

Fig. i„ €in Srocig t)om 31. 3ulii, mit mrtnnlid[>cn Sajlcit» a, «nb jcitigcn gcuc^< 

S8eöT,2 finb fcfjon »tele ^e^uppen eom Stiel abgefatten, unb 

3 Seigt ben blDfen (Stiel , rooeon alle (Schuppen weg ft"^, c r 

N13. 3n ben Stuckten ober Sapflcln ^aU im 2(ugu(t i777 f*o»« »tP« *o«f« 
gefunben. 
4. (Jinjelnc Schuppen. , 
9?eiff Saamen mit tb«» Slug^I»« 

6. Die Saamen ohne glügel. 

7. 8. Die aufgegangenen $flanjlein. 

II. C&cil. <S ^ 



42 



VIII. gib&anblung 

Der mlben 

Nro. I. Äcer montanum candidum. C. ß. P. Acer maius. Acer foliis quin- 
qoelobis, inaequaliter ferratis, floribus racemoßs. Linn. Sp. PI. 
fH^otn. ©«meiner Sl^orn. J)cuffci>ct '^tjocn. SQ3ci)Tfr 95ccc;al)orn. €rc. 
ei;rn. g^re. ÜJ^re- Uric. Urlcnbourn. Söctutlat. SBalbefc^c. <Btmv 
a)>tc in l)cr@c^ro{ij. ©pideii^oU in @acf)f«n. Erable bUnc de Montagne 
Sj'comore. The Sycomore Trec. Greater Maple. Sycornore. The 
greater Maple, falfely calced the Sycomore Tree. 

2. Acer platanoides, Munting. Hill. Acer montanum, tenuiflimis et acutif- 
fimis foliis. C. B. P. Äcer foliis quinquelobis , acuminatis, acute den- 
titis glabris, floribus corymbofis. Linn, Sp. PI. 6roffcr fpiäblattrigcc 
Stt>orn. SSecga^orn. ^olnifc^cc ober SRocivcgifc^cc Si^orn. @pi^rt&orn. 
S«utft^cc3urf«a^ocn. Suubawm. £icnbaum. £inne. Safjne. £ennc. 2e^nf. 
£6^iK. 95rdtlcl>ne. ©mflPbcrn. 55rci(laub. Srdtblot. £ciiibaum. ©roffcr 
*SÄiI(^)baum. öeutfc^cc ©atafboum. ©tc Scina^cc in bcr @^tt)dj. ErabJe 
Plane. Erable ä feuilles de Plantane ob Plane, Norway- Maple. 
Maple with a Plane. Tree leavel. 

3. Äcer campeftre et minus. C. B. P. Acer foliis lobatis, obtufis, emargi- 
natii (cortice rimofo). Linn. Sp. PI. ©er fleinblattrtgc bcutfc^c 3(t)orn. 
kleiner St^wn. SUilibldttttgcc SKtlc^a^orn. CKa^^olbcc. SD?aß^olber. 
SÄofFcncrn. SRafccle. €p<ncrn. SOJctIe. SOJeccner. 2(ncde. üJappcKfjdn. 
6c^rcibcfl)0l5. <S^t(iUthixh. SBcigepcr. äßeiglober. aBcifbaum. grenj'. 
iaum. 2BalTccbulf«. 95iiibaum. Sfngecbinbaum. SpUm. ^pUm. 
fitlihun aßitntbtrn. ^c^n)ep|tof()Olj. Erable. P«tit Erable des bois. 
Erable de Montagne madre, ou janne, The Zeffer Maple. The com- 
mon Maple. The fiDal Maple. 

5Bcr# 



, ' Vlll. mmnmn^, m t>m %^otnUum. 45 

sVJorflcftcnbf brci Sfliornaitcn »erben hn uiiö hin uiib micbccmircciijcfii niigciroffm, 
unb roenig '•]3frfDnen tviffcn bcn rec&tcn Untcrfc^itcb jmifc^cn beit jwei er/Tm*), 
3te @iM{« Wieb von bcm gemeinen ^Kciini gac tiic^t untec bie 2(l^ornc gejaljlf, 
(cnbent l;eifl -^afetler ober 50?aö&olber. Stfte bret @or(cn machen fc^one gecnb« 
@tflmnie, rcieroo^l bie britte nur feiten. 3iiJ'effen ^abe I)tntcc bem »örnbecaifc^te« 
©crgfc^log ^ot)enflein einen gefe^en, ber me()c alt i^- fjdftrtg im Umfana, «iib 
babci fe^r &ocf> war. 

52tße brel ^«Oeii in fkinen ober ctroa^ grofTern Srau6en ober Sufc^ieln mmu 
gclhüfte ober unfruchtbare gwitterbfumen, bie aber boc^ mi( frudS^fbaren, t])tili 
mannliciicn, t&etl^ roeibli(^>en S8lumeii oermifc^t Hub. 2^ giebt aberauc^ 2l(>ornf, 
bie blo^ nidnn(ic^>e Blumen ^aben, unb oieüeic^it giebt e^ auc^ einige mit blo^ 
weiblicben SPliimen. Sie gwittcrbiütc be^SJ^orn^ (mt einen auö einem €tüf be* 
flcl)enben , eben in fünf jugcfptstc , gefärbte €infdS>nitfe get()eilten Ä<Jc^>, bec niffft 
obfdUf. 

©ie 95(uiiien!rone h)cit iniSgeniein fünf cöale 95himenblrtffer, bie oben breiter 
unb greffer, al$ bie ^uifd^nittt am felc^, «ber aud> biönreilen mit biefen eodtg 
oerroac^fcn finb. @ie lieben rofenf6rmi>; unb oollig offen. Da- ©taubfdben flnb 
ac^t, roie (Tab. XXIV. fig. cd.) »ergr&gert ju feien, (nac!) ^>errn J)r. ?Düvoi bei 
ber SKogcltcr jeljn,) bte niä)t gar ju lang, unb gefucdjte ^fflubbeutcl ^aben , tvel; 
c^e ein creujfcrmigeö (gtaubuiebl enthalten. 

SDa^ gruc^tlein fielet tief im Äelc^, unb i^at einen jarten, fafetigcn ©riffel, 
mit 5tt)ei jugefpijten unb ttu^n:drtö gebogenen 9?atbenf})i|en (ß). 

3n benen blo^ männlichen SBlüten fe^lt bai grüc^Iein, imb flaff btß ©rif> 
felö jctgt fi^ nur eint jert^cilte iRatbenfpi^e. 

*). StKbier wirb Nro, i, weichet Tab, XXII. unb XXIIL obgebirbet iff/ ber fein-- 
bäum/ «nb Nio. 2, Tab. XXIV. XXV. XXVI. b« rotb« (fd)n)flrif) ajorn, unb 
Tab. XXVII. 6« weiffe Benennet, ti iH «ber fad flor fein tlnterfcbieb bei ben 
fogcnannten rotten (fcbtuarien) «nb n)ei^en iu finben, benn mnncbe beiffen ben 
wctlTen reib, unb anbete ben rotbe« S(»4» »iM m*n w« Nro..i. einen frü-- 
Ven «nb fpäten augeben. 



44 '^'^II- Slb^aittlutig, 

2)ie SSiiiic t>tMi Nro. i. mad)t lauge Ji-aufcicin, (Tab. XXII. fig. a. b. c.) 
cr(l im s9?ai, md)ml)n «iii^gebroc^encm imh, unb I)Iü()ct olfo am f<>rtfflcii uiu 
tcr t>cn bcfi angefübctcii 2{i-tcn. 

2)ic mkc m\ Nro. 2. fomnit fnit)<t, m SMu^bruc^ bc^ Saubci?. (Tab. 
XXIV. unb XXV II. Fig. a.) Sic «Blumen finb gclbltc^t , imb grofTcr, aU bic 
»011 Nro. I. 

Sic SBlütcu üoii Nro. 3. üdbcn flcincrc SSlumeii, n(ö Nro. 2. m\ gcibgriu 
nci- S«vl>c, uub jcigcn fid> mit Slu^bruc^ bcei UuH. (Tab.XXVIII. Fig. a.b.). 

Sic (?rtamcit bcc 2(f)ornc ftnb nflscit panrivciö unfciiäufnmmcngcivac^feii; cbcit 
mit bccitcn «uöciiianbcc fictjciibcn %ln§(\n. 

Xxt @aame m\ Nro. i. Tab. XXIII. C.) i|t utucii fa(t cimb. Sie g^na« 
mcnlappeii liegen in iftrcc Stipfcl actig in bic iKnnbc gebogen. (Fig. 4.) Sic teibcu 
glügcl |?el>cn jicmlic^ gcrab aufwarte unb am nac^ftcn aneinanber. 

Sic mx Nro. 2. flnb me^)C breitgebvuff. (Tab. XXVI. unb XXVII. Fig. 2. 3.) 

Sie üonNro. 3. finb cbcnfaKiJ bceitgcbntft, (Tab.XXVIII. Fig.2. 4. 5.) 
«nb bic glügel (Fig. C. D. E.) fielen «n benfelben oben am roctteffcn «u^cinanbcr. 

Sie Snofipcn ober Sn6)|)fe mx Nro. i. ftnb im SBintcc gclbiic^grün. 

Sie mx Nro. 2. finb t'otW^ , ^eibe mit jugefpijten @c^>u)>pen. 

Sie ^nofpen t>om 3(rle^bccrbaum (Crataegus torminaiis) gleichen ben ülhmxt 
fnofpen sicmlt^, l}abcn aber jugentnticte gc^nipiftcn , ftnb «ucJ) an bcc glatten 
tcaunen iRinbe »om 3Ibocn gut ju unterfc^eibcn. 

Si« SBla'ttec mx Nro. i. (Tab. XXIII.) Jjaben fünf ungleiche giiifc^niffe, 
(inb am iKanb ungleich 9cäal)nt, auf ber obern (Seite id^on grün, unten mii^ 
jrou, mit jatfer SBotle bebcft. 

Sic 95lattcc mx Nro. 2. (Tab. XXV.) l)ahm fünf ©nfc^nitf c , ftnb i«ge« 
fpijf , f(^arf gcjal)nt unb glatt, oben Ijefigrün glanjcnb, unten etroo^ matter, ja'i* 
icr alij bic SSlcitter oon Nro. i. unb geben beim Serreiffcn einen milc^iigen gaff, 
wie aucl> bic jungen groeige, finb efbar, fo lang fte jung (inb. SBcim .$>ect)orfoms 
men baben fie rot^e Stiele, unb finb biöroctlen bte 351attec fclbfl rotl>. 

Sie SSla'ttcr mx Nro. 3. (Tab.XXVIII.) ftnb flcin, gemeiniglich mit fünf 
^)auptcinfc^ui«eii, bic flumpfe gpi^en, unb an ben Reiten juieber ficinc €iii< 
ftfenittc l)aben, geben «u(t> beim Sfbbrcc^en ober SerrwITeJi men CKiic^foft »on fic^. 

Sie# 



©icfe bcct <Sortfn »erben burc^ i|)rc ^aamen ocrnte^rt , m{d)t man am hc 
ftcn, bell 2Btiiter i>utä), lageHrcei^ mit @(inb »ermtfc^t, imb ün grü(;jfl()r , botO 
lücfcf 511 bfllb , im <?c^a((en auöfrtcf. ©ie ©aarnen »cii Nro. 3. fliib im 2{itf3e; 
fccii t>iel sdrtlic^cr, a\ß bie anbcrn, wie beim auc^ bitfc Sriebe am eiflcii bei f^a-' 
(em 3iad)tfcofl erfrieren. 

Sie brei Herten geben gute^ 9?u{l)ol5 , ivelcfee^ aber auö gutem trofnen SBo« 
ten beffer aU ba^ aii^ r.alTeii. 

Nro. I. Ijat bflg weiffctle ^cl5 (roiewo^)! ^lerr Jfiofratl) (Slctitf* ta^ junge 
Jf)ol5 öon Nro 2. für roeiffer, aber aue^> für grober angiebt) ivelcf)e^ fcbr fein 
ift, unb faft wd) büniiere (gpaiie unb ®cl)ienen giebf, M ba^ üiüifcbücfient, 
befonber^ bie Schienen füc bie (giebmac^ier, giebf febr id)m @c^rtfte ju ffiüelj» 
feu , v^üHten unb spi|loIcn. Sie alten (Stamme geben oftcr^ f(f>6neö 9)?aferijoli. 

Saffelbe bienct ferner ju ?ifcf)en, gc^rdnfen, SKotlen, «Kangen, ?0?ulbern, 
Coffein, ec^uffeln, Settern, 55iWe", Sobatbofen, Queuen jum SBillarbfpielen , ju 
@^>inbeln ober (Spitlen. ©ie ^uttrumenteumac^er brausen baffclbe ju Claüiercn, 
£auten unb ©eigen. 

Sa^ ^oli mx Nro. 2. btenet fofl 5u aKer jejf befe^iriebener 2(rbeif, wobei 
«iel barauf anfommt, in roaö für einem SSoben baffelbe gewa^fen. SIber ju mu? 
(icölifcfeen 3njlrumenten taugt ci? nic^t. J^ingegcti giebt e^, in Ermangelung bti 
gfc^enbolsc^ , tnugtic^c Sutfcf;eubdume. 

£)QÖ ^015 ocn No. 3. ober ber ÖJJafettec giebt bcn fe^onflen 3)?afer, ivooon 
brtlTelbe aud) ocrmutJ;iic^ ben Spanien bat. €^ i|l felbige^ üicneicfjt aue^ ba^ jaljelle, 
unb bient »or anbern gut ju spettfc^cnftocfen , njoju noc^ jung fepn mu^. ^crc 
4)ofrat|> unb isprofcffor &ä)vebtv rebet im loten Sbfil f«i"«r »«uen Ganunitlfii^^rif« 
ten p. 100, üon txm noc^ on ben tvenigflen £)rten bcfannten 9iiemen< unb ^peit* 
fc^enPotmac^)erl)aHbn)erf im (£ ifenac^ifc^cn , «nb fagt p.102: „£)a« «SJafeUerne 
Jfpolj i|t bajH baö bcquemfle, unb eö n>irb ju biefem Stoet in borfigen ©egenbtn 
mit glei^ tultiüirt unb reebl genujf. €ö tt)irb Älafternroei^ eerfauft, unb bie 
J^lafter oon ben i)Jeitfc^enftefmacf;ern mit 12 bi^ 20 5^1. bejablt." 

2iae brei (Korten geben füfTe« aBaffer, n>orau« man Sucfer (leben fann.. ^erc 
JPtofcatl) CBlebitfd) fagt in ber 2(bbonblung oora f2lf)cni, in feiner fipfteniatifct^en 
eiuleitung jc. „aBann tJoHroue^fige Stamme oonNro. 2. mid)e roenigOeiii? ac^f, 
je^n bi^ {wolf 3cn (larf fJnb, «a* betn erflen ft<»tf<« ^« 

g 3 ieU» 



46 VlUM^mmm, 

jclii ccc^t mit €<6nct tebeft ftnb, bei ^etf«rn, aber rc^t fircngcii taiuw aBcttcr 
nn tscc ÜKtMagifcitc mit einm Ijalbjoflicjcii 95obrcr, einen bo^ mi bcr €rt>?, 
jinb anbcrtfjalb 5iio (roitb 3otl ^eifffn foflcn) tief ini ^olj gebcljret »erben, fo 
gctcn n«/ laut Srfa^rung, biij i?nbc be^ ©ecembeisi ftcbeii bie: ac^t Quart etncij 
ccc^t sucferrcic^en ^aftg , md) iw getviffcn 3abi'ni unb ©runb etwa^ me{;c. 
Sßaun bic iffiittcning fefjc geliub «nb na§ ift, ift biefet @aft rocnigcc fuö unb 
jHcfccig, unb wirb nic^t gejapff, S^ad) bcm er|!cii 2ibja|5fcn ld(l man etisan 
breifftg Sage lang babei bcivcnben, wieber^olf etfal^bann jum anbanmal wod) ci< 
liclje sroanjtg Sage, tvann nemlicl), unb fo lange bei (gonncnfiljcin bet \U:h 
^to^ ml)SlU SäJeitcc trürbc ti nic^t ratbfam fepn, f^eil^ wegen ber Saume, 
tbcilö eine^ frauttgen ober balfamifc^jeu S^ebengcfc^rnnfö ^»albtr, t»ckf)er 
im @i)nip nic^jt angenebm i)!. tc. k. Der frifije 5^ '^<-''^f*ft ouä biefem 
Slborn ge^et in cfman oier unb jroanijig bi^ breijTij ^tunbcn balb in ©abrang, 
«nb faini einen fc^arfeii SiTig aue^) SSrcmbroein, unb foiift einen guten Sanbjucfec 
geben, njele^er lejtere aber uic^f fo fuö mac^f, al^ ber frcmbe." 

^err ©ül)ftmel fagt unter bcm 2ßort Acer, ba§ bie alten 2(l>orne tveniger, 
aber fuiTere^ SBaffer geben. ^Rad) meiner ifrfabrung gicbf Nro. 3. bai fuijefle 
ä3af1|'cr. 2iuf bic 50?cnge beö SBaffcrö b«be vi) roegen ivcittc €n(fernuHg bec Sgaume 
ivivi)t 2i baben fonnen. <i.-6 tonne:» audj bi'.'«-''ii bec fcljan-bifc^en 3(eabemtc 'übt 
I)anblungen i3tcr unb i6Cec ^Banb nac^gefcben rucrben. 

2{(lc brei (^orteu geben J^Cvfen, wrjuglict) abet Nro. 3, welche fic^> auc^ 
gut befe^neiben ld(t. 

^bbilbunö^n x>m t)en i)rei 9(^ornartcn. 

SDie XXII. Äupfertaffil. Nro. i. 

Fig. I. €in :Kiiofpc»jroci9leiii mit männlichen SBlütcii a. wm i7.3(j)rU 1779. 
b. c. Seggleic^e» öom 20. 2(pcll unb 2. ?0?ai. 
a. Sin imlm ©ifluKai»«» mi( Den @t«ubku(f((^»<i}. 



5Die XXIII. 5?upfcrtafel, ju Nro.i. 

d. Sie 55lütc, »clc{>e tie jungm J^cuc^tlctn jcigt, unb 
1,2. bic obere iiuö untere @eite ber 95la(ter, üom i?. Sö?4i, 

B. Sic $^rüc^te ober ©oanicnflugel, t>om 22. 3uttii. 
C. €iri jeitiger (gaoinenfTügel , üom 20. £)(tcber. 

3. S)cr jeitigc @aflmc in feiner ^apfef. 

4. T^ai innere ©aamenJorn o^ne Sapfel. 

25tc XXIV. ÄupfcrtöfeL Nro. 2. 

Fig. I. ©II Snofpenjrociglein, woran bei 2. im »origcn 3oJ>r bie ^aamenfluget 
gcitanben ^abcn , 00m 20. SOJerj 1777. 

a. Die Slüfe, »om 15. 2{pril. 

b. Sine einjelne «Itere ißlüte.' 

«. ©eraleic^en, roorau« feine ^ruc^jt tvirb, dmS eergrolTert, »oöo« bie S8(h* 

menblötter abgenommen flnb. 
d. Sergleic^jen , worauf bei A ein grüc^flein fommt. 

B. Sie ?iruc^t ober ©aamcnflüöel , tvotan no«l> (gtaubfabeij jn fer;eit, vm 
5. 3unü. 

Die XXV. 5SupfertafeI/ jttNro.2. 

C. ©cinmenflugel, com 23.3unii. 

1.2. ®n 55tat »on ber obern «nb untern @eife. 

XXVI. ^upfeütafel/ ju Nro.2. 

D. E. Sie e«rtmenf[ugel, »orn 18. £)ctobcr unb 24. JRoeember. NB. SSenn 
fte reif finb, rote biefe, fo bleiben bie jween ^iustl fe^r feiten ön einanber, 
fonbcrn fprtngen eiitjwei, «nb fle^t fobann jeber <juf einem jarten ©fiel^ 

^en bcfonbcr^ « 
j. ein gtügel, t»oüon ber ©aame {»erau^genommenj in fe|>c »ieleii «ber ifl 

feiner. 

2. Ser berauögenommene @aame in feiner Ä«yfel- 

3. ©iefer gname obne .föpfel. 

4. y. äUufjcganä««« *paniUbi. 

SD« 



48 VlUMHM'blm^, bott t»em ^^mUm. 
SDtc XXVII. Äupfectafcl/ ju Nro. 2. 

Fiff. I- ÄnofpenjiDciglciti cott bcm tci uii^ gcitatitUcii mu'm 3i!)orii, eom 
20. 'iWcrj. 
a. Sic 35!utc ^leeon, »fnt t^. 2(prtf. 

A. 13. £)ic reifen gaamciiflugcl, 00m 18. Öctohcr. 

2. Der @namc. 

3. 2)icfec@aamc üon feiner htmmi ■C>aut ciitbloUf, fo einer iufamm^c&aafen 
^ecoiette «i;tilic^> if?. 

XXVIII. Äupfcrtafer. Nro. 3. 

Fig. I. (£m Snof(.''enjroeig(cin oon bem fogcnannten 9Ä«f<Uer, t?om 20. ?5)?erj. 

a. Der 2(nfan9 jur 95lüte, t>om 3. ?S?at. 

b. Die offene SBlüte, 00m 22. «Sfai. 

c. Dergleichen eiiijelne, ctroa^ »ergrjffcrt. 

d. Dergleichen oem 28. ^O'Jai, mit jungen ©aamcnflugeln, Ä. 

B. Dergleichen mit einer oerborbeneii 55(«te e, pcm ^. 3unit. 

C. 2(e!(ere (gaamenfluge!, beren manchmal trei kifanimen fit^tn, wm i. ^m'n. 
ü. Dergleichen, 00m 15. 3ti»Hi- 

E. Dergleichen ganj jeitig uom 24. JKoüember. Nß. Diefe fpringen auch öon 
einanbcr, unb fleht alijbann ein jcber auf einem eigenen (Stielchen, wie 
Nro. 2. Tab. XXVI. 5u fehen itt. 

2. .Der (gaamc hicoo»/ i^t^'i i'*^»' ^lugel&auflein abgefch.il)t ift. Diefc 
(gaamen taffen fich nicht fo au^ ben ^lü^d» nehmen, nie hei bem 2(horrt 
Nro. I. iinb 2. inbeme folche nur in einem bunnen ^autlm eingefchloffen 
ftnb. 

3. Der nufcehrocheiie (5a«menferH, »elcher fehr hart ja ofnen t|t. 

4. Der hcvaiiögenommenc Saame. 

5. Der @««m«, eei» b« hraunen -faut entblogt. 



IX. m^num 



49 

IX. S(bl>anb(uttd 

ber tt)ilt)cn 

£««6- ober a3(dttct&dttmc. 

E> JDt« 2«Ic. ®<ratln« ffrif- 0?o<{)crlf. ©cmcltit Cflcr. Cd«». 9lrlc. Stfr. 
£)(f<ti. £)«ecbaum. Urft. @*»arje grlf. £)rnnBaum. Slfl. «Uen. 
€l(ler&aum. Betula (Ainus) pedunculis ramofis, Betula Alniis glutinofa, rotun- 
Äfolia, viridis. Linn. Sp. PI. Aune ä feuilles rondes, gluantes et d'un verd. 
fonc^. Verne ouVergne. Averno. Aulne-Aulx. The Common Alder Tree. 
Common Alder. Whit round leaved. 

s) 5S<lffe gcle*). JRou^t (?Hcr, mit einem uiilecwact« wciigcaueii 2aub. {ffiet^erfe. 
«angbidtfrigc gcic. SBeiffe DJorweglfcfte €n<r. JRorblf^e ttclffe (JHer. Betuit 
Alnus fofio incano. C. B. P. Alnus incana et hirfuta. Linn. Betula Alnus g. 
incana. Linn.Sp. PI. Aune blanc. Aune i feuilles blandiätres. White Alder. 
Silver leaved Alder. Common Alder. Whit longe Leaves. 

«"»^ «bnlic^, abec um ein gute« gtSgec, aut^» bie Swetge, «n benen fl« 1t<l)<»/ 
{Idrfec unb gr&ßer, «nb btc mannlic^ien m&mpUa icig«" teie oii bec Q5irfe un> 
Jt)afelnug(laube, fcfjou im StugHft (Tab. XXIX, a.) bei wtigcn Sattel i au£^ bfe 
nxibli^c (A.) jeigm (l*/ jtbo^ frottc. (Fig.A. Tab. XXXI.) 

*) ®en ©aamen »en bet SEBeiierle HU bat* bie ©üte b« ^>»4«ra(l, ©tolteraif. 
2iB«m8ecot)ifc6enöberfor(imejller«^)n. »on 3antbier 1770. «baltcn, berin einem 
juit @anb »crratfcbten feuchte« 95oben febr m flufgeflanßen, unb bitSber flnrfer aW 
J)ie flcmeine (Etlt 8e»fl(bfen. Sie ssdume aber baben fcbon 1774. tnonnti^e ^lüu 
jflpfcn 9csei9t, unb 1775. tu^tigeii ©«amen sebtacftt, ber ßut aufseflongen. Stber 
«bin btcfc4 fröbe Sluben unb©aflmentraöen, mocben mir feine fonbetitcbe Jpofnuns 
ju flatEen qsoumen. 5>a fit über biefe«, b«« ora ©tamiii/ fcl)t oiele SffiurjelbrHt 
nu^tteiien ; jtbocb finb fie iii Hit '784. ungemein fcbSn fottswacbfeu. 



50 IX. 5I55(jttMun3f 

Die grucl|(jat>f<ii Don ticr <?rl« (Tab. XXXI. F.) f^ahtn «in« ganj anltu 
gorm, uiib gleichen bcn goccnjapfen, 6fiKii auc^ iiuc i^r« (gc^uppcn ober g(Jc(>« 
(G,), o&iic btcfc abjuroctfcH ober fflacn ju laffen. 

Die iBluficlt fdtlt, nac^bem t>U aßitferung ifl, ju €nbc bti «Kcrj, obec 
JMnfang bciJ 3lpril (Tab. XXX. d), «nb bic Sdtlgung Ui <Bammi (Tab. XXXI. 6.) 
}u €iibe btö @cpt(nifcctÄ , ober im £)ctctcr. fHüä) ta (?aanie ifl grogec, cW 
bec iSitf ciifaamcii , ctroa^ecfig, uiib tiic^t ringsum mit Slugel» "»ngcbdi, l^atab« 
toc^) oftcr^ einen fUincn ^dufigcn SInbang «n bcn Reifen. 

fUn bec jSSei^ecU f!iib alle SSefruci)tuiid^tl;eile etroa^ scofTec, a(d an ttt ge» 
meinen. 

Dte plattet eoii ber rotten ober öemeineii (Jric flnb fö|T runb, biintiUn oben mil 
einem (£infd;>nltt, om Dianbe unregelrnftgti; runb gejaljnt, bnnfelgrun/ auf ber untern 
@cite (tmß \)tütt, fiebrig, n>cnn fle noc^ jung finb, bcfonbcr^ fru& morgend, th« fl< 
tioc^ t>cn ber (gönne befc^ienen worben. SO?an bringt foldje be^ivegen in bie ml» 
Globen flar{ befeste ^auernflubcn , ba bann bie^io^e an benfelben fleben bleiben; 
aber mit famt beni 2aub balb tDcggerdumf »xierben müfTen. @te flehen t»e(^)feW# 
n>ei^ an ben S^^eigen, l)aben auf ber untern @eite flarf t)ereor(le^>enb< SIbern/ 
an ben J^auptrippcn Drüfen , unb jiemlicfe f urje @tie{e. 

Die 55lditerfnofpen faüen in6 95läulic^c. 

Die95ldttcr oon ber Sßetöerle finb o»al, öorn mit einer (fpt^e, m SKanb 
feinet unb fpi^itjec geja^nt , oii bie »on ber gemeinen , oben flrun , unten tt>et<, 
(tnta^ n)onig, ntc^t fiebrig , unb ^oben unten feine Driifen. 

Die Sldttecfnofpca jtub bunfler oon ^arbe , alä bie üon ber gemeinen. 

Die 3iiube oon ber SBettferle njtrb in S)?orroegcn jum fet)roarjfdtben gebraucht. 

Die befle nnb leic^tefle Scrmc^rung gefc^iieftef burc^ ben (gttaracn/ weitetet 
fogleic^) md) feiner 3f't'a"»9 noc^ im ^)erb(l au^gefdet roitb. 

Die öon bem J^crrn SJegiemnggrat^ »on 2?>roFe fe fcbr ongeru^mte SSec* 
mebrung ber »Jcieu burc<> gc^ntttlinge ober @e|Iinge , bat mir nie tcd^t gelingen 
»ollen. 55ti btefem 95erfu(6 mit ben <?c^ntttliiigen »on ber SBciöerle ^abe gefwi» 
ben, bagbiefe leic^jter unb befler wurjeln, ali bie oon ber gemeinen. 

Die Srle fan in einem berfelbcn anitdnbigcn SBoben eine ber Sanne nidjti 
nacfigebenbc J&ofje erlangen, «nb biiJ flegen U^iid^alfVi , unb »ießeic^X nocft Unat 
Idnger, gefunb bleiben. 



©l« Sctc $UH feit gute« Srtiiti* uiib SfoW^)c^^, »ict» attr fcöt§ fafl «o» 
(en tn^^cotlcn bem S5irf «itbolj nat^>3efc jt. Det ©«Brauck betf gclenöoljttf |u ©runbü 
pfa()lcii <n fumpfigcm iSobe», i(t oßfltnuln 5efanm. 

3« CinfafTiing bec 9!^runiKn unb {u ißrunnciirS^reti »Irb rtudD gcrüfimt, 
Inglficfjcti tic «pf<cb(tatle iu belegen. fUn fcbr «telcn £)rt«n »erben ble ^oIjfc^u^K, 
In JWieberfac^fen JE>clf4cn geiiamif, barau« oerfertiflet. 

©rec^^ler uiib@(l>rfliKC t)erfltl'eiteuba(relbe, iinbbefcnberf bleichten, totldft 
folc^e^ burc^ eine fc^mcrse ^dit bem Sbenttol} a()n(id[> machet)/ tvie ti beim auc^ 
niandl)c^ fcfjoneö Ü)?af.rI)olj giebf. 

3(n ^^l'itTM, SPäc&en unb ^eic^eii befefliget ble gel« bie Ufec, unb W 
JtreSfe galten fi(* gern unter t^ren SBurjeln auf. 

©a2 fclfc^ gehauene J£>olj Ijt fcl)5n rot|> , »Itb aUc Be^m Sfueicofnen immcc 
»elffer. 

©ie 3?inbe giett eine jteniHc^ gute fc^jmarj« ^atit. 
©ie öufgelegfen frlf*cn ©Idffec fotlen freffenbe ®efc^mure jjelfetr. • 
©te J^otnelffen Unt benen Srien e(enfa(< auf bk 9(c( fc^^dblic^, ivU efien 
Ie9 bec €f(^e unb SSitU gentelbet »ocben. 

2((>bilbunöen Don ber (Erfe. 

5Die XXIX. Siu^fettaftl 

Fig. 1. 2. 3. Die jungen ^ffdnjlein »on ber Sßeitferle. 
4.?. 6. ©ecglctAen öon bec gemeinen, obec fRot^ttU. 
a. Die mdnnlic^en SSlutjapflein , com 2. 2(ugu|?. 

fc.c. Dergleietien altere »cm unb 27. ©epfembec, woran Ivf A eiii weibll« 
93lut|dpffein {u fe(>en 

e 3 S)ie 



S2 IX. 5t65önMttttäA i^O« Ut dtU. 

5Dt(J XXX. ^upferfafel. 
Fig.d. ©f? offene mdnnli(l>e q5late, »om aoflen SIpcll, mit »elbll^w gcud^ 
ttn B. un^ Q5lrtffftfnofpcn. i. 

2. Siiv «injelnc« @c^Hp>lel» mit bm @ta«l)f6cnem »on 6ec 55(ut< d, 

3. DecgUl*«« ftiva« üergroffert , «iib 

4. 5. 6. jcc(?!tcPcrt in mWtUmn Sagen oorgcflcöef. 

c. <£i« alter, alv.jffanciicc, eecbortfec mdnnli^jec SSlut^japfen, mit tiecglelc^etJ 

n>ciMt(^cn A. unt i5l4ttfrtiiofpen i. 
C. €tn elnjflncr5?nic6tjapf<it, unb beffcii ©urt^fc^nltty, famt <lni<In @4>üp»i# 

lein 8/ aatücli*, unb 9. »ergrofect. 

5Die XXXI. ^upfcrtafef, 

?ig. t>. 9reffn ^rH*f japfen , »om i6tcn 3unl{, 

E. Scrglftc^ifn vm ?fcn September. 

F. Sie jtitlgeij ?5ruc^>f japfen t)om zjflen Ücfober, 2?n blefem ^Welj (Inb mi<^ 
bei A iumt mtinnlic^e, anb bei a weibliche Sdpflel«, unb Sldtferfnofpen i, 
|U feben. 

G. @|n offener 5apfcn, btt feinen 6flam«n mb^un, vm 24|l«j» tfimmUt^ 
2.3. ©cc Surc^fc^nitt bieoow, 

4. ?. elnielne <?<öuppc^ieR. 
©er reife ©ttam«» 



53 

©le SIfftridii, (JoriKf. aUtlbcc 6otiifl6num, €oriicinrfcöciiflr(»u(4», €ociicHul# 
ttcf(^cn, (janeclbcftflrnucö , €orfc, ecrniclcn, Sonilcboiim, Äonurbnum, 
Surkcrbaum, Jftornfirfc^iii, ^crlt^fii, Jf>prl^fcnbccr(Tdubc, ^»orlicfen, T>it* 
li^enflrauc^ , SirUn, $^trl«tubaum, ©otliiia^bnuni, 2)orlcii(?r<jiict>, Dorkir, 
Sbkcldii, ©icclij, 2)icrlin9, £)iciUcl, 3lcfcclcin|tcau*, gifTcrlcinbaum, mU 
fcfecc Sirfc^baum, giirrou^fl, Sutbecrfii, tu «S'c^roaben ^ubnifirfc^eii. Cor- 
tjus lylveftris mas. C. B P. Goinus (mafcula) arb(nta, umbellis involucrum 
aequantibiis, Linn. Sp, Pl. Courhouiller ordinÄlre. Cornou'Iler des bois. 
Acurnier faiivage. Couinier, Cornier. Acurnier. Coimier. The male Cor» 
fiel-Tree. The Cornelian Cherry. Coniee-Tree. 

^^iefcr Saum »d(*fl jwat bei un^ nicbt witb, uttb n>itb nut In bcn ®(Jt(cn 
gejogoi. 9iac^) JPt«rtn J&icfiaf^ Ö5le&itfd) öbct rotrb berfclbe an eUlctt 
jOrffrt febt b<5iifi[ä ttilb gifuiiben* fo/ bag et au^ bisweilen janj« ©«rge iberjU» 
|{t , bcfonbcttf au bcc 50?ittagöf«itc. 

Öt<f«r 55aum bat 9rcU(erblu(cn / ttclcbe jlc?» Jit be n Äiiepfc tt (a. Tab. XXXIir.) 
ImSommcc oocbet fct)en Im 3uniu« {dgcn, «iib ncb|t btt ^)afdiiuö am fcubeficn 
iintcc aOeit SSaumbluteti aufbluben« 

©ieSluteii (c. Tab.XXXH.) bab<n diien bpppdfftt fddf, mm\ btt duf# 
ftt« , fo t)td« SBIumcn «mgicbt," au^ eicr geijcii dnanttr ubfrtTcbciibcii oualcii, ttmat 
8«fdrb(en iBldttcni bcfttbcf. 3<be Slume bat tbrcii btfcnbtrn Stdc^» ober SSnUtt 
tms, bie auc^ oUrfac^ setbdit ift. ®d!>e fatlen ab. 

©te Slume ^at mtb«iitbciW »ier la'nglicö jugefplöfe ©laflcin öon beflgelb« 
Sfttbc, {tvifc^cn btntn «Uc Stotibfabm mitcunbitc^m 6(aubb(utdn (leiten. ZU 

3 dl 



X. SlB^aotlUHä, 

in bet CO?l«e (leBttibe Srfid^tklii (A.) machen cht« IdnäHc^rmtbe 55«re, tlt titm, 
eud> manchmal i-vmi, @t«hie mit tretl ^idfyttn mbalt, in b<rei> j<bem eine lang» 
Ud)U QJJiinbcl bcfinMl*. S)i< 9?ldttcr (Inb ottal jugcfpijt, of tn beagrun «iib tjldn» 
jcnb, unten wci^lid^gciin mit flatfc» 9(bern, »«l«fte auf b(c obcrn ^dte mtUft 
(itib. 6ij flcbcn fincinbcc ge^mut«. ©ie grucbt i|l anfangt gciin (B. C.) 
ivicb abfc tcl tbrer gcltipng bcfl» obet ganj bunfelrotb, »o* oaen @4>attJrun# 
flm , rci« biinii oucb fcgcnannfc »eiffe ober gdblicbe gtcbt. Ucbcrbaupt^ micb 
fd;rocrlic^ ein ^-ourn mebrere 'abönbecungen , i» ainfeinmij ber ^ntdjt (mot)[, al« 
In ber 3ci»g"n9 "»l> " t*n ©efc^ntacEe jeigcn. (Si gicbt njarflid) ooitreftidje ^tud)» 
U, welche bie SSernubrung f«br oecbicnen, »iewobl aucb oiclc j>erb, ftr^ng unh 
fflucc bleiben , au4> gor nic^t jcitig roerben , unb junt ,6cnH§ tüMc?en. & tx>unbert 
mlcb, brt§ ^>ecc IDu ^amel btefe ??ni*t in fdiier Qlbbanblung »cn bcn £)b(tbdu» 
men ubergangen €3 niufTen ibm feine guten 2lrten bctannt gen>efen fep. 
3« feinem Traite des Arbres et Ai buftes giebt ec (i( »er febr fduerlicb an. Dem 
fcel. ^errn t)on iTifmcbfeaufen i|l e^ eben fo gegangen , weil er fi« in feinem 
^au^catec T.III. p.4G4« niM fo»berlic{> lobt, ^err Doctor JDu 5tot lebt fio 
t»egen i^cer ©dure , aW ein furtreflicbe« SOJitfel in bi&iacn gicbern , wann ble 
Sruc^)te mit Safer eingemacht werben. <ibea btefer giebt an , bie unreifen Rrut^' 
Cf, na^ £)lit>enart , In ^aljlauje einjumacbcn, wenn man (1e »orber roeid^ gefocl>f. 
^trr ^ofrat^ <5Ie^^tf6 aber rubmt an, ben ©actenjifferlein einen guten reein» 
Soften @efcbmaf , fagt auch, ba§ bie reifen unb unreifen ^rucbfe in ber 2(r$ncf, 
JEBirtbfcboft unb Sufcrbeferei befannt, unb baö jungau^brecftenbe £oub dl^ ein 
ongenebmer Sbte gebraucht werbe. 

©ie Sificrlfiiil'dume tonnen jwar burc^> 2lbleger eermebrt werben. fje# 
f(^)tcbet aber am beflen bure^ bie (?aamen, welcbe fogleicf> bei ibrer 3eitigun9 
muffen aii^gefdct, ober in feucfttem ganb ober Srbe be» SBlntec über muffen 
oufgcbebt werben. 

Diefe iPdunie macbcn mifferorbenflicf» »iefe SBurjeln, anberen bdufigen S«« 
fern ^ecr ^cfrntb (5If^itfeb bisweilen »icle groffe b««« «nb ft^warje runbe Sno* 
Un, »on ber ©reffe ber J^afelnuffe angetroffen. 

(?ic wöcbfeii in gutem 95oben gcfcbwinb becan, befonber« in bie ^obr, unb 
«langen ein fcbr bebe« 2(lter. 3n bem brei 95ier(el(linib eon Dürnberg gelegenen 
©orf äRalmcöbof^ Cin^öcmeli» 2(Imeö^of,) fl^^)<t iii bera ^of «Inetf aund^in, r>t* 

ncn 



m Un BifTcrreitt. 

wen ^mtn »on Pr&un jug^b&dsen, dn 9iff<rrdn6aum, wrt^er unten 

<im Q?obcn ffd>« <?ct>u^ unfe dncii ()albeii 3oa im Umfangt, am <&tmm bii an 
tu aicft« fuiif e*uö neun 9oa, btc gonj« iPaum oon unetn oben an twin 
ganj gcfunbcu unb noiyVoüi^ Ubbaffen @lpfd breifTsj @d>ub ncunjoa an Jpcf)t 
|>af, mit dncm fcbc tvcitfaiiftgcn Umfang an ben Slcftcn. 93oc wenig 3abrc» 
flunb eben bafelbfl nod) ein bergleidSicn Saum , roeWec biefem an ©icfe wenig 
nat^ga^, an ^obe aber itoc^ um ein jiemlic^e« übertraf, weil er ober btnbtrtf, 
iioc^> ganj gefunb ausgegraben unb weggefc^aft würbe. 

©ie oom @aamcn gejogene SPflaisjen geben bie fdi>cn|len nlebngc unb bsifft, 
ud)t bicbte, auc?> bauecbaft« Sßifnbf unb ^»ecfen, mlf^t feinem Diaupenfca^ um 
«ecworfen fi^^. 

Da« ^^olj t(l eieKcie^if bo« ftdrfeflc unter aßen unfern ^cljem , unb fann 
man folc^ci} ju vielerlei nügen. ©aber biefer S9aum wobl »erbicnt/ geiogen unb 
«erroebrt ju werben. 

^ic XXXII. 5?upf<rfafe(. 
rig.a; ©ic Sluffnopf«, »om iiten 3)?erj 1779. 

b. Dergleicben mebc gefefnete, 00m i9ten 5D?er|. 

c. Die ganj offene Slute, woran ouc^ bei i. »erborben« 95luffn5pf<, blc 

fcbon im 3unii jetgcn, ju feben ji»t>» »»w »2ten 2lptil. 
• A. Die ganj jungen ^rutbtlcin, com 5ten ?5Jiai. 

B. Dcrgleicbeii brei eiiiietne altere, »cm iSten ^af. 

C. Sine fa(l ouSgeroacbfene grucftl, com 27(len fjfulif. 

D. ©er ©urcbfc^nitt bleoon. 

E. €in Swcigiein mit reifen rotben ^rucbfen, t>om 28|!en Slugufl. 

F. €ine geofnete ^riicbf, worin fidi) ber (Btein unb ba6 gleifc^ |eigt. 
2. ©er berauSgenomnuiie @tein, obec (gaamenfern. 

S)ie XXXIII. Äupfertafel. 

G. €in 5f«eig mit fcbmarjrotben reifen ^^ruc^ten, woran bie Slutfnopfe a. «uf 
funfttge^ 3abr ju fcben fmb, t>om 3i(len STugufl 1783. 

H. £ine aufgefprungcne gnicbt. 

I. Sßier (?<elne ober ©aönienffrne, WH Ut fU\ttftm bi* jur flacfflen @r6jfc. 
8. 3. 4. ©i( jungen ^f^niUin. 

XI. ab* 



56 

XI. SlbbanMuttd 

2mi' ober ^lättettäumc. 

©ec h)clf($e 9?ugUflum. ©cmciitc gcof« 2Baf(nug. lugians (regia) foiiolis ovalU 
bus glabris, fubferratis, fubaequalibus. Lin. Sp. PI. lugians foliis feptenis 
ovato - lauceolatis integerrimis. Haller, Hift. Stirp. Helvet. Nux lugians live 
Regia vulgaris. C. B. P. The common Walnut. Noyer - royal, ou Noyer or- 
dinaire. 

männlichen unb wcibHc^cn SBlumcn (1»^ <»»f b«« nemlic^cn Q5aum M 
ciuanber, unb bic männlichen Jclgc» flc^ tn bcm eothccgehenbcn 3ahte 
fchon bcijcitcn in f leinen gapflcin. 95eim SMuf blühen , weichet nach bec 2ßdrme 
im Scuhling flth / machen fi« 5i«mlich lange Sd|lein (Tab. XXXIV. a. b.), 
unb foiUn nach bcc 58efcu^tuni} ab. (c ) 

©ic roeiblichen QSluracn (A) fleben jwet bi^ bcci neben einanbec. 
2)ie Stufte (Tab. XXXV. B. C.) ftchen In eincc grünen bicfe» @ch«I«, 
tvel^e bei bem 2{uffpringen fchroarj tvicb, unb jum gacben bienet. 

©ic an ben 'imio,m tvechfelötreife bcftnblichcn ©fa'ttec enfhaKen fünf bil 
ftcben fleinere, »eiche paorroeiö neben einanber (Ichcn, unb fich mit einem einjelii 
snbigcn. 

©a« eigentlich« SScrtcrlanb i(l noch «nbefannt , tt)icb aber wohl ein rokm* 
Xii 6!lima haben, alij unfer ©eutfchlanb, jumal t<\i nocbliche. 

©ic Scüchfc reifen bei m\t mciflen^ cr|l im ^cpfembec. 

©te Äiubc ijl ein ben jungen Sdumcn glatt unb roeiglieh, an ben alten 
«ber flart aufgefprungcn. 

©aij J;oU i|t bei jungen Sta'ramen tveilj unb weich / bei ben altern braun, 
hart nnb fc|l. 

S)i« 



XI. mUnWm, m Ut Sa«uuß. S7 

2>ic bcfminffllcn 2lbar(«ii ftnb: 

1. lüglans fiuftii maximo. The large Walnut. Noix de Jaiige. X>ii (?c^(lffopf< 

2. luglans Auftu tenei'o et fiagili putamine. Tlie thin f helled Walmit. Noix Me- 

fange. buimfci)alige S^ug. 

3. luglans bifera, ©ie 9iu§ , mld>t jtveimiil im 3al)i-c ga'ic^tc (ragt. 

4. luglans fruftu ferotino. The late lipe VValnut. Noyer de !a St. Jean. ©Ic 

fpdte ober 3of)rtimii^nii§, »dc^e crft um Sofeanni^, jci gdc tiac^ '}5c(ci uiib 
i)5auli cc|l auSfd)liQt, aber fcfjc langf-um uiib luciitg tvrtc^ifft. 

S)öi5 ^)oIä üenbcn rocffc^en 37ii§bnumcn, bcfonbcc^ baS gcflrtmmtf , biciict 
ju fc^oncn (Sc^fcibtlfc^en , @*rdhtcu unb Jnfdtrcit. T-od) foß man fein« cc< 
fconie (Stämme baju nehmen, ©ie (lörtai SBurjcIii werben ^nupffa'c^Itc^) jiim 
Sinlcgen gefuc^it. 

Sie D^ufie werbe» mit bcr <>ruiicii ^c^nfe in 3»cf« cingcmflc^)( , unb fotfen, 
wie ber baüon gemachte DJatöfia, ober ba^ fcgennniite a?ii§an#r, bcn SOJageu 
ftarfcn. 

©iejcttisjcn, fcifc^mDKifTc fc^tman, tttte befannt ift, jura afJac^fifd) auf, tmb 
bie noc^ nicJ)t ärtui Jeitt3<n, (Cwneaux) ober etnoemac^ten , blencn glcic^faH^ jmu 

©ieSJüfTe geben ein fcf)6neö £)cl , tvelc^e«, wenn man d falt aiid:pregt, anc^ 
jum @«{at gebräu(^t werben fan. ^aS aJußel btenet and) ben eOJalcni. 2ßenn 
bie 5J5f erbe über unb über mit grünem 3iii§(aub abgerieben werben, foKen felbige 
nic^t üom flicgenbcn Ungejiefer angefaOen werben. 

Sie SInbauung biefer Sdume, worju bu ^Amel unb millcce SSorfc^riff bie< 
nen , t|t fcwobl ivegen ber @üte beö J^olj e^ , al^ auc^ wegen feiner gi üc^)^e oorjuglicö 
anjuprctfen. ©er iSßnc^^tbum betfclben gcl)t febr gcft^iuinbe, unb fte werben oiersig 
Ih$ fuiifjig (Sc^ub hod); im üitrjigitcn S'ibre (Inb fie au^gcwad^fen, unb biö in baö 
fee^jigfle oem be(ten 2{lter , naet> wcic^>em f?e m\ innen {u ocrborreii anfangen. 

©ie D?crbamerifanlfcöen weiffcn unb fc^warjen SJngba'iime jie^et man mejic 
wegen beö ^>oljeö alö wegen ber grüe^^te. 
ll.Ct?eil. ^ ffr«(f» 



S^ic XXXIV. ^upfcrtafcL 

Fig.i. 2iit iRnofpetutvciglem, »om lo. Stprif. 

a. ©tc männliche Slüte ober :§'äjlcin, Weierle au^ fe^c titUn, nk St^iuppcti 
utcc einanbcr licgcnbc» iSlumcn bcjlc^ca, eom 2j. a(prtl. 

b. ©crglctc^en com 6. SD?ai. 2{ii btefcnt Swdgldn fitif> oucJ> bei 

A. bie ttjcibllc^)«!« Sliimfti , ober bcc SJdifang jitr ^vudt)t ju fe^cn. 

Sic öufrct^t flc^cnbe, üiccfac^ ciiigcfcfjnitmic fiirje 99Iumenb<(f < fc^licfict bm 
Siiopf ciH, unb fdflt cnbltcö ob. ©cc Snoflpf , »pcauf jwcen furje ©ciffcl 
mit großen ©ttpwtdi (Icljcn, i|l oeal. 
2. €ln« dnjelne 95lunie oon bcm noc{> gefc^Ioffcncii Sdjldi» b. 

£>te XXXV. Äupfcrtafcl.. 

c. Öie offfiicn nidijnUc^>en SSlumcn , rooraii b«i 

d. bic 95Iumcn obgcfadcn ftnb, t)om 17. SKat. 

e. Sine abgcfaHeitc SSlutne, bie mcbccntbeif« fcdjöfac^» sct^cilt, unb mit ad)U 

id)n beinah unmcrtlic^cn ©iaubfflbjH mit bcainwn ©taubbcutclc^en «ngcfußt 
finb. 

1. 3n>fi @faubb(ufclc^)cn. 

B. grüc^tc üom 18. 3«ni"^- 

C. ©crglcic^ien eom 8. 3uliu#. 

D. €liK reife gruc^t »em 6, September. 

J)te XXXVI. ^upfettafcr. 

E X>ie üufgcfc^nütcne grut^t. 
7. Sin SStertel üom innecn Äern. 
G. 35ic ganje 9?u§ ober :Kernfapfef aui bec gruc^t D. 
1. €in 3?ugblat oon ber obcrn Seite. 

m, Sie fcblenben «Pfldnslein foßen beim @*lHß htS SQBerfe«, ttic im itf 
Iten X^eil Tab.XXXiV. gcfc^a^e, nachgebracht werben. 




XII. Pib^anblunö 



t)<r trüben 



Aefculus (Hippocaftanum) floribus heptandris. Lin. Sp. PI. Hippocaftanum vulgare 
du Harn. arb. I. Pavia. Boeihav. 260. Tlie common Horfe Cheftnut. Ma- 
ronnier d'Inde. 



^5^tcfcr 95aum, rocic&cc eon fluftuo ouö b<m nfiMic^icn Slficn im 3rt^c 1550 



*'**''^ nrtc^ granfrci* getrac^« mucbe, i(t nun ubecatt fc^c gemein, fo, bog 
er ouc^ jfbcrniann unter bem SKamcn gemeiner 9tcgta|laiiicnbaum bctannt 

2)ie Sluten , »clc^ic ö»ö lauter 3n>itterblumen be(lcl)en , fommen fcfeon ju 
Sfnfang beö 9)?ai on langen aufrcdrtö (tel>enben Stielen jum 55ocf(^ein , an beneu 
(1e (If^ runb bcrum befiiiben, tvobure^ ber 951umenttrau6 eine piramlbenfprmige 
®eflatf erhalt. 2ßann ber Saum in eotter S5lüte (Tab. XXXVII. d.) fte{)f, fo 
niac^t er ein prdc^tige^ 3{nfe^cn. ^ie SSIumenbecfe ifl nur einblätterig unb gans 
fla4> in fünf Sinfc^tnitfe getbeilf. 

* Die SSlurae befte^cf aaö fünf rnublic^^en Slaffern, tvelcfte t^ci§ unb mit tk\)* 
lic^ien glecfen eermifdjt finb ; ber 3v<inb berfelben i|t gefaltet unb roeaenformig, 
unten aber, in ber SSlumenbecfe , enbigeu fl« 0«* «"'^ f^'"«" <?pi§cn. 

©er (gtaubfa'ben befinben fici^ in jeber 951ume (leben , reclc^je bie £a'nge ber 
J5lnmen {)aben , <>fricmeiif6rmig gehaltet , unb oben etwöö frumm gebogen finb ; 
bie barauf bcfinblic^en ©taubbeutel (leben ober alle bagegen gerab in bie ^>übc. 

©er grud^tfnoten i(l runb, unb au^ berafclbigcn gebet ein pfriemenformiger 
■" mit einem fpi^igen (Stigma oerfebener ©riffel- 2{u^ bem gruc^ttneten roicb al^bonn 
eine bicfc, runbe, mir (tarfen ^^tac^cln oerfebenc Jtapfel, (Tab, XXXIX. C.) bie 
^i) in brei Sa<^er öfnet, in »velc^er man aber nie mc^jr alö eine ober jmo reife 




^ 2 



Srüctitc 



6o 



xii. "m^mumr 



gn'ic^fc fiiibc(,Mc rtttfTfc diur fld^jcn @ci(e, niimlfc^ an bcm £>r(, ft^o ftc imif 
rcaü6 bcr Svrtpfcl jufaiiimcnf^offcn, cimb m<^fm, iinb mit dmc^jartcn imt) glaii» 
jcnb brauiuu -v>i^"t occfe^c» ftiib. (D. E.) 

©IcSIdaec fenmun tnäflcntt)eilg jii 2nbe txi ^pnli \)cmt, unb (Tef)cn imntec 
jtvd gcgcnclimnbec übccdn bcii gi^dgcn; jebc^ bcrfclbai bcjlci^et üu^! fünf fleiiKrit 
JBlafIctn, tvcldfjc fi* unten, reo bcr lang« bcöefligf ganj t?creinigm, 
olcc gegen bie (Spi^cti {u halb jirfclfcrmig oii^bceifcn , unb baburc^ blc @c|lalf 
cincg gdd^erö bcfoimncn. @cgen bie <?pi§c bin flnb fclbige Ureiter »iß unten, 
(im Olanbc gejabnt unb oon beßgriinec gerbe; tai mittlere üoii btcfcii fünf Hilf 
mn ift oflcnuil bai größte. 

£)er 2iebnli*telt, roelct)e (oml)l bie grncbtfapfcl , üf^ auc^ bie grüctjte biefe^ 
S5aumö mit bec c§barn faflanic feaben, Ijl eö oermut()Iic{> jU5«fc^)reil)en, ba§ ec 
tcffen Senemiung erhalten bat. 

2Im Icic^teften wirb bie tvllbe DJoftrtfirtnte bure^i bt« gruc^fe fortgepffanjt, 
wenn man ta$ 3(u^(lecfett berfelben nur balb «m grupialjr unfecntmf, tiitd) bie 
j£)erb|^pf[anjnng nbcc tommen fte nic^t let(|)f fort, weil «äffe SBintec unb 2Durmec 
ibc SSerbetben ftnb. 

Um bie grüc^te gut ju erhalten, unb fole^e t)om (gc^immel jn eermabren, fo 
werben fi« ii" @flnb« an ein trcccene* unb fempericteö £>ct gebracht, unb bamit 
bcbcft. 

Scr Saum »ac^jl febc fcfenetl , unb jrear auf einem guten Soben fc^on im 
erfreu 3«br über einen (?cf)ub boc^», baber ift eö febr gut, reenn man ibn jum 
?Z5erff§cn niebt ju ftarf reeibcn lagt, fonbern fc^)on im britten 3abr, unb jwac 
am bellen im^)crbtk, an bcn Ort bringet, reo er bleiben foK; benn bie grfab* 
rung bcjla'ttigt e^, bag ein iung »erfe$ter 55aum grcfer roirb, al^ ein fcbon beialjc» 
ter^tamm, weil bei bem lejtern atlcjcit gcbu'Tc unb 2Burjd oerlof;ren geben, 
reoburcb bemfdbcn oideö oon fdner ^raft cntjogen mirb. SBcnn man iBdumc boc^ 
unb (tarf baben mid , fo mug man ibren ©tanbort roett ooii einanber entfernt neb' 
mcn, bamit fle ft* reebt ausbreiten tonnen, -^nc »on mniicbböttfe»» ernwi'bnt 
in feinem ^aii«t)atcr ?ten Sbeil / @- 99- dncö ©tammeij , ber an bcr SBurjd eilf 
(gcbube Im Umtrcife batfe, unb iTiiUev fobc oerfcbiebenc, beten 2(cfe flcb im 
©urcbf^nitt auf brcißig gug ausgebreitet batten. gine befonbere (Jigenfc^aft ibre« 
SSucbfeö ifl biefe, bog fie ben 5ricb i'gleic^ n«cb £)efnuii3 bec :Knofpc fuciJ ganje 

3abr, 



6i 



ju€'tGnbe bringen. irüUer fogf, fca§ fT«^ 9l«t(^ md) Un abgefijßcnc» 95Imnm 
bie Snofvcn bcö funffigcn 3öfci'3 btlben, bie Ui im ^)ccb|l ii; bic Dicfc «vad^fcii, 
imc^ blcfcr3cit übcrjtcfjcn (1^» bicfclbcn mit einem 5<t()en unb bicfen @rtf(, tvdc^ec 
fje gegen grojl unb «Räffc fcJjüjf, bei rontmen Srü^)(in9^(agen aber fe^irndjet, mb 
habutdt} bcn Scieb ber Snofpe oottfoiumfii befScbcrt. 

X>ai ^olj ifc 5atf , K(i(i) unb fafcrig , unb wenn t« in bic 3?ß(fc ju liegen 
fommt , fö föult <i gerne ; bnbcr micb fclieö oon fielen für unbrnuc^bor gebalteii, 
ntell e3 nur b6rf>r£Cii<J i" fcofnen £)rten S" gebrauchen i(l; aber bo* werben 2if(^t# 
Urttter barauö «erfertigt, unb meil ti |1cf> gut öerarbeitcn lögt, wirb e^ jh gccin* 
gec Silbbauecarbctf ebenfdHö benuft, inbem ber ©runb, mit mld^m bergletc^cii 
(Sachen {unor überlegt werben , ebe man fie oergolbet , alle gebier bebecfef. 

J5aö 8aub, wenn e^ bur* ftarte 2ßinbc abgeriffen wirb, .freffen fowoW 
ja^me ali tvtlbc ?:i)tere gerne; eine bcfcnberc 2Jufmciffamfeit aber oerbionen bi« 
gruc^tc jur ?D?aflung berfelben. 3n Srnntrcict» pt^egte mau bic gef(^)ee[ten ^afla* 
nicn in einer 2augc öon ^alf unb gewp^jnlic^er Offene ju beijen, unb i^nen baburcö 
ibre öerbc SSittcrteif ju entjicben , nac^bem man |if lieber im frifc^ien aBaffer aU 
gewafcfeen unb gefotien öntte. 3iH»ift^f" »ft «»«ber für ba^ 3vtnbüte& ns>d) für bic 
<gcl>afe biefe 3ubereitung notbig / inbem fc^ion felbige rob , nee^ lieber aber jet# 
floffcn unb mit ®crflenfci>rot untermengt freffen, befonberö, wenn folc^e baran ge* 
tvol)nt flnb, auch bnS geberoieb fnn bamit gemaf!et werben. D?ach t^u ^anicl 
ücrfertigt man \n %imhtidi) barau« eine gute gta'rfej ferner, wenn man fofche 
jerrcibt unb im SBaffer auftoff , fo befommf man barau« eine feifenarttge ?D?aferic, 
tPelcöe n«ih marcflubtei- , fpwobl 5um 3ß«fchen ali? SSkichcn ber leinenen unb jum 
aSBalfen ber woHencn Seuche gebraucht werben tan, worüber bcffen äZibbanblung 
vom ^>anf JC. ^«it^abt 1763- 8- P3g.98. nachgefeben werben fnn. 

^ttt ö«ni(tcnt rübmt, ba§ er bie 3iinbc mit gutem Srfolg (latf bec gieber* 
rinbc in abwechfelnben ^iebtm benujt habe. 

3m lotenSanbe beö neuen ^lamburg. ^am- P'443- ftubet man «in« au«# 
fübrit*« Sfnjcige berienigeu ©c^riften, njelch« »on bcm Siü^tn biefec gcücht« 
hanteln. 

.0 3 «f 



■ 6z XII. 5I^|ant)Iun3 / \)oit ^er ?Kügf aflauic. 

2) tc XXXVII. Äupfcrtafcl. 

Fig. a. giu ^nofipcnjttjclglcin , uom 3. 2(pcil. 

b. DU Im gtufbi-ec^cn begriffene »lüte, t)om 20. 3(prlf. 

c. Sine bcr3lei(^>cn eom 29. bttto. 

d. offener S5lut(tcmsö, com i?. «»fai. 

3) te XXXVIII. ÄupfeiPtafcI. 

A. Sin iumtg ^tWkin öom 25:. «Wai. 

B. Sine gruc^)tfapf«I , öom 20. 3uniu«. 

I. Si» S?öjtaiilmblat eon bec uiiteni (Seite , mn 26. 3uliu«. 

SDie XXXIX. ^upfectafel. 

C. J>1< reife gcuc^)ffapfcl , com 17. £)ctobec, tvoran b«i 

1. ein »ecborrter SBlumenfliel $u fe^en ifl. 

D. Dergleichen Äapfel geofncf. 

E. Sine Scucljt au« biefec Sapfel. 

F. Dltfelbe entswcigefrf>nltfen. 

G. See gani« Sern au« bec mit 

2. fcemecften .^tülfe obec ^aut genommew. 

®. ÄcbcrmtiUcrö pfeiflfdif* ' mifroffoi^if*e gecglieberuiig einer 2ßintec< 
fnofpe be« Hippocaftani feu Efeuli &c. SKit 3 «fluminirtcn Siipfer» 
tafeln, gc. fol. njofelbjt «uf Tab.i. unb II. 36 gigucen butt^ ba« 
SSergcogcfung^gla« abgebtlbct fiub. 




XIII. 



6i 

fnfM ■ ' >tr# ^ ■ . \tr^«i '-^t i^B-^ .Jilf. 
^ srv *>^l — *■ Vi33P \\\ — ^ v\ ' v^u - :^ \\\ 'v ^z^y — 

XIII. 5(bf;anMun0 

9Wai'oncn5aum. 

Fagus (Caftanea) foliis lanceolatis acuminato-lerratis, fubtus nudis. Lin. Sp. Plant. 
Le Cbataignier, ou Maronnier. The manured Choftnut. 

t^Ufcr 35aum t|l gcog imb anfcljtilic^. öle ffilattec finb grog, f4)6n grutt, 
gldujenb uitb (Icfjen ivfc^fe(ön)eifc rtn bcij Jitjcigcn. @ie finb om Dlaijbe gc» 
jflljnt, uiib baten an bccnufecn @cite ^cröocflc&tnbe Sibcc» , rodc^^e, nac^bcm bie 
gruc^f jcitig (ic^»t^)ca^n roccbeii. (Tab.XLI.) 

mdnnlid^ic iBdtmm (Tab. XL. a, b. c.) «rfc^tincn an Inngen, gccabm 
Ääjc&cn , bic Slumcnbccfc bccfclben ^at fünf bt6 fc(^« £inf(^nUtc , unb neun lang« 
in bic J^ö&e jlcfeenbc Stanbfaben. 

©tc rociblic^je iSlumen hingegen |te{)en , t«ic ein tleinec Snopf , me^rent^cilg 
iinfen, wo ba^ ntdnnU4)e Söjc^jcn ^erauögeirtcben micb, unb ^»abeB audS>, roiebie 
männliche Siutc, feine @(icle. Sie 93Iat(ecbecS5Iiimenbf(fennb jugefpijf, ruf# 
voäcti gebogen unb übeceiiionbec gefcftoben , unb ^jaben fünf ©riffd. SO?ai 
ober ju 2(nfang bcö 3uniu^ fomraen bie 95Iumen »um SBorfc^cin. 

©ic Stuckte, (F. Tab. XLI.) »elc&e im ^ecbfi reifen , mecben cunb , unb 
finb mit Inngen , feinen unb ftarfen Stacheln ganj eingebüßt , in filbigen bejinben 
^<3d eine, jwo, üuc^ brei aJüffe, (G.) »ooon man bie groften Maronen nennet, bie 
«uffen mit einet bcaunen unb glotten , inwenbig abec reoDigen , ja'fien €c^ale (l.a.) 
bcbeft finb. 

25ic 3?üffe, wele^e unten eine runb jugefpi|fe gocm()aben, roecben burc^ bai 
S(neinaiiberqueffc^ten auf einer Seife ttmi fcreit. Die Seme fcaben einen fuffen 
anb angenehmen öeft^jmaf. 



64 XIII. 5i^p!tnMun0, 

SOOo biefc grucf^fc obcc Sajl^iiucu in ^icn^c mdjUn, geben {It an^ eine 
gute 2?tc!)maiTi:n3/ f"-^ t^i« t»«* ?0?eijl ju \piibec inib (Starte; in^l.dicn du Sccnnol. 
^ieoon fliib «tcr nuc ffcinc 93crfiic^)c an einigen Orten gcnuict^t roccben, unb alfo 
fan ninn ncc^ feinen foaberlicf>en 3?u^en mit ®en>i§teit angeben. 

©ö«? ^oU i\t m ber iXiabe fdjroarjbiMun , inntueubij öbec ^edbcrtiin , nnb böt 
wegen bec fo m\)t mieinanber gesv<ic^fencn ?5ibern eine febc gute Sauec unb 25ifli8fcif. 

Die SSaiimc a^ctben au^ ben im Sfbruaciiiö gcpflanjten Srt|t(inien gejciun, 
m\d)c nirtn in fiifc&eö iingcbüngtcö (Jrbreic^ eintieft; bie SafTanicn niüiTcn abec 
Ui juc '^dt, ta man fieeinfieft, im @anb aufoeödten tt>erbcn, bnmit bie Wdufe 
md>t brtju fommen fonnen. Sbe man (le einfe^et, niug man fte in3 jffiaffec tsec» 
fcn, bo benn bic, fo auf bein SBaffec fcfjipimmcn, iteggettJocfen werben. SEBenn man 
bie Äaftanien flecfen Witt, fo mug man mit einet S?er[f etlicfje, eier tiefe 'Jucc^en, 
fecJ)^ Sott ecn einanbcc entfernt niarf)en, wie bei bcc ^Pfianjung welfe&er Sgo^nen; 
in wele^eman fte einfejt, fc, bag becSeim oben jle^et, ^ernad; ^acEet man fie ju, 
unb mac^t in einem SSeet fee^g iKei&en jwifc^en ben SScefen , aber jween @eöub 
breite 2ßcge. 3)?an mug aber bernac^ roobl 2ic|>tung geben, bag ibuen bie sKa'ufe 
feinen ©e^iaben t^un. 3«' -lp»l O^bfH fic auf, ba man fte benn fleigig ja'te» 
mug. 3!i biefen Beeten flehen fie jwci 3a!;re, bernaci> werben fte im £)ctcber, 
cber am €nbe be6 S^bruar^ , in 95aunifc^ulen tjerpflanji , ba fte in brei (?e^u& 
weiten öielben einen Se^ufe tjon einanber ju fleben foramen. Seim 93erfc^en mug 
man fie nie^t beft^dbigcn , unb nicijt lange au« ber Srbe laffen. Sie (gpiegwurjet 
aber wirb abgefc^niften. 3» biefer S5ainii[c{)ule bleiben fte brei ober üier 3obre lang 
(lc[)en , nac^beni jle junebnien. SBnbi^fiib biefer 3eit mug man fte forgfa'lfig jdten, 
imb bie ®eitendfte tvegnebmen. ®oferne bei einigen ber obere @c^ug (gclpabeii 
genommen ba'tte , fan man ffe ein 3abr nacJ; bem 23crfei^en hii an bem ©oben 
«ber bem lejten iUuge abfc^neiben, ba fie benn bcntac^ (tnr£ unb gerate Wieber 
fc^cfTcn. SDian mug bie abgefallenen 95ldtter auf bem 95oben oerfaulen laffen, 
weld^en fi« büngcn, im ^ru&ia^re ben Scben ein wenig auflocfern, unb fie 
}roifd;en bie SSurjcln Ijincinfc^jarren, aber nic^f gar ju r.a^e, bamit man flc M<ü}t 
bffc^dbige, 

Suic^bem He brei big t>ier '3<i^v( in ber Saumfc^ule gcjlanben finb, werben 
fie entwcbec in eine 2ltlee ober einen Sufttvalb oecfejt. Sie SSerfejten geben iiber# 
|)aupt oiel beffevc gruc^fte, «1^ bie, fo nit^t Perfekt werben. 

sein 



^5 



ma man gSdii^ofä bawiiö jic5en, fo mu§ mon fic lieber in gurren, wie 
bie (Eidjen fden, imb ntcf)t öerfclen, bamit bie «Pfa&Irourjel tiictjf ©cfcaben ne^» 
me. g)^an mug namlicj) baö 2anb baju jwetmfll pflitgen/ bic gurd&cn (ed)ß Jitg 
weit öon einanbec tmdjcn , Ußb in fclbige bie Äaflanien je{)cit 3oa roeit eo» 
einanbec legen, fie aitcf) brci Sott ^od) mit €rbe bcbccfen iitrb fleißig taten. 
dlad) btei biß eier tjafjr^n mug man bic «berffiiffigen aiiöidfcn, fo, bo§ bte 
jJberbleibenben brei @(*u& weit in ben Siei^en t»on einanbet fte^en. 3n bte« 
fcr entfcrnung fdnnen ftc wieber jwei 6i^ brei Sa&re men bleiben , barna* 
mug manollemaf oon jween fdäumen einen »egne&men, fo, bag fie oHe fec^tf 
®d)u^ mit inö ©eöierfe üo« einanber flehen. S^etnad) bauet man t)on jwee« 
§5d«racn einen, einen @c^u5 fyod) com ©oben ab, unb jwar ben, eon melcbera 
man ft* om wenigllen t)evfpi:e($en fan ; um e(*Ia9^>olj barau^ ju jieben, 
Welcöeö in fJeben 3«&"n ^eife unb i>opfen|Tan9en giebf. SBeil abtt bic gtof« 
fen 93dume ftarf anmacöfen, fo fTc^cn fie bcnnocö ju enge; wenn fie baf;er fo 
bif ftnb, bag fie ju f leinen 55re«etn tauten t fo mug mon wiebet oHemal ben 
5Wec(en 55aiim fallen, ba (le benn nacf)()ec oier unb jwanjig 0c^u& t)on cinfltt» 
bet entfernt finb, unb fo bleiben fie [leben. 

®aö ivaflantenöolj fommt me^t bem (Etilen. aW 3^ugbaumbolj ifyxUti), m\> 
j(l JU Sau < unb 3hi5[)olje , fowo^l Sif(i)letn, ©icecfeölctn, M audb anbetn bet« 
9leicf)en 91rbeitetn bienlicf), inbcm eß ftd) tecfet fpicgelnb poltren unb gut latiteu 
lägt ; ferner fan man eö jiir Neuerung unb SSerfo^lung gebrauchen. 2lucft oli 
SSau^oIj wirb beffen ©auer gerii^mt, befonberö wo ei inö Srocfene ju fie()eK 
fommt, unb man will in granfreicft Äirc^en unb ^»dufer oon einigen 3abrbutt< 
berfen 5« entbeft ^aben, bic meifTcntf)eii<J auß bcmfcfben erbauet waren, unb 
bei welchen ba^ ©ebdlfe noch frifcft unb gut gcwefen fetjn foH. €nblic() bient 
eö aber aucf) ju guten S<J§r«if«n «nb SBeinpfd&Ien ; ia in ben auß if)\\(n bet» 
fertigten Sonnen follcn wegen bcr feinem Oejfnungen bie 2Geine jwar fangfa» 
mer gdOren, bagegcn abe» tieffowcniget auöbuniten unb eben begwegen ffdrtcc 
unb angenehmer bleiben. @. Bomare Didionaire d'hiftoire natur. Tom. %. 
p. 571. Sluch t»u ^amel behauptet, bag hiej« UinSioli bflucrhafter fei, ali 
biefe^. 

Sn ^Mtifrcich unb 3f«lien werben ganje ficine SUdlber babon angefrofTen j 
ou^ bet unö fommen fte im %te\en fort/ unb werben iW S>^i4chte bei warmer 
^erbfiwitterung reif. 



II. Xf)ii\. 



5 



66 XIII. 2(6^an&(un9 öon ter ja^mc» ^a^anU. 
S)ie XL» ^upfertafd. 

Fi|f. I, (Ettt Änofpcnjwciglcitt com 5. 50?ai. 

a. Sic junge mdnnUcf)c Siiute »om 23. biffo. 

b. €ine bcrgleicfecti/ m[d)e abet jit »ctbecbeu fc()ejnt. 

c. ©ie offene Slüte »om aa. 3imiii^. 

A. B. S)ie rociblicOe ^lute uom lo. imb 44. biffo.l 

C. €nie ^ruc^t üom 21. 3uliu^. 

D. ©ie aii^ biefee gnid)f genommenen breifac^ beofantmcnlte^enl'e» «n* 

cinanbet ()angenben 9^u(fe. 

E. (Sine ttnielne 9^uß ()ie»on. 

©ie XLI. i^upfertafeU 

F. Sie reife ^tud)t »om i. Sßooembcr. 

G. (Sine 3?u6 au^ bee %md)t F. 

H. Set S?em auö bec 9^ug G. 

I. Sie aufgcfd)nittenc ^1u^, woran bei 

3. Sie innere rooQige @c{)ale su fe^en ijl« 

3n &et>ei-mt4Uet;ff pbDfifalifcf) mifroffop. ^erglicberiing einer ®in(er* 
fnofpc beö Hippocaflani feu Efculi etc, gr. fol. finb ouf ber 3fen 
Äupfertofcl a8 iUuminirte Sigurcn »on ber SJIarone ober fuflfere 
Äalianic abgebilbet. 



XIV. 



67 



XIV. 5(b|)anM«ng 

£atttt=^ ojcr Sldtteryumc. 

Robinia (Pfeudo- Acacia) racemis pedicellis unifloris foliis impari - pinnatis, 
ftipulis fpinofis. Linn. Sp. PI. Pfeiido-Acacia vulgaris, Tourn. inft. The 
common Baftard Acacia, or Locuft-Tree. Sweet fmelliny Locuft. 
Faux - Acacia. 

93a(crlant> tiefet Snirm^ iff SSirginicn / imb \)tt ilbrigc S^eft tion 
"'St^ 9?orbara€rifa. 55?oii bn^fc tviicbe jiierfT bcc gname nacfe graiifrcic^ 
6rad)f/ iiiib üon ba aiiö ift et nac^ S)ciitfcl)lanb gefommcn. 

©ie ipedjfelöwciö an bcn Jrceigen ftci)enbe SBlattcr (tnb gefiebert/ iinb tcfle» 
^)en auö btet5e()n biö adjtjebn tleineru Sjlattcm. (Tab. XLII. i. a.) 5^iefe 
(fleine) IBldtter figcn paaviucife gcgeneinanbct über/ fiub ovml/ 6ciniil)e/ tt>cntt 
fie auögen)a(J)ren jrocctt 3o(l ding iinb einen breit; ungeja()nf/ auf bcr obern 
S[ad)e {)er(gn1n/ auf bet untern aber weiOgrilnlicf)/ unb ber Sange und) mit ci« 
ner fleinen Slber gcjictet. ©egen Sibenb unb bic gonjc 9?ad>t ()inb«tc& falten 
fte ftd) nad) unten&erab&ängenb jufammen. 

Sic 55(umcn (a. b. c.) fommen im 9)?ai ober 3uniul fraubfiimeife %mott 
«ttb öcrbrdten i[)tcn angenehmen ©crud) n>eit um&er. Sie ©cfAledKcfennjct» 
d;en finb fofgenbe : 

Serifeid) fjafeinc Sfitmenbecfe/ bie einblättrig; Hein glccFenf^rmig iint» 
»ierja^nig ifJ : bie brei »nterffen 3iif>ni^en ftnb bunner ; bnö öierte oDerfPe iff no(ö 
einmal fo breit; faum merfHcft üu^gffd)niften i aDc a6er flnb g(eid) lang. . 

Sie Ärone i(l fd)mctterlingöfJrmig; 

Sie ^afene ifl runbn*/ groffer, ab(Te&enb; flumpf. 

Sie glügel ftnb l^nfllj*/ eirwnb/ frei, unb mit einem fe^t furjen 3ln5a»5 
»crfe^en. 

3 » SoJ 



XIV. mmhktt^ 



©c^iffgfti i^l ieim^i balbfi-ci^cunb/ jufamntcngcbrtift/ fTum}>f imt 
folang nlö He Sl"9fl« 

©rau6faben : bie DUmaUß öiiffleigcnbe ©foubtroger |!c6eti in jroo ?5ar» 
tien/ bäüott bie eine einfac() / bie anbete neunfpaltig iff; bie ®faubbeu(fld)en 
fiiib nniblicb. 

gtempel: bet ^tud)ttmten ifl tvoljenfdrmig (dtiglid); ber ©riffel faben» 
firmig/ aiic^ mifrodrttS Qetid)tet ; bic ^latbe öotn an bet Spige/ tait^.' 

Sic gsuc^t ii1 eine ^)illfe obec Schotte (C. D. E,) mldi)z lang/ jufammen» 
gebrüft unb buflicfe »dc^ft. 

S)et ©aame bef!ef)f in wenigen/ nierenf^rmigen ÄiJtnern. C3-) 

Sie ÜJinbe bet Steige i(! btaun, an iungcn 3n>cigen glatt/ bei difetn 
hingegen etmä geriffen/ unb in i()tem Sau duflfetfi »eft «nb 5d()e. 

©aö Jpolj ifl gelb/ (iatf geflteift/ 5df)e unb biegfam. £)ie üon bemfclben 
«bgcjogene etfle ©cf)ale bat ben ©etucö uub ©efcfjmaf beö ©u§f)oIj,e^. 

©icfe Sdume finb öct onbern ba^et fenntlic^/ weil an bem Orte/ wo bie 
3njeig« auögef)en/ ficf) ieberjeit jre^een biö bt ei jlarfe ^itacöcln neben einanbet be< 
ftnben/ bie beinal)e einen l;olben 3oll lang unb unten am breilejlen finb. 

5bte gottpflanjung gefcfcic&t fe&t leicht auö bem ©aamen / unb (je tvac^» 
fen gleicf) in bem etjlen 3a[)te ^ocfe auf, 

2Kan öcrmel)tct fie inbeffen/ geicdnlicöetnjeife/ bntd) Sluö^ebung bet be. 
»utjelten Sdj^glinge; njeld)e fie im guten / locfern SSoben auö ben SButjcIn 
^dufig ^croottteiben. Sie bei biefem 55aura üon iTJiller gemad)te Sinmerfung/ 
ba§ ein ou^ ©c()6ijlin9en etjogenet Stamm/ nicf)t fo ^ocfe al^ ein auö ben ©aamen 
öeroad)renet »erbe/ tv»ei( ftdjö etftetet jut 3^atur mad)e/ befldnbig neue @d)ö§< 
linge ju treiben/ i(E aucö buvd) bie (Scfa^tung gegrilnbet, Sin iebet £ie&()abec 
mu§ ba()ct ben £)rt njo^l bettac&tcn/ njo et biefen 55aum binDerpflanjen reiß/ 
tntmebet im ©arten ober einer n>ilben ^oljung. €inen ©arten »ilrbe ein au^ 
6cf)56lingcn gejogencr Saum aHejeit »etunllalten / ba hingegen burd) bie ^ec« 
torgeti'iebenc Steifet bie Sidung einee ©e^dtje^ tetme^rte. 

Siefe Sdume »ertragen bie Ädlte unferg ^immeBfiticftö äiemlic^ gut/ fo 
n>ie aud) iebet Soben für |ie angemeffen iii. 3m guten ctroo^ feuchten Sobcn 
i(t bet SBud)^ «m ßdtfflen. Sie fi5nnen batinnen in einem einjigen .©ommer 
tiet blö fünf gug lang treiben. 

©icfei fd)neae SBucf)ö fdßt mcttlid) in bie Slugen / unb Idgt ftc6 au^ ben 
.etfa&tungen leicht bcfed)nen. 3d) Hbt an il)tem ^)oljc ^al^ttime gemefien/ 
l\t in allem «inen falben Boll/ oft aber bi* auf einen 3">ll Stcitc ^«((en. 

3n 



69 



3n grntifi'cicfe pflcgf mon biefe Sdume njfflen bet 2Bfinpfdf>fe ju jicbeti/ 
iH we\d}et Slbfid)! bic ©(flnimc alle brei 3a5re btc()t an bct Grbe afcßf^fliifn 
wcrbfn, SBirb tiefet SBaum gel)^vt3 gcfiJpft/ fo tan ntöii ll>n aiic() bei mcl^rcrer 
Stätte JU ©tätigen unb SBreftetn / uiib ju aHerld Jifcftlerürbeit benugett. 
See bcfcnbetö fd)nellc 3Buc^fi(/ in rcflc()em er beinahe alle unfere cinl)ctmifc()e 
fbäime ubetttift/ mad)t feinen Slnbau um fo Biel roid)ti9ct/ ba et ein »orttefli» 
c^eiJ gcuerl)o(j gibt/ tvelcftctf and) bic branc^bar(?en Äo&Ien ecrfpticfet. 33oB« 
laubigere S5efcf)rcibungen baoon pnbet man bei folgcnbcn ®c()riff(]eUern : 

©ü ^amel, Sib^anblung eon ^^«men/ II 55anb/ pag. 147. 

Slb^nnbliing von bcm 55aume Slcacie. Siuö bem ^tani- übetfeit t>on SOfajc. 
2ßil&. SJeinl)atb. 8. ^avl^tn^e, 1766. 

SlUgemeine ^auöt)alfung unb $anbroirt&fcf)oft/ V 95anb/ pag. 157. 

gorffmagajin, VII 35anb/ pag. 20. unb IX SSanb/ pag. ia8. 

Bruni^ene oefonomifc{)e (EBCi;cIopdbif, I SSanb/ pag. 193. 

JDii Tioi, milbe 55aumjuc6t/ II 53anb/ pag. 319. 

Muntings (Abrali. ) ßefchryving der Aardgewaflen, fol. Leyden, 1696. 
y-ig. 49. Tab. 8. 

$t5ic XLII. ^upfertafcl. 
Fig. a. b. c. Sie SSlufe/ neb|l bem iunge» SBldttcrjweig 1. t>om 18. unb 13- 
gJTai; unb 
a. ein SSIat/ öom 25. Suniu^. 

A. ©ie iunge @*otfc mt( ben ©(aubtragern «mgcbett mh 

B. of)ne biefelbigen. 

C. Sie ^ülfe ober Stoffe »om 50. Sluguf!. 

D. E. Sleife Srud)fc ober 6(l)o((en/ ncb(t i&rem ©«amen 3. »om la. 

©Vptembcr. 
4. 5- Sie jungen Vflidnjlelit. 




XV. 



70 



2au&'' ober S5Iatterbdume. 



I^et aSogeiaeerBaum. Cluttfern. ober Clui|eti6eeren6öum. 
Sd'cflTeu 50?aflj36eer, uiiD tu Der @cf)mej^ Oüvmfc^5aum» 

Sorlnis Caucuparia) foliis pinnatis utrinque glabris. Linn. Sp. PI. The Quick- 
Tree. The Quickbeam, Roan-Tree or Mountain Ash. Lc Cochene. Le 
Cormier, Corettier, Sorbier fauvage. Le Sorbier dej Oifeleurs, Sormier. 
Sourbier. Harlalüer. Branfis, 



S 5Ö03cI6eerkum wirb bei unß, mtev Den 2aubU^etn, (ei)t ^diiftg/ fo 
'"'^ me and) in oaerlci ©ebiifd)en nngefroffeu, betr 53ot(en mag kina()e 
fei)n/ tvie et ivitt. Sr uerbienfe ba^ct aucf> eben fohjof)! eine befonbci-e iinb 
gvoffe^e 2lufmet:ff<imf'eit/ olö aüe anbete fonft genngei-e 5)oljartcn/ tt»e[d)e bei. 
«at)e an ben mciften ober aucl) oHet Orten fottfommcn, in midien fonfl fein 
onbereö 5?oIj wad)fen mü. 

3n nnff.-n ffarfen iSoben ftaf biefet SBaum feinen bellen -2Gac()(ftf)iim unb 
»ermeört ficb ungemein flaü batinnen. 2Jiiffec feinen ©tanborfei-n n)irb btefee 
S5aiim t)C!i ben Sjogeln (^auftg genug auf ben alten SKauern unb ©ebmtbeu 
focfgcpflianict, imb man fie&et it)n jnjifdjen ben hol^eflen etcinflippeu/ md) auf 
ben alten üdjlDjfn'n f)in unb roieber, fo roie man i^n QkidifaU in allen San« 
bern unb falten ©cgenbeu beö nüiblid)en €ueopa / imb ouffet biefen fogac auf 
bem Sibnnou anfrift. 

Sebeö S3!at 5at neun, cilf bi^ breije[)n Heinm 53lctfer/ anbcrt^alb Sott 
in bc« £aiige/ unb einen falben 3o£l in bie SSreife ; baoon ba^ £lu|Ter|?e allejctt 
boö fScinilc ift. ®ie ^aben eine feeagtdne garbe / unb bie untere glacfee ^at 
ber gange nac^ eine ev&abenc Slber. 

SJie «seifTen gerucOreic^en Slume» (Tab. XLIII. a. b.) jtnb 3»lt(etblumen. 




Siet 



71 



X>et S?el(t ßeflebf öii^ einem r)o&rcir ofcncn etiicfe/ tvclc^e^ einen sUidjea 
funfja^nigen 9?anb ^)atf imb jugleict) bie diiflTerc gd^olc beö €icrfiocfe<J aufS» 
mfld)t/ folglicf) ntc^t abfäüet. 

Sie 53Iiimenfroncn 6e(Tef)en au^ fünf timben ^oblen klaftern / bie ifjrer 
glcicfjen ©eflalt, ©tiJffe unb fagc wegen/ eine offene Itofe cor(TcOen/ iinb an 
bcni i?eld)e behelliget finb. 

Sie ©toubtragci; finb bunne, fpi^ige ^afcrn, ber 3ai)I nacö jitJonjig/ n?c(c()f 
fid) an bem itclc^e beoefligcn/ unb ninbe folbigc 6taub^ulfcn trjgcn. 

£er SSIumengtiffel 5at feinen groffen €iei'|Tof untci- bei- ^hme, mit et. 
nem bteifacl)en/ fabenformigen/ <iufrccOt|Ic(;enben Sn[d)ti-i5[)rcl;en/ auf tvcic&em 
folbige Starben fifc[)cn» 

Saö ©aomenbef)a(tni§ i|T eine Pcifcfjige, runbe obcc fpijtrunbe 55ecre/ 
(A. B, C. D.) bie anf bem SBirbel mit einem 3^a&el t>evfff)en 

Sie ©aamen beftebeit meii^cnt&rüt* in fecftö ldnglicf)en/ ji^&cn, cinjclncn 
;Kernen (3-) 2)ie SSeerc roerbtn gegen bcn ^erbft reif unb rotf). Jöod) 
cftccö fdllt biefe rotfje garbc fcfjrcorj au6, nlebonn aber jeigt fcldjcö uctbcrbe» 
jie ^eere an/ beren Sniime in nffjufcu(l)(em SSoben Hcl)en, iinb an ben SQJiir» 
jeln faulen/ ba biefe gen?d()nlicfc fei)i' rief ju fd)Ia9en pffegcn. 

Sie duiTere Diinbe ifl bei alten Stämmen afd^gtan unb glatt/ bei ben iun» 
gen 3ivetgen aber rotljbi-aun. 

Sie garbe bee ^joljeö iit njeißlicK)/ aud^ jurocilen mit fcl)tvariUd)en 6tet» 
len gemafert/ unb babei) bcfoubet^ bart unb »e|?. 

Ser ^aum fdet fid) butd) bie ©aame» / bie bon ben 5Qi5gcliT untrer 
getragen »erben/ üon felbfl l;in unb wicber auö. S!)?an fan baber iunge 
©tämmc in SOJenge auöbebeu/ unb an bie angeroiefenen öettcs öcrpfJanjeti. 

3Juö bec S^urjel treibt biefer 'Saum oiele «Sprofftn/ beren SKenge o[)iige« 
ad^tet fid) ber ^)aupt(tan,ta nocfe liemlid) gut f)älf/ roenn ndmlid) biefe Sßrut 
baran fpdter entfielet. 9)?au finbet ben oon feibfc gerabe unb fcfjnea n)ad)fcn> 
ben/ Uid)t bemeglid)ert/ {dfjcn «Stamm swclf, fcdieSjefien bie? ad)tjcf)en guö Ijod)/ 
ober nur feiten eiel i)öf)et; feine Sief e betrogt rooOl bißmeiten i>ier;c&fn biö fed). 
jefeen 3cUe. gr bringt juroeilen eine mdffige rcd)t orgclmdfiig pi;ramibenf5rini. 
gc, bttdftige Sttone, unb 5dlt fid) überbaupfö breißig biö fierjig jabre, bod) obec 
in ^)ol5 unb SHinbe ni*t immer gut. ©eine Sfinbe iff bitter, jufammenjiebcnb 
unb balfamifd), unb gibt im Sniblinge ein be(?itlirte^ SBaffer/ tt)eld)cu nid)f 
fcfemad) ifL ai?an hat fic in einigen £4nberw/ (?flt( bec Samariöfenrinbe/ iit 
Isw 2lpotJ)ecfen cingefö^rf. 



©a;^ iaub Wieb aad) nid)t kid)t üon Smeften angegtiffen. 

©er \)auptßd)Üd)fie 'Slu^en, ben man eon biefcti ^bäumen CEjdf>[f/ Befielet 
in bcm ^loljc imb bcn 2$ceren. ^eueä tan eon ©cftrcincrw/ ©redj^lern unb 
Suc6fenfc&tf(«m auf »ctfdjtebene ÜBeife »erarbeitet werben; bie ^eere aber ge. 
ben aufferbcm betrad)tlicf)cn 9Ju§en jum SJogelfang / ait* ein SBinterfutter für 
groffeö gebertvilbpret unb Sebcröiet;. S)te Slmfehi/ Sroffeln/ Äramet^i?dge{/ 
©cibenfc()toan5e unb Surtcltauben jie&en t^nen bcfonberö nac^. ©iefe 25cere 
follen oncft eine gute SÄaftung für boö Siinböief)/ für bie ®d)afe unb ^)uf)ner ab. 
Seben; oud) üerficftert ber ^>err bon T^ofjV/ ba§ man/ an eerfcfticbenen Orten 
ber S^ieberlaufij / fie mit gutem 3?u|e« ben iungcn Simmern unter ba^ gutfer 
menget. 

S3JeiI cnblicö biefer Saum nicftt nur gefc^winbe twdc^fef/ fonbern aucft eine 
biegte Äronc W/ fo fc^jicf et er fid) ganj öorjüglicf) ju SiKeeu/ unb ber ^err von 
iniin<^^»aufcn fogt eon il)m mit Siecht/ bag roir i&n/ ol^ einen ber fd)iaflen 
§3üumc/ öflgemeia angreifen würben/ wenn er nicftf bei unö fo gar befonnt unb 
gemein w&te. $0?an fef)e btetbon folgenbe Schriften. 

<5lc&ttf(^/ gor(?it)iflenfcöaff/ II. pag. 210. 2)ü4>o©/ fStiefe, I. pag. 9, Do* 
bel6 üom 5ßogel6eerbaum/ in i5fonomifc()en 3Rad)ric6ten. Setpjig/ 1755. 
Vll SBanb/ pag. 345« Sltlgemcine J?auöI)oItung unb Sonbft)itTenfc()aft/ 
I. pag, 6ai, SDu Tioi/ Wilbc Sßflumju^t II. pag. 419. 

^rfldcuug t>et ^(bbilbuitgett toon t>m ?öpgelbeerbaum. 

©ie XLIII. ^upfertafel» 

Fig. 1. €in Änofpenjweiglein bom 3 SIprif. 

a. S)ie SJIutfndpfe Pom i 20?at. 

b. (Sin iunger 93lafter(trauö mit offenen Sßlilfen Pom 10 SOIai. 

A, B. C. D. ©ie 5tuc()te ober Sßcere öom 28 SKai/ 3ubIuö unb 3«liu^. 
%. (Sine reife ^a(be Seere/ Pom 4 5luguff/ unb 
3. Sin ®aamenfern auä berfelben« 




XVI. 



XVI. %bHn\>ln\\$ 



^cr CeI6aum. '^evi<i)mmammMi( Oybaum. (^d)mmaU 

Perfoon. p. 169. Eleagnus anguftifolia. Wildenow. Tom. I. Pars II. p. 68S- 
Eleagnus anguftifoüa. gratjj. L'Olivier de Boheme. <inQl. The narrovv 
leaved Wild-Olive, S5ed)ilein, tf).I. ®. 27Ö. n. i. 2)cr fc^mfllbldttetige 
Wilbe Oeliaum. i^.fSutdObetf,*) t^. II. ©, 85. n. i79' Eleag. anguftif. 
©et fcr;tti(il&la(teri3e tvilfce Oelbam. 



hS)ii tpocfugiefen geben bicfcm ^autti,. wegen beg angenehmen ®ctud)ö, be« 



"""^ bte 95Ii5ten toon fid) geben/ bcn 3iamen «patabieöbaum ; öclbaum nennt 
man i^n/ weil feine grumte eine 2le^nlid)feif mit ben ölitien ^aben. 

Sie Sluten ^aben feine Äconc; bie leberacfigc 9)liifenbecfc jf[ einblnfferig/ 
»ietmol gefpalten, glorfenformig, «nb f4ttt nac^ bem 2?et6Ju^en ab ; bie<Sitaub' 
fdben, »iec an bec ga^l, ftnb fe^r futj unb ft^en mit i^ten ©taubbeuteln untec 
»ec Spaltung beö 5?el(^eö; ber ©taubnjeg ift einfnd} unb etroa^ furjer alß bee 
Äelc^; bie gtu^t cirunb unb ^af inwcnbtg eine (dnglidjfe (fumpfe SRug; bie 
Slattec (tn{) nnbett)cl?rt/ lansetformig/ n?oüi0/ 6efonber<J auf bet untern 
©eifc, unb figen auf furjen ©tiefen roec^felöroetfe an ben gweigen; bie SKinbe 
l»e^ ©tamracö ijt afc^grau/ an ben groeigen fyeübmn unb mit einer »eißgrauen 



•) Untet bieftr atifldBf m[itf)e f* «ffcmal: tfe «nlcihmg jur fld)crii «rjiebmig urtl> 
3weEm4(Igfn Jliipffaitjmig öa- «iitbeimifdjeii unö fremDfii ^oljartei» jc. 2 ajfile. 




fc(>up. 



II- C&et(. 



74 ^ XVI. Srb^anMung, m Um tt>l(ten öelboum. 



fc^uppi^f«« unb fctjJmmertibcn ^>hett)m öterjogen. ©et ganjc SSaum hjitö 
18 — 3o gug ^ocf), unb njoc^fl in epricn, «portugatt, ©panicn, granfrcic^) unb 
JBd^men wilb. 3n ©euffa)(anb pflianjt man i^n feiueö angenehmen unb lang« 
bauetnben, — im 3imraet fajl ju (Warfen/— ©ecuc^ö, unb feiner, gegen onbe« 
reg Soub an9enc^)m üb(?ed^cnben S3l4ftec ttjegen, in cnglifc^cn unb onbern ©orten 
«n, €r nimmt beinahe mit iebem, nur nic(;t gar ju fcf)Iec{)ten 53o&en \>otUeb, 
unb fann fo mf)l bur^ ©amen, alö öucft iutd) Slbleger unbgteHtnge, welche 
man wie ©astenpßanjen be^anbelf, unb im crfTcn 3a()c gegen bic Mte bebe ff, 
fortgepflanjt werben, ©ie ^löte fommf im ^uniuö oberSiiliud jum aSorfc{)eiM. 
S5ie ^tüd)te, welche bei unö feiten jur Sieife fommcn, foücn in Äcnffantinopcl 
gegefien werben, ©ein ^)oIj ifi n>ctg unb oon mi(tc(ma§igeu ^drte. Sluö bc» 
.Sttetgcn famt ben S3i4ttecn erhalt ma» bw^ ^ufaj eine (d)6ne bunlelbrauue un& 
SRugfarbe. 



(^rfiaruitg Ut XLiv. ^upfertafet, ml^t ^en willjen 

Fig. a. ein 3tt>ei9 mit no^ gcff^fofenen SliSte». 

b, — — mit offener S5Iute. 

c. eine 53lüfe »on oben on ju fc^en. 

1. (Sine oufgef^Bittene SSIiJte, 6ei welker bit tuntti etm<J«efi|c $u &<. 

^cn finb. 

2. JDce ©taubaeg tefcnbcr^. 
A. ©ie gruc^i. 



XVH, 



^ m^ ' f^S*-* "^K^-^ 
XVIF. 5(55anH«n^ 



©er 5au!6öum. ©toftet; Hesborn, ^utoeci^olj. (Sc^avje ^oulbcere. 
Sed^ner. S^^^ftn^oU. ©porgelbcei*. ©poi-flclbaum. ©c^ic^beer^ 
flwuc^. Soufe^olj. ®ct)mQi;je (Sc^iegbwre :c. 

Perfoon. p. 044. Rhamnus frangula. Wildenow. T. I. P. II. p. 1098^ Rhamnu« 
frangula. StatlJ. La Bourgene, au Aune noir. Snßl. The Blak- Berry- 
bearing Alder. Sßcdjflcitt/ Z^.IU. ©. 344. ".4. ©et genteine gaultttuni. 
9. ^Uügät^orf/ II. «• 45 9> R'b. frangula. £ia^ $ub(r()0(j. 

SS^te tiefen SRamett/ welche bicfcr 55aum ^at, leigen, bog er in ©cuffcftfanb 
fe^r gemein fein mug. Slud) ()iet im SRusnbetgif^en f<mb id) i^n t)dufii9; 
fcefonbet^ mn (Saum beö SSalbcö, roeldjct ton ©sogteut^ gegen bie ^erreni)ü«« 
Iduft/ obce fftjt imme« nur alö einen einfad)en ©ttaud)/ fet)c feiten dö SBaun^ 
unb bann nui: öon gctingcc ©tpgc ; in i^iiringen aber foll er ben Umfang einrt 
9)fJauracnbaum«J erretten. €r Itcbt fd)oftige unb feud>(e £>tte, bl&fyt com 3R4i 
biä {um @e)>t. unb ^at baä (Eigene/ bag er (eine wahren 31ugen ober Snofptn 
f)ati unb in ben f|)atern ^XüoMten kilütm unb reife unb unreife ^xü^tt juglei«^ 
trdgt. 

©tc 3n)iftcr6liS(en ftnb ffein unb |i§en swifdjcn bcnt fau^e «n bcw Zweigen 
ouf furjen ©fielen bicftf beifaramen ; ber Md) fe^lt ; bie Ätone ifl »eißlid» ober 
njeiggrunlid;, funffpaUig, ^at fünf «eine ©(aubgefdge unb einen ©wubweg; 
bie beeren finb onfangö grun , bann gelb unb tot^ unb entließ) im ©eptewber/ 
alö ber 3«t bet 9icife , fc^iworj. ©ic ^abcn a — 3 ©araenferne. 

Sie Siftttei- finb langltd? ? eirunö , ungeja^nt, graegrun mb ba# 
bm unten eine (larfe Sftigc 2ti>cr. ©ic SRinbe i|l graufc^warj unb weigge* 

Ä » tiJpfef«^ 



76 



XVII. 5(b^aiiMun9, tion im tt^ilöm {^ßwl^ßi^m. 



titpfeU, bie ^ugerflctt 2lc|!d)Ctt tot^Ud). 5>a^ ^)ofä i(l ttd^, gelßlid;, iin5lf(«r 
^eütotf) unb roegen feiner £cid)ti9feit »otjilgltdj gut jum <Sd)ief pulüet ; ouct) {um 
einlegen/ ju @c^ul)jtt)fcfen unb Pfeilen wirb angewenbet. 

©ic SRinbc bicnt jum braun unb xot\) färben; bie beeren werben in bee 
SIrjnei alö «purgirmittel unb jur foffpeife auf ben SSogel^erben gebcaudjt. Sie 
S3lutc if? ein SRa^rungöraittel für bie Lienen, unb baö ^eroocfommen ber et* 
fern i(l ein gcic^cn / bag mon mit bem guttern ber fi^wa^cn SJtenenflocf e auf« 
^^ren foß. 

55er ©(rauc^ fann fo mf)l burd) ©amen ülö burc^ Slblegung ber Steige 
fortgepflanjf werben. €r wirb toon einerlei 3nfeftcn ()eimgefud;t/ WOöon bei 
A. Tab. XLV. aut cbevfTcn blatte ein SOferfmal ju fe^)en i(?. 



(^rfldruttö ber XLV. ^upfertafef/ mlä)t Den gauf-^ 
bäum m^tüt 

Fig. a. €in 3»cig mit iungcn 93lat(d)en. 

b. — — mit gefd)lojTenen/ «"b ganj gepfrtctcn 53Iil(«tt. 
1. €inc abgcfonbertc ^lutc eon ber Seite; unb 

c. eine fold)c toon oben an ju fe^en. 

d. €ine Äronc üon welcher ber 5?eld) abgenommen 
a. Ser Sruc^tfnofen in naturlid)cr ©rogc, unb 

3. eben biefer üergrogert t>orgf(lellf. 

S)ie jwcitc Fig. ßeHt bei A. iungc Srud}fe, bei B. eine gri5ne unreife/ bei C. «in« 
halbreife/ unb bei D. eine ganj reife gtudjt uor. 

Fig. E. €ine ^alb »on cinanber gefc^intttene S5ccre, 

4. £in ganjer Äcrn. 

5. SerSßußfern. 

6. Ses »P« feinem ^^ber^aut^cn entblößte IRug^ern. 



XVIII. 



/ 



"7 



XVIII. muniium 



Perfoon. p. 310. Rhus typhinum. Wildenow. p. 1478. - Rhus typhinum. %tant 
Le grand Sumac de Virginia. (Siigl. The; Virginian Sumach commonry cal- 
led Stags horns. 55cd)(?eitt^ S^. III. @. 483. n. 3. ©er^'irfdjfolbciifumacf; 
eon §5ur9iJborf/ 2^. Ii. n. 4Ö3. Rh. typhinum. ^cK ajirgiiitfchc £>irfd)foI' 

j^tit in Sirginien citt^eimifc^ci:, imb Befonbcrö m 3?cu.g?orf unb SJlm.gng- 
lanb [)4ujü9 wilb tt)acl)rcnbej: Sgauin, wirb aiicf) oft in ©ciitfd)(anb in engli= 
f^enunb anbcmSdtfen, «nb {)tec im 3?ütnber9ifd)cn im Slltboifet bot. ©nttcn, auf 
bem -©(^icöeWbcrg unb in ber wilbcn S5aumfcf)ule bei bcr .^menf)uttf , oXi ein 
Sliiölanber angetroffen, unb i(t unter bem Siamen ^)itfd)[)otnbaum, ^itfd)9fn)ei^, 
ben ftian i^n wegen ber 2Jef)nlicf)feit bie feine iungen, ton einer ()ari9en/ bicfen 
Stinbe umjcflencn gwcige mit bem tungen .5ijtrd;geJt)fi(>ett ^abe«, iiemlicft 6er 
fflnnf. 

3m 3üniu^ fc^itft er feine ^^ramibenfo'rmigen/ wo^friec^enbcn, grjingel» 
6en ?iluten an ben ©pi^en ber 3rotige ^ernu^. (Eö frnb groitterbfuten, bie 
()dufiig auf ben S^ebendfidjen beö ^luten(?engelö bcifornmen fi^en. ©er ÄeJc^ i|| 
funff^etlig unb bleibenb; bie Ärone funfbidfferig/ aufrecht/ offen, inwenbtg fünf 
fe^r furje ©faubgefoße, in beren 9}?iffe ber ©faubweg mit feinen runbltc^en 
grucl)ttnoten unb ben baran befinb(id)en brei fleincn SRarben pi^et. 55ec ©amc 
Wirb inScutfd^Ionb ju (Snbe be^ £)ltoberö reif, unb ()at eine gelblic^ie unb gärige 
Sjmf einen fauern ©efc^maf, unb i({ j« SJnfang be^ ^)crb|le^ fiebrig. 

Ä 3 2)ie 



78 XVIII. ^äb^anUum, eon t)tm m^tn '^ixf^UUnfuma^: 



Ulktet finb ^efiebm, bie^lhttdbm an örnfelbm (anjctfSw 
intg/ fdwf gejöbntf unten ftljig mb von hkid)ecet ^arbe. ©er 
(dnum , weld)ev im Mt(t eine btamef jemffenc mb tauf)e tHinbe \)at, fod eint 
Sp6(}e ttonaogu^i/ UttbchicSidetoon 8— lo^oamcic^cn*), (itmWnt, ba et 
biet @er6e. unb g4r6e(Toff entfjdlf, genaucc unterfuc^f «nb gcpnift ju werben, 
©ent roeic^eö, gelbeö unb geflammte^ ^olj tüicb ju deinen Zifd)letavUiten; in 
Mmetita bie blattet mb anbere 5()ei(e jum febetgetfien, unb bie beeren mit 
31fnutt üftttttfc^t, »Ott ben S^utmad)etn einet i(i)6nen fc^wacje« garbe; unb in 
S-rmangelung ber gitronen , jum ^unfd) benujt. St wirb fo t»o^){ bur* ©am«» 
burd) ©(^ijglmge fottgeppanif. £eit«e fejt man S«g iveit t)on cwattber, , 



folbenfuinoc^ öövj^eUt. 

Fig. t. (Sin iuttger, fifjigei; gweig. 

a. (£m flf;nlicf)eE/ bei welchem bie Änofpc pc^ ^epöOj:bj:5«g( «nb flc^ ^ffltf. 

a. eine mä) gefc^Ioffene 93(i!(c. 

b. ein außQemd)^enet 3njetg mit bcr offenen SBtiStc 

c. ©ine S5lürc in na(ßrlic^er ©r^ge öon ofien/ «nb 

d. «ijtc folc^e t)on bet Seite «niMfe^en. 

A. (Sin gtu^tjweig. 

B. (Sin (©amenfom. 

C. (Sin 3tt>eigkin mit Sainenfürncttt, int StiS^)io5t Dom 95(»imt öetlfie«. 

3. €in Bon^aren entblögfeö, mb 

4. ein ^a.V>e$ ©omenjotn. 



•) 35te« ifl n)«5rf(tetnri* im Umfrei« ju »erfleSeit : eine for*e ©icfe im« bem ©nr^f^nUt 
geBDmmen, f*fitit mit Der »«um »«* flUen meinen SeoMtungen ntt^t ju rrimtgeii. 



XIX. 



79 

XIX. 5l5MttHutt^ 

t)tt \vi\bm 

®/e <35o9effirrc^e. (^le ^ei^t öud) nod) ©ü(}ftifc{)I)aum, milbe »öolifit* 

Peffoon. p, 49^. Prunus avium. HofFmann. p. »70. Prunus avium. fdcd)iiein. 
Z^. IV. ©. 743. n. 7. Ser f»gcSitfd)b«um. u. Sßurgebosf. Sf).n. n. 399. 
Prunus avium, fruftu nigro. ©ic fcl)l»atje SSogelfirfc^jc. @. 190. n. 401. 
P. avium , frudu flavefcente. Sie gelbe 33o3elfi»fc(>e. S^'J"}' Mdrilier 
ä früh noir. gngl. The blak wild Cherry tree. 

^Miefcc unb b« ffilgcnbe ^auextitf^haum fmb bie bcibett @fflmmt)d(cr aUtt 
'"^-^ bet Slbarrcn öon ^itfd}en, bie man iejt fo wol)[ in Scutfdjfanb al^ auc() 
in bcn übrigen Sl^eilen t>on (Siitopa f ennt, wo^)in er üon (Im^mt, — ba^er ber lat. 
SRome cerafus, — einer ©tabt inS^atoIien om fc{)n)arien 5Reete, verpflanit njorben 
iji. aSan unterfcf)cibet bei bicfes Slrt jroei Stbdnbetungen, auö weld)cn ^e. S5ecf). 
flein iroei t)erfd)iebcne Sllrten möd)en ju mü§en glaubt, unb bie mit rotier Scudjt 
Tab. XL VIII. Fig. C. Prunus rubra, £id)tfirfd)c nennt. "Sie gruc^f tfl i^eüvoti) 
„ober gelblidjrot^ wnb tlciner M bie Slrt mit fcfjmarjen grurfjte«/ t)on biegte 
„rem unb bitterlicf) fügen, boc^ angenehm fcf>meff«nbcn gleifct)e. ©ie ifl roe» 
„niger gead)fet alß bie üorljergebenbe, unb örfcf niemol^ in bicfelbe auö *.), 
„Yoäd)fl in S;l)ütingcn oucl) in ben gelbtjiSljern wiib; boc^ etwd)t bec «aum 
»ni*f bie ©roge tt>ie icne, f)üt aber eine fd)^ncre gorm unb r^eaerc, Idnglidjcre 
„55latter. Sie grud)t wirb blog toi) gegcflen. Sie SSogel lieben fie aiid; liiert 
„fo fd)t wie ienc, ba&er fie oud) nic&t fo l)dufJg fortgepflanjt wirb." Sa<J .^oli 
aber ifi fd;oncr, feftcr unb ja'f)er, ba^er e^ bie edjreiner unb SBagner lieber 
hsaü^en, olö baö »om @d)wavjfirfc^baum. 

Siefer lejtere untcrfd)etbet fid) Don feinem (Sattung^eerwanbten burc^ bfc 
fiifllofen SlunietiOolOeu/ eiiunö — Imi5ett6rmigcn, unten mit rincr 

feinen 

leu reifaitft 3d) habt aiicl) ien bittedidtfupfn ©efcfimat tOreö 5leifd)e« nicöt btmettm 
Kniicii. 93feaeicl)t tuaren tt «der in beffero »obenserpilanjte, fo tpie man (ie biet m 
ber Stabt in einigen @ävt(n anttift. 



80 



XIX. ^h^anmm, m\ tcx tvllbm Q3oödfji;fcf;e. 



feinen Woilebefe^ten, mb in ben Ilnorpcn auf beiöm Seiten jufam? 
mmgefaltetm Slartcc, weldje ubetbieö Qto^, boppcU geja^nf, oben bunfelgriln 
unb gldnjenb, unten öber rodglid) unb mit eineu erfjabenen Siber, bte @eitena(?e 
^at/ t»eEfef)cn finb, bie auf bei- O&etpddje §utd>en bilben. Tab. XLVII. Fig. a, u. b. 

et tt)ac^>f{ in Qeutfd)knb in SBalbeni/ an SBfrgen u«b ^^eden, unb cc 
mc{)f ofcev^ eine ^)o()e ton 40 — 80 ^ug, unb üemiJge fcineö fc^neacn 2Qac^)ö» 
tJ)um6 in 15 3a^ren bie ©icfe einer 50 ia^tigen gtc^je. (£c fd)njijt ötef cot^* 
brauneö ©uttimi an^, unb fomntf übeMlI, nur nidjt in gar ju feud}fen ^obcn fort. 
Sie Sitnbe ifl lebesarfig, rotOöraun, unb roat ficf) Ieic()f rüfnjdttiJ/ lücnn ftc 
am «gfanimc efwa^ Jo^ gmadjt mvb. ©ie 6efff^£ eigcntfid) aug t>ier (gc(;id)ten 
unb ^af inwenbig einen grünen ©plin(. Sa^ gelbrdü^lidje ^0(5 mtb, ba eö 
niittelmdgig f^wer, gecabfpültig/ ^art unb fein ift, ton Srec^öletn unb 2if(^« 
lern f)dufiig gefudjt/ bie bucd) eine xot^e 93aije bem 5ERaf)agoni^üIj beinahe ganj 
gleicf) mod^en fonnen. 21uö ben @c()lag^o(ä(?angen cerferttgt man eortrefIid;e 
SJeife. Sie %t\id}t mtb im Suliuö reif «nb ifl für SRenfc^en unb 33dgel eine 
oiigene^mc (gpeife. Siuö ben Äernen ttjirb in 6a- 6d)VTeij iaß berühmte 
Äir rd;tv>aflrcE beflifiiret, unb tvcit unb breit öerfenbet. Cüuf i^ren ©famnt pfro= 
pfcn, ofulircn unb fopuliren btc©drfncr, 3m SQurnb, (rtft man in S^au^et ^wel 
fd}dne53dume/ eitten mit rotier unb ben anberu mit fd^tvarjer ^m<i)t an. 



Fig. 1. ein {(einer ^ttjeig tjon bec fdjworsen Scgelfirfdjc wif noc^ gcfd^fofenm 
SBlütcfnofpen. a. (£in anberer me^r entiuicFelter Sweig, bei welkem 
bie S?eld)e fd)on ftd)(bat ftnb, b. (gin ^weig pon ber 23ogelfirfd)e mit 
i>6üis geofneten Slilfen. c. (£in pon ber ^tone entbidgter S3(ufen|?ett. 
gel/ an wefdiem ber jurufgefdjiagenc Äelc^ unb bie ©taubgefdge {iä)t- 
bat finb. d. ©taubtpeg mit bem gruc^jffnofen. 



?ig. A, Eine unreife Jru^f Pon ber fi^n^arjen Sßogclfirfc^c. B. ©ne anbere d^nttc^je 
grogere. C. gingweig pon einer £icf)tfirfcf)e mit reifer gruc^t. D. Sieifc 
fdjroarjeSöogelfirfdjen. E. €ine anbere, jurJ^dlfte J?oneinanbergcfo^tti«ett. 



Tab. XLVII. 



Tab. XLVIII. 




Vit inupicm ; f _ ■ ■ 

3. t)ie ^albe@teinfd)a[e; 1 

4. bte ganje @feinfd;a[e; j 

5. bet2Rugfern; - \ 

6. berndflilid)e jur^idtffcgcf^eilf; [ 

7. bie^albe etemfc^joale; J 



. ' j »Ott ber £ic^ffirfd;c. 



\ öon ber [^mntxi, «öogelfirfi^e. 



XX. 




bei* wilöcn 



Q3lutfivfd)e. cjxje,c{)fd 

Perfoon. p, 495. Prunus Cerafus. Hoffmann, p. 170. Prunus Cerafus. granj. 
Le Clirifier ordinaiie. gngl. The common, on Rentisli - Cherry. S5cc^(!ei»i. 
S;^. IV. @, 740, n. 6. Ser faureÄirfc{)6auro. ». SSurg^bcrf. Z^. II. n. 403. 
• Pr. cerafus. Set (Sauevfirfc^cit6aum. 



^r)'«fet SSaum unterfc^eibet ficf) üon bet mim ^tt, berSScgelfirfc^e, burc^) 
btc langer gefticltcn S^olöcti/ ciriint) lan5crf<Srmtgen unb ginrtcn 
glet0 fögcarcigen Slarrer/ Öieeben rtiid>, toie bei bet eorigen 2lrt, in 
t>en Änorpcn t>oti beiöoi öcifcti suflwimciigi'falter fuiö, iin6 t>md> 
tie (ci)v f^umpfcrt/ juiuCgebogctjeii 2^cJcl)ftucfc. ecinc« ©eburriJürt 
^Qf er mit ber ijorigen SIrt gemein, utib rotrb al^ ®(rauc^ uitb «atira angettof. 
feti/ »efc^ec fejfere aber nicfjt fo ^)oc^ tvirb, aU bei- söogelfiEfc^baum. S)ie 
^lu(c fommf im g)?nt unb 3untuö jum 33otrcf)cm, unb ^interlÄgt runbe, bunfcl= 
rotte %xM)te. £ejfere, unb jtvar bie ja()men, ivftben auf cetfdjicbene 5Btife 
ienuit unb t^em to^, t^eil^ geftofnet, t^eilö in ©efod)tcm obee Bcbacfenem, 
unb (^eiljJ mit gffig unb 3ucf et eingcmadjt , eerfpeiget. Slud) pvegt mon mit 
gucfec unb ©eroürj öermifdjf/ einen Saft auö if^nen, «jeldKC ben fogenannten 
Ä(rfd)tt)ein gibt. SredxJIec unb 2tfcf>Iet brauchen baö /?o(j ju i^rcn Slr6eitcn/ 
»eniget tauglich) obec ift eß jum Sauen unb auf bcm Jperb. Oefonomen burfcn 
webet Waumcn auf S?trfd)en/ noc^ umgcfe^rt, ^Jirfc^cn auf sppaumen; aud)nid)t 
fugeÄirfc^enarten auf faute pfro^sfen, »eil in beni leätetngattc bie (iigen einbicfere^ 
^>olj raadjcn unb alfo bei bet aSetmifdjung ein unfd}iflic^c^ aSet^ddniiJ enfffe^f. 

Suf meinen botanifc^en ©anbetungen um 3?ütn6erg traf id; bie ©auerfic 
fct)C tmmct «MC in e>tcatidmfiatt unb rae^)rent^eifö in ^lecfen an. 



Fig. A, €ttt 3tt)etg »Ott einet <Sauetficfd)e mit teifen gtilc^iten, bei roelc^ec man 
ben c^)atafteci(iifd)en futjcn Stiel, tvoraufbieS^olbc figct/ benierfenfann. 
I. ©er ©teinfern »on'bcr ^tuä)t. 




Tab. XLIX. 



II. Iljeil. 



XXI. 



82 

Mi^' ^ ^ n:*^ 'T.^^ ''^^ ^ ^• ^■^ ^• ^ ^ 
XXI. 5(5MnMunr 

2mi ' vUt ^mtttUmc. 



®te Pflaume. S5ei: Smeffd^senftaiim. 3ii3etfc?)gei;boutn. 

P«rfoon. p, 497. Prunus domeftica. Hoffiaann. p. 170. Prunus doraeftica. 
gtratli. Le Prunier ordinaire. Gngt. The common Plum-tree. 55ec^)fiem. 
S^.lV. ©.733. n. I. ©ec gemeine «ppaumcn obet^metfdjenbam. S5ut9^# 
liorf. 2^. II. n. 388. Pr. domeftica. 2)ie Sauerpflaumc. 

6 unfere gemeine «Pfldumc öott etncm in ©ubeucopa ivilb i»ad)fenbett unb 
mit ©tadjeln terfe()enen «pflauraen6aum; obcc »cn ber ai\d} bei unö iti 
©eutfd)lanb genjiJ^nlic^ien ^unbepfioume mit gelben obec ri?t()licf)ett ^tüd)ten, bie 
man aud) Spillinge nennt, entpanben fei, if! nocft ungen>i§. Sie eblcrn Slban* 
Gerungen flammen eigenflid) auö <S»)rien , ton wo au^ fie nad) ©ned^enlanb unb 
in bie übrigen 2f)eile tton (Eufopa »erppanjt würben. Sieienigen, tce^c eine 
runbc, «nb babci me^v ober weniger äufamraengcbrufte gruc^t ^)aben/ tjeigen 
im ei9ent!id;en aScrftanbe «pflaumen; bie übrigen aber, beten grud;fe Un^lid^t 
«bei; eiriinb finb, tt>erben ßwetfc^gcn ober Sömafcener . «Pflaumen genonnt. 

©iefc vielerlei Slbdnberungen fommen ober ^ier, fo wie bei bec Äitfc^e/ 
nic^t in Setrnd;fung, unb wir befc^reiben ba^er nur unfern gemeinen 3wetfd)gen. ' 
tarn, weldjec jic^ burd> folgenbe SRerfmale unterfdjeibeC ©ie U)ei0en 23lutett 
tommen meifi einseht/ obet 3—4 aiie 2\nofpett; tvdd;c feine 2>Iat? 
rcr b^tben/ im SJpril ober 9)Jaj ^erüor; t>te 2(efte un6 5weige b^bcn feine 
2>omcn/ unb bie T^lhttet ftnö eirimö^ am ^anbe fagcörttg/ bunfel» 
(5Ciin / «nb wegen bet öielen ülbern runjli^. er erreicht eine ^6t)e eon 16—24 
.§u§/ ^ot nic^t immer einen gerabcn Stamm, bilbet aber oben tine breite 5cro* 
ne, unb fte^t äugen glatt unb fdjwarjgrau nu^. <Sein ^olj ift jiemlid) ^att, 
köun geflammt, rof()fernig, fafl o{)ne Splint, wirb mit bem Sülter immer r4« 
ti^sx «nö ^ifttteu unb ift fprdbe. /, 

©je 




Sic ^tedißUt u«b tifdjUt matUitcn ei gerne mb vetfettistn bmut 
ötterlci fleine @ecä(f;fc()affen. ©et aRu|ett bct ^u^t i|t aßgcmeiit 6ef(innf. 
©te n>«rb fo tvo^I frifdj ülß aud) geborrt unb gefoffen ol^ eine ansene^)me ©pcifc 
»)on ©efiinben unb 5?tartfen öctfpci§t. SliiiJ i^t maäjt mau baö in bet ^auö^al. 
tiing fo uot()ige «PPflumenmuö; reif ab^efd^alt, <m gaben 9ccctf)ct unb an bet 
6onne gelinbe gefrofiwt/ bann Don ben jfemen cnfbWgt unb abctmal getrofnet, 
{tefetn fte btc befannfen ^tuneden (prunes de Brignoles). 3n Scanfen \)ah man 
bie Dvemlingec ipruneilcn für bie beficn unter ben cin^eimifc^en. 

3n €cIat)onien/ m ganjc SBafber bon (pfTaumcn fielen, wirb au^ ben 
griid;ten berfeJben ein ©ci(I ^ebtannt, ben man diaU) nennt, iinb baö gcnj^^ttä 
Itc^c unb angene&me ©efcdnf ber SUptier ober nic^X fo ^igig i^, alfS ber beutfc^)c 
3n?etfc^g<nbranbn)cin. 

Uebrtgcn^ f^nnen bic gweffc^genbciumc fowo^I burc^ ©amen alß md) butd) 
Sc^o§Unge, genj^^nlid) aber burd) ^pvopfcn unb öfuliren gejogen werben. @te 
lieben einen trorf encn Soben. JDaö 95efd)neiben mug du§er(t fparfam unb üoc» 
jK^tig gefcJ^c^e«/ bai^tt et aud) nic^t an ©palicrwdnbcn gejogen n?erbcn fann. 



Pig. I. (£in 3»eig mit gcfc^Ioffenen unb flufgebrod)cn€n Änofptn. 

a. €in 3n)Cig mit einet Sßlutc. 

b. Set Äelcf) mit bem a\i$ bemfelben ^etöot jtc^enben ©taubwej. 

c. Set ®taubn>eg mit bem Stttcljtfnoten. 

d. gin ©taubgcfdf. 

A. Sine unteife gtuc^t. 

B. €ine reife. 

C. €ine anbete reife/' jut ^dlfte »on cinonbet gefc^nittcne ^tud)t. 
2. (Sin Äetn; 

%. betfelbe t>on finwbct gefc^nitten. 



XXII. 



84 

XXII. m^an\>inn^ 

itjc wüten 

^mnedein. ®te blaue cbev* öiolette ^etbvigon *). 
Perdrigon vioiet. 6^rif?iJ .^antihic^ u6et bic £)6(?{iaunijuc^t. Jf;. IV. 6. 730. 
afc Slu^gabe. 

^^kfe (pfTrtiimcnatf fc^eint bte ^fianmn(d}kf)e, ^«Dcrfc^fc^f/ Prunus infititia 

biefcr aud) bei ieuer. eirunden / am 7^antc gejal^nreti Slöttct/ öie 
gepaarten SlutcnjTiclc / öic 2(iifat3c ronIDorncn Tab. LI. Fig. ß, ir>eld)e 
t>on ben wahren ©otnett bec 5pflaumcnfd)lc^e nod) übrig ju fein fd)eincn, m^cf)« 
tcn hjü^l obige 2)Ci:mutf)un3 \\\d)t mmi)t\d)mii<i) machen. tvitb ton bet 
©r^§e eines' gemeinen ^wetfcijgenbaumiJ in ben (Batten Seuffd)[(inb^ unb oiicöi 
um JRüirnbetg gefunben/ unb gctjdrt untec bicienigen ^ijfjeumcnforten, beren 
§rud)tc ftdj nic^t »om ©tein obliSfen/ unb ton ben gtonjofen Piunes genonnt 
werben, wo^cr md) ber SRame Prunerletn entfianben fein mag. ©ie grucfjt 
ift ctwaö langer ölö biJ , t)at eine feid)tc DJinnc, ftc^t fdj^n tiolef aufS, i(t mit 
einem njeigen filberf arbigen ©taube übcrjogen unb mit ft-^r Ueimn, golbgelben 
ober gclbrot^en spunf ten bcfprengt. Sasgieifd) ift gvunlid)/ t)cti, jart unb tt)o5I» 
fd)mecfcnb unb fuger bie gewcl)nlid)en gwetfdjgtMi. (Er b!uf)t mir ben (ejtern 
{u gleidjcr 3eit/ obgieid) feine §rud)t e^cr, ndmlic^ ju Gnbe beö Sluguftö reif wirb, 
ßiewitb/ nod; t^e fic gauj mfifi, abgenommen unb eingemacf)f/ aiic^ gebdrrt/ unb 
gibt eine angenef)me£)bftfpeige. ®ie gortpflanjung gefd)ic{)t burd) ©d)i5§(inge. 

^rfldvunß kr äum ^rimerlein gehörigen .^upfeitafel 

Tab. LI. 

Fig. 1. €in 3ttct9 mit ben eben oufbredjenben gepaarten 53lutefnofpeu. a. £in 
gweig mit gcdfncten ^liSitcn. b. (£in 53lutenfiiej mit bem jveld) unb bcm 
©taubwege. c. Ser ©taubweg mit bcm gruc^tfnoten befonberö. d. Siit 
©taubgefdg. A. gine unreife gru^t. B. Sine reife. C. Sie ndmnc()e 
jur .^dlfte üon einanber gefd}nitt.en. a. ©er ©tcinfern. 3. Ser 9Jugf errt. 
4. ©er ndmlid^e fynlb jerfd^nitten/ mit bem baran (»dnge nben .^dutd)en. 

xxiir. 

*) Perdrigon eiu gelböu&ii. 2Barum muti oSlge Svn^t fo ii<innte , III mir uiibctannt. €I)ri(l 
^«It biefe ascneiuiung föt mi&ejlimmt, gejiDHKaen unb fiiiMfcb. 



bet Mim 



Perfoon. p. 500. Mefpilus g«rmanica domeftica. Iloffmann, @. 17a. n. i. Mc- 
fpilus germanica, grnnj. Le Nefflier cultivd. Sngl. The greater Medlar, 
with a Bay-tree leaf. SBcd)fliin. Zi). IV. ©. 774, n i. ©et gemeine ober 
Wilbe gKifpelfcaum. t>. ^urgöborf. H. n. 3 14. M. germanica, ©er gc. 
meine SKifpelbaum. 

^inc 2l6<iiit)eruttg beö tttilben m^pdiaumß weldje ficti öon bem fejfent ba^ 
^ burc^ au^jcidjnef , ba§ er feine ®tfld)c(n iinb Idngerc unb breitere blattet 
f)at. fHuü} feine gruc^te unterfdjeibcn fid) t)on bcr Uratt, ben« fte ftnb gelblid;- 
troun, fe^cgtog «nb glatt, ba tene Hein, rnuf) unb gelblid) ftnb. 

€r road)!! wie ber roilbe, fe()r unfitmlic^ unb wirb feiten oW 
la — 15 §u§. 

Sie weifen SSliJfen n(d)e\ntn im 3uni«^, fle^n cinjeln unb beim\)e o^ne 
©fiele jtvifd;en ben SSlattcrjweigcn-; bte Sione ifi finifblattcrig unb offen; bcr 
^eld) tf{ grtln unb f^nt fünf Mdjfludc , toeldje übet bie grogc Ärone f)evauß ra« 
gen; auf feinem Stanbe fi§cn jtt^onjig bi^ fed)ö unb jroanjig ©taubsjofcfge, inbe« 
ren SRitte fid) fuüf ©tflubwcge bcfiiiben. ©ie grudjf, welche im £)fto6, erft 
»eif wirb; ift fnft l)er5fdimig, eben (tmß ücrtieft unb mit ben bleibenbcnÄilc^. 
finden bebeff; fic (;ot ein &attc^ glfifd), bflö etfi nad; einiget Seit, weid>, 
cbet nßd) bem gcwd^nlid)fn Siusbrurf, motf, (feig) wirb. 3""^« 'iffle" f"nf 
^»arte eamcn(?einc. ©ie Siinbe bc^ Sl'uumö ifl flfdjgrn«. & niitb burd) Slblcget 
unb ©omen fert m'f^mh "rlc^ff 2 — a 3fll)« ^^'"«^ '""9^" bleibt, e^e 
er aufgebt, ©ie iungcn «Pflansm müßcn dftfrö begoffen werben unb im ©djat» 
ten (?e^en. Sind) burd} «Pfropfen unb £)fuliren auf Sßcigbotn unb ^)oljbirtt. 
flamme fann et »etme^rt werben. 3n Slnfefjung bcö 95oben^ i[t et eben nid)t 

«3 eigen: 



8(5 xxill. ^h^anmnQ, öon im ©arfennit^pe(6öutn. ■ ' 

eigen t boc^ fc^einf er in ^ts^tten, njcl^e einen f alf (leinigen ©cunb ^aUtt, 
m beflen fort iu foramen. eeine g«id;fe »erben, tt»enn fie reif ftnb, obgc 
pfiütt, auf ettot) ober Xu(^ gelegt, «nb nad^bera fte i^re geijdfige SBeic^e «c« 
i;etc^)t ^aben, ro^ gcgeffen. 

©eilt feilet »eige^ ^olj brauchen bic ^ted}iktj unb Sldfte«: «nb gweige 
bjenen libcrbieö noci; jur ©erberet. 

emdrung bcr Lii. unb ltii. ^um fDlifpelbaum ^tVon- 

gen ^upfeitQfdn. 
Tab. LII. 

Fig. 1. €in f leinet B^mt an welchem bie 5?noft»en rm Slufbre^cn ftnb. 

a. ©n anberec ^roeig mit iungen SIdttern «nb ber nod) ümufyebtoäjenm 

S5(ute. 

b. (Sin Slutenjmetg mit »oflforamenen Sblktetn. 

c. ©er Äeld) mit bcn barin befinblid)en ©tawbwegen. ' 

d. Sie ©toubttjege befonber^. 

fi. €in abgefonberfcö ©taubgefdf . 

Tab. LIIL 

Fjg- I. €in ©(einf«rn. 

A. ©n miggeflaltefec S?eld), bct fid) juc gtuc^t bilben Witt. 

B. (£itt grocig mit einet nci^) unreifen gtucl^t. 

C. <£ine teife grucl)t. 

D. Sine d^nlidjc jur j^dlfte äet^eilt, «m bl€ £«9c bet ©telnferne fid)(6öi: 
ju madjen. 



XXIV. 



XXIV. mUnHuns 

Zmi'OHt S£>Uttnf>(imt. 



Perfoon, p. 500. Pyrus communis (Pyrafter). Hoffmann. @. 173. Pyrus com. 
(Pyrarter). gratlj. Le Poirier fauvage. Gltgf. The wild Fear - tree. 95fC^» 
Öein. 2^. IV. ®. 775. n. i. Set gemeine Birnbaum. ». SurgiJborf. 2^.11. 
n. 4ai. ©et gemeine/ unb n, 423. P. Pyrafter. Set ^oljbirnbaum. 



^ jicö if? bet ©fommcfltet mfexß gemeinen SSitnbaumö P. com. domeftica 



'"'^ unb oHct bec unjdf)ligen SJbdnbcrungcn, welche man in ben ©arten an» 
j>PaB^ef. €1: untcrfdjeibef fic^ ton bcra ja^men baburc^», bag Icjteter ciiun?) 
lanjctformige T^lattev batr bie balö fein/ halb ftavEer/ balt) tingcü 
Sabnt firtö; bie'ölutm fitzen flrmievrcife unö öie ^vüdjte fittö gcgm 
dm Glicl ctrürtß sugejpijt: ber »übe 95irnbaum hingegen/ mit »cU^cm wie 
unö ^)ier 6efd)dftigen, ^at fafl Ö0löcnf6imige/ auf langen ©ticlcu ftebctv 
6e unö vrci^c/ feiten etwae ine fleifd>farbene faUenbc ölutett/ wcl({)e 
im SKni ^eröor tommen. 

. ©er ©taubgcfdge finb 20 — 22, ber Änof be^ ©(oubwegeö tff rooßig; bie 
ÄEonen6ldftc(}cn finb eirunb/ flumpf, gonj ober nur Ieid;t eingefct^nitfen ; ber 
Sdd) ift in fünf Innictf&mige 3i6fcf;nitte gcf&etif; bie gru(*t <(? mnblic^ unb 
mn, jiiwei(enapfelfdi-mig, (Tab. LV. Fig. C »nb D), unb wirb er(! fpdt ge* 
ger. baö (£nbe bei öttobnß reif; bie S5ld((er ji^en an ben Spigen bet gwcige 
fafi bt5rd)eifdrratg unb gongen f)era6 ; bie 3Iinbe ber iungen 3rocigc ift rot[;6rdun. 
Itd) , bie ber Sk(?e graubraun unb glatt/ bie beß @fammcö aber im Stiter fd)rodrj. 
lief), grau unb ri(fig. Sie iungen ©proflfen ^aben S>tad)eln. ©er «aum/ 
tpelc^er dfteröfe^r f)0<S) wirb, ^af ein fcineö, ^arteö, fcftroereö unb rot^brau. 
■tteß ober rotbgelbeö .^olj, baö ju DJdberfdmnien, Srucfcrfotmen, ^loljfdjnittett/ 
Linealen tc. angewenbet wirb. ®ie Sifdjlcr unb S>ted)ßlet lieben eö fe^c unb 
ntncfjen butd) eineSBeijc bem sKa^agonifjolj i^nlid). €ö ift nujbarer olö oKe^ 
»ibtiae Sbiw^i. ®ie grucjit f)at einwi {m<m, iufammeaii«()eHbfn ©efctimaf 




XXIV. 2(6pcmt)tun9, üon bem ^ol^bimkum. 



«nb tamwäjt e^et setioffcn ttjecben, biß fte (eig Sll^bann Wirb ftc ^e* 
b^r«/ ober man berettet barouö einen guten ^imffiQ, auc^ mit anbern SBirn* 
arten üerniifdf)t/ 55icnmo(i unb 95ronbwcin. 

2Ju^ ben fc^warjen fernen/ bie beim (Effigbraucn übrig bleiben/ pregt man 
in Sfjuringen ein öortrcflicijeö bei ®iefe Äetne taufen (lud) £anbt»irt?)e fuc 

Saö ößilb unb 93ie^/ befonberö bie ^Si^weine, freffen bie grui^f fc^jr get. 
m, unb eß wdre ju tx)ünfd)en/ ba§, ba bcr Sic^«n immer weniger »erben/ me^c 
9{Hffid>f unb gietg ouf ben gefcfewinben Slnbau bie{eßObit(ß in ben leeren <ßl4§en 
bcr aBdIber genommen »erben mod)te/ alß biö()cr gcfdjef^en ift, ©er 3Biibflanb/ 
meint S)t. t>. Surgebcrf/ »urbe wenigfienö ganj ungemein babei gewinnen, unb 
bem ganbmanne weniger befdjwecnc^ unb nad^^eilig fein, alß es eß b€imSO?an< 
gel aller SBalbnrt^)rung in unfern outfgcljuteten gorfien fei« wirb. 

3n (Peinigen unb fd)led)ten Soben erlangt er feitien fc^onen/ gerabffdmmi» 
gen asud}ö ni^f, in ie^)miger mit ctwa^ ©anb »ermifd^fet Stbc aber fommt et 
fc^r gut fort. 

Um 2Ri!tnberg triff mön if)n offer^ a«/ {. 55. auf bem 2afel()of / bei grlcn* 
jlegen unb um diaid) bei Slltborf ic. 

Tab. LIV. 

Fig I. (Sin iungeit ^t^eig/ ber eben m Siuftrc^en i^. 

a. (£in rae^r enttoicfcltcr gweig. 

b. ein ^lutenj^iel mit ber nod) nid)f ganj entfalteten §5littcnfnofpe. 

c. (£in 3wei9 mit ü^flig cnfwirfelter ^lute. 

d. 2)er t)on ber Ärone enfblogte ^?cld>/ bei Welchem bie ©taubwegc unb, 

etßubgefdge nebf? ben Md(t}iiMen {\d}tbat finb. 

e. (Sin etaubgefd^. 

A. (line unreife Srud^t, weld^e bie getpitinltc^ie StrRge(lalt ^af. 

B. (Sine apfelfotmtge .^oljbirn. 

Tab. LV. 
Fig. C. €inc apfelf^rmi9C reife ^olsbirn. 

D. eben biefelbe jur ^idlftc 9ctf)eilt. 

E. (Eine reife birnfiSrmige ^xü(i)t. 

F. S)i€ «dmltc^e mitten outdjfdjnittew. 
I. ©er ©amenfern. 

a. ©et n^TOlic^c Ijalb butc()ft^niftc», 

XXV. 



87 



XXV. 5(5^attMun^ 

bei; tvilben 

Saut Dttet SdUttttbaimt 



Perfoon. p. 500. Pyrus Malus, Hoffmann. p. 173. Pyrus Malus, grailj. Le 
Pommier fauvage. ©igf. The Grab. S5cd)ficin, IV. @. "8^. S)et 
mm faute unb fuge ^Ooljapfclöfliim. ». Sßurgö&orf/ H. n. 434. £)et 
;^oIiapfel6aiim. Pyrus malus. 

^fud) btefer imtfdje Saum ift bie Utarf »on meuteren in Seuffc^^fanb oor^rttt» 
benen cblevn Slbdnbetungen, obgleid) ouc^ nic()t ju leugnen ift/ ba§ ivit bie 
cbelflen auß bent milbern .^tmmelöflric^e »on Slfien er^dlfen ^aben. ©eine i^n 
untcrfd^ibenben SKerfmale finb fofgenbe: bie eirunben glatten unb geflieltcn 
Sl&rref iinb (Igeatfig; bieSlutcnöoIÖeti/ roeirfje im Säpril unb aifai ficft 
öfnen, finb imgefticlr oöec febv Curj gcftielt; bie Sßdgel ber roctgcn unb put. 
purröt^lic^en Slutenblftttev finö Buisei' «le Öie 25lutcnÖecl'c unö Öcv 
ötaubwcg ift glatt. 

SSon biefec 21tt müßen Wie in ©cutfcfclanb jhjci tt>ilbwad)fenbc Slbdnbctun» 
gett/ ndmlid) ben fauem Pr. malus fylveftris , unb ben fügen Pr. mal. fylvatica 
onne^men. " öfrjtercL- ^at fame, gdb unö v6tblicfce ^rud?te, unö ^^c 
„Stvctge haben etad)dn; (Sr erlangt, wenn et in guten SJoben fie^t, eine 
,,5iemlid)e S^Sf)e unb i(l in ber Äronc fperii^tec oW ber Sirnbaum; bi« Kinbe 
„ift jiemlid) glatt unb fd)njarjlid)t; bie SSldttec finb unebener unb rooaiger af^ 
„bie Sßitnbidttec/ unten weiglid) unb xauti) unb ^aben eine filrjere epi§e unb 
„flackere 3d()ne; bie galten finb griger unb ri£f)lid)/ vtib brechen fpdter im 
„SÄai ^ecbor, aW an ben 35irnbdumen. ©taubfdben finb 15 — 25. Sic 
„ %Vüd)te finb f feiner unb runb, «uf ber ec^)attenfeife gelö, auf ber ©ommerfeife 
„tStW^ unb ^aben einen jufammenjie^enben , fauem @efd)maf, ba^er fte mit 
„ben roilben SSirnen aud> einerlei Senugung ju filfig ic. ett^alten." ©aö ^lolj 
i(l (eid)f, fef?, baucr^aft, weit jd()er alö ba^ 2Beipudjen|olj, ^weniger alö baö 
^Birn^)olj, unb bient ju aaer(;anb ©erdigen, j 35. J« DJdbcrfdmmen, tifdjler. 
pöbeln IC. ®ie Sibgdnge, al^ aSurjcIU/ 2le(ie ic geben beim SSfcbrennen Hatte 
fiiße unb gute ^o^kn. _ 



XXV. 5(bl;anti|un9, üon öem ^üIjapfelbQum. 



3>et fufje ^oljapfelbrtum ober 'Johcmnieapfelbaum hmmt nta «,U 
&ttau<i) in ben Södlbettt unb ^ecfen üot unb ^at ©tarfjeln , verliert fie aber 
flucö roie icnctbutcf) SSereblung. ©eine Stiebe ftnb ^ävtet/ feinet unb nicbrt' 
gcc; baß ^»clj i(t locferec unb faftiget/ bie gcudjte fleincc, gelblich unb fug/ 
werben im 3lu3Uft reif unb wie bie öorf)er9e{)enben benuäf. 

Sic 2lcpfe((ltaitd)er geben gute ijecfen unb i^rc SBIüten liefern ben Lienen 
biel, unb einen ftdtfcnben^onig. 21»^ ber Kinbe/ bie mit 2llaun gefotfen wirb, 
ert)QU man eine fdjiSne gelbe garbe. ^aß ÜJpfel^olj wttb öon üerrc()iebenen 
^oljaebcitcrn tenuit, bod) }ie()en ftc baä tom wilben ^oljbaum bcm »om $a^« 
nie« »er. 

Ser 31pfclb<ium wirb burc^ ^Pfropfen auf SIepfelfTdmme forfg^pPonjf unb 
»erlangt einen freien ©tanb unb frccfencn guten 53ot>cn. ©ein 2öud)ö ifl bcm= 
«ngead)tet langfara; nod) tveuiger gebeif)et er in ^)of)en unb raujjen ©egenben/ 
m er bolb mit COIooö unb Sledjfen überjogen wirb / mit feinen gweigcn »ertt>oi;= 
ten burc^eincinber njddjft unb niebrig bleibt. 

ßundcl^ji ura, SJurnberg i)aU td) iljtt in (£rlenf{egen angetroffen. 



^rHdtunö ter sum ^olsapfelbaum 3eJ)6i-i9cn^upfertafeln, 

Tab. LVI. 

Fig. I. (Sin flcincr 3ö5eig, bei t»elc^em bie Änofpen aufbrechen. 

a. <£in gwetg mit nod) 9cfd)loficnen Jeronen. 

b. — — mit tJottig entfalteter Sßlüte. 

c. ©er 5?eld) »o» ber Svronc entblo'gt; bamif bie Setc§|?i!lrfe unb ©tauige« 

fd§c fid)tborer werben. 

d. €in übgefonbertcr ©faubweg, 
«. aibgefonbertc ©faubgefdge. 

Tab. LVII. 

Fig. A. €inc iungc unreife gratet» 

B. gine anbere reife. 

C. Sie ndmlic^c jur Jpdlfte get^ieift 
1. €»n ©amcnfcrn. 

ft. eben biefer ^a\f> jcrfc^nitten. 



XXVI. 



milDen 



Perfoon. p. Jor. Pyrus Cydonia. Hoffmann. p. 173. Pyrus Cydonia. Le 
Coignaffier des bois. The wild Qui'nce. SSed^ftcttt/ ZI). IV. @. 753. 
794- 795- £>ui((en6ai(m/ z) bk Sirnquifte, b) bie SipfcKiuiftc. 

e. SSurgöborf, Zi). n. ©.205. n. 435. ao5. a) 2)ci: 55ii-iiqiit(tenf?couc^/ 
b; bec 2(pfelquit(en|?t:aitcf), c) bet roilbe iluiltenflraucf}. 



^Oicfct Sauttt/ weichet 6ci uniJ in ©eutfdjlanb getuJ^nHc^ in (S(raud;<jc|?aft 



•"^-"^ itt bett ^lerf en unb SSot^dljertt unter anbcrn ©ttduc^ern tt>ilb ongr ftofen 
ttJttb, i(l eigentlich ein Sliießnber, bec auß bct ©egenb um 6i)ba, — bnl;ei: 
tt)a^rfcf)etnlich fein laf. SRame cydonia, — einer ©tabt auf ber ^nfel Srcta, ein. 
^etmifc^ ift, unb Don ba nad) ©riec^enlanb/ Stalten unb bann in bie übrige« 
Steile öon Suropa toctpPflnjt würbe. 

S>ic 2ipfelquitte fott bie ei9cntU(^)e ©fammmuttet bec anbern tcrjiiglicf) in 
©ubeuropa bcfinblic^en eblern Slbdnberungen fein. 3« ©eutfd)Ianb fcnnt man 
jtoei »ecfc^iebene 316arten t»ot>on bie eine 2>tvnquittc \)e\^t, Pyrus cyd. ablonga. 
granj. Le Coignaffier femelle; (Sngl. The Fear- Quince, Tab. LIX. Fig. C. D. 
unb groge, tirnfiJrraige bunfelgelbc, mit erhabenen Smien bejeid?nete grüc^te, 
»ertieffc Slugen/ ein jartereö gleifd) alß bie ^pfel<\uitte unb (dnglid) cirunbe 
SBlätta f)atl Sic "äpfelquitte hingegen, Pyrus cydonia maliforma; gronj. Le 
Coignaflier mäle ; €ngl. The Apple- Quince, Tab.LX. Fig. E. F. i|t mit großen 
cirunben flottem uub opftlfo'rmigen, grogcn golbgelbcn %md)ten öerfe^en. 
SSon lejterm ifi, wenn er wilb ongctroffen wirb, bie grudjt flein unb fleinig. 

©ic unferrd;cibenben SKerfmale beö ßuiftenbflumö finb feine glatrranöi« 
gen, eitunben, etwaö (tumpfen unten wetgfiljid)fen 2>l4trcr/^ unb weifen 
grogen, cinjeliicn, ftirjgeftieltm oöer ßeüofen wdfm^ 2^luten, wc^e 
«m £nbc ber 3weige fielen unb im ^ai unb 3uni ^ereor fommen. 

©er Md) unb grudjtfnoten finb filjig; bie Äeld>f?Hcfe eirunb. lanjetf^rmia 
unb fageartig. 2)tc gruc^t ^af fünf ©amen^clctt/ in beren iebec ftd) 8 — 14 
Äcrne befinben. S)ie 2ie(?e flehen abwcc^feinb, fyaien einen fperrigcn unb frum» 
nen mui^$ unb Silben «ine tmttdmä^m Sm*} tec föam ob» ©traud» wirb 




sa- — 



XXVI. Sfb^antlung, t>on bcm D.u(ttenbaum. 



12 — 1<? §ug ^0(*; bie SRittbe t(T an ben äffen SBaumcn fc^tvocjIic^CMun, Ott bm 
tungcn fci'öun. ^eitti)avteö .^o'j tf^ ntd}f fo guf alö baß bom ^oljapfel/ un> 
ouc(» fc^wet ju bcacbeifen; bod) wirb t»on ©rec^ölern unb Jirdjiern sebtaudjt. 

SOfe^c aber «(iS baö ^)o!j werben bie gruc^te benu^ct. ©ic ftnb mit einet 
feinen SKcUc u^etjDgen/ bie mit ber ^«nb «bwifc^en fann, reifen im £>ito* 
ber unb geben bann einen angenefjmen, burdjbringenben ©erucj) üon fid). Siai 
glcifd) ift etwaö fornig, fann ober, ba e^ einen fduerlidjfugen/ unb fef>c jufam^ 
menjie^enbcn ©efd;mnf ()at, md)t tofy gegeffcn werben. 

SRit 9Bein in t»erfcf)io|fenen ©efdgen gefodjt unb mit ^udev^ ^immt rnib 
©cwurjnögelein jijJ^ercifef/ finb fjc eine »ortreflic^e 3ufpeife ju j?aI6cr6i'rtten. 
Slufferbem btaudit man fte aud} ßctodjt unb ge bacfcn m Sorten, Äonfeft, COIu^/ 
ßuittcnbrob/ Ouittenwein, £).uittenfaft k. Um iejtcrn iu erl)alten,/ reibt man 
bie £5uittcn £uf einem Kcibeifen, termengt fte mit gefc^)nittnem €>ttol) unb preßt 
fte burd)- 23ermifd)t man eine 50?üß bicfeg ©affeö mit i ^funb gucJer unb bringt 
eö in ©<if)rung, fo etfyait man bcn Ouiftenwcin; unb mit abgejogenen ^ranbe» 
wein unb 8 £ot^ ^udeVf — weld)C SKifd;ung man einen SKonat fTc^en laffett 
niug/— ben foflbaren ^luittenliqueur. ©er €rf)(eim berÄerne, ber fic^ bur<^ 
i^cdjenablßfef/ iatmit beni nu^ofenben arobifc^cn ©untmi gleidjcÄrofte/ unb Wirb 
»on ben 21cr$ten mit 2Sort^eiI bei ucrfd)iebcnen Äfant^cif^jufdUen ongewenbet, 

Uebrigcnö bebient man fiö) ber Üniftenftamme um aßer^anb SBirnarfcn bie 
nic^t fo fe{)£ in baß ^»olj wadjfen foUcn , barauf ju pfropfen. (£r wirb ouö bent 
Samen gebogen unb burd) Slblegcr, ©d)dglinge unb ©teflinge in einem feudjten 
S3oben t3erme()rf. ©er bcftc 95oben für üyxi finb bic Ufer ber Seidjc unb ^dcfte. 
©0 wof)i bie Sirn^alö Slpfelquitfc werben bei un^ um SJdrnberg, namcntlid; in 
bm ». S5e^aimifd)en ©arten tc. »or bem £«ufert^or angetroffen. 

&Uämng ticv jum O.uittcnham ge^ovisen ^upft'rfafeln. 

Tab. LVIII. 

Fig. I. Gin ^u'etij mit f^eroorBtetficHben Änofpen. 2. (Sin aMl^ct mit mel)r «ötioicfelte« Äno« 
fpen. a. (Jtiie 9}(iUe fittj uof ber «frUigcn eutfaltung. b. ein gnietg mit einer viUit 
entfalteten S3(üte. c. 3)te fünf ©tjubiucge. a. etne iunje grudjt von eim 5H)fe[= 
quitte, an ivcicbcr cDen ber bletbenbe 5ielct) fi* bejünbet, Der üerborvt, Jen bei mS im 
9iüvnbetäir*en fogenannten »u^en ») ougnmdjt. B. Sit« 9lci<^f(«IItf lunge, (tber fijjpB 
er6ߣt gewac^fene gtu*t »on einer 'Sunquitte. 

Tab. LIX. 

f'S' C. fftnc reife fvudjt »on einem Slmquittenbaum. D. ©Jen biefelbe jur .§ä[fte getßeilt/ 
öamit bie ©amengebdufe fiifetbar rcevben. i. ®te «iig bem (äeöäufe genommenen ©«« 
menfcrne. 2. ©in einjelnet Samenfern. 3. ©er «amli*e b«ib bwr4>fc^nitteii. 
Tab. LX. 

f^'g. E. <Jine reife Srucbt «on einem «pfelquittenbiiiim. F. gine dfcnlldte ^olb but^fc^ttittenf; 
I. etfi eiiijelnct ©«menfein. a. Sin dljulic^er falber ©amentern. 



*) »ußcu bebfutet eimüiä) bie ©pifte, baö 2lenfer(le ehteS ®itt8e«, i(t mit bem franj. baut 
»f viunnbt, uab ift nicbt, uiie in «Boigtel« beutf*en Äanbroortetbu* (lel)t, blog bei eintge» 
ijoiibivetfeiii, foiibctn oi A in Dbi^er 58ebeutiuin" bei allen Sims unb aepfelfotten in 
unietn ©eamben {tijt gefcväucfjlid}. 3>Ui Im «ßorbeige ficn. 



XXVII. 5(5MnMuuö 

2mb'0itt S5lattcti>äimt, 



Willdenow. Tom. II, P. II. p. ^%6. n. 3. Prunus ferotina. Willdenow. Berlin. 
Baurnzuclit. @ 259. n. 4. Prunus ferotins. S[Bangciif)cim S^cijtrdge. @. :,4. 
Cap. XVII, Tab. XIV. fig, 33. ©er aSitgintfdje «vilbc Äirfdjbaiim. Elirh. 
Beitr. 3. p, ao. Prunus ferotina. t). Sutgöbotf. Sf). II. ©. 193. Nro. 412. 
Prunus Padus virginiana, ©ie SSirgmifd;? £taubfnfitfd)e. Flora der Wewe- 
rau. 35, a. 6, 130. n. 620, Pr. ferot. @pötl)lü()ent>c ^Ipuume. 

tJSicfe ^irfdicnarf fommf M me^)tctii Dofaiufd)cn ©d)rtfr(leIU'rn unfei; b?ttt 
«•^'^ SRöitifn Prunus vir^iniana, SSit9uufd)e Sraubcnftrfdje , engl. Tiie Virgi- 
nia Bird Ciierry- tree, franj. La Padus de Virginie »et/ Wcld)e SRamctt aOct 
einet ganj anbetn Slrt/ ndmlic^ bet cigentUdjcn SSitgwifdjen £icaubenf«fd)e 
Prunus virginiana, jugc^oren *). 

Unfei'c fpdtc £taubenfirfd)e t(T in Sßotbamerifa ein^cimifd) utib öon ba in 
»erfdjiebenc em;opdifd)c tätibet »erfejt njorben. 3" ©futfd)ianb tvidjfl fie um 
SScriin, SaflTel, in Spatbfe, in bec SBettmu an bem Siu^ebad) im Walbe bei 
Sranid)(tetn , »ofelbfl fd)on otcfe auß ©amen aufgegangene junge S£dnme fiei)en. 
®ie etrcid)t eine .^^^e öon 30 — 50 gug/ w&d)fi jiemlic^ ta(d), btlbef eine 
gtoge Ävrone unb eetbient wegen, i^m uielen linb fd)i5nen, angenehm ried)en« 
ben, 55liitcn, i()reö Jau^eö in enslifc(|cn€Jar(en/ unb bti btau<J^bmn J^oljetf 

unb 



♦) ^err iptof. Saj«U6ei; fcfeetnt in feinem tfi. uti» ftatt. ^»vibi. in g2iititrgef4i*te bet Sctjots 
ten jc. 3. 148 u. 149. bei >er 3ef*reib«H8 tiie iltenti »ItginiWc lr«u6enfirf*e oor m> 
ßcn geftabt ju6(!6en: Allein bie metjlfn Md «mefiitltten ©pnonimen geftken ju Prun. 

. .ferotina. 

II. tLbeiU ^ 



XXVII. 5(6§anMim9. t(v fpdten ^vauknfivfc^e. 



m i^rrt SJu^bauer in (trcnsen Sffiintetn *), ouc^ jn «nfetn SS4lbcrtt (inse» 
}>Patiäf äu werben. 

£)ic 95(ii(en treten ju (Eitbe be ö 3)?<ti , an manchen örten aud) ju SJnfang 
heß 3""«"ö ""i^ SwI'wö rnuö. ©ie einfact)cn / oft aiifrcd)tf?e()enbcn 2^UV 
tctitriUlben t)aben mit bem SBlutfUfiiel eine Sange »on 4 porif. gofl, bie Srau. 
6e fel6(l 2 — 3 ^oß» fißen an bet «Spi^e Der flciticn 3n>f '9«' «"b 9lcid)cn 
fe^r bec gemeinen Sraubcnf itfd)e Pr. Padus. 3« bet Ärone fijt i . juweilen auc& 
2. ©taiibmese. ©er Si"d)tfnoten i(i runblicl)/ grün; ber ©riffel ^fterg frumm 
«nb [)at eine runblid)e oben pacbe unb gelbe SRarbe. ©ie ©taubgefage Oe^en 
ouf bem 5?eld) 10 — 12 empor gerietet/ i — 10 aber cinwdrtfS gebogen, tt)eld)e 
Siicbtung tt>aörfc{)einlicl) auf bie 95efrud)tung 55e$ug ^at. ©ie ,5dben finb njeig/ 
bie ©faiibbeutel gelb ; bie wcige ^tone fünf blätterig/ bie 5Sidttcl)en runblicl) unb 
l;ol; ber 5?elc^ funft^eilig. 

SDie 5ri5cl)(e / bie im £)ff. — In berSSetferau im September, — reif 
werben, fnib einer gro§cw Scbfe grcg, anfan^ö grün, bann rotl) unb enbltcf) 
gläiijenb fd)roarj; bie SRiigfc^ale unb ber item tunblidj unb gflbfaraunlid). 

©ic flotter finb bei a ^oÜ lang, ij- breit/ etmnö leberarti«», ftif)en wcc^* 
felöweife auf 5 bie i goU langen Stielen, finb Idnfilid) — eiförmig, am©ruiibc 
fdjmal ju laufenb, botne runb mit eorgejogener ©pige, bie obere unb untere 
gldäje glatt, icne buntel gldnjenb grün, biefe blaßgrun unb an bm Seiten 
&er etwas jlmf bcrvowagcnöen tr/itrelrippc jum 2i)cil mit öld)tftebcr^» 
t>ct», fuvjen/ glcid) langen, gelbltcbcn »ort«vcii ücije'a-n; ^el• ysanö' 
cinfad) gefaxt/ tic 5abne fuvj, nniölid) mb angeÖiüCc/ unten jumcü» 
len mit euiev obw ju-ci v6tb!iä)en ^wfen »crftrben, 

©ie 3roeige finb fa(l runb, fdjwdrjlid) inö diSthUdje fpiclenb, unorbent» 
lic^ roeißgrau gcffeff, bie uiugern brauntotb, beibc mit otclen fleincn erhabenen 
weißgraucn 2!ßar,5cn bcfejt, rccit t>eruntcr ^angenb unb jci)iajf. 

©i< 2lt'(Te finb runb, glatt unb ^nben bie garbe ber ^weige. ©er Stamm 
foH nod) Jperrn f. SBiingenf^eim in SRocbamerifa a gu§ im ©urd)rd)nitt bif mer« 
ben, ©ie ()iefigfn grogcn Stdmme ()aben eine ©itfe t5on ungefähr 8 30U int 
©urd)mffTer unb mdgfn etm 50 — 55 »Juß bod) fetn. ©ie ganj olte 3iinbc ifl 
buntel ofcf)9rau inö 3iifi^lid)e fpicienb, mit »telen »eiggrauen/ geflammten 
, iluet* 

*) Uii8C(id)tPt ber SBinter »on 1799 auf 1800 feftr (Ireng war; fc trteS 6e* ber fifer in bee 
Sinf«(T>i«9 l>fl ber ftcrtcnfjütte uiib no* baju an bet nörblitfecn freien Seite (leßenbe 'Saum 
eine folcbe Wenae Sßlötcn fjetau« , bii i* feftt «nflenelim überraf(fet ipiitbe, M ic& iftti fa^. 



XXVII. 5(65anbluti5. QSon liv fp5(en ^wuBrnFirfc^f. 



tluetfleden betf(f)<n, oufcrbettt MmbentUd) aufgefprungen unb e(tt)a(J um^e» 
rofff. Untcc bee ober« ÜJmbe liegt eine gtiliie tinb unter biefer eine wei§()rdun. 
ltd)e. ©ie tungen 5Baumct)en finb m\)btam mit eielen weiggcouctt aBarje« 
tcftreuf. 

Sa^ tuttge ^»olj i(I wcig , riecht fa(l wie tie gemeine SraiiBenfirfc^e unb iff 
frifc^ jd^e; baö alte aber ifi gelbiic^/ bei (Tarfcn ©tdmraen gelbbraun, jicmlid^ 
fcft, fein, nimmt eine gute spoiitur an, n,>ttft fic(j ntd;r, unb fcdaud) m\ 5Sur. 
incrn nicf)t angefrcffcn njerben. 

3n SRorbamerifa tjerfertigef man barnu^ 1ifd)e, <Btui)le unb anbere @e/ 
tdt^e, bie mit jutie&mcnbera Sllter immer {d}6net m bie Siugen faUen. ätußcr« 
bem gibt biefer Snum gute^ 53renn. unb i^Dblbolj, 

Sie Sitfifyen werben eon niedrem Droffelarten fe^r geliebt. Unfcr in bee 
^tefigpn Spflanjung befinblic(;e sSaam roirb roa()rfd)einlic() alle 3ol>rc rem unb 
fdjon oor ber SJeifVjert »on ben aSogeln abgekret, ba id) nur f)id)(t feiten eine 
reife Stud)t barauf gcfel)en I)abe. 31ud) bie Sperlinge gel>en il)r fet)r nad)/ 
tuie man baeJ i)ia alle ^a^te an bcra ®aum *) im ^ogerfdjcn ©arten beobad)* 
len tann. 

gur bie ^aue^alfung werben bie ^rildjfe babur(^ nujlid)/ baß man au* 
l^nen einen guten Äirfd?engci|! bereiten fann. 3n QSranbroeln ober 5ffiein ge« 
legt, unb in ber aBdrme f?el)cn ioffen, geben fte ein trdftigeö ©etrdnf. 

Set 93aum nimmt übrigen^ in einer mittdglidjeti Sage mit letd)ten unb 
$eibeboben eotlicb. Sie iungcn SSdumc tonnen leid)t au6 ®amen gejogen mer» 
ben, unb \)alte\i fo gut alö bie alten unfere Sßmter auö. Sie ©telntcrne nsec« 
ben entweber im öftober ober ju Snbe beö ?Kdrj in i gott tiefe gurd)en 6 ^od 
weit t>ön einanber gelegt unb mit (£tbe gcbett. .^crr l>. Surgöborf rdtl) an/ 
bie iungen SSdumd^en 5dd)ffenö 6 g-ug weit au^ einanber ju pflanjeH, weil fte 
fid) fonff JU fc(>r iti bie Slefie «uöbreucn unb bie ©tdmme «n i^rer Nf;e »er. 
lieren. • 

2luger ben jwet 35dumett im ^)5gcrfc{)cn ©arten unb in ber ?3fTanjung bei 
tec S^emn^utte, finbet man l;i€t wd) m iunge^ SSiäumd)(n im ^OeKerfc^jen 
©arten. 



*) & m ^eiicc ISO? im §«5(1 jum jroettetimnl stihVltt, f» bof ma« SSlute« mib Jrfl*te 
SH8lsic& fcften fomitf. 



dtUmn^ l>cr j^upfertafel, welche t'ic fpdte 5:rauktt'' 
firfdje mfidU. 

Tab. LXI. 

a. (Ein 5$Iuecnjtt)«{g mit unöf^fneten unb ge^fnetc« 5)fumen ttom ao SKai tsoo. 

b. ©ie ^»aartdl)£n ju l>«it>cn ©eiten bei; 2)?U(fhif>pe auf Det UntetPttcIje tel 

d. (Sin ©tau&öcfog eon hit einen, unb e, baö nmlidjt »on bec anbern ©eifc 

in na{ürlid)ec ©roße. 
f. 2)ic Äcone uo« o&en in natürlicher ©n5ge. 

£. €ine 35(ume »on unten, unb h. eine anbew oon bet 6cUe an ju fe^en, in 
natürlicher ©roße. 

i unb k. Sie ©taatgefdge »crgrofecf. 

1. €in Äionenblatt ton unten, 

m. ©nflfelbe »on o6en; beibe in nat. &tS^e. 

n, ©er Äelcfe mit ben ©toubgefdgcn ^ . . , 

0. ebenberfclbe ofene ©taubgefagc j 
p. ©er ©taubtweg in nat. ©röge. 

q. ©erfclbe »ergr^gcrt. 

1. Sin öuf9efd)nittenet Mä) mit ben ©tauBgefogen unb bem etaüims/ Ht* 

gtogert. 

A. Die reife %vü(f)f. 

B. ©tcfelbe »on einanbee gefcöniften, mit ber borin {iegcnben SRuf. 

C. ©er Srud)t(}jel mit bera übrig gebliebenen Äelc^, 

D. ©ie Sfiugfcfeole. 

E. ©er Sern. 

F. ©ie geefnele ^albc SRugfcftare. ' 

G. €in ©tdf von einer alten OJinbe, un& 

H. (Em ©tut ^or$, bo^ an berfel^en gcfunben wurbf. 



xxvm. 



XXVm. mHn^lnn^ 

tn tt)i(bm 

ßau5« ober 3£>mtttf>amt, 



bcexi. mbm-baum. Qitbeem. iHDkfibmcn. ©ünnbfluin. Ql\;li^cl 
&\'(^bivk. -f^ütiäbeeun. 

Perfoon. p. 498. n, 60.2. i. Crataegus torminalis. Willdenow. Tora. II. P. II. 
p. 1021. n. ai. Pynis torminalis. 5Bed)(fein. 2^, IV. @. 760, n. 3. ©et 
^ijbcerbaiini. b. SSutgsborf. 1t). a. @. 70. Nro. 146. Crataegus tormina- 
lis. See £ Ijbcevbaum. Sranj.L'Alifierdesbois. Alifier ordiiiaire. (Eng f. The 
Wild -Service, or Meapleleaved Service. 

^^flg 23a(eilan5 btffe^ S5aitmö t(l Ungarn, Lohmen, (Snglanb, Sranfretd) 
iinb bev Soiicafuff. 3n I?eutfd)Ianb j|l er in Sbüringcn/ S^c^en, in bcr 
©ctterau/ am ^?atJe- in granten unb anbern ©egeubcn onjutreffen. £r crreid)t 
eine ^^obe »on 40—60 ^ug, unb bet ©tamm eine ©i<fc üob i — a giiß im 
©urdjmiffer. 3" 5» 3(if)rpn i({ er »oUtomraen QUö9e»ad)fen unb bnuert an 
300 3rt()re. 3» {d)ied)tm Sobcn bleibt «t ein ©trouci) *>on «nregclmdgtgem 
Sßud}fc. 

^te atte SÄinbc beö (Stamme* ifl fdljuppiQ aufgcfprungen / braun unb graU/ 
an ben lungcrn Sicllen unb meiltcntbeiie^ empor geric^jtefen ^^cigen brounrof^ 
rott grauen, roeigen ^lerfen unb f leinen erljabenen SBarjen t>etfet)en. 

©ie ?ildtter (ief^tn tt5ed)felön)eire auf Stielen/ bie in ber Sugenb feine 
Spante l)üben; finb ^t)trac^ bcrj^unö cif6rmig/ fafi 4 ßoU lang unb etwa 
3 breit, in jicben lang sugcfpijte S.ap\:>cu ^etbeilt/ öie am (Diunte m 
nm ftnmpfmi eben einen fpi^igm XPtnfcl bil^en, am Slonbc fein ge« 
fdgt; auf ber £)berfJdd)e glatt «nb gidnjenb, auf ber untern bloggrun unb mit 
etwaö SBeße überjogen , im 5llter gidnjenb. 

©IC fluten ofncn fid) im SO?öi unb bilben eine njeiflduftigc , dffigc, flac^)e 
So|bfH»aHb« an ben ©pi§en ber Zweige, ©er funft()eilige ^tlii unb bie ®iu» 

9? 3 («nllieie 



XXVIII. 2(6^(inb(uttö. <Son iem ©fe6e«6cium. 



te»(iieU fmb mi&id) unb fein bef)ätt, unb mit Dielen Stufcti eerfe^en. Die 
Ätone i\i funfMdtterig, bie 55ldt(d)en omI, tvei§; bte Staubgefäße (?c^e.n auf 
bem^eld), bie gaben finb roet§/ bie Staubbeutel gelb; bec ©nffel unten ein« 
fac^; oben jmei — feiten brci unl) oierfad), 

£»ic 5ruc()f reift im September^ bleibt lange am 55aum ^dngenb^ i(l lang* 
lidj'tunb, oben mit «inem 3Rabc/, bon garbe gelbbraun ober rot^)btaun gidn» 
jcnb unb graubraun *) getüpfelt; inner^olb berfelben liegen i — 4 Samenferne. 
$Daö gelblidjltjeige gleifd) \)at anfangö einen gerben/ (trengen/ unb roctttt eß 
tpcidj geworben «fT/ einen ongcne^men 5Diifpe[gefd)raaf. 

3n unfre Stobt werben bie griid)te im S^ooember, an ben Stielen in tleinc 
^üfc^el gebunben/ ou^ entfernten ©egenben jum 23erfauf gebradjt, unb rof) 
gegejfen. 3" bem Slmfe ^o^nflein madjt man fie **) in SBuffer ein , Idgt fie 
gd^reu/ unb geniegt fie alebann wie bie eingemadjfen <preugelbecren (Vacc. vi- 
tis idaea L). 9)?an bereitet aud) eine fatttjerge unb S)?uö barouö, boe juüoc 
mit Sßein, 3ucfer unb gitronenfoft oerfejt unb bann ju SBroten gegeffen wirb. 

2IIÖ ^auömittel bienen fte tüiber ben SDurdjfall; ücn tt>eld}era ©ebroucö 
benn aud) ber beutfc^e SRame ©armbecre/ fommen mag. Sie bienen vortreflic^ 
jur SDtaffung unb werben nod) augcrbem ju <S(fig unb 95ranbroein bi-nujt. ©en 
SSogeln finb fie eine angenehme £flal)rung, bal)er man fte aud) als Soffpeife braud)t. 

©a biefer Sßaum gegen ben ^lerbf! feine SIdttet balb fallen laßt/ unb fte 
oucö im Sommer leicht flccfig werben: fo fann man t^n ntd)t wot)l ju fdjdnett 
aiHeen unb «Pflanjungen empfel)len. SBeit el;er -aber üerbient er eine Stelle iit 
unfern SBdlbern/ ba fein im Splint weigeö im ^em rdtl)Iid)cö unb cfterö fdjdn 
gefirciftcö Jpolj fc^)r feft ifT, ftd) nid)t wirft, unb ju Sd)rdnEen, gugbdbe«, 
ginealen, gürmen/ Sdjrawbeti/ Sgilb^auerarbeiten, fltinen SD'iiit)lwcüen u. b. gl. 
benujt werben fann. 21uö ben iungcn 3n>ci9en madjt man ouc^ gldten unb 
Querpfeifen. 211^ 95rennl)ol} ifi eö t)ortreflic(). 

gr wirb fltn ,(eid)feflen burd; bie Sainenfernc/ bie man einjeln in bie gurd)e 
leftelf, mit i gott Srbe bebeft, unb biö jum Slufgefjen o'fterö begicgt/ fortge« 
pfianjt. S5ie Äerne liegen gewül;nlid) i 3ii()r in ber Erbe. 2)ie finger^langeit 
«Pflanjen werben im jiveiten ^»erbft in bie ^aumfd)Ule auf einen gemdgigten 
3)oben I gug weit auöcinanber gepflanjt. 

Sinb bie iungen Stamme grog genug, fo werben fic im i'^erbfle ouf guten 
SKiftelboben toerfejf. ©ic funfllidje SSerme^rung gcfd)iel)t burd) (j3fropfen/ S?o« 
puliren unb £)fulirett auf e6erefd)en (Sorbus aucuparia L), fo wie oud) butc^ 
3lbleger- 



*) Mft(^ 'j)£.tt wfiE', *») Mi) m}<tf)mt 



XXVIII. m^anWm. <33on Dem mfeUevbaum. 



3undd)|! um Sfiiirnfierg frift niöti biefen S5amn auf hm ^uhenH()t ött. gr 
(If^t auf bct oftltc^cn Seite biefe^ Spiogeö/ unb mag eineS$6i)e von 30 — 32 gug 
fabelt. S)er Stamm i(l ettpa 5 partf. Suß.^oc(^ unb 9s- ^oQ im iDurc^mef« 
fet bif. 

(Jr^drung bcr ben ©fckerbaum \)orfleUenkn^upfcrtafcl. 

Tab. LXÜ. 

a. (Sin Helncc gwf ig mit bcr Änofpc. 

b. (£in SSJutenjrocig. 

c. d. Ungedftiete unb e. geifnete 55fumctt. 

f. eine 55lumc o()nc Ätünenbldtter »on bec ©cife ünjufe^ett. 

?• I in naturlid)et ©tdge. 

h. gm Staubgcfag J ' 

i. ©ev Äeld) nut bem in feinet SO?ttte bcfiinblitficn ©faubtveg, 

k, ©er Äfld) oon cinanbec 9cfJ;nittcn, mit ben barauf figenbett ©((»U^efdfJm 
unb bem miblist)cn $efrud;tun96t()ei[. 

A. 6ine iunge gtud)f. 

B. (Eine reife, aber iiod) nicfit mid) (jctvotbewe ^tüdjU 

C. Sie ndmlict)e nur Hälfte get^eilf. 

D. €inc reife, n>eid) geworbene gruc^jf. 

E. £)te ndmlid)e jut ^dlfte getljeilt. 



S5ed)ffein. 56. IV. ©. 761. Ser QSaffarbefjbeerbaum. Crataegus hybrida Bech- 
ftein. Siana ober @efenfc^)aft8fd)rift jur (Strociterung «nb ^öcric^jtigung ber 
SRatucSorfl. unb Sogbtunbe. 93. 1. © 8i. 2af. II. 

cn bieff m burd) i?ettn 53ect(!ein juerd enfbcffen unb in bet ©iano befc^ric« 
bcnen SSaum erhielt idj einen 3n)cig ncbfl bct grud)t unmittelbar con fei» 
nem ©eburteotte, bem SBurgberge, einem 95erge an ber jJemnotte bei aäJalt.rö. 
^oufen, tuo er auf einem j?oltf?einp^j , baö eine feid)te Jage oon Cctfen, 2i)cn. 
unb Sammerbe i)at, unter me()retn €ljbeet = unb 5J»ei)lbeetbdumen (Crat. tormi- 
mlis et C. Aria; jiemlid) (;dufig anjutrcffen ifi. Ob id) nun gletd), oUct met* 
mt Semö&unaen ungeoc^tet, feine »Iwte baoon befommen «nb ben ßnpeig felb(l 




etil naä) t>fm SIBbi'U? J>« u6rt9en S?upff ttjfatten ct^alccn ^abe ; fo fduntc iä) bO(^> 
jiidjf / i>ett ikb\)abetn btefeö SBesfö eine getreue Ülbbilbung unb SBffdjscibung ba» 
»üti mifi;utt)cilen, beten crRcte nocft »oöfldnbtgeif unb beffeir, alö btc bißt)ef ein* 
jigc fafbenlofe Slbbilbung in ^enn ^edjflctnö ötona, unb gewig (»intetdjenb i^t 
biefe ;?oliatt fennen ju lernen unb in bet SJatut tsicbec aiifjufinben. 

©iefct 95aum etreic?>( öuf gutem §5oben eine S}6^c öon fedjäig "«t» 
Sirfc eon önbettl)alb jroci §u§ im ©urd)fd}nitc ; am gcmd^nlicbflen tommf 
et iebod) eon ber @ri5§e eineö q^fiaumbaum^, freiließ auf (teilen gegen COZittag 
Itegenbcn Äalfgebirgen, m bec oben angegebenen ©egenb oot. 

Slu^ ben 2ßurjeln, bie weit mf)et laufen, fletgt ein gctobet, glatter 
©tnmm in bie -Ooljc/ bet unten imm<t SRebenfdjDtling^ f)at, unb oben eine 
fd;dne Scone bilbet. 

211Ö a3ufcf)^elj abgeftteben, mää)t er einen «tittelmagig t>icf«n ©fraucf;/ 
beffen 3weige in fe()r fpi^igen SBinfeln in bie ü6\)e ge^en. 

S5e«gleid)f man i()n mit bem Sljbeer.unb Sljeljlbeerbaum/ fo fiinfccf man, 
bfl§ er mit beiben eine groge iaef)nlid)fett feat, ia man trift fogar Slbdnberungen 
belTcIben an, bie fid) ouffaücnb bafb mer)t bcm Glibeerbaum, balb mel;r bem 
Si3i;fl}!bcctbaum nd^crn; unb man irret ba^er gcwig nid}t, trenn man beibe alS 
bie etammöltern beffeiben annmmif. Sluö btefcm ©runbe gab it)m aud; ^?erc 
?8ed}|tein ben eben angegebenen beutfd)en unb lateinifdjen Sßamen. 

©ic SBluten erfd)cinen im 3uniuö büfd?elttjeife an ben £nben ber 3">f'9e/ 
fmb bid)tet unb l)dufi9er alö bie ber etammdltetn/ f)aben bicfere, runterc Äno« 
fpen/ (Idrfere ©fiele unb grud)tfnofcn, unb bie fünf (£inrd)nitte beß Äeld)e^ 
ftnb bal)er nid)t fo tief , fldrfer unb in einem flumpfern SBinfel, unb Stiel unb 
SSIumenbecfe fmb «jcniger fiiljig^ alö beim SD?e|)lbectbaüm/ aber bid;fet 9«fi'it- 
ol^ beim €ljbeerbaum. 

©ie 551umcnbldtter finb gr^gcr, runber, me^r ouöge^olt unb wcig; bie, 
(gfaubgefdge , beren man ao biö s6 anfnft, regelmdgig, bte eine ^)dlfte furj, 
bie anberc lang, crflere (tjf inwenbig na* ben ©taublvegen ju, Icjterc nacft 
äugen; bie gaben fmb roeig, btc ©taubbeutel gelbltd; weig; bte g taub Wege un# 
tcn üctwad)fen, oben ermeitcrt, eti)aben abgerunbet, ^aarlos unb gelbgrün 5 
ber S5lumen . unb §rud)tbcbett tiefer. 

©ie Sßldtter, m\(i)e bie 2lrt= Unterf($eibung^merfmale abgeben, ftnb nie^K 
civiinb alß runb, laufen nad) bem ©ttele nid)t fo fpi^ig ju ali beim 9Sel)lbeer« 
bßum , aber aud) nic^t fe flumpfwinf lid) wie beim dljbeerbaum , ftnb oben ntc^i 
fc fpi^tg xok bei biefem/ abec aud) m(i)t fo Oumpf/ Unem; bec KanO 



lOI 



€1 beerbaum; bte SJber« f?;ib nlä)t fo tief u.,b unten „,c(,t fo erf)!« 
fcetttt ®e&16m6aum, ober aucf) nirf)t fo pac(, wie 6dm (E/jbeer aum unb b e 
^.«piobern brr SKiftcIrlppef^e^en nidjf fo b.cftf af. bei inJ„T, Te i "r ft5 f 

6e.m ^Sajarbefjbcevbaum gea^d^nlid, neun, ober aud, (ietin unb U LZt 

ftRb bie^ttelemd) beibm gemifcfef, ein mentg voti) wie beim ejjbeerbaum unb 
m mms mnhd) unb be^aavt **) nie beim SKeMbeerbaum 

£)k JSläm bleiben /dngee gr«!n unb Yflßen fpafer ab af^ an beiben S5^n> 
^en, fo bag fie f,d; norf; ju £nbe beiJ £>ftoberö frifd) unb oruti om f&mme 
bejnben, ba iene_ fc^on in bei: mtte m Offobetö (jelb ober rotb finb unb 
öpfauen. ' 

pie tungc DJinbc i(! fc^jdn rofpraun, bie alte bunfelcofö unb Weißgeflefff, 
«ttb fie^f bec mmd)eminbe fafl gleid;. @ie ift gl«« «nb befommt mt an 
oKen ©tammen etnjefne SJiffe. 

©ie beerenartigen ?Jirijd)fc reifen im ÖUobet, finb groger afi^ bie t)on bei- 
fecn ©tflmmbaument), nid)f fo rotf) oltJ bie be^ 3)?et;Ibecr6aum^, aber hctter 
fllö bic com efjbcertaum, alfo broungelb unb weißgelb Dunffivf Sie haben 
einen bcflrern ©cfd;maf atö bie »om C»?e[)[beerbaum/ fmb aud) faftiger, attcin 
bcd) mc()li3er unb I)erbec dß bic beö GIsbeetbaumö. ®ie enthalten meift mi 
.ffl(!an!en&raune gebruftc eirunbc Äctne tt). 3n ttjiSringcn igt man fie lieber 
ü\ß bic t)om sBJe^lbeetbaum. 2tud) bie Sdgel jie{)en fie ben SOfcf)[beeren unb 
dhbeeten uor. Saö geIblid;Weige ^olj i(l t)on t)i)rjüg(id;cr ©u(c, feflet unb 
ja^er alg baß oon ben ©tammaffern, unb wirb eon Srcd;^[ern/ 2Bagnern unb 
SJu^tmeilTern iu aCer&anb SBcrfjeugcn/ j.«, ^anbfyabta, etielen ic. sebtaufbt. 
gibt oud; »ortreflic^c j?o^Ictt. 

- , ar* 

*^ ^'"r?»"" lin* 9tif«f »tib bobjn ««* fhimpfer« gaijpen. <Jben fo ift 
ete Entfernung b« unter» #!))pen »oir ben folgenben an ben »lättevn be/ eijbeerbni mtf , 
nielcbe befaMntli*.etn unteridjeibeiibe« artmerfnial mit bei uuferm Wwltet fo iBoljj al< 
6ei ben in bet lim« befiab!i*e!i m ui*t fi*tbar. ifiitbet bfefcr gKanaef bei nUe« i8a' 
(larbeljbeerbÄumen ftatt, fo roare m ein neue« unterfdjeibenbe« OTerfniaV 

«») ©oWe wobt S3e4;(lein bic rictneit $d(it*eii «n ben S((itt|Tie(en Hei eijbeetdwm^ n{*t iu 
metttbaben? Saud) biefe »Uten bergletcften. iv »hhh.o mi^ ut. 

t) 2>ie mit überftbitte unb nbflebflbete grB(tt ift nicfjt Ji6f er. 

tt)i.@ie flleitfien ben 5}irnf<rnen, anb tui biefem fflrunbe flc^ett « «Ifo Aucb itfl* SßüabJm»» 
fo tote reme ©tummdJtertt, tn bt« ©Attanj Pyrus. i •> * "»w *umni»>i, 

' 51. übeiU D 



102 XXVIII. 5(()^anttun9. c^on fccin ^aflatbclibecvfeaum. 



f&nßidt/e anlagen unb ^atfc. 9Kan öemc^rt i^nfo ftw^l ture^ bie ©amenterne 
bte man wie bie 3Kef)l . unb (Eljbeeren be{)änbeU, M wdl^ burd) Äo)>ul«crt/ ötü^ 
Uten unb ipfropfen ouf SSogel&cecSOJf^lbeet« ober ^irn6a«m^^rame. 

^rf Idrung t)er ^upfertafeW «uf welcher Kr SSatebci^-- 

Tab. LXII. 

a. €in fleinct ^weig mit ber Änofpe. 

b. €iu grdgcret gmeig mit 3Sldt(crn. 

A. Sie gruc&f. 

B. : Sicfelbe m\ einanb« gefc^nitte». 

C. (Sin Somenfern. 

XXIX. 5(5Mn^Un$ 



^^elSbiiiebaum (in ©c[)n5etj). '3)iet;rfii:fc^enbauin. Örelbaum. 
<2Bei§lduben. 

Perfoon. p, 498. n. 622. i. Crataegus Ana. Willdenow. Tom. II. P. II, p, roa r. 
n. 19. Pyrus Aria. 55ed^|?ein. 2(>. IV. @. 759» " ©et SKf^lboum, 
». SSurgöborf. 2^. 2. @. 79. Nr. 144. Crat. Aria. ^et^e^ibaum. granj. 
L'Alouche de Bourgogne. Drouillier. Alifier allier. €ngl. The white Beam. 

^^flö SSateclanb biefcö 93aumg finb eerfc^ icbene Unbet in Curopo , j. bl< 

Scfimcben Jc fit ivirb Salb alö SBaunt/ balb ©fraucJ) angettofeit/ ie nacf)* 
btm bct ©eben, in weichem et jTe^t/ gut ebct fäiledjt 3"'^««'« SöI« 
teid)t et eine Jpo()e ©on 30 — 50 gug, unb bct ©tomm eine ©irfc üon 2 gug 
im Sutd)me(yer. Die fu§ riccftcnben killten crfc^eincn im SSRai unb Suniuö an 
ben 6pt§en bet gtvcige in Pidblumigen / ftfiigcn/ pac^m ^olöcnnaubcn. 



XXIX. fH^Mthm. Q3on ^em Wie^m»hmn. 



103 



©tf ÄcottmblJffft: fint» n>eig, cifJmig; bie ^Jben weif, »oh Wefelen 4—6 
tut^et unb eittgebogett (tnb, bic @(au66eu(el gelb; ber 5ruc()tfnotcn ifl roeig* 
filjig, eifdrmig, bcc ©riffel am ©rutibe filjig, jmd . biömeilen breir^eilig; 
bie funft&ciligc S5lurac«bccf e / fo wie bie Slumenfiicle mit einer weigcn 2Boae 
iSberjogctt. Die gtucfjtill ettipftfc^ mit jer)?tcuten weigen SPunften, anfangt 
gütin, bönn m^, reife im September unb Ottober unb j(t oben unb unten mit 
einem lüctgcn 5ifj ilberjogen; fje t)at ein fdjtfneö, geltet me^H$(ä gleifc^j unb 
a— 4 {dngltdje braunfc^warje, ben Sirnfernen (5()nlicl)e, auf einer ©cife etwaö 
flfld), UttteH efiua^ frumm jugefpijte, frei (icgenbe ©amen, Don roeldjen ge. 
n^^^nfict) nur ein cinjigec gut ifl. 

3~4 föii^e" unb dbcr 2^30!! breiten 55latfer (Te^en »ec^feW. 
ftfcife, finb rmblid) eiförmig, mit weirlaufrigcn 5dbticn bic fcbaif ge« 
logt ftnb, am (Btmbc ^ani f unb bei »iJaig au^gemac^fenen 5!ilatfern, cnf. 
Weber gernöc obgcfd?nitrcn oöev crxva? Ccilfoitiiig ; bie £>berp4c(;e i(t 
|lfltt, fd)5n glanjcnb griin, öic Unterflad)c mit einem grauweißen ^ilj 
«bevjogen unb mit erhabenen 2{bern Berfe()en. 

©ie junge« gweige jtnb runb , braunrot^ , bie alten braun ; bic iungen 
Stiebe mit einem woßigen SGSefcn umgeben. SDie ©tflmmrinbc braun unb quer 
gtauweig gefleft uub glatt. 

©aö ^ofj ^at eine weige garte, ifl fel>r fe(!, unb ^at be^wcgen in 3«»' 
lien bctt SRamen SRetatto erhalten. (£ö wirft fid) nidjt unb fann aflerlei SKa« 
fc^inen unb aöerfjfugen, j. S. ^»ebeln, SBaljen, fjJreffcn, SEBagcnayen , ©pin» 
beln, B^fymn in Sidber tc. »erarbeitet Werben. 

Sllö 55rennl)olj i(l eß »otfrefli^. Sie Äo^len geben eine (iorfe, gleiche 
tmb an^altenbe <^tge. ©je %tud)te fonnen, befonberiJ Wenn fie einigen groft 
erlitten ^aben, ro5 gegeffen werben unb fd)mecfen nidit unangeneOm. ülu(^ 
{»erben fie in mancfjen ©egcnben, j. Ig. in ber ©c()weij, cingemac()t. ©urdj 
@a^rung er^dit man einen ^canbwein au^ i^nen. ©c^waben benu(t man 
(te au(^ $ur 9]?a(lung. 

3u fc^attigen, nicftf ju ^o&en aHeen bient er »orjuglicö, fo wie auc^ fei. 
«er \i)6nen Sfilte unb feiner SSIdtfet wegen, für £uf?gdrten unb spflanjungen. 
üt liebt falte, gebirgige ^egenben. ©eine SSerme^rung wirb wie bie be^ (Elfe» 
tfcrbaumg bewerffießigcf. ©ie^e XXVIII SJb^anblung. 

Sn unfern ©egetiben fanb ic^ if>n ©trauet) ouf bem 3flurnbergifc()<tt 
58er9fc()log .t>o^en(?ejn ; weiter entfernt, hd ipegnij alö S5aum jwifc^en Seifen. 
3uj^dd)fi um bie ©fabf in ber €infaffung bei ber ^erren&utte unb im .^eUerft^ett 
©arten. 3ra bomifä)en ©arten {u SJItborf (le^t au^ ein 55fluro. 



XXIX. STB^anWung. ^on Um ^e^IketBaunr. 



" ^rF(drung ter bett SOTe^lbaum \)ovfleffentien ^upfertaftl. 

Tab. LXIII. 

a. b. €«11 Bweifi mit geofncfen ^ßfiStea oora sfenSuniu^ 1799- 

c. ©er fiSnft^jeiligc Selc^ con unten. 

d. £)etfc{be öon eben mit bem (Staubroej. 

e. gwet abgefonbertc (Staubgefäße. 

f. €ine SSIumc üon bcr «Seife. 

g. Sbenbicfelbe eon oben ansufe^cn. 

A. Stne reife gru^f üom stcn ®ept. 1798. 

B. (Sine onbere §ruc()t, bei welcher man ba^ @(»meng<^lufe fle^f. 

C. SJJoc^ eine anbete jut ^lalfte get^eilfe, mit bcn itvet fic(>tboreh/ in i^yret^ciae 
bcfünbüc^en ©amenfernen. 

D. (£in abgcfenbettei: ©amcttfetn. 

'"^^ -''^^ter - .' .-CcV -^g^^v 

XXX, 5l5MnHuttöi 

bei; ttjübm 



Perfoon. p. 496, n. 620. 8. Prunus Malialeb. Willdenow. Tom. II. p. 988. n. 
Prunus Mahaleb. Serfjflein. 33. IV. @, 745. Nro. 8- X5ie SÄa&aU-bftrfrf)e. 
». 53ur9Öbctf. 2f). 2. @. 193. Nro. 410. Pr. Mahaleb. X5te COJa^alebtirfdjc. 
gronj. Le Mahaleb, ou le Bois de St. Lucic. Cngl. The Mahaleb, or par-^ 
furiied Chcrry. 

^err t>. Od^afeii, ber fid) bcfanntli^ um bie Slnpffanjung eerfc^iebcner aug* 
IdnbifcJ)er J?oläarfen im SRurnbergifc^)en fo üetbicnt gemacht bot/ ivad)te 
oud) bicfcn S5aum in unferc gicgenb. & würbe fonft / wie ^err D. ^ott fagt, 
für eine in groiifreid) uitb in bec ©c^Werj tvilbwai^fcnbc .^oljart gehalten, 
a^a^bem i(>n aber ber ^err S^oftid)tn tjon 2Jelt^c<m im 3a(>t 1765 in bcn 
' <S^ie« 

*) 3)urd) !!)« f(tm hie gj?(tRiiIeliflrf*e tu »ctfcfeitleite fflegeitbcn van ©eutftfcfanb , unb ^lerr 
u. Deionreii (je )v«l)vftt)cin|i(& ftu(& veii i&m «Ijulten/ H hibe ffjr Mmnt mit fin«n: 
itt wann. 



XXX. QimntmQ. Q^on bef m^mfitm, tor, 

mefetm^tn an bet f^n, am mm unb an bet SWofel in ?!eMuden hSit 
s ^of!mST r"K*?!-" ^'^^^ 3^ 5u§ unb eine ©irfe i m 

.«Slf >5f. «npf aufrechten, eine fecfoe bie 

?^ f ocangerof^, bet ©rcuümeg grün, bie a?ar6e gelb! 

perÄfeldMltfiJnft^ctlig, bieS8(u'ten(?ieIe gru'n. ©ie iung^n triebe |TnVof/i3 
teng, runb unb grun ; bie mttet an benfelben tunblid) , cm ®runbe etiöiö he«! 
ET'k'* t'^^' ^""«"^ gejogenen epi§e lang, 

Samt 6eS ^^'^tuLmb ©eitenrippen jum X^eil mit Lufen «»ei^en 

^ Sic altern mttet finb fleinei: unb gldnjenber afö bie an ben jungen Xtie, 
l>en, Dben bunfeigrun, unten ^eögran unb glatt, bie «SKittelrippe feiten m 
mfte b,^m; im Umfreife run&Iicfe eirunö, fdn gefcrbt in ben Äerben 
ntil gclbgruulic^en ©rufen »erfe^en, tteldje— burd) bie Pupe betrachtet/ — oben 
9'anjenb btoun auöfebcn unb einen gldnjenbe« ©oft ouöfcf)Wtgen. 

Ser mttm iit dfterö über einen \)a\ben gott lang, unb Wenigfienö an 
benjtnigen ©troucljeru , bie idj gefef>en ()abe, an einigen groeigen mel)r olö an 
olten, mit ti)enigen turjen paaren mfe{)en 9ln altern SSlatlflielen ficht 

man off gar feine ©rufen , unb bie non -Perm D. Sffiilbenott) in 3»enge auf bec 
untern gldctje bemerften jufammen fliegenben ©rufen, fanb icft aucfi nur auf bet 
£)6erP(!ci)e beß mttfiielö ^ ' ■ • 

Ctc iungen giseige finb runb mit einer grouen gärigen «cberfung u'ber» 

'jogen, bie öltern braun, glatt unb mit reeiglicljten, flodjen, tiemtn SBarien 

Meit-y bie Sfinbe beß ©fammc^ ifl bunfel ofchgrau unb glatt. 

- . £> s e«jt? 

®jffe bcibfii tWainierrodrcn ti aiet m'AtaBein, weWe bie «Wa&ulfMirft&f in ©eutfcfelanb 

«)}|b (racfcfenb amttoßi« ftsben. sind) (poUi* in fdiier Hiftona pUntamm &c Tom ii 

P.27. fngt BOli i6r: fle rondjft Ciira Wollfteir in valiium virgultis ac fylvis montöfis^ lapü 
dofis ; m montibus faxofia circa Cingen, Creuznach; amat valiium virgulta, terram la- 
pidofam, moniiiim praeruptorum latera , cum Cfatoego and mefpilo amelanchier &c, 

**) spott unb aBattftec Üben bie ®t'\ele mfOrenrftnl« 2 Dtiäffn. 

Wit bie m ®u molbemtienttt mWebfimen frtr eine Olbart mit fiexifbrnlgm 
i^lÄ' rf^ü' ^'^['V" ""K mir «tönern mmt«. 9iU "potf X" 



roö XXX. 5t6^anbtutt9. ^on b« tDlci^flleBfi^fd&e. 

@cin ^ofj/ baö ba« etgcntltc^e £ujten^ofj (bois de St. Lucie) beejcanj«. 
fett fein foll/ ifi bt&unlid) , W frjfcft einen unangcnel^men ©eruc^, wie bic ge» 
meine Sraubenfirfc^e, geftofncf übet wirb eö tro^lticc()cnb. <l€ wirb bo^et 
flucft gern ju Ädfien , SJertcifelungen , g)?eflrcrf)eften / unb fonjl tiocft (u aöer* 
^anb 3;ifcf)fct»iJnb St;c(f)ö(ctatbeif«n gebraud)t. 3n ben 9i()eingcgenbcn benujt 
man btefen $aum oM ©(^Ug^oli/ unb feiner S)auei:^aftigEeit inbec <£rbe wegen 
|U 9Beinpfa^>fcn. 

®ie grutfjt ifl eine gla(fe/ clfijrmig jugcfpijfe S5cere< »on bee @ri5^e einer 
(Srbfe/ pe()t om .^aupffKel gerobc in bie S}&\)ei unb iteif( ju (Snbe beö ^iuliuö, 
i|| anfangt grün, bann fcf)n)ari obet put!purfd[}n)arj/ fd}meft bittet: unb unan« 
jencr^m. SDic SRiigfdjalc ij! nid^t öiel f leinet al^ bie §tuc^)f felbfl; fie 6e(?c&t 
ouö iWei X^eiten unb ^at oben eine ettva^ fd)atfe @pige. £)e): ettoaä bittere^ 
ober nicf)t libel riec^jenbe Äern i|t wei§, mit einem rot^ unb iBeiggeflteifce» 
.^duJcl;en umgeben, ©ie ©amenftcine tomme« untet bera Siameti Magaleb - obet 
Morgaleb - ©amen im ^anbc! wt. 

2(uö bcm purpurrotfjen ©nft bet teifen 55eercn , ben icft mit etwaö Stlauti 
»ermifdjte, er()ielt id) eine tjiolcttc SOIaferfarbe. Sie SSdgel lieben biefe Beeten 
fo fe^c, baß fie bicfelben fd)on obfceffen, e^c jte "oc^ ganj reif roetben. 35lu» 
ten, S5ldttet unb Äerne geben abgejogenc SBaflet/ bi< man »©{»Iriec^enben Sei» 
fen beimifd)f. 

Sa bet SSaum eine fd)5ne 35lute ^at, unb feine SIdffet nic^it U(d)f t)oti 
Snfeften angefteffen werbe«; fo pflanjt man ifen aud) gern in engltfc^e ©dt< 
tcn IC- €t nimmt mit iebem? tinb wie feine ©cburteSdrtet jeigen, fdjledjten unb 
(teinigen 5J9bcn eorlieb. ©ie 2Seniiel)run9 9cfd)ie()t x^tM, unb jwar of)ne uiele 
9}iuf)e, burd> bie ©omenferne/ bie ^ 3oll mit ber £tbe bebctt werben, f()eiW 
burc^ eingelegte 3njeige. 

6t wddjfj bei unö in bem ^eUcrfc^en, unb in bem bofanifd)en ©orten ju 
Slttborf. 3w bet Sinfaflung btp bet ^^crtcii^juttc ift er me^teremal a«ge= 
t>flan}t *). 

C^Äung Der Äupfertafet/ auf mWx W 9}?a^alcbfirf(^c 

abgebilDet i)t. 

Tab. LXIV. 

a.b. cd. ein^weigmitttoc^ gefd^loffenew unb offenen SBluten «nb iungcn SBldttern. 

e, ßin tjergvoßertev ©taubroeg. 

f. Sben bcifetbe in natfitlic^tr ®r5^, 

g. Set . 

•) gelber i(l bet bi>fet6|l 6e|ttiMi*e f45it(le «Str««^ in bet SiSittf «igeftÄue« »otbett. ®« aiW 
iiimeilcn 5?oIjfamml<t, tie fo gewiifenlo* ftnb/ ^)elj«ftcii, foHten fie au* imt einindl in 
flnet <PilaHjuK9 (\cijett, ö««««^«« bÄirtn. »flf foI*«$re»lei: foHte tiegprftpelijci 60* «u* 
<6t «ugenmetl ticfeten. 



XXX. m^milms. <a5on iet '^ffla^aimfc^t " 107 

g. ©er (»«fgeWnfttene SeIc^l mit bcm <5^au6n>efle, 

h. gilt »er9r6gerteö ©taubgef«?^» 

i. €ine offene »lumenfrotie oon o6m «i »u feBen. 
k. ein (Staubgefäß in natövli^er ®rb$e. 

I. Sei- Äeld> mit beii barauf bcfinbüd^ett ©toubatfafi«», 
m. ein furieö ©irtubgefag in n. @. » ' " ♦ 

n. eine »lume eon unten an fc&e« in n. ®. 
^ 0. Saß am J3[uteu(liel beftnbli^e giebenblat* btmiSttU 
p. eben bajfelbe in natöiiic^jer ®r&ge. 
q. eitt ttergrbgevted furu« ©taubgefägt. 

A. ein Jajeig mit sBIattern unb leifeii größten. 

B. eine i«r Raffte 3et(>eflte SBeeremit ber ^«tin bt^mi^n «nfe 

D. Sie [)rt(be Ijole Jlu^fc^afe. 

E. Ser Äern^ 



XXXI. munlnnci 

2mf)-'0l)n 95IdtterHumf. 



(Sc^>k^tr. ^fiaumcn{i:^lef)e. v5)afei;pflaumenbaum. 

Perfoon. p. 497. n. i6. Prunus infititia. Willdenow. Ton). II. P. II. p. 996. n. 30. 
Prunus inCtieia. a5ect>ftetn. 58. IV. @, 73, Nro- 2. Die «Pflauraenfc^lelje, 
».Sjurggborf. 2:5.2. @. 188. Nro, 394. Pr. infit, Sie ja^rae ©(^lefjen, granj, 
Le grand Prunier fauvage. engl.. The blak BuUace- tree, 

6« gibt au£Ö eine ©pietart mit weißen Sru^m, 

^^iefe ^oliavt, bte batb ali ©trauet, bafb alö »aum »orfommt, wSd^fi in 
englanb , in ber ©djreeij mib in Seutfct)Ianb namentlich in ber 9BetteraU/ 
in granfcn, 3;(>ilringcn jc. »ilb unb angepflanzt, ©i« mad&t ben Uebergang t>on 
ben ©d)Icben ju bcn ?)flaumen. Die «eigen SSluraen fommen im SIpril unb SWai 
l^crt5or/ ft^en auf emblamigen :ölitmcnf?ielen gemcinfglicb J« Jtoei betfammett 
unb ftnb fleiner al6 bie »on ber gemeinen Pflaume. Sie fünfbldtterige Ärone enta 
f)a(t (nad(> metner ^abfungj, 16— 24 reeiße Staubgefäße mit gelben ©taubbeuteln; 
ber ©taubroeg ifl gvun, etroad getrimmt, bie 9larbe gelb, ber Äel(|) grün unt» 
funftbeilig. 

2)ie glätter Iregcn in Öcn Änofpen einwact« gceottt, flehen tt)e^fel3JPeife, 
ftnb {urj gefiielt, eUiptifd?, an beiben enben etroae t>erbännt, oben bunfelgrän 
unb glatte ettt»«^ runjlid^, unten mit fleinen «nltegenöen löftapen unb mit \)tx: 



loS XXXI. 5f65anblmi9. <35ött bec -^n'cd&e. 

»OY ffcöeiibert Sfbertt ecrfeljen; om Stonbe einfach gej^^nt 2>ic (tnbm beviSwei» 
ßc b«ben I;tj' unD Da ctncn cinyelnen tucjen JDocn. 2In mel)vcin ölten »dumcn. 
Die auf bcm a>(ict>elöbeige bei ^ei-ßbiuf tlutiDcii, bemerEte \d) ein ben imiacn Zviu 
ben bei- ^roeigc fo wo()(, alö nn bcn asinnicnftielen unb ^dd^ftudtn einen fui je« 
gifi. Sie aiinbe ber 3^>^fi8« ifr rotfjbraiin unb grau; bic bc6 Stammes i\l ber 
begacmcinen93flaumenbanni« aOnfid). ©iegnictjt iff anfange grun, «ir 3eitibret 
«Reife aber, bie tn ben ©eptcmb. unb ©ftcb. faUr, 1(1 fte pflaumenblau, fa|T runO 
mib no* cinmat fc groß, als bic gemeine gc^Ie^e. Sljr gleifd; ift grun, «on 
famnienateOenbcn fanerticl) fnpcm ©efcfcmaf. 

Die Oluö unb ber Äern finb gelbbraun. 2Benn bie giiäc'ptc eine ^eitfang gete; 
gen baben, fo Jann man fte rot) cflen; aucft mac^t man fte in ^fig unb ®en)iir| 
ein. Slußerbem bereitet man surf) no* einen guten »ranbmein auS ifjnen. 3u 
©(t)Iel;ennjcin taugen fte, »peil fte weniger ^erb alö bie gemeinen Scftlebeu finb , 
tiictit 

®aS ^olj ift fd>n(f ig unb njirb bem ^flattmcn^olje »orge^ogen tinb ju «Itcfj 
(;flnb Srec^öler ; unb 3:ifct)lerarbciren bcnujt. 

9}?an t)erRic()rt biefen «aum buidj ©amen unb Sffiarielbrut, Sludjj fann matt 
t^n auf anbere Pflaumen propfcn unb ofuliren. 

Scr Same mirb mie ber oon ber SSJfabalebf irfd^e in bie ßrbe gelegt, 3m brit* 
ten ^)erb(^ werben bic iungen ^flanjen i guß weit tserfe^*. @ie bleiben bann fo 
lange (teilen, biö fte iufammen wait)fen; alööann WJerben fte, wenn man fte ents 
Weber uerebeln , ober große ©tammc auö tljncn iieljcn will, nocljmal jwei gug weit 
ßug einanbcr gcfejt. 

Sic liefen einen trocfcnen SBoben unb eine freie Sage, Sie balbige SSefmc^s 
tung bef6rbert man noc^ burc^ baö Slbwerfen ber ©ipfcl. 

Sliißer bem oben angezeigten Orte fanb id^ bie Äricd;e ncd) in einer X>erfe l;in<; 
.ter .bejn (öct)oppergl>of bei «nurnberg, 

(Jtlldmng tev bie Stxkdjt \jor<lcl(ent)en Supfertafel 

Tab. LXV. 

a. ©in SSliitenzweig t)om iot«ng)?ai 1799 mit entfalteten SSlumen, 

b. Ser Äeld) in naturliclKr (Ür6ß^ 

c. d. gSergroßerte ©taubaefäße »on jweiertei Seiten, 
e. f. eben biefelbe in natiirli^ier ©roßc. 

'g X)ev anfgefi^nittcncÄeld) mit be« barauf fi^enben ©taubgefcßc« unb bem <Simh 

wege in nati*irlidjer @r6ße, 
h. Ser ©taubweg üergrbßert. 

A. ei« fleiner ^weig mit einer reifen gru#t »om 9ten Oftob, 1799» 

B. Sie grud&t jur J^alfte get^^eiU, 

C. Sie «Ruß. 

p. Sie l)albe ütuß mit bem fcarin beftnbHd&en Äern. 
^E. Ser t)on feinem ^äntctjeu entblößte ^ern. 
* 3»ei Stufen, bie fi^ am §8latt(liel bcftnbcn, 



XXXII» 



— 1»«-^— - 

XXXir. %bHnbinn^ 

£au6'' ober Slattetbdume* 



cid)e. v^ülfct)e^ülj. S:^i'(|lC>orn. 3n)iefelborii. ^Icffcbufct). ^olfl. 

Perfoon. p. 173. n. 172. i. Jlex aquifoliiim. Willdenovv. T. I. P- II. p.707. n. r. 
Jlex äquifolium. 93fd)(lcin. 55. HI. ®. 316. Nro. i. Die cjcmeiiic ©tfcbpalme, 
0. 58uviiißt)orf. ZI). II. @. 118. Nro. 249. Jlex äquifolium. Die genuine Jpülfe, 
granj. Le Houx des Bois. The common HüUy. 

Sjeon biffeni 93fliim, bcv in Snfan, SJirginicn, im fMbtictjcn ©uiopa unb in »er* 
fdjicöcncn Piegfiiben Seiitfcftlantö 3. 33. in ithöringen, tüitb n»acl>feiiö aiu 
geti'offeu »Diit», gibt eö md) üßilbcnn» folgen&c iJIbdiibci-uiigen: 

I) j. heterophylla, Me Berfdnebfnblatterige ^lUfC/ mit gejdfinten (lac^Ii^teii unfi gmtje» 
S((!tterii. 

a) J cramfniia, bie Mfbl ittmje ^lü'te, mit tU'mti, Mcfetn, flUldjfömig gefdgten Ölilttetiv 
bereu giiftiu [ause 'öoiueH hiifcn. 

3) ]. recurva, bie iimgebonene jjitlfe , mit fd»mäletn unb äwrötsel'oaenen tBIättetn. 

4) j. fcrox, bie taufte i^ülfe, mit «uf bec Dberflätfte unb am Sionbe Hatten 3)otnen unb 

txiuiüärn ^Slumfu tu ^eH 'Sluttwiuteln. 
V. 5Jur9«botf« 39dl)Ä:fe njflbtfdjcinli* feine anbete «1« biefc. ©tUbenow fuft eon biefet 
gibutt fleine ©ttdn*» , an lueldjen «Be ':8lattii(infel »cn bet ©piß« bt6 ©tummefi m 
jut aSJurjel bicbt nnt Sltmien bffejt roaren. S}Of\>e in (einem bot. S4f*eiib iSco fubrt 
etiif n febr (taifen Äöffenbaum an , bet (ta*eOi)fe öfiittet ivie Lauras nobilis patte un9 
tu ber ®r«ffd)ait [R«»cngbeti gefunben niurbe. 

®altt)cr a. a. £). t^cilt bic Slbanbctungen bet ^»u'fe auf fol^enbe SJrt ein : 
A. sOJit einfarbigen gtflneu «lättetn. B. mit ftfedcfiaen «('Utern. 

a ©Ifltte, grüne £iü(fe J. aquit. giabmm. a. ©ftneine ftadjlKfce ijulfe iirft 
Welt. Smooth-leaved HoUy. Hanb.I. aig. aa. H)fipae(ltetftfm «aube 

bb. gclbjeiltfiftem Siaube 
cc. gelboePfftcm iaube 

b. (gelblecrige, stfine ^»filfe- J- ^V"f- ^^<=- ^- ©'""l ^-^I^' ""i' u 

ciflavum. Weft. Yellow - beriied Holly. aa. weifia«(lret^tem «anb« 
Hanb. I. 218, flelbjeflreltt.m 2iub« 

cc. gelbgeflerftem «ante 

c. SSucfedblättertje/ grüne ftAIfe. J. a<n>if. c ®(tniafi)I,<neri«e§ü(fe mit 
&iiis parvis, interdum vix fpinofis. Weft. aa. gei^reiftfm «.lllbe 

Eox-ieaved HoUy. bb. mil(f)fatbigem 2«ube j «,ä„, 

II. IbeiU ^ ®'""* 



MO 




d. Oelbbefttftf .^Ife, gefUft. 

e. Äiipferfurtiflc jjitlfc. 



h. 3fle!I)iilfe. 



e. (Rrüiie ijiilfe mit f*m«Iftt flfWat«« ^Iät= 

tcril. Jlex iquit. fei rilornif. Weft Sawod 
leav'cd Holly. Hanb. I. 218. 



aa. mit iDct^cm ^anbe 
bb. mit aelbem ffiaiiüe 
cc. mit tDttSeii Sk'cten 
dd. mit gelben Slettf" 



i. ^t\ie mit aef*miiiften f*fl(f igen 33l(ittetn. 



2Mc 95(nte foinnit im Wal unb Sfuniug tti Ifleinen Bufd^cln, xx>elche aus ^,6, 
nnö mcbtrccn S^wittec— ööer «itd> bloß mSnnltd^cn ÄUtmcn bc(fct)cn, in öcn 
Wint'eln öcc £«lßttp»; jum Vocfd^ctn. Sic n?eife 58iunie ift flad) einblatrfiig, 
»ittthPtliq unb bei uineini Crreniplar »rcnigllcnes , unten, v&tl)iic6. Sei' >stjinb)}C5 
fflßc fiiib »ler, iiimeilen aucl) fünf, mit bla^^elben (Staubbentclu '*} ; bcr cstaubs 
»ti,eg i(i 9 i'in, runblicb, i?l)nc ©liifcl , mit Diev (lumpfeti Starben. Set Äekt) 1(1 
fifin, oicvfnd) eingcfct)nitten unö bleibend. 

• Sic 55vnff)t ift eine nmblicbe 93ecre, bie anfangt gnni, baiin votf) unb im 
jtvcitcn 3>ii;r n|t reif luivo 9)Ian trift babev auf einem Sßaum iMnten , ginne 
unC» leifc §i ud)tc gletcber Seit an. Scjtcre l)aben einen UHan'.;enebmcn, fngli- 
d;icii ®efct)maE, »iev baite, gelbbraune, ldnglid)e nnb ciroaö gefui*te (S.micn. 

Sie 83latter (tnb fitu nnb Icbevartig, auf beiben ©citen glatt, eiförmig, am 
Kanöc vDCÜcnfdcmig gebogen, groß gcjSbnt unö ieöei: 3fabii mit einem frct^ 
fm e'tad^el «ccjcbcn. ©ie fallen im 2ßintcr ntcl)t nb miD itcbcn it)ed)fcl6ircife 
auf ben jäbe»», biegfamen unb glatten 35ie dnj^ci'C 3tinbc bei iungc« 

^»feige ift grün, bie unter ibv licgcnbe blafgelb, bcibe oon unangenehme» &ei 
ruci); bie SRinDc ber 2le(lc unb bcö ütammeß grau mit »eij5grauen gledfen. 

Sie Jfnilfc erreicbt olß ©trauet eine ^&()e öon 15— sogug; nad) ©lebitfe^ 
imb 'üicct)|icin finoet man aber aud) 9iaunie, bereu ©tamm 20—30 guf5 bpc& 
»ivb. (El- wAcl)|l gern in >^^cten, @ebüfd)en unb fc^attigen ^LBälbcrn, bmä) meh 
(t)c er gei'cftujt mirb. fjn einer gani freien ©egcnb tummt er nict?t gut fort unb 
leibet inic() buict) (Irenge Sßinter. ©eineß fcft&ncu 2(nfebcnö megen foTlte man il)« 
l;miftgcr alö eß bieber gcfdjebcn i(!, in H!u(tgdrten unb i'ufircalber ain^flanien. 

3u Sinfaflitngen in ber 5]äl)e ber 5BaIbungen taugt er nid)t wobl, weil bic 
W.Iben ©itiDcme leid)t burcl)bretben, unb baß jartc Saub unb bic SSIdtterfnofpcn 
Bi>n ©ct)afen unb bem SRotl)milb)>rct gefreffen rocrbcn, lüoburd) alöbann eine foldje 
^fdinjuug ein fd)'ccl)te£i SInfeben befpmmt. J^at man aber biefe Uebel nictjt ju bes 
ftird)ten, fo belohnt eine folc^e (Jinfafliing bur^) ibi<" f4)6ncn 2(nblit ben ^flanjer 
yeic^licl) für feine SWi'ihe. 

SiJ§ ^)olj i(I febr fefl, jabe unb fd)mcr; bei alten ©tdmmen braunaberig unb 
gelbmeiglid) nnb Iaf5t ftd) wenn eS frifd) ifi, beffer al6 trocfen bearbeiten. Sifctjs 
ler uuD Sret^öler ucrfntige« barauö «Uevlei SBevfjeuge, ®riffe, ©tielC/ Äloben, 
, Stollen, 



*) 9k* f Ott <tnb Me etnubbeutel ti>«)tt*, 



XXXII. $(60öttbIuiT9. c^ßon bei; ^ülfi: 



Stoßf £(Jb(!We, S?hUer jum Sl&aif^en b« ©c^etrraeflTer ic. 3(uc^ wirb eö fcbroari 
gcbeiiet unb jum atuölegeii gcbiaucOt, 

3IuS ber «Rinbe nta*t man einen fc&r guten «Bogeßeim, beffen «öcrfertiauna 
«cj> l)ier nd* Evelyn's s8orfc^)rift Angeben »iU: 

"35ie SRinbe wirb um So&önni^ abgefdixStt^ in einen mit SiunncnirftlTcr ges 
fnllten Zopf gcmpifen, itnb etwa 12 ©tiinben lang gefocf)t, binnen mld)(r 3eit 
ftd) bie »reiße unb gnine SRinbe abf^fet. 2)ann wirb bad «IBafTer abgegoflcn, beibe 
Sflinben »on einonber abgcfcnbert, unb bie gri^ie 3tinbe in einen falten Äeller ober 
©eirolbe auf ben Sieben gelegt, unb ikmüd) bif mit fiifcl?cm, faftigcn Unfiaiit 
bebcft. SBcnn fic bier^ebn liage fo gelegen 4;at unb o&Uig @d)lcim gemorbeir 
ifi, wirb fie in einem (?eincrnen fDUufer (0 lange ge|loßen, biß ein ^äber Seig 
barauß \mii, welcher aber fo fein fein muß, baf5 man nic^jt baö geringfle ©tdfcben 
JRtnbe mehr barrunen roabmimmt. SJIebann wirb fic in immer frifd) aiifgegofles 
nem SSiiffer fo lange mit gleiß gewafdjen, big man eine ganj reine 9:»?a(fe eibillt» 
Diefe wirb in ein irbeneö @efaß getban, worin fte 4- - 2rtge gabren unb inimits 
telft aller anfllogenbe Unratb obgcfdjänmt werben muß. fficnn feiner mehr er; 
fcbeint, wirb fie in ein frifcbeö irCcneö @cfdß getban, au6 weld)em man bernac^ 
iebeemal jnra ®ebraud) eine beliebige Öuantitdr beraub nimmt, cinSrittel 30aH: 
tmßSl bajn fejt, beibeß in einem irbenen Zopf über einem mäßigen gener gut bur^ 
einanber n'ibrt, biß eö. fid) t)6Uig tjermifdbt bat, worauf man ed, biö eö erfaltet, 
bcftdnbig umröbren muß. Sann i(i ber ;ßogelleim fertig. 

2>ömit er aber bei (Trengem grofle, wie oft gefd)icbt, an ben SRut^en ttie()t 
gefriere; fo pflegt man ju ber ßompofition ben »ierten 2bfil fo üiel @tein5l ^itiju 
ju tbun , al6 man SUnßp'l genommen bat." 

Sie getrofneten unb pulöerifivten 95Idtter babcn einen (»rjneilid)cn giu^en, 
2l(g Sbee gctrnnten, feilen fie bem *inefi(cl)cn im ©efdjmaf nalje fommen, an 
©irfung aber ibn ubcvtreffcn. 

£)ie aSeeren, bie man aud) »or einiger Seit in öffentlichen S3l<Jttern al« eiM 
ffdbfffö 5}fittel gegen ben ©teiiifdjmerjen röbint«/ biencn t)erf4)iebenen SBbgcln, 
»orjflglic^ ben Surteltauben, ^ur SWabrung. 

Wlaix pflanjt biefe v^oljart am beflen bunt) ©amen fort. Diefer wirb in ein 
6kfdß mit ®affer gefrf)örtet unb in eine warme @tube biet jur ©ifbrung ^efitüt, 
J^icrauf werben fie mit ben .^änben gerieben unb »on bem gleifcbe abgefonbert *). 
Sie fd)weren tüchtigen .fterne wdblt man jum ©amen, ben man ein^elu in bie Bors 
berfejl getretene, immer frifd) gebaltene unb im ©djatten (tebenBe, Crbe legt, 
unb ibn einen balben ^e« bocb loefer bebeft. Qv liegt wcnigftenö jwei 3abre, ebe 
er aufgebt. Sie iungen i^Dfldnjdjen bebt man, wenn fie aweiidbrig fmb, im 2lu« 
ouft t)orfid)tig auä unb fe^t fie in bie »aumfcbule in fdjattigen SSoben 6 ^oll weit 
fluä einanber'unb laßt jie bafclbft no* 1-2 ^tttbre j!eben, alßbann exfi fommen 
fic öu ben Drt tbrer SSeltimmung auf einen fc^iwarien re*t fru^tbare« »oben. 

2)if 



*) 3(uf bUfe m fun« m«n au* «nlifre SSeerrn; He mtn mifim K\ü, tebunteln. 



XXXII. m^mmns. ^on bet 



T>ie fdiiffrid&f «ßcrmeOntng 9ffc{)ic{)t burcfeä SlOfcgcn ber untern Smeig«. ©ie 
farbigen Spielarten werben auf bie iunge ©tammart, welche in bcr 93aumfd)u[c . 
flbcr erfl einige ^aljxt geftanbeti nnb gut angewurzelt fein muß, otulirt. SRac^ 
jwei 3«^«n «»erben bie ofulirten ©taninid^eu im Slugufl oerfeit. 3« einem ^b^erti 
SKter üertragcn fte baß SJcrpflan^en ni(^t gerne. 

3h nnferer ©egcnb trift man beu 95nuf« ()in unb »Bieber in ©arten in Äubel 
gefejt, an. Sev^aum im ailtborfer büianifcf)en ©arten ift mit ber Ärone übet 
6^uß bod), ber ©ramm etwa 4 ^oU im 55urd)nic(fer. Slußer biefcm fiub noc^ 
toafelbjl jwei Heinere 58dumct)cn, bie ebenfnllö in Äubeln fielen, unb fo wie bcr 
flrcge/ im aßinter in baö ®eiväcl;6l;aue femmen, 

Srfldruns kr ^upfertafel/ auf ml^tt Die 

Tab. LXVI. 

a. Hin 95Ifitftijweig mit tmigen unb eoUfornmen ÄUggettjad^fetien S8IitUtli| Qts 
fdjfolTenen unb offenen Jölumen. SÖom laten 3«niuö 1799» 

b. Sine flbgefonbertc 58(ume oon oben an ju fe^en, 

c. Gine anbere t»on unten. 

d. Scr Mä) (ibgefonbert. 

e. Ser ©taubroeg mit ben 4 ^erumft^enben ©taubgefaßett, 

f. Gin obgefonberteö ©iaubgefag in natürlicher ®r6ße« 

g. Sin flnbcreö etrcoö eergvbgert, 

A. Sine reife grudjt »cm 12 3un. 1799, 

B. ©iefelbe iur .^nlfte quer 9ett)eilt» 

C. gin ©amentern. 

i.) ein SSfatt »on ber ©uielart mit gelbfn tmb rotf) eingefaßten Äantett. J)iefe 
©pielart ftebt febr fdbon auö, befonberö, menn fte junge 23lätter bat, bie auf 
ber glaclje in b«i- 'SHütt fc^&u glanienb votb, am SRanbe aber gelb eingei 



XXXIII. 



113 

XXXIII. 5(5Mnb(uu3. 

Ut tt)t(t)cu 



Ulme. "jJBcifje Su'iRer. ^tfenbaum. ^afiilme. JItegenbnuin. 

Perfoon. p. 278. n. 31Ö. I. Uhmis campeftris. Willdenow. Tom. I. P. ir.- 
p. 1324. 505. n. u Ulmus campeftris, Sßcc^flein If). III. ®. 415. n. 
I. Sie glatte Ulme. ». 55ur(jöfcoi-f anl. 2^. 2. 6. 268. SRr. 024. r. 
Sie glattrinbige Ulme. ü. £)eU)ofen SIbbilbuiig ber luilbeii OJaume, ©tflu» 
ben Jc. Xt). 2. ©. 3a. 2af. XVIII. utib XIX. granj. L'Ome lauvage. 
Sngl. The common Elm. 

<^^a feit ber grfc^cinutig beb erfTen 2166i!bim9 ttnb 55efd}rcibiiitg bet Sell>ti5» 
<""^-^ \}ct in bem oben an9efuf)rfen 2^eil biefcö 2Bertö bte Üluftcravten ((enauer 
lititetfuc(}t unb be|ltmmf , unb dbet!)aapf nod) anbete €tfa()tun9en 9emad)t mt= 
ben, t»elc()e auf biefc ^aimtarfen SSejug ^abcn: fo müen Kit I;ier nidjt nur 
tm genaue Sibbilbung/ fonbern aud) eine etKa€ ooßfiaiibigerc Sbefcbteibung 
t»jfel&en nad;[iefern, u6rigenö unä aber auf bic füjon angeführte VI. ^b^anb» 
litng teä S^ettn dni öcl^afen bejtel;en. 

Siefe Sinflet tt>dc()fl in ganj (Europa, «nb toitb aud) in bem fublid)en 9Zu^. 
laub unb in <13erften / in ©entfd)(aub, inßbefonbete in Zf)äm3en, ber 2ßet(erau/ 
in granfen unb Bielen anbern Orten angetroffen, ©ic erreid}t eine anfe^n(ic()c 
Sicfe unb eine ^ii5f;e eon 60 biö 70 gug unb i^>re a3olltommen(;eit in 80 Salären. 

©er ©famnt i(l gerabe, feine alte SJinbe ifi 6raun, aufgcjiflTen unb trdcftig, 
on alten groeigen bunfel fc^marjbraun / feinriffig, an lungerrfglatt unb bunfeU 
traun. Sie iimgcn Ztkbe finb griln unb ^arig. 

II. Zt)Hl _ ß ®ie 



114^. XXXIII. 2i65anb(ung. Q3on bec Selbvüjlet. 

batübet breit, {uty etm a Linien lang, gcfticlf, eiförmig, am(5nuiC)cfd)tcf 
im& imgldd)/ oben lang jugcfpiit, öoppelf gefügt, rau^ itnb ftetf/ nuf 
bet £>6ecflnd)c bunlel^tu«, auf bei untern btaggtön mit erratenen slfcern/ in 
beren 5ffiinfcl tiein« ^aai'Wfdjcl fle^jen. 

6ie blutet im s9?arj unb 2lpril,. e^e bie Klafter ^ecborbcec^en. Sie Sgr«. 
wen crfc^eincn in bid)ten, runben anfi^enben Äopfen; bic Ätone fe^if, bet 
Äclcö ift oben voti), unten grün, fünfmal gcfetbt unb umgiOf fünf, fet)C oft 
obcc (Kit) fec^^ rot^e fange g^en mit rotten ©fontbcuttln; bec gtunc gvudjf- 
fnofen f)at jwei t6tl)lid}e ^aatige ©rifel. 

©ic 5^"9eIfruc^)t i(T i 3oH unt> ' Sott long, lan9ltd)tunb/ gfaff, 
mi bcr ©pige mit einem (Sinfdjnitt oerfc^n , bcffen ©pi^en fcfecvenfiJrmig iibet 
(inanbet itegen; bec glügel iji blog coftbcduniid^/ geabert, unb unigiüt cing^« 
um ben ro(]favbigen ©amen, bet ju €nbe bei 3)iai unb SJnfang bcö ^uniuß 
teif roitb, unb leidjt abfallt. 

©ie Selfcti5fJ«r i(t ein fef)r nujSaret 55aum. ©aö ^)oIj i(I weif gelblich, 
f)avt unb grobaberig. Sinket bem, maö ^crc pon £)ci[)afen »cn if)m anfu()tt, 
bient eö ttod) ju ?J;,'en, 5)IdI)lrabctn , bcfonbetö oberfä)ldcf)tiger SKu^lcn, Weil 
fic^ nid)t fo leMjt roinft, ju©iotfen|?u^Ien/ Äeitcrn, iprcffen, SCBagen, Settern/ 
geigen unb ü^aben. 2ßegen feinet mofcrigen ^ffiutjel wirb e^ pon ben ©d)tei« 
nern gebraud)t, unb bie baüon oerfertigtcn ^auögetdf[)e foflen ntd)t !eid;t Pom 
SBJittm angegriffen werben. 2l&w«d)felnbie 2ßd(|e unb £ro(f«iiö ertragt eß unter 
aüen ^joljarfen am Idngften. ®nffer i|t eß beina()e unüerroeölid}, ba^cc 
ei> aud) SU (Edjiffcn unb SBe^ten mit aSorti)eil aiigewenbtt wirb, ©djwellen t>on 
Kufiern^olj foUcn nod) langer bauern olö eid)cne. SUlfJ SBtenn&olj ift csS , bot- 
juglid) in MfidiS auf bie i?oi)len uiil) '!(>ouafd)e , nod) bem £td)cn|)olj t)pr$Hjiei)en. 
3^0(1^ be^ j£)erriBs g,of(tmci|Jer^ fymvQ 2Jerfu<i;en wieget ber ^ub\$fv$ 3iuftevn()oli 
Pom ©tamme, nag — — • öa tfe. £ofl), 
trocEen — — 36 Ife. 14 Jot^/ 
Snj1ppe(f)orj, trocfcn — — 716 Hb. as £ot^. 
2Qad) ben,9ScrfuG^en be^ 55au«flt^ .^8l'jfd>e oicr wiegt berÄufciffug trorfen 40 ib. 
niib nad) ^)cnnert nag 51; tfe. 14 ieiti), ttoden 44 tK. 31 Sotf) 64 (Jjr. 

©ie innere 3fmbc ()at. oqu^iüdje» Sßugen- 2lud) tDiinte fie uberl^aupt, ba 
pe eine bicfe, fiiWeimige 'Sru^c Qibt, bic für fid) taß welkue 3eug bloß orfcr^ 
getb fdrbt, jur gdcberci benujt werben, ©er ©d)lcim, ben man auß ber iun. 
gen [Tiinte er()dlt, wenn man fie im SeßalJet abreibt, ift ein ^eilfameö ifttanb. 

mittel. 



ttAtkl SM« tiiinbt m» J»wuijia« V\i trftfigiof^riftfn Baumen foim fo gut nrfe 
Gicl)cmftnbe jur ßo^c kmijt werben. 3" 3^orn)egen mtb fie Don tcii Baumen 
ßefd)dlt, gettofnet/ ju ^ipuleet jerfteben unb mit COie()l wrratfc()t/ ju ^teb 
fitbaäen, \»el(i)ei einen on9ene()nien ©efc^maC ^aben foU. 

^et &ame tvtrb von ben ^iSnerR unb anberm @ef1u()el juc pfeife aufge^ 
fuc^e, unb bie ^Idttet oon @cf;oaffn unb ^itQen. JDen geibentaupen follen 
We Slürtet elxnfafl^ ju ehier guten IKa^yrung bienen. Sic Ijoben bic (Ei9enfd)flff/ 
tag (le ftd) batb nac^ tem (ansfien Xag ganj unite()ren uub bie untere ^ite auf, 
navtß vierten, ©ie bienen bann bem Scinbmanne ^wtfTtrmafen juni S(akvit«t, 
jbtt if>Hen anzeigt, ba^bie Sdge n^iebcr aiifa»<)en {ur^r ju wetbcn. 

llcbKigeti^ benujt man bie S^'^fiifier noc^ {u Meen unb {on^en. 
(Ecfeloflljelj giebt fie alle 20 3fl^e ©wngenf^olj biö in ta6 Dietjigpe ^a^. 
3w iJji'fin Sßac|)«irl)»im ()at ft« Üit()t uni) 3^£ijf)ru«9 udr&ig. ®ie (lff;f ballet 
am licbpen ouf feudjtcni/ milbeni/ n«(;t^afti'm SSoben/ mebrigeu/ fcuoi^tbaren 
Sluen/ SBeibepidl^cn/ SBiefcmdHbetU/ unb uuf n(i^r(>aftein SSalbbobe» bet^ot- 
unb 9)?ittclgebirgc. 3n foldjeni ^oben bringt bie s})fiii)ln)urjcl ijftertf fe^t titf 
ein unb bie @eiten»x>urjeln breiten fid) 6 — 10 gu§ tt>flt aui. Xndenetf 
faxtet unb magerer S>ob(n hingegen i(! i^r nittt {utrdglid;/ unb auf €anb ffirbt 
f e bfllb 06. ©ie gcttpflaniung biefe^ nujbaren 55auui* Qe(dnef)t am leid)tcf?eii 
unb bellen burc^ «Samen. SJei ber Smfammlung beffelbcn iff ifbodj Stufntcrf« 
famfeit unb 23ovnd}t n6t\)\d. ®obalb bie gliigel bcö ©ameii^ anfangen gcl^ 
JU werben; muß man it)n fall tdglid) untetrud)en. Jjiat er baß ^Sdfferigc bec« 
\o[)Utt unb i(l er bagcgen mehlig geroorben, fo t(l er tauglid), unb man batf nun 
mit bem (Stnfammcln nid)t Idngcr jaubern, ba ti« turj anbaltcnber 2Binb ii)n 
leidjt öbroerfcn/ jcrllreuen unb bio aanje ^lernte auf ein ^<il)t üereiteln fann. 
S^at man ben «Samen Iccfcr in @afc gefdjiltfelt unb gluflid) eingebrad^f/ fo 
barf man i^n ia nidjt in benfelben freien lalfen, fonbern fo bunn altf mJglic^ auf 
einen ^oben au^einanber flrcuen unb tjieije()n Sage ^inbutd) tä^Ud) jwetmal 
unter einanber werfen unb wieber au^bceiteu/ bamit bie geud;tigfei( ü^Uig au^« 
bünllet unb er ge^frig trotfen wirb. 3(? biefeö 9cfc()e()en, fo fann er an einem 
trofncn Orte toter unb fünf 3a^re lang aufgehoben werben, o^ne bag er ecrbirbf. 
Gr fann ju breierlei Sa^rösctten auögefdef werben, gntweber fogfei*, wenn 
ber ©ame reif i|l, ober mt .^erbfl ober im ^tü1)iaf)t<. Sic crflc 3eit i(l mi)l 
bie naturlic^fie unb befte/ weil ber 6ame no^ in biefem 3a6r aufge()t unb einen 
(>alben gug (joc^ wirb. SJion wd^Iet feinen ju HatUn, fonbern lieber milbcn 

£1 a Sbobenr 



n€ XXXIII. Slb^attblung. QSon ber ge(t)ruf!m 



SSoben, unb eine fc^offtge Soge, graßt bic Stbe um, <ti« pe »{eber etmß fc(l 
tinö ftreuet ben (Soamen -iiiit ben ^Iilgeln in tie in ben 5)oben gemadjten Dünnen/ 
bebcft it)n einen aSierteldjcD lyod) mit locfcrcr (£rbe unb begte§( i^n. ^el)lt 
nld)t an SBdcme, geuct)tigfeif unb gutem -Sßoben, fo cmit^en bie ^Pflanjen in 
fcrei unb \>in 3a()ven fcl)on eine S^iSlye oon öiinb 7 guß. ©ic ^pfjanjen *erfejt 
man om t)ori^cil()ofte({en im ^)erb|?. 

©ic €cfo^tung jcigf / ba§ bie SelbvdjTet me^r bie ©ommer« SBttifet» 
feite cincö ^ergeö liebt, unb bög man olfo beim SSer)3;Panjett md) biefem Um» 
Oanbe ftd) ju tid^ten Ijabe. 

Sie Udjctf njoretn bie SBurjel fermmcn foff, mdfen btei ^ug tief unb 
^t»cit iemd)t/ bann roiebcr mit lodern €rbe jugetüorfen/ batauf baö ©tamm« 
^en gefcjt unb iiiefe bann um bolTelbc ctmö erl)dt)t werben. SOBie «jcif btc 
iungen ^dume eon eiiianbet (te^en folle«/ giebt bet gwef an, ben man bei 
iet ajet^panjung ^at. 

SKan fann bie gelbrupei' out^ bur^ tJlbtegcr unb SButjelbruf eecmc^ren: 
olfeln btc oben angegebene 21« i(} tiefer h:eit »orjujieljen. 33on ben oielen 5fer6» 
t{)ieren, bie bie gelbrüp<r 6el)erberget/ fagc id) ntdjtö/ bo bie meinen i^rtüeifet 
feinen @d)aben bringen, öuögenommen ätpei Birten eon SBlattldufen, »on »eichen 
bie eine bie Ulmenblattlauö CApliis foüorum Ulmi. Degeer.) unb bie onbete 
tie UlniengaQenlauö (Aphis Gallanim Ulmi. Degeer.) genannt Wirb. 

Setie f)dlf pc^ auf ber tlnterfcitc bcf Sldfter, welcfje pd) burd; ben ©fi^ 
unb baö Saugen ber SSIattläufe umroüai unb runjiid) njerben, in SKcnge auf; 
biefe aber lebt in einem blofenal)nlid)cn 63ct)dufe, baö befwnbtg auf ber £)beu 
pdd)e ber SSldfter pc^ bepnbet unb üon ber ©roße einer .Tpafeliiug biß iur ©ri5ge 
cineö ^luneteieö wirb unb iibenfaßö burd) baß Saugen unb ©tecöen feineö ^e» 
tvo()nerö entpcf)t. 

©ie lllmenbraftlau^ ip in i^rec '3»^enh ungepugelt, grougrün ober gtün« 
gelb; auögcß)od;fen aber fdjwarj unb mit Dier glügeln 4inb SBarjen öwf bem 
SU'icfen, alle aber mit einer weipen ober perlcngrauer SBoQe bebeft. 

5Me Ulmengalfenlauö iP beif borigcn •tV^)r äf)nM), unb öteHetc^f finb beibe 
eine unb bicfclbe Qlrt, foenigpenö giebt gabriciuö nur eine 21rt an, unb faraft«= 
.rip'rt peisurd) ben fap walsenfotmigen, ropfajbigcn) mit einer weißen 3BoIIc 
bebeftcii Äcrper unb btc unbeutlid)en .^ctner. 2Rac^ ©egeer aber wdrc bie Ul> 
. nicugaUtnlauö «nge()Drnt unb o{)ne SBar^en. 2)iejf/ fo wie iene, ^abcn iebe eine 
befonbete etammutter, bie ,p($ burd) if)rc ©roge tor allen au^5eid;net. Sie 
«ueacivnd;fenen S^lattldufe bnnäen (ebenblae '^^m^e jur SSelt. ©ie laP'en einen 

&arjige», 



XXXIII. ^bl)M\m. qjßn bcr ScförufTer. 117 



^arsigfti, tUhtmn mb burc^ftc^tigen @af( t>on (tc^, ber im ^)er6(Te frocfcn imb 
ju einer 3Irt ©ummi tvirb/ baö man i>ieü(id)t bcnti^cn ftJnnte. 

23on bet gclbruf?er fanb ic^ bie auf bei- LXVIH. Jafcl abgcbifbefe 3i6inbe» 
rung, bie fic^ tjoii bet eben befcfcriebenen in folgenben ®tucEen unterfdjeibef : 

Sie Glättet (inb fleinet, am ©runbe fd)md(eir; bie gdben bei- ©taubgefdgc 
tveig unb langer; bcr Äclrf) grüner; bie glugelfnicijü um ein Srift[)eil Heiner. 

@ic (ie()C in ^kfigec ©egenb au^en t)or bcr ©tabt beim 8oufert(;ot iicben 
me^vern rnibecn t>on bet eben befd^riebenen Slot. 

^rflarung ^upfntafth auf mld^it Sel^ruflei* 

Tab. LXVII. 

a. (Sin SSriltensweig eom 15. 5Äai 1800. 

b. Ser abgcfenbcrte Äeldj mit bcn 6 Staubgefdgen «nb bcm ©(«u^wea« in mt 

©rdge. 

A. S'ht 3roeig mtf 55(d(tes:n unb reifen giugelfrut^tcn., 

B. ©er ©ame. 

C. ©er (Same *on feiner S^nüe cntblogf. 

Tab. LXVIII. 

.a. (Sin Slfifcnjttjeig eom is.SIJai igoo. 

i. ein abgefonberter 5?elcf) mit ben 53efrucf)fungö»erfjeugen in nflt. ©rSge. 

c. ©crfelbe bergr^gert. 

d. ©n aufge("c(}nittener Äeic^ in na(. &tS§e mit ben S5efruct)WngöWirfje«|en. 

e. ©er aufgc|lj)nittfne ^Xdd) befonber^ 

f. (£itt a^gefonbertfiS ©taubgefdf. 

g. ©afrt'"'^ '"■'^ anbern Seite, 

h. i. SSfibe öergrugett. 

k. ©er ©faubweg uergrogetf, 

A. (Sin Sroeig mit SBldttern unb reifen S(ügclfri4($(e«. 

B. (Sin (feame abgefonbert. 

C. ©n pcn feiner S^Me enfWogtcr ©cme. 



XXXIV. 



gaut^ ot>er 35Utterbd«nte* 



Ulme. 



Perfooii. p. 278. n. 3i(y. 1. SJItimMf. Ulmu« cffiife- WUIieflOW. «pes, pl. 
Tqih.I. P. II. p. 1325. n 3. Ulmvis elFiifa. £)U Sioi .^artfefdje ^auw« 
jud)t/ i.3iup. a. p. 505. Ulmus hollandica, 95orfl)auffn S^ant>b. tet 
goi-potöttit IC. Ulmus racemofa. SÄiUcr. Ulmus glaJjia. Pallas. UI« 
n-iUs laevis, graiij. L'Orme. (^ngl. Dutch Elm, 



SSflfcrlanb tiefet S^ufler fttib bie me^rflen Unhet ftcn (Surcpfl. S« 



•"^►^ ©eutfcl)lonb tt)dd)(l fte t|)eilö in SBdlbern, tf)ctlö on Jaunen/ romentlid) 
om sjRain bei bet £)drin9et ^)cibe, bei ?>erlin, in S^axbte, in granfcn unb nie^» 
tcrn anbetn Orten, ©ie c«cid)t bie S^6t)e bcr vor^)el:ge^)^;ubcn 21«. 

©ie Diinbc beö «Starameö i(l afAgtau, aufgeriftcn, bod) nidif fo fief, ü\S 
iei Ulmus nemoralis, auf bcn St{)abcn^)eitcn meifJcnö glott unb f{ad); eUn fo 
bie bicfen Sleflc, tt)elc^e ougerbe.m nod) üiele SJtnbenfdjuppcn i)ai>en; bie 3>»f'Ö« 
finb grflufid? roi^braun; bie ^^lutenjweigc im ^tüt)iai)t glatt unb {)e(Inugbvaun/ 
mit tdt^(id)Kei§en ettva^ erhabenen ipunften t>erfe^cn/ unb (Te^en in tvenigec 
fpigigen SBinfeln aH Ulmus nemoralis. 

Sie 93ldttct flehen an ben Cnbcn beit S^f'S« gcbrdngt beifammen , tt>ec^« 
felöweife, furjgenielt/ eiförmig/ brei Soll lang, anbert^alb ^t>ü breit, öic 
eine Seite gegen ben Stiel fc^mal juUufcnö/ an großen Slattern 
um 4 — s Äinien hu-jer «le 6ic anberc/ welche treisformtg julatift/ 
ober faft geob« ifl; »crne i<^t jugefpijt; 6er J\an6 boppclt gejagt} 
fluf bcr öberfldc^c bunfelgtiSti unb gidnienb/ »ung «(«vo^ U^citt/ unten ^eße« 
wnb rurj te^aw. 



XXXIV. m^an\>in n $ 



Hillen 




,!5>te 



XXXIV. 5(bf)ant)(un9. QSon '^raubenrufler. ii^ 



©re STuraen- erftfieinew 9e»i^)TiR<Ö hn u«l> ^y>tH, m5(Ä 4e We 
ttt fcniraeti; an ten Seiten bec gmeige in cinfact^cn, fitjcnöcu iDolöctt/ 
an ücrb^ltniemaßig langen, ö&uwn, fabcnf'Jwnig^n öticlon; bcc 
Äcld) ifl (5tun/ obea rot^/ ober aiic^ ganj bwiincof^, u«b ewtbalt ^ (fo oicl 
fanb jc() an bem oon mir unrerfiic^ten 5)aum/) nac^ Sgorf Raufen 6, fcbf jflfcu 
S Sranbgcföjije / bereu gdben iveig unb beten Staubbeutel blaOtotf), nac^ 
?iorf Raufen weiß (»«b^ber ©tautweg Hl 9«un, mit a grünen, bet;arfcn, oben 
etroa^ vocbiic^cn (öi'ijfcfn, 

©ic giu9clfrud)t ifl faum einen ^(6<tt B»^ fang, clliptifc^ eivunb, «m 
DIanbe gefranjt/ tornc cingefcOnitten unb mir fid) frcujcnben Spißcii öerfe(;cn. 
©ie SJcife i(l im Suniu^ unb 2/nfang bc^ ^uUufS. 

^ufj i(l nreif, biedrer, feinpafVriger «nb f)(Srter ofd ba^ ber S^ft» • 
t;o^en 9iu|Ter (Ulm, excelfa), unb mirb Don bcn Jifdjlem unb Srec^^Iern 
n>egen ber S)«af«rH fe()r gefu<^t. Siuc^ gtbt fie einen guten unb {4^en $af?. 

Sei ber ^ottpflanjung »erfahrt man tuie 6ei ber 5<fbrü|ler. 

Um SRurnberg i|l biefe Siufferart unmeit bem Sc^^maufengatteit; auf bec 
,^erreni}utte, unb ora SBegc beim 9Ce<^e«bcrg «njutreffen. 

^rfldninö bei* m tvaubenruilev öel)6rigcit ^in^ermfcU 

Tab. LXIX. 

a. ©n 3tt>eig mit Slumcn tjom la-Oipril isco. 

b. (Eine abgcfcuberte SSdirae in notütlic^cc ©roße. 

c. £ben bicftflbc oergrutjcKf. 

d. (£in (?.taubnjeg in nat43r(id;cr ©roge. 

e. ©er namlidje uetgrügert. 

A. ©n 3n)cig mit 93l£ttcrn unb reifen ^ügclfeuc^fen Pom itf. 2)fai igoo. 

B. &nc unreife 5rud)t. 

C. giti eon feinem gliSget cntOlcgter Same.^ 

D. Scrfelbe Pon feiner du^ern ^iiö« cn(blo§(- 



xyxv 



IZO 

XXXV. ^IbfianMunö 



®ie ^ovfn'iiiec. f (embl5((ei;t9e Üvuj^ei; o&cf Ulme. O^öu^e Udne. 

Perfoön. pag. a78. n. 316. i. SImnctf. Ulmus fuberofa. Willdenow. Speer 
plant. Tora. I. P.II. Pag. 1324. n. a. Ulmus fuberofa. 2)u 9Joi .t>ar6f. 
Ißaumj. I. Slup. 55t). 2. ©.502. Ulmus fativa. (gc{)fu^r. p. 178. tab. 
Ulmus tetrandra. 6. SßurgebOKf. Slnl. £t). 2. ©.269. 2Rr. 625, Ulmu». 

fativa. Sie rau^rinbige Ulme, graiij. L' Yperau. gngl. The fmaii-lea- 
ved Elm, 

eic i(l in Deuffc^Janb cin^cimif^, ttjirb aber öu^ no^ in eetfc^iebfncn 
anbctn £dnbetn öon (Europa t&eilö alö ©traudj, fJieiliJ alö ^aum angc» 
ttcffeii/ mib etteid)t in l>uiil>cTt Selsten eine .^i5()e »on 80 bijj 100 gug unb eine 
»ci;l)oltniömd§i9c ©icfe. 

£)ie Siinbe bcö <£tammcö i(l tief aufgcriffcn/ of^gcaii/ in ben SSerticfungc« 
ref^braun; bic S2|p(!e eben fo unb dftcrö mit nac^) öev Hange laufenöeti / 
fugclf^vmtgcn %hmmm oerfc^en/ wie bei ben Qlefien beij 9»a§f)oIber^ 
(Acer ca-mpedre); bte iimg(Ten ^njeige ftnb eben/ runb, gldnjenbbtaun unb 
mit njeitldiiftig (te^enben feinen J^aren »ejfel^en unb ()angcn mit ben altem 
fc()r ()crunter. 

S5ie plattet l)abcn oben eine bunJelgrilne, unten eine matte graugriinc 
garbe, ne|)en abwedjfelnb unb fef)r gebrängt beifammem an ben grünen triebe«/ 
n>eld)c am (£nbe bet 3t»cigc abn?cci)feinb figen ; bie grdftcn finb an ben Spigen 
ber gnjcige unb gen>d()nlid) s^oUlanfl/ i i biö 1 1- goß ^»^eit ; eiförmig, t>art 
unb ftcif/ doppelt gcfögt/ unrjlcid?{citig/ am (5run&e ungleich unb 
auf bfiC>fn ö?itfn yunC>3ulrtufent»/ »ctne ettvoö ftiimpf iugefpijt; auf 

ber 



XXXV. m^anMuttg. Q3oü bcr ^M]l(r, m 

het £)6erpdc^e etmß fllo» unb wenig glatijeiib, auf bet untmi in bcn «ffiitiWn 
mit turjen nseißlidjcn paaren eetfe^en; Die Slattflielc an großen SSIdrrern (inb 
3- — 4 <|)atifce Einten lang unb nur roenig unb furj bef)art. 

©ie Siutc etfdjeint fru()cr olö bei ben übrigen {)ier befc^riebencn fRuflef 
<irf€n,^in öicren/ nmöcn ;i\6pfert an ben Selten ber gmeige auf fd^r hir# 
5en Briden; ber Äelc^ ifi oben braunrot^, unten gtnn, QcKß^nlid) oiermaf, 
luwcilen au<t) fedjöniat geerbt unb e«t&4it gerod^nlicf) biet, feiten 2 unb 5 @ta«b« 
gffdße/ nieldje furje rot()e gäben unb ®taub6euttl ^aben; ber gwicttfnoten t(l 
gjun UHb mit jroei gärigen t6tf)Ud) »eigen ©riffeln toerfel^cn. 

Sic glugeifruc^treifet im SKai ober ju 31nfang be^ juniu^, ifi einen j^albe« 
3ba lang, 4 Linien breit, eßtptifd), glatt, unb an ber (gpigc mit einem Gin« 
fc^nttte üerfe^en, bcffen @pi§en gefrummt unb turj finb unb ttmi übet einan» 
(er liegen. 

8Bentt biefe SJdfler i^re SBoOtommenfieK errctdjen foff, fo mug man i^t 
eben ben SSoben onwetfen, ben bie. geibrüfier erforbert. ©ie ift oucf) nittlitH) 
einer.; grsgern Siufmsrifamfeif roertf), alö man etma bente« mMfe; benn il)r 
rdi^licbcö, gefjefteö ^olj ifi fe&t fein unb fe|l unb jic^)t fidt) nid;t. (£ö fann 
bö^er jum @cf)ipbou unb anbern 95auen fef)t gut benujt werben, ©ie aUagnec 
ne()men eö: gerne j« geigen ber SJdber, ju Äutfdjbdumen, SBagenbetdjfeln u.bgf. 
©ie ©redj^ler unb ©c^reiner cerfertigen barauö id)6ne. unb feine ©er4tl;e unb 
bre 3nf(>^utn^>i(^nn«)d}er äJioltnen. 

Siefe 9{u(ier er^dlfbcfonber^ fd)dtte SiJ?afern, Wenn man f»< »on ber 3«flenö 
an befcbneitclt unb nac^l)ct fopft, inbem üon bcn ^erüortreibenben unb micbet 
obftcrbenbcn Änofpcn unb tlcinen ^'^»fijgfn lontet fleine unb fd)n30tjc ipunfte 
entfielen, ©a an bicfcn ©teUcn ber Saft fel)r anbringt, fte übcrjiel)t unb alleÄ 
enblid} »erklärtet unb fd}roarj wir*, fo iie^t baö S^oli bcm fc() warben Sben^olje 
fe^t d^nltcö unb befommt ein ganj frembe^ Slnfcl^en. *) 

©ie gortpflanjung gefc^ie^t wie bei ber gelbrtlfier. 33on biefer ^tt gibt 
brcierlei 2lbdnbcrung<n : 

i) Ulmus fuberofa arborea, bie baumartige Äerfri4|?cr. 6ie i|? elflenffic(y' 
bie .^auptart / oon weld)er bie oben gegebene Siefc^reibung genommen ifi. 
©ie iungen Slefie ftnb glatt, bie untern SJeffc unb bie onö bcm ©famme 
unb ber SSurjel {»crborfommenben ^weige unb ©djiJgltnge ftnb mog^olbct» 
«tiä SefiH«lt. Willdenow. a. a. C Var. «. 

a) Ul- 



*) 95ctfbanfett. 



XXXV. 2(bf)ant)lyn9. Q)on fecv Sforfrüjler. 



2) UliriHS fubeiofa fruticofa, tie (ttftUcficHttige Äotftilffcr. 

2)icö ifi eten ibci:ffl6c in" bcr Sugctib, tet in (iroudioitfiöft ©c(?(»It 
in ^«(fen ob« «nbetn Orten, roo fein 5lBacf)iJt{)iim gci)inbett wirb/ unb 
wo er (Uid) niemals blüt)ct, mit mog^olberatttg gcflilgtUtn 3n>K'9en cor» 
fonnnt. £)iefe Sltt ^et)t i)m in ber J^ecfe ^intcr Ut Ssmcnl)kte. Will- 
dcnow- a, a. ö. Var. ß. 

3) Ulmus ftiberofa pumila , bie ^vtetQ • Stotfedflec. ©ie i(t f «um jwej 
{)ocI), ^ot niebcriiegenbe gro^'Se unb fe{)C f leine/ am ©riinbe ganj gleid)e 
SBldtter. S3er magere./ peinige 53oben/ ouf n3clc()em ftc 3enjc()nlid; unter 
©d)Iel)c«. unb 2[5eigborn(tt4uc()en ivac^fJ/ i(t Urfad)« on btcfer gtverg* 
gellalt. 

3tt>ei fd)^iie ^toc 1)0« bec Scrfrufter (te^en in ^teft<jer ©egettb am ©c^op» 
|>erö|)ofe/ bercn (Stamm dk^xi 8 ®pann<n im Umfongc l;af. 

Silklrmig Der ^upfertafel/ auf mWx Die ^örfmfler 
abgebildet i)t 

Tab. LXX. 

a. ©« SSfthenjttjcig »om 3. Slpril 1802. 

b. (£inc abgefonberlc S>lumcntw)ne in nat4r(t4«« 

c. £)ie ii(lmlid)c »ergrSgctt. 

ä. <£in etaut>gcfa§ in «atuvli^e« ®r$§c. 

e. f. €in fol(i)cö eetgrogett eon stvcietUi ©eiten, 

%• ©n ©faubtrcg in nafutlic(;er ©ro'^e. 

h, ©er n4mltc()e ocrgrjjßerf. 

A. (Sin 3t»cig mit SSIdttem iinb gtügelfrücötctt ht wii\iX\^vt ©roge. 

B. ©nc abgefonberte grud;t mit bem glugel. 

C. €in ©ame mit ber airgcrn ^üUe. 

D. €ben bief^r o^jc glitgcl unb »on feiner dugern ^?utle ent&150(. 
B, (£in Sfljciß / woran bte 4ua6()olbetacttge Siinbe ju fe(;en i(t 



XXXVI. 



XXXVI. 2(^an^^unö* 



WilUenow. fpec. plant, Tom. I. P.II. p. 1326. Ulmus nemoralis. ®otf# 
^oufen ^lanbb. gosflbotanif/ 53b. 1. ®. 8^6. Ulrau» nemorofa. 

S3üf erlaub biefcr 9iu(?et ifl SRctbamerifa. 3n ©«itfrtlanb fdmnt (le 

iunge 55numc in ber Sgerlinct «pflanjung, unb nacf) S3orf()aufcn i(i fie f)aufiQ 
in bcm ^«tfdjafd. Sarrnftabfifcfeen Sgoötete unb oud) in beu i>bcnita[bct unb 
Sergftrdßcr ©ebirgcn i)in unb »icbct anjutreffcn. SRac?) bem lejtern ©tanborfe 
JU fcl}liegen, foüte man fic oiicf) für eine bcutfdje 9{iS(lcr (>alten. ®ic roirb in 
3o3o[)ren brcigtg biö toierjig gug ^0^ unb dltere Jßdume erlangen bie ^iij^e 
imb etdrfe jtarfer (Siefen. 

©ie Siinbe i(l nad) SSerf(ä)i€benf)eit be€ QJobenö bunfelOtautt; fd)tt)asibrautt 
ober beinahe fd)roars; bie etammrinbe beö f)iefigen frei(ie()enben 55aum£i i(l grau, 
«ttcnt^)alben aufgcriffen, in ben Düffcn rdt()Iid)j eben fo bie bicfcn 2lcf?e; bie 
Swcige ftnb braunror^, oben mcificnö mit ®tau uberjegen; bie *2ie(?c finb lang 
unb biegen fid) fo mie bie ^jvcige unterma'rfÄ; lejtere flehen in einem jiemlicö 
fpifetgen SBineel. £>ic Sgldtfer f!ef)en wedjfelöweifc, f^üben ttmfS fa'ngerc ©tjelc 
alö bie Sraubenrufler, finb 3 i 6i<S 4 3oU Im ""b a biö 3 \ Boü bteit-, bie 
ariSgt«n flehen genxJfjnlid) an ben ©pt^en ber 3tt><igo finb eUiptifct? / ciroaö 
ftumpf 5imefpi5t, am (ßnmbc glciä? imi> unglcid? unb im kjterngaUe 
fO/ ba§ btc eine ®eife um i ober i i £inie unb bei fe()r großen Sßia'ttcrn um 3 
iinien turjer ifi alg bie anbere; bei Äaitt) em\aci) unb doppelt gejagc 
unb gcwQhnlid) nur itin eieincr «"f ^f"» 0"ß«"J "^f" o^"« SXunjeln, 
3la« unbglonjcnb, fftü^tm, unten waft unb bloßgrün, fe^r furj »eißbe^ort, 



124 XXXVI. 2lb^(jnt)(urt9. QSßti txt ^ainrßpeL 

in bctt ©tnf^fit mi( efwaö fäng^rn twcigrtt ^aarGufc^en »erfe^en ; bic 55tof{ftrfe 
fiitb fo j»te bie lutigeii grilncn Stiebe ebenfuflö weiß be[)art. 3n ben 2ld)feln 
(lei)en jitjei^dutSge, fd)tii(jlcy lanäettfdrjiitge, oben roPfarbtgc SRebenbldttc^cn, 
meldK icf) bei anbern 9tu|lerarten nid)t bemerffe; eö mugte b€nii fei)n, bag ftc 
bei biefcn fe&r ba(b abfaßen. Sin bcc j^ainrufier bleiben ftc fe^r lang unb ic^ 
fa^e fle f)cuet noti) am 30. 3un. baran. 

©ie fluten e«;fd}etnen bei biefev 2lr( fpotet al4 bei bet %db . ^otf > unb 
Jraukuailter im SIpcü/ unb fteljen c.n ben gWögen in fnaulformigen., m(f 
fttjcn'öcn Ädpfen beifammen; bie Äeldje fmb grün, am Sianbe tot{)/ \>iet bi'6 
fünfmal, ( nad) -Sjorf t)Qiifeii aud) fed^emal) cin9efd)mtten/ nnb umgeben 4 bie 
S (nad) 5jortl)auren aud) 3, nur feiten 5) etaubgcfdße, beren gaben ttjeig 
unb furj, :bie (Sr<3ubbcntel rot^ jtnb; bie ©taubrocge pnb griin mit fot^)lic()!»cißen 
^arijsen ©jiffein. 

©te §lügcrfrud}f teife mä) ^aUaä, im 5)?at, t|t nic^e fo cllipft^ toie 
anbere Slüflcratfen, fonbern me^r frei^runt), bla§ roflgelblid;/ jare geabert, 
oben mit fi'l)r furjen, eimvartö.gefrumml«!!, fd;er-enfdtmiß über >ei«anb€t liegen» 
ben gd^nen beö ©nfc^jntffö. 

©a^ ;?oIj ge()drt md) ^aüaß ju ben ^atteflcn , t|! gar^iidjf br»!c()ig, 
graulid) unb eon bunf lern licincn ÜucrfJridjcn fi*dn gewellt, etmS grobfaferig^ 
unb wenn eö ber £uft auögefejt i(?, gelber alß baä (^id)en^<sli , bem eß im @e. 
braud) nod) üotju5ict)en tfl. fliüä ber fd}ine«, bunten unb gemaferten SQJurjcI 
verfertigt man flller()anb 9lrbeiten. Hebrigenö mtb baß J&oij rcie ba^ Den bei 
Äorfrüfler tenüjf. ©er Q^a(I i(l fpvt^bc unb taugt wenig ober n!d)tö. 

©ie gortpflanjuug iyat fie mit ber gclbrüjlct gemein, unfercr ©egenb 
()a6e id) tiefe diu^n nur etil cinjigcömal , namltd) jn)ifd}en ber ^errenl)ütte unb 
ber nid}t weit bawn fte{;cnben SlupPaiisung neben ber grauen 2Balltuig ange. 
troffen, ©er 55aum t(f jiemlic^) lyod^ unb fein ©famm l>at im Umfange fteben 
Spanne». 

Sffienn bie fe DJüflet nad) 9>ocfftrtufcu^ Qjfcbac^tunge« , auf magern ©anb. 
boben, erl)nbenen, irorfeneu örten, in f«[figten Jagen, in Steden/ wo fre burcö 
ben @d)nitt turj gcf)alten -roirb, (lebt, fo *efommt «in ganj anberee 2lnfef>cnf 
unb bann i|l .eö ^eine .anbere , al^ bis ßiuncifd)c 

ßnjergrüfler/ Ulmus pumlla, 

mit am ©runb« g1eid)en, gleid)gefdgten, laniettfotmigen, langjugefpijtcn'^f^ffcrtt. 
Ulmus pumila. Linne, Willdenow. Ulmus pumila transbaicalensis. Pallas. 

"©et 



XXXVI. Sibbattbtung. Q3dii tier ^atnnifler. iiy 



^'t>(t 55aum ltitt> ^3(i)fTfn so^ug ^o^; WeSIiirtc öf($gMii, Sfferdforf* 
artig atifgcriffcn; bic Qleffe bann, wciflidjgrou, glatt/ tiit()enfdtmig utib fpertig ; 
bie titngcn tuebe brdunlid) unb tt)ei§()atig ; bte öldttet finb fleiit/ ^od)|lcii^ 
I 6iö I i 30'' 'oJig faum T)q(6 fo bteit; Idngltd), laiijettffirmig, om ©runbe 
runblic^, obei- etm^ ü£rfd)mälett, glcid), am obfcn (£iibc lang jugefpijf; am 
SJanbe gleid) gefdgt/ mit fel)r feiten tuieber eingefdinittcncn 6d9ejdf)nen. Sie 
S5latt(tielc finb übet i- ^ott lang, fein be^a« uub am ©ciinbc ({cl)ett ro|lfarbig< 
fd)mal (anjettfdrmige ^lattanfagc. ©ie tnaiilfßtmig bcifammen an fc()r finrjett 
(Stielen (Iel)enbcn SBliiten, ml<t)e bei 5 bici lo ®d)uf) {)of)on gtdmmcn fc^on 
{um 23orfd)ein tomme»/ ()aben btaiui putputfaibige , fcinbatigc Äeld)e/ 3 birf 
4 ©taubfdben mit gtogcn blaffen purpurfarbig getanbeten Seuteln, unb bringen 
fleincre unb wei^U(t}ne glugelftiHtc Siefe ftiri) beinotje fteiörunb biö auf be« 
einfd}nitt unb ben fd)makn Sertfaj/ eetmiltelfl beffen fie bem Äeldje einflcfuge 
jinb , unb ^aben faum pd)tbate ©tielc, 

3n fanbigen@egenbcn afd^eint-fie oft in jiemlict) Heiner ©effalt mit fe^r flei» 
nen flattern, faum oon bcr ©ri5§e fleiner @d)let)enbldtter, reelle butd) gel6» 
lid)e Äerbt^jicre (au^ ber e()erme<Sgattung) t)eturfact)te SSlafen oft entfteHt 
mtben, 

SRac^ ^aüaß gc&raudjen bte ienfeif^ leß S3aifal ©ccg rool;neiiben SJuffen 
b\e Sßldtter bief«^ SJaumö flott beö gemeUten Z^eei." 

dxMvnm ^upfcrtafel/ auf mldm bic ^ainrüflcr 

cibgcbilt'it ift 
Tab. LXXT. 

a. ©n 3roeig mit 95Iumen eom la. fOIcrt 1802. _ 

b. <£in übgefonberfet j?eld; mit ben ©faubgefdgcn in naförltt^cr ©rfff. 

c. £ben biefer ora eitianber gefd)nitten. 

d. e. 3njei t)ergro)]erte etautgefdße oon jttieierki ©eiten. 

f. 2)et Staubtveg in nafütlidjec ötejic. 

g. (£ben berfcltc «ergrcgf-rf. 

A. ein 3t»eig mit Sßldttecn 4i»b reifen 5rüd)fen. 

B. (Sin ®«me »on feinem glügel entbliJ|t in natHrlic^jer ©röpe. 
c. (Sin ©ame J)l>n« ^§ere ^lullf. 



XXXVII. 



126 

XXXVII/ 5(5MnMmt^ 



©ic ja^e «Su'fe. ?Hot^e ?Bivfc, J^mbammtttm ^üfe. ^dn* 

Perfoon. pag. 853- n. 105». 3. Betula lenta. EkrhardBeitr.fi. p. 99. Be- 
tiila carpinifolia. 2)« gjot ^jürbf. ^aumj. afe SJup. B. carpinif. I^u DJoj 
i.Sllip. I. p. 93- Betula nigra, ü, SBangenf^eini SSeitsoge, p. 35, t. 
15- fig" 34« Sißnj- Le Bouleau Mtrifier. gngl. Tlie Poplar - leaved 
Bircli. 

f^ine fit)6ne tie Diel Sle^nlic^feU mif bfc ^ainUid)e CCarpinus Bstulus) 

C Betula nigra) gehalten. 3bt cigentlidK^ 3Satcrlanb t|i S/merifa, tvo fte auf 
^)ot)cnunb falten, bergigen ©egcnben, »oriuglit^ in bcm ®md;e »ob SJcujot? 
on biö Sanaba voadjft. 

Sie bat einen rafd)en ?ßud)^, «nb errei^t eine S^D^)e eon 40 biö 60 
«nb eine £)icfe »on a btö 3 gug fm ©uccbmeffer. 3bre aSurjc.'a laufen flad) au^. 
3m 9cfc|)lofeR<n ©(anbe befomrat bet ffiipfel nur bünne, lange, biegfanie QJefie 
«nb 3n>cige. gejtcrc bilben fpii^ige SSmfel unb fangen etmä t)ttuntet. 

©ic Ditnbe beö Sfammeö ^at nad) SSorf^aufcn eine »eige £>ietf)m unb 
i(! übrige ne bräunlich , 5al)c unb bif. Sin ben in ber biefigcn Spflanjung fiebcn» 
bcn 33dumen i(l ble SJinbe grau, ^in unb wtebes mit wcigen ^Jingfiftreifcn unb 
sielen rDtt)li(S)9taucn, erhabenen, feinen Siingen umgeben; bie bicfen 5Jef?e glet. 
d)cn bcm Stamme, bod) ^)aben fic augerbem nocb ü<«Ie ©dju^pen, mia)e eo« 
bem aufgefprungencn ctroaö umgcroUten Ober^dufc()en ent(?e^)en. ©tc ^»eige 
fmb tox^Hwni mt (t^abmn tteißgrauen ^unrtm Hnb ^duftj mit »inem grouen 

Ueber{U3 



XXXVII. 5(l)^flti&(un9. öer jS^en mtU, 117 

ll<6erjU9 eetfc^cn. Sie tiingen Ztieie finb tteic^larifl. ©te Sbl^ttet S^nehx 
bftt J?ain&ucf)enl)Iattent, jTc^cn gewd^nlid) ju jwd bdfammen, finb jrofi 
tiKci '»»WS an&«i'f^<il& biö jtvci goU brelf, Ifttigltct) ciiutK>/ Uuig 
jugcfpijt/ am (Srimöe bcvifonnig auetjcfcbnirtcu / am J\an6e ui»# 
gleid?/ fein un& fd)avf gefv^gt^ oben glatt utib etrooö glanjcnb, unten auf 
ben Siippen 6cl)att/ in bce 3'<9«"^ o^t (^<itt oben unb unten mit Jjaaven be» 
f leibet; bic 95l(KtOiele ^ortg, @ie blu()et im SKai unb getrobtilid) mir öcr 
XX^ct|3bu"fe. ©ie mannlidjen Äajd)en (?f^fn an ben Spillen bcr Sw^'flf / f»"^ 
tvaljenfdrmig, fafl 2 goü lang, 3 £inten bif, (nad) f)ott Du SSoi Jparbf. 55aumj. 
2fe Slufl. finb fte 4^00 lang unb einen (>aiben ^ott bif)f b« g^cfjuppen ftn» 
eben 6taunrol^ , runb, am ©runbc f?unipf jugefpijt/ auf ber untern (Seite nii( 
jwei geja(>ntcn glugeln ectfe^en, welche übet bic ©djuppen Verbot ragen; auf 
tiefen glugcin liegt ein auö 5 Idnglidjf tunbcn auöge^dlten H)eikn be|Iel)enbeö 
griSnlidjcö SBIattdjen/ <juf weldjem bic Staubgefäße fi|en (^ie\)e Tab, LXXII. 
f. g.), 6ie ia jroei beifammen auf einem weißen ©fieldjen (?ef)en. ©ic rodbli. 
djen Äajd;cn finb in bet SJIa^e ber wdnnlic^en empor gerichtet in ben ?lcftfeln bec 
Blattes, waljenfdrmig, einen 3ofl lang unb grunlid), im gnl[)liflg a l'inien, 
gegen bie £Seife I;in 5 ginicn bif ; bic <Sd)iippen finb breitl)ciltg , t>ie tappen 
(tumpf ^ gleicb unb ergaben aöertg f mtet bcnfelben liegen brei ©taub* 
»ege, beten lebet jtMt, an ber ®pi|e tot^e ©riffel ()at, Sie roeiblidjcn 
c^cn werben im September braun unb reif/ unb entl)alten eine braune %lu$eU 
frud)t, an n)eld)er bie 2 ©riffel fi^en. Um eben biefe 3eit fmb aud) fd)on bie 
iungen mannlidjcn, grünen ifajdKU ba, bie im folgenben grü()ia()r aufblü()en 
(Sie^c Tab. LXXII. a.) unb im gebtuar brountetf) fler«nbete Sc^juppen betom» 
mcn (©ieOc Tab. LXXII. b.). 

Siefe 93lrfe ö«rbicnf me^r angep(Ta«if ju werben, afö bi^&er gcfcfic&en iff. 
6ic liefert gufcö Srenn. unb Äül;i{)oli. autl; lat't cö fic^ ju Pielerlei 2Berf' 
icugen unb @eratf;cn bcnugtn. 

3n ülmerifa Wßd)fen bie Stamms Ju einer fo «nfe^nlit^en ©Irfe, ba§ bie 
<£inwot>ner bafclbft i?a(>ne barauö üccfertigen. Den Saft biefor SMrfe, ber eine« 
(tarfen, etwaö wibrtgcn ©erudj M< üor^anben ft»;n fo«/ brau, 

^en eben biefe SBdlfer alö eine blutreinigenbe SIrjnei; aud) laffen fi« 9^1)»««/ 
unb bereiten bann G|fig barauö. (fben fo fann man auß fl;m einen Siicfer ge. 
Winnen , ber aber weniger fuß unb angencl>m unb nu5{;famcr al^ ber 21()ornöwcEe«: 
i« bereiten fe»;n folt.| 



11$ XXXVII. mjantlüm. Q3on bef jafjen ^iiU, 



Sie ^ortpPanjnng ^at fte mj( bcr a3?fig6ttfe gemein, ©ie gefc^jiff^f 
fsttö am btfien butd) fcen (gamen, ben man in yiinnen fdet/ n>elc()e man ht 
femettetnen SBoben madjt, unbebetr lagt unb mif ber (Bieefannc giegt, bamie 
bei- SBiiib bcn Samen nidjt t3erwe^)et. SKit bem giicgen, baö abev nicf)t ju 
fkü fe\)n borf/ wirb ^ftctö fortgcfal)ren; bet 6ame ge[)ct bann balb auf unb 
bie iunge» ^Pflanjen »erben im etfttn 3a()r fcljon fo gteg, ba§ (le im folgcnbcn 
§tul)lin9 gleid) öerpflanjf werben fiSnnen, Sinberc aSctme^rungsorren finb tot* 
niger ttort^eiJ()aff. 

3n itnferer ©egenb fitf^en einige 55a'umc in bet «pfTanjung unweit ©ro^Bcut^» 
2Me et4fflme bcrfclben {»aben nus a (Spönnen «m Umfange. 

Tab. LXXII. 

a. €in 3»ei9 mit ungeöffneten monnlic^ycn 95Iute« bm s5. ©epf, i^pj. 

b. ein anbcrcr M)nU^tt Dom 23. gebr. igoi. 

c. Gin gweig mit mdnnlicfjcn unb einem weiblidjen ^lumenfajc^en unb iunge» 

SSldftern 00m SRoi 1799. 

d. eine abgefcnberfe bergrdßertc ©^uppc »on bcp itidnttHc^en. SSIiite ijon oDe» 

anjufe^cn. 

e. eben bicfclbe »en bet unfern ©eife. 

f. Sie batuntet (iegenbe, funft()cUigc SBIumen^iIae wrgt^fetf u«b »on bet et' 

t)obnctt «Seite ansufe^en.. 

g. . eben bicfe mit ben batin bepnblic^en ©t«ubgcf(S§en. 

h. ^wei Staubgefäße obgefonbert. 

i. . ein 3wci9 mit 93ldftern uiib weiblichen i^djdf^en tjem 2i.2luguf! 1799, 

eine 6cJ)uppe boecn mit bcn ©föubnjegen bon oben aniufe^en in mt. &tä§t. 
1. eben biefc con untern 
m, em obgefonbcrter <S>taui>\\}es. 
n. eine Sdjuppe abgefonbert bUnf, UUb 
e. eben biefc ton unten. 

A. ein teifeö weiblicfceö Ädjc^ien in natiltlic^er ©tifge bm KfvScpf. 179^. 

B. eine ®c()uppe bcftclben Bon oben. 

C. eben biefe üon unten mit ben Slugelftil^tfR» 

D. eine glügelftud)t abgefonbert. 

E. eine obgefonberte ©c^/uppe o^ne ©amen» 



XXXVIII, 



129 



XXXVIII. 5(5NnHunö 

ict tt)i^^cn 



£)ie «WIK €-i-lc> ^eifje gfler. --Bei^e €lf^. ^orC*tT*e ^'öcr. "95e^ 
l'anöblfllteWflC Svle. 

Perfoon. pap. 893. n. 105a. 7. Betula incana. Wiliacnow. S5etl. 55aum,?. 
©.45, 9?r. 13. Betirla itican«. Setfcfldn S'b. 3. ©. 309. SJJr. ?. S>ie 
tvfige Stte. t).95wr3«t)orfajtit*it. artSlufl. Sf). a. (S. 39, SRr. 70. 
tttei^e ^Uer. gwnj. L'Aunc blanc. (Engl. The white Aldcr. 

t^Nic geaue Etfc ijt in ben taltt^tn Steilen »»n ?ffien mib (Europa, nmtnu 
«"^-^ Ud) m 2Rorn>egcn/ ©cl)t»ebcn unb ^renftti/ aber aud) hi bcr (Sdjivcij 
mit t« Seutfd)latib ju ^aufe. ®ie wäd)ll auf rauf)en ©ebivgen unb »n flad)cn, 
fogat fanbtgen ©egenben , unb unterfdjeibff fid) fd)on borin »>on bcr fcf^tKarjcn 
(frle (Bewla Alnus), b« befaniitltd; mif nofllm ^oben gf^ei^ft. 

©ie err<f«^t ouf gufem Sgoben ni*( nur bie Jg)iJ(>e bcr fdmtien duk, fcit» 
bern »adjfl in b«n erftcn 10 bi^ la 2M^en "«^ fcljncßer afö bicfe unb ivirb on 
100 3a[)tc alt. 

©fr etamm t»trl> in 50 bi4 60 ^af^ten fo blf, baß mon auö i^m lo hid 
la 3oU breite S3rc«er f*nciben fann. 3« locfcrm ^oben inac^t fie Ounbert 
gufi' lauge SJueldufer. SEBirb fte abgetrieben, fo entfielt burct) bic (jdufig (jcrtjec 
fomracnben £o!)bfn eine fa(i unburd)bringlic^e SicTung. 

©te EKtnbe beö etammc^ unb bcr 5)c(?e i(t grau, mit grogen »eigen gferfen, 
«nb bat »lel 2ff(>nlid)fe«t mit ber 3Jott)bHd)erinbe ; bie gnpeige pnb fd)njärjlid)=. 
grau, inö ©rüne fpielenb; bie «ungen Serben buufel ojioengriln. SBebcc biefe 
nodj bic Sldttet fmb fiebrig, «fjfcre fi"» "förmig, voine iu(je\piit, 
II. Tf>«l. ® 



130 XXXVIII. 2(b^attt(un9. Q3on bcr mwn €i'(c./ 

fd?arf/ groß unö ungleich gcjabnt/ 5tc Sab"? gcfagf-; J»« tt^ brei 
^ol! lang/ ämci Otö jivci tmb einen i)alben ^oü buit; oben buttfelgrun/ giaft 
ober fdii tveiglid) unb furj be^an, unten mit^eincr xxicifien tPollc/ ober 
aiid) nur mit. öunuen/ weißen <o'.wrcn xtberäogcn / tDobutd) bie Un> 
tcrfIÄd>c grangrun wirö/ unb tontmen miö erhabenen, (lumpfen Änofpen; 
bie 55latt(liele finb 7 — 8/ «ud; laßinicn lang; bie Slananfage Uniettformig, 
fpi^ig unb abfatlenb. 

©ie S5(ii{en fommen im 5D?qcj unb Sipril l)et\>et, ^nb tüic bd tet id)mt* 
jcnCcle, f)aH) gctfennt; an beii nioljenfütmigcn/ mdnnlid)^« ^litmcnfd.^djen/ 
bie gerod()nlid} ju brei an ben ©pigen in bet ^1äi)e bet weiblichen figen/ finb 
bie ©djiippe« anfangt rot() geranbef/ beim 2lufblijl)en abcf rotl); untee iebee 
fcefinbcn fid) brei 95Uimcn/ t»eld;c einen üietblcittertgen/ grünlid;en Äelc^ ^abett/ 
bei; üier furjgeftielte ge(brotl>e.€.(au6beuCel ent^ölt. 

©ie roeiblid)en Svajd)en finb eiförmig, totf) unb farj; mifer ieber (Schuppe 
flef>en jwei £ taubmege , bereu grud)tf noten grun unb becen ©riffet rot^ finb. 

Sie 6amcn5flpf(hen finb grun, werben aber, wenn fic ben (gaiiKn im 
©cptemOer ^abcn fallen laffcn, nac^ uflb nad; fd)tt)arj. See reife ^me i(t 
leidster a\ß ber bei bei: fd^roarjcn (£rle, gelbbraun , ldnglid;ttunb, unb oben 
mit ben nod) potljaubeneu a ©riffeln öetfeljcn. 

3u 2!6fid)t aiif bie -55cnugung i(l bie graue (£rle eben fo anrocnbbat al^ bie 
fd)Warje. ©aö föei§e ^iclj-törar.it nad) P. 9ßan3en()cini olö SSrenntjolj ben ^IMr« 
tcn gicid). _<£ö nimmt fcl)i- gut fccvfd^iebcne Sitten eon SJeijen on, unö belyält 
bie il)m gegebene garbe; bQf)cr efi bie Sifdjier fcem fd>l»or5cn Cclenijolje bei ber» 
gicjdjcn Slrbeiten »>orjtel)cn. ©ie tungen ©djpljiinge »on Pier biß adjt Saferen 
finb äQf)e uiib fel)r gefdjmeibig, unb btenen ba()cc uorti efflid) }u Sieifcn um gdlTer, 
Wenn fie redjttc gcit geljauen unb aufgefpalten itorben finb. 

3" Sflormegen l)alt man bie tungen ©pro§linge im gru[)ia^r fut ein gefun* 
bcö Ed)Qffutter. Sic ?Jint;e wirb bafelbfl jur fd,t»or}en garbe ongetvcnbet. 
Slud) 5nm ©erben fann fic benujt werben. £)a ifjre SBursetbrut fet)r weit um 
fid; läuft , fe nitdjte fie auc^ jur ^inbung beö glugfanbesi bienlic^ feijn. 

Sie 5eictt-''Pan5iing gefd)iel)t wie bei ber fdjwarjen Erle, burcO ben Samen, 
ber, Wenn et im .^icrbf?e in bie (£cbe gcbradjt wirb, im fofgenben gru(;ial;c 
gein üufgcf)t. S)fan fann bie 23errael;rung aud; burd} aSur{clbr«t b^werf» 
litUigen. 



3»» 



XXXVIII. -Slb^anblitn^. bcr grauen (&te. 131 

Stt ber ^iefigett ©egenb ift fte in Dciben ipflaitjungett unweit @rogreiif& 
«nb 6et bet .S5emttl)utte atijufre|feti. Einige ©xamme (w6en 3 i unb 4 ©pa«. 
ncn im Umfang uiib eine betrddjtlidje ^o^e. 

Sllö eine Stbdnbetung ied;net SJorffjaufen noc^ ^ie^cr 
ßetula pinnata, bie gcfüeberfe Gtle. 
a)iit geftetecfen, oben jotdgcn, unten tvcißfilsigcn flattern. 
SReue fcf)meb. Sib^anblungen XI. Sßb. 1790. 12z. tab. V. Sdjranf gfor. 

falisb. p. s<S. 

"®ie rourbe in ^MxmeMb, in ©c^ro^ben, gefunben/ unb f)atte einen 
6 3oa bi(fen 6tamm unb eine ^id^e üon 8 btö 10 (Ellen. Sem anfe(>ejt ncic^ 
ifi fie ber SBcißctle d^nlic^. 2)ie 3ic(?e in einem fpigigen SBinfel t>om gfamme 
cbfle^enb/ wciflduftig, brürf)tg, mit afc^grauet SJinbe. ötc iungen gweige 
gefutcfjt, gebrel>(/ filjig. Q)Idttec ungleid) gefiebert , abttjec^felnb (lef^enb/ goß 
lang, S5ldttd)en ei . .lanjcttfiJtmig, etngefd)nitfen gcfdgf, mit fdjarfeii 
edgejo^ncn, ungleid}/ oben jottig, bunteJgrun, unten wcißgraiijiljig: baö 
Gnbbidttc&en grugcr, cingefc^nitfen, gefügt, geweßt. SlatiRicl [>altjdaig, 
fi'jig. SfJtbenbIdttdjen jwei, eiförmig/ inmenbig braun/ auött>cnbig gelblich 
afd;grau. 551ütenf?iele ic üier bi<? fi'inf/ Idngec «lö bie Ädjd)en/ filjig. 5?dj» 
d)m blaului), r.nt m tüanbe ßfc()grttiien ©d;ut>pen. grud;t wie bei bei* 
Slßei(5erle." 

SiieOeic^t befinbet jtd) biefec SSoumy/beK einer genauem Slufmet(famfeif 
ivert^ i(l/ oud} in Scutfdjlanb. 

^cFldfiuig kr ^upfcrtafel/ auf mld)t\: \>k gmue ^tU 

abQcbHt>a iji. 
Tab. LXXIII. 

a: ein 3rocig mit ntdnnlicjjen unb mibltdjm Sluten in na(ürnd;er ©roge mn 
16. %ril 1800. 

b. eine @d;«ppe mit ben ©faubgefdgen 1 ^^.^^ „anlrlic^er ©r^ge. 

c. ©ie ndmlidje eon bet obern ©eitc j 

d. e. f. Sie brei unter ber @d;uppc Ii. 6efjnblid;en ifelc^ie, iebec abgefonbett 

in narütlic^er ©voße. 
g- 3n?ei abgefwiberte etnubgefdge wn iweierlei ©eiten in natÄrli^et ©r^ge. 

■h. efne 



13a 



XXXVIir. 5{()^rtnb(uti9. <^ctt bit övaucn 



h. gine ö6g«font)er(« €d;uppc in «flturlicf'er ©r^gf. 

i. €ine €d)u}>^je mit ben baruntcr btfitiblid)«! fbUmsn wtgnJgcrf.. 
k. ©ic nämhd)e Den c6en. 

1. tn. n. 0. (£6en biffl! Witt otgefbttCfetffen S^Iumett. 

p. €tii tetötcfctfcö €fow63«f(Sg öoti jfljdfiltt grirm, 

q. Saö flji§crc «pidtfdfcn b« gc^juppe iti nätiSttii^et ©t^^f. 

s. (Sine weitlicl)« S&Iüte in nadltlidjer ©r^ge. 

t. S)iefcl6e »crgr^ßert. 

ti. Sin« <S(^uppe ton ber o6c«n; unb 

V, bic «^li(^'e »oh bet untern ®etfe mit ben fceibrtj ©iaa^Wfgr» t« MaftlrlidSit» 

V. €tn öbstfonbertec ©(auChJcg in naturli^«r ®r^|e. 
X, '€inc eergrcgette ®dE)üppfc »oh mten, unb 
y. btc ndmlicl;e »on oben, 
«. £in »evgsDgerter ©Mubwcg. 

A. gin 3füei3 mit SBlcUfer«, grucfjtjapfen «nb Shtjen/ bfcitft im fotgenbe« 

grut)ling aufblil()en. 

B. (Sin 3«Pfen natüdic^ee ©roßc »om 25. September 1799. 

C. £ine (£d)uppe »on unten mit ben reifen ®omen 1 

D. (Eben biefe »on oben \> in natürlicher ©riJge. 
~^ E. Sie ©amen obgefonbert J 

F. (Sin pon feinen Samen cntbl^gtc^ Mute$ ^apf^in pom 7. 91«3«(T igoo. 



XXXIX, 



»33 



XXXIX. 5{5JattMung 



Tilia europaea. Linn. Persoon. p. 525. Gaertnenis, de fr. II. p. 151. Tilia 
grandifolia. Willdenow, Sp.Pl T. II. P. II. p.i 16 r. t)U 9ioi/ a. p.4(S i. 
S5ed)iim p. 7«4. SBucgöborf Sor(]^flnb6. ste SdifTogc ZI), i. ©. 203, 
Sfau^fcldtttigc ©ommerlittbe. SejTcii Slnlcif. 2f). a. p.219. n. 618. CitU 
^flfen Slbfcilbung bcr wilben Saiimc, Stauben ic. atct J^. S. 35. Saf, 

XIV. XV. granj, Tilleul., Tilleul ä feuillc large. giigr. Tlie Lime. 
The Lime-tree. Common or bread leav'd, Lime-Tree, The Cred- 
twigged Lirae-Tree, 

liefere ^iet ju bcr IV. Slb^rtiiblung tiefet S^eil^ eine frtrafferiflifd^erf 316* 
<0 tilbung unb genauere botanifd)e S5efd)reibung a(ö Ergdnjung jn bet »on 
^rn. ö. öei\)afen gefertigten S5cfc()rcil>ung. Siefe unb bie folgenbe Slrt Hii)t 
JU nac^ft bei SRurnberg auf bcm 3ul>enbu{)l unb anbern £)rtcn nic^r. 

Sic ©ömmerlinbe ge^^rt mit allem died)t unter bie flartficti unb größten 
Sdume unb ttjdc^f? ^xfuftg in ganj (Europa in MeeiX/ an Janbfiraffen, S>itfetn/ 
SBiefett/ v.a.£).m. Sie junge ÜJinbc bcrfelDcn iflgrun unb rotr;Draun fc^atfirt/ 
glatt/ juweilen worjig/ unb 5dl;e; bie ber alten Stamme fcljmarjbraun unb auf. 
gcriffcn; baö^)ol5 leid)t, mi^/ unb wcicf), boc^ aber babei ctwaö fcft. 

Sic ivec()felömei£S(te^fnben langfJicligtn S3ldfter fmb gro|) unb breit/ 
öuf ber £)berpdc()c bunfelgriJn unb glatt; tmten matt unb bleicfjcr t)on ^atbc, 
ttJeiggelblicl), gerippt unb mit feinen tvcißcn ^»drcl;en bcfejt, tvclcljc in ben 
2(cf)fcln berfelben gel^duft fielen; i^r Umfang i(i vuno bfcjfo'mig, am duf» 
fernSnbe lang, jugefpt^t, tief unb grog gejd^nt; jur Silüt^eitit ffnb bic SBlatt' 
(?iele nebf! bem /jauptfiiel M ZtiiH fein^jarig. 



f(iu6e 6i(bet/ cvfcf)ciucn im Suniu^/ mciffcn^ neben fcen 351aft|iielcn in deinen 
S5ufd)eln ju 5 — 6 Sturf onf eigenen Qüddjen, bcren gemetnfdjaftlic^jer, langer, 
bunncr ^h1t()en6urc()el(ltcl/ 6.tö gegen bte obere fleinere J^dlfte / mit einem fc^ma'= 
len Ianglicl}en/ unten jugefpigtett/ oben obtuart^gebogenen tinb abgerunbeteit/ 
ganji-anbigcn/ ouf ben glad^en mit feinen Stippen öetfef^enen ÜRebenblatt öcr« 
tt)aci)fen tff. 

Sie iJSIurae bf |Ief)f fünf formalen / bleic^gelbgrunen / cfwaö ciußQe\)oU 
fett, feinett/ am Binnbe eftoaö einwärts gebogenen SBlatfern/ mld)e bie Sange 
bcr ©taubfabcn ^aben. ®er Sveld) bcrfelben ift in fünf bleic^gelbgvüne, loffel« 
artig aii^ge^dlte €infc^nitte geti^eilf, tveld)e jugefpigt unb einwärts gebogen 
finb, 28 — 30 tvdfc pfrtcmenfccmigc/ unten am ©runbe jii 6 — 14 <S>tüd mit« 
einanbcr t)crmac{)fene ©taubfaben befißen, ' citrougelbe, jweifac^erige oöafc 
©taiibbcutel, bicfe pnb in bcr 5D?jt(c ber Sliiffcnfeite an ben ©taubfaben befeflt* 
gct, tt-eld) {ejtete ben vunfclid)fn njei§bef)arten grud)tfnoten umgebcrt/ auf wel- 
d)en ein b(eid)gruncr, fabcnf^cmtgcr ©riffcl fic^ befinbef/ bet oben in eine 
9leid)farbige öicrt^eilige |?umpfe SRarbe ftd} enbigcf. 

S?ie afd)farbige ©amenfapfel ifT Dierfeitig, unten fd)mol, unb öier «^a» 
bene Streife, mläje bie barin enfi^alfencn t>ier5dc^)er bcjeidjnen, laufen oben 
in eine hirjc |?umpfe @pi|e au^; bie ganjc Ä?apfel ifl mit brdunliti^gefber SBoHe 
bebecft, unb wenn fic^ if)rc »tcr S^djcr auöbUbcn, fo fmb in bcrfelben 4, mit 
fcunfelbraunen feinen @amen^dutc^)cn umgebene, auf ber einen Seite gewdlbte, 
«uf ben bcibcn übrigen Seiten aber, plntt« Samen, entt;a(tcn. Sa ftc^ mei= 
(?euö mir i aud) 2, feiten 3 Samen »ollfommen auebtlben, fo ftnb fie im 
etfien ^aü jlumpf eiförmig; bie übrigen öftere o&nc 25crgrDgerungöglaö faum 
f!d)(baren, ftnb in ben jurucfgebrangfcn l;diitigen SöSanben alö Heine braune 
t?crft4mmerte/ famendf)iilid)e ©eftattcn ju entbccfen. SUilfer ben »ielcn ter» 
fd)iebencn (Erfahrungen unb S^ußen, fo J?r. 0. Äcl^afen in feiner $cfd)reibung 
jnit ©runb angiebt, ftni bie Samen , noc^ nte^r aber bie S3iut^cn, ojficincU. 

Tab. LXXIV. 

a. ©n 3iveig mit ungeffneten , ^alb ^ unb ganj enffattetcn 5)luthen/ Unb öoll« 

tommenen SJ^ldttern, bie feine befonbcre ©roge erlangt ^aben, toom soften 
Suniuö 1800. 

b. <£in ^himcnfcld} mit ben Blumenblättern öon unten, unb c. bcr ncmtid^e 

»ou oben betradjtet. 

d. Sef 



13J 



d. ^(t ®fau6tt»e3 in ttaturltcfeet (SnS§e unb »ci'gvijgcrf. 

e. @ed){J mit cinanbev »crn;arf;fenc ©tdiibfiibcn mit ciium @((iu66eu(el »Ott tcr 

innern 6ei(e. 

f. (Sin ©tauSföben unb ©faubbeufcl, ton bet innern ®cif«/ »crgr^fcrf. 

g. €itt @tau6fobctt unb Staubbeutel t>on bei: (luffem ©eifc/ in natÄrlic^ct 

©tij^e unb öcrgriSgcrt. 

h. Sine reife ©araenfcipfel. 

i. ©iefeibc quer burc^fc^nitfen. 

k, DIcifc ©amctt/ beren »ter au^gc&ifbefe in ber Äapfef ttjarctt. 

XU 5(5JanMund 

&CC tvilbcn 



<2Bjntei-(jn&e. (gfcinlinbc. ©patlitibc. 5?lcinb(attrt9c üinbe. 

Tilia coi-data Linn. Gaertnerus de fr. II. p. 1 5 1 . Tilia parvifolia. Willdenow. 

Sp.Pl.Tom.II.P.II P.116T. duRoi 2^.2. p. 466. 35ed)(tem @. 7 1 6. 

SBitttcrltnbe. SSurgöborf gorft^anbb. steSJuflage, ©.aoS- ®latt. 

mttm SBinterlinbe. Scflfen Slnlcif. 2. p. aao. n. 6a i. i:)elf)flfen 

Slbbilb. ber wifben Sgaunie, ©tauben k. ater @. 25- Söf- xnf. ßtanj. 

Tülau. Tilleul dej bois. Tilleul ä petites feuilles. €noif- The female Li- 

me-tw. Smal-leav'd Lirae-tree. 
Clfuch biefe 3lrf beburfte eine eoa(!anbi3«re SJbSifbung unb botanifj rirfjfigere 
21 4fc&rei6un9, totld)c ber wn ^rn. ö.£)elf;afen gelieferten IV Sfb^anblunj 

'S S'S iatmit unter bie 55aume erf^er mm ^irh fo f 
teicfit fie bod) nie bie ^»^5« «"b ©t«rfe ber 2Sor6efd?riebenen sDIan P«bet f,e 
St nur termifcDt mit ber ©ommerlinbe in Siaeen, «nb 50^^''«"';«^^.^«/ 
al?i5urcI;^o(|, fonbern auc^ in n^rblic^ernöeaenben o^ne@efe(lfcl;a b r. 



136 XL. ^bf)(imum, qSött bi^ '^Sßintmiwbt 

©famnie biinfelcr unb tilTig ©a^ ^jolj i(t t6t^Ud)et, atibn, ja^cr, fiarfet 
«nb fnofiger/ al^ bei bec »orbefc^inebcncn 2lrt. Sic S3Iaficr finb flcmcr* few 
wr, \ttx\.v, bcr^torrtiig fc^arf jugefpi^f, ungldcfe gejabnr, «uf ber£)6er. 
pflc^ie glanjenb b[aulic{)gtun; auf bec untern matt graugrün, mit feinen gclbli' 
tl)en Slippen 6eäcic()«ef; in beren 3ld}fcln fid) eine rofifarbigc SBoIfe tcftnbct 
Sic S5Iatf(Tii'le finb furjer unb unbe&art. 

Sie 55(ut()en fommen o^ngefa^c br?i 3Bod;ctt fp^ter, crfl in ber Raffte m 
SuliuU ^erüor «nb finb in aöen \\)ttn Steifen «einer, alg bie ber ©ommcciinbe 
30—33 ©tflubfaben, tt)cld)c nid?t mit einanöcc £»erwact)|crt fmb, umciel 
Uw bcn i»ei§6e()arten 5r«d)tfnofen/ worauf ber fabenformige (Brifel ruht, njcl- 
c^er fid; mit einer fünftl>eiUgcn ftumpfen 3?ar6e enbiget. Ser ^dii) unb bie 
S5lumen6Iafter finb «einer, ber allgemeine unb bie befonberen S5ftimcnfiiele tüt* 
jer «nb feiner, ba^ SRebenblatt glcid)faH^ furjer unb fc^mdler. 

Sie meiffenö nur {)al6 fo groge ()eU6raune, fafr glatte, nur feiten ett»a^ 
ivoaige ©amenfapfcl, ijT Idnglic^ runb, oben bicfer unb bafclbf? befinbet fic6 
«in Ueberbicibfcl bc^ ©riffelö, in @e|?alf einer rurjcn ©pi^c. auf ber ojiKfen- 
fette /aufen fünf nur wenig ftdntarc cv^abene Streifen ^in, tpcldje bie barin 
bcftnblidien fünf 5A<i)fr anjeigen, bie fic^ aber feiten au^bilben unb meißeng 
1/ fcltener »ollfommene @amen entl)alten, m\\x(}^ bie @d;eitetvdnbe ber 
Pdjer tjerbrdngt unb bag ^)eranwad;fen ber übrigen ©amen eer^inbert njirb 
fo bag tiefe fa(! unfenntlid) werben ; auci) bie üoßfommen fid) aujJgebilbeten «Sa' 
men g[eid)en bcnen ber eommerlinbe, nur ba§ fie «einer finb. Sortvffanjuna 
unb tRu^cn ()at ^r. t>. £)cl(;af«n I>inldnglic(> angegeben. ^ ^ 

Tab. LXXV. 

a. Sin 3mcig mit unenffalteten ganj unb ^alb geiJfnefett 58Iu'f^en unb »offfornme- 

neu SSIrtttern, tocId;e eine fcefonbcrc ©riJ^e crl;altert haben, mn i4ten 

SuliUÖ 1801. y , ► i-tvvu 

b. Ser 8riffcl in natürlicher ©ri5§e unb »crgrdgert. 

c. Ser Öucrburdjfc^nitt bcg Si'«d}f«iotcng/ in welchem bic fiSnf Radier 

d. etaubfdben mit ©taubbeutetn öon ber innern ©eite, in noturlidjcr ©riSe^ 

unb öergroiert. 

e. Serglcid)en tson ber 2Iu(Tenfeitc. 

f. Sicife ©omfufapffl, g. beren öuerburdjfdjmtt, h. ein ©amcau^ einer filnf* 

f«*er^gen Äapfcl, i, «in bergleic^en, weld^er ftc^ allein in %tt ^apfej 



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Ja/S. XXXIV. 



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bxitttt Z\)til, 

t>it 

enthalt. 



3 lö Qkid) fcec 5wcfte ^fjsif von ben wtfben lauh> obet 5Md((er6du# 



•-^^ men nori; md)t gefcljloiTcii {|Tt fo roiib cö bod) ni'dK ganj unge« 
tti6f)nlid) fe^H/ Hiiiüifrf;cn bett bn'tfen l:f)eif oiTjufangen , unb fünf* 
f f3f)m ben iwcffcn unb bifttcn jiigfci'd? / jebodf; toon ct'nanbec «bgefonbcrf/ 
Iperoiiöiugeben. (f ä wdtc biefee jwac nidjC gefd}cficn / irenn ttinn ni'd;C 
burd; eine ju9efd;iftc getrufte 9iad)iidit toom I2tcn 7lpri( 1783 in €r« 
faf)rijng gebiadjf ^ätte, bafj ^ctr 5ltrner in ©tiittgarbt, ein bfrglet* 
d;m ?Q3erf untec bem^i'ffef: 25ofd;re!6nng unb Titbifbung ber 25dumc 
tinb ©ejTi-dud)?/ tueldje tn bem ^fviogtpuin 2ßüttem6erg wilb njfld^fen«. 
auf ^Vdnumerati'ün ^crauä gfebt; uiort'nnen man alfo baö nemtidjc an* 
rrejfen muf?/ »vae beteicä t'm ct(Ten unb jweiten ^Jf)ci'f |1ef)et/ ober noc^ 
m bei' Jo^S^ einjovten i't?. €0 lüpt fid; bicfee um fo mef^r toermutjtertf 
tnbeme ber ganje ^Man bc6 'Jltierti'lTementö ou6 bem 33orberid;t beS 
etilen 'Jfpei'lö genommen würben. 7(u|Teibem füllte mon rvof)! nid;t 
glauben , baf5 in bem 5Brutem()ergifd)en JP)imme(ä|lcid; anbere SBdume 
flnjutretfen fenn füllten/ ali boö angrdnjenbe ^vanUn/ unb bi'e ja gnc 
m'd;t wert entfernte f)fe(Tge ©egenb oufjntreifen pat. ?Ißa6 alöbnnti 
fci'e Tupfer anbelangt, tvefdje jtoor ^err Stixmtt afö iefprer ber 0c« 
ivdd;öfunbC/ felb|l rabi'rt unb ei'genf)dnbt'g illummirt: fo wirb man boc^ 
feine befferc Tlbbilbungen Verfangen nod; ^offen fönnen. Snbcffen aber 
mi!(3 man gellefjen / bafj bie Jortfe^ung beä jraei'ten ^ f)etfä etroaä nadj» 
Idfji'g betrieben worbcri; eß ^at aber injtvifdjen ber 3Seriegcr bie ^dnbe 
nid)t in ben ©d)ooä gefegt f nod; bie SDSifjOegievbe beo Q)ublifumä gc* 
täu(d)et; fünbern er f)at feitbem, aU biefeö 5IBetf angefangen Worten, 
bie 5Öüd;crfdie ber h'ebf)aber ber 9iaturfunbc mit ben auögeicidmeteilen 
S5üd)ern im unb au6(dnbifd)cr Jorfdjer bereid;ert, wcld;c ber Tlufmerf* 
famfeit fd)n)erlid) gfeicfjgültig fet}n werben; j. €. be6 ^errn SDu|)ömeI 
9J?Dnceail/ Pomona Gallica, ober Hbl^aniUwQ ben Äb(}^ 




2i 2 



Baumen 



4 



fcdumen te. 3 treffe, mi'f igi Äupfcctafeftt, 9t.4. g)?ö)jet5/ Po- 
mona Franconica &c. 2 X^^tle, franjol^fc^ unb beutfcf), mit 99 
illummirteti unb 13 fcfjwatjeti Äupfcm, ncbjl 10 Sßt^netten toeti bcm 
^0(f)fürill{d) bird)6flicf)en .^ofgarten ju 5Q3urj6urg / gr. 4. 9)?iUcrÖ^ 
^tlanjcn feinem ®drfnecfe):tcon ic. mit 300 löum. Äupfern, ^olto. 
^0n ^let(^cnÖ, mlfroffoptTc^jc Snt&ecfungen ic. mit 84 fUum. Äupfcrn, 
8r.4. >Dcffen ©aarnen* unb 3nfujion6t^)(er(J)en jc. mit 32 jumtfjetf 
fllum. Äupf. gr. 4» (Slabkrö^ mi'fcoffopifclje ^ßafjrnelpmungctt tntii 
unb auä(dnbtTd;er Kaffee* unb ianbtfjfercljen ic. mit ig tUum.^. 9^4. 
@t0ll'^/ Stfaben utib ^EBanjen «. mit 48 iüum. Äupf. gr. 4. SSÜc^DJ, 
7(&bifbung bec 5ß6gcf, wei^t in feinem großen ?[iBerfe toon ben bcei 
!Rcid[)en bec Statut »orfornmcn, mit 40 iUum. Äupf. gr. 4. ^effeit 
3{uesug bec toocsüglictjflcn \jierfüßfgen i^itte / ^'fcfje unb 3nfef ten< aui 
öeffen gto^em 3Betfe/ mit 30 illum. Äupf. gc, 4. u. a. m. — X>ien 
jenigen J^ecccn iiebfjabcr, roeldjc ben ecjlen '5f)etl toon ben tam 
gel* obec ?)iabelf)6(iecn/ unb bie bereits fertigen 33 Tabellen "oon bem 
jweitcn 'if»ei( bec iaub» ober SBidtterbdumc in .^onben fjaben, fönneti 
toerjidjert fe^n , bafj jtc fein mangelhafte^ 3Berf befl^en ; inbeme bec 
bid^ecigc ^Secjug burcf) gefdjroinbete 5ottfe|u"3 «nb beflo gtö^ern '^kl^ 
n>(ebfc cin9cbcad;t werben fpll. 




S5efc&reibunö . 

«Stauben unb ^«f(|)gett)ä(t)fe. 

(grjte 5(b{)anMurt3. 

JDie ÄienfAroten o^fr (Sinftcr. (Suiift. <5enflcr. ®emc{n«r ®lii(l(r. QtU 
(Icr. iReljfraut. @cnc|lc. @cni(lcr. «pfrtcintn. ^ftiemenfraut. @(«c^>» 
<>frtfm«ii. «Pftn^ilpfricmcn. ^icibcpfricmcn. 2Bitf(*<ii. ^xjfcngcil. @run« 
@<ntlcr. Suiif4>ro(cii. Su^fc()rotcn. Sü&nfc^retcit. @rfniifc^>. Srom, 
i8rcnjcn. JPromcn. ^afl. ©djT. ®«(lcr. ©ieiiij. J^aftnbtibe. 3itf>* 
^titi. 2ßi(bl)ofj. ©rinfc^ie. ©ciectjft^ie. <Bd)aä)hm. grauenfd^üef. @cuh< 
fpan. ©rünliiig. ^^friemtn^elj. Genifta. Spartium fcoparüim. L. Sp. PI. 
Genifta anguloft tiifolia. Cytilb - Genifta fcoparia vulgaris , liore luteo. 
Geneft. Cytife. Gtn^ft ördinaire. Gcnert. Sparte. Geneft commun. Com- 
mon or green Brom. 

«r ©üitfttr, M uni tn^gemfin Sicnf(*ro(fn gcnoniK, ifl tin auf hm ^cmlt 
Doben ji<m(ic^ gemeiner ganj grüuec ©fraudS», ber iti (»iefigen ©egenben 
fcKen über bret bi6 oiec @(^u^ ^fo<tf wot^ft. Der ©fainni unb bie Swf'g« bl«!« 
bcn <jut^ im SEßinfcc grun; bie f leinen ®ldtfer aber faden im ^erbfl ab, oon 
benen bie unfern, reie tie Slcebldtter (Tab. I, i.) bret auf einem Stiel (le()en, auc^ 
raub uiib ttjoftig flnb, läe oberii aber fcf>mal unb lang mit einer (Spi^e, ebcr lan« 
jeffenformig, einjeltt anben groelgen |leb<n (2). @ie fommcii ju (Snbe be^ SMpcil 
»bcr 2(Hfang btt SKai jum 58orfc^ein. 

Die fc^pneii gelben «papiKion^bfumen Ca) erfc^einen ju ffnbc beö ?5)?ai, ober 
Sfnfang be« 3uniuö, oben am ®nbe ber 3n>cige, gleic^jfnm in einer 2{(r« bei ein# 
«nber , auf »elc^;« Innge, fc^itarje, plalfe ober breifgebrütte ^ulfm (A. B. C.) 
folgen , in benen «tele bunfdbraunc, brettgebrufte, runbe (gaamen (3.) Itfjen, bie 
Im SKuguft r«if jliib, burc^ mli^c fiH) biefer ®(rauc^ fortpflanjer. 

S( 3 SUm 



6 (^rfte ?(l)5<»ttt»ruttg/ 

sJWrttt ^«t biefcn ^tcauc^ iiit)et ini^mdn bmtn S©albern, unb jwar nic^t 
et)nt (tflcn ©runb, üoc fc^dblic^» unb tiac^jt^cilig gehalten, tvcü bctfelbt «fl<n 2(n* 
ftiig Ijtnbcrfc. 3ci) batc aber boc^ öuc6 juni oftccn bcmctft, ba^ nic^t nur Sc«»/ 
fonbcrn nuc^ fluf bcffcrn 55oben, Slct'tf» ober SKot&tanncn, jwifd^cn benfclben aiif^ 
gegangen, unb n«c^ ausgegangenen Svicnfc^irofen ber i))(aj jiemlicij mit )ungen JPioIji 
pflanjen befcjt gcwcfen, roeil bicfec (?ti-auci> me^rentljeilö nnc^ ad^t cbec je^n 3ab« 
m\ üctlig cerbttbf, tvoju aber ttuc^, wie ic^ glaube, bic garten SBintec (tmi 
beitragen. 

jF)erc Jf>ofraf^) (Blebitfcb gicbt in feinet tjortrepie^en <?in(eitung in bie neuere 
gorftt\)iffenf4)aft ben guten [Raf& , tvenn man groge @anbgegenbcn jiim Junftigen 
Slnbau beö ^cren^olje^ Jubereiten tt5oIle, biefen @in(lerfaamen, mit SBac^toIbcr* 
beeren üermifc^t, barauf ju faen, nac^ fec^i ober acfef 3a^rcn, ba ber ©infTet 
»on felbjl »ergebet , fotc^en (Iric^roeig au^ ju^aue» , üor^yer aber in ben 3n>ifc^)en» 
jähren ©irfen? unb ^^»""föa"'«» «"f ben ^plaj ju flreuen, fternac^ ?D?orgcnrecig 
!()infereinanber $ur 95efaomung orbentIicl> ju bejledcn , wie auc^ öor^jer ©ucfcef erti 
ober SSüc^lein ^lin unb tvicber jtoifc^en ben ©iiiflcrsu flccfen, welche, ber £rfalj< 
rung ju golge , fclc^jen fe^r ausrotten mürben. 

2(h oiclen £)rten wirb ber ©ünfler orbentiic& gefa'et , ba berfelbe bann fö bif 
flW ®etratb (lebet, SJforgcnreci^ abgebaut, unb jur ^«u'rung gebraucht wirb. 

<£i wirb fclbiger aud; ju 55efen gebraust, unb fort ber biirc^ baö 3v6flen abg<# 
brachte ^8a(t einen groben bod? fcfTcn gaben ju (gdcfen geben. 

Die <?c{>aafe unb baö 5ßilb ftnbcn ibre SJubnnig an biefem ^trauc^^. 

@rün brauchen bie Sanbicute ben ®ün(ter gern jiir Streu, ben eerbotbenen 
aber laffen fi( jlefeen, tveil folci;et wenig ober nic^t^ jur 25errae()tun3 U$ SKif^l 
beitragt. 

2)le Q5lumen öon alten ®injlern geben eine gelbe ^arbc. 

Die ©lumenfnopfe werben cor bem 9iufgcben in (^alsroafTer eingelegt, unb 
nacfe J^errn Jfiofratb (Blc&itfd) üor beffer gehalten , a\i bie Sapern. 

^err bu 4)«mcl aber fagt in feiner Stbbanblung eon Sdumcn unb (gfauben, 
unter bem SBort Capparis : „man mae^if bie Slumenf nopfe com ©infter in ggig 
ein , unb braucht folclje , UM ber Sapern , ju SSrufjcn ; aber bicfe Knopfe finb ge« 
meiniglicl? ^arf , unb haben ben erhabenen ©efc^maf nieht , bie €npern. 95iel» 
leiert mad;t @alj unb S|5ig ben Unterfc^iieb. ©ie orbentlic^e Sapern ^eiffen in 



gcrtiitrei* Capres de Genes, gapccn t)on @ciiua, unb bie Äl«nf(^ce(tntö>>ftn Capres 
de Geneft. ©Uf€ TOerbcii itt gronfrcl* auc^ jum 95ratcn aW «a(at aufgefcjf. 

©a« ^aniioöerifc^f ?D?n9ojin oon 1777. gtebt im igten «Stuf pag. 274. einen 
6cfönb«cn 9?u(jcn wn bcn Älenf(f)ro(tn an, ml^tn mit bm botfftcljcnbcn SBorrm 
anfuhren »ifl. „3n bcn (»o^cn J^eib9f(5cnben bec ©wffc^aft ölb«nburg bereitet 
flc^> ber ®auec, ba36m bie gultuc auirodctigec gufferfcdufer oiel iii fojlbac i(t, 
nac^ feiner eigenen Srfinbung , bie beften unb gefunbeflen fflie^weiben baburc^> , ba§ 
er groge in igefciebigung genommene Jfietbfdmpe mit SSra&nten (Sunfc^roten) befaarat, 
»clc^e« immergrunenbe (gtaubengemdcf)« in bem fc^lecfeteflen 95obcn gut foctfommt, 
fcen ^)eibf(^«afen fonbecltc^» im SBinter baö be(le Suff er ift, unb juglei4> bie SBirfung 
^of , baf t6 bie ^eibe oerbümpfef , unb ben Soben feuc^jt er&dlt , welker bann 
t>on bem Dunger ber barinn tteibeaben Sc^aafe fo üielc gruc^jtbrtrteif erljdlt, baß 
er nac^ Verlauf üon (teben biö acl>t Sohren, jtaft ber ^«ibe, für $f<cb« »mb 

8utc ©ra^roeibe obgiebf. 

€ r M 4 r u n 3 
W>biMnm iDon bec ^ienfc&roten. 

2)ic I. MMpUttaftU 

Fig.a. Sin l>lu{»enber Äfroug, ecm 2i|lcn SO?ai 1783. 
b. €ine einjelne Q5lufe , wooon bie Sßldtter abgenommen. 

A. Die grue^fe ober hülfen, »om 5fen 3uni. 

B. €ine J£>ulfc, bom lofen 3uni. 

1. €in SSldtferjmelglfitt' 

C. €ine reife JS)ülfe, öom 2(en 3(u9u|J. 

D. Die offene ^ülfe. 

2. Sin Slrtttersroeiglein. 

3. Die @aamen. 

4. Do« iung« $flflnil<ln. 

* * * 



8 (Sr|!e5I6^attMutt3/ Doit l){tt ^ötBfröut. 

JOm fogenanntc ^acbFraut. 5^cbfginfler. Genifta tinftoria. Geneftrolt. 

Herbe auK teintures. Genet des Teinturiers. Common Dycrs Broom. Wood- 
waxen , Green - wood, 

Diffe* tUine unb «Icbclge (frb^olj wirb jwöc bei \mS nfc^t Icic^it in bw 
SBalbecn, mof)l obcc cinj<ln <»» ben 93ocfaiim«n gcfiinbcn, bleibt mcijten« mit fei» 
nera Stengel oiif bec €cbe liegen, »edieret ober felbige im SSßintec, blutet, »ie 
We Sienfc^)ro(en, aber ipaUt, mit tleinecen Slumen (Tab. IL a.), &at t)iel fleinere, 
lucjere unb fc^mdlerc J£)ulfen (ß. C. D.)/ unb jiemlldS> tUint, braune, linfenfiw 
mtg« @aamen (c) in benfelben. 

£>iefe ^jJfTanje Qtl^kt jwar nic^>t unter bie J^oljarten. SD?an ttjitb aber bocft 
iiic^f unrecht getrau baben , bag man bie 2(bbilbung beffelben ^)ieber gebracht f^at, 
ta fle fe^c oft, befonber^ »on ben gemeinen £eufen, mit ben Sienft^roten öec# 
inengt, unb oor einerlei ®ma^i ongefetjen werbeiu ^at (SUtitfdf («Igt fl« 
bie beutfc^ie ga'tberipfcieme. 

€ r n a r u n 3 
5(bbtlbunöen \>on ben garbtrauf. 

IL 5tupfertafe(. 

Fig.a. Der ©lumenflraug , »om ajflen 3"ll 1783. 

b. €ine einjelne offene 55lume. 

A. Der 2(nfang jur gruc^it ober Jp>ülfe, 

B. ginc a'ltere ^ulfe. 

C. Diefe offen. 

n. €in Bmoiglcin mit reifen gruc^tcn ober ^»ulfen, »om 29ff<i» Üctebw. 
E. F. Dergleicfttn offene. 

c, Die ©aamen. 



« 



9 

3Ck Weimi5(jelcm. Scrberi«. S5<cl)i^. ©cmciiic ©crbcctjcnflaube, S5ccb(6» 
l>ecrflc<»uc^>, iScrbcöbccccit. SBcrlxrijeii. Srbfcibccr. €rbfclbccr(lcfliic^i, 
gcbfclbocn- €rbftc^born. Sgtgbocit. SSerfjc^. aJcrflcfeborn. @aiiccboni. 
@autad). (grtufi-nc^. @aucrad)bctn. gatfcnbom. aOeiiiÖH<jIeiii(traucI>. 
SBciulagcWii. Slßcinjapfcl. SaScinfc^n'irfein. aBciiifc^crUiige. äBciiiWablin?. 
Sßutrc^crliiig. SR^cbatbcrbcerc. gf?ci^bccrc. $at)fclb«r«. «Pcifclbeere. 
a5at)rclbette. ÜicijTclbcere. «pafTclbcerf. «Bcifdbeccf. sjjcummclbcetf. 
Beiberis dumetorum C. Bauh. P. Berberis lacemifera, folus ciliacit. Haller. 
Epine Vinette. Goumarin. Buis de St. Martin. Noble Epine. The common 
Barberry, or Pipperidge- biifli. Barbery. Berbery - Tree. Piperidge- Tree, 
Bridge ■ Tree or Buf h. ßavberre - Buf h. 

angetroffen. (£c blubct im ÜRai unb im 3uuiuö, in tleincn ?rdublein, 
(Tab. III. a.b.) «vie bie 3o^amiiÄbem. <Si( fommen jwifdjen ben »Intfccn 
{»crboc. 

©er Selc^, ober bie gjlumenbecfc l(t gelb, W fecft« oeMe , oii^jebotte 
flfili« 5?(a((er in jroo Oicibtn, unb faftt ab, wenn bie Sni^t migefejt bat. (B.) 

©er gelben SSlnmenblatter finb fecf)ö, bie runblicf», an^gebo», unb efiva« 
grcßfc finb, flB bie «Idttec oom Seid). 3n bec «Blume ftcben blnßdclbe 
etcnifcfät!cn(3), jeber mit jween gelben @(aubbenteln. ©aö ^rüc^t'eiu (A.B.) i|l 
waljenformig. ©ie SIu'«e feat einen feinen , burc^briiigenben ©erud). ©ie be- 
rannte, au* Pom Jfierrn 2anbbrc|l mx jnnndjljaufen in fdncö ^^umutS 
3(en '^betl p. 440. ong«fubrte fcfübnmg, bie gScfcuc^ditig betrcffcnb, {|l feljc 
iwcrfmlirbia. „«B?nn biege an einer im aufgeblüDfeu Slume eine^ i!>rer ©idttec 
mit einem fptjigen «SJeffcr gclinbc 5"cÄf, fo tvicb bec b*runtcr liegenbe @f.n.bfa* 
Den m Q(id)roint t>oma:ti bcmegcn, bie <Staiibbeii(el an ba« «ttgma anbrucfcu, 
tinb nacf, bafclb|l äurüfgctaffencm Sefmc^tung^flaub f.l, langfam n^lcbcr jiirSr. 
lieben, unb bie oorig« euüum «üine^men. 2luf biefe 2ßeifc folgei» bie <Sumb> 
., 3\ f»*bfii 



fa'bcn einer na* bcm anbcrn, biS bai ©(tgma mit ©fau6 tßüi<] S>ebfft if!. 
fein fit aber nicf)t »ermogen, ta^ fic biefe SScrocgung wifber^tofcii. 

^«iT 5Du ^)(;mti fügt in fctucc Phyfique des Arbres (3latütQ(^d)k'Dte bec 
Sgiunic) Tom, II. Libr.4. Cap.ö. pag. 16. unb Uibcrf. p. 132. btcfcc grfarung mit bcc 
JBabcrieblume 110* bte Opuntia gnbianifd^j gdg« unb ba« Heiianthemum groerg» 
ciftuö ober ©oniKiibliinu bei. 

©i< gru(^J ifl oiifaiig* onin (Q, facbf fic^ ab« bei i^rcr SciHgnng (D) fcfcou 
rotf), unb (ttt\)üU in ibrem febr fanrcn 6üft jn«fcn Idnglic&c g^tcinc (4). Sic 5^Iaf^ 
<cr flnb cüfll, jugc ftiimpft , «lu iSiante fein QmW, mit feinen ro(l;en (Stacheln, 
eben ßlfltt unb btflgrun , unten aber rcei^ltctjer mit feinen erbobenen !2ibern , rew 
wn bU SBertiefungen auf ber obern @eite ju feben (tnb. fcnimen gemeiniglich 
fünf mi einem Änopfc^en beroor , welche mecbfel^tveiö an ben gmeigen ftcben. 

©ie Smeige flnb mit febc fpi^igen ©omen befejt , welche einjcln , me^iren* 
t^eilö aber brei an tlnanber jteben , beren ^t\d)t ober 0{ifTe nie^f gut ju beilei» 
ftp» foflen. 

Die gru(^>fe iverben mit gucfer eingemacht, unb auc^ fonfl auf üerfc^iebene 
äSfct gebraud^t. 3n ber @tf>roeb. 2(cabem. 2{bbanbl. T. XI. p. 64. &c. »erbe» 
folc^c jtatt Ut ©fronenfafte« , befonberö jum spunf«:^ angepriefen. 3Do fit im 
Uiberfiuf eorI>anbcn flnb , fan guter Sranbroein barau« gebrannt werben. Die ganj 
jungen äglatter nimt man jum @alat unb in ble Srautcrfuppcn. 3>ic 3{tnb« 
ßiebt eine id)but gelbe garbe. 

5?tc III. Muvftttaftl 

Fig.i. €in 5metglein, mcrmß bie ©la'ttertrlcbe eiifjlefeen, t)om lo.SIprif. 

a. £in ?raublein, mit noc^ gefc^Ioffener SBlüte, 00m 14. 9)?ai. 

b. J)ergleic^>en mit offener SSIüte, »om 29. «D?at. 

c. eine cin$elne iPlüte, obne Sldtfer, um bte {tüjS ©toubfa'bjn unb iai S?ru*(* 

lein ju fe()en. ^ 

2. Sin gclc^bintlein. 3. €in (^taubfaben. 

A. Dflö au« bei SSlüte ^genommene ^rue^tli in, njoöon bei B. mebre re bergletcfeen 
an bcn iöluttraubictn «u feben finb. C. 3n)o a'ltcre Sruc^te, D. 
fetranglcin mit reifen ^^rücftteit, oom 15. <$eptember. E. gin« halbe 
lern JU ?5ni"iff ^'"^"^ ""^ barinnen beftublic^c @tetn cbec 

4. €lu biet« Stiit^it genommeiKC Sern. 5, g|n junget ^pa'mleiii. 

©ri«< 



g«ul)aiim. ^c^Iitigbcabaimt. äBccjcfc^dingc. aßcWfddingcubaunt. Oiotl)# 
f4>lin3f. @c^>n)iif«ii. ©c^ocbtcfcn. Äc^jcriefcir. ^dfetbm. mtbttn. 
SBicbcI. aSicbdbaum. ^abftmitV. @*er3enpal>(t. >}5al>|l. $Pab(lbaum. 
$affc^>fi:l)cii. «Petfc^ccb«». SPfliibflcauc^. Soulbeecf. Äanbclbeercii. ^m* 
leeren. (gct;lcöbeere. 2i)rolec @c^>roinbelbeecbniiin. ^oIbec{)erfeIu. Slccnec 
SKeblbaum. SRe^lftcauc^. 3n granfen ©ugel^olj. Vibumum. Viome. 
Coudre moinfine. Wanfienne. Maufienne. Hardau. Tlie pliane Meally-Tree. 
The Weyfaring-Tree. The Weyfaring oi- Pliant Mealy-Tree. 



!^5^ie Saubelwieb finbet man bei m\t in bcc €bene nur einjeln, öiel ^dufijec 



aber in bcn fleinigen ©ebürgen , m fol(^)t jmifcOcn ben Steinen, aud) auf 
ten Scffc" ffltfl »«e^>ft. (?ie erreicht bie ^obe tion adjf big neun Sug, relereobt 
tiefe feiten (Tnb , »eil fie nocf» fleiner ocii ben 2euten iu ©eicaibba'nbern , ober SBicben, 
tvie man fte bei mt nennet, abgefc^nitteu n>erben. 

Sie gegen einnnbcr über ftebenbe 551atfer fi»b jieniHd[> gro§ , ot>af, tjcii 
iDeiölic^ec ^avht, müis, befonber^ auf bec untern (Seite, wo fttS) |tarfc 2(bern, 
auf ber obern @eife aber groffe SSertiefungen jeigen. 

©ie ä81uttn6pfe (Tab. IV. a.) fTcbet man fc^on jeitig im ®ommec »or^cr, 
<^€ bie SSluf« jum S5ocf4)«ii» forarat, wel(^e6 in bem barauf folgenben Ü)?ai gc» 
fc^ic^et. 

DieiBlüte (c) i\\ tvei«, ^ot fijnf ©faubfrdgec, «nb fleljef in fe^iirmformi* 
Ö<n Breiten Sgiife^eln beieinanber, auf roetc^e bie ooalc platfe ober bteitgebrufte 
tunbe 95<ere folgen , bie anfangt grun(ß.), fobann rot& (C), nnb bei ibrer 3eiti* 
gungfc^marj (Tab.V. D.) (Inb, unb einen fe|>r garten ©aaraentern <i.) ^»abeiv 
burd^ welche {It fic^ tjetme^iren. 

(Stamm unb 3n>«t3f 0"^ ^^^^ J<»6<' ""^ twecben, wie fc^on oben gemelbet, 
|u ®ctrflibbdnbern ober jJBieben noe^ lang Weggefc^nitten , bag mau alfo bei un^ 
«uf eine ©ta'rfe oon biefem (Strauch ober auf ^olj nie rec^^ne» barf. 




f8 2 



g?rtc& ^tvvn ^tofrafl) (Blcfttfi) geben bic geraben iffe gute 3\'>5rcn ju 
Sobaf^if&pfcn. 3fJac^ eben Xycmfclbcti f«ibt bie ?<iii3c bec Q3Iä»er haß ^aav fdjmnrj, 
Hiib ifl tfiii mM<n unb traiitfii 58icl) jtiti dglit^. J>i< iSrerc lieben tic grofeii Sßpgef, 
Miib bie gcfottene , in ber fcbe einige Seit müjcYirfe üiiiibe bec SBiirjel iinb bciS &tm* 
md gifbt einen guten SSogedeint. 

Stöc^ J^crrn iDu Ainmel finb bie ^rfic^ife biefe^ @(raiicf)^ stifammenjiebenb 
imb fublen^ nnb roerbcn Jiim ©urgelreaffcr bei ben SntiunbutTgen beö -Cxilfe? oec* 
ctbnet, bienen md) jur i8e»c|?igHng ber S«»«- 3" ft"<n' ?rnitt braucht man bi« 
fdbcn, ben ©urc&liuif jii tltClcn, unb olö cliien Uibecfc^lag, baö sSrennen bec guU 
fcenen 2iber ju Uiibec«. 

T)tc IV. Äupfcrtafcl. 
Fig a. Der 95lut{tI0^^f öem 6. 9^ot>cmbcc weither fi^ in bec SO?i(fe be^ 2Ij>ciW »U 

b. ofnet. 

c. ©ie offen« ffilüte, öom lö. ?D?ai. 

d. (£inc eitijelne 951ufc, wocan bei • 

A. bie iungen ^cucfericin ja feben. 

B. Die Sci"^*« ober «Beere com 7. 3unf. 

C. €in« ®eece, com 9. 3^lt. 

S:)ic V. 5f upfcctafcf. 

B. ®in 5melglcln mit reifen QSeeren , 00m 9. (September^ 
f. 2. Steife gaamenferne. 

j. 4, £itt Slflt «on b<c tintcrn unb cb«u Seite, tjom 4. fSimmUt.. 



»3 

hievte 5(br)aiit)htn5, 

JDIe •^utibobecir. ^^rtrlrlcgcl. ^><?rfcrnc. -f>nrfrc»cr. jF)arfI)auni. ^arttn. 
3?otI)ern. ^arfrottcrn. DJotftgcrfcn. üvcf^ln-iiihofj. ^ccfeiibiiiim. ^m\H( 
Uu^tmdf. JfuffliJbcfre. Jciifcl^mcttcrii. SBilbf öurlijcii. Cornus fan- 
guinea arborea, cymis nudis , ramisieftis. Linn. Svft. Nar. Cornus foemina, 
C. Bauii. Pinax. Virga Sanguinea. Coiniolus. Oflea. Sanguis. Bois punais. 
Cornouiller fanguin. Sangui.. Sangiiine. Sanguin ordinaire des bois. The 
Bloody Twig. The wild Dogwood. Dog Berry - Tiee. The female Coinel- 
Tree. Prück-Tree. Gatten Tree. Corne-Tice female. 

\^icfcc tt<^)t hiß jc6m(?(f)uf) l)o^6traii* mdc^H bduab i" jcbcm 9?o^cn. Snhpft, 
gwii^f unb Siift« )tc{)cn odcnuil paarrociö , ober gtcjciicinanber über. 2)(t 
JBIumfii jci3<" n4> in« ?9i.u ober '^wmi in jicmltc^ grof?cii X^olboi (Tab. Vf. c), 
Ui urib iiebin ttimiibcr, biü^cn niic^ bl^mcilcn ün ^crbjl noc^ fiiiiiMK 

X)ic gnicfttc (A. B. C.) fliib Mm, nln^f , mifaiig« gcune, bei ibrer 5ei({# 
flwng im .ificrbtl fc^roarj« ?Pecrc , babcn oben einen iKabel , eutbalfen ein roibriije« 
l^erbeö 50?arf (i.), unb in fclbigem einen (>amn ge|t;-fiftc» Äeni (2.), n^orinii 
ein« SKiinbfl U-) befinblic^ ifl. 

©{< !?ld(tec (iiib bfinnb eben fo, bic eom (Fornelfirfc^bflunt, oben griiij, 
«bec uic^t glaiijenb , unten etwaö blaffet unb mit feinen reeiffen ^laaren befejt. 

Diig .^ols i(t »ei# »on ??örbe , T^arf unb jnb, taugt eorswglfcö {« J^btlocten, 
«nb bie langen rotten (?e^ü|Te iu £obaf^pfeifento()ren,. wann ft'e mit einem giul^cn» 
>eii ©rat au^gebronnt re»rten. 

©a« tton Jp)ercn ^^ofrafö (5Ifbitf* «ngefub«!.' , mS tten Speeren bure^ ^oe^jen' 
«Hb Spteffen bereitete S5reunol i|l noc|> an ben rcenigjlen Orten befannt^ 

Die SSccmebrung biefeS @lrau(^3, bie aber nic^t (elc^f wirb wrgenommen 
»erben, gefc^ie&et bure^». bte Seere unb bur* bie aßurjelbcut. 

525 j tu 



€ v f ( a r u n 

VI. 5?upfcrtafel. 

Fig. a. Sine SBIumcnfnofpc , üom ii. S)?at. 

b. (£in 3n>ci9l«i» n>if Slütfnopfcn , Dom 30. «Kai. 

c. €ine SSlumciiboIbc mit offeittn Sgliitcii, eom 26. ^imi. 

d. €tiijclitc SBlüten, ivelc^>c ntc^cciif^cil^ eiec« <tni3c at« au(^> fünf 95ldt(cc, 

unb eben fo ttiel ©tduUfabcii J)al)£». 

A. £in jungeg Scucf)((ctii. 

B. gcuc^te, eera 3. 2iu3ufT. ^ 

C. Sveife ^vü^U , eom 16, ©epfembec. 

1. etnc ^fllbe gcuc{)t. 

2. ©cc in bicfec gruc^t Icftnbliclje :Kcrn. 

3. 35cr offene :Sern. 

4< SWflubcl auö bUfem ^ecn. 




gunftc 



iOtt /ooUev. polier, ^ohin^ev. 4;olIunt>cvflvau(fc. @4)m(irj<t ^j^Iiin* 
6<rlJe«r|lcaucö. 95flum6olbcr. SKcc^jJioIbcr. %\itbtt. glibbcr. S5liet>fr|lrauc& 
cbec S5aum. ©c^icbicfcit. ^dljiliffii. üvo^fcn. ©c^ubicfciibccrtlrauc^. Sllbor«. 
(gc^roacjen S8ccc|lcau^. 2(l()frn. Sturf)Iciii<{>oöcc. Sambucus (nigra) cymis 
quinquepartitis, caule arboreo , Linn'. Spec. Plant. Saoibucus, fniftu in um- 
bella nigro. C. B. Lin. le Sureau. Siifcau. Schu. Scobien. Sambuc. Coulou- 
brine. Alder. Elter. Common Alder or Elter-Tree. Buur-Tree. 



^"^^ mU mm bie ganjfii QSlumcnfc^irmc an b<a ©ttclcn in cin<n mamadtjUn 
küntun Ifig cintuiift iinb fobcitm mit l)ciiTcm ^c^malj in ciiitc ^jmu batt, 
mldjti c\n ®cüd)t gifbf, baö fben iiicftt {it o<racf)(fn t(T. 

£)icfe J^olbcrflaube ^e^ort mit unter bit anU^vMi^iitn , unb if{ einctf t>on teil 
ljuj(i(ti|l<n @e»d(*f<n. 

©eine Slu'tfec (liib gtpcbcrf, «nb ^alxit gmctniglic^ öuf icb« ©dfc br«t 
0ball«n3lic!? juaefptit« Q5ldtletn uub am Snbe cineö / mld^ii jtrtrfcc unb gcogcc ifl, 
«l« bic an ben @cltcn, fu l>flbcn «ine f{^^ne öcünt gocb«, ottc eine» fe^c reibri< 
gern ®cruc^. 

öic roeiögelblic^c S5Iiime« (Tab. VII. d.) machen «nfc^inlic^e grof e 6c(>ftme 
<tnf einem (tarfen in eiele flcinere 2(fflc lertjjeiffen @ficl ; rie4>cn nic^f unnngene&nt, 
unb eine jlflrf mit 55lnmcn befejte ©taube mit i^um fd^önen @cun , möcf;t ciii 
ungemein prdc^tigeö SUnfcljen. 

€in ganj glaubttücbiger «Kann ftal mir ju libdä), eine ©tunbe eon niuni* 
5trg, eine JF)oaer(tttube gejrigt, bie »oc einigen 3a&ren, llatt bei- geivobnlictieii 
weingelben 95löfe , über unb über {<f)btt rofenfacb gcblu^jet, aK-r aut^> nur biefe« 
finjigcmal , unb er ^»atfe bamaW bem fei. ^'errn (?ebeimen 3Iaif) Zvew einige 
©trauffe »on biefer rofenfarben 951iitc jw feiner grogen iBemunberung ubcrbrac^t. 

Sie anfa'nglic^) grünen Q5ecrc (Tab.Vlll. A. B ) färben ftt^ im ©omntec 
xcii), unb enblic^ im ©eptcmber fc^roarj (C), ba fle bann jeitig flnb. 

Sa« ^)oIä ifl jtemlic^&art, Idft (1* PoHren, unb iu afler^anb fleiiiec Drec^n* 
ItrarVelt getraut^«». 




i6 %m\^tt^l^M\ln^. ^omfä}mxmm\^\m\\ü\^oüa. 

Sic gefc^ccteii iBIumm mrhen eon beii Stcrsfeii, abfoiibccU^ t>em ^<rn» 
Zi^ot , jur 9frjnot) fe jlart «iivjcpriefeii. 

©ie flciiicn noc^ gcfcfeloffcucn 5?(iimcitfnopfc (Tab. VII. s.), gcl'cü mit Od 
«nb einen ntdjt u!ifln3encl)mcn (?«Iaf. 

Der auö bcn 5?ccccii gepreßte @af( wirb 511 diiem bicfeii obcc2atn)cr3e 
ctn(5cfct<cn , «i\b ecii beii ?aiiMeutfn fe()c |tac? juc iUrjtict gcbröudjt 

©cc fc^warjc -Ooltcc g«!)cf im (Schatten unb guten etrunö feinsten 5?obftt 
ktdit auf, auc^ rocnn bic Seriic «ii^gefdct ttcrben, ttjclc^e bann »td (Idrfcre 
Stamme geben, M bie t>on eitigetteften Siveigcn, ober b<:c SBrut. 3m (ganb 
fommt bcr J^odec nic^t foct. 

©ie ülbarf mit tvctffen ober gciincn 3?eecen (Tab. Vlir. B.) Id§t pc^» ntcl^f 
t)om Noamen »ccmc^ren, fonbcrn biefeö muß burcö cingeflcftf ©d>!ui(lti\gc obcc 
5mdge 9ef(i)c^en. 3d; tabe bie rociffen See« fec^j^mal auägefdet, obec aflemai 
fdjnjflvsc Secrc bctommen. 

Die t^eifTen SBeere braii(t)t man nac^ iltilfers ©artnerle^tecn in (Jngeßant* 
jH Frontignac , unb bic baoou gcfötteiw £atnKrgc i|l Diel angene^mec , bie eou 
ft^tvavjcn Q3eeren. 

©ie oon fo eiden angegebenen ^eden eon ^oVxt {tt»b »Mi feinem fonbec* 
Jit^cn Dhijcn. 

S)ie Vll. ^u,vfertafer. 

Fig. I- €in SnofpenättJd.'jIcin , oom 12. ^^ebruari. a. ©je jnnge 55lute t>om 4. ?0?nf. 
b. ©tc gvc^ern 9?Iiimcnfiippfe, 00m 29. c. ©ic cjfencn dnblattcricftcn 

^Elimien , anlcfjc fünf obtr auci) nuc t5icc (£tnfii>niftc unb eben fo cid (?taub# 
fäbcii c\. fjaben. A. Sie ^rui^fe ober igeere, oom 22. 3unt. 

^ie VIII. 5ri{pfcrtvifcl. 

B.c. ©ie zeitigen f(t»iirjcn unb gnlreu ober irclffcit Secre, eem i. (September. 
i.ß.iiS 3imcic IHM» b«-n fc^rearjen unb wciffca iScercn/ unb 2. bie (?aamen* 
foniec ^iicen, bereu btci in jeber 55ecre ftiib. 



i7 



^)oIbei-(lt;auc(). 55BaIbboIbcr- Siiilbct ^lolber. ÜJcffcn, Äclfeit/ Äcl^feit. 
Staubeiibolber. Sdialoflcr. (Scl)tebcf)en. 3tt)itfd)cn(?aube. 3tvi(fd)cnbect< 
ffaube. Sambiicus raccmofa rubra. Sureau ä grape. The mountain red 
berried Elter. Red berried. Alter or Eltcr-Tree. Harts Eider. Clu- 
fter- Eider. 




er ^)iicfcf)f)olb€t i<l cinetraitc^/ ben niemals &(Jber/ <)M 6. biiS 2 @(*u& 
angettofcn ^abc. 



Sie blattet ftnb Qefiebttt, me an bem gemeinen S^oÜet, mit fd)W(irjen 
SSecren/ aber »tel ficincr, unb meinem (£t:oc()tcn nac() eon ncd) rcibrigetn ©e» 
ruc()/ al^ iene. 

Sie ^luffndpfe jeigen fii* fcbon im €ommet fcot ber ^(ilfe (Tab. IX. 
a. b, c), meld)e aiiö QdbUdjin Blumen in fleincn Xrdubiein be(?cf)e(, unb ftd) 
mei(t fdjoH im Sipvil öffnet, auf rocicfje fleine rotf)e SJcere (Tab. X. B. ) 
mit iroeen, meirn-ntbeiliJ aber mit brei 5?ernen (2.) folgen/ oon benni bic Stie- 
le/ nebfi bem gonjcn Sudjiblein tott) finb. Sie S5eerc tvcrben t>on ben Sroffef« 
unb anbern groffen 23dgcln gefudjf. ^Jert f'U ^amel giebt unter bem 2ßort 
Sambiicus aw/ einen Ott, roctaiif man 33ief) njeibcn »olle/ mit ^ollerltauben ju 
umfangen, ireil felbige tjom SSie^ un6efd)dbi9t blieben, unb ^lerr »cn etiiben« 
Vrtu* in feinen anfong^gnuiben bct gor(?n?iffenfd)aft §. 1771. prcißt bcfonbecS 
bicfen ;?irfd)bolber/ ben et fccn ©üben ^»olber nennet, ju Sdunen ober (Sinfaf. 
funaen an, »eil betfelbe itegcn feineö unangcne&men ©efdjmacfo »or ber 5Ber* 
bei?ung beö ^Siebes unb 2ßi(bprefeö fid)er fei). 3d) 5abe öber »on bciben bie 
gegenfeitige (Srfabrung, unb S?evt S?cfratb <5le&itf* fagt, bog ber .^»irfd} bie 
Glättet bicfeß ipilben S^oüetiS fe^r gern genieße. 



2)ie IX. ^u^fcvtctfel 




©le X. ^upfertofcK 



B. €in 3n)cig mit reifen SSeeren t)om aa 3lugufl/ «nb 
I. ». eine fealbe ^ecre/ nM ben ©aamenfernen. 



III. 



^ ■ — ===^^^=^^ 

Set SeBaffer^olbcJ'. 55et fSad)lMbn. ©c» SJff^olbec ^jirfc^Mber. Set 
©d)Wclgen&aum. @^roal6ecrbaum. (Sc?it)Ql6iö6eftbaum. ©c&mlfen» 
Baum» ©d)tt)(»Ife«i6eerenbaum. ©cfiwalgeö&ecrbniim. ©(tmeiöbeetbaum.- 
Äalf6ecr6aum. ßaöinc^jen. ÄaQinfen. (3aünUn. /palinfen. SrofjcU 
Beeren. gacEeI6eercii. 9)?arf6o[j. 3jo(^ , (gcjjgigßeej^oij^ ©oofeflieber/ 
©dtifcfTieber. 55ed?()olber. SKalinen. 9)Ialtnen(iraucft. Viburnum Copu- 

lus) foliis Lobatis petiolis glandulofis, Linn. Sp. PI. Obier.. Opier,. 
Aubier. Obier des bois. Marfault aquatique. Marceau, The March- 
■ Elder. Watcr - Eldcr. 

k SKenge bet auf toctfcöiebenc SSeife/ öucfe buücfe ScSret6efe?)lei: imb grop 
Untt>ifrent)cif entltanbenen IRamen/ bnben/ bei bem CSWangcl einet rid)ti» 
gen €tfenn(ni§/ ben ^HJaffeirbolbee cbet <SdimUenbeetfitavi(i), Viburnum Lan- 
tana, ben beuffcften S)xa(fyen ober Xpejcenbaiitti/ Prunus pndus, bie Si^einweibe^. 
Liguflrum, ben S^atttkQel, Cornus fanguinea, ben Saulbaum / Rhamnais fran- 
gula, unb meliere berge(?at( mif einanbec r>emmt,- bag biete Sorltmdnnei: nocö 
i^t faum Wi^en, wie fie baraiv finb. €^ giebt alfo nod) teufc^iebene e^ief» 
©d)eig« unb ®db»ci§beeccn/ ctlictie ^«ulbdunjc / ait(^ <Potfd)ei:ben unb «Pap(l« 
tveiben/ obfcf)on »on allen biefen nur immer ein cinjiger ber nja&re f«!)n fan unb- 
fott. 

liefet BUaud), tuelcfier nocö feincm^ &efd)kd)t ju bem @(*ling6aumc ge* 
i)Stt, bringt ebenfaß^ 3tvi(ter6Iumcn (Tab. XL d.) roie biefer, nur mit bem 
llnterfc()icb/ baß ber 5Ba(fer^olber(?uau(*/ auömdrf^ um ben 3Janb ber ißlumen» 
fJrdu§e xio(i) eine britte SMrt ganj unfruchtbares roeif griSfTcrer SSIumen CcO 5at/ 
t»el(*c feineö &t(<i)le^tß finb, njeil i^ncn bie jur ^Sefcuc^tung roefenflicl) n6t[)ib^ 
gen Steile feblen. ^ei ben ^mitterblumen if! 

bet Äeld) ein fe^t fleincö mt(f)en, mit fünf gleiche» 3«5«c6en/ weldtje^ 
äbet ber gtud)t figet/ unb nicfjt abf&dU 

Sie 

») «Ölmt mu§ fic6 b«r)ev imtei' ben angcfübrteti beutfc5cu 5?(imnt Bio« tiac^ ber cifeti 556; 
Bemumg xid)Un, ebne ftcfi iv« mac&e» jit laifen, wenn bei »erfc^tcbenen Siiunien of* 
ter« einerlei 5^nmen jn finbcn finb, i»eil ein iebev mi öev beigefügten SJDbilbung unb 
SSefc&veibung leij)t evFetmen fnn, wldhi bie wcbre SDenennung in feinem £gnt»f ijl, 
ißjbalti a- ben ©tvaiKi) obcv «Bditm in. ^lauim mit bei- Stbbilbung »evsleitOet.. 




St« 55[«mcntroiie ifl ein einjeritc^ ^tSffetcS S5kt, iai halb hof)l, Mii)tet> 
ßtet öIocfcttfi^Kmig/ 6alb mef)t geöffnet imb plattet gcfunben wirb, mit filnf 
ffumpftunbert/ junlfgebogeneit (Sinfc^nittcit/ tvelc^)e hei ten greflcn «nfni^tba* 
reit 5>liimett iingfeieb finh. 

S)ie ®taubt!ciQct (c.) finb fünf banne gobcn/ tveldje gleiche iange mit bee 
SSlume ^nOcn, imb njftffe rimbe ©taiibbulfen tragen« 

5>et ^lumengriffcl 6e(Tef)et in einem ritnben SicrÜocfc/ (vefc^er unfct bet 
Slume fTe&et/ oöne ein Sntd)fri>5rc()cu / beffen ©feile eine fegelfJrmige Srüfe 
mit brei flnmpfen Starben üetttit. 

3aö @oameube()altniß ijt eine nmbe/ einfalle/ ttJofTcrigc Sßeeve (B.). 
Set ©aame befief)et in einem einjigen fe[)t batten/ runben Seine. (2-) 
Siefcc ©trauet roitb in aßcrfei ©nmb fcutd) ganj (Snropa gefunbe«/ aUt 
in bem locfctn feuchten 5iBalbgtunb, in fc&attigen SBalbungen/ an^ fogac einem 
fumpfigen/ in ben Srlenbufcöen/ an ben Stiften / 5ffiiefcn/ Surfern/ S<!mmen/ 
95dd)en unb fnnbflratfen/ if! et eotsilglid) getne/ weil in bcnfclben bie !35nfj6l 
fcl)t weit um fiel) greift. Gt wirb bafelbf! ein f)of)er/ (lattev/ imb weit au^ge» 
iceitefer Qtmid)/ aucf) wo^l ein mafftget ^«um «on ß 6i(J lo Suö i^od). 

Sie 93lattet öaben mit ben S)ldtfern beö weiffen Sl^ornö eine 2Ie()nlic^feit 
unb gemeintglic^ brei tiefe Sinfdjnitte/ welche an i()tem Slanbc wieberum mit 
fleinen £infd)nitfen ober 3dl)nen tictfe()en ftnb. 3&re Jdngc betragt (wann fic 
öuögewacfefen l)aben) ilbec cier/ unb t()re Streite über ßrei 3<^^- Sie '^tiek, 
woran fte (Tef)cn/ ftnb übet einen 3oÜ lang/ unb ^in tinb Wieber mit fleinen 
brufenartigen ^pimfteti beberfef. 

Sie fdcöerfiSrmigen/ weiffen Sfiimen bli!f>en im 3""'"^ ^uliwi, mi 
fommen auö ben iZlnfdgen ber 25ldtter fe^r fja'upg ^erüot. Sie beeren/ weU 
d)e, gegen bie »ielen Blumen geredjnet/ ftd) fpatfam anfe^en/ finb Idnglicft 
runb/ rof()/ mit einem wd(ferig=fduetlid)ett Sleifite angefilöet, imb iljte diiffetti- 
d)e ^)avtt l)at einen befonbern ©lanj. 3« 5)?itte finbet (id) ein platt ge« 
btiiftet 5et5fi5rmigct i)(ixtet 5?ern. 

Sie Sweige ftnb biegfam/ aber babei 6rijcfiig/ unb ()aben eine (Torfe 5D?arf. 
vH)U. Sic Slinbe i(! afcl)grau unb jdbe, unb baö §olj &at eine weilfe garbe. 

3()te Sottpflanjung gefd)ief)et burc^) ben ©aamen, bur* (Einleger unb bur* 
5Ui^()e&ung ber bei alten etdcfen in Spenge Porl)anbenen bewurjelten Sprog« 
liuge. 3n dUmt beö »obenö ftnb (le nidjt jartlic^/ unb man fcarf aud) nicf)t 

g a fcffiircö' 



befurcßfett/ bog i^tc 3tt>«i3e t>«f<* (trenge Äaüe im SBinfec befcfcabigct 
werben. 

©a^ 4)oIj tvifb »Ott bcn ©c^uftem ju 5}3fli5cfen unter bie 5I6fdge genom» 
mcn/ unb ouö ben 3njei(jcn rocrben ?Jfeifentof)tc verfertiget/ bie ben 58ort{)ett 
^abea, ba§ (te toon 3eit Seit biegfamcr werben / meil bie ^eudoüQieittn in 
bie Öejfnung ber ©eitenwdnbe bringen/ unb ben Surc^gang beftanbig frei er» 
(»alten. S)\e SÄuffen foUen bie ^eere effen/ bie fonf! einen unangenehmen &e* 
fcbmacf für unö \)aben. Site SSdgcl ge^en ihnen begierig nad) , unb bafeer »er« 
btenet biefer ©traud) feinen SPlaj in ben Suftroalbern. 



Fig. a. €in 55I5tterfnofpenjwetgfein Bom 8. SOIat. 

b. ©ergleicfcen mit ^lutfni5pfen bom 13. 50?ai. 

c. d. e. f, g, h. gin offener ^lutftrau^/ ucbft beffen einjelnen Xheife oont 

18 3fiiniu^. 

A. Sie 55eere »om 3 Sluguff. 

B. Steife 55eere »om 28 Oftober. 
1. a. Offene SSeere biePou/ unb 

i. 4. ©er innere 9«nie mr1> balbc ©«ömcnferm 



©ie XI. :^upfertafcL 




21 




^et Kofen^olber/ Qd)\\cebaÜcn\ttaudb , SJonroftn, SSraiinvefcn/ ©dbrn-pffit, 
^oacrtofenbaum. Vihurnum opulus rofeum. Linn. Sp. PI. Caillcbone, 
Pelote de neige. Tain blanc, L'obier fterile. The Gelder- rofc. 

^^iefc^ iil dne^lbatt üon bem »oröergeöenbfn, tvffc^e ficf) fef)V l)oiifi9 in 
'■^^ beit ©dtteti beftnbct, oon bet mau tiber eben iiidK Oemcifcn faii/ baf ftc 
in irgenb cinec ©egenb von Europa tt>ilb gefunbcn roirb. (£-JS »fr inbeffcn bccö 
gu »ei:nuitl)en/ bag bkfclb« üon einem JiebbabeV/ n)eld)em fie mhl <\efiel/ ic» 
genbroo müjTe angetroffen tttutben fei)«, iinb bnf; auf foldje aßeife il)re'2lu6brei« 
tung unb 5Set;met)tung beroertflelliget woibcn ifr. 

©er llnferfcf)icb jtvifd)cn bem gdjiieebaflenftrflud) unb bem SBafTcrrjoIbee 
begebet in ben 25Iiimen. Sic fi^en ludn boIbenformi;v fcnbetn in einer run» 
feen Äugel/ (Tab. XIL e.) äufammcngejogen / nebcminanber , bic fdmtlidjen 
€mfd}nttte roerben fo grog/ alö bie diilfercn (£infd)uittc bcr auiferen 55liimen an 
bcr ^)aupfart ; fie finb flad) aucgebreitet/ nnb man trift nur Heine S>;uren/ fo. 
tt)o^l bet (Stanbfdben (d.) alß bcö ©taiibroeges an. ©le finb cl)nc föenid>/ 
tvie an bem S5o(|erbolber/ unb crfdieinen im sinfang gtnnnjeiglid)/ md>\)et ober 
werben fte »ollfemmen weig. 3f6rc ISIutcjeit i(t im SDfonat Siiniuö un& 
Suliuö. 

S)a fie wegen bet SBilbung ber 9)Iumen feine SScerc liefern fdnnen/ fo laf» 
fen ftc fid) mit burd) Ableget unb berouricite Sßtut »etmel)rcn. 

SSon i()tem ?S5ud)fe unb in 21hfel>ung bcö 9^u?enö fnn tjon biefem Sfrauk 
^c baöienigc gelten/ rcaö id) bei bem 5ßa(fefI)olber angcfilbret fcabe/ in fonjcit 
cö nomlid) auf bicfe SIbart pafifen tan. 3n ben ©arten unb *J.*flon5ungtn met« 
»cn fSc megen if^tet ^dufigen^ SSiumenbaßen ale eine Sterbe gebraud^ct, jveld)« 
i^nen eine reijcnbe ©efialc geben. 

!t)ie XII. ^upfertafef» 

Fig. a. (Ein SnofpenjtBcigfdn com 9 SRai. 

b. ©ie iungc SliJte com 12 SKai. 

c. d. ©ergletd)cn »om 7 3untu(J/ nebfi 6cn etmi »crgrdffecfm ©puren 

bcr ©taubfiSben. 
c. Eine ganje ^lumenfugcl ober SSIutbaHen t>om 22 3uniu^. 

€ 3 SReun* 



«neunte ^b^anblun^ 

Syriiiga. 

tSen biefem ©efc&lcdjfe finb uac^lTe^cnbc actcn fcefönnt 
I. ©et gemeine fcfciiie fpaitifc^e S^oUnnhen, bec 6(aiie Silaf. tMi(d)e ^ol« 
Iiinbet. 2)et ©»ringeiiftraucb. See ^feifenfiraud). ^uf auf bic SKagb. 
Siringa (vulgaris) foliis ovato-cordatis. Linn. Sp. PL Lto. The com- 
mon blue Lilac, or Pipe-tree. Lilas. 

olgenbe ftnb bie Äennjeic^en btefeö ©traudbi : ©et Md) fjaf eine SJIumenbe* 
de, bic einblättrig/ i-iSötig unb Hein ifj. £)e£ ^Janb i(t eierjaf^flig/ a\ifu<i)t 
Jinb beftdnbig. 

Sie S?i:one i(! dnbldfftig, fnc(;tei:fi5i'mig, bie DZd&w waljenfo'mig, «nb fe&t 
Inngj bie Wunbung i(J eiert&eiiig/ abflebenb/ jutacfgeroat; bie Sappen finb 
filetc&breit fTumpf. 

Sie etaiibfabea finb jwecn fer)C furje Stdger, bie ©taubfieutet/ wetcfi« in» 
nerfjalb bei; Ätonenrofjve fic& biffittben/ finb Eiei«. 

Set ©fenipel, an mld)enx bec Sfuc^ffnoten fic6 befinbet, i(! länglich, ju* 
fammen gebtuft, sugefpi-ät, smeDfadjetig, imb äweiflappig ; bie ©c^eiberoanb 
flbec i(t fc^mdlct: alö bic i?Inppen. 

©et ©aame i{l cinjeln/ ldngli(^/ äufammengebsuff/ on beibcn €nben 4uge* 
fpiäf/ am Sianbe ^dutig. 

©iefec <S>tmid) ifi nadj bei- SOIeinung »ecfc^iebenei* ©^riftüefler/ eigentlicö 
in 5Perfien S?aufe, ob er gleich iejo beinn&e in allen unfern ©arte«/ unb na* 
^etrn von <-)aller in ber ScOweij/ in r;oc(){iegcnbett J&olitingen wilbwadjfenb 
angetroffen wirb. 

S)ie 55ldttcc {)aben eine obalöerififrmige ©efTtrif , fo, bag fre unten an bcn 
©ticlcn breit finb/ gegen ben <Snben bin aber laufen fte fpi§ig ju. 35r ^au 
jiemlicf) oif, ifete garbc bunfelgrun unb glatt/ auf ber untern gldctic finb fic 
aber matter/ alsJ aufber obetn, i&c Dianb i(t ungejdönf. ©ie ftgen nocö fpdt 
^n bem ^»crbft an bcn Bmeigen. 

©ie blauen SSlumen (Tab. XIIL b.) crfc^einat im 3»ai unb Suniuö, in 
groffcn ©trdisffeu/ unb baben «inen aagene&men ®er«(*. 

©ie 



Sie äiiffcre Dlin&e feer Srodgc iff afcftgraii / bie unff c betfelben tefinblicfee 
«6er Qtm. Seibe jufanimciigenomnien geben einen ja()en 95a(l/ aiic^ finb bte 
iungen unb bunnen Sie(!e ja&e unb bicgfam. 

©n^ Jpolj tft n)ci§9eI6li(^, fet)t f)att , bei ben alten Stimmen <xUt fc^)ön 
$o{& geflammt, unb lagt fidj aud) gut poliiren. 

Sllle Ibeik bicfeö SJaumö^aben einen dufferjt Sitferu ©cfcftmaf. 

SBa^ ble Sortpflanjung biefeö (gtraud^d anbelangt, fo fan man bcnfetOeu 
jivoi: buccfe ben ©aomen üctmet)ren; ba aber biefeei eine lange 3eit erforbert/ 
wnb bie alten ©täcJc Diele bewurjelte ©cftijglinge treiben, fo ift eö ratl^famer^ 
lejfere auöju^eben, ober ond) nur 3n?eige einitilegen, njcil foldje febr balb 
SEur.^el fcblagen. 3" einem guten ©tunb erreicl)en fie eine ^)ol)e von i8 bii 
20 guö, fie gcbei()ert aber nu^ beinahe in iebem (Scbreid), fe[)r roo[)l, njcnn 
nur nid)t aUjutrocfen i|l. 

2(l)it iaub wirb fe&r oft uon ben fpnnifc^en Sliegen nOgefreffen. 

Ser befonbere SSort^eil, ben iljr Slnbau oerfc^alft, belTe^ef in ber ^ierbe, 
womit (Sarten unb ?pfTanäungen prangen, weil il)reS5lutc einige Seit fortbaucrf, 
ein lebf)afte^ Slnfe&cn t)at, unb foroo^l jur Qjcbecfung ber Sauben alö an bett 
SBdnben fcbr l>raud)bas iff. 

Saö 5?oli i|t ju Sced)öler« unb anbern Slrbeitcn, alö fleincn ÄäfTgen unb 
ttie^rern bergleid)en @acl)cn braui^bar, unb belommt burcfe eine toltc, mitScftei» 
SewaflTcr ücrfertigte S5ei|e, eine fd)5ne r6tt)e ^citbe. 

2?Dn einem <l)funb Blumen eif)Ht man ein CluentQen dl/ ba^ bcm tHiM» 
fer^oljdle im guten ©erud)e gleich fommf. 

2.. ?Der wcijT«, fpanifc^c ^oUunber. ?Dcr wciffe fi.ilaP. Syringa , flore 

albo. Tourn. inft. Lilas ä fleurs blanclies. The white 'Lilac. 

Siefer i(i t)on bem eorbergelienben nur eine 3lbart, bei ber bie 3tt3fige 
wel>r aufrodrfö f!ef)en; bie garbc ber Sjldttcr ifl ^eUgruncr, bie duifere Siiube 
^eflgrouer, unb bie Slunun (Tab. XIV. cO fmb weiß. 

Sie 53lumenbufct)el finb tt)ot)lried)enb , öon bem 2lnban unb ben übrigen 
€igcnfd)aften aber Idft fid) nid)tö weiter fogen, baö biefe» SSaum »on ber oor* 
feerbefcbriebenftt .^auptart Mnterfd)eibe- 



3. ©er 



3. jr»cp rot^>e, fprtnifcfec <5)0Utm^el•. E)cp t•ot^>e ÄiUP. Syiinga, flore fa- 
lutars purpureo, Tourn. inft. Lilas ä fleurs pourpres. The Scotch Lilac, 
or purple Lilac. 

55ei biefec jrootcn SJbarf/ breiten ftcö bie ?meige noc^ mef)i: auiJ/ unb bie 
95(iimett \)aien eine tof&e gatbe. Met bloö roegcn bec ajetfcöiebenf)eit bec 
garbe i()ret Blumen/ werben fie alä eine befonbete Sterbe in ben ©arten unb 
CPflanjungen gefucfttf bieö i\l aber aiicö atte^/ man öon biefec Slbart ju fa« 
flen im ©tanbc i|?, 

€if (4t:ung £>et: 5(&Mlbuitgett toom Matten ttttl) tDeijfeii 
fpaittfc&en ^odttttber» 

3)ie Xlir. ^upfertafef, 

Fig. a. €inc Slutfttofpe eom 10 SJpril. 
b. (Ein 95lumenj!raitß 00m 13 SKai. 

,c. €ine geofnefe Sßliime/. wobei bie @taiibfi!ben/ ©(aubbeufelc^en/ ttnb ber 
Steld) jii fe(;en, 

A. B. Gin ©aamengebau^ bom 16 ^imtii^ tinb ©cptembfr. 
C. ©er «Saame l)\emh 

®ie XIV. ^tipferfafeK 

Fig. a. ein Änofpenjmciglei« üom weiffen fpanifcfeen ^lollimber/ bom la gebr. 

b, ©ie Sßlutfnofpen t»om 10 SIprif. 

c. €itt Slumen|Traug oom 5 5}?«i/ unb 
, d. (Sine einjflne gedfnete SJftime. 

e. (Sin ^laf »on bcr obern Seite. 

A. 3njei ©aamengefiaufe bom 16 ^uniu*. 



6aiim. ^mtf)oli. <))fiiffcnfnppel Jc. Pei-foon. p. 249. Evonymus euro- 
paeus. WillJenow. T, I. P II. p. 1130. Ev. europaeiis. gcanj. Le Fiiitin 
commun. (Engl. The common Spindle-Tree. S3ccft(?nn. 2^.11'. ©.347. 
n. I. Sei; gemeine <epinbcl6rtunt. ». S5ur9^borf. £(;. II. n. 189. 5)ii«i3e. 
meine ^pfaffen^ütdjen. E. europaeus. 

in bcfanntet ©trauet, bet in Xicntfdjkwb I)aufi9 in .^cc!en, 53iifc^en/ an 
gdiitie«/ a5erf)L>Ijern u. f. K. milb ivdd)|T, (St en*cii-f)f eine Jpcf^e l^on 
10 — 20 guf . Seine SSIutenfi-onc entfaltet fid) ju (Enbc beö 9);ai, if? roeißgi-au/ 
freuäfdrmig/ offen/ Uierbldttertg uub fdjliejjt meificniS ütcr ©(niibgefdge unb ei» 
nen ©taiibroeg ein; bte Starben ftnb pfciemenfotmig ; ber Seid) ifl grun unb 
tierföcO gefpalten; bie S3luten(fiele finb jiifommengcbruft unb f}nben bieU 93Ih= 
fen; bie gezielten 93ldtfep finb crrunb» lanjctfotmig, jugefpijt gvitn, im S^abfte 
voti), am Sianbe mit feinen ^dljnc^cn t>evfcf)en; bie iungen groeige pnb grün 
unb öicrecfig, im Silter vuub unb grau, btr ©tmiim ebenfalls gtan. Er l)at ein 
feinflberigeö/ bla^gelbeö unb 5d[)eö ^polj , baß jit ©pinbeln, 3a()nf?cc()ern/ 2a» 
iatßi-6{}ten , 'Slni>dbüd)äd)itt, ©d)u[)äTOecfen unb £abe({ocfcn gebrmicfji wivb. 
Sludj gute SJciö « ober 3eid;enf o^Ien tann man auiS bcmfelben terfertigen. 

€!J?anfc^neibe(ttdmIi($ 3 — 43offfange,c(ma5eberfiefbicFe^»^fjd;ctT, 6inbe( fic 
mit £>ra()t in einen SBufdjel unb uberjie^t if^n tJiit 1l)Dn, bet mit ©anb butdjge» 
fnetet i^, unb laßt i()n an ber ©onne ober in ber öfcnn>drme frofnen. hierauf 
legt man ben ^üfd)el in baß gcucr uub Idf^t i()n burdjglu[)en, nimmt if)n bann 
ttiicbec ()etau3 unb flopft, wenn er üoQig ertaltet ifif ben S()Ott herunter, unb 
bie Siciefo^Ien ftnb fertig. Sie ©amenfapfel, wcldje, wenn ftc gefd)Io(fcn i(!/ 
eine SJefjnlidjPeit mit ben üier'ecf igten 5?dppd}en ber fat^olifc^en G)ciftlid)en lyat 
unb bem ©traut^ ben 2Ramen gab, ift ()od)rot{) uub f)at üier gdd)cr, in beren 
iebcm ein pomeranjengelbcr ©anie liegt. SO?an trift auc^ juweilen filnfecfigtc 
©aracnfcivftln an. ©ie geben gcöo()ren unb mit Sllaun öermifdK/ eine bauer&af« 
te gelbe garbe. ©etvofnct uub gcpulDett foUci: fic baß Ungejiefer an -Kenfd^en 
«nb 23iei) toben. S^f ©enuß ewQt UebeJfiit unb Grbred;en unb if^ ben ©d&fl» 
III. JLbeiU 55 fen 



s6 B^^ttte 5(6^önt)Iuiiö, ton &em ^faffenl^utcl^en. 

fett ein (Sif(/ ien ?llotf)U1)ld)en abet , Ik ben Eintet {\i>tv U\ mä iUxierc, cftte 
«nf(^öb{tc&e ©pctfc. Set ©traucf) i(? ju ^ecfett brauc^batr unb laßt ftcf) butc^ 
©(imett/ bctt matt tttt £>ttobev auöfaen tarn, uttb butd) Slbleget: fortppanjen. 
(Sc^netbct man i^)m iung bic SRcbenjttjeige <ib, fo etlangf ei: eine ^aumform. 

Um SRurnbecg wädtü tiefet Strauß in bem ^»etfettgdßc^ctt n«(() Ut S}eu 
ten^ütte ju, imb fonfi noä) an Dielen anbern Orten. 



Tab. XV. 

Fig. 1. €in 3wei3 mit einer fid) ofnenben Änofpe. 

a. €in anberec, an welcfjen Sluten unb Sidffej! me^t, o&et nod) Mä)t $(»n| 

cntttjicfelt ftnb. 

t. (£in tton bem namlicfjen ^miQ abgefonbertct: ^U\tenfiiel 

b. u.c. ein SBhitcnfliel mit einer ^alb unb üi^ttig entfalteten 95I»'itc 

A. (Sin ton ber Ärone entbliJßfer ^lütcn^iel. 

B. (Eine iungc §rud)t. 

C. €tne (St)nlic()c altere/ unb 

D. eine nod) oltere. 

E. Gin 3tt>ei9 mit reifen gntc^fen, 

F. (Sine aufgcfprungcne Scud)f. 

G. €ine t>erbotrte grud)(, unb 

H. ein !lt)eil üon biefer t>on innen an .iu fe^>cn. 
a. (Sin ©araenfern. 



T>ev 5tvergl?ollun&cr. Slttic^. S^miq. 5?rau(^olber. SRicbctboIbec. Älein« 

JVilber .^olbcl* !C. Perfoon. p. 3 13. Sambucus Ebulus. Willdenow. Tom. I. 
P. IL p. 1494. n. I. Samb. Ebulus. grati;. Hieble. Yeble. (fngl. Dvvarf 
Eider or Danewort. 5Bec()|?cin. 2^.111. ®. 489. n. 3. SfC^n^etS^oßunbcr. 

ed)(teitt''0 unb ö. Sßurgöbotf ()abcn biffeö ffaiibetiarfigc ©etviidj«? in H)ten 
gorfJbudjcrtt ni(^f aufgeful}« ; t)cmut(}lici) be^wcgcn, tvcil feine (gtcngct 
ni(J)f ^oljaKic) finb, tm SBintec abfictben unb ej> bör)er alfo nucf) nid)t unter bic 
gorflgcit^dd^fe im engern Söerfianbc genommen, gevedjnet »erben fann. Sinbere 
forflfimbige ©^riftfteller hingegen, }. 95. ©lebitfd) j(S^Icn eö, eicllcidjf wegen 
feiner auöbautenbcn SBurjeln unb ber genauen SSerwanbtfdjaft mi( ben übrigen 
^oUunberorten/ noc^ barunfer. 

£>6 wir nun gicicf) ber a)?einung bcc crfTen Beitreten / fo glau6en wit bodbi 
baß wir un^ feine 33eran(roor(ung jujie^en werben, wenn wir biefe^ ©ewac^ö 
nod) in unfern 5)3(an aufnefjmen, befonber^, ba fid) bic ©renje jwifc^en ben Sorf?. 
unb anbern ©ewdc^fen \>küei<i)t ntd)t fef)r genau |?erfen laffen mag, unb bie 216« 
bilbung bera Äiinfllec fo gut gcratf>en t(t. 

Ser gwerg^oaunber W(5d)R in Seutfdjlanb ^dufig an ^)oIjungen, SBegen, 
öuf Seibern, unb md) meinen 58eobad;tungen mc^)r auf lettigen unb feud)ten afö 
©anbboben, unb fc^ift oUc ^a^te einen 3 — ö §u§ ^o^en fraufarfigcn ©tengel 
in bie S^ot)e, an beffen ©pi^e fic^ ein 2lftevfd)ivm jeigef, wdd^cr (id> örcU 
mal tbeilt unb wei§e an ben ©pigen rot^e, flart riec^jenbc ^(uten ^at. £cj. 
tere ^fnen.ftd) im SRai 

Sie Äronc tfl regelmdgtg unb funffpaltig, ^at inwenbtg fünf ©faubge. 
fdfic «nb einen ©taubweg o()ne ©riffel mit brei Starben; ber Äflc^ ip ««• 

Sa bldtte. 

*) a:af*enbl(5ttct bft Jot(lbot«iiit. aS5etm«t I79». 

•*) 9!acb >l)i)IJi* «nb ^offmaiin im 3ult "«b SIiipll; »• Delfinfen ftfcon «ot bem DÄal. 
aSetmutMid) liegt ber ®runb bicfet «Perfütcbeiißeit tu ben «rfttiebfiicn taltevn ober wit: 
meta Crbftti*en unb inbem Imme anljaltenben Pber furj bauernben Slßii'tetn. 

••») ÄoffmminamfliigefübtteitDrtemerrtait, bag bi« (Jinfd)nttte ber fltonc l)oM , eiförmig JM= • 
gefpijt/ «n ben ©pißen ftwmm unb bie ©tnubbeutel lin9(i*t finb. Sfjtfrc fmbn«* 
®4»bet runblic^t. 




tlätkm, funfmol ^ejo^nf, UeiUnb> imt (ragt fcOttatje 5)eeren, S^tc S(en* 
ödWdttct fiiib gepantt, Qefiehett, lyabm 7~c, einiubannjetfürmige, fageöctt» 
gc Q3lat£d)eii; imrcn an öen £>(attfriclcn fiijcn ätvei blafterurrige Biarram 
jatjc; bec »ddje, marfigc ©tcngel ti)eilt fid)' ui mehrere Sttcigc,. hk chunbet 
gegen über flehen, ©eine SSurjeln bauern üuß, iinb er tann fe()r leidet burc^ 
fcieiclben fortget^ffauät werben. 3n ©arfen (;at man ii)n nidjt gerne, weil feina- 
QEurjfln ftarf wudjern. 3n ben 21pot^)fffn werben fc.ft alle Xl)cüe biefcr'bi»er»i 
spflftnje bcraijt. QluiJ feinen S?ceren mrtc()t man eine Sotiperge, mdd}e Dorjugi 
lid)er.al^ bic am ben Speeren btß fd)roörjcn ^ponimberö fetu foU unb ^ier in 
Slurnberg unter bem 2Rcimcn2irrid?latu-cige unb t(;eia'er a(tJ tene öer^auft tvirfc 
Sncfy jum Sorben werben bie SBecrcn migctvflnfct 

3n ben ©egenben nn^e um SRarnberg öabc ic^ biefe fSflanje aaf meinen 
®onberungen nod) nic()t angetroffen, wot)I aber brei ©tunkn ftott ^iecauf^beia 
a)?ori|er£>er3 unb auf einem lettigen Sief er fyiwtet iauf. 



Tab. XVL 

Fig.. a. ©n Slüf enjtvci 

A. ©ie S5cercn. 

B. groei äur .^alfte get^eilte beeren wöbon bie jur gingen fentted)t mb bie 

jur Siedeten bejinblid)e hjagredjt ierfc^nitten i^, mit ben %am befinb. 
Uf^en ©amenfornerm. 



©tauten-' Ulli) ^tifd)öemdc&fe. 



S^iengmcn. 3ii""t'c9f'- £intsii6eet-firauc() jc. Peribon. p. 56. Liguftrum 
vulgare. Willdenow. Tom. I.P.I.p.4r. Lijurtrum vulgare, grailj. LeTiöenc 
comniun. gngl. The common Privet. ^cd;ftcin. 2f). HI. @. 99, n, i. S^ie 
gemeine 9i{)cinwcibe. t), ^uvgöbocf. Sf;. II. @. i3a> »84- ^' vulgare, 
©et JiguflcK.. 

^S^sie 9Jaintücibe i(t ein gemciitei* ©fraud), ten man c-ffetd an Steden unb 



''^-'^ SSor^oIjern Kilb anfcift/ unb ber nad; einigen eine .^o^e t)cn 4 — 8! 
twc^ anbetn *) »on lö gug cri:eid)t, 

©eine weigen gtvitfeebliStcn ft^en on ben (£rtben btr 3tofi9< ober in bcn 
fSSinEeln betfelben, fomnien im 3iini unb ^uH f)enior unb bilbcn traiibciifor* 
tnigc 3n\'d)cl oöci- eine tjröawgtc Hifpc. Sie Ärone i|l einbidrfetig, 
tttd)terfüi'mijunb in »iec (ginrd)nitte get^eilt, mit jwei Staubgefäßen unb einem 
etoubwege, bet eine jweifpaltige (^umpfe SRacbe f)at; bct 5Ccld) ifi cinbldtierig, 
f<()c flein, unb f)at »iec f leine 3d^ne; bic 2Mactci- finb lanictformig iitiÖ 
etwas Tpit^'S/ glcitt unb bccb , von bunfelgtuner garbc unb paavmeife,, auc^i 
ju 4— unb ncdj mcf)rern gtucfcn in einem ©tdiu^c auf fef)c furjen ©fielen 
ftinonbet gegen nhcv ftetyctib.. Sie 9iinbe beö ©lainmeö ifl gla« unb afc^grau. 

S>a^ S^oli i(l Oai'f/ ja&e unb wcigric^, fa'gt fic^/ wenn eö (cocfen i|T, 
fd)«.ier bc^aubeln; bieut ju fleimn Sredjsierafbriten, jn guten 5}rcnnf)dj baö 
gute SIfdK gibt. Sie iungen^weige twcbcn eo.n bcn ^orbmad;ern benujt, unb 
Die wol)lncd)eaben 'Blumen geben ben 93ienen ©toff jn ^)onig. Sie anfangt 
grünen, bannfd)ronv!cn, gidtijcnbcn beeren/ njc'djc im £)ttobet u«b3^oDcmbec 
seif ivctbcn, ^abcn einen puvpui-totf)cn ©oft/ womit bie 2Bcin()dnblir ibre 25et= 
HC, unb bic 5?ai-tenmad)ec il^ve 5?flrten fdcben. ©ie geben eine gute 33a|Tcrfar= 
te, unb mit v>evfd)icöcnen3ufd§en eine vot^e, purpurne, üiolcte, fd)n>av5c unb 
griine garbe. Sie ©amenferne geben ein gutcö £)cl. See ©traud) bient ju 
^)ecfen unb £auben/ wirb aber fe()i- »on ben fpanird)en glicgen t)eimgcruc^f. 
©eine goctpPanjung gcfd;ie^t om Uid;teften burd} aSutäclfproffen. unb Sibleger. 



*) ». SBurgöborf. 



2Juf ttoäenm ®antie tmmm fie nic^t fort. & qxU mäf »ölt biefce «pffanje 
eine ©piclart mi( immer grünenben ^lattctn, bic in Sfalien ju SpaM^e «nb in 
unfern ®dr(en alö 3ierbe angetroffen wirb. (£ine anbere ©pielart i(i bie mit 
fd^drfigtett S3l4tfern, bie mit golbgelben ober ftlberfartigcn ©frcifen »crfe« 
^en finb. 

3m SRürnSergifcOen traf iä) biefen <Bttaüi) in ber ^»ecfe beim ^»Qaerfd}tog 
tot best grauenft)ore/ nod) ^diifiger aber auf bem SBege i>on ^erolb^berg nad^ 
(£fd)enau unb na^e bei SReu^of on. 

Visen ^upfertafel. 
Tab. XVII. 

Fig. I. Gin iunget gweig mit aufbredjcnben Änofpen. 

3. ein ^meig mit einer nocf) unentfaltefen SBliltenrifpe. 

b. (Sin al&nlici)er mit öiJflig enttvicJelter Jßlute. 

c. (Sine abgefonberte 9>iute. 

d. ^in jur .^lUfte get^eilteö Äronenblaff mit einem ©fautgefdge. 
e S)er ©taubweg mit bem baran befiinblidjen fleinen ,Relc(^. 

A. 3unge unreife ^Beeren. 

B. 3Jnbere df^nlic^e öon ^dljerem Sllfer. 

C. €in 3weig mit ganj reifen S5ceren, 

D. (Sine ^alb ierf(i)nittene reife Sßcere* 

2. €in ©amenfern. 

3. Set ndralidje i)Alf> ierf((;niftew. 



31 



2?er Ämijöom. ^irfdjborn. ^unbö^olj. Sarbeborn. «ffiegborn. ^utgiec« 
fcorn. Äreujbeete. ^löfengrün. 9i^eiii6f<re. Simfelbcetbovn. 9Be()born »c. 
Terfoon. p. 243. Rhamnuscatharticiis. Willdeiiow. Tom.I. P. II. p. 1092. 
Rhamnus cathaiticus. gcanj. Le Nerpun, au ßourguepine. giigl, The 
Purging Buckthorn. 95e^(tcm. III. @. 343. n. i. See gemeine SCBeg' 
born. ü. SSurgöbctf. 2^. II. ©. ai6. m 357. R. catharticus. See gemci« 
ne Äreuäbocn. 

^Stt Ätciijbotn, bec b(i(b (!i;öu^ar(i9 , klb bniimottig ongeftoffcn wirb, 
t»ac^(? in £eutfcf)Ianb «n JDecfen, in ajotJ^oljei-n, an Söiefen imb 2Baf. 
fetn tvilb, unb emic^)f eine ^of)c oon löguf. (Sc ^)at baö ©gene, bog et auf 
fccfonbem ©tdmmen Swittcrblutm/ juwctlcn bloß mamtlid>e jutvcilm 
vckbn bloß vüeibltdx 2)efnid?timg6tveif jc"0c l'<^f- 9^'^*' 
grünen, fef)r bif in ben 21bf(;cilungcn bec grocige unter ben Sornen (igenben, 
^ßlütenfommenimSKaiunb^uni^erüot; bic2\ronf, obcrbcr j?e(d?, wenn man 
pe ^iec fo nennen will, ficht offen/ iff ütcrmal gifpaltcn imt> trid>tcifor# 
mig; bie l^lhmx (tc()en bisweilen gegen cinanbcr übet, niei)rent()ci(^ aber 
»ecl)fe(^tt)eifc an ben glreigen, fmö cirimÖ jugefptit, ^ellgtün, fein gcja^nt 
itnb bie weisen Slippen auf ber unfern glad)e laufen in 58ogen nod) bem DJanbc 
jufammen.- ©ie Stengel ftebcit rtufiTcbt, cnbigeti fid? mit einem geiw 
Öcbm ftcbenöert rpii5rgcn 2^ortt, gegen weldje bie unfern fa(t gegen cinanbcr 
«6er fJe^enbcn 3wcigc ein Äreuj bilbcn, wo^cr ber SRarac j^rcujborn cnfflanbcn 
i% ©eine fc^)wdd;crn 3IefTc, bie ^xd), wenn fic fic^ aut^breifcn, auf eine ange. 
nef)nte 21rf ^crunfer biegen, fatttn inö bunfelrof^c, ber 2, 3 — 5 SoumcnjtarJc 
©tamm eine glafte braune Stinbc. 

S)aö gelbe ^olj ift fe(t, jd^e unb an ber 2Burjel maferig,- ein »ortrcflicljc^ 
gjus^oljju ©rcc{)ölcrarbeiten, etoffnopfen, epa^ieifMcn, jum Sinlegcn, ju 
ffeifenf epfen ; ber ©fraud) bienf wegen feiner bornid)fen unb bif in cinanbec 
Wrt^fenben 3wcige ju guten ^)ecfcn, 3" 9?ufftd)t a"f bie geucrung jeid)net ftdf> 
ber Ärcujborn unter ben übrigen ©traud)artcn auf eine tjort^)eil^affe Slrt auö. 
©ic Siinbc fdrbt gelb unb braunrot^. 

Sic SSeercn cntl)alfen tjiet ©amenforner, finb anfangt grun, bann fc^warj 
ober t>ielmc(>r bunJelbraun unb reifen im ©eptcmber. <Sie ^aben, wenn fie 

•} 9?«* ©lebitf* 1(1 (i<f*n)atj, n«* ». 9Sur8«bcrf fltatt. 



32 



«od) Böttougen grön unb ^att fmb, ein gruneö g)?acf, ouö welchem ftitfn eine 
fd)i5ne gtune ^atie etlyaU^ tvcnn man fie ja-quetfdjt/ bufd) Seintvanb pi-effef unb 
ben öuf btefc 2Ji't er^aftcnfti bicfcn Saft in einer reinen §?lofc fo balb alß möglich/ 
on einem warmen £)tte/ ober «od) befftr/ in ber ©onne ttofnet. Seim ©cbroud^ 
biefer garbe bcbient man fid) beö biegen ®afTer^/ ba^ man aud) jur Sibonberung 
unb Haltung berfelben mit efwne' Silaun tjcrfegcf. 2BiU man eine gelbe garbe 
gewinnen/ fe jerquetfd}t man bte ganjen, getrofnefen 55eeren ein wenig, ftreut 
gepulverten 2ilaun baraiif/ j56ergic(;t [ie mit etwaö QSaJTcr/ unb prefjt ben ba» 
burd) csfjaltencn gaft burd? ein Sud; / unb bie garbe ifc fertig. 3» S^itf freic^ 
bereitet man aiiö biefcn SSeeren, wenn fte reif fmb^ taß befannte JSlafengnin 
(Verd de veffic), tnfccm man bie 5er<|uctfd)tcn 53ce£en burd) glaneß prejfct/ ad}t 
Jage im 5veller flef)en, unb fie biß jur ©icJe beß S^oniQß in einem tupfernert 
-Sveffel e?nfo(^en Idf^t, !>icrauf mit pultjerifirtem Silaun beflreuet, fd)nell burc^ein= 
auberrufjrt/ unb bann in Siafen bei'ber 2Barme trofnet. Sövan braud)t biefc 
garbe jum 9)?alcn unb gacben bei ^})aptcr^ unb $«ber^. 

S)urd) Sjerfe^en fann man bie garbe aiid) fdjc'n [)cd}rof^ unb tiolef ma(^n. 
2)ie äkeren weld}e / fo wie bie Svinbe l;efti9 purgirt, werben auä) bcn ben 
S)ro|felarten fe(;r gefudjt. 

Sie gortpflanjung fann bur^ Siblegung ber gweige, nbd) Jeidjter öbet 
burd) bcn"€amen gefd)cl)en. SBeun man Samen jicf)en will, fo mug fd)led;ter= 
bingö barauf gefef)^! werben, baj? ju weiblid)cn ©tdramen cntweber wieber blog 
monnltd)c, ober Stamme mit 3witter6!t'iten gcfejt werben/ tveil im cntgegenge' 
fejtcn galle feine S3efrud;tung gefd)ff)cn unb alfo aud) lein ©ame l)er»orgcbrae^t 
werben fann '•'-''^). (£t fommt faft tn icbem SBoben fort, nur nidt)t in moraftigen. 

3iindd)(T um SRurnberg traf id) i{;n am 3vanbe beß SJorl^oljce bei ber untern 
Sirg in ©eftalf eincfJ f leinen Sdumdjenö, in ber ^)ccf< om ©d;af^of unb SBei» 
gclijt)of unb n^d; anbern £)rten in ©fraud)ge(lalt an. 

(i-fflavung £)'a*^iipfevtofd, ouf \üeld)ei' bev ^i'eiijbcm atgebilbct ifl' 

Tab. XVIII. 

Fig. I. (Sin Bwetg mit (iuf8ebti>tl)enca .^»nofpeii. a. (Sin fl6nli(j)pv mit ito* me&r fRt«)tcPe(teii 
58li!ttent. b ein piveifl mit ber iölHte. c (Jiti etaubiiHJij. d. ©ie .^ronc. e. ©te 
mnimliche sBIiite. t)(5in octgtöpcrtoö ©tiif »om^.eld) mit einem ®taubat'f«ÖJ. A- €t= 
«e iunae Jrucljt. B. Giiie nbniidje nltcie C. (Sin jHneig mit bcm an tifft ß-vilje i^eben: 
bf n ®ra(i)i'I imb ben reifen Seeten, D. (Sine bulb jetftbntttfne ^rud)t. 2. (5in (äamfn= 
fem. 3 Sin iuüiie^ ipfifliijcljcn wom Ämiäborn: ber üuetftti^ b«r* ben ©tiel ^eigt 
bie Dbciflidje bet Erbe aa, mi iveldjet eö hervor ging. 

. ■ 'S^leiv 

*) 3* jmeifle ob bie «Beeten reif fein mi'igen, b« ba« 5Ä(tff berfelben, reenu (te ivei* trerben— 

unb ^«nn ftnö fie meiner 95Jeinmi8 na* , reif, — ettie ^Ul,feIbrflu^e garbe betommt. 
**} Unimflenbe Sin'ftcr, bie »ieaeidjt ben Untirri(bt in ber Sorf.oemddjötunbe i^berfnuipt unb 
tiiöbi-fonbcre bie .ftenntnig be« »lütenbauc« unb ber i3efvuci)tuit8<5«t ber f fluaien fAt 
uberfliiiTia bßlteu, mesen iid; ^iec eineö SSeffein beleljvem 



33 



2)ie Pimpecnu^. ©aö 2obenfi5pfleitt. Sie Klappernuß, ©et tobettfcpfBaum. 
35te tvilbc ^tfJojic. Sic gemeine ipimpcrnuf. Perfoon. p. 314. n. i. sta- 
phylaea pinnata. Willdenow. Tom, I. P. II. p. 1497. n. 3. Staphylaea pin- 
nata. gcnnj. Le Nez - coupd ordinaire. gncjf. The five leaved Bladder — 
nut. ^c^ftein. 2^. III. ig.489. n. I. ©iegefjeberfcSpimpcrmtß. ».Swirg^» 
fcorf. 21). II. ©. 257. n- 003. ©ic funfblattcrige ^impci-nug. 

in in Scutfd)Ianb in walbtgtcn unb Sergigfcn ©cgenben ttJtlbwac^fenbeir, 
etmi felfenec ©tcaud^/ ben feine gcftcöcrren Slötrciv bie gemeiniglich 
«u^ fünf bcHgrunen/ langlid^t cunöcti/ «mÄanöe gejabnten/ 23larf* 
4>eii bcjteben / »on feinen ©attungöüerwanbtcn un(etfc()ciben. 

55ec ©famm ifi broungrau unb mit Idnglidjten/ tt>ci§cn feierten Siijfen tterfe^en. 
©eine iungcn 3tt>etgc ftnb bunfelgvün, ^abcn Änoten ober SBuIfle, an wcfd)en 
bie fSlättetaile f)muß wadjfcn; an biefen figen bie fafi tjiet 30B langen 93Iutett« 
flielc mit i^rcn ^witterbitlten. Sejfere ^aben filnf (4nglicf)te, auf3crid){c(e ,Äto= 
«enbldticr/ innjenbig fünf ©taubgefdgc «nbbtei ©taubwege; bct Mit) i|l fa|l 
fü lang alö bie Ärone, fünfmal get^eilt «nb grün gcfdrbf. 

2Ju^ ben jweifa^cn Srud)ibc()dl(ni)Ten entfielt eine mif 8uf( gefüßtc/ ött' 
fang^ gcilne, bann »eiggelbe ^dutige SJlafc/ bie im^ $tt>ei SBdnbe get^eildf! 
«ttb in jt»ei ©pigen au^gel;r. 

3tt biefen S5lafett liegen jwci ^atfc fngefic^fe gldnjenb6raune, tm£>f(o5er 
tcifc, ©amcnfdrnec, bie eine entfernte 2le^nlid)feit mit einem Jpirnfcdebcl ha- 
ften f TOo^et bet Siame Qloöenf oppein cnf fiunb. Sie ©araenf^rncr werben in 
einigen ©cgenbcneon Sinbern gegejfen, obgleich) i^r ©efdjmaf nic^t eben ange. 
»te^m ift. 3n fatl)olifcl)en gdnbern bra«(^f man fie ju 3iofenf rdnjen, aud) lagt ftc^ 
ein gute^ £arapetti5l aui i^nen prejfen. S)aö ^i>lj if? »eig unb ^art, unb biene 
iu öcrfc^iebcnen «einen SBerfjeugcn. ®ic S3li4fc ifl eine «Ra^rung fiir S5ienc«. 
©er ai&wecfeölnng wegen trift man i^n juweilen in engl, ©drten an. 

€r wirb burc^@amen, welcher ein ^a^t lang in bcr Srbe liegenbleibt/ 
e^e er aufgebt, gcjogen. & erreicht niemals eine befrdc()tlicl;e S^i^t unb »et» 
longt bcmungca(^)tet einen guten 55oben. 

tun SRurnberg fal> ic^ biefen ©trauet in bem e. SSolfamcrif^en ©arten m 
im ^aüett^üt «nb auf bem Äird;&ofe bei ©t. ^o^amiß. 
' III. Cfeeil. € ^Vtliu 



34 ^im^nicQlhf)Cint>lum, m tct ^mpmui 



Tab. XIX. 

Fig. I, Sin fleJnci* Btt>«i9( o« tvelc^jem bic 5?nof})ett ^cr»ot6tfea()«tt. 

a. €m SBlutenjltcf mit tiod} ntcf)t entvoideltcn S5lufen. , 

b. €in giveig mi( entfalteten unb unenffaltefcn Saluten, 

c. ein SSIutenfliel, bet »on bcc 5?t:one iinb bem tntW^t ip, bamit 

bie fünf ©taubgefflfe fidjtbat tvccben. 

d. 55er Staubmeg mit bem Äelc^. 

e. Gm Staubgefäß. 

A. eine iunge ©amenfapfef. 

Tab. XX. 
Fig. B. (Eine fafl reife ©antcnfa^^fel. 

C. ^in Sruc^tiliel mit feinen f»:aH6enfi5rmig ^crittttec^angenben teifcn 

Änpfeln. 

D. Sine bcfonbete jum »iettcn t^eil ^e^fmte ^apfel, bamif bie Camcthf 

ferne ftd)tbar werben. 

E. ein Saraenfern befonberö. 

I. ein l)albgeüfnetec ©amenfern. 
ü. Set mnere , ePare Sern. 

3. eine ^ßanje im Siufge^en mit bet batan &«f.nblid()en Ätrnf^ofc. 

4. eine tunse ^flAnjc. 




äelbmen. Sif beeren. /Jeibefffaube it. Perfoon. p. 3 8 7. n. i. Vaccinlum 
Myrtillus. HofFmann, p. 134. n. i. Vaccinium Myrtillus. gtüllj. Les 
Airelles. Le Bleut. . gngl. The black Whorts, Whorile - berries , or Bill- 
berries. S5ed)flem. 3:^. III. n. i, gemeine fydbelbme. t>. Sjucgöborf. 
2^.11. ©. 271. n. 632. ©cfjwatjfjeibclbeerOraud). 

\r)iefe nicbrige/ friecljenbe «nb fTatf wud^ierttbc ©taube tft ein fc^u befannfe^ 
©ettjoc^^/ ba^ in ben SBalbimgctt ton ©eutfc()lanb, »orjuglidj im £un£< 
fcuföifc^en aiiffetorbentlic^) {jmiftg ongetvcffcn tvivb. »ndjfet gern in bcm 
©cf/atten bei: gierten» Sßirfen. «nb S3uc()entt)albungen *), unb Hterjie^i ben ^0. 
teu fo fe^jr, bag fa(T fein anbereö ©etvnd)^ jwifc^en bemfeiben (luffommen fann. 
SBie nadjt^eiJig ba^ct bem auffeimenbenOamen bet .^oljarten i(i/ bat>on fann 
fid; iebec Ieid)( bwc^ ben Slugenfc^ein «Ibcrjeugcn. 

3n rou^en, fyofyen ©ebitgen u>a(i)ii biefc f flanke m ^oc^Ren/ ^fferg utct 
jttjet gug ^od). Sie i(! auöbauernb, ^at gvunc/ ecCigc/ aftige imt) jabc 
Srengd/ an roel(^)en im gJIai auf einjelnm Stidm/ wci^tlt^lidjc 53lutcn 
r)erüoc f ommen. S)ct Äel^ if! fe^c f lein, gan? unb bleibenb ; bie 5?rpne einbldf. 
tfi-'iö/ fc^jellenförmig mit jucufgcbogenem unb tiemal get^eiltem diante; bec 
<Stau6gefagc finb ad;f, bie ©(aubbeutel ftnb jwei^iJrnig; ber ©(aubipeg einfad) 
unb langet alö bie ^faubgefdge. ©ie Scece wirb getvö^nlid) gr^ger afö eine 
Gtbfe , reife im 3uli unb Siugufl unb fic^f alöbann blauf^warj au^. ©le l^at 
Diele fleine ©amcnfdrnec. Sie 2Matfcr jiitö fein gcfagr / eirunb unb fallen 
bot bem 2Bin(ei; ab. @o nac^jt^eilig biefe ©toubc, ba m fic uber^anb nimmt/ 
ben iungen .^oljpflanjcn »erben fannj fo niijlid) wirb fie auf bet anbern ®eifc 
t>uvd) i^re gcudjt. 3m Suneburgif^en witb ein fc^r ou^gebreitcter ^anbel ba= 
mit getrieben. COIan tterfaufte bafelbjl in ben Sfa^tcn »on 1780 — 1787 fuc 
ttiei)r alö 67000 Stt^lt. Seim 2ibf?reifen tebient mun fic(> geroifltet, befonberö 
fcöju »erfeütigten ^dljernen Äamme 

. e ^ 3n 

•) 3» t>en g^ütnBergifc^eit a«(bem traf (le «u* Ijiiuftg ««ter eic^ldume«, «bet aa<S) tn 
«V „Sof'^'if'orjerit an 

?•) 3m 9nuiil>frflif*fti, »0 biefe «Pflauiei« »ieCfeictt nt*t fo »iele Srücbte tragen, dl^ im iime-- 
buigifdjen, ftnb biefe Äämme m*t stnbf)nü<i>. SJlte «nb iunge ajeetenpflötfet aflr«"*« 
We Wogen ginget. 



Sti bcr ^»auö^ölfung sem'cff man bie Sbeeten t^em to^>, f^eilel öfMf^ 
dn^matijt unb gebiJrrf. 9J?an bcteitet auß i^nen mit SÖott^cil SStanbrnein. 
$agf man ftc in ctncm eifernen SOJ^rf« foc^jen obet oiclmc^t mttotnen btö |u 
einer fc(tcn aKaffc; fo ct^)älf man eine 2lrf S5i:obfucf)cn / welcher einen ongeneO« 
wen ©efc{)ntaf ^at. S^cn @af( braucht man in @d)Oftlönb jum ^mfd), ftatt bcö 
Cifroncnfafteö. Sind) fann man mit bemfelben bie »eigen fi;anj^f)fc()en SBeine; 
bie ölöbann al<J «pontaf toerfauft werben/ unb bie 2ßo(lc bauer^>oft blau färben, 
©ucci) einen 3iiroj»on Sllaununb e(n>aö gebranntem Äupfet erhält man eine fc^^ne 
lot&e SKalerfarbe. ^ud) alß Sirjnci werben bie Seeren gebrawc^t. SBenn ma» 
bie iungen 95l^fter bcr ^eibelbeeren unb ber ^rcugelbeeren Vacc. Vitis idaea. L, 
im gru^ia^te, wenn fic no(f> iung unb jart ftnb, trofnet, — t>ieUeid)t m beflen. 
«uf eifernen {)eif en ^platten/ — fo erf)dlt man einen 2f)ee> weldjer bem auölan» 
bifd)en gemeinen S^ee fc^)r na^c fommt. 3c^ fetbfl ^abc bie iprobc bauon ge« 
mad)t, unb fann üerftd^ern, ba§ ba^ (Srgebni^ meinen (Erwartungen entfproc^en 
|)flt. Sie ganje ^flanje {)(it ®erbe(lc|f. 

€ö gibt ou^ eine SJlbdnberung mit gefcfydften S3[dttern/ unb eine anbere mit 
ganj Weisen SBeeren , bie rein weif unb oiel grdger finb/ alß bie fd)warjblaucn/ 
unb einen fd)wdd)ern / glcic^fam wdfferigern , obgleidj beti namUd)en ©efdjmaf 
f)aben. 3" S^uringen unb bei (EtjJmannöberg in bem fegenannten (©alac^f;i51j» 
lein werben fold>e weigc ^Beeren angetroffen. 

3n ©aaffcf)ulen unb auf onbern fieicn unb «ngebauten ©oben fommf f?e 
nid)t fort t)^d}fienö bauert fte brci 3at>re. 

3n bem 2ßurnbcrger ©ebalber. unb ^aurenjet SHJalb ifi fie fe^r leicht unb 
{►oufüg ju finben. 

^rfldrung krj^upfeitafel/ welche Wt^üMbcmmWtU 

Tab. XXI. 

Fig. 1. €in 3tt>eig an weld>em bie 5?nofpen im 3lufbted;cn ftnb, 

a. a. eine nod> gcfd)loffene 55lute. " 

b. €inc t>SüiQ entwicfelte SSIute. 

c. Sic ©taubgcfdge, mit bem baran befinblic^en j^elc^. 

A. Sine iunge unreife Scere. 

B. £in 3weig mit reifen S3eeren. 

C. €ine \)albe Seere. 

a. Srej <b«menfiJrn^en. 



37 



^ic Pmi^clbeere. ©(einteere, ^^(perle. Dlot^e «pccugelficete. 9Jot^e ^ej» 
bel6eere. 9io(^e ©teinbeerc. Ätanöbeere. ^fau§6eccen. SRoufc^bceren jc. 
PerfooB. p. 388. n. 13. Vaccinium Vitis idaea, HofFmann, p. 135. n. i. 
Vaccinum Vitis idaea. ^ratt}. Airelle ä feuilles de myrte. Airelle rouge. 
Cngl. Bilberg or Wliorthe-Berry-Bufch. Sed)|lein. ©,578- n. 3- 

S)ie gemeine ^eeugcl&cete/ 3)ve(>l6eece. 0. Surgeborf. ^otfifyanbb. ©.255. 
§. 2 00. }prcugel6cere. 

^inc &attmsßmmnite ber eorlgettSlrt/ bic eUnfaüß fe^r ^dupg in unfern 
^ SBdibetn/ befonber^ gern in ^o^cn falten ©egenben / off jwifc^cn bem ^el' 
bcfrflut (ßrica vulgaris), off aber aüd) aüein unb f)6t)et*) olö bic ^eibclbecrcn 
angetrolfcn roirb. ©ie nimmf mit bem fc^Iecöfe(?en ©anbboben eorlieb unb über« 
jte^f h)ie iene ganje ©frccfen. 2f)re mi§en unb ri5t^lid;fcn/ baudj\d)ten unb 
mit fünf Sinfd;nitfen »erfe^entn/ am DJanbe juruE gebogenen Slüfen erfc^cincn 
ju £nbc beö 2Koi on ben ©pigen ber gweige in f Icitien 22>ufd)clti / welche 
herunter l>«ti9cti. ©ie Blüten \)aben ad)t, aucf) je^n **) ©taubgefdge/ bie 
m ©runbe {)arid}t finb unb fd)rodrälicl)te ©taubbeutel ^aben ; ber ©taubrocg ifl 
flumpf unb grün; bie Seeren finb runb/ unb im 2lugu|l unb ©eptember nlö bie 
Seit i^rcr dieife, ^odjrotf) ; unb wenn fte bi^ in ben fpdfen Jperbff ober ben 25in. 
ter über fangen bleibe»/ fo werben fie bunfel Jarmoifinrof^, burc()fid;tig, unb 
^aben einen fe^r angenehmen, fdiier(id;en/ efwajJ jufammcnjie^enben ©efdjmaf. 
hie glatten/ bicfen unb gfanjenben, immer grünen plattet finb vevfchvt 
e'mmb/ juviitgcrollt/ c^lartwnöig mb unten mit Puntrm vergehen. 
S>ie 3roeige finb öftere frumm, bie ©tengcl niebrig* unb feiten einen §ug f)od). 

Sluc^ biefe^ Heine, ©cwdd}^ wirb burd> feine grud)t bcfonberö nujlid). 3« 
flebenben gucfcr geroocfen, mit efn>aö &froncnfd)alen unb gimmt »erfejt/ unb 
fo lange rod)en laffen/ biö fie burdjfidnig werben / finb fte für ©efunbc unb 
ÄranJe eine angcne(>me unb (idifenbc ©peife, 3u traten fdjmecfcn fie eorfref« 

e 3 i«*- 



•) 9?«* ©leMtfd); na* me tneit «SeoBa^tiinacn fonb id) bte ^reugelietren in in SJütnJerflfc 
fdien >2S«lbuiigen geip6(;iili<ä tleinrr M iU S}<Mi»tt\L 

f) PolKch hift. plant. 



lirf). 3iT tcr Sirjnet ftnb fte btn S^tibelbeeten »otjujie^en. Sie iunm mUtt 
geOen eine« Sßefionbt^eil ben bei ben S^eibelbeeun empfo^Incn Xfyie. 

Sieganje «Pflanje bicnt jum ©erben, mb bie fBlMen geben ben Stetten 
eine gute SJa^rung. Siefe SJrt l(!0t fjd) gut unb weit leichter fortpflanjen ali 
bie ^»etbelbeece«; mt nuig man bie SDcrme^cung nic^t büvd) ben ©amen bewerfe 
fTeatgcn rooüen, mld)cß mmet fel)t fd^tpct ^äU. ^$ gibt auch chte SJbanbe. 
tung mit gefd^aften mättm. 



^MmtiQ t)tt t>k ^m^übmc mMtt\\>m ^upfertafel. 

Tab. XXII. 
Fig. a. gine noc^ gcfc^roffene S^lötenfnofpe. 

b. eine ganje «ppanje mit gecfneten unb gefc^ifoffenen SUttett. 

c. (Sine abgefonbcrfe Slute. 

d. etne 95lufe öon oben on ju fe^en. 

e. Sie ©taubgefdge mit bem bacan tefinbftc^cn 3?el^, 

f. 2)cr ©taubnjeg. 

A. Gine junge grüne noc^ unreife gtuc^f. 

B. Gin (Stenge! mit unreifen Srucf)fcn. 

C. etn ©tengel mit ganj reifeti Stuckten. » 

D. (Sine ^alb 5erfc(;nittcnc S3ceCf. 
I. €in ©amenfprnc^en. 



©tauten-' un^ 35ufcf)öett)dc^fe. 



£)er Pfeifmftrmid?. SBilbe Saömin. ^aparb = 3aömin. Äanbel6tiJff. 

fc^er ©pting^ftraUC^. SBitbct Schmitt Perfoon. p. 493. n. i. Philadel- 
phus coronarius. Hoffmann. p. 169, n. 231. Philadelphus coronaiius. 
gtanj. La Syringe k fleurs d'Orange, (Jngf. The white Syringa, or Mock- 
Orange. $8ed)|^cin. S^. IV. ©.725. n. i. Scr gcmctiif 95a(!ai-b.3ö£,'mtB. 
». ißurgsbosf. S^. II. 6. löa. n, 342. p, coronaiius. ^cv R>tlbe ^atnm mH 



^jfl^ ^atetlanb btefeö ©(Muc^* logt fic^) tii^t genau <in9c6<n. e. .f;aS(ct 
fonb i^n in bet @d}ni>dj «nb Jiinnc' i)ält bie ©cgcnb um aScrono fuc fei. 
«en urfprunglicftcn ©cburtöort. 53ei unö in ©cutfct)lanb wirb et t)äufici in 6dr. 
fen jur 3ierbe unb feincö otigcne^men/ obtoo^l etmä iiavien @eruc^£* roegcn/ an« 
gepfjanjt/ unb ()ic «nb ba in ben Jpecfen unb ©cbufdjen wifb ongefrofcn. 

®ie njeiglic^fen SSlüfen fommcn ju €nbe bei 5SKai unb im 3uniu«J jum 58os= 
fd^citt, unb (ie{)en neben einanbct in fleinen S3ufd)cln. ©et Seid) iii oben, ein« 
Wdtterig, biet » ober fünfmal 9etl)eilt unb auöböuenib; tie j?ronc »ier» ober 
füufblötterig/ gtog unb offen; innjenbig finb 20 — 25 ©toiibgcfdge t>on ber 
$d iige bcö Äelc^e^/ bie ©toubbcutcl fi^en oufrcdjt; ber ©rifcl ifl fabenfo'cmig 
unb 4 — 1 mal get^eilt; baß ©omenbe^dKni^ eiförmig unb f)at »icr ober fünf 
g«d;er/ in tocldjen fleine ©amenforner liegen/ iie aber bei unö nid)treif we£= 
tien. bie Slarrer ftuö etrimö/ jugrfpjst \int> bis über öie i^^lfte weitf 
lauftig grsdbnt. ©ie figcn paarweife an bcn Zweigen auf grünlid)ten ©fielen 
unb i)<\bcn oben unb uiucu einjelHc feine Staate, ©ie iungcn 3ujeige ^aben 
eine rot^braunc jarte Jjinbe, mldje fie aüe gru^ia^re »frlieren unb mit bet 
tveigbrdunlidycn oertaufc^cn / bie man an ben alten Zweigen bemetft. 

©er 3?u§cu biefeö ©iraud)ö ifl unbebeutenb, Slugerbcm, bag et, Wie fdjOB 
oben an9fful)tt ttjortcn ifl, m bie (Hätten uervflanjt wirb/ bicnen feine ^Wfige/ 
«jcldje inwcnbig eine SKotfro'^re frühen, }u tabatpfeifenri^ijrcn. 3u .^erfen 
taugt er nid)two&l/ tseil blc ©tv^mme unten üon flattern fa^l werben, au^ 
fcieie 3wiige abflitben. €r nimmt mit lebVm 5£oben »crlieb/ unb faim buvd) 
J>ie Sbtin fortgeppanit tvetben. 




40 ©('ebae^nteSib^anblutiö, öon fcem ^feifenflmuc^. 

(U 9t6f MO^ citieSlbdnbctUttg mit emjclnett ^alSgefüaten SIum«tt; «nb eine 
öitbm/ ben 5w«:g?25aPrtiöiaemtn/ o^ne Slumen. 

3tt «nb um filknim i(t et t« ml)mn ©arte«, j, 55. in Um ». j?«:cfifcfjcn 
ftitiuttejfen. 

(Jrfldmiö lier ^upfertafel/ auf miä^tt ^tt Pfeifern 

flm<^) abgebildet i^. . 

Tab. XXIII, 

Fig. I. Gin 3n?ci9/ an njeldjem bie SBlattfnofpcn anfgcbrcd&cn pnb. 
a. (Sin o^nlii^et mit iungen 95la((ctn. 

a. (Sin fleiner gwelg mit no(^ gcfdjlojTcnen Slilfcn. 

b. (Sin 3tt)ei9 mit {)alb unb ganj cnfwitf eltcn Siefen. 

c. (Sin ivelct) wn bec Äwne entblogt/ bamit bic CtOH^fiffaßc jtd}(6«r0t 

»erben. 

cJ. (Sin 5?el(^ of;ne Äronc um ben €(au5tt>c0 ju jeigm. 

e. Scr ^toubweg abgcfonbcrt. 

f. €in öbgefonbtrfeö ©taubgefdg. 

A. Set Äcld) mit bem f(^on ctwaö ^crange»oc^f«nen gpw^tfnofen «nb bm 

übgeflerbenen ©riffel. 

B. (Sine ceifc ©amenfopfer. 

3. €inc d^nlid^e, quer bur^fi^)ntt(ett. 

4. (Sin S^eil be« ©amcnföf fei mit bem b«in tepnblid^en ©omen. 



4r 



mme\i>men, «tib S)?oß6eeren|^röuc^. Perfoon. p. 510. n. i. Rubu» 
idaeus. HofFmann. p. 177. n. i. Rubus idaeus. grailj. Le Framboifier or- 
dinaire. €ngr. Prickly Rafpberry. «ec^/ieirt. 2^. III. 0. 8 10. n. a ©er 

gemeine ^im6eerflrflu^. 



,5nerr b. 25ui-g£?bovf fcjjliefjf tiefet efaiibengetvacr;^ eon beti ctgetitficfKit ^orf?« 

3etvad}ren auß, ba bie Dauer feiner efcngel öiicf) mit feiger grudjt auf. 
l&DCt. ^err S£cc^^(^e^n hingegen ^nt ftc in feinen ^nfcTH-ntlaftcrn ber gor|?&oranif. 
Zf). I. @. 8;. n. 199. nod) unter ben gorflgemdc^ifcn aufgejd^ft, SBic folgen 
leäferm ed;tiff(?eßer unb beOaften biet? @eroacf)ö ber aSertvanbtfc^aft ttjegcn, bic 
'cö mit ber folgenben 2irf ben ^Brombeeren (Rubus fruticofus) i)at, bei. 
Wadjft in Seuffd)Ianb in 5ffla(bern an fe^r oielen, bcfonbcr«? 6ergid)ten £)rtett 
\Xiilb, njirb aber üuc^; f;dufig in ben ©arten gebogen, ©ic SBurjeln roud;ern fe^r 
ITarf unb finb ba^er ben ^orff^o'fjern einigermaffen nad;t^eilig. Sie ^6f)e bec 
©taube mag fid; ungefähr auf 4 — t)i5d)f?en^ 8 5u(j belaufen. Sic meige 
95Iutenfrone, tx>eld;e im CDTai unb Suni fid; ofnet, ^lat fünf regelmäßige lanjet- 
fiJrraig (lumpfe unb ganje 95(dtter ; inwenbig fi^cw 64 etaubgefdge unb 38 ©taub, 
tvege; ber5?eld) if! einbldtterig unb f)af fünf leberartige jurüf gebogene Mdjfmde 
unb ifl bleibenb; bie '5rud}f ifi eine jufammengefejte runblid}te maftrot^e S3eerf/ 
bie unten ^o^I ift, — ba^cc ber DJame .^o^Jbeere, — «nb im 2/ugu|? «nb ©e« 
ptember jur bleife fommt. 

2)ie 23{atrer finö Qcßcbevtf oben Oeffgrun unb gfaff, unten tt»ci§ unb 
filjig, unb befielen halb ans bvci, halb aus fimf t>lmd)c\i unb fit^cn 
auf ritnienforiingcn ©riclcti. ®ie Stcng-cl babcii Sract)eln; bic SJinbe 
ber ölten gwcige i(i braunrot^ / bic ber iungen flarf cn Sriebe grün, ©ie @ten. 
' gel tragen etfl im jiDciten 3a(>re grüd)te unb (faben bann ab. 

Zeltete werben fo mi)l in bec ^auö^altung aiiS and) in ber SJrjnei benujf. 
50?an i^t fte o^ne guthat to^}, unb aud; mit 2Beiii unb gucfer. (£ingcntad)t wer. 
ben fic auf folgenbe SIrt : 3)?an nimmt bem @en)td)t nad) eben fo \>kI gurf er alß 
ijimbecren, Idf t tenen fod)en, biß er am Uffd, wenn man auPfdjiSpfcn mü, 
Saben jie^t, fcjt i^n bann öom ^euer, unb wenn er auf()^rt ju fiebcn, fdjüttet 
man bic ^)imbeeren f)inein. .^icrauf Idßt man fic gelinbc auffod)en, unb nimmt 
tie Himbeeren/ wen« fie etmß talt fleworben ftnb, auß bero gucEet unb tf)ut 
m. It>eil. § (je 




42 5{cl)t5e5nte5(lj^ant'Iung, &on bec ^imbeerfTaube. 



ft0 in ein ©loö. ©et gudfec Wieb fobann nod) einmal befonberö gefoc&t/ 6iö ee 
genug bif iit unb banibet gegojfen. binbet man bie öcfnmig be^ ©lafeö 

mit «papiej; ju. See ©efd)maf wirb nod) er{)o^)et, njenn man So^annitSbeeren 
baruntec mifd^t «nb fte jugleic^ mit ben ^ptmbeecen einmad)t. SJuö i^nen berei= 
tef man and) ben fut ©efunbe unb i^ranf e fo angene^itien/ f u^lenben J^imbcetfaft/ 
^imbecveffig unb ©clee. 

S)aß unan9ene()ra|lc bei biefen beeren finb bie fletnen 9!)?abett , njel^c ficft 
^auftg in ben ^o^jlungen bec S3eeten Befinben. SReuerbingiJ ^af man aud) bie 
Blatter bee ^imbcetftaube alä haß beRe Gtfajmiftel be$ aug'ldnbifc^en 2f)ceö em= 
pfoi)kn S)i<in fammelt im gcu^ia^c bie nod) ntdjt aii^efalfefen Sldttcr/ 
bcfceiet fie oon ailcm, voaß n\d)t gfun üüß\id)t, t{)Ut fie in eine ©d)afe / gictjt 
fod)enbe»> SSaiTcc baiMiif «nb laßt fie in bfitifelbeu ctiva 6 — 8 CDtinutcn fte[)fn. 
.f)tctiiuf gießt man baß SBajffi- ab / txotnct bic plattet auf einem eifcnicn 55[ccf> 
itber gclmbcra geuet unb rollt fie unteiteffen ät»ifd;en ben ipanben/ bamtt fte ba^ 
Slnfe^en beö geWL't^nltdjen X^eeö ei-l)alten unb betva^rt ftc alöbann in einet bec« 
pfropften SI«fcJ}f- 3" etm fed)ß Saffen SüBajfer nimmt man ungefähr fo tiel 
S^ee al^ man 3n.iifd)en ben ©pißen bcc brei Doi-betf?en ginget greifen fann. 
Ser Siufgug ifJ grünlicl)/, fdjraeft mit d')Hld) unb ^udcx gut unb ift fd)on mc^r* 
malö für auäldnbtfd)en 2f)ee getvmifen worben. SDian fann bie iungen fd}on enf» 
falteten SSldftcr aud) baju benutjen: allein ber tt)ce bamx f)at bie @ute bet er= 
flen unentfalfeten Blatter nid)f. 3n ben ©orten benujt man bic ©taube nod) juc 
^etlcibung fd)led)tec ©teilen an 5)?aucrn unb ©ebduben. ©ie pfianät fic^) bnrc^) 
ben ©amen , üorjt^glid) leid)t aber burd) ©d)d|llingc fort. 

3)?an ()ot nod) einige Slbanbetungca, njoüon bie eine weige beeren/ fie^e 
Tab. XXV. Fig. A ; unb bie anbere glatte Stiele l;at. Sic SJbauberung mit wei§cn 
95eeren fd)ift ftc^ nid)t fo gut jum (£inntad)en olö bie rot^e, ob fie gleich fu§ete 
grud)te l)at. 

Um i]ßurnberg ^aBe icf) bieß (Bewäd)ß ^nupg in bem olfen ©feinbruci(; ^tnteir 
3)tü3elborf unb in ben ©arten in unb auger ber ©tabt angetroffen. 

«Ji'fiaiung bei' ju bev Q5t'fcf)ieibun(i ber ^")imket'flaube öe^ortgen 

Äupfci tafel«. Tab. XX iV. 
Fig' a. gin B'üeta ivelAct biett\t eirtfalteten »Blätter uotftellt, ne6|T: einem af-gcfoiibcrten S5I«! 
tcfnoi'pcii. b. ein me!)r eiita>tcfeit«r SBiiUeniiucig mit nod) gcfdjlodenen jBInten. c cftn 
581ütcni^ic[ , an mcld)em man bei il ben .Seid) nnb bie ©tiuibäi-f^pc; bei e bie ©faubiveäe 
befonbevj ; bei f ein absjefonbei-tei) •BUnbacfÄ^, inib uiiteD bei c ucUfommcne Sliiten fe= 
t)cn ttinn A.. (Sijie mirctfe ascf te. E. (Jtn Smcig mit reifen a}eeven. c. (Sine döulidje 
vciiimteit «u }ii M)cn. i. jJivei @anient6rner. 

Tab. XXV. ftcllt bie Ssbanbennig mit weißen SBcercn cor. 
Flg. A. ein giueig mit rcifen giitdjten. i. eia ©umvufotn. 

O'ifun^ 

*) D. f iepenbring : Xcutf^et ^vnffee unb Z^ee ic. ms. 



IDk 'Sivonibmftaiibe. SSrum = Sirom = utib 55rommbcer0iraiicf?. 55rcmcn. J5i'0» 
tiieti. Diatctbcerc. ÄtfljOeerflwucO. Perfoon. p. 5 lo. n. 8. Rubus fruti- 
cofus. HofFmann. p. 177. n. 3. Rubus fruticolus. S^""}' Les Müres de 
Renard. Ronce ordinaire. (£ngl. The common Blackberg. S3cctftein. iS^- Tl. 
@. 809. n. I. Set \)ol)e S?com6cet(?i:auc0. tt. Sutgöbovf. 2f;. n. ©. 236, 
n. 539. R. fruticofus. Ser ^o^e $rom6eer(Trciuc(j. 



^jj^ie ©eturtöorfce bicfer in ©ciitfrf^Ianb ^^ufig wilb wodjfcnjbcn ©(aube finb 



"""^ gdunc/ ^erfe«/ Söor^iJIjec , ©t56en tmb ^dcfje, tvo et eine S^i^c »on 
fld}f unb me^t gug mcid;f. <2ie treibt eine 9)?enc!e etfiget Srcncjel au^ bec 
2BiirjeI ^etbov, midie btcgfam, grün unb rof^ unb mit fpi^igcn &tad)(1n 
»erfe^jen fmb, unb fic^ jur €rbe neigen. 21n ben Stengeln filmen mit ftadilid)? 
tm Stielen t)erfef)ene, oben ^eßgnine, unten tt>ei§grunlict)te Slftttcv, tuelcfje 
t^eiW cinfad), tf)eilö gcfseöcrt finb / unb unten «us fünf oben nbcr aus 
brei tief Qc^ahnten £>lattd)cn befielen, ©ie weigen ober rijf^lic(;fctt SblCh 
ten, mld)e im a)?ai/ Sunt, 3uli evfd)einen, fielen an ben ©pi^en ber Sw^'Ö^ 
unb bifben eine ©olbcntraube. ©ic j?cone ifi regeimdfig filnfbldfterig; bie 
Sldft^cn ftnb eirunb (^^mpf unb gönj; bie Seldjfiücfe ftnb fpigig, cifdrmig, 
lebemtiö/ unb cnbigen fid) in einen r^tf)Iid)fcn ©fadjel; ber ©taubgefage ftnb 
6ei 94 ; bec ©taubwege 62 ; bte Pielen grudjffnoten ftgen aufeinanber unb bil« 
ben cineit (tumpfcn Äcgel. £)ic jurammengefejten/ anfangt grilnen, bann rotten 
wnb enblic^ fc^worj gldnjenben ^Beeren reifen im ©epferaber, ^aben einen »of 
freflic^cn njcinfduerlid)en @efd)maf , unb »erben fo m{)l ro^ gegeffen, alß aud) 
jum Äuc^enbacten, jur garbung ber SBeinc, (wie in ber ^Jrobense), ju ©tjrup 
«nb ©elee, auc^ in ber Sirjnei gebraucht, ©a^ ^)oIj gibt gute Äo^lcn ju ed>tcf . 
pwlm, m fid) fd?nea enfjiSnben unb öon (iarfer SBirfung fein foO. 




Suö ben Glattem bereitet man ttiif gufaj bauetf^afte Rathen, ©ieö &e' 
tvdd)^ fann leieljt burd) gamen unb ed^i^ßlinge foctgepflatijet ivetbcn. ©einer 
iiatt tvucf)crnbcn SBurjcln unb feinet nict)t 6etrdd)tlid)e« 3?ugenö tvegcn/ fudjt 
man tf)n abct: alö ein fdjablic^c^ ©ejlrdudje ii^ ©arten unb anbern angebauten 
.■Orten aueäurottcn, 

■ ■ Um SRuni^erg ifi tä aacnt^o(6en/ j. SS. 6ei €iku(Iegcn an eiucin 23oi(;p?5c 
(injutreffen. 

Tab. XXVI. 

Fig. I. (£in Heiner '^wci^ an njeldjem bie ^nofpen im Slufbtec^en finb. , 

a. (Ein d^nltdjer mit einer mef)r enfwicfelten Änofpe. 

b. €in fleiner ^miQ mit ganj unb f)olb entfalteten fluten; an welchem bei 

c. bcr 5vcld) unb ber ©fanb ber ©taubgcfd^e; bei d. aber bie ©taub» 
tttege ju fe[)en ftnb. 

A. (Sine unreife grüne SBeerc, nebfl einer anbern fe^ler^aft 9ebi(bffen. 

B. €in 3tt>eig mit reifen grüd)tcn. 
3. (Ein ©anienforn. 

3. <£in d(;n(id;cij ipon ber S^aut entb(pg(. 



4i 



2)je vEraubmfiifdH'. S/^Ifiifc^i'. S^nibcnf-Iute »). ^mnbßbaum. 5Ißtfbc6aiim. 
Äanbei'tviebi?. Sllpe. iMtbnum. ©linfbaum, .ne^-ciibaum. jgumeraiigenbce. 
ren. Sciefelbeeren. 5?aui6eereK. Perfoon. p. 496. n. i Prunus Padus. 
Hoffmann. p. 1Ö9. n. i. Prunus Padus. granj. Le Padus commun. 
engl. The common Bird - Cherry. 55cr{>(ldlt. IV. @, 746. n. 9. 5>ci' 
gemeine £taubeuJti;fd)baum. 0. 5)Ut()öbotf. 2^. II. 6. 193. n. 411. Pr. 
Padus. Sie gemeine Sraubenfitfcde. Ser Xrrtiiben^ii:fc(;6«um. 

^^iefct ettaud), bet aUt aud) de 55aum, unb naä) 33ec^f!ein, auf flufcm 
JSoben üott einer .^iJ^e »on 40 gu§ unb 2 Sug im Sutd^metTet , onge^ 
treffen wirb/ wdc^f? in 2)cutfcr}ianb in .^ecfcn, getbbufcljen, an mifem, {)oU 
iid)ten, bcfonber^ feud)ten unb falten ©egenbcn ioüb, unb i\l fe()t gemein, 
©eine wei^e in 25üfd)cln obev Trauben ftcbcuöc 23lufe £rrd;ein( im gjfat 
unb giebt «ncn ©crud; ton fid}, ber für mancf)e «pcrfenen ongcne^m, filr manche 
aber unan9ene()m i% Sie Ärone ift fiinfblottertg, runblidjt, am Slanbc leicht 
gefägt; ber Äe(c^ if! einblätterig, 6aud)icf)t, unten \)Stid)t unb niolIid)t unb in 
fiinf 2lbfd)nitfc get^eilt; ber @taubgefd§e ftnb 28 — 30; ber ©taubweg i)l ein. 
facö unb grün. Sie grud)t ifi runb unb faftig, ton ber ©rofje einer grbfe, 
anfangt grün, bann jur 3ei( ber Sieife, ivelc^;e im ©eptembcr fäüt, fd;tvarj/ 
»nb l;a£ einen einzigen ©amenfern. 

Sic ©(engelblatfer ffcr;en abnjcc^felnb, finb Idnglic^f etrunb unb fpt^ig, 
m dianie gefa'gt, auf i^rcr-öbcrfiddie mit jiarfen Sibern unb an bm Stielen 
oben mit jwei Stufen pcifcben. 

Sie 2le(?c unb groeige unb iungen ©famme jinb rct^jbraun, warjig unb 
rücigpunftirt/ bie alten fc^rodrjlid). Sa^ /polj \(l gelblidjt «nb ja(>e, n>irb aber 
fcei unö in Seutfd;lanb nid;f ^auftg unb nur ju $eiffd)enffielcn, Sabafr^^rcn jc. 
fcenujt/ in granfreid) hingegen wirb unter bcm 3Jameu Suctenf)olj tocrfauft 
wnb JU Sred)^ler» unb Sifc^leratbeiten angcwenbcf. Sic beeren/ mldje einen 
S 3 f^etben 

*) SSon iDi-ub, ntldieg SIBort, im 9?ütnberfltfd)cn maliüeai, eine Speie beheutet SButr-- 
fc^einit* luoilte man fi* mit ben ^luetflen bi«feö ©traud)« »ot ber aSerjutiDeriing bec 

texen »etroabren. 3n mandjen ©egenben foDen wirfli^d) am iSialiuxäimst von ien 
»uetmiiettt f»l<6e ßweige ir obiger 3(tifi(^t ringffammrit werben. 



^f«:6eti @ffd)itiaf .^akti/ wetbctt, bieadcfjf 6Iog tiui: im ©alj^utgif^ctt , ratt 
@a(j 6e(lteuO ober auc^ mit 51[ßeitt obet SranbetDetn gefcdnff unb öerfpeifef. 
5)?anc()en Sogein biencn ftc aud) jut 3fial^mng. UeSttgensi pfTanjt man bctt 
©tcouc^ getne in gii(!garten unb £ujlrodlbei- feinet f(*o'nen ^{uit wegen , uni) 
an Sdmrae/ wo et juc Sefejtigung berfelben bient. €c logt fid) bucd; ©amctt 
{eid;t »etmc^ven unb fommt in fc^warjem frifdjem ^oben gut fort. 

(Sine f leine ^»dufig auf bicfem ©traud^ öotfommenbe SJaupc/ bie auö beti 
(gietn bCE Phalaena Tinea: Evonymella Lin. entfielet/ fn§t bie gtveige ijfter^ 
ganj fa()l unb ubcrjie^t mit x^nxa, ©efpinnftc blattet unb gweige. 



Tab. XXVII. 

Fig-a. €in fleinec 3«-'eig mit aufgebrodjencn SBlafffnofpen. 

b. €in fieiner uiientfalfefec SSlnfensweig. 

c. Sin Swetg mit »iJüig entwicfelter SBlute. 

d. Gin Q5li1fenf?iel o^ne Ätone, um bie ^efntc^fung^njei-'fjeugc ft(tt6««j: {u 

machen. 

A. (Sine iunge untcife 55eet!c, 

B. (Sine Staube mit reifen SSeeren. 

C. (Sine jur Raffte get()eilte reife Scere; 

1. Sin ©amenfetn. 

2. ein jur ^dlfte gef^eilfcr mit bem barin l&ef!Hblid;en enfjtt>et 3efd;ni((ene« 

D^ugfern. - 

3. ©er innere ganjc Slugfejn. 



^ • €1» 



4/ 

3Dcr @d)kl)mftrau4>. ©d^waribottt. ed^Iccbom. ©djlc^cnbaum. ©orit^ 
fcf)Ierxn. ^)effcf)lc^ett. ©pinlig. mibet ÄriedfettOüum. Perfoon. p, 497. 
n. 17. Prunus fpinofa, ^ojfmann. p. 170. n. 9. Prunus fpinofa. gtanj. Le 
Prunier des bois. (Engl. The black Thorn, or Sloe-tree. $5ec(;(?"ein. 
S^. IV. (S. 73. n. 3. Ser @d)le^eitborn. t). SJujrgöboif. S;^, II. @. i gs.' 
n. 395. p. fpinofa. S:5et @d)l£^eiiboni. 

ttt gmdnet ©(cöud)/ bet iu ^)ecfen/ 55ufc^ctt/ an ^jugeln, 23or5o(jent unb 
ölt gelbem mlb woc^fcnb gefitnben ttjtrb. ^»uEd) fdne (^ac^Iict>rm2icfre 
«nb cii-unblaitjctfotmigen, abföedjfsfnben/ an bei- ©pige ber Stveige oftetß ju. 
fnmmen gebi'dngtGit/ auf bciöen Seiten g(arfctt unb amlß^anbe fein gc? 
jabnrcn 23Idrcei- unterfd^etbet er fidj jTanb^aft mx feinen ©affimgß'öemnnbfcn. 
©eine fno(id;ten/ fd^ivcitjcn SBiirjeln wuchern fc()i; (tarf unb (reiben mti)me 
©tdmme in bie ^o>, n»el($e eine glotte , fd;tt)dr5(i(f)fe, au(^ rot|)br(iiine 9{inbc 
!)öben. 

55ic tt5€igc S5fute crfd^eint im 5Kdrj *) unb i|t in manchen Sohren fo f)h> 
fig , baß bie gweige überf^neiet fein fd)einen, Sie 5trone tfl funfbidtterig, 
if;re Sldffc^en fmb eirunb, flumpf nnb ganj, unb fdjliefen 24 ©(aiiBgefaße unb 
einen ©(nubtt>eg ein ; ber ^elc^ ift cinbla'tterig unb in fünf flumpfeirunbc M(t)' 
ffucfe gct^eift, ^ 

©iegruc^ife reifen fpd( im ^erbf?, ftnb runb, anfangt grun, bann fc^n)arj= 
hhn unb mit einem feinen ©taub uberjogcn. ©ie I;o6en einen f)erben jufom» 
Kien^ie^enben ®efd)maf; tnwenbig einen ©teinfern. SBenn fie einmal einen 
grsfi erlitten ^aben , finb fte ncd) am erften ro^ ju eflTen, 9)?an borret fie gc» 
ttiljnUd), unb fiebet fte, wenn man fie effcn lüilt, in SBöifer ab, ober raac^f 
fte in efftg ein. 2iud; bereitet man auß i()nen einen Sffig , unb üermitteljl ocr» 
fcOiebenec B^fa^e einen guten SOiagenweiU/ mlä)cß iejtere befonberö in ?ffieff« 
|5[)a[en unb 2Rieberfadyfen gefd;ie^f. Unreif färben bie grndjte bauer^aft blag» 
traun. Sie §3lute bienf einem biutreinigeuben Sirjneimittel. 3nt 2Rurnber' 
gird)ett gebröudjen fte bie ^anbleute mit ©enneebldttcrn öbgcfotten/ ü(ö einen ab- 
fiU;ren» 



*) 1799 Sil ^nöe M aprif^ trnr an düfcn ©djleßenllrdudjen in (liefiger ©egenb no* leine 
^Iiite anfäeitetSittt. eine ^plge M lüngen (alten ^iateti. 



itt, 3ti|Ti:iimcntenmad)cr imb 9)ilbrd)ni^ec ; bie tungEO, bilntien (ge^^gltngc tt)ct< 
fccn braun gebdjt utib ju ®pa§icr(ldfcf)cn, bie btcHern ©(dnime ^»ingegen o(ö Äno* 
fcnftdcfe auf Sicifcn gebraudjt. Sie Simbe tjewa^rt bie Äafe üon gdulniö unb 
gibt mit fauge tiermifdjt/ eine mi)e gavbe. SJud) faim man fic in bei- gdrDeret 
benugcn. ©en iungen Sd)ü§lin9fn geben f?<i((n unb 9Je[;e nad). ©te bomd)» 
ten Zweige bicnen al^ SScIIciitjoIj jum Surdjiaufen bec ©olc in ©cabtr^dufern, 
jur S)t'fd}ii^.ung iungcc 35dumc unb jum aSetflec^fcn in lebenbigen ^ecfen. 3« 
^ecfen felbft nimmt man fte iebod) nid)t gerne / tt>cil bie SBurjeln ju f!ai-f tvu« 
d)ern. ©ie k'nnen burd) ®amenferne/ befonbertJ abet burd) ®d)e§finge fort» 
^,e^^pan5t Jvcrben. Unter ben ©d)Ie[)en fanb id; jwct ouffallenbe S5erfd)iebenbei« 
fcn, ndmlidj eine mit gi'0)]cn 23ilttm/ tveldje orangei-ctf)e ©taubbeutet, iJftcr^ 
2 — 4 ©tau^toege, ouf?er ben fiinf gewo^nlid^en, auä) 9 unb 12 i?ronenbIdt« 
fec unb braunrot[)e 5voId;e t/ctten. 5)ie gnseige ^a^en eine rot^braune Siinbe 
unb treiben if^re SSIutcn Diel fjiatcr fxrauö; alß bie ZibhnbcvunQ mit üeincn 
Fluren/ wc[d)e gelbe ©taubbcutel, grüne Äefdjc unb eine weniger rot^^raune 
Oiinbe an ben ^^-^eigcn i)at Slud} ftc^t man an biefec in bcr ^lutejcit tjicle 
grilne iunge Ißlatter/ ba iene nod) gar feine l)at. SBenn man beibe Sibdnberun« 
gen neben einanber fief)t; fo fallt ber Unterfd;ieb ^eim crften 2In6(it' fogleic^ in 
SJug. 3n 3ufunft nod) nief^r baöon. 

Um 2Rurnberg n.-'ddil! bicfcr ©trauet fc^r ^)duftg. 9Iuf Seiben ©eitcn na^ 
bcm ©d)opper^bofe f)in unb no^e am 2^umen()erg jleben ganje @d;lef;en(?raud)« 
f>ecfen. 

^rfldrung ber ^upfertafeln, 

Tab. XXVIII. 

Fig. I, (Sin 3weig mit nod) unaufgcbrodjenen Änofpen. a. (SijLünberec mi( 
mef;r entwirfelten ^Iiltcfnofpen. b. (Sin 3t»eig itTtr^dig entfaltetett 
Qjluten. c. (Sin SSllUen(^ieI o^nc Äuone mit ^efrucf^tunge^Jverfjeugen. 
d. £ine »ergroilertc unb aufgefc^ntttcnc Ärone. 

Tab. XXIX. 

Fig-A. gwct iunge unreife ^Beeren. B. (Sin 3tt>etg mit reifen 5ri4cf)(en. C. (Sine 
reife Srud)t bcfonbevö. D. (Sine reife ()al6getbeilte grud^t mit bem barin 
liegcnbenSteinfern. 1. €in mn §lcifd}e ent&ldgter ©teinfern. a. See 
in bicfem teffnblicf/e 3Rugfertt. 3. ©er namlid;e jur .^dlfte gef()eilt. 



2)ie vviiöc <2:röbeerc. ©emeine wilbe €rb6cciv. Perfoon, p. 511. n. 1. Fra- 
garia vefca. ^ojfmann. p. 178. n. i. Fiagaria vefca. ^ronj. Fraifier ordi- 
naire. gngl. The comon Straw-berry. ^edt)flm. 1^. IV. @. sid. n. i. 
Sic 9«raeinc Scbbecte. 



"«Sji^f« Herne «icbcige ipflanjc, welche nur int tvcidmiftigflen Serflinibc beß 



SBoi'fg genortimen, unter 6ie gorfTgenjdc^ife gcrecf}net ttctbctt fann, 
tt)ac^)(I in (Europa unb Scuffc^Ianb inöbcfonberc, in Sffiflfbungen an uiifrud^fba, 
rctt unb fonni&ten ötten, unb ift bic (g(amnimu((er mef)irei:ei- in unfern ©dcicn 
öngebaufen Sitanberunscn, bie on gör&e/ ©eftdf/ ©fc0e unb ©efc^innE t)fc= 
fj^ieben finb. 

€ie blutet im Slpril unb SO»öi »cig, ^af 20 unb mefjtcrc €(a«bwege unb 
20 un9leic{)c Staubgefäße; bie S?ronc f)at fiinf rcgclmdfig (Te^enbe S3Idtter; bet 
i?eW) ifl je^nfpalfig unb mit fiinf fdjmalen unb fünf breiten 5)idf(d)cn, mld)e 
wed?felfeifig öuf einönbet folgen/ unb fo wie bcc gmije ©fcngcl bei)aatt fmb. 
Sie Slfltter finb eiförmig (?umpf/ runjfictif/ gcFerbr imi> bd)aavt unb ftcf 
\)m ju bxeim an bn ©pi^c be$ Stide beifhmincti. 2(us öcr IPurjel 
entfpvingcn lö'ngc hänfen/ tt5e!d)c auf bev i^tbe weglaufen/ n>iebet 
SSSuvjcl fd^lagen unb fid) fo bid)f in etncinber »erfrieren, bog ouf biefe SQJcifc 
bcr gon'c SScbea überjogen wirb. Sie 5j!ifl(inje tragt eine äufammengefejte rotf)c 
Seere/ weidje im Sun« unb ^uli jur geitigung fommf unb einen angenehmen 
fduerüd^fupen ©efdjmaf ^at. Siefe 53ceren (liOen ^li^e unb Surf!, er^öUcn 
ta€ ?3!ut fvifd), »iberfle^en ber gdu{ni§ berfclben unb werben bat;cr nicf;f nur 
rof) unb mit aller^anb 3ufdgcn j. 35. SBein unb 3udcr gencffcn; fonbcrn eß 
wirb ou(^ ein guter ©oft, ©elee, SBein unb Glfig barau^ bereifet. Sie S5Idt= 
tcr r)afcen ©erbefloff j ge^en ße einen guten Z^ee, mm man fie ncc$ 
III. tbeiL © i«ng 




tuttg im edjatten tcofjief. Sic SScme^ining biefer Spflanje gefdjie^t gciv^ljnlicö 
burd; bte SBurjeln obet Dlanfcn. 

3« bcn SWutnbetgtfd&eit Cffiafbutigen trift matt ftc laufig unb junacfjjl ^»intet 
SKiJgelbojif in bem alten verfallenen ©teinbcuc^ an. 

^rHdrutig ber ^upfcitafeL 

Tab. XXX. 

Fig. a. Sine «Pffanjc in natutlidjec ©fiJge mit bet SBdtte «nb bet baran Befiinb-- 
Itd}en dimte ; bei 

b. fte^t man bie SianfcnnjHrjel imb ein a«<J berfelben (jeruocwflc^fcnbe^ 
SSlatt. 

A. £inc itinge unreife Secre. 

B. (Eine reife SSeere. 

C. €ine ^)a[6 jcrfc^niffcnc reife SSeetfc. 
I. €in ®amenfi5rnc^)en. 

a. €tne iunge ^flanje. 




t a u t> e n « u tt b ^ u f g e it) ä f 

;2)ie t>irgmifl-t)c Pimpcniu^. SSirsinifi^er «pirapecnugrti-aiid). ScdSInttfrige 

^mipennig. Perfoon. p. 314. n.~3 74. 2. Staphylea trifolia. VViUdenow. • 
Tom. L P, II. p. 1498. n. 3. Staphylea trifolia. SOiabeUOlX) ^cr{. 53oumi 
^üd)(. ©. 375. n. 2. Staph. trif. 23ii'3intfd)e s)3impernug. S[Sagen()«im 93et. 
frage®. 114. Cap. LXXVI. S)ie aiorbanu-rifanifc^e t)rej)b!dttecic^te «J^im« 
^jetnug. t). S5utgÖborf. 2^. a. © 358. Nr. 604. 2. St. trifoliata. .©iebrep- 
ildttetige *)3tmpfrniig. granj. Le Nez-coupö de Virginie. Srtgl. The 
three-leaved ßladder-nut. 

SBflterlanb biefcö S(rau(^ö t(l SSkginien unb ^enfpfoaiiien/ tt50 er eine 
Sßi)z ütm 6—8 S)icfe »50U 1—2 ^oß Durd)me.)fec 

cmic^t. 9)61 uns? wirb er jutvctlen nod} einige gug ()d[)eu/ bleibt aber tmmec 
ntcbriger alö bte gemeine ipimpernug. ©te weifen SBIuten errcf)einen jit fittbc 
fct^ 9)?at unb Sinfang bcö 3iiniuö an bm (Snben ber Zweige in f)dn9enben niet» 
llenö fecl)öblumigen, einfacl;en 2rauben. Sie ^mie beflel)t aut? fünf parabolt» 
fd)en; aufrcc^ft |tef>enben unten etwaß grunltd)cn 53ldttc0en/ bte tnwenbtg unten 
J^aare l^abm. ©ie fünf «Staubgefdfe ftnb auf9erid)tet, etsvaö gebogen , bte §4» 
ftenweiß/ unten grünlich/ foeigbet)art; bte Staubbeutel gelb; bct ©toubmeg 
grun, bcr §rud)tfnoten runblid)/ bec ©riffel breifac^, bie S^arbe gelb ; ber Äelcö 
faft oon btr fange ber 5?rone / fanft^etlig, gefärbt unb bebart. Sie Sliimen» 
jtiele l)aben niel)rere lanjetf förmige/ brdunlidje 2Rebenbldttd;en. 

£)ic 23tafter finb geörctr/ bte 551dttd>en cifdrmtg/ unb »erfe^rt eifor« 
ttitg/ »ome lang jugefpijt/ bei großen ^lottern auf bcr einen Seite langer/ am 
Sianbe fd)arf unb fein gefügt/ auf ber Oberfldd}e glatt, ober nur mit roenigejt 
paaren oerfetjen, unten l)eUgrHn/ mit t»eiglid}en ^)dard)en; bie ji»ci «inanbec , 
gegen äber (le^enben S5ldttd)en finb furj , ba^ mittlere langgc(Iielf. 
©tc .^auptblattftiele finb entgegen fiefyenh unb flac(j gefurd)f. 
©te iungen 3«>eige (tnb runb, t)eßgri1n unb glatt, bie dltern mit tveigeu 
erfjabenen ^untten unb mit öiclen ecftgen unb fpi^ig julaufenben, tweigcn 2Bar< 
Jen terfcben. Sie 3rud)t t|! eine große, oufgeblafene, l)duttge, bteifadn-rige, 
in brei @pitjen julaufcnbe ^apfel/ in bcren ietcm Jac^^c 1—3 erbfengroge, 
III. (Ebeil. ^ 




52 ®vei unb amanjigfle 2(b^önblunö. Q5oti ber öivginifc^en ^Impetnuf. 



fccf bet steife gfdnjcnb kaune, glatte, mit einem tveigiic^cn SJabel öerfe^ene, 
^arfc, runt)licl)e 3Ruffe fmb. ^ejtece »erben nui: in »atmen ©ommern bei 
Mn«S reif. 

©tefer (Strau(^ f)dlf bei unö fc^r falfe SßJintcr auß. (£r ^at ein fc{)Iec^» 
tcö/ fietneö ^olj unb bient weiter ju nic^t^ alö jur 2Jbtt>ec{}fehin9 in £u(!gebü» 
fd)e. €r wirb burcJ) ©amen foctgeppanst/ bie man einen ()alben golt tic|r unb 
»icr 3oß weit auß einanber in gurdben (iett. Sic iungen <pflanjen ^dit man 
*ffUf!)t unb fc5t fie im ndc^f^en gtu^ltng i gug roeit au£feinnnbcr in bie 53rtunu 
fd)ii!e in feiidjten Sgobcn, worin fie fo lange unter ber SBartung bleiben/ biö 
man fie on bie für fte beftiminten ^lät^e oerfejt. 



(JrHdvung \>tt l>ic ^Jirgtnifi^ie ^impeniu^ tJorfleUenkn 

^upfei'tofel. 

Tab. XXXI. 

a. €in SBlufenjweig »om 24 SOjai 1799 niit ungcdfnetett unb geiJfnefen SBlüfen. 

b. ©er abgefonberfe Äeic^. 

c. ©er ©taubweg cergri^rt. 

d. (Jine abgcfonberte 55Iunie mit einer baran ftgenben ungeofnetcn. 
e ^-in abgcfonbfttee SSIimienblatt oon tenen. 

f. Sdi anbeve^ üon au^en onjufc^en. 

g. Ii 3mei ©taubgefdße "i u r ^ ^ ■ 

i (£in etaubweg J <>6öefonberf m nat. ©roge. 

k. Die 95tfrucf)tun9^werfjcugc in i^rcr naturlic()en ©feüung bott ber .^rone «nb 

bi-m Äeld) eiublJgf. 
1. ©ie 53lumcnhone of)ne Sidd). 
m. II. 3tvct Siaiibgtfdße oergregert. 
A. (£in reifeö ©amcnbc[)d(tniö in nat. ©roge. 

». ©aß ndml!cl)c ':>on wcld)cm ein gac^ jum S^etl abgcfdjnitfen i^i, m bie Sage 

ber 3^ugd)cn fic?){bar ju machen. 
C. i^ine reife 3Ju§. 
U. £ie 2iii9fc()alf. 
E. ©er Sttm. 



SDci- ©eiöelbaff. ©emdncr SeÜett)dß. ^eaet\'d)aü. Mevbeete. gebafi. Se. 
6a(t. 3fjbc(5a(t. 3ei6a(t. 9Bolfö6a(T. -gfilanb. ipfefferffrauc^. SBiIber «pfef» 
ferbaum. SBcrgpfcffer. Perfoon. p. 396. n. j^ss- i. Daphne Mezereum. 
Wiildenow. T. II. P. I. p. 415. n. 773. i. Daphne Mezereum. Sßedjfleln 
£^>. III. ©. 581. Nr. I. ©er gemeine ^eOer^al^. ö. 23iirg<Sborf. 2^. a. 
©.81. Nr. 171. Daphne Mezereum. Set gemeine Äeßer()al(J. gvanj. Le 
Garou , ou Bois gentil. Sngl. The red Mezereon. 

Sßon bicfcm ©ttaucfc fuf)rf ^»ere ö. ^urgöborf in feiner SInleftung jur fiebern (£r» 

{ie^ung 2c folgenbe ©ptelarten an : 
l) D. Mez. foHis variegatis. ©er fc^iccfigc Seüex^ül^. Le Garou panachtf, The 

ftriped leaved red Mezereon. 

a) D. Mez. flore rubro. ©er S^efler^fllÖ mit l^oc^rct^er S3Iumc. Le Gsrou k fleur 
incarnate. The early red Mezereon. 

€r erreicht eine S}o\)e »eri jwei git§ unb wirb in bent mJrblic^cn Guropa unb 
in ©cutfd)lanb in berfd)iebenen Qjegcnbcn, j. 33. ipieußen, spomraer«/ 
©djlffie»/ 9?ieberfacl)fcn/ 2()uringen/ ber SSetterau, Saiern unb granfen it. 
in fd)atttgen £ciiib^^ljern roilb uiib in ©drten fultioirt angerroffen. 3n lejtcrn 
etf)&h etf tvenn if)m bte untern 3«i>«i9^ "<"^ ""c?) abgefc^nttten werben/ 
eine SaumgelTalt unb juweikn eine -Oo'öe »on 16 gug. €r blil&ef im 9)fdrj unb 
Sipril , unb bei gelinber SSBitterung fcfcon im gebruar. ©ie ^lumm bvccfcett 
Uiimittelbar oben an ben Seiten i>ev ötretge obev öramnid^en bcw 
aus Ulli) ftQcn unge|ttclt ju jvrci, örci im{) viec beifammm in cincv 
Änofpc. 

©er Äelcfe fe^ft/ bic ^luraenfronc ift toti), cinbidftcrtg, fricfeferforraig/ 
»terf()cili3; inwcnbig an ben ©eiten berfclbcn ft$en oier @tau6gefö§e, unter 
iinb jttMfchen benfelben nod) eier «nbere; bie gdben finb aufgcricl)tet, »nß; bie 
Staubbeutel gelb; ber grud)tfnoten cirunb, ber ©riffcl fe^U, bte SRarbe topf* 
foimig, platt gebruft «nb gelblic^. 

^2 ©ie 



netin bie SßüStfn anfangen öb^ufaHen. @ie finb fanjctcfornuti/ giottranbig, 
ctroae (himpf JugcfpfJ^/ i>f)nt' ©lanj, glatt, wctcJ) unb 6leicl)grün unö |alicit 
iabvlid) ab. 

dugete Siinbe tfl grau gl^njcnb unb jd^e. 

(£;tdramd)en unb 3iveigc fmb jdf)« btcgfam unb in bic y?of)e gecidjtct. 

55tc nmo2ii 33eerfn reifen im 3"«»"^/ ^nUni imb SJuguf?/ ftnb önfang^ 
grün, bann fdion rot!), oon bet ®rdge einer Crbfe. ©te 3^»6 ift bcaun. ©ie 
SBeei-rn f)a&cii einen fd)arfen: &ei§enbcn @efd)maf, unb fonncu, Wenn fte unv>or= 
ftcl)tigfr 5Sdfe genojTen njcrben, l)eftigtö (Shbre^cn, ^Pitrgiren, 'Cnfjunbungen 
ber Singewetbe, 53lutflu(Tc, ia fogar ben lob nad) fid) jieben. ©ed)£i Speeren 
feilen einen 5Bolf toben fiSnnen. ©ocf> nxtbcn fte »on 2>ogeIn unb (Sd}metneit 
ül)nr edjibtn 9ificS1"eu. 2Rid)t nur aber bie 33eei-ctt/ fonbern aud) bie 3iinbe 
^ar giftige (£igenfd)aften , dugcrt auf ber "^unqe einen ()eftig brennenben 6e= 
fd)maf unb jie'ot Olafen; baf)er man fte dugerlid) jum 5)lofenjiel)eny aud) ju 
^aatfcilcn unb (Salben m bdeortigen ©efd)n.nlten braudjt. SJiu§erbem fann man 
flud) nod) aus ber S^inbe ber SBurjeln ein gcobeö, gtaucö ^. vier bereiten unb 
üuö bell 33eeren eine rot()e SOüalerfarbe, ©ie ©ibitifdien (2d)L'nen nuilcir 
SBangen bamit, roeldbe lejfeee baöon anfd)n)eücn unb faft entjunoitd) rptl) t»cr« 
ben. Üiuö eben ber 2lbftd)f wafcfeen fic^ aud) bie tatuxifdjea SBeibee mit bem 
5ßa|Tet, worin fold)e SSeecen eingeU5eid)t fmb. S&ii^tter unb 3'^^eige geben eine 
gavbe, mit n)eld)er man toorbereitete^ £uc^ gelb unb braun färben fann. ©ie 
S3iiiten ^nben einen angenehmen ©erud), ber aber bod) au(^ S^crocn empfinb» 
lid) iit / bie eben nid)t fd)r jart fein buifen, 

-SKan jie[>t btefcn <S)mud-) gerne in ©arten, ba er im 5"iÖi<'l>r fe^r balb 
mh }u einet J3ett bluE)et, wenn alle übrige @artenfiraud)er nod) fot){ fce[;en unb 
aifo fettie tsielcn rott)en 53lumen a\i (£rftlinge be^ grul)ling^ bem ©artenfreunbc 
um fo aiigtnel)mcr finb. 

(Sr tjl efwoö fc^wer fortjupfTanjcn. 2lm 6ef?en gebei^en bie ©tomm^en^ 
wenn man fic im t^erbfl ol)ne SSerlegung ober 2l6furjung ber SBurjeln aut^grdbt 
imh fte bann an fd)attige £>rte in t!)onigen 53oben öeipfiatiäf. 3d) f)abe einige 
föaumd)en fegas mit bet 53iutc in einen Soben gefcjt, ben id) mit SBalfer »er* 
mifd)te, 5u einem mad)te unb ilyn m(t) einigen Slagen, nac^bem er ftd; gc» 
fenft l)atte, mit feud)ter €rbe bebette. 

2luf biefe Sirt gebicf)en fte fcl>r gut unb ^gben mir fi^on 3-3al)re reic^nd)c 
©litten unb giud)te getragen, ^an hm fte OHCf; mfi} ©amenfcrne bie man 

im 



im Slugup in einen iefd)atteten SSoien fimt, mb buvd) mietet mb ©Ani«* 
linge »ecme^ren. 

Sod) btefer gSuf)e fann man lubet^oUn fein, ba fic in b«tt SSdfbern nicht 
fd(en OHjutrefen fmb, 

5Sei tm£S fanb id) ben eeibel6<j)l in bem ^ttmli 6ei Äcoftö^iof unb in bet 
GBegcnb be^ 2);on§krgeö an einem ^ad). 

<ivnkum ber ^upfertafel, auf ivetcl^er (BtiMM 

Tab. XXXII. 
a. b. (Sin 3wei9 mit ^lüfen utitf iiingen Slaftern. 

c. ©n auögesvac^fcncö 95laft »om 13 3ul. i8oo.- 

d. Smc obgtfonbctte Slume »on oberi/ unb 

e. eine anbete »on bet ©ettc on ju fe^en, mit bem Uttfen bmn BcfiHbfic^en 
©etblatte. 

f. Sine aiif9efd)niMene ÄKone mit ben bam befinblidjcn <BtaubQefä^m» 

g. ©iefelbc »ei-grcgerf. 

h. i. k. 1 m. SSergrdßecte ©tauBgef^fe Don öerfd)iebenen Seiten anjufef;en. 
n. o. Scfbldttes t)on peicrlct Seiten eotgefteßt. 

p (Sin gtflubweg in naturlicf^er ©r^ge. 
q. ©erffibe eergrdgetr. 

r. ©ec obere £()eil be^ ©taubwejeö mit ber QelbUidm 3{(«f5e i>on o6cn an {u 
fe&en. - ^ 

A. (Ein licinet gweig. mit »eifen Sti5^teit. 

B. ©ie 2ßug» 

C. ©er S?ern. 

D. ©ie ^olbe SRugfdjöte.- 

E. ©er l)(ilf>( Äetn. 







»W^fcr— \v\ — v^v"-^^^ "TV^^am' v\ '^^a-^ 'iUrV^ 

Jt)et wtifblumxQe ©ciöelbaff. 

Daphne albiflora. Mihi. Wi^lldenow. T. II. P. I. p. 415- 773. i-ß Thymelaea 
laurifolio deciduo, flore albido, fruftu flavefcente. Du Haniel. arb. 4. 
Houttuyn. Lin. Pfl, Syft. 3. p. 459. !Du Sioi ^arbfcfdjc TOilbc ^Sauinjucljf ic. 
öonipoff. 2^. I. ®. 293. 5ßon93«r9ebotf. ®. 81. Nr. 171. a.D.Me- 
zereum bet gemeine Äeßer^alö. SRiJnd). 58erjci(^nif auölanbifcljei: $4ume 
«nb ©tauben beö £u(tfc^lo|reö 5SBejjfen|tcin bei (Soffel. @. 38. 

Ogd) fu^u bcn tt>ei§6lumiscn @cibeI6o(t {)tcr bcfonbcr^ an, ba et, tt>ie Jpcrt 



c\3 »• SBurgöborf »erftdjert/ nocft t)erfd)iebenen ©enctatronen ficfj gleich» ge« 
(Heben tf{ unb a($ eine eigne Slrt angenommen werben muß. 

Sffiißbenon) in feinen Spec. piantarum unb onberc 6eti:ac^(cn fie noc^ 
aSarietdf. 

Sie ^»sigittafjef (^nung ju biefer 2J66iIbung f)abe xd) bmd) S?enn ^täf. öon 
Streber ju (Stlangen cc{)altcn, ben l;icftgen ©egenben &abe ic^ biefen 
©twud) noc^ nid)t ongcfcojfen. ' 

SWan fiinbet i^n untet bem rot^blu^cnbcn @eibf(6n|t. dt t>\uf)t c^ec ofö 
bet lejfcre. ©ie 9)(umen finb tvcig/ am untern S;l)etl ber Svo^re rot^. Uebri. 
äenö i|t et bem rot^Id^enben ßoßtg gleid), bie Sßeeren aufgenommen, welche 
Oatt ro(^, gelb finb/ unb bie SJJinbe ber Zweige, »»eli^e eine blaffetc garbe ()ot. 

£>b er eben bie SBirfungcn auf ben menfd)lirf)en Äerper äußert, tt>ie bet 
gemeine Seflerijalö, Jann xd) md)t fagen, ba id) roebet eigne Unterfud^ungen 
^>abc anileHen, nod; in Schriften etmß finben fonnen^ baö ouf biefen ©egcn* 
(tanb 'Scjug gehabt ^)dtte. SJIf gierbc in bcn ©arten unb ßuf?gebufd)en untet 
ben gemeinen ^eUcr^alö üerppanjt, mag er ftd) gut auönel)m£«/ ttnb »otc 
bo&er jn »ünfdjen, ba§ man ouf feine SSerme^rung backte. 




53ia'unb5tt)onji9fle5(b5anbIun9. Hontem tve(§61umiöen0etbelboff. 



^rfldrunä ^er ^upfertafel mit Km weif t)Ittöml)en 

Tab. XXXIII. 

a. b. (Sin 3tt>c{3 mit Slitfen «wb iungen 55Ia(f<rtt. 

c. (£ine abflcfonbetfe ^tiimc »on bec ©cite, unb 

d, eine untere öon oben on ju fe^eit. 

«. (Eine ber gange nacf) öufgefc^nitfene Äcotte. 

f. Serfelbc »ergregcrf o^ne (£infcf)ni«e. 

g, h. i. ©taubgefdße öcrgroßert »on »erfc^iebencn ©citcit an fe^c». 
k. ©ec ©taubnjcg in natürlicher ©rd§e. 

1. Scrfelbe öet(jrdgcrt. 

m. ©et obere 25eil bc^ ©taubwegeö mit ber SRarbc öon oben on )u fe^cn. 

A. Sie reife gtuc^t. 

B. Sic SRug. 

C. Ser Äctn. 

D. Sie f)albc SRugf^ale. 

E. Ser ^)a;{)e Äern. 



(?unf 




Stauben-' unt) 33uf(5<ien)dc&fe. 

3?ic blaue 2>rc>lTibccrf. §3of(Sbeej:e. ^detbme. 5?rk c^enbe Uaisc IBrombeeu. 
SSlöuct Ära^clbcercrificauc^. giidjefcecre. 2icfei:brenien. Slrfcrbtommer. 
£r(iubenbrff)mc. ©ramranfe. Perfoon. p. gto. n. 63a. 7. Rubus caefms, 
Willdenow. T. II P. II. p. 1084. n. la. Rubus caefius. SÖfcljrteüi. £t). IV. 
®. 8ii.Nr,5. Sic 31(f erbrombcere. ». ^utg^boif. 2. @ 237. Nr. 543. 
Rub. caef. ©te Sicfccbrombcete. grans« Le Ronce des chainps. (Engl. The 
dwarf Bramble. The Dewberry, 

^^.iefcr in (SiiKopa uwb in oiekn ©egenben fton Scutfc^lanb , nanmifli(i) iti 
Siiebei'ffldjfen, 2()üs:tngcu/ bec «Jifalj/ bet ilBetterau, granfen K. tvilb 
tt)acl)feii&e (Sttaucl) if? bem Saubmannc befannt genug. £c ifi ranfcnbcr olö bi« 
gemeine S5rombeere/ frtecl)t öuf bcr Svbe weg. uberjte^t bieSIttfer unb toerfcirbt baö 
©etrcibc/ unb i(I ba, l»o ec eingeivurjelt ifl/ fd)i»et loiebcr auejuiottett. 
Siußet ben SIccfern fttft man if)tt aiid) l)du^g in .^ecfen unb 93ufc(}en unb bcfon» 
tnä auf Iff^migen Q^cben au. 

€1* blüf)ft im 3uniuß' unb 3«li"^. Blumen fTc^en an ben ©pi^en fcec 
f leinen 3n>E'9e ät»fi brei unb tnebtern ©tucfen bcifainmcß in emcc Slfretbolbe. 
55ie fünf Äronenbldttet fnib weig, aud) ri3t[)Ud)njeig, flunipf cirunb; bic 
©taubgcfcfe f?€l)en auf bem Äcld), bie gaben fmb iveiß, bie Staubbeutel gelb j 
bie ©taubau'gc gnin ; bct SJeld) funftbtilig/ bie Äektftucfc juruf gebogen, \)o\)l, 
äugen mit txelen cotljen gcfitelten ©rufen toerfd)en, eben fo bcc 93luten(ttel/ 
n>eld)er nod) außec ben ©rufen »tele jurufgebogenc gvunlidje unb ri5tl)lid)e ju» 
famnungebtilfte ©(ad)eln t)at. 

©ie 23l«rtcv (tcben n)ed)feBtpeife, grbrcit/ auf langen runben Seielen/ 
bic oben mit einet flachen ^üvd)e unb mit @tad)eln oerfel)en fuib; ötc jvoei 
imtmt 23laf td^eri ftnö fafi ungcftielt/ am au)3cTn J^atiöe mcifrens tnit 
einem Happen öetfe^en; baö mittlere mef)r eifiStmig, bie ilbrigen ldnglid)f» 
runb, aUe abes boppelt gefdgt, etwa^ runjiid)/ oben buntelgrun, fpavfl-an 
unö £uvj bei)avr, unten Ixügvun mit mebiein fuväen ^aavm verfem 
ben. ©ic Siffetbldfter ftnb fel)t tiein unb lanjettfdrmig. 

Sic iungen gtvetge fitib nint) , grün/ bicdltern grün unb tö({) mitgvtW 
lieben un& votbUcben vCifwavte ftclrcuöen ©tacbeln öerfe^en, btelfücjet 
fittb alß von bep stmeincn S5romteere. 5)ic gtuc^t i|t eine jufammeugefej. 

te 



5unf unb mm^dfi^ mmtkm. O^on kt Urnen ^tmhecxe. t9 

U^mt unb teift im SMug»!? unb eeptmbet. @ie ifl önfang^ gnm, bei bet 
Siafe^d)mti, mit einem l>fau(t*fn üB^rjogett, unb f)üf Qvi'^ete, ober 
wenigere Äornei- bte gemeine ©rcmbeese. eie I;a( einen aflöeju- fernen fügen 
eerd)raaf iinb wirb ro^ gegeffen. 3n 5Scin gdegt, t&eiif fie i^m einen Doc 
«cepidjctt ©entct) unt> ©efdjmaf mit. 9j?art fann au;ö il)r, mm man fte »ie 
bis ^)ctbclbeei:en bemäntelt/ eine fc^jone blaue gotbe erhalten. 

®em ein 58etgn«gcn mad)t, tiefet üvanfengcföacf)^ ju tterme^ten, unb 
anjupjlanjen, bermiig, wenn bte SSeme^cung butrc^ ben ©amen 8erd)e&en foB, 
beBfcl&en aiiö ben reinen Sgcecen außmfd)en unb beim Siuöfden bic^t neben ein« 
önber in §itrcf)en ftreuen (teetr fic^ ciek tcu6e ifi?rner baruufer befinben,) 
unb mit ^ goO lodetcr (£cbc beberfen. @te lieben einen fc^aftigen feui^fen, bor- 
lüglic^ lehmigen Sobcn. ©ie iungen $flanjen fommen im ecffeu ^xM)\ai)\: nic(;f 
ößc jum SJorfc^eitt/ fonbern cft etft im itt>ei(en , ia fo gar erfi im brtf ten 3a&r. 

©urd) Slbleger iinb SSutjelbrut werben fte ebenfaüii ferigepflanjt. ©te 
!Oerfe§ung gefcfjie^t am be(!en im ^erbft. SBec ober tiefet rd}öblicOe ©eWQd}^ 
in feinem SJtcfer ^üt unb beffclben laß ju werben wunf*f, muß bie 2Bur|eln, 
üuä) bie fletnfien, au^^acfen. 3m ndc^flen 3a&r bege{)t man ben Slcfer noc^ 
einmal, um bicetwann überfe^enen SBurjelu cber Sriebe boßenbiJ auöjurottem 

3n unferer ©egenb wdc^ft bie blaue Brombeere on rael)rern ^ecfen, j. 35. 
an ber ^e<f e bie bon bec 5Binjelbirg biö jum guge ber ©teinplatte Iduft ; un& 
bann an bem norbltc^en 2Jrm ber «pegnij bei SOliJgelborf dber, |rotfd>en SBeiben. 

(^rfldrun^ ter :^upf^rtafely aufweichet W blaue ^;8rpmbeere 

Tab. XXXIV. 

a. i>. 3tt)etg mit offenen unb 9efc^)Io(feneu fluten «nb »oßfomwen ttti^se-. 

wacf)fenen SBldttern- 
c. €ine öbgefonbesfe Slume in mt. ©rd^e, 
dr <Sin ©taubgefüf in nat. ©ri0e, 
e £)aö nämliche »ergrogerfv 
f ©er ©taubweg in nat. ©riJße. 

g. Serfelbe eergrS§crt. 

h. ©er j?clc() ratf ben barauf bej^nblic^en ©(aubwc9€tt' 
(Sine reife §t«c^t bom 8fen ©epc. 1799. 

B (£in einjelnc^ abgefonbeKeö iSecrc^)««. 
c. ©er ©amcnfftn. 



IIL rzUiU 



3 



Co 



stauben-' unt) ^ufc^cj emacf)fe* 

^runfcJbeere. Zmtelieete. Srtngelbeese. ©ro§et ^eibel6cerf!rmic^. 
Siiiufd)6eei'e. 2)?oorb?ete. i^o^bsece ^rud)beere. Sdgesrbeere. Sugclbffre, 
Äraubeese. ^tafbem. 'USlootbeeve. Siuügrafen. Perfoon, P. 3 87'. n. 483 3. 
Vaccinium uliginofuni. Willdenow T. II. P. I, p. 350. n. 5. Vaccinium 
uliginorum. Q3ecf)|tetn.^. 3. @. 578. Nr. a, Sie Svunfelbcetc. t) ?5ute^ä 
borf, £f). I. ©.333. Vacc, uliginofuni. granj. Grande Airelle. Grane Mir- 
tile. (£iigl. Gcead ßilberri - ßufch, Great round deavel Wortle Berries. 

#^in üemt, ein ober onljert^aib §u§ ^ol)er Strouc})/ ber im ndrbliclKtt Sit« 
topa, in fcet S.d)roeij unb in ©euifcl)lanb in 3^iebei-rad)fen , Si^üriiigen^ 
becspfalj, gtanfen unb onbetn ©egenben/ auf feud)ten/ totfigrn SBoben wtlö 

©eine Blumen fomraen im CO?at an ben o6ern (gpi^en bet Sroeige ein«» 
^efn / ju jwei^nnb aud) ju öici ©tuclfen auf einem gemc«jjd;>ati1ici;ci* 
grwiiUd)cii Stiel bcrvor unb bangen herunter. 

Sie Ätone ij! we\% obet tStt^lid), einblätterig ctcn- mit fltimpfeM unt) JK= 
tut gebogenen €tnfd)nitten; ber ©taubgefd^e finb öd)t/ bie gaben Qtm, bie 
(Staubbeutel orangefarbig; beK ©taubweg grün/ ber j?eld) funft^ttltg oben 

53ieS3ldffe? (le^rn ttJecfifel^ttJcife/ finb furj ge(Tielf, ferfebrt^ eiförmig^ 
ßm<P>runt)e iretiförmig 5uiauferiö/ glatfrandig, eta->aö (leif unb ff(?/ oben 
bunfelgrün unb glrttf/ unten blaggrun/ glatt unb mit »ielen buve()fid;ti9cn unb 
bHrd)einanber laufenben l)eteorfte&enben Slbcrn bejeidjnet. Sie iungen SBldttcs 
mib nad} ^lübenow geftanjt/ unb geben, voie ^ert D. ^ott bccbad)tete/ bolb 
fid) bem 2{u60rcd;en» einen angenehmen/ ia^minartigen ©erud) üon ftd). 

Sie giveige unb ber ©tamm finb btaunrotf;, grou unb glott; genau atj» 
9fftf)i'n fel)t fein gefireift. 

Saö S^oli ift jiemtid) Uii u«b 

Sie %xni)t if! eine runblicfee ebet fafl bierecftge S5eerc/ bie etil gnin unb 
6ei i()rfr Sieife im Siiiguj^ unb ©cptembtc fd)njarjblau unb oben mit einem Sßo« 
hei »etj"e^)cn ijl. 

©ie f)at ein vdt()lid)eö ober mi$iid)eß , wdffcrigc^ gefd^maflofe^ gleifd) in 
tt>e(c^em flcine gelbe ©ftmenformr liegeti. 



©tc SSeeren foffen, wie ec^fu^r unb anbcre Derfidjcrn, in SKettge g^nof* 
fett/ Utaü^djen, m^et aud) bet 3?ame Jimifeibm'cn fornnien mag. 3nbe(ffB 
bd)auiJtct €f)r^art m ©egent^dl, unb id) felfifl lueig ein ^eifpkl , mx einem 
§:mb(n, bei: etup grpge 5)?enge bctfel6e» , uwb nicl)t bte geringfkn dbeln 
golgen baöon an ftcT) w«^c naf;m. ^ieadd)t, meint ecl)fu()c, fommt bie t>ec» 
fcbiebene ©itfung oora ©tanborfc ^et, uieaeicfjf ater, fege id) ^tnju , befigett 
bie 55eeten TOivflicf) dne beröufdjenbe ivtaft, bie öber mt bei «perfonen eon 
fc^wadjen Ketbcnba« fu&Ibau wirb. Sic SPe(etr(i{te (Apium Petrofelinum L.) 
bie geroig nid)£ untet bie ganj uneerbadjtigen S|)flanjcn sd)ßtt, fann ^)icc a(ö 
Seifpiel bienem ^d) wei^ t>ie(e ^exfoneri/ bic fie gctne effen unb treöl ecrtra« 
genfonncn; ober auc^ meutere/ weldje Unbequemlid^feiten auf i^ren ©enug 
»erfputen. SOBiIrbe fte nic^t »or iem Äoc^en gerieben unb gebrütet / fo mugfett 
bie unangenehmen folgen nacf) bera ©enuffe no* tx^eit mei'fltdjei: feiw. 

Slitö ben Suunfelbeetcn fann man aud) eine garbe bereiten, welche bet 
gßoße unb bem geinenjeuge eine t>io(ette garbe geben, fjm ^Itlidjen ©ibirien 
Idgt nicn fte gd^ren unb benujt fte bann ju ^ranbtt5ettt. Der Slattec fo t»ie bec 
iungen 3«>etgc bebicnt man ftd& in mandjen ©egenbcn jum ©erben unb garben. 
2ln folc^en Orten/ m esJ oielc ©trauter gibt/ fann man fte auc^ jur Unter* 
Haltung beö geuer^ auf bem .^ecbe al^ jSrenK^oIj benugen. 

2Bonn man fte ani^ffanjen will, fo mugen fte mtt ber €rbe auöge^obe«, in 
«ine fe^t füi)le fc^attige Sage unb in 2BalDbo&en gefcjt werben. 6ic bauem 
aber boc^ nur ^odjjienö a— 3 3a&ce. 

ßriFlarung ber ^upfevtafel, auf welcher W TtmMktu 

Tab. XXXV. 

a b. €in 3t»ei3 mit S5ft!fen unb »oßforamen au^getVftc^fencB 95l(f((cm. 

c. £)cr ©taubmeg. 

d. ©er jteld) mit ben Sefrucftfung^wcrfjeugett. 

e. Ein abgefonbertcö @faubgcfa0. 

f. ©affelbe bergrdgerf. 

A. Sine reife grudjt. 

B. eben biefelbe jur ^4(fte sct^eiU, 

C. ©amen. 



Riehen 



62 



@ a u t) e IT u tt b ^ u f cf) g e m ä d) f 

25i<? 23arcntraiibc. BanbUete. 5}?eöf6f erfTaubc. ^ätenbeete. ©ponifcf)«»! ^)ei> 
bp'bcecffraurf). ©tfinbeerc. Perfoon. p,436. n. 552. 9. Arbutus Uva urfi. 
Willdeiiow. T. II P. I. p. 6\S. n. 7. Arbutug Uvi urfi. ^ed)fiein 35, III. 
6 641. Nr. 4. ©er 53dpcn6fei;f!rauc^, e. i^urg^bocf. a. ©. 28. Nr. 50. 
Arbiitus Uva urfi, ©et ^ämxbeet\lmid). granj. Le ßufferole. (Stlgl. The 
Redwort. 

3[?ÄC^,2ft3lt()er gibt jttjH Slbanbenmige« ; 

1. mit fdjroarjen Beeten ; 

2. m»t grönlidjet Slumenfrcne. 
iefer niebtige, immer grüne @fr«U($ YoäM in ien taltefien t^silen tm 

(Siiropa «nb Slmetifa , m @d}leften , £>eftf midj , ^a\)em, Uuebut<n ic. 
in unfrud^fbaren trocfenen 2BdIbe«;n/ ouf ^o^en ßJebirgeit/ j. 33. auf ben oilpeit 
«Hb ()3i)reiiden. 

Seine braunrotben mb knotigen 5v\?eigc liegen ganj flaci) aufbev 
i^vbc/ unC) tveröcn jtf et biö öm^uß lang, ©ie'tungen gSDeigc gnb grun. - 

Seine rot^lid)roei§cn SSlumcn ctfcfteinen im Slpttl, gjfoi unb Suniuö an 
ben ©pigp« bet gn'eige <« furjen Stauben. Sic trotte ifü einbfdf fetig, eififr« 
mig, am SKanbe in fünf fleine |!urapfe jurilfgebogene 3d()ne gettjetlf. hie jc&ti 
©(aubgVfage .fi^en mnjenbig unten am 9lanbe ber Äronc; üte §dben finb mt^f 
bte ©faubbeutfl faimiiirorf); bet gtud^ttnotew griln/ bet ©rifel roeig/ ble 91ar= 
begrün; bet Ätld>funft^eilig / gefdrbt. 

©ie 23l«fter (le^jen njcdjfcle'föeife, (inb faff einen goß lang, »erfebit 
etvunö/ <;m (BVunbe fc^mal ju laufenö/ glattranötg, oben anb unten 
jldnjenb gnln/ bif unb jteif unb nejfdtmig. 

©ic SSecre ift etwa^ großer afö bie ^cibel6cere, reift im 2/«gu(I, ifl rot^/ 
inivcnbig me{)t me&Iig alö föftig , öon fd)lec&tem @efd)raof , unb cnt&alt fünf 
•n etnonbet ftgenbe, Idn9lid,e, braune ^artc ©ömenfetne. 

©es ©cfd)maf bet Miauet imb bet gonjen «Pflanjc ifi bittet, ^erb unb j«* 
fammcn ätebenb; ba()er fje ou(^ in Stuflanb^ befonberö in bet ©egcnb »on Sa« 
foa {ur ^Jereitung beg @«ffianö au^ Äolb-- unb StegenfeCen gebraucht, unb aOen 
Sitten ttoR ?iaumiinben oorgejogen werben, ©ie Sngldnbet unb bte SBilben in 
S^orbametifa mifd^cn bj« blattet unter ben SlaucijtabttJ ben fte einen ongenebmew 

©etuc^ 



©crud) unb ©pfcftmaE mitt^eileit nnb feinen ©eSroueft gefunbet machen foBeit. 
SSRit Silafln gffod}f , fdrbfn fie bic SBoDe gtou, mit SSittioI fcfjrearj *). 

2lud) eine braune garbc erhalt man butd) ^ufä^e mi i^nen. S)?c5rere 
tffannte Jlerjfe {jabcn fie fcl;on gegen bie ©tetnfc^imerjen mi( bcm glüflidjficn 
€tfolg gebraucht. 

2/ue bem ©oft bct 55eeren wirb in Schweben o^ne ^ufaj tjon 3"£ffP <itt 
t»of)lfd)mecfenbec ©ijriip bereitef, bet gegen ©urdjfdße gebrmidjf wirb. -Die 
gctrofneten Seeren geben öuc^ ®robme(>I. 

2|n ben ©urjeln bcr ^fan|e fünbet man 6i^n>eifen bie pc^ifnifdic ©c^tlblau^ 
(Coccus poioiiicus L ) m(l(t)t, Kenn man fie jerbr»!ft/ eine fc^one fd^arlodjro« 
t^e r^crbe gib(, 

®o bicfet ©traud) I)aiifig tt>ac()fef , ifl et bem Sfnpiige be^ iungen ^icfjei 
nadit()pili9/ njeil er ben JBoben überjie^t unb bie ©amenfeime anberer &tnäd)fe 
unteibrufL 

€r i(? ilbrigenö fdiwer ju »erpfianjen, unb muß/ tvenn bic Sirbeit gelingen 
fott, mit berCrbe auöge()übeji unb an einen fd)a(tigcu Ort in gemäßigt frtfcfte« 
unb locEern Sgoben gefejt werben. 3f? er einmal angewurjelt, fo fann man i^n 
oud) butä) BK>me , bic man mit ben aBurjelfafern bel)utfAm abnimmt/ naö) unb 
nad) »erpfianjtn. SCBiü man bie 93ermc{)rung busdj b^n ©amen oorne&mcn/ fo 
fdet man benfelben fogleid) an bie ©teile, an Kdäjet er in ^utunft bleiben foö/ 
auf bte £)brrf}dd)e eine^ feud)ten Sobenö unb'tebcft bic ©aat mit aRooe*. 

3n unfern ©egcnben &obe id} bie SBdrenttaube ncd) nid)t »ilb wadjfenb an» 
gefrcftcn. Sei Srlangcn ift fte iebod> fd)on gefunben »erben. 

^rfldrung t>cr ^upfertafet/ ctwf mKbnW^amttmU 

Tab XXXVI. 

a. Sin 3tt)flg mit entfalteten 58Iuten. 

b. eine aufgefd^nittene SSIuiHciifrone »ergr&ßerU 

c. ein ©taubgefnß in nat. @i-6ge. 

d. ©affelbc öfvgtbgerl »m ber einen / unb 

e. brtfclbe »on ber aiibern ©eite, 

f. ®er ©taiibioeg^ in nat. ©rbge. 

g. X^ctfflbc »ergrogcrt. 

h. Sei- Äeld) oergrbgert »on unten. ^ , . ^ , 

i. Derfclbe nod)mel)rmgr6gert/ mltbemSrn*tboben, 

A. £iie reife $8fere. 

B. S5er ©amenJevn. ^,t.^ 

C. ei« abgefonbcrter ©amcnfern» 



*) ©»Bte m«» bie SBlätler m*t «»* |«r f*iD«rje« Ilnt« ««wenben Knnt«? 



64 



<5 1 a u t) e n u tt b ^ u f g e m a $ f 

2Dic gemeine ^e\t>e. ©cmeine tot^e S)e\be. S^eib(. ^cfbefrauf. <pfei(OIat(frige 
^eibc. 93n!f(^. Perfoon, p. 388- n. 484' i- Erica vulgaris. Willdenow. 
T. II. P. I, p. 373.11.43. Erica vulgaris. 55ed>ftein. J^. III. @. 580. Nr. i. 
©ie gemeine i?cibe. ». Slltgöborf. a- @. 88- Nr. 135. j. Erica vulga- 
ris, öte gemeine .^etbe. grani. La ßruy^re commune, gngl. The common 
Heath. 

Si'Öarten: i) E. myricae folio hirfuto. 

T>ie S^eibe mit mprf^enf^rmtgen tauten S3(«tfcrtt. 

2) E. vulgaris glabra fiore albo. 

©te gemeine glatte S^dbi mit tveiger Sllltc. 

3) E glabra foliis fquarrofis. 

©i« glatte f>eibe snif fperrtgen ^Idftcrit. 
^I^ie J^eibe iji ein flcintr, fctjbnci"/ immergrüner ©tröud^, ben'ti ganj S^uro^a 
in trpcfencn ®albern unb auf bürtcn ^uc<eln n>ad)(i, 3n ©eutfdjlanb ifl 
er befonberS ()5ufig auf bcr ?uneburger .^eibe, in 2;i)uringcn nnb gvanfen anjutref; 
fen. er wirb l)l)d)fitni 3 gu^ l)cd), «nb blühet »om Suliuö unb Sluguji ben Qam 
jcn J^erbft {»inburc^. 

©ie blagöioletten 93Iumen fle^jen an ben Opi^cn ber Zweige auf f urjcn ©tie* 
len in traubsnfiSrmiger ©efialt. ©ie Ärone ifJ einblätterig glocfenformig, ü:ertl>ei; 
lig, ber ©taubgefdge ftnb ad^t, fteljen in ber md) gefd^Ioffenen Ärone um ben 
©taubroeg t)crum unb »erben er(i bei ber Defnung ber Äronc frei. Sie ©taub* 
bcutel finb grcß^ oben in jwei fpi^ige, unten in jmi etwaö auögeranbete ^brner 
gefpalten, ber obere Zbeil bunfelbrann; ber ©rtffei ge^t gerabe in bie S?it)(, unb 
tff eben mit ber »iert^ieiligen 9larbe votO; ber öiolettrotl^e Äeld^ i(t »iertbeilig unb 
rttcaö gibger alö bie Ärone; unter bera fttjen nod; 4—6 gröne SBlattc^en, 
bie ben ©tengelbldttern a^)nü(t) , aber nic^t })feilfprmig ftnb. 

J5ie gruct)t reift im September unb Oftober nnb ifl eine bierfüd^eri^e, »on ber 
j^eö^n gebliebenen Äronc bebefte, Zapfet/ in wti^tt viele fe^)r f leine ©amen ent* 
l&flften ftnb. 

©ie »latter ftnb immergrün, fet)rflein, unb bilbcn fa(l einen breifettigen Äe* 
8«r, beffen eine ©eite gegen bem ^noeig uberfle^it^ bic untere Äa«te ^>at ettte5urc^>f 

unb 



unty etibiger ftd^ am ©runbe in $mi <Spi^en, mlä)e m BmiQ f)etmtfr an rtegen 
unb ivobuvc^ baö Statt eine pfeilfijrmige ®e(Talt befoiWmt. »MUe «Sfdtter flcr)f ji 
gegen cinaubcr i'iDer unb nalje auf cinanber, mtaxä) eier gleid^ weit üon einanber 
entfernte SBIatteneifjen um ben ^meig entfleljen. Die f leinen ^»eige, ivovan bie 
asirtttev ft^en, (teilen ebenfalls cinanber gegen über. Sljre Stinbe, fo njiebiebev 
etammc^en, i(l glatt unb fjeabrawn, 2)aö J^olj i(t nur »enig ia^e unb bridgd 
leidet ab, 

Die ^eibe Fonn auf öerfd^iebene 2Beffe benu^t werben, 3» unferer ©egenb 
fd()neiben f« armeSeute jur SSIöteaeit ab, binbcn jTe in f feine aSufdjel unb eerfuu; 
feu fte an 3l»otl)cf er. SJjanc^e Sanbwirtbe (treuen fic enttccber , »»ie eö bei und 
gcfcfeiebt, ganj mit bei goljrenjlreue, ober jerbaft and) obne bie fejtere bem 9Sie^> 
nnter*). Den ^ferben, bem 3fJotb»»i[bpret im ®inter, ben Riegen, befonber« 
aber ben ©c^^afen, bienet» bie grünen $miQe jur «Jlabrung. 3m SAneburgifc^eit 
treibt man eine befonbeve 2Ivt fleiner, nujbarer <Bä)cife auf bie J^eibegegenben , wo 
fte fti^ mei|?entf)eiB eom ^eibefrawt nd()ren. ©ie fijören ben Flamen J^eibefdjnu« 
rfen. Sie SSieneu fammeln auf i()m »iel 2ßad)ö= unb ^onigfloff ; boc^) bat ber Jpoa 
nig t>on bloßer ^eibe nict>t tnele Sorii'ige, Stuf ber l'i|nebmger ^elbe »erfertiget 
man auö ben ^tveigcn f leine Äebrbefcn «nb bringt lie uad) Hamburg unb ^oUanb, 
8Iiid) gafd)ineH jur Sliiöfultung tiefer ffiege unb ?6£l}er mad)t man auö ibr. 2(rme 
Seute auf bem Sanbe neljraen fte jur ginbedf ung unb (!att bed (Strobed gn ^ettfa: 
(fcn. 50?an faun fte auc^ jum 9{nbrennen beö (tarfern Jpufjea auf bem ^crbe unb 
in JDcfeu 9ebraud)cn, Sfc^e unb befonberß Äoblen oon großen ^eibcwuricln feilen 
gut fem. 3n ©cbottlanb bcbcft man mit ber ^cibe bie S>ä<i)ti-, unb auj' ber^eb« 
ribifcljen Snfet 3«ra focljen bie Sinroobn^r «uö bem Safte beö obern Zheilä ber 
^ftanje eine gelbe garbe. ei)ebem rourben aivd) bie aSlatter unb 3>f eige in Sngfanb 
itnb Srlanb Ratt beö JpopfeuS jitm SSierbrauen angewenbe t. gnblidb bient fie oud^ 
md) jum ©erben. 3« ©eibenfpinnereien la^t man bie @eibcnran))en baran friea 
d^en unb ftct) öer^Juppen. Slumenfranje unb S5onber, bie man baoon binbet, 
bleiben lange ?cit f#n, ba ft* rocbirbiegarbe ber 35läteunoc^) berSSldtter merfj 
lic^ äubcrt, ^ur Srjeugung beö 3;ürf6 tragt fte aurt) »iel bei. 

Ueber ben mancherlei «Bortbeilen, bie unö bie ^eibe gewdbrt, bürfenwir aber 
ni*t beö ©cftabcne öergf(Ten, ben fte in §or(!en (tiftet. @ie laßt ndmlid) an foU 
d)ex\ £)rtcn, wo (tc iid) itatt eingewurjelt hat, nid)t leic|)t bie Äeime aaberer nflj« 
Iicl>er ^oljarten auffommen, fonbern er(lift ft'c. 



*; mm im (le «ucb, fiStrt (if auf ftaufen jufottimfn unb I^ft fit mit «n>ermSWt(lf msUf»i 
minx<t) m«n einen frdftiBfn i»i MnteJite Sflfcet uutfn a»tft aMlt. 



I 



«Sill man bte ^eibe oci^jflanjcn , fo muf man fte mit bem »allen im ^er6|!c 
«udtjcben unb fogteid^ in ben Ovt i^rev i> ejiimmuitfl in frifclfen SSoben feijfn. @ie 
dauert aber bo^ uic^t lange« 

Tab. XXX vn. 

a. ein Jractgöon ber gemeinen rot^b[i'ir)enben ^eibe mit unge&fnete» ^Imttt* 

b. ein ^m'iQ mit ganj imb l)a[b entfalteten SSIumen, 

c. €ine obgcfoiiberte ajlume in notiirIi4)ei' ®v&ge. 

d. eben biefclbc ocrgi egert eon oben an jw fe^eiu 

e. ©in ®taubgtfi!g in tiatfttlict)er ©iiSf e, 

f. £)a|fetbc oergrc^eit 

g. 35fr ©taiibroeg in natflrlicljer ©r&ge, 

h. 53erfelbe oergroßert. 

i. Sie gefcl^Icfiene liSlume »ergrbßert. 
k. Sie ©amenfapfel. 

1. Siffelbe öergrj^crt. 

pi. Sie (gamfiifönictifn in n«tfirlid()er ®r6ße, 
n. ei" öergic'ßertee ©aniecforn. 

o. ein fleiner ^reeig a» ivelc(;em bie SSIumen abgejlorben ftnb. 



1. ein 3w>et9 oon bcr TOei^ibliif)enben ^eibe, 

2. eine ighmieufrone in natürlicher ©roge mitten barnntcr beftnblic^en abflefotts 
berten Stattern, bie t)on ben übiigen in ber ®eftalt abrocicl^eH, 

3. eine anbere Äronc mit ben baran beft'nblicöen SSlattern, 
4' «. 5. eben biefc SSlatter abgefonbert unb i?ergr6gert. 

6,w.7. 5ßergr5gertc ©tengclblätter eon ämeierlei ©eitfn t)orge(!eßt. 

^if wcigbliiljenbc J^eibe l)at ber l)if r angefleßte gorfiauffeber ^err t)on gurten; 
bäd) am Urfpiung — eine (?5cgenb im giiirnberger Söatbe, bie ihren 9^ameu »on 
funben^"'^^ ber in biefer ©egenb enlfpringt, unb 3t6tenbac^> ^eißt — q«s 

2Iudb in ber ©egenb beö Sn^enbteid^eß auf ber wepiid^en Seite entbe!te tc(> 
Me"t wav^^*^^*"' nitttinm fc{)6nen <Stvm^ bon ber mei^blö^enben ^eibe 



0?eurt 




67 



6 1 au t>en'^ unl) ^iifc^ö^«>a($fe. 



t)n Perfjfct?e i^oUünbev, «perfifdjcr glrebcr. Spanifc^cr SJainrofibcn. 
blätteriger ^oßimb«r. Perfoon. Pag. 57. n. a. Syringa perfica. Will- 
denow Aiec, plant. T. I. P, I. Pag, 48. n. 3. cc. ß. Syringa perfica. ©» 
Koi ^ar&f. Sgaum{. mfi. 2. 3. @. 85. Syringa perfica. gröttj. Lilas 
de Pcrfe. (Sngl. Perfian Jasmin. 



^Sj^^ SSdtcrtnnb biefeö ffeincn 6(rau^^ ift ()3erflein 3« ©euffc^fanb <rift 
man t^n fe^r eft in ©dctcn imb tuffpfjanjungcn an. Sie Sitnbe bec 
iUetn, tmben, bttg^imcn «nb bünnen gtvcige i(! glatt iinb bimfelbrauii ; bie bec 
töngern glatt «nb i)eübtaur\', bie iungcn Srtebe grun unb mi)bvam. 

X>ie ^blattet finb onberf^alb goU lang, einen falben 3on breit, einanbet 
gegen öber (le.Vnb/ ge(liclt/ lanjettf^rmig / om oberii i^nbe fel;r ju; 
gefptit/ am (BnmÖc fer6unnt/ glartranötg, ouf beiben ©eiten glatf, 
oben biinfelgriin , unten {»cßer. 

Sie 5)Iumcn ^aben einen angenehmen, erleid) nic^f (!arfen Serucf;, tmb 
rrfc^einen im Siiniuö an ben @pt§en ber jungen Suiebe in einer oielblumigett, 
df?i9en Diifpe; bie j?rone \ft ^eütotf) ober eiolett, mit bier großen, (Tumpfcn, 
eirunben Sinfi^ttitfen unb umgibt 2 ©taubgefdge , beren ©toubbcutel gelb fmb 
unb am @c^)lunbe (le()en; ber gru^tfnotcn if! grun, ber ©riffel rot^, bie 9?ai*c 
eben etm^ geferbt; ber 5\elc^ griin unb rot5 , mit 4 £inrd;nlften öerfe^cn; bie 
Slumcnpiefe haben f feine (onjeltfotmigc SJebenbMtter. 

Ser ©arne fommt rocber in ©cHtfct>(anb, no(^ — n?ic ^üüet »erftd).cr#/ 
— in Snglanb jur S?cife. 

Siefe .^Dunberart f)at weiter feinen 9?ui^eit, ali ba§ f?e wegen i^retr 
fc^iJnfn unb wohlriedjenben Blumen jurgicrbe in ©arten unb fiujlpfllanjungen bicnf. 

S5on ihr h^t man nod) jroei Sibdnberungcn : 
■ i) £)en gefranjten <)3erftfcJ)cn ^oflunbcp. Syringa perfica laciniata. Perfoon, 
Willdenow. ©u Sioi a. ö. £). 

©ie SIdffer finb f^eüö (anjcftformig, theifö bref» unb fünfmal eingefch«i> 
fen, thetW hal^ gefiebert; bie 93Iuraen figen roeiilduftiger, ftnb »on hfBfrergarbe; 
bie SBlumenbilfchfl Htmt unb bie Svinbe ber Zweige bunf if F / aud) riJtjjer aW 
Ui ber Urort. 




III. ZbeiU 



a> ©er» 



fl) ©cn n)c»0Wuml3«tt ^perftfc^en X^offunbec. Syringa perßca fliore albo. 
fa?iÜbenotxt. ^ctlin. ©aumj. <S>. 380. 
©iefc Öbdivbeiung uiitetfc^eibef ftd) Wog burd) n)ci§cn ©liime« , wel^e 
«m Siocixn in baö CÄ^t()U(J)e fptc{fii. 

©tc Setme^tung 9cfd)te()t uberaö bu«§ SlblcgfC unb 2Bueje(6rHf. 
©ütvo^l bie Uvart ftl<5 bie t>«iöcn Sibanbetunseu (rift man in «nfern ©e# 
genben in 6dcten an. 

^iHdrutig i)er ^upfertafel/ wek^^ ^tn^erÄn :&oUmit)cr 

ent^nlt. 
Tab. XXXVin. 

a. Sin 3t»el9 mit ^atUm mtb Blüten. 

b. etnc obgefpnbcrte äßlumc in natiitlicftct ©coge. 

c. (Sine «ufgefc^)nittene Slumcnfrone in nfltuclidjce ©roge. 

d. (Sine ^liimcnfrone fcon oben cmjufeöen. 
ii!. gm toergri'getter Stnubbeutfl. 

f. Em ©taubrocg in na(i5rlid;ej: ©ViS§c. 

g. ©etfelbe »etgciJgerf, 

h. Gin abgsfonbcttcc ^eld) in ^natiütlid)« ©riJfe. 

A. €in flcinet gt^^'ö "»'f tt>ci§cn Blumen. 

B. £in Swfig »on bem sefcansten ^vfifclje« ^ollunbcj; au4 bem Sllfbotfeit 

fi.otan!f6ä)cn ©ovfen. 

jDev votl>e ©panifd)c iooflunbcv. Wiiidenow, ircc. pi. t. i. p. i. Pag. 

48. Syrino-a vulgaris var. flore faturate piu-pureo. ©H 9loi ,^«rbf. 93aiimj. 
Sillfl. a. ©..8.5. Syringa florc. faturate purpureo, t). öel^afen. £r)eil 3« 
©.24. SUbbiibungcn ju SOiiUcrÖ ©actcnle^cifon. Tab.CLXVIII. Lilac flore 
faturate purpureo. Tournef, gcanj. Lilas ä fleurs pourpres. £ngl. The 
Scotcli Lilac , an purple Lilac. 

S^acljtsng ju bem im btitfcn X^etl btcfeö ®erfg «Bgebilbefen «nb öefc^fie* 
benen ©panifd^cn 5pp(!unbec Syringa vulgaris , liefern mic (;icc eine Slbbif* 
fcung bet bafclbft f(i)on öngcf-uljtten Sibdiibctung^ nMit^ ben rotten Spß# 



S)rei^t(jfle Slb^anblung. QSon im rotten @panif(f;cn ^^oUunbtv, 69 



€r ^üt fe^r ttiel 3tcf)nli^feif mit brm 6()ine(3fcf)eM ^paunbct, n?eld;e» SSiH» 
benott) in feinen fpec plant, unb tn ber Sßcri. 55flimijud;f bcfdinibt. ^iJt)f fce^ 
©U-öUC^^ nnb ®rc§e iinb SBilbung bcr Sjidtter (limnun 'tuSlIlg mit bet iSef^ret. 
buxiQ boffelten ilbercin; i« bcr gatbe bet 5BIumcn abct unb in 2lnfc()un9 bec 
bie bei bem 6i;ineflfc(}en bei nnö nienmliJ, bei bem rotl)en ©V'^n- ^)oüunbei: ober 
olle 3<»&^e jut Sicife fomnit, mid)t et ab. Sie gavbe bet SSIumcn ift bei bent 
6(>inefifd)en mlett, bei bem totf)ett ©pauifd;en fd)6n lebhaft mi). Sion bec 
Urort untetfc^tibef et pd; nod; baburc^, bag er ni($t fo ()cc^ wivb, unb ficineve 
tunflecc 5)idtter ^at. 

- (Se billiget im 3"«'«^^^ cmppe()ft fi^ feine» fc^i'ncn 33(uten wegen 
Siei'bc in !)3flaiijunöen unb föavtcn- Dorjügitd?, 

(^rfJdinmg ki'^upfeitafcl/ auf mldjtv votf)e 6panifrf)e 
^otliinDet abgefeilbet i^. 

Tab. XXXIX. 
3. (Sin ^ttJcig mif ^fdffern unb SSliUen, 

b. (Eine obgefonberte SJlume^ * 

c. ©iefeibe von ber obern ©ei(e anjufe^en. 

d. (Sine Qufgefchni»enc SSfumcnfcone. 

e. £tn obgefonberfer ©taubbcutel efn?aö »ergv^fetf. 

f. (Sin Staubweg in naturlid)et ®r^§e. 

g. ©erfetbc öergvi^gcrt. 

]). €in obgefonbctter Äel^ mit bem ©taubweg In mMi(^}et ©roV- 

(Staube unb 23ufc6öemdc5fe» 

^ev i!rpbeu. €i^pid). SBalbeppig. ©rogcwig, 3)?auerett)ig. 2Balbewig» (Jtb* 
ewig. Slauerwinbe. 55aumwinbe. 5D?aiietwurj. SBintcrgtjln. 3mmcrgt^4»^ 

Perfoon. P. 255. n. 183. 1. Hedera Helix. Willdcnow fpec. plant. T. I» 
P.II. Pag. II 79- n-i. Hedera Helix. t). SBurg^b." Slnleif. St). 2. ©. icp, 
SRr. saö. Hedera Helix, 2)er SBinterep()eu. ©u Dioi jjarßf. Saumj. SlufT. a. 
2^>. I. ®. 42(5. granj. La Lierre. CngL The great common Ivy. 

r^in immergrüne^ @ewdd>^/ t»"^ *« 2)e«tfd)Ianb einl&cimifc^ ift unb in granfeM/ 
^ b«t aSe((«rfl«/ Sl^wringcn «nb anbeni £)xun (;aufjg onseirofiFen wirb. Siußee 

Si 3 S^etitfd;« 



©cuffcf)[anb «j5d;(T bet €pr)cu auc& nod) in %xlkn, bet^mence irnb ßrtttgucboc/ 
in n>eld}en (cäfern üdnbettt er Oaumattig wcvbcn fott. 

Sie Blattei: ^)abe\\md) im bet{d)iebt\m\ 2J(tcr bei? Bttaud}ß and) eine bet* 
fd)tebene Behalt. 3m erften leitet fiub fie lanjcttfoi'inig ; im pcitcn futtf? 
lappig/ im brieten brcilappiq unb im vierten imausgefd^nitten unö ci? 
formig *). ©ic eiförmigen Glättet (lcl)en QewSlynM) oben öm 5BIuten(!icr. 
•Die gatbc i|! eben bimfelgrün, unten bJaggtun, bei tungen 55tattern ()cßec un& 
(luf bciben ©eiten etn)u^ wollig , bic dltetn aber gfatt unb gtdnjcnb; bif unb 
fefl/ unb flehen öbroec^felnb auf Jangen/ tunbc«/ moUige«/ mf^braunen unb 
tvoungriinen Stielen. 

©te 55(uraen erfc^)einen im ©eptember unb öftober an ben ®pt§en bec 
Zweige unb bann nury twenn ber ©traad; cn aRauern, SBanbcn, gelfen ober 
oitcn Baumen t)inauffifttt:tn unb tiber bicfelben ^ereortagcn fann. ©oc^ 
f)abe idj ^»fucr an bem an unferer &abmauet n>ad)fenben €p^eu be» 
nmtt, ba§ mehrere SSIuten jicmlid) tief unterhalb beä SOlauerranbeö Ranben. 
©ic 6crte()cn auö cinfadjen, ge|tielten, eielblumigen ©olben, Wetdje wed)relö. 
weife auf bem gärigen ^lumen,TieI fielen, ©et Äeld) ip fiinfmel gejai)nt, ^avig 
unb fo ttJie bie fanfblaffcrigc Ärone, ^rilnlic^. ®ie cntf;d{f fünf ©(aubgefdge 
mit crongerct^en ©taubbeuteln unb einem Btaubms. 

©ie QSccven fmb anfangt griSn, werben abet bei t^rer.3ieife., bie im Slpril 
m fofgenben ^al^rö erfolgt, grünlid) fdjwavj, unb ^aben fünf gadjer mit fünf 
©amenf^ruern/ nwbon aber nid)t cüe reif roerJben. 

©ieDiinbe bcr alten Scfle t(! afc^farbig, raut) iinb 6or(Tig, bie ber iungcn 
3weige .grun mit fet)t Pielen crt)o6enen, gciblidjcn <|Junften befaet; bie gwerge, 
auf tv€ld)en bic SBliltc ftit, (inb grun, tunb/ .filjig , mit erhabenen, wei^grunen 
©trid)€n unb fünften, ©ie 3»eige ^aben öuf tl)rcr untern ©eitc eine iunjetlc» 
iintcrbrD^en« £liei()c fe^)r furjer ©urjeln, bie fo feft in feie feinfien 3it§eu ber 
5)iauern ober ^Saumrinben eingreifen, ba^ fie bie gugcn auöcinanber treiben unb 
teii Stveigen noc^ iRa()rimg genug Berfc^afen^ aud; t»enn biefe unten oom 
•©tammc abge{)ouen werten. 

©lefcr etraud} tanfef augecorbentlid), unb er wirb bcöwegcn jur 5kflei» 
tung ber föarteni)dufcr, g3ortale, CSBdnben unb SKauern, um eine unangeneljmc 
■Slnftdjf 5U bcc!en, gcbraudjt. er gtwd^rt wd) al^bann nod) biefen SRu^en, baf 
er bie »on it)m bebcften 2Bdnbc cor j?dUe/ IKcgcn unfc «bet&aupt »ot übler 
^feinroirfung .ber SßitteTung fd;üjt.— - 

. . , ■ ©al 



71 



©aö ^olj i|l fafetig , welcd/ ttjcigfidj, of( mit grauen, mofcrfflcn (Steffctt 
6fjeicä}ncf, imb fo fdjtvammtg/ ba§-fg aUe glulTigfeiCun burd)Iagf,.unb baffer fd;0H 
ju bctt gfite« beö Äato unb (plinuiö in Qieitalt bec 58cc^et jum £)ur(*feii)fii ge. 
6rauc()e iviirbc. 3*1 einet gei( öon bcct Xngen nntb ein angefüütet iScdjei- gon| 
leer. 9Ju^ bcm ^oljc mac^t man fctnet Äügcldjen, bic mau tocgen i^et tcijcn. 
ben Äraff in goKfanett« legt, filud) fann j« cinec gelbbraunen gotbe bei cor» 
breiteten Sucfjcrn gcbcaucftt Werben. Siuö ben bicfen «Stammen laflTcn fid) attcc« 
lei föefdße bredjftln. Sie tungen Cfianfen (itib wie bie SBlattet jum öcrben taug« 
ltd). 3ene werben oon ®d)afeH unb <)>fcrben, ober nic^t gern i'om Ktubtie^ 
gcfreffen. Sie 93eerett fmb bem SBienfd)««, Wenn er fte genießt/ fdjabltc^/ ben 
aSdgeln übet, t>on weldjen fie im iRotf>füB gefreiyen Werben; «id;t. .©le geben 
finc graulidje Oliuenfat&e. 

3m 9)iorgenIanbe, wo biefer Strand) me[>r baumartig wirb, c^^aft man 
bnrd) gemachte (Sinfdjtuttc, ober aud) inbcm eai oon |ctb(T [)erou£(pic6t/ cinöummi, 
baä in ben Süpot&efen unter bcm Siomen ©ummi J^cberd befannt t(t. ift t6tf)» 
ltd)9clb, bwrdjfic^tig, gibt beim 23erbrennen einen (iarfcn ©erucö, |nt «inen 
gerben, ^ewatj^aften ©efc^maf unb wirb unter einige ©albe^ gefcraudjt. 4!Kan 
fc^reibt i^m jert&eifenbe Äcdffe ju. 

Ser Gp^eu wirb fowo^I burdj Samen, al4 cud) burc^ Slbleger unb bewur» 
jdte Konten fortgepflanjt. 

55ie SBeeren werben md) ». iSurg^bBrf $ 3oß tief in bie €rbc on einen 
fc()attigen Ott gelegt unb dfferö begofTcn. ©te «Pflanjen crfd)einen f^eilö im 
erflen, t^eilß im onbern 3a^r. SKon fommt ober e^er jum ^iveJ, Wenn mon 
bewurjelte 9?anf en in guten feucljten 55cben pfJatijt. 

Sin unferer ^iefigen ©fabtmouer ifi et felyt T^a'ufig anjutrejfen. Sluf ber 
Slbeubfeite bcrfelbcn jwifdjen bem ©pitticr« «nb jpaüm^ior, finb grogc ©trccfen 
bomit sUbc4:.äogen, 

(£0 giebt aucft jwet ©ptclarten : 
O Sen gelbfd)edtgen Sp^eu. H. Ilelix, foliis ain-eo - variegatis. La Lierre 

d'ored. The gold fltiped Jvy. 
a) Scn weigfd)edigcn .Gpijea. H. Helix. foliis argemeis. La Lierre argcn- 
tee. The filverftriped Jvy. t). SSurgßborf 0. 0. C 

^rfiflntng bcr ^upfertafel/ ml<i)t Den (Jpl)eu enthalt. 

Tab. XL. 

^a. €iti3w€ig/ a« welkem tte Sßurjel, eine 5rnofpe unb iunge SSJdffec ptfjtbar fjnb. 
fe. (Sin «nberer 3i»e»g, «n mld;6«n bie ^Slilte bert'cr brechen mlU 

' ■ : Ä S ' .c. ein 



c Gin 3Wf'3 »"it tj^flig geöffneter ^fumenbolbe. 

d. gine ofigefonberte S^lume inu ben fünf ßtaubgefQgt'jr. 

e. obgefonfcetfer S5(iimen(iicl mit bem barauf fi^enbcn «Stautttjfg. 

f. (Sin breilnppigeö Slatt vom untein iljeil bfö etrciid;^. 

A. (Sine reife Speere. 

B. (Sine ()aI6e S5cete/ 6ei tt?clc()er bie §äd;ec ju fe^ea fmb. 

C. (Sin ©ante. 

(Staufen-' intb ^ufc&gemdtf)[e* 

2)ev tllijicl. ?0?ertef. SBeigec miicl ÄenjJer. 5?ilnffcp. SlpKer. sijrcfeer. 
5D;amitacfen. Persoon, P. 92<J. Vifcum album. ©ißbenot» ®eri. 5?ßumj. 
(B. 406. Vifcuni album. ^ofmann £;cutfcl;l. Slofö. Siuf}. i. ©. 343. 
Vifcuni albuii^. gcanj. Le Gui. ^ngl. Miffel-Tree. Midie -Trec. 

^'^iefer fleine immergrüne ©traut?) tsirb niemölö auf ber €rbe, fonbern 6e» 

(tanbig auf onbern @en?ac()fen/ j. 95. oiif go^rcn/ gid^tcn, Sanne», 
djen = imb anbcr« 95aumen anßerroffen unb beewegcn unter bie ©djma» 
roi^erpfianjen gered)nct. 

€r if? in ganj Europa anjufreffctt. ©eine ^c^e ift brei bi^ oier gug. ©ie 
groeige ftnb nmb , grnn, glatt, gegliebert nnb gabelförmig jerif^eilt. 

©te SBlfltter fi^en an ben ©pti^ett ber ^m\o,e einzeln elnanbrr gegen ibet, 
(inb anbert()alb jwci d^ü Jang, jwei biS txei Linien breit, Imtcn * lansert* 
förmig, am ©runbe »crbünnt, »ornc abgerunbet/ glattranbig/ btf, mit brei biö 
fünf fcl}t»ad)en 3Rerüen, auf betben ©citen glatt, e(i»a^ gefrummt. 

©ie SBlumcn figcn yu jwei biif fed)^ an ben ©pi|cn ber gnjeige jwifc^en 
ben Sjlättcrn, unb fommcn im gebruac, COTarj, Slpnl unb SWai jum SJorfdiein. 
©ie fmb ganj getrennt, fo ba§ olfo ber eine ©traud) bieg mdnnltdie/ ber «ntere 
bieg weiblidje Saluten tragt. £)ie Svrone fef)(t bei bciben 6)ffd;lfd}tern. See 
Selc^ ber mönnUd;ett ^lumc '*) ift grilnlidjgf Ib/ »iert()cjlig, bletbenb, «nb ml^Mt 

_____ 

•) Sief« n)«t m icn ^BcifipieUn / Me id) unter U« Tanten b«««/ «Tenial fltefer aW 
bcv roeifcUcfie Ädcl); Dagegen Sie 35lÄttet »er n»ei&licl)eii f /Iniijen aKenial arjßer »fltMl 
AM m Hx niöniui^e» ; mi fo (Sn5 ä«* ttite spffmuen aHimn mxim. 



d^ü unt) bwt^tgjTe Sibf-anblung. QSon Dem mflcl 



auf bet intiern @dfe fetele gclöc ©(aii66eufcZ. (©ic^cTab.XLI.b.c.d e f.) 
tvciblic^eiJcld) be(leJ>{ nuö otfr ctfdmigcn SSfdffcfjeii; bte unten ntctjt jitfammcn. 
geraadjfcn/ «bfallenb mtb eben fo gefdrbf fmb rote bei mannlicfjc Äeld) ; becetnu6. 
weg i)<tt feinen ©ciftel, fonbem nur eine (?umpfe ^Ravbe; bec gtud;tfnctcrt ifl 
({umpf bcetedig, ^erjfotmig , am «Sanbe fcium merfltd) biettljeilig. 

Sie grud)t ijl eine n>eige burc^fdjcinenbc »Seete, »on bec ®t^e cinee 
etbfc, inwenbig mit einem fugen «nb fdjleiraigen, ja>n @af( üetf(;()en; unk 
reift im 3^ooember nnb SDccember. ©et in i^r 6e|in5iic()e Äefu i(i fc(;tvdriltc^i 
^crj . eiformix) unb (?umpf breictf ig. 

Sic btent mc^rern Scoffelarfen jur SRa^rung unb bie sjRtjTelbroflrel ober bct 
SOItfllet f)af ton biefer <p(lansc ben SRamen erhalten. 2luö bem ed)Ieim bec 
S3eeren unb aud) au€ ben 3roctgen, befonberö eon benen, bie auf Sannen md)' 
\tn, foDen bie SBogellteHer bea btileti «Bogcdeim berf^rtigen. Silad) ben aJerfw 
d)en beö S^emx Jtelebein ^at biefer ed;Ieim &t)t\liü)e (£igenfd)flften mit bem ge= 
beE()arjc (©umrai elaßteum). S;ermtfd)t mon i^n mit Seifenfieberlaufle, f» 
erf)dlt man eine in 3Ba|fer unb SBeingeijt mifldölt^e @eife. 

©ie S3(d((er werben aud) bon bem Stinbbie^ unb ©c^afcn gefreffen. Zit 
Uten fd>rieben bem SWiflel groge Ärdfte ju, unb et »uibe beöi^tegen üou üielett 
t>eibntfd)en SBclfetn ft!r f)cilig gehalten. Sie ipriefter ber alten ©aflier (Srui. 
ben) fießten unter benienigen €id)&üumeH, auf «eld)en ber SJIiftel msi)^, 
9ot(e6~bienftlid)e Sßetfammlungen an unb trieben mandjerlci SJberglauben unb' 
©aiifelfptel bomit '■'•'). 

3n ber Grbe Idgt fxd) biefeg ©cfödd}^ nic^jf forfpflanjen, unb äffe bii^^er 
gemadjten filnftltcfyen 2}erfud)f/ auc^ wenn man bi« j?erne auf 2/f(?c onbrad.te, 
finb mißlungen. €ö foH 6log butd) Srojfefn, bie enfwcbfr ben (ganten, 
fern , ber it)mn am @d)na6ef fangen bleibt/ an bie 3iinbc ber 2le(fe unb 
©tdrame j^reic^en, ober wenn pc bie ^verne oerfd;fucfcn unb btefc bann mit 
bem S?ot^e unüetbauet con iOnen ge^en unb in ben 0Ji§en unb (Ed)uppen ber 
SJtnbe tidngc« bleiben/ fortgeppanjt reiben. 3» »nferm Sßolbe ifi er (jdufiig 
anjutrefen. 



'*) ?«nFe iii-feii«t 5fiflturs!Cfd)icf)te Snitb 2. JCet ^itrijbetr mlttv «adilefcn will, te« 



erfidrung ^upfertafel, tt)efc^e MM enthalt 

Tab. XLI. 

a. ein gweig mit ber Wflttnficfjen 

b. ein übgefonbertej: ^dd) m natütHü)et ©riJfe. 

c. ©erfelbe »epgro'gerf. 

d. €m obgcfonberffö S?e(d)f?uf in nodjrlfcfier (BtSfe »e« Jft imiftn ©eUe 

anjufe^en mit bm batauf tiefünblidjen ©töu6gefä|en. 
Co Saffclbe c ergreger f. 

f. €in oOgefontcrfe^ ©(tJf eon t)cn @fau6gefj§cn |?arf üfrgtBfejt 
«. ©er ©tonbfeobcn hei Scldjeö in naturlic^jer ßroße, 

h. Serfelfcc »ergroßett. 

i, ein fleinct gwcig mit weiWit^en Sfufen. 
Ii. ©tcfelfcen Becgrogcff. 

h €inc cinjelne'SBlume atgefonbert anb »figrifgetf. 

m. n. gwci Äcld)blat{d)ett ttt mtwHd)et ©t^ge. 

o. p. Siefelbcn »crgrdgcrf.^ 

q. <£in ®taubtv>cg in natiJrli^er ©rdfe. 

r. ©erfelie ttergrogerf, 

A. ein fleiner gweig mit teifm SSeeten I» mt&xU^et ©r^ge. 

B, ©et ©amcnfern. 



f7 



frrtUtartigc ^eibe, gleifcfjfareigc ^)cib?. gru56I»'i&cnbe S?eib(. Per- 
foon. Pag. 395. n. 70. Erica lierbaceai Willdenow, fpec. plant, T. II. 
P. I. P. 411. n. 133. Erica herbacea. /3. Erica' carnea, .^offmaii» 
©eutfd)!. glora. Slufl. 2l6t()eil. i. igi. tilt. 3. Eiica carnea, 
(Sngl. The early flowering Heath. 



\5^ie fraiitotfige .^cibe i(t ein flcinet, triebriger, ^odiflmß i ^uf Oo&et 
©ttaud) utib toid)^ in fanbigen feegcnben in 5|)annünicn, bet @d[)tt>cij/ 
£)(tfmid)/ ^6t)men, ©djlefjen, (Saljbutg/ S&utingen jc. wilb. 

S>\e immergrünen blattet fte^en 511 viev um bcn braunen ©(engef/ finb 
lititenformig,/ auf beiben 6eitin glatt, unten mit einer erhabenen 5iippe t>cf 
fe^en; bec ©ittttffiel ift bogenförmig, rot^ unb furj. 

Sie SBIumcn erfd^einen im gcbruor, ^ai\, Sfptil unb SOlat in ben SSin« 
fefn ber S^lditec, unö bilöm ctnfettigc (Trauben; bie Äronc ift rd()ri9. 
glccf'enfiJrmig , om ©runbe grnnltd), »orne inö Sleifcfecot^e ilbergcftenb, fi'inf. 
mal ein3cf(l)nitten; bet Äeld) cierbl^tferig unb t6it)lid) gefdrbt; öie ^hbcn t>cv 
ad>t @raubg^fä0e weif); bie ötaubbeurcl puvpurtotl) / oben jn>ei. 
t^cilig unb au$ Öcr^rone bervorragcnö; ber grud;tfuofcn Idngllc^trunb/ 
gefurdjt unb grun; ber ©rtffei lang, farminrof^, auö bes Ärone weit ^eruorra« 
genb unb etmß gcfrümmf; ber S5(umen(iiel farminrot^, gefrümmt unb mit 
einem cinbloffterigen aRebenbldftc^en eerfe^en. ©er ©ame tfl rot^braun, flein 
unb gegriffelt unb bem üon ber gemeinen ^petbe fe^r &l)nM). 

©a bie nieblidjen S^lumen aud} im %t&f)ini)t halb erfdieinen/ fc 5af man 
biefe 5)^fianic mit tooüem dled)t jur Bi^itie i« ©arten empfof^len. (Sie fotberf 
einen ieid)tcn 55obcn unb loßf |id; IciJ^^t burcO iunge Cprogen unb 2()eilungen 
ber Sßurjel ocrme()rcn. 

$ß(umenfreunbe/ bie fein ©ewac^id^au^ ^aben, fteden (tc, nac^ ©iefric^, 
in einem 3'""iiff/ """^ einbcingcnbem gro(Ie ge()eijt rottb, inroeubig vor 
bie ^enfTcr, m fie unter einer {mtefm^pigen ^e^anblung vom Januar bi^ in 




• Slprif bhii)t iinb ein fd)one^ Slnfe^en öt6f. SDIaft ()af fotifl nuö biffet Jpeibearf 
jtveicripi 3(rteii/ E. herbacea uub cavnea 3cmad)t; finb aber beibe eine imb 
bif feite SfJflanje, jene im SSinter. unb btefe im gaK^lingefkibe. Wiiid. l, c. 

^•ifJdruji^ t)er j^upfertafel / me^^^)e J)ie Irautartige |)eibe 

Tab. XLIL 

a. €iti 3*t>ei9 tnif ^fumen in MtMid)n ©roße. 

b. (gine abgefonbertc ^iume in naturlidjei; ©i'ftfe. 

c. ©iefelbe DergriSßett. 

d. Ser Äeld; in notiklic^c ©rd$e. 

e. ©erfelbe t)crgti5§ert. 

f. Sie 55eftud)tun9ötücifjcit3c in mtüxU($}tt ©rof«. 

g. Gben biefe ttcrgrd^etL 

h. gmei abgcfonbette ©(aubgefdge »on jsveietlet 6el«n onjttfe^en in mt&t» 

lidjcf ©rßge. ^ 

i. Gben btefe öergrdßciff. 

k, Scr ©(aubttjeg in natudi^et ©rj|e. 
1. Sictfelbe tjcrgcügcrf, 

m. (Ein abgefonberte^ 9>I<i« in n<itiitlic()er ^ri5§e wn t>er üiUern (Seife ön* 
Jiifef)en. 

n. (£ben blefeö »ergrdßcrt bon bec ndmli(^cn ©eiff. 

0. Sin abgefonberfeö SBIütt in mtMiiH^n ©«o|e »on oben, unb 

p. baö nöttilidje tergrdjserf. 

A. (£in rcifeö gtud)tbef)altnt^. 

B. ein Zme in nntiklidjet ©rofe. 

C. S)evf«lt'e eeratetjc«. 




2)ic '©umpfl?ciöe. ?9?oor^dbe. 2oiff)ci&e. S5efeii5eibe. 2Binfci'^eitie. 
Srnuttrotfjc ^eibe. 3iicberldnbtfc()e /peibe. Perfoon P. 390. n. 19, 
Erica Tetralix. Willdcnow. fpec. plant. T. II. P. I. Pag. 368. n. 31. 
Erica Tetralix, ^taiij. La ßruy^e des raarais. ßngl. The fir leaved 
Heath. 

\^tcfe fdyim ^eibe wadjfi im nctbUäien Europa, in Seittfd}faHb auf bet 

©ad}rt"n / in ber 2Bettetou iwb anbecn ©cgenbcn on funipfigen «nb moorigen 
£)rtcn. 

@te wirb bwi bi* i»kt gug ^oc^. £)ie äffen 3tt)ctgc finb braun unb glatt, 
bie iilngern ^artg. 

©tc 93ldtter pnb tsumergtiln/ flcm./ fmm $a t?icr um {)en Stengel/ 
linb Ictnäcttfdrmig, Dorne ftumpf, am Slanbe umgerotlt unb mit langeu ^aaf 
rcn/ öt4 tv>cld)cn Heim 2)i"urcjJ fitjen/ -terfe()en; obe« grün, unten 
öid^t fein n?cij]lid? bd>ört. 

Sic flotten 6lag farrainrot^en ober au(^ weisen Blumen crfc^etnen im 
3uIiu<J bi^ Siugiif?/ f'^cn |u 3 biß 14 in einer cinfad:>en 2?ol6e <;n 6en 
Spieen &er Swcige "beifammen/ finb eirunb taut^jig/ mib terf^Iiegen 
ad)t (gtaubgefaße/ bcrcn gdben bfag etofeft , etm^ gebogen, unb bcrcn Staub- 
beutel buntcl yiolett unb oben unb unten mit jwei ©ptijen ecrfc^en finb; ber 
grucl)tfnofcn ift üierfadjerig unb gsiin, ber ©rifel fiel)t nid)t juv Sronc^f)erauö, 
ift gerabc , blag »ioleit/ bie D^arbe eingefcfjnittcjvj {>Cf Ivld? ijitjnmunb 
wci|)l?avi3. 

3f)rer fd)onett 5)fumcn njcgcn bicnf fie jur 3ierbc itt Juflpjlanjitngen unb 
©arten, unb ben 6d)afcn «nb <}3fetben jur S^a^rung. ©en 53icnen geben ftc 
iponig . unb SBadjefinff. Sind) laßt man bie (Beibenraupen an jbrcn ^"'^iö«« 
fid) cinjpinncn. ©te logt fid) \d}mt ücrpf^nnjcn. 23iU man biefed t^un, fo 
rang mn fte mit mn gan^e» Salku aiw^ebe « «nb -an «i-neii feiici/ieu «nb fcbat= 

«gen 



figen £>rf fegen. SRiid) ©iefricfc fornnit jlc in ©ai-ffn in einem fonbigen / ctms 
feudften 9>oben gut forf , unb M§t fiel? aud) tuxä) iutise €pro(ftn aiib butd) ger. 
tl>eilun9 ber dltetn £pi'0||en üermef)rcn *}. 

Sßad) bcr 23k-rjid)erun9 eine^ (>tefi9eu gorflnicniifs foO biefer firinc Sfrouc^ 
in bcn aUilrnbcrgifcljen SBdlbcnt njad;fen. 3d; ()abe ft« übet nod; ntdjt cntbcft. 

ÖltHdruiig ^er ^upfertafel/ auf tvclcöer t)ie <B\mpff)tik 

Tab. XLIIL 

a. €in 3tt)ei9 mit Slufen. 

b. (Sine obgefonberfe S3(umc in na(i!rli($er ©r^ge. 

c. ©te abge^nberten SBcftudjtungetverfjcuge in natMcIi^es ©roge. 

d. (Eben biefe t5frgi-Dfett. 

e. Ein abgefonbertc^ ©(oubgcfag in nötiti:fi(^ct: ©rofe. 

f. eben baffclbe fc .'rgrdgerf. 

g. €in obgcfoubertet ©taiibweg in nofuirlic^jec ©r^ge. 

h. &en biefer eergtogert. 

i. k, greet abgefonbcrte , ecrgroßerte blattet »cn iweifclei ©eifcn «n* 

}ufe()en, 

1. eine obgefonberfe »ergrpgerfe ^aavitüfe. 

A. Sin reifet ®anicnbcf;dltnig In «otutlic^er ©r»fe. 

B. ©amen. 



s 





2) 



C 




f 



4 



^f):JV. 

h 




I 



/ 




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